NACHRICHTENPORTAL

 

 

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Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Biontech-Gründer in Köln geehrt

Özlem Türeci und Ugur Sahin haben in Köln die Ehrendoktorwürde der Universität Köln erhalten. Außerdem trug sich das Biontech-Gründer-Ehepaar in das Goldene Buch der Stadt Köln ein. Kleiner Pressespiegel:

Stadt Köln, 17.09.2021:
https://www.koeln.de/koeln/nachrichten/lokales/biontech-gruenderpaar-erhaelt-ehrendoktorwuerde-in-koeln_1182844.html

Universität Köln, 17.09.2021:
https://portal.uni-koeln.de/universitaet/aktuell/presseinformationen/detail/oezlem-tuereci-und-ugur-sahin-im-historischen-rathaus-zu-koeln-geehrt

Kölner Stadt-Anzeiger, 17.09.2021:
https://www.ksta.de/koeln/-rockstars-der-wissenschaft--biontech-ehepaar-im-koelner-rathaus-geehrt-39033746?cb=1631959890932

Die Zeit, 17.09.2021:
https://www.zeit.de/news/2021-09/17/biontech-gruenderpaar-erhaelt-ehrendoktorwuerde-in-koeln?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

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Impfstoff-Nachrichten-Ticker: Stiko empfiehlt Impfung für Schwangere ab zweitem Schwangerschaftsdrittel

Aktualisierung 18.09.2021:

Die amerikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt eine Auffrischungsimpfung nur für Senioren ab 65 Jahren. Tagewsschau, 18.09.2021:
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/fda-booster-impfungen-usa-103.html

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Debatte: Dürfen Hausärzte sich weigern, Impfgegner zu behandeln?

Einige wenige Ärzte in Hannover wollen Ungeimpfte nicht mehr behandeln, berichtet die HAZ hinter Bezahlschranke (Gratistest möglich). Vor der Schranke erfährt man noch, das Ärtzeverbände uneins sind, ob das zulässig ist. Der Artikel ist vom 26.08.2021 und spricht von Einzelfällen.
https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Aerzte-in-Hannover-Keine-Behandlung-fuer-Ungeimpfte

Plastisch und sprachlich unmittelbar berichtet die Bild am 27.08.2021 über Hassattacken auf ein Ärztezentrum in Hannover, das nur noch Geimpfte behandeln will:
https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/behandlung-von-geimpften-hass-attacken-gegen-arzt-praxis-in-hannover-77498718.bild.html

Die Einzelfälle haben aber eine Reihe von einzelnen Vorläufern, die teilweise für Aufsehen in der ganzen Republik sorgten. Ein Arzt aus Wallenhorst in Niedersachsen die Mediendebatte wohl im Juli angestoßen. Der Arzt erklärte sich aber bereit, sich mit Skeptikern auseinanderzusetzen. Auch müsse man sich nicht für einen Besuch bei ihm impfen lassen. Zu einer jahrelangen Behandlung sei er bei Impfgegnern, die sich nicht überzeugen lassen, aber nicht bereit

Der NDR berichtet am 30.07.2021 hier:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Hausarzt-will-Corona-Impfgegner-nicht-mehr-behandeln,wallenhorst382.html

Bericht am 30.07.2021 auf antenne.com mit Interview zum Hören:
https://www.antenne.com/niedersachsen/regionalnachrichten/news_region_osnabrueck_emsland/Darum-will-dieser-Hausarzt-Impfverweigerer-nicht-mehr-behandeln-id570436.html

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Zur falschen Nachricht von den impfunwilligen Deutschen

Während ganz Deutschland die Nase rümpft und den Kopf schüttelt über diese Unzahl von Impfunwilligen, Impfverweigerern oder Impfschlunzen, während die ZEIT in ihrer heutigen Ausgabe das halbe Titelblatt*** dafür opfert, auf knallgelbem Hintergrund zu fragen, wie weit man diesen Leuten zu Leibe rücken darf, rückt das RKI zurecht. Und zwar die unseligen Zahlen: Es sind in Deutschland deutlich mehr Menschen geimpft, als die Statistik es preis- oder zugibt (Tagesschau-Links unten). Der Fehler liegt vor allem bei den Zahlen der Zweitimpfungen – und das RKI nennt ihn mittlerweile „systematisch“. Will sagen: zwangsläufig, eine Folge der Erfassung oder der Lücken für die Nicht-Erfassung. Intensivmediziner haben daraufhin protestiert, gerade im Hinblick auf den angedrohten Herbst seien genaue Zahlen von großer Bedeutung. Am größten ist die Differenz der Impfzahlen-Erhebungen bei den Menschen zwischen 18 und 59. Während das RKI hier 59 Prozent als erstgeimpft zählt, kommen Umfragestatistiken auf einen Wert von 79 Prozent!

