NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Kleine Linkliste zum Weltkopfschmerztag

Die Nachricht ist kurz und schnell geschrieben: Immer mehr Menschen haben Kopfschmerzen. Dieser Erkenntnis zugrunde liegen Zahlen der AOK und der Barmer. Das wirft natürlich Fragen auf: Sind die Patienten empfindlicher, lassen sich die Arbeitnehmer bereitwilliger krankschreiben – oder sind es tatsächlich die Kopfschmerzen, die deutlich häufiger auftreten? Die Umfrage und ihre Ergebnisse erscheinen nicht zufällig: Heute, 05.09.2023 ist Weltkopfschmerztag.

Marcel Görmann versucht in „Der „Westen“ am 02.092.2023 seinen Artikel darüber mit einer Spannung zu versehen, die einer Enthüllungsstory gut zu Gesichte stünde. Liest man darüber hinweg, gelangt man aber auch zu Zahlen und Hintergründen:
https://www.derwesten.de/politik/aok-barmer-krankschreibung-krankenkasse-a-id300637514.html

Ganze 13 Minuten widmet das ZDF Morgenmagazin Moma dem Thema. Hier sind die Informationen und Zusammenhänge – auch mit anderen Krankheiten – gut aufgearbeitet:
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/service-kopfschmerzen-goetze-100.html

Die IKZ berichtet, passend am 05.09.2023, über einen Arzt in Hemer, der zum Weltkopfschmerztag umfassend informieren möchte:
https://www.ikz-online.de/staedte/hemer/hemeraner-arzt-macht-auf-weltkopfschmerztag-aufmerksam-id239367621.html

Der Nibelungen-Kurier begibt sich, wenn man die Cookies akzeptiert hat, auf die Suche nach den Ursachen der Kopfschmerzen und empfiehlt ein Kopfschmerztagebuch. 04.09.2023:
https://nibelungen-kurier.de/ein-vielfaeltiges-leiden/

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Charité-Arzt angeklagt wegen Mordes

Ein Kardiologe der Berliner Charité ist wegen zweifachen Mordes angeklagt. Ebenso eine Krankenpflegerin wegen des Verdachts der Beihilfe.

Tagesschau, 04.09.2023:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-kardiologe-der-berliner-charit-wegen-zweifachen-mordes-angeklagt-100.html

BZ, 04.09.2023:
https://www.bz-berlin.de/polizei/menschen-vor-gericht/charite-arzt-wegen-zweifachen-mordes-angeklagt

Ebenfalls 04.09.2023, 22:01 Uhr:
https://www.bz-berlin.de/polizei/menschen-vor-gericht/sie-nannten-den-todes-arzt-der-charite-pastor

Spiegel, 04.09.2023:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-charite-kardiologe-wegen-zweifachen-mordes-angeklagt-a-64c6629e-3272-4376-96cd-a613c7c4e812

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Da sind sie wieder: Virale Bedrohungen im Herbst

Bis eben noch haben wir vom Spätsommer geträumt, der uns bis vor Kurzem noch mit Temperaturen von bis zu 30 Grad angedroht wurde. Moderat sind die 30 Grad zurückgeschraubt auf einen schönen Altweibersommer. Dennoch: Wir schreiben September. Und da kann man medial schon wieder die Erkältungswellenkarte ziehen. Oder vor der Grippe warnen. Oder vor Corona. Hier also ein kurzer medialer Lagebericht zu den viralen und bakteriellen Bedrohungen, die da auf uns zukommen sollen. Und nicht zu vergessen: Die Maske! Pflicht oder Kür? Der Startschuss zur Diskussion ist offenbar gefallen – am 1. September.

