NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Markus Beier ist neuer Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes

Der Deutsche Hausärzteverband hat einen neuen Vorsitzenden. Der 51-jährige Markus Beier aus Erlangen wurde mit 97 Prozent der Stimmen gewählt.

Bericht auf der Seite des Hausärzteverbandes, 16.09.2022:
https://www.hausaerzteverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/nachrichten-detailansicht/ulrich-weigeldt-gibt-amt-als-bundesvorsitzender-auf-dem-43-hausaerztetag-in-berlin-ab-delegiertenversammlung-waehlt-neuen-teamvorstand-dr-markus-beier-mit-97-prozent-zum-neuen-bundesvorsitzenden-gewaehlt

Bericht in der ZEIT, 16.09.2022:
https://www.zeit.de/news/2022-09/16/erlanger-arzt-fuehrt-kuenftig-deutschen-hausaerzteverband

Nordbayern.de, 16.09.2022:
https://www.nordbayern.de/politik/erlanger-allgemeinarzt-fuhrt-kunftig-deutschen-hausarzteverband-1.12529016

Thematisch war die Tagung des Deutschen Hausärzteverbands genauso spannend: Die Hausärzte fordern, dass Sozialarbeiter in den Praxen eingestellt werden, statt Gesundheitskioske einzurichten. Auch die Corona-Politik des Bundesgesundheitsministers steht bei ihnen unter Kritik: Weniger Ankündigungen, mehr abgestimmte Information, lautet die Forderung. Das berichtet der Ärztliche Nachrichtendienst am 15.09.2022.
https://www.aend.de/article/219809?utm_source=email&utm_medium=newsletter&utm_campaign=infocus-pol

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Ärztemangel - noch eine Linkliste

Und wieder eine kleine Linksammlung zum Thema Ärztemangel, chronologisch und geografisch geordnet:

Berichte aus Deutschland:

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck (UKSH) bietet Weiterbildungsmaßnahmen an für Mediziner, die derzeit nicht in ihrem Beruf arbeiten. Das können Ärzte nach Erziehungsurlaub sein oder Mediziner aus dem Ausland. Auch das sei eine Möglichkeit dem Ärztemangel entgegenzuwirken, berichte der NDR am 14.09.2022:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/UKSH-Einzigartige-Weiterbildung-gegen-Landaerztemangel,aerztemangel232.html

Die Braunschweiger Zeitung berichtet über fehlende Hausärzte in Wolfsburg. Dem Artikel fehlt ein wenig die Übersetzung der Zählmuster der KV, verständlich ist er trotzdem. Und schon in der Überschrift wird klar: 13,5 Ärzte fehlen in Wolfsburg. Thematisiert werden sowohl die Gründe – die Bereitschaft zur 50-Stunden-Woche und einem festen Arztsitz sei halt gesunken – als auch die Förderprogramme, die dem Mangel, der noch zunehmen wird, abmildern sollen. Bericht vom 13.09.2022:
https://www.braunschweiger-zeitung.de/wolfsburg/article236416981/Warteaerger-beim-Arzt-Wolfsburg-fehlen-jetzt-schon-13-5-Hausaerzte.html

Pflegeheime sind vom Ärztemangel besonders betroffen. Vor allem auf dem Land, wo die Wege weit und die Ärzte rar sind. Das Ärzteblatt informiert über ein Pilotprojekt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, das auf Telemedizin im Pflegeheim setzt. Bericht vom 30.08.2022:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137000/Mit-Telemedizin-gegen-Aerztemangel-in-Pflegeheimen

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Alles psycho - oder was? Lesetipp!

Mit dem Wort „psychosomatisch“ doktert nicht nur der Arzt herum. Mit dieser Diagnose, die alles und nichts bedeuten kann, ist mittlerweile auch ganz schnell im privaten Umfeld ein zwischenmenschliches Urteil gefällt. Im Grunde sind wir alle dann und wann gerne kleine Psychologen – und diagnostizieren am liebsten natürlich die anderen. Meistens jedenfalls. Und so manch ein Zeitgenosse steckt dann in einer Schublade, aus der er nicht wieder herauskommt.

Am schlimmsten wirkt sich das aber tatsächlich wohl aus, wenn die Diagnose, wenig fundiert, aber praktisch aus der Notwendigkeit der Benennung eines ICD-Codes entstanden, in der Krankenakte eines Patienten alle weiteren möglichen Diagnosen – oder auch nur Überlegungen verhindert. Und dabei ist dem Arzt das Herumdoktern in Wirklichkeit nicht einmal vorzuwerfen: Er braucht ja eine Diagnose, selbst wenn er noch keine hat. Die darauf folgenden Reaktionen sind dann sozusagen Selbstläufer. De Stempel „psychosomatisch“ erschwert jedenfalls dem Patienten oft die weitere Suche nach somatischen Ursachen.

Horst Gross hat sich dieses Themas umfassend angenommen. Absoluter Lesetipp!