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach jedenfalls schließt angesichts dieser Zahlen in der Frankfurter Neuen Presse am 12.08.2021 nicht aus, dass die Impfmüdigkeit in Deutschland gar keine Impfmüdigkeit ist: Die Impfzentren seien vielleicht auch deswegen nicht mehr so rappelvoll, weil die Impfquote deutlich höher liegt, als gedacht.
https://www.fnp.de/deutschland/corona-impfung-zahlen-impfquote-deutschland-rki-bericht-differenz-ungenauigkeit-divi-lauterbach-zr-90916166.html

Tja. Was soll man dazu noch sagen? Auf jeden Fall scheint es geraten, den Kopf erst einzuschalten, bevor man ihn angesichts von Nachrichten schüttelt, die sich hinterher als falsch erweisen. Wobei die Grenzen zwischen falschen, unrichtigen, nicht vollständigen Nachrichten und den Fake News immer mehr ins Fließen geraten, so scheint es. Als Erkenntnis aber bleibt: Die Zahl der Impfverweigerer oder der Impfunwilligen ist erstens kleiner - und zweitens ist vielleicht ja auch das Substantiv "Verweigerer" falsch gewählt? Was, wenn das zum großen Teil einfach nur "Noch-nicht-Geimpfte" sind, die aus welchen Gründen auch immer noch nicht dazu gekommen sind, sich impfen zu lassen?

Bericht in der Tagesschau, 11.08.2021, über die falschen Impfzahlen:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/rki-unsicherheit-impfquote-101.html

Bericht in der Tagesschau, 12.08.2021 um 13:16 Uhr, mit der Forderung von Intensivmedizinern, dass das RKI durch Umfragen genauere Zahlen erhebt:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/rki-unsicherheit-impfquote-101.html

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Mehr als 8000 falsche Impfungen? Verdacht gegen Krankenschwester ist noch gewachsen

Offenbar tragen die Ermittlungen im Fall der Krankenschwester, die statt Biontech eine Kochsalzlösung verimpft haben soll, weil ihr eine Ampulle zerbrochen ist, im Moment mehr Fragezeichen als Antworten zusammen. Während der Anwalt klarstellen lässt, dass seine Mandantin niemals nur Kochsalzlösung verimpft habe, sondern den Schaden durch Rest-Impfdosen plus Kochsalzlösung auszugleichen versuchte, wird gleichzeitig debattiert, ob ihre Tat politisch war, ob sie eine „Impfgegnerin“ ist und ob sie ihren eigenen Impfausweis gefälscht hat. Die Niedersächsischen Behörden rechnen dagegen mit 8500 Impfungen, die keinen oder zu wenig Impfstoff enthielten. Diese Menschen wurden zur Sicherheit dazu aufgerufen, sich noch einmal impfen zu lassen.

Berichte vom 12.08.2021 beim NDR:
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Impfskandal-in-Friesland-Faelschte-Beschuldigte-Impfausweis,impfskandal102.html

vom 11.08.2021 im Spiegel:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/corona-im-landkreis-friesland-kochsalzloesung-statt-biontech-tausende-sollen-nachgeimpft-werden-a-8842b2b4-065a-479c-8ba6-72d0419a03f6

Süddeutsche Zeitung, 10.08.2021:
https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-impfung-kochsalz-kriminalitaet-1.5378953

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Novavax im Aufwind - Neuer Impfstoff verbreitet Hoffnung

Im Herbst schon, so die Hoffnung, könnte auch in der EU ein neuer Impfstoff zugelassen werden, der statt gentechnischer Verfahren auf altbewährten Prinzipien beruht. Novavax, so die US-Firma, produziert ein Vakzin, das den Impfkandidaten den Nachbau eines Spikeproteins des Coronavirus injiziert – und es soll ausgesprochen wirksam sein. Die Bewertungen reichen in der Berichterstattung von über 90 Prozent bis fast 100 Prozent. Eine kleine Linksammlung zum Nachlesen:

RND berichtet am 25.07.2021 über die mögliche Zulassung:
https://www.rnd.de/gesundheit/neue-corona-vakzine-alternative-zu-gen-impfstoffen-QM5KHAB3RJBMHAGHI3L4RVMK2A.html

und am 14.06.2021 über die Studie:
https://www.rnd.de/gesundheit/novavax-corona-impfstoff-bewaehrt-sich-in-studie-zu-90-prozent-wirksam-YC7NEMM7XY7KFTPVZYEEOTNPLI.html

Die Tagesschau berichtet am 19.07.2021 über die Wirkungsweise des Vakzins – und über die Firmengeschichte von Novavax. Und die ist keineswegs rosig, da Medikamentenentwicklung nicht ein durchaus unsicheres Gewerbe ist. Erfolge gab’s bisher keine – und die Pleite drohte 2019:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/novavax-impfstoff-corona-covax-nachschub-entwicklungslaender-101.html

Das Manager-Magazin titelte deswegen am 06.07.2021 süffisant „Start up, 34 Jahre, bringt bald das erste Produkt“. Genauso süffisant geht’s weiter – und weil dieser Artikel einer der älteren in dieser Linkliste ist, ist sein Nachrichtenwert eigentlich auch schon überholt:
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/pharma/novavax-corona-impfstoffhersteller-vor-durchbruch-nach-34-jahren-als-start-up-a-c5e2deac-3729-4c1c-9ed9-73df4b0e1cb1