Am 02.09.2023 warnt Hendrik Streeck davor, dass die Bedrohung durch Corona so in den Vordergrund gestellt wird, dass darüber die Grippe ganz vergessen wird. Einen Tipp hat er auch: die Grippeschutzimpfung. Der Text von AFP findet sich unter anderem im Spiegel am 02.09.2023:
https://www.spiegel.de/gesundheit/corona-hendrik-streeck-warnt-vor-sonderstellung-gegenueber-der-grippe-a-49820dbe-b4d0-4537-830c-6ec3271a8e64

Der SWR wartet mit der Grippewelle in Australien auf und legt, auch weil im vorigen Jahr die Grippewelle früher als gewohnt begann, den Schluss nahe, dass in diesem Jahr die Grippe möglicherweise wieder schon im Herbst Fahrt aufnimmt. Artikel vom 03.09.2023:
https://www.swr.de/swraktuell/radio/grippe-grippewelle-impfung-herbst-winter-australien-100.html

Wohltuend und gut gelaunt widmet sich der Westfälische Anzeiger am 04.09.2023 noch der Sommergrippe, der Millionen von Menschen jährlich zum Opfer fallen. Die aber mit der wirklichen Grippe nichts gemein hat – außer den Namen.
https://www.wa.de/verbraucher/verlauf-dauer-kinder-inkubationszeit-ansteckend-kinder-erkaeltung-viren-sommergrippe-grippe-symptome-92435596.html

Auch die ABDA nutzt den Beginn des Septembers zur Info: Erwachsene Mitglieder großer Ersatzkassen können sich wieder in Apotheken gegen die Grippe impfen lassen. Die Pressemitteilung vom 04.09.2023 finden Sie hier:
https://www.presseportal.de/pm/7002/5594565

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ZDF berichtet über Ärztemangel und Lösungsversuche

Frank Zintner nimmt sich am 02.09.2023 im ZDF des Themas MVZ an: Wer soll sie betreiben? Ärzte? Kommunen? Investoren? Der Artikel ist hinterlegt mit Links zu Sendungen aus der Vergangenheit zum Thema: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/landarzt-mvz-medizin-versorung-praxis-100.html

Die Doku: „Rezepte gegen den Ärztemangel“ vom selben Autor wurde am 02.09.2023 gesendet und ist in der Mediathek noch bis zum 28.078.2025 abrufbar:
https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-b-rezepte-gegen-aerztemangel-100.html

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Bekenntnis einer Landärztin

Ulrike Koock ist Hausärztin auf dem Land, Mutter zweier Kinder - und liebt ihren Beruf. Trotz aller Schwierigkeiten. Ein Bekenntnis, online gestellt aiuf Medscape, 23.08.2023:

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4912766?ecd=WNL_mdplsfeat_230823_mscpedit_de_etid5779068&uac=473055MZ&impID=5779068#

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Schritt für Schritt dem Tod davonlaufen ...

„Wer früher stirbt, ist länger tot.“ Dieser Wortwitz hat einige Jahrzehnte auf dem Buckel, also habe ich vielleicht eine Chance, dass ihn jemand noch nicht kennt. Dieser Wortwitz, der das Lächeln bei den meisten Zuhörern ziemlich schnell sterben lässt, weil er so langweilig wie irrsinnig ist, ist aber deutlich mehr, als nur bedingt witzig. Er ist nämlich auch sprachkritisch. Denn: Was ist früh? Was ist lang? Und was überhaupt bedeutet Zeit? Und welche Relevanz hat dieses Zeitverhältnis im Angesicht des Todes?

Ziel meiner Erörterung ist ein Artikel über eine Studie zu den Schritten, die wir alle täglich machen sollten. Die gute Nachricht vorweg: Überraschend ist herausgekommen, dass wir mit 4000 täglichen Schritten auch schon ganz enorm weiterkommen. Das Zitat, auf das ich Sie vorbereiten wollte, kommt jetzt:

„Die im Fachjournal „European Journal of Preventive Cardiology“ veröffentlichte Studie ergab, dass schon mindestens 3.967 Schritte pro Tag das Risiko verringern, an irgendeiner Krankheit früher zu sterben.“

227 000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind Ihnen für dieses Ergebnis schon mal viele Schritte vorausgegangen. Aber es geht noch viel konkreter: 1000 Schritte pro Tag senken das Risiko, an irgendeiner Krankheit früher zu sterben, um 15 Prozent, 500 Schritte um sieben Prozent.

