NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

64000 Ärzte – und wie wir über sie sprechen

64000 ausländische Ärzte arbeiteten 2024 in Deutschland. Diese und weitere Zahlen sind in den Medien, die faktisch und nicht fiktiv arbeiten, gleich und werden zitiert aus der Pressemitteilung Nr. N013 vom 24. Februar 2026 vom Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_N013_13_12.html

Die Zahlen sind überraschend und interessant – die Zusammenfassung spare ich aber mir und Ihnen. Da ist es sowieso besser, wenn Sie sie im Original lesen. Denn es gilt, und darauf will ich hinaus: Der Ton macht die Musik.

Die 64000 ausländischen Ärzte werden nämlich in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes als Ärzte bezeichnet, die „keine deutsche Staatsangehörigkeit haben“. Es ist die Bild-Zeitung, die daraus „ausländische Ärzte“ macht. (Alle Links unten am Ende des Textes.)

Mag sein, dass Sie das im ersten Moment als latent abwertend wahrnehmen. Aber warum? Es ist ja gar nicht schlimm, „ausländisch“ zu sein. Eigentlich. Aber: Wer „keine deutsche Staatsangehörigkeit“ hat, wird der nicht über einen Mangel benannt?

Von der Bild zur Deutschen Welle. Von der Bild erwarten wir Stimmungsmache, von der Deutschen Welle Staatstragendes. Die Deutsche Welle beginnt ihre Einleitung: „Jeder achte Mediziner in Deutschland hat keinen deutschen Pass, jeder vierte ist ein Zuwanderer. Es stellt sich die Frage: Wie stünde das Gesundheitssystem ohne medizinisches Personal aus dem Ausland da?“

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Drei Dokus aus Haus- und Landarztpraxen beim WDR

Der SWR hat eine Dokumentation eingestellt über eine Hausarztpraxis in vierter Generation. Sie gerät zu einer wunderbare Zeitreise, auch mit fotografischen und filmischen Zeugnissen. Die Doku ist vom 05.02.2026 – und Sie finden auf derselben Seite zwei weitere Dokus vom 29.10.2025 und vom 07.02.2024 über das Leben und Wirken von Landärzten:
https://www.swr.de/leben/lebensgeschichten/hausarzt-fuehrt-praxis-in-4-generation-100.html

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Gassens Pläne und die Antworten der Hausärzte

Manche Medien gehen in ihrer Interpretation der Nachricht über das Faktische hinaus. So titelt „In Franken“: „Kassenärztliche Bundesvereinigung: Abschaffung der Krankschreibung geplant“ (Link unten in der Sammlung). Das ist nun so mutig wie sachlich falsch. Bislang muss als Nachricht reichen: Andreas Gassen, KBV-Chef, trommelt und wirbelt weiterhin auf allen Kanälen. Seine Forderung ist die Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen. Seine Argumente haben vieles für sich: Die befürchtete Blaumacherei sei auch mit dem jetzt üblichen Verfahren leicht möglich, eine ernste Erkrankung sei ohnehin erst nach dem dritten Tag als ernst konstatierbar, und die Krankschreibung, die es ermöglicht, für ein krankes Kind zuhause zu bleiben, sei logischer Unsinn.

Dass er darüber hinaus vor allem aber daran denkt, den Arztpraxen einen Aufwand zu sparen, der vor allem aus Verwaltungsnotwendigkeit und weniger aus medizinischer Notwendigkeit resultiert, verhehlt er dabei auch nicht.

Auffällig: Reaktionen aus den Reihen der Gesundheitspolitik bleiben irgendwie aus. Zumindest aber unter der Wahrnehmungsschwelle. Und aus den Reihen der Ärzte gibt's Protest. Offenbar ist der Hausärzteverband verärgert und fordert Gassen zum Rückzieher auf. So berichtet zumindest die Ärzte-Zeitung oberhalb der Anmeldungsschranke. Mitarbeiter der Gesundheitsbranche und Fachjournalisten können sich kostenfrei anmelden. Der Artikel ist etwa eine Woche alt:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Hausaerztinnen-und-aerzte-sauer-auf-KBV-Chef-Gassen-vertritt-nicht-mehr-die-Interessen-der-Aerztinne-461712.html