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Kommt sie oder kommt sie nicht? Die Impfpflicht - und ihre Geschichte

Klima- und Stimmungswandel im zweiten Corona-Sommer, vielleicht nicht plötzlich und nicht unerwartet, aber irgendwie doch eigenartig unisono: Die Impfpflicht muss her, so der Auf- und Abgesang der Medien am 28. Juli. Nicht nur seismologisch sprachempfindsame Menschen hatten diesen Stimmungswandel schon lange vorhergesehen. Spätestens seit sich die Impfmüdigkeit und die Bilder von leeren Impfzentren nicht mehr wegdiskutieren lassen, Ärzte erschrocken, verärgert oder achselzuckend berichten, dass sie den Impfstoff von Astrazeneca entsorgen müssen, weil ihn hier keiner will und weil er aus Verfallsgründen nicht in ärmere Länder gespendet werden kann, spätestens seit diese Fragezeichen nicht mehr mit Antworten zu füllen sind – oder findet jemand es nicht lächerlich, mögliche Impfkandidaten mit Geschenken zu überzeugen? – spätestens also seit Vorvorvor-Gestern ist die Drohung mit der Impfpflicht salonfähig geworden.

Und ausgerechnet der Kanzlerkandidat der CDU, der die Freiheit hochhalten wollte und sich der Impfpflicht verbal verweigert hatte, könnte den Impfpflichtbefürwortern noch Öl ins Feuer gegossen, Holz in den Schuppen und Eis in den Kühlschrank gelegt haben: Es gehört sich medial offenbar unbedingt, über den Kanzlerkandidaten, der immer so knapp neben seiner Fortune doch lieber in den Fettnapf tritt oder sein Zuhause in der Unpopularität sucht, zu lächeln, zu lästern oder fundiert zu mäkeln. Und der Kanzlerkandidat selbst kann sich noch nicht aufraffen zur Rolle des Rächers der Enterbten. Damit wird man nicht Kanzler, damit wird man höchstens Robin Hood.

Für die Impfpflicht ist es nach der Wahl aber möglicherweise zu spät. Denn dann könnte sie auf die lange Bank geraten. Vielleicht ist das auch der Grund für die laute Einstimmigkeit der Sänger von der Impfpflicht. Auch sie wissen ganz genau: Wenn Impfpflicht, dann vor der Wahl.

Um die Meinungsbildung ein wenig zu unterfüttern, mit Nachrichten und Geschichte, hier wieder eine kleine, nicht repräsentative Linksammlung:

Hier die Links:

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Wohin mit dem Impfstoff, der übrig bleibt?

Es passiert in Baden-Württemberg, in Sachsen, in NRW – und vermutlich auch in allen anderen Bundesländern. Impfstoff verfällt. Vornweg der Ladenhüter Astrazeneca. Auswege gibt’s, wenn man zu Aktionismus und zu Aktionen bereit ist und man Zeit hat und Menschen, die die Organisation übernehmen. Doch bei den Hausärzten ist die Kette der Möglichkeiten oft zuende. Dort liegt Astrazeneca im Kühlschrank und keiner kommt. Hier eine kleine, aber wahrscheinlich doch wohl repräsentative Linkliste zum Thema:

Das Stadtmagazin Karlsruher Insider hat eine lapidare Erklärung: Die Inzidenz ist gesunken, die Impfling kneifen ob dieser Tatsache gern mal bei der Zweitimpfung. Der Artikel ist mehr ein versteckter Hilferuf, der Arzt, der Impfdosen wegschmeißen musste, bleibt ungenannt. Artikel vom 20.07.2021:
https://www.karlsruhe-insider.de/karlsruhe/kaum-nachfrage-astrazeneca-impfstoff-muss-in-karlsruhe-entsorgt-werden-80220/

In Köln haben einige Ärzte ebenfalls nach Hilfe gesucht und hofften darauf, dass ihnen das Impfzentrum die überschüssigen Dosen abnehmen würde. Das Impfzentrum darf aber nicht, wegen möglicherweise unterbrochener Kühlketten und mangelnder Sicherheit. Autorin Nina Klempt hat Hinter- und Vordertüren gesucht und Hinter- und Vordergründe aufgezählt. Bei der Schätzung der Impfdosen, die entsorgt werden oder vielleicht auch schon wurden, kommt sie auf eine Größenordnung mit vier Nullen am Ende. Umfangreicher, informativer Artikel, mit der Hoffnung darauf, dass sich Hinter- und/oder Vordertüren doch noch öffnen lassen. Artikel hinter Bezahlschranke, 21.07.2021:
https://www.ksta.de/koeln/-moralisch-nicht-vertretbar--zehntausende-corona-impfdosen-drohen-in-koeln-zu-verfallen-38923488

In Berlin könnten bis zu 100000 Dosen Astrazeneca auf dem Müll landen, berichtete Hildburg Bruns in der Berliner Zeitung schon am 18.07.2021:
https://www.bz-berlin.de/berlin/landen-100-000-impfdosen-in-berlin-auf-dem-muell