Nichts gegen die Studie, die habe ich nicht einmal gelesen. Aber der Text über die Studie macht mir reichlich Freude. Gerne, so die Berichterstatter, dürfen wir auch mehr als 20000 Schritte täglich gehen – je mehr, desto besser.

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"Ungepflegt" - Poetry seit einem halben Jahr viral im Netz

Krankenschwester, Medizinstudentin, Poetry-Slammerin – Leah Weigand geht seit einem guten halben Jahr viral mit einem sehr anrührenden Text im Slam-Format über die Pflege(situation). Im Mai bei der Hirschhausen-Show „Was kann der Mensch“. Hier das Video von Poetry Slam TV.

https://www.youtube.com/watch?v=wikIYQvdZcQ

Das Portal stellt „pflegen online“ stellt die Marburgerin hier vor:
https://www.pflegen-online.de/wie-eine-poetry-slammerin-pflegekraefte-zu-traenen-ruehrt

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Online-Petition für faires PJ

Der Saarländische Rundfunk berichtet am 1.08.2023 über eine Online-Petition von PJlern. Die Medizinstudenten im Praktischen Jahr beklagen mangelnde Finanzierung, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen. Text und Filmbeitrag (3:58 min). Der Film begleitet einen PJler am Klinikum in Saarbrücken (17.08.2023).
https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/kritik_bedingungen_praktisches_jahr_medizinstudierende_100.html

Hier geht’s zur Online-Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/ausbildung-statt-ausbeutung-endlich-ein-fairespj-im-medizinstudium

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Lauterbach will Arzneimittelforschung fördern

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will, das gab er in Neu-Delhi am Rande des Treffens der G20-Gesundheitsminister bekannt, die Arzneimittelforschung und -produktion in Deutschland gesetzlich fördern. dpa-Bericht in der Süddeutschen Zeitung, 19.08.2023:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/medizin-lauterbach-will-arzneimittelproduktion-per-gesetz-foerdern-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-230819-99-884762

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Physician Assistant in Westfalen-Lippe

Der WDR stellt den Alltag einer Physician Assistant vor, die in einer Hausarztpraxis angestellt ist. Die Ausbildung zum Arzt-Assistente ist seit wenigen Jahren auch für den ambulanten Bereich möglich. Hier im Bericht ist eine Praxis aus Ochtrup das Beispiel. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und die EU FH (Europäische Fachhochschule Rhein/Erft) haben im März 2023 das Projekt begonnen.

Hier der Artikel vom WDR, 18.08.2023, mit Video (2:39):
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/physician-assistants-entlasten-aerzte-100.html

Die KV Westfalen-Lippe informiert hier:
https://www.kvwl.de/themen-a-z/physician-assistant

Der Flyer der KVWL und der EU FH:
https://www.kvwl.de/fileadmin/user_upload/pdf/Themen_A_bis_Z/PA/Flyer_Projekt_PA.pdf

Die Seite der EU FH zum Physician Assistant:
https://www.eufh.de/bachelor/physician-assistance?utm_term=studiengang%20arztassistent&utm_campaign=%28S%29%20-%20Physician%20Assistant%20%28BBA%29&utm_source=adwords&utm_medium=ppc&hsa_acc=4604278741&hsa_cam=1618821514&hsa_grp=62531598958&hsa_ad=308535525725&hsa_src=g&hsa_tgt=kwd-1513621760870&hsa_kw=studiengang%20arztassistent&hsa_mt=b&hsa_net=adwords&hsa_ver=3&gclid=EAIaIQobChMIzqOmyKDtgAMVWZ9oCR0h1QubEAAYASAAEgLQdPD_BwE#

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Schmerz lass nach: Instektenstiche

Bei der Wahl dieses Themas habe ich wohl mitten ins Schwarze getroffen. Mitten im Sommer sind nämlich die Medien voller guter Ratschläge zum Umgang mit Insektenstichen. Und auch nachrichtlich haben sie einiges zu bieten. Weit entfernt von irgendeiner Vollständigkeit hier eine nur kurze Linkliste.