Der Protest des Hausärztinnen und Hausärzteverbandes zäumt sich vor allem auf an der Absicht der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung – und er richtet sich konkret gegen den KBV-Chef. Hier ein Link zum Brief des HAEV an die Ärztekollegen, 21.01.2026:
https://www.haev.de/presse-medien/hintergrund/nachrichten-details/politisches-update-telefon-au-muss-bleiben

Den Artikel zum Thema lesen Sie in der digitalen Ausgabe der „Hausärztliche Praxis“ vom 21.06.2026:
https://www.hausaerztlichepraxis.digital/politik/hausaerztinnen-und-hausaerzteverband-telefon-au-muss-bleiben-173773.html

Und hier nun die aktuelle Linkliste mit den Medien, die über Gassens Forderungen nach Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen berichten. Zuerst oben zitiertes Portal

„In Franken“, 26.01.2026:
https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/kassenaerztlichen-bundesvereinigung-abschaffung-der-krankschreibung-geplant-art-6315030

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Ärzte haften nicht für Schäden nach Coronaimpfungen, die bis zum 7. April 2023 erfolgt sind

Bis zum 7. April 2023 waren Corona-Impfungen staatliche Aufgabe. Ärzte haften bis zu diesem Zeitpunkt nicht für etwaige Schäden, die durch eine Corona-Impfung entstanden sind, hat der Bundesgerichtshof entschieden. Die Frage nach möglichen Ansprüchen gegen Impfstoffhersteller hingegen müsse in den nächsten Monaten noch höchstrichterlich geklärt werden, so die Tagesschau am 09.10.2025:
https://www.tagesschau.de/inland/bgh-entscheidung-urteil-impfschaeden-100.html

Weitere Links zur Nachricht:

Der Bundesgerichtshof veröffentlicht das Urteil am 09.10.2025 hier:
https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/2025185.html

„Beck aktuell“ am 09.10.2025:
https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/bgh-iiizr18024-haftung-corona-impfung-impfschaden-aerztin

Das Ärzteblatt am 09.10.2025:
https://www.aerzteblatt.de/news/bgh-arzte-haften-nicht-fur-etwaige-coronaimpfschaden-cd571995-27d0-4adc-8fc8-307de6fd4fea

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Die ePa: Noch ist sie nicht überall

Der Oktober naht, ab dann ist die elektronische Patientenakte für alle Ärzte Pflicht. Doch bislang sind erst 80 Prozent der Arztpraxen softwaretechnisch so ausgestattet, dass sie die Patientenakte bedienen können, lauten die jüngsten Infos der KBV. Den verbleibenden 20 Prozent der Praxen drohen Sanktionen. Wohlgemerkt: den Praxen, nicht den Softwareherstellern.

Die Mopo berichtet am 23.04.2025 hier (dpa, mp):
https://www.mopo.de/news/panorama/berlin-praxen-koennen-teils-noch-nicht-mit-e-akten-starten/

Das Ärzteblatt mit dpa, 23.04.2025:
https://www.aerzteblatt.de/news/der-breite-start-der-elektronischen-e-patientenakten-in-praxen-hakt-51f9f805-9b0c-41da-b21d-70c227a1bdc0

Das Handelsblatt mit dpa, 23.04.2025:
https://www.handelsblatt.com/dpa/digitalisierung-der-breite-start-der-e-patientenakten-hakt/30479936.html

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Hausarzt im Ruhestand wird Halbtagsarzt im Krankenhaus

Einmal Arzt, immer Arzt. Die Tagesschau erzählt die Geschichte von einem Hausarzt, der eigentlich im Ruhestand war, nun aber halbtags in einem Krankenhaus in Freiburg arbeitet – und dort seinen Teil gegen den Pflegenotstand beiträgt. Doch die eigentliche Story liegt noch ganz anders: Im Gegensatz zu seinen Kollegen hat er, der die „Routinearbeit“ macht, mehr Zeit am Krankenbett. 25.08.2025:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/krankenhaus-statt-ruhestand-100.html

Beim SWR auch auf Facebook und mit O-Tönen:
https://www.facebook.com/reel/1783719442352383

Die Artemed-Kliniken, zu denen das Loretto-Krankenhaus in Freiburg gehört, berichten selbst am 07.08.2025 hier:
https://www.artemed.de/aktuelles/detailansicht/teamwork-ueber-altersgrenzen-hinweg-das-loretto-krankenhaus-denkt-versorgung-neu