Die Neue Westfälische spekulierte schon Mitte Juli, dass Hunderttausende Dosen Astrazeneca zu verfallen drohen – und die Politik keinen Aus-, Rück- oder Umweg vorgesehen hat:
https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/23049652_Hunderttausende-Impfdosen-landen-bald-im-Muell.html

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Aufsuchen oder heimsuchen? Impfungen auf Partymeilen und in Kirchen

Auf dem Weg von mehr als 40 hin zu mindestens 85 hat sich das Tempo deutlich verlangsamt. Die Rede ist von den Impfquoten in Deutschland. Die Bremsen auf einer Reise, die erst langsam ins Rollen kam und  spät an Fahrt gewann, sind: Sommerferien, Corona-Pause – und dann kam das Kreuz mit der Kreuzimpfung.

Dabei könnte alles so schön sein, es herrscht ja jetzt gar kein Impfstoffmangel mehr. Im Gegenteil, denn Astrazeneca hütet dann wohl den Laden und sorgt auch so für Überfluss.

Die nicht ganz neue Antwort auf die nachlassende Impfbegeisterung heißt: aufsuchendes Impfen. Nachdem in vielen großen Städten in den Vierteln, in denen viele ärmere, man sagt jetzt wohl sozial schwache, Menschen wohnen, aufsuchende oder auch niedrigschwellige Impfangebote gemacht wurden, geht’s jetzt zum Angebot für Jedermann.

In Köln sucht man diesen Jedermann sehr zentral: „Köln impft vor dem Dom“, so die Überschrift heute, 09.07.2021 in der Papierausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger. Online – und öffentlich – gibt’s die Infos zu dieser aufsuchenden Impfung vom 16. bis 18. Juli hier (08.07.2021, nicht vollständig identisch mit dem Artikel der Papierausgabe heute):
https://www.ksta.de/koeln/corona-grosse-impfaktion-fuer-alle-koelnerinnen-und-koelner-am-dom-geplant-38892428?cb=1625815739900

Aufgesucht werden sollen die Menschen aber nicht nur am Kölner Dom. Wenn’s nach dem Landesgesundheitsministerium NRW geht, sollte es nun auch bald niedrigschwellige Impfangebote auf den Partymeilen geben können. (Kölner Stadt-Anzeiger, 07.07.2021):
https://www.ksta.de/politik/-impfstoff-wurde-verbrannt--kassenaerzte-kritisieren-stiko-fuer-ausgeloestes--tohuwabohu--38888026

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Richtungswechsel am Montag: Die Impfschwänzer sind nicht das Problem

Gut, dass gestern Montag war! Zeit für journalistische Recherche, nicht nur dem Impfschwänzer hinterher. Der Kölner Stadt-Anzeiger zum Beispiel hat gründlich gearbeitet und widmet dem Thema aus verschiedener Perspektive verschiedene Betrachtungen und Artikel. Das Wichtigste vorweg: Dem Impfschwänzer wird wohl keine Strafe drohen, sagt auch Jens Spahn*. Die Häufigkeit der unabgesagten und verfallenen Impftermine wird mit 3 bis 6 Prozent angegeben, je nach Impfort (Hausarzt, Impfzentren) sind die Zahlen verschieden. Und ebenso wichtig: Den Impfzentren geschah – bis vergangenen Donnerstag – in der Regel kein Schaden, denn die Impfdosis wird immer erst aus dem Kühlschrank genommen, wenn der Impfling da ist. Hieß also fürs Impfzentrum und den Hausarzt bis vergangenen Donnerstag: Umdisponieren, Warteliste abarbeiten, Impfstoff einen Tag länger aufbewahren. Das war ganz gewiss organisatorischer Aufwand, aber so verfiel – zumindest bis zur Stiko-Kreuzimpfungsempfehlung – kein Impfstoff.

Dann kam eben dieser Donnerstag und die Stiko hatte empfohlen, Astrazeneca-Erstgeimpften beim zweiten Mal einen mRNA-Impfstoff zu spritzen. Seit der Empfehlung zur Kreuzimpfung ist’s mit den ausfallenden Impfterminen erst recht ein Kreuz. Bei den Hausärzten, so zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger, Oliver Funken vom Hausärzteverband Nordrhein**, stieg die Rate die Ausfallquote rasant von 3 auf 20 Prozent. Der Anteil der nichtabgesagten Termine ist hierbei nicht benannt, wohl aber die Folge der ausgefallenen Termine: Astrazeneca-Impfstoff verfällt jetzt. Die Zahlen der Impfzentren: Am Freitag hätten rund 20 Prozent der Impfkandidaten, die zum Impfen ins Impfzentrum gekommen sind, das Impfzentrum wieder ungeimpft verlassen – da kein mRNA-Impfstoff angeboten werden konnte.

So die Sachlage. Wie zu erwarten war, redet nach den sonntäglichen Strafpredigten jetzt kaum noch jemand von Gebühren für Impfschwänzer. Allein der organisatorische Aufwand von Androhung bis Abrechnung würde ja die Höhe der Einnahmen möglicherweise schnell übersteigen.