In Nordrhein-Westfalen häufen sich heftige Reaktionen auf Insektenstiche. Die Helios-Klinik in Oberhausen, mit Allergie-Netzwerk, trägt dafür mehrere Gründe zusammen. Trotzdem macht der Focus aus der Häufigkeit gerne ein Mysterium. Alternativ auch ein Rätsel.

Artikel vom 01.08.2023:
https://www.focus.de/panorama/welt/seltsame-entwicklung-in-nrw-insektenstiche-stellen-klinikaerzte-vor-raetsel_id_200469476.html

t-online wartet am 20.07.2023 mit einer Insektenstich-Schmerz-Skala auf – und geht der Frage nach, welches Tier denn weltweit die schmerzhafteste Stichwirkung hat. Mit Fotos einiger der Übeltäter:
https://www.t-online.de/gesundheit/gesund-leben/id_90396428/biene-wespe-und-co-das-sind-die-schmerzhaftesten-insektenstiche-der-welt.html#

Der Westfälische Anzeiger hatte sich schon am 27.07.2023 dieses Themas angenommen:
https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/massenhafte-insektenstiche-nrw-aerzte-helios-klinik-oberhausen-wespe-hummel-biene-muecke-hornisse-92426816.html

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Dr. Mohamed Helmy - der Arzt, den das Google Doodle heute ehrt

Dr. Mohamed Helmy wird heute (25.07.2023) mit dem Google-Doodle, also dem Bild im und ums Google-Logo geehrt Der ägyptische Arzt arbeitete zur Zeit der Nazis in Berlin – und er rettete mehreren Juden das Leben. https://g.co/doodle/asb8dba

Die Lesegeschichte dazu finden Sie heute auch

in der Augsburger Allgemeine:
https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/dr-mod-helmy-der-aegyptische-arzt-der-juden-vor-den-nazis-rettete-id67322876.html

in der Bild:
https://www.bild.de/unterhaltung/leute/leute/dr-mod-helmy-im-google-doodle-der-mutige-arzt-der-juden-versteckte-84808888.bild.html

im Stern:
https://www.stern.de/gesellschaft/dr--mod-helmy--der-mutige-aegyptische-arzt--der-den-juden-half-33678172.html

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Gefängnisärzte - kleine Linksammlung

Nicht nur jeder Tatort-Fan kennt ihn: den Gefängnisarzt Joe Bausch, der seine Kenntnisse aus dem Gefängnisalltag auch aus Schauspieler im Krimi umsetzte. Aber es gibt ja deutlich mehr Gefängnisärzte – und hier sind ein paar Geschichten oder Interviews von über oder mit ihnen gesammelt:

Der SWR berichtet von einem Gefängnisarzt, der in Rente geht. Der Text liest sich stellenweise etwas holprig, ist aber ausgesprochen interessant. Das „Holpern“ ist der Tatsache geschuldet, dass der Text fürs Hören geschrieben ist. Der Leser merkt das in der Mitte des Textes, wenn der Radio-Link sichtbar ist. Wer Zeit hat, der kann den Beitrag besser hören als lesen – so strukturiert sich der Text besser, und man kommt dem erzählenden Arzt ein wenig näher.

SWR, 23.07.2023:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/kaiserslautern/30-jahre-arzt-in-der-jva-zweibruecken-seit-anfang-des-monats-in-rente-104.html

Auch beim SWR, jetzt auf Youtube zu finden, ein Beitrag vom 15.12.2022 über den leitenden Arzt im Justizvollzugskrankenhaus in Wittlich, der mit 81 Jahren immer noch nicht in Rente geht:
https://www.youtube.com/watch?v=4Qhh6dxpEbc

Das Thema Gefängnisarzt hat auch Martina Kast auf ihrem Youtube Kanal MartinaKast.Media aufgenommen. Sie berichtet am 15.06.2023 aus Köln Ossendorf:
https://www.youtube.com/watch?v=qRWziCnk8aE

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Medizingeschichte online: das Innere des Menschen

Das Deutsche Ärzteblatt macht auf eine Online-Ausstellung mit vielen Bildern aus der Medizingeschichte aufmerksam, die die Wahrnehmung der Organe betreffen. In der Online-Ausstellung kommt man mit Englisch- und Medizinkenntnissen bestens zurecht. Aber auch dem sprachlichen und medizinischen Laien erschließen sich die Bilder und Zeichnungen wohl.