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Neues und nicht ganz Neues zum Thema Gewalt in Arztpraxen

In Niedersachsen bietet die Ärztekammer medizinischem Personal Schulungen an zum Umgang mit gewaltbereiten Patienten oder Besuchern. Der NDR berichtet über die Lage in Niedersachsen und über die Schulung. Am Ende des Artikels finden Sie noch zwei ältere Beiträge zum Thema, 19.08.2025:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/gewalt-in-arztpraxen-wie-praxisteams-sich-fuer-notfall-wappnen,arztpraxis-128.html

Der Schwarzwälder Bote berichtet am 16.08.2025 über die Situation im Schwarzwald-Baar-Kreis. Allerdings hinter Bezahlschranke:
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.gewalt-in-villingen-schwenningen-wenn-faustschlaege-in-der-arztpraxis-fallen.987ee576-bb10-4c78-9b7f-b56d78b9f7f9.html

Zahlen einer Umfrage zum Thema Gewalt in Arztpraxen hat das Deutsche Ärzteblatt am 09.07.2025 veröffentlicht. Die Umfrage ist vom Medi-Verbund Baden-Württemberg:
https://www.aerzteblatt.de/news/umfrage-zeigt-gewalt-gehort-zum-alltag-in-praxen-cdee1912-1af5-4bb4-b675-43c912e985dd

Die Medical Tribune geht am 15.03.2025 auf Aspekte des Praxismanagements ein: Wie die Strukturen in der Praxis schaffen, wie sich selbst schützen und wie deeskalieren? Der Artikel beschreibt auch die Lage des Personals:
https://www.medical-tribune.de/praxis-und-wirtschaft/praxismanagement/artikel/selbstschutz-und-deeskalation-gegen-gewalt-in-arztpraxen-laesst-sich-trainierennbsp

Die ZEIT hat am 18.02.2025 einen dpa-Bericht online gestellt über das Thema Gewalt in Arztpraxen. Anlass war die Tat eines Patienten, der seinen Arzt krankenhausreif geschlagen hat:
https://www.zeit.de/news/2025-02/18/patient-schlaegt-hausarzt-krankenhausreif-kein-einzelfall

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Von Arzt zu Arzt - Christian Schulte-Loh unterwegs

Christian Schulte-Loh ist Komiker - und hier geht er gerade gerne zum Arzt. Das Video ist einen Monat alt, wird aber auf lange Zeit nicht an Aktualität verlieren. Viel Vergnügen!

https://www.youtube.com/watch?v=xNFUd7Tjhno

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Lesetipp: Hausarztpraxis als genossenschaftliches Modell in Oberschwaben

In Wolfegg und Kißleg, Oberschwaben, steigen die Gemeinden ein in ein genossenschaftliches Modell, das die beiden vorhandenen MVZs miteinander verbindet. Die Schwäbische berichtet ausführlich, der Artikel ist lohnenswert zu lesen – und liegt nicht hinter Bezahlschranke. Dafür aber muss der interessierte Leser sich darin üben, das X zu finden für die verschiedensten Werbepop-ups. Aber: Man kommt dann auch ans Ziel. Versprochen:
09.06.2025:
https://www.schwaebische.de/regional/allgaeu/kisslegg/ich-verdiene-nicht-mehr-sondern-weniger-geld-hier-geht-ein-hausarzt-neue-wege-news-3646127

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Der Koalitionsvertrag sieht die Einführung des Primärarztsystems vor

Die neue schwarz-rote Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag das Primärarztsystem vorgesehen. Der Patient muss danach erst zum Hausarzt und von da aus zum Facharzt. Augen- und Frauenärzte ausgenommen. Das System habe Vorteile wie Nachteile, berichtet der Focus am 08.05.2025. Auch die Reaktionen der Ärzte sind gespalten: Hausärzte sind begeistert, Fachärzte skeptisch. Der Artikel:
https://www.focus.de/gesundheit/news/erst-hausarzt-dann-spezialist-was-regierung-fuer-ihren-naechsten-arztbesuch-plant_f8ca882e-cb65-40ee-affc-c779efc01e90.html

Der BR nahm sich am 27.04.2025 des Themas an und verweist darauf, dass vor Einführung der Chipkarte im 1995 die Patienten pro Quartal einen Krankenschein bekamen. Und der ging zum Hausarzt, welcher dann ggf. zum Facharzt überwies:
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/primaerarztsystem-union-uns-spd-wollen-es-einfuehren-was-sich-dahinter-verbirgt,UjIEFyZ