Wir sollten aber dennoch die Suche nach den eigentlichen Tätern nicht aus den Augen verlieren. Denn es gibt sie, die Schuldigen. Und wenn es nicht Menschen sind, so sind es menschengemachte Ursachen, die dafür sorgen, dass die Impfterminierungen heftig durcheinandergeraten. KV-Chef Andreas Gassen hat ein paar von ihnen gefunden. Da trotz Aufhebung der Priorisierung Impftermine Mangelware waren, hat der gemeine Impfkandidat, der Vorsorge betreiben wollte, sich nämlich gleich mehrere Termine organisiert.Sicher ist sicher. Und sicher bin ich mir, dass das kein Spaß für ihn war, sondern Panik. Und sicher ist die Panik geschürt worden. Ein anderer Grund den Gassen benennt, sei in manchen Fällen die Schwierigkeit gewesen, das Impfzentrum überhaupt telefonisch zu erreichen.

Und dann kam ebendieser Donnerstag mit der Nachricht, am besten sei es, Astrazeneca kreuzweise, Sie wissen schon. Und nicht zu vergessen: Wissen Sie noch genau, wann jeweils welcher Abstand für welche Impfung angesagt war? Mal kurz, mal lang, mal mindestens 6 Wochen, mal unbedingt kürzer. Sicher, im Umgang mit neuen Pandemien und neuen Impfstoffen muss man erst Erfahrungen sammeln. Die Erfahrung, die Impfkandidaten seit Mitte Januar sammeln konnten, lautet: Empfehlungen kommen aus heiterem Himmel und können, aufs Ganze gesehen, durchaus vollkommen widersprüchlich sein. Das kann einem die Entscheidung für und gegen eine Impfung schon mal grundsätzlich schwer machen. Denn der Versuch, eine persönliche Entscheidung mit Verstand zu fällen, scheitert im Dschungel sich plötzlich wandelnder Empfehlungen. Die Wandlungen aber spiegeln sich dann im Ausfall der Termine. Plötzliche Umentscheidungen - auch aus heiterem Himmel sozusagen.

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Gut, dass morgen Montag ist - Einwände gegen eine Debatte, die sich gebührlich gibt

Neue Täter braucht das Land. Die Impfbetrüger, die Vordrängler, die Termin-Erschleicher – all diese Leute, die offenbar nur dort in Massen auftraten, wo sie schwer zu filmen waren, uns aber ganz ohne Maß als Schuldige auf dem abendlichen Nachrichtenteller serviert wurden, haben sich genauso offenbar in Luft aufgelöst.

Nun wurden sie – offenbar – abgelöst. Heißt: Sie haben ihre Nachfolger gefunden. Dem Impfbetrüger, den wir alle verachten sollten, folgt nun der Impfschwänzer, den wir alle verachten sollen.

Denn dieser Impfschwänzer nimmt uns weg, was die Gesellschaft dringend braucht. Impftermine. Das macht er, ohne abzusagen. Hier ist jetzt die Stelle, an der Sie empört nicken oder mit dem Kopf schütteln dürfen, denn das ganze Land nickt oder schüttelt gerade mit dem Kopf und debattiert, wie wir die Impfschwänzer gebührend bestrafen.

Nein, ich frotzele nicht, ich floskele nur: Als Gebühr sind Preise zwischen 25 und 30 Euro im Gespräch. Links dazu, wenn Sie der Debatte folgen wollen, finden Sie gleich unten am Text.

Zuvor ein offenes Wort: Es gehört sich nicht, einen Termin nicht wahrzunehmen ohne abzusagen. Und ja, auch ich habe den Eindruck, dass solche Verpflichtungen den Mitmenschen gegenüber den meisten Menschen gar nicht mehr bekannt sind. Geführt wurde diese Debatte ja auch schon längst vor Corona: Was ist mit den Patienten, die einen Platz im Terminkalender eines Arztes einnehmen – und ihn dann alleine sitzenlassen? Auch da sollte noch vor kurzem eine Geldstrafe das Problem lösen.

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RKI und BzGA geben das "Impfbuch für alle" heraus

Es gibt was für umsonst: Das „Impfbuch für alle“ wird seit Ende Juni kostenlos in den Apotheken verteilt. Das Taschenbuch hat 80 Seiten, ist vom Robert-Koch-Institut (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) veröffentlicht worden. Auch Eckart von Hirschhausen hat mitgeschrieben. Die Namens- und Farbgebung erinnert an den Impfpass, das Cover des Büchleins ist knallgelb.

Am umfassendsten imformiert die Apotheken-Umschau am 01.07.2021 über das Erscheinen, den Umfang, den Inhalt, die Beweggründe des Buches:
https://www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/vorsorge/kostenloses-impfbuch-blick-ueber-den-tellerrand-786741.html

Das Buch informiert über Impfungsverfahren, über die Geschichte der Impfung, über die verschiedenen Impfungen, über die Wirkung der Impfung, über die Bedeutung der Impfungen für die Gesellschaft ...