Seinen Artikel finden Sie auf der Seite des Deutschlandfunks, 11.08.2022:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/fehldiagnose-psychosomatisch-unerkannte-erkrankungen-diagnose-therapie-100.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

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Das Rollout des e-Rezepts eiert mehr, als dass es rollt ....

Die Schleswig-Holsteiner Ärzte haben das Rollout des e-Rezepts verlassen. Mangelnder Datenschutz. Die Ärzte in Westfalen-Lippe machen weiter, stellen aber Bedingungen. Und Heise online berichtet umfassend. 25.08.2022:
https://www.heise.de/news/Nach-Datenschutz-Eklat-Aerzte-und-Apotheker-stellen-Bedingungen-fuer-E-Rezept-7240455.html

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Hausärztliche Versorgung - Neue Linkliste

Trotz, mit oder weil – und auch ohne Corona: Die Versorgung mit Haus- und oder Landärzten scheint nicht nur in ländlichen Regionen in Deutschland durchaus angespannt. Die Gesamtsituation aus Sicht des Hausärzteverbands in einer Nachricht vom RND, 01.08.2022:
https://www.rnd.de/politik/wartezeiten-beim-hausarzt-hohe-belastung-durch-corona-und-weitere-infektionserkrankungen-GF6FGGBUKBBBDDGLADNDQNISMU.html

Und weiterhin wieder eine kleine Linksammlung, quer durch Deutschland, chronologisch geordnet:

Auch in Offenbach weist die hausärztliche Versorgung immer mehr Mängel auf. Ein Internist weist seit Jahren darauf hin. Die Offenbach Post (OP online) hat nun ein Interview mit Dr. Matthias Scholz zum Thema veröffentlicht (08.08.2022):
https://www.op-online.de/region/dreieich/dreieich-internist-prangert-missstaende-in-der-gesundheitspolitik-an-91711398.html

Ebenfalls in der Offenbach-Post am 08.08.2022 ein Bericht über die hausärztliche Situation in Dreieich:
https://www.op-online.de/region/dreieich/dreieicher-aerzteversorgung-auf-dem-absteigenden-ast-91706818.html

In Süderlüsum, Schleswig-Holstein, gibt es einen neuen Plan, der den Ärztenotstand lindern oder verhindern soll. Der Artikel vom 08.08.2022 liegt jedoch hinter Bezahlschranke.
https://www.shz.de/lokales/niebuell-leck/artikel/aerztesuche-neuer-plan-fuer-die-gemeinschaftspraxis-in-suederluegum-42670695

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Arzt und Busfahrer - eine Lesegeschichte

Er war mal Hausarzt. Und zugleich Busfahrer. Seine Praxis hat er aufgegeben, Busse fährt er immer noch. Aus Leidenschaft und quer durch Eujropa. Ab und an erweist sich auch die Kombi aus Arzt und Reisebusfahrer als durchaus nützlich. Und: Praxisvertretungen macht Diethard Dittmar auch noch. Die Lesegeschichte über den 73-Jährigen finden Sie beim BR, 07.08.2022:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/massbach-arzt-diethard-dittmar-als-busfahrer-in-europa-unterwegs,TDdYcb9

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Ärztemangel? Kleine Link- und Geschichtensammlung

Die Bundesärztekammer warnt vor Ärztemangel. Die Ärzte-Zeitung berichtet. Und auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick nicht so schlecht scheinen, sind sie es wohl doch. Denn die Gesellschaft ist im Wandel. Die Menschen – und damit auch die Ärzte – werden älter. Das erhöht auf der einen Seite die Arztkontakte, lässt auf der anderen Seite aber auch befürchten, dass so manch ein Arzt in den Ruhestand verschwindet. Und dann kommen noch die Hoffnungen der jungen Ärzte dazu, einen Teilzeit- oder Nicht-Vollzeitjob als Arzt zu bekommen. Und der Mangel an Landärzten bleibt immer Thema. Bericht im Ärzteblatt:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/134020/Bundesaerztekammer-warnt-vor-Aerztemangel

Und hier passend zum Thema eine kleine Link- und Geschichtensammlung, eher zufällig als repräsentativ, quer durch Deutschland – und nicht hinter Bezahlschranke:

Ein Pharmakologie-Professor, 66 Jahre alt, will Facharzt werden. Und sein Praktikum macht er bei einem Landarzt, der mit 70 Jahren auch noch nicht an die Rente denkt. Der NDR hat am 07.05.2022 einen dreieinhalbminütigen Beitrag über diese ungewöhnliche Weiterbildungsbeziehung eingestellt:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Fachkraeftemangel-Ein-Landarzt-und-sein-66-jaehriger-Azubi,hallonds72970.html

Im Schwäbischen Wald haben sich 12 Gemeinden zusammengeschlossen – und suchen Hausärzte, die sie genossenschaftlich einstellen. Sindelfinger Zeitung, Böblinger Zeitung, 05.05.2022:
https://www.szbz.de/nachrichten/zwoelf-gemeinden-suchen-einen-landarzt