Zum Artikel im Ärzteblatt (der auch am Ende mit der Ausstellung verlinkt), geht’s hier:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/232669/Medizingeschichte-Ausstellung-zur-Wahrnehmung-des-Koerperinneren

Gleich mitten ins Innere des Menschen geht’s hier:
https://comparative-guts.net/

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Mehr OPs in die Praxen? Gassen nimmt Stellung zur Ambulantisierung

Von 16 Millionen Klinikbehandlungen im Jahr in Deutschland könnten bis zu vier Millionen ambulant erbracht werden – also auch vom Hausarzt. Diese Zahl nannte KV-Chef Andreas Gassen in der „Bild“. Und von dort, wie das so ist, mit den Medien, zieht sie ihre Kreise. Es antwortet – auch in der „Bild“, im selben Artikel – der Vorstandschef der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, mit einer Antwort in der Qualität von: hört sich gut an, ist aber unrealistisch.

Kleine Linkliste:

Der Artikel in der „Bild“:

17.07.2023:
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/diese-ops-sollen-kliniken-nicht-mehr-durchfuehren-84703344.bild.html

Artikel zu den Aussagen des KV-Chef Andreas Gassen:

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Fragliches zum Frauengesundheitstag

Es gibt ja Fragen, da bin ich mir ganz sicher, die würden die meisten von uns sich nicht zu stellen trauen. Eine dieser Fragen stellt nun die Mittelbayrische. Sie hat dafür auch einen Anlass. Und das ist der 28. Mai. Sagt Ihnen nichts? Der 28. Mai ist der Frauengesundheitstag. Sagt die Mittelbayrische am 28.05.2022:
https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/welche-faktoren-beeinflussen-die-weibliche-gesundheit-21179-art2222582.html

Wikipedia sagt zum Thema Frauengesundheitstag offenbar noch nichts. Es gibt zumindest keinen eigenen Eintrag. Seltsam. Denn sowohl Frauen als auch ihre Tage sind doch gerade immer gerne Thema. Einer dieser Tage der Frauen, so viel ist gesichert, ist dann wohl der Frauengesundheitstag – und das Internet gibt immerhin einige Veranstaltungstermine aus der Vergangenheit preis, so dass ich mit Sicherheit behaupten kann: Es gab ihn schon 2018. Vielleicht sogar früher. Den Frauengesundheitstag.

Nun zu der Frage, von der ich mir ganz sicher bin, dass die wenigsten von uns sie so stellen würden, wie sich die Mittelbayrische das getraut hat: „Welche Faktoren beeinflussen die weibliche Gesundheit?“ So die Frage am 28. Mai. Nun, als Germanistin kann ich da die Antwort wohl geben. Es ist die Endung -heit, die im Deutschen dazu führt, dass ein Wort weiblich ist. Niemand würde der Gesundheit im Nominativ den Artikel „der“ verleihen. Und worin der Faktor besteht, der den Gebrauch der – sprachlich selbstverständlich immer weiblichen – Gesundheit am meisten gefördert hat, hätten Sie wahrscheinlich genauso wenig erwartet, wie die Mittelbayrische. Wenn wir dem Grimmschen Wörterbuch glauben schenken dürfen, ist das Wort Gesundheit sprachlich gesehen zwar wohl schon älter, aber es ist Martin Luther, der es in Umlauf und Sprachgebrauch gebracht hat.
https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB#4