Man erhält das Buch in den Apotheken, man kann es online bestellen und man kann sich das PDF herunterladen.
Zum PDF geht’s hier lang:
file:///C:/Users/mec/AppData/Local/Temp/62300013.pdf
und auch auf  https://www.dasimpfbuch.de/
Hier können Sie auch prima durchs Buch scrollen und lesen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert hier per Pressemitteilung:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/2-quartal/das-impfbuch-fuer-alle-neues-kostenfreies-sachbuch-von-rki-und-bzga-erscheint-diese-woche.html

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Nachrichtenlage Novavax und Curevac

Aktualisierung 20:21 Uhr:

Der Ausfall von Curevac, dem Impfstoff aus Tübingen wurde eine Wirksamkeit von nur 47 Prozent bescheinigt, bedeutet für Deutschland 1,4 Mio. Impfdosen weniger in diesem Quartal, allein 0,7 Mio davon in NRW. Tagesschau 17.06.2021:
https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/wdr-story-41119.html

Text 15:21 Uhr:

In Deutschland war die Hoffnung auf den Impfstoff von Curevac groß. Doch die neuesten Nachrichten sorgen für Kurseinbrüche und schwindende Hoffnungen: Eine Wirksamkeit von 47 Prozent lässt die Aktien um 50 Prozent sinken, berichtet das Handelsblatt am 17.06.2021:
https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/corona-pandemie-curevac-impfstoff-liefert-nur-schwache-daten-bund-keine-auswirkung-auf-impfkampagne/27294828.html

Die FAZ geht den Kurseinbruch aber positiv an. Kommentatorin Ilka Kopplin erinnert ebenfalls am 17.06.2021 daran, dass Flops für Wissenschaftler zum täglichen Brot gehören und noch gar nichts über die Zukunft aussagen. Prinzip Hoffnung:
https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/corona-pandemie-curevac-impfstoff-liefert-nur-schwache-daten-bund-keine-auswirkung-auf-impfkampagne/27294828.html

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Medizingeschichte - Impfung mit lebenden Pockenviren

Lady Mary Wortley Montagu, 1689 bis 1762, war nicht nur englische Schriftstellerin und Lyrikerin, die durchaus auch mit spitzer Feder schreiben konnte, sie war in gewisser Weise Pionierin der Medizin. Selbst durch die Pocken entstellt, erlebte sie in der Türkei so etwas wie eine Impfparty: Es traf sich eine Gruppe von Menschen, mit einer geringen Menge lebender Pockenviren infiziert wurden. So geimpft, erkrankten diese Menschen, sofern sie nicht an einer „Überdosis“ starben, in deutlich geringerem Maße als andere.

Der Spiegel erinnert nun (14.06.2021) an die Pionierin, die die in Indien und China bekannte Methode nach Großbritannien brachte. Auch mit angespitzter Feder, aber von grundlegender Bewunderung getragen.
https://www.spiegel.de/geschichte/lady-mary-wortley-montagu-wie-die-fruehe-impfpionierin-die-pocken-bekaempfte-a-aaf5c7ef-4157-4c70-9173-0e36d77fea1a

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Der Teufel im Detail kann auch digital - Hakendes vom CovPass

Es ist alles ganz einfach: Ab in die Apotheke, Impfausweis vorlegen, Personalausweis auch, Daten werden minutenschnell beim RKI geprüft, QR-Code in der Apotheke (oder einem Impfzentrum) erstellt, dann QR-Code auf’s Handy – und ab in den Urlaub, zum Event oder wie gehabt zum Friseur. Beim Hausarzt geht’s meist noch nicht. Ende Juli, so das Versprechen.

Das war die Theorie – und da es in der Praxis allerorten hapert, eine kleine Linksammlung. Zuerst der große Pauschalverriss in der Welt. Wirtschaftskorrespondent Philipp Vetter kommentiert mit großem Schwung gleich in der Überschrift: Für Deutschland sei der digitale Impfpass eine unentschuldbare Blamage, so der Titel seines Kommentars. Und genauso tief holt er auch aus: Wir gehören zu den digitalen Entwicklungsländern, denn das Server aufgrund übergroßer Belastung ihren Dienst vorübergehend einstellen, entspräche nun so gar nicht mehr den Standards. Der Angriff zielt nicht nur auf den Bundesgesundheitsminister, sondern auf IBM, Bechtle etc.

Kommentar vom 16.06.2021
https://www.welt.de/wirtschaft/plus231867017/Digitaler-Impfpass-Eine-unentschuldbare-Blamage-fuer-Deutschland.html

Wen die lange Werbung am Anfang nicht stört, der kann das Video der Welt zum Thema Serverüberlastung hier ansehen (1:40):
https://www.welt.de/politik/deutschland/video231824969/Server-ueberlastet-Digitaler-Impfpass-mit-Startschwierigkeiten.html

Und auch bei der Ausführung der App lag und liegt mindestens einer der vielen, immer noch existierenden Teufel im Detail: Corona-Genesene, die einmal geimpft sind, gelten als immun. Die App aber weiß das nicht, sie zählt die Impfungen. Und für den vollständigen Impfschutz gilt die alte Weisheit: Einmal ist keinmal – (naja, bei Johnson & Johnson ist das anders). Bericht von Lukas Böhl in den Stuttgarter Nachrichten, 15.06.2021:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.digitaler-impfpass-genesen-einmal-geimpft-mhsd.786cc004-50db-428a-aa7b-5d9aa6eaa73d.html

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Von Klägern und Richtern - oder: Muss man wirklich mit Impfvordränglern abrechnen?