Die Bundesärztekammer hat in einem Konzeptpapier positiv Stellung genommen und Vorschläge unterbreitet. Den Pressetext der BÄK zum Konzeptpapier vom 30.04.2025 finden Sie hier:
https://www.bundesaerztekammer.de/presse/aktuelles/detail/baek-die-primaeraerztliche-versorgung-zum-normalfall-machen
unten auf der Seite lässt sich auch das Papier mit dem Titel „Koordination und Orientierung in der Versorgung“ als PDF herunterladen. Oder Sie klicken hier – und landen gleich in dem Dokument:
https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Politik/Programme-Positionen/BAEK-Konzeptpapier_Koordination_und_Orientierung_in_der_Versorgung_04.2025.pdf

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet am 30.04.2025 über das Papier der BÄK:
https://www.aerzteblatt.de/news/bundesarztekammer-legt-konzeptpapier-zur-versorgungssteuerung-vor-d0426bbe-e0a0-42c3-a55c-7de5fdee5f77

Die Pharmazeutische Zeitung berichtet am 05.05.2025 über das Konzeptpapier der Bundesärztekammer:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/aerztekammer-unterstuetzt-primaerarztsystem-155709/

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Was macht eigentlich ... der Hausarztmangel?

Ja, es gibt ihn natürlich immer noch: den Hausarztmangel. Manchmal allerdings verflüchtigt er sich irgendwohin zwischen Plan und Wirklichkeit. Vieles ist eine Frage der Definition. Und Vieles ist auch eine Frage der Wahrnehmung. Wo da die Wahrheit bleibt, kann wahrscheinlich wieder nur der Einzelfall erklären. Trotz oder wegen all dieser Mehrdeutigkeiten hier eine aktuelle Linkliste zum Hausarztmangel. Geordnet nach Datum.

In Cottbus gehen zum Jahresende mehrere Hausärzte in Rente, die Nachfolgeregelung ist meistens schwer und schon jetzt ziehen die Patienten suchend weiter. rbb24 berichtet am 16.11.2024:
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/11/brandenburg-cottbus-hausarzt-mangel.html

Aus Coppenbrügge im Weserbergland berichtet radio-aktiv am 13.11.2024. Der Audio-Beitrag dauert 2:47 min:
https://www.radio-aktiv.de/2024/11/13/coppenbruegge-hausarztmangel-auf-dem-land/

Der NDR berichtet am 12.11.2024 über den Hausarztmangel im Niedersachsen. Welche digitalen Lösungen wie weiterhelfen könnten, ist Gegenstand des Berichtes. So ist zum Beispiel ein Arzthelfer mit Arztkoffer unterwegs – und kann den Arzt digital dazuschalten. Der Fernsehbeitrag dauert sechs Minuten.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Hausarztmangel-auf-dem-Land-Wie-eine-Avatarpraxis-helfen-kann,visite24194.html

Am 11.11.2024 berichtet die NWZ hinter Bezahlschranke über den Hausarztmangel in Niedersachsen:
 https://www.nwzonline.de/ratgeber/hausarztmangel-in-niedersachsen-zu-wenig-allgemeinmediziner-trotz-steigender-nachfrage-der-patienten_a_4,1,3018121960.html

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Neue Debatte um die telefonische Krankschreibung

Um die telefonische Krankschreibung ist Streit entstanden. Seit Corona können sich Patienten bei ihrem Hausarzt bis zu fünf Tage krankschreiben lassen, ohne in der Praxis gewesen zu sein. Arbeitgeber sehen darin nun den Grund für hohe Krankenstände. Hier die Nachrichten:

Der MDR berichtet am 29.10.2024 hier und verlinkt auch zu mehreren Videos zum Thema:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/telefonische-krankschreibung-krankenstand-100.html

Die Tagesschau hat ihren Beitrag am 28.10.2024 veröffentlicht:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/hausaerzte-krankschreibung-102.html

Der SWR fragt am 28.10.2024 „Telefonische Krankschreibung: Fluch oder Segen“
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/telefonische-krankschreibung-kritik-politik-aerzte-widersprechen-bad-mergentheim-neckarsulm-100.html