Nun muss man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Was die Mittelbayrische in Wirklichkeit wissen will, ist: Welche Faktoren beeinflussen die Gesundheit der Frauen? Hierauf fällt die Antwort leicht. Auch wenn es wie Haarspalterei aussieht: Es sind dieselben Faktoren, die die Gesundheit der Männer beeinflussen. Daran zweifeln auch mit Sicherheit nicht diejenigen Männer und Frauen, die sich bemühen, die Unterschiede herauszuarbeiten, die es zwischen Männern und Frauen gibt bei Krankheitsbildern, Krankheitsausmaßen, Krankheitsursachen, Medikamentationen. Zweifelsohne: Männer und Frauen sind nicht gleich. Nie gewesen. Auch nicht in der Gesundheit. Schon gar nicht in der Medizin. Doch offenbar sind sie, so meinen viele, viel zu lang gleich behandelt worden. Zumindest, wenn sie die gleiche Erkrankung hatten. Ein Herzinfarkt bei Frauen, das ist das Standardbeispiel, kündigt sich eben ganz anders an als ein Herzinfarkt bei Männern.

Aber obwohl dieses Thema am Tag der Frauengesundheit naheläge: Das ist es nicht, worüber die Mittelbayrische mit uns reden möchte. Sie möchte Tipps geben für die Themen „Wechseljahre, Zyklus und Gebärmutterhalskrebs“.

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BKK beziffert den Krankenstand von 2022 in NRW

6,4 Prozent Krankmeldungen in 2022 meldet die BKK für NRW. In Zahlen sind das durchschnittliche 23,3 Fehltage. Der höchste Krankenstand seit zehn Jahren. Ursache seien Atemwegserkrankungen. Corona nur zu einem geringen Teil. Deutlich überdurchschnittliche Werte erreichen Orte im Ruhrgebiet. Düsseldorf hingegen liegt bei unterdurchschnittlichen 16,7 Tagen. Ebenfalls ein Negativrekord: Die Zahl der Menschen, die überhaupt keine AU benötigt haben in diesem Jahr, liegt unter einem Drittel – und damit niedriger als üblich.

Bemerkenswert ist die Interpretation der Daten. Die BKK formuliert sachlich: „Bezogen auf die Fehltage, spielten die Covid-19-Erkrankungen nur eine untergeordnete Rolle. Sie waren nur für 2,0% aller AU-Tage verantwortlich.“ Doch im weiteren Verlauf lässt auch die BKK keinen Zweifel daran, dass nach der Pandemie die Rückkehr ins Home-Office, die wieder gesteigerten Sozialkontakte und möglicherweise eine geschwächte Immunabwehr mitursächlich sind für das große Ausmaß der Atemwegserkrankungen.

Die Pressemitteilung BKK, 17.07.2023:
https://www.bkk-lv-nordwest.de/pressemitteilungen/krankmeldungen-in-nrw-auf-hoechststand-beschaeftigte-im-ruhrgebiet-laenger-krank-als-landesdurchschnitt/

Rheinische Post, 17.07.2023:
https://rp-online.de/leben/gesundheit/krankmeldungen-nrw-atemwegserkrankungen-laut-bkk-daten-erstmals-hauptursache_aid-93893837

Die Glocke, 17.07.2023:
https://amp.die-glocke.de/artikel/34212843-bd24-4ab3-b711-220b904c09cd

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Lisa Marie Presley: Todesursache Gewichts-OP

Lisa Marie Presley starb im Januar. Jetzt ist die Todesursache klar: Darmverschluss – und der ist eine Folge einer Jahre zurückliegenden OP zur Gewichtsreduktion. Der Dünndarmverschluss ist eine bekannte Komplikation, die nach einer solchen Operation auftreten kann.

Bericht in den Stuttgarter Nachrichten, 14.07.2023, hier steht die Nachricht über die Todesursache im Mittelpunkt:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lisa-marie-presley-rechtsmediziner-das-ist-die-todesursache-der-elvis-tochter.92c9f54e-33a5-425d-b56e-63ec51cc3baf.html

t-online, 14.07.2023, erinnert zuerst an Presleys Tod und die Umstände und gibt dann die Nachricht von der Todesursache wieder:
https://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_100207654/unerwarteter-tod-von-lisa-marie-presley-daran-starb-elvis-einzige-tochter.html

Focus online, 15.07.2023, nimmt die Nachricht zum Anlass, um über Abnehm-OPs und ihre Folgen detailliert zu berichten:
https://www.focus.de/gesundheit/news/obduktionsbericht-veroeffentlicht-lisa-marie-presley-starb-an-abnehm-op-so-gefaehrlich-ist-die-methode_id_199164011.html