Die Ersten werden die Letzten sein, so lernten wir in Anlehnung an’s Neue Testament, Matthäus 19,30, als Kinder, wenn sich die anderen vorgedrängelt hatten, wo auch immer es was zu holen gab. In der Kindheit gibt der Satz wenig Trost, eher schon ist er ein Satz für die Weisheit des Alters. Dort noch nicht angekommen, sorgt er beim Menschen durchschnittlicher Abgeklärtheit eher für heimliche Schadenfreude. Vor allem dann, wenn er sich als richtig erweist.

Bernd Wiegand ist Oberbürgmeister von Halle und hat sich im Januar vorgedrängelt. Beim Impfen. Im Januar war das noch ziemlich unklug und jetzt ist er des Amtes enthoben worden. Vorläufig. Schon am 7. Juni, aber jetzt wird’s erst bekannt. RND am 15.06.2021:
https://www.rnd.de/politik/beim-impfen-vorgedraengelt-halles-ob-wiegand-des-amtes-enthoben-BGAU6FZMFITWJ7D5Z6YCOTZ34U.html

Damit ist er ganz offensichtlich ein Fall für oben dargelegte Schadenfreude. Oder, auch wieder biblisch betrachtet: Er könnte sich als bestmöglicher Sündenbock erweisen.

Jetzt aber lieber pragmatisch als weise: „Tausende Impfbetrüger“ schrien und titelten die Medien im Mai. Und sie machten uns Hoffnungen auf Bußgelder und Strafen, die all den Bösen, also den anderen, also nicht uns, drohen würden. Das Ziel: Den Vordränglern sollte eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen werden können, die dann mit Bußgeld belegt werden kann. Aus der Ordnungswidrigkeit wurde nichts, weil man vermeiden wollte, dass Impfstoff vernichtet wird, aus Furcht davor, Ordnungwidrigkeiten zu begehen, wenn übrig gebliebener Impfstoff an Nicht-Priorisierte geimpft würde. Diese Weisheit lag beim Gesetzgeber schon im März vor und wurde im Portal evangelisch.de als Text des evangelischen Pressedienstes auf ganzer Web-Breite ausgerollt.

https://www.evangelisch.de/inhalte/183337/04-03-2021/keine-hohen-bussgelder-fuer-vordraengler-beim-impfen

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Impfen mit Drive-In - In Meerbusch ist's möglich

Die Bild-Zeitung macht’s mit Humor: „In diesem Stau standen die Autofahrer gestern gerne!“, schreibt sie in der ersten Zeile. Der Titel hatte es schon verraten: „3000 Impfungen am Drive-In von Meerbusch“ (05.06.2021)
https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-aktuell/auto-schlangen-in-meerbusch-3000-impfungen-am-drive-in-76633714.bild.html

Dr. Markus Groteguth hatte vor seiner Praxis mehrere Impfstraßen aufgebaut. Die Impflinge mussten aus Meerbusch kommen und sich über Internet angemeldet haben. Und sie bekamen den Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal verimpft werden muss.

Auch die Rheinische Post berichtet – hinter Bezahlschranke – am 05.06.2021:
https://rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/meerbusch-tausende-nutzen-drive-in-impfstation_aid-58977159

Der WDR berichtete am 02.06.2021 im Vorfeld:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/impfung-meerbusch-drive-in-100.html

Und die Praxis veröffentlichte den Organisationsplan auf ihrer Internetseite:
https://medicm.de/corona-drive-in/

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Impfung von Kindern und Jugendlichen - Positionen und Beschlüsse

Die Inzidenzzahlen sinken, kalendarisch ist der Sommer zu erwarten, politisch wirft die Bundestagswahl ihre Schatten voraus. Und die Hoffnung gilt der Zeit nach den Sommerferien bzw. der Zeit nach der Bundestagswahl. Diskutiert ist bereits alle Mögliche und Unmögliche – von der Impfung bis zum Ausweis, von der Mutante bis zur möglichen künftigen Entwicklung des Coronavirus zur Kinderkrankheit, in der Annahme, dass Erwachsene irgendwann durchimmunisiert sind.

Nun ist eine Möglichkeit auf dem Weg zur Herdenimmunität die Impfung von Kinder- und Jugendlichen. Sie stand bislang hintan, auch weil Kinder und Jugendliche in der Regel nicht so schwer erkranken. Der Nachweis, dass sie so etwas wie die „Stille Post“ der Pandemie sind, ist nie geführt – und die These nie vollständig widerlegt worden.