Die FAZ am 28.10.2024:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/telefonische-krankschreibung-aerzte-lehnen-arbeitgeber-forderungen-ab-110074378.html

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KVen und Kampagnen: Einsatz für mehr Nachwuchs bei den ambulanten Ärzten

Fünf Ärzte aus dem Bereich der KV Westfalen-Lippe werben seit einem Jahr unter dem Titel „Praxisstart“ für Nachwuchs in ihrem Beruf als Hausarzt. Offenbar mit Erfolg, die KV Westfalen-Lippe berichtet hier, 21.10.2024:
https://www.kvwl.de/pressemitteilungen/detail/nachricht-365-tage-praxisstart-neuaufgelegte-kampagne-sorgt-fuer-aerztlichen-nachwuchs

Antenne Unna nimmt das Thema kurz, aber gern hier auf, 21.10.2024:
https://www.antenneunna.de/artikel/kreis-unna-erfolgreiche-nachwuchskampagne-der-kasssenaertzte-2136487.html

Radio RST etwas ausführlicher, 21.10.2024:
https://www.radiorst.de/artikel/praxisstart-erfolgreiches-projekt-gegen-den-hausarztmangel-2136543.html

Das Ärzteblatt berichtet ebenfalls am 21.10.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/155124/Nachwuchskampagne-in-Westfalen-Lippe-kommt-an?googlenews=1

Auch die KV Sachsen setzt sich für mehr Nachwuchs bei den Hausärzten ein – und rührt die Werbetrommel. Der Name der Kampagne: „Praxen für Sachsen“. Die Pressemitteilung der KV Sachsen ist vom 16.09.2024:
https://www.kvsachsen.de/medienservice/medieninformationen/praxen-fuer-sachsen-kampagne-zur-hausaerztegewinnung-startet

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Gebühr für verpasste Arzttermine - Die Debatte

Seit dem 10. September wird sie wieder diskutiert: die Strafgebühr für nicht wahrgenommene Arzttermine. Die Kassenärztliche Vereinigung fordert sie, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach lehnt sie ab. Einige Praxen erheben sie längst schon. Das wiederum ist aufwändig, bürokratisch, rechtlich nicht ganz einfach. Einfach wäre es tatsächlich, wenn zumindest ein Großteil der „Ausfallpatienten“ in den Praxen absagen würde. Hier eine kleine Linkliste, chronologisch rückwärts:

Das ZDF gibt am 29.09.2024 einen Überblick auf die Debatte und hält auch eine Grafik bereit, die die Einschätzung der Praxen wiedergibt, wie groß das Problem der verpassten – und nicht abgemeldeten – Termine im Alltag ist:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/termine-arzt-absagen-strafe-100.html

Das Bremer Regionalmagazin buten un binnen geht am 15.09.2024 auf rechtliche Lage ein: Wann darf überhaupt eine Strafgebühr erhoben werden, wie hoch darf sie sein? Und auch die pragmatische Frage wird angesprochen: Wie erreicht man, dass die Patienten die Termine absagen, die sie nicht einhalten können?
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/ausfallgebuehr-arzttermine-patienten-rechte-100.html

Der BR nimmt das Thema am 13.09.2024 auf. Hier ist von einem Terminausfall bei Fachärzten von bis zu 20 Prozent die Rede. Ohne diese Ausfälle ließe sich die Terminproblematik also deutlich reduzieren.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/arzttermin-geschwaenzt-strafgebuehren-fuer-patienten-sinnvoll,UOEiQ23

Den Fernsehbeitrag des BR finden Sie auf Youtube, mit dem Bericht aus einer Zahnarztpraxis, die längst sich vorbehält, eine Gebühr für versäumte Termine zu nehmen:
https://www.youtube.com/watch?v=7l4T0dCI0T4

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25 Landarzt-Studenten in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt haben 25 junge Männer und Frauen einen Studienplatz fürs sogenannte Landarztstudium erhalten. Sie verpflichten sich damit, nach dem Studium zehn Jahre lang als Hausarzt in Sachsen-Anhalt zu arbeiten. Wer die (möglicherweise) zukünftigen Hausärzte sehen möchte, gelangt hier zum Gruppenfoto – und zum Nachrichtentext bei Hallelife. 18.09.2024:
https://www.hallelife.de/nachrichten/gesundheit/25-zukuenftige-hausaerztinnen-und-hausaerzte-erhalten-studienplatz/