Stern, 14.07.2023:
https://www.stern.de/lifestyle/leute/us-saengerin-lisa-marie-presley-starb-an-einem-darmverschluss-33649428.html

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Doch keine 100 Millionen - Reaktionen auf den geänderten Plan zur Long-Covid-Forschung

Er hatte 100 Millionen Euro versprochen – für die Long-Covid-Forschung. Doch dann kam die Haushaltsdebatte, und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach konnte seine Forderungen bei Weitem nicht durchsetzen. Geblieben sind 40 Millionen Euro für die Versorgungsforschung zu Long Covid. Die Hälfte davon kommt aus dem Innovationsfond der Krankenkassen, die andere Hälfte aus dem Bundesgesundheitsministerium. Das liegt, man konnte es ahnen, an der „prekären“ Haushaltslage.

Enttäuscht und verbittert sind jetzt natürlich viele Long-Covid-Patienten. Und natürlich hat fast jeder einzelne Berichterstatter die Reaktion, den Lebenslauf und die Krankheit eines einzelnen, enttäuschten Long-Covid-Patienten auf Lager. Das Ergebnis: viele Features. Und so ergibt sich ein Bild, das vollkommen verzerrt ist: All diese Long-Covid-Patienten fühlen sich, glaubt man der Berichterstattung, jetzt liegengelassen (es gibt einen Hashtag mit diesem Wort), vernachlässigt und verbittert. Jede Wette: Die Verbitterung ist älter, länger, geht die ganze Zeit schon mit Long Covid einher. Das gekürzte Geld für die Forschung ist nur ein weiterer Baustein auf dem langen Weg der Long-Covid-Patienten. Ausgang ungewiss.

Zynisch der Hinweise, dass die 100 Millionen Euro für die Long-Covid-Forschung nur den wenigsten hätten unmittelbar helfen können, denn bis die Forschung Ergebnisse aufweist, dauert es bekanntlich. Aber: Es wäre da mehr Hoffnung gewesen. Eine Perspektive – und das Signal, dass der Staat sich kümmert.

Ein wenig kümmert er sich jetzt schon, und auch das ist irgendwie zynisch: Es gibt eine Internetseite vom BMG zu Long Covid. Auf dervgebündelt ist, was auch vorher schon auf Internetseiten zu finden war. Und einen Runden Tisch wird es auch geben. Es gilt also das alte Sprichwort: „Wenn du mal nicht weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.“ (https://www.bmg-longcovid.de/)

Die Berichterstattung – chronologisch:

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Arzt setzt Veröffentlichung der geheimen Protokolle des Corona-Expertenrates durch

Der Arzt Christian Haffner hat erfolgreich gegen die Bundesregierung geklagt, dass die geheimen Corona-Protokolle des Corona-Expertenrates veröffentlicht werden müssen. In Teilen ist das auch geschehen, die Protokolle wurden, teilweise geschwärzt, veröffentlicht. Der Arzt klagt weiter.

Der Nordkurier veröffentlicht am 10.07.2023 ein Interview mit Haffner:
https://www.nordkurier.de/politik/corona-expertenrat-arzt-zieht-erneut-vor-gericht-1750073

Die Protokolle des Corona-Expertenrates im Wortlaut hatte der Nordkurier am 02.07.2023 hier veröffentlicht:
https://www.nordkurier.de/politik/corona-expertenrat-die-geheim-protokolle-ungekurzt-im-wortlaut-teil-eins-1729895

Eine kleine chronologische Linkliste zur bisherigen Berichterstattung über den Corona-Expertenrat, bis Anfang 2022:

Die „Welt“, 07.07.2023, Kommentar: „Das Kanzleramt macht seinen Corona-Expertenrat zur Geheimsache“
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article246236040/Das-Kanzleramt-macht-seinen-Corona-Expertenrat-zur-Geheimsache.html

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KBV Praxisnachrichten

PraxisNachrichten

Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

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