Und so debattiert das Land seit wenigen Tagen die Durchimpfung der 12- bis 15-Jährigen oder der 12 bis 19-Jährigen, das variiert. Selbstverständlich auf freiwilliger Basis. Wobei an der Selbstverständlichkeit durchaus gedreht werden kann. Dreh- und Angelpunkt sind nämlich die Schulen: Dort sollen die Kinder und Jugendlichen – um im Jargon zu sprechen – abgeholt werden. Geimpft natürlich. Keine Frage: So entsteht Gruppendruck. Verordnete Freiwilligkeit sozusagen, denn wenn der Niklas und der Lukas, dann auch Janine und Julia.

Donnerstag ist wieder „Impfgipfel“ – und dort soll auch über das Impfung von Kindern und Jugendlichen beraten werden. Der Tagesspiegel sieht den Gipfel von Kanzlerin und Gesundheitsministern schon als Wegbereiter und zitiert die Bundeskanzlerin, der es vor allem um die Frage der Organisation gehe (25.05.2021):
https://www.tagesspiegel.de/politik/gipfel-soll-weg-bereiten-impfungen-fuer-kinder-die-naechste-herausforderung-fuer-deutschland/27217926.html

Nicht zufällig zeitgleich ist natürlich die bevorstehende Zulassung des Impfstoffes von Biontech für Kinder und Jugendliche bei der EMA. Mit ihr wird schon Ende Mai, also ungefähr jetzt, gerechnet (FAZ, 26.05.2021)
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spahn-will-corona-impfung-fuer-kinder-auch-ohne-stiko-empfehlung-17358671.html

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Impfaktion in Geseke geplatzt

Während in Altengeseke die Schützen vor Pfingsten zur öffentlichen Impfaktion eingeladen haben, platzt am selben Wochenende 24 Kilometer weiter östlich, in Geseke, eine noch größere Impfaktion. Der Hintergrund: Ein Arzt hatte sich – auf völlig redlichem und legalen Weg – 1500 Impfdosen organisiert, die zusammen mit Stadtverwaltung, örtlichen Organisationen am Pfingstsamstag den Gesekern verabreicht werden sollten. Doch dann kam es zum Eklat. Das Rathaus-TV aus Geseke spricht von „dunklen Wolken“. Gemeint sind Ärzte, die ihrerseits keine Impfdosen mehr bekommen haben. Die Diskussion eskalierte – und aus formalen Gründen musste die gesamte Aktion schließlich abgesagt werden. Das Rathaus-TV vom 21.05.2021:
https://www.youtube.com/watch?v=rNkvb0v1pEw

„Der Patriot“ berichtet für 49 Cent am 21. Mai, hier mit der Überschrift „Bitterer Piks für Geseke":
https://www.derpatriot.de/artikel/corona/bitterer-piks-fuer-geseke-reaktionen-zur-absage-der-impfaktion.html

Weitere Berichte:

Schützen schützen impfend
Impfaktionen landauf landab

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Schützen schützen impfend

Dass die Zahl derer, die gegen Corona geimpft sind, stetig steigt, ist in vielen Orten auch das Verdienst von Ärzten, Organisationen, Vereinen und einzelnen Menschen, die sich für Impfaktionen engagiert haben. In vielen Orten sind es die Schützenvereine, deren Feste und Feiern gerade wieder alle ausfallen. Ins Licht der Presse kommen sie selten, weil vielfach die Berichterstattung regional ist – und nur für Abonnenten einsehbar. Einige Hinweise konnte ich dennoch sammeln, wenngleich ich nicht alle Geschichten zuende erzählen kann. Vielleicht dennoch ein Ansporn?

„Wenn Schützen schützen ...“ lautet die Überschrift in „Der Patriot“. Zur Einordnung: Der Patriot ist von 1848 – eine Tageszeitung im Raum Lippstadt – und die Schützen, die zurzeit wohl kaum Feste feirn, schützen impfend. 300 Menschen in Altengeseke am Pfingstsamstag wurden geimpft. Der Patriot berichtet am 24.05.2021 hinter Bezahlschranke, hat aber einen Einzelpreis pro Artikel parat: 49 Cent, wenn Sie mehr wissen wollen:
https://www.derpatriot.de/artikel/kreis/wenn-schuetzen-schuetzen-grosse-impf-aktionen-in-altengeseke-und-lippstadt.html

Auf Facebook bedankt sich die Schützenbruderschaft beim Helferteam:
https://de-de.facebook.com/pg/SchutzenbruderschaftStNikolaiAltengeseke/posts/

Auch in „Hier und heute“ im WDR am 25.05.2021 wird die Aktion lobend erwähnt. Die Sendung ist aber leider noch nicht in der Mediathek wiederzufinden.

Auch in Verne (Salzkotten) waren die Schützen aktiv, insgesamt gab es 300 Impfdosen. Sälzer-TV berichtet:
https://www.nrwision.de/mediathek/saelzertv-impfaktion-der-verner-schuetzen-landwirtschaft-heute-teil-3-wasseramsel-210525/

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