Das Ärztenetz Bohris (Bocholt, Rhede, Isselburg in Westfalen) schickt Vertreter nach Borkum. Denn dort bilden sich 2000 Vertreter aus Gesundheitsberufen weiter – und das Ärztenetz braucht immer Nachwuchs, NRZ, 10.05.2022:
https://www.nrz.de/staedte/emmerich-rees-isselburg/isselburg-wirbt-auf-der-nordseeinsel-borkum-um-hausaerzte-id235307315.html

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... und plötzlich ist der Hausarzt weg

Plötzlich und unerwartet schließt eine Arztpraxis. Die Patienten stehen zwar nicht im Regen, doch ohne Nachfolger da – und an ihre Patientenakte kommen sie auch nicht. Schwierig, wenn sie für die Dauermedikation ein neues Rezept brauchen. Selbst dann, wenn es einen Arzt-Nachfolger gibt. Vielleicht ist diese Geschichte nicht der Regelfall. Aber gewiss auch keine außergewöhnliche Ausnahme. In Hamburg half die Apotheke. Die ganze Geschichte in Apotheke adhoc, 10.05.2022:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/arztpraxis-geschlossen-apotheke-hilft-beim-patientenakten-suchen/

Auch die Bergedorfer Zeitung berichtet ausführlich, 09.05.2022:
https://www.abendblatt.de/hamburg/bergedorf/vier-und-marschlande/article235296661/patienten-sauer-nach-mysterioesen-verschwinden-des-hausarztes-kirchwerder-ajmal-amin-suederquerweg.html

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Die Kanadier wandern auf Rezept

Natur als Heilmittel auf Rezept. Das gibt’s jetzt in Kanada. Was sich liest, als sei es eine Karikatur unseres Zeitgeistes, ist vielmehr ein pragmatischer Ansatz: Ärzte in Kanada empfehlen per Rezept ihren Patienten (auch) das Wandern oder andere Aufenthalte in der Natur. Ziel: 2 Stunden pro Woche – und mindestens 20 Minuten am Stück. Wer ein solches Rezept in den Händen hält, hat freien Eintritt in die Nationalparks. Artikel in der Süddeutschen Zeitung, 06.05.2022:
https://www.sueddeutsche.de/leben/natur-heilsam-medizin-medikament-nationalparks-kanada-1.5578987

Die Erkenntnis, dass die Natur heilt und das Wandern gesund ist, ist dabei keineswegs neu. Und sie wird auch gerne immer wieder aufgefrischt von Esoterikkreisen, Naturforen, Naturparks und Touristenregionen. Die Erkenntnisinteressen sind da durchaus vielfältig. Deswegen gibt’s an dieser Stelle auch lieber keine Linkliste. Wohl aber einen einzelnen Link. Die Website Wanderforschung.de bietet vielfältige Infos unter verschiedenen Aspekten. In vielem nicht ganz aktuell. Aber wie gesagt: Die Erkenntnis, das Wandern gesund ist, ist das jau auch nicht. Anregungen und Infos auf der Website wunderbar geordnet:
www.wanderforschung.de

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Mutmaßlich falscher Arzt in Zschopau - Ärztekammer warnt

Die Sächsische Ärztekammer warnt vor einem mutmaßlich falschen Arzt in Zschopau. Der auch noch denselben Nachnamen trägt, wie der Bundesgesundheitsminister. Bericht beim MDR, 25.04.2022:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/aerztekammer-arzt-zschopau-strafanzeige-100.html

und im Spiegel:
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/zschopau-aerztekammer-warnt-vor-falschem-arzt-ingo-lauterbach-a-e4ed9d61-5ec6-4cb4-a34e-fc87274f54a6

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Hausarztpraxis sucht Nachfolger per Videoaufruf

Die wichtigste Nachricht vorab: Kirchensittenbach braucht einen Doktor.

Das kann Ihnen gleich hier schon einmal die Rentnerin Doris erzählen:
https://www.youtube.com/watch?v=pR-zdXl0-XE

Und jetzt von Anfang an: Kirchensittenbach ist eine kleine Gemeinde in Mittelfranken. Der der dortige Hausarzt denkt ans Aufhören. Bleibt die Frage nach der Nachfolge. Bis die angehenden geförderten Landärzte mit dem Studium durch sind, ist es zu spät. Doch die Dorfgemeinschaft steht ihrem Arzt zur Seite – und so gibt es nun eine Reihe von netten kleinen Videos, die alle mit der Erkenntnis enden: Kirchensittenbach braucht einen Doktor.

Die Nachricht vom 22.04.2022 beim BR:
 https://www.br.de/nachrichten/bayern/landarzt-sucht-nachfolger-mit-lustigen-internet-videos,T3eGS6f

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Panorama: Die Arztpraxis als Spekulationsobjekt

Die ARD (NDR) hat heute einen Bericht aus der Reihe Panorama eingestellt über das Investment in Arzpraxen. In den vergangenen Jahren seinen Hunderte oder Tausende Praxen als Renditeobjekt aufgekauft worden. Konkrete Zahlen gibt es nicht. Hier der Fernsehbericht und ein langer