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Sprachprobleme in der Praxis

Eine Kinderarztpraxis machte im Juli quer durch Deutschland Schlagzeilen. Sie hatte ein Schild aufgestellt: Wir sprechen nur Deutsch. Der Hinweis wurde von den Patienten bzw. ihren Eltern durchaus richtig verstanden, meistens. Sie brachten jemanden mit, der übersetzen kann. Und so war das auch gemeint: Denn wenn Arzt und Patient sich nicht darüber austauschen können, was dem Patienten fehlt und wo es zwickt, wenn Beschwerden und Krankheitsbilder nicht zu benennen sind, ist nicht nur die Behandlung schwierig. Auch rechtlich kann das ganz schön schiefgehen. Bei falscher Behandlung.

Bundesweit aber wurde „Wir sprechen nur Deutsch“ gelesen als Form von Rassismus und Diskriminierung. Und am Ende hat die Praxis ihr Schild weggeräumt. Der Sachverhalt und das Problem werden vor Ort da sowieso den meisten Menschen bekannt gewesen sein.

Bleibt die Frage: Was tun, um Patienten mit anderen Sprachen zu verstehen? Lösungsansätze gibt es verschiedene. Offizielle Wege auch. Den goldenen Weg wohl noch lange nicht.

Die Ärzte-Zeitung berichtete am 31.07.2024 umfassend über das Ereignis – und vor allem über das Sprachenproblem:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Praxisschild-Wir-sprechen-ausschliesslich-Deutsch-loest-Debatte-aus-451671.html

Der SWR bringt Beispiele aus einer Praxis, die ein Übersetzungsdienst engagiert hat, und berichtet über Dolmetscherdienste des von Kommunen und Land. 19.08.2024:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/sprachbarrieren-beim-arzt-ueberwinden-100.html

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Der kleine Unterschied - nicht nur beim Herzinfarkt von großer Bedeutung

Dass der Herzinfarkt bei Frauen andere Symptome zeigt als bei Männern, ist das Standardbeispiel: In der Medizin ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern eben doch größer. Seit Jahren weisen Mediziner darauf hin. Das Stichwort: Gendermedizin.

Hier ein paar aktuelle Links:

Der NDR veröffentlicht am 03.05.2024 unter der Rubrik ARD1gesund zwei Web-Seiten mit langem, gut gegliedertem Text und Filmbeiträgen. Die beiden Seiten unterscheiden sich vom Aufbau, haben aber eine ziemlich große Schnittmenge:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Herzinfarkt-bei-Frauen-Symptome-anders-als-bei-Maennern-,frauenherzen100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=NDR.de

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Herzinfarkt-bei-Frauen-Symptome-anders-als-bei-Maennern-,frauenherzen100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=NDR.de

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Falsche Ärzte

Die Nachricht vom falschen Arzt: Neu ist sie nie. Nur jedes Mal ein bisschen anders – und jedes Mal mit einem anderen Namen. Die beiden folgenden Fälle aus Leipzig und Borken sind relativ jung. Und sie sind nicht die einzigen Geschichten aus der Gegenwart. (Andere Berichte liegen hinter Bezahlschranken). Am Ende auch noch eine Geschichte aus dem Jahre 1897. Hier hat sich der Hochstapler auf einem Schiff als Arzt ausgegeben, Operationen durchgeführt – offenbar auch zur Zufriedenheit seiner Patienten. Aber als er eine Patientin um reichlich Geld geprellt hatte, flog seine Identität aufgrund der folgenden polizeilichen Untersuchungen auf.

 

Leipzig:

Er soll mehr als 200 Patienten betreut haben, Rezepte ausgestellt haben, Medikamente verabreicht und ambulante Behandlungen vorgenommen haben. Außerdem soll er Lieferanten und Dienstleister nicht bezahlt haben. Nun steht der angebliche Hausarzt in Leipzig vor Gericht. MDR, 31.05.2024:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/falscher-arzt-betrug-anklage-hausarzt-100.html

Auch die Ärzte-Zeitung berichtet, 31.05.2024:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Falscher-Arzt-in-Leipzig-angeklagt-450036.html

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Neue Nachrichten zum Thema Ärztemangel

Hier eine aktuelle, kurze Linksammlung zum Thema Ärztemangel:

Als in Ziemetshausen im Landkreis Günzburg die einzige Hausärztin vor zwei Jahren plötzlich ihre Praxis schloss, war die Not und der Schreck groß. Ein 77-jähriger Arzt, eigentlich nicht mehr berufstätig, sprang ein – und nun will die Gemeinde zusammen mit den Kreiskliniken ein MVZ gegründet. Der Vorteil: Die Ärzte sind angestellt und nicht selbstständig, das Risiko wird von der Gemeinde mitgetragen. Der BR berichtet am 23.04.2024 von diesem Modell:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/festanstellung-statt-eigene-praxis-kleine-gemeinde-findet-aerzte,UAhGkfx

Einen Kommentar zum Ärztemangel in Ostfriesland haben die Ostfriesischen Nachrichten am 20.04.2024 online gestellt:
https://www.on-online.de/artikel/1463660/Problem-Aerztemangel-in-Ostfriesland-gefaehrliches-Stadt-Land-Gefaelle

Im Land Brandenburg kreist die Debatte um die Lösung des Ärztemangels um die Einrichtung einer Medizinuniversität in Cottbus oder um die Erhöhung der Zahl der geförderten (Landarzt-)Medizinstudenten. Ärzteblatt, 17.04.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/150729/Debatte-um-Aerztemangel-in-Brandenburg

t-online hat eine interaktive Deutschlandkarte veröffentlicht, auf der Sie mit dem Mauszeiger erkunden können, wie die Versorgung mit Hausärzten in ihrer Region ist. Die Karte ist rosarot – je mehr Rosa, desto besser die Lage. Dazu ein umfangreicher Nachrichtentext. 18.04.2024:
https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_100385752/aerztemangel-in-deutschland-so-ist-die-lage-in-ihrer-region.html

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Lauterbach beklagt Hausarztmangel - Gesundheitskioske im Gesetzentwurf nicht enthalten

50000 Ärzte seien in den vergangenen zehn Jahren zu wenig ausgebildet worden, der Mangel an Ärzten, so prognostiziert Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, wird sich flächendeckend manifestieren. Er plant ein Gesetz, in dem die Obergrenzen der Vergütung für Hausärzte wegfallen – auch damit der Beruf des Hausarztes für die derzeitigen Medizinstudenten attraktiv ist. Im Gesetzentwurf nicht enthalten: die Gesundheitskioske. Denn hierüber gibt es in der Koalition noch keine Einigung. Im Zusammenhang mit Lauterbachs Gesetzentwurf ist das Thema Hausarztmangel wieder in den Mittelpunkt der Medien gerückt. Deshalb eine kleine Linkliste zu Lauterbachs geplantem Gesetz und zum Hausarztmangel, chronologisch geordnet:

Der Stern dreht das Thema am 16.04.2024 weiter und fragt, wo der Ärztemangel am gravierendsten zu spüren sein werde und wie dem abzuhelfen sei. Hinter Bezahlschranke:
https://www.stern.de/gesundheit/lauterbach-warnt-vor-aerztemangel--doch-gerade-der-hausarztberuf-koennte-attraktiver-sein-34629490.html

An der Universitätsmedizin in Oldenburg ist eine Unterschriftenaktion gestartet für mehr Medizinstudienplätze. Der NDR berichtet am 16.04.2024:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Aerztemangel-Uni-sammelt-Unterschriften-fuer-mehr-Studienplaetze,medizinstudium126.html

Der BR am 15.04.2024, Text und Audio (1 min): „Lauterbach warnt vor gravierendem Ärztemangel in Zukunft“
https://www.br.de/nachrichten/bayern/lauterbach-warnt-vor-gravierendem-aerztemangel-in-zukunft,U9z9IYB

Der Tagesspiegel klagt schon in der Überschrift: „Kampf gegen den Hausärztemangel – Plötzlich geht es nur noch um die Honorare“. Die FDP, so macht der Tagesspiegel klar, habe das das „Gesetz gekapert“. Gemeint sind vor allem die Gesundheitskioske. Artikel vom 15.04.2024:
https://www.tagesspiegel.de/politik/kampf-gegen-den-hausarztemangel-plotzlich-geht-es-nur-noch-um-die-honorare-11520830.html

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KBV Praxisnachrichten

PraxisNachrichten

Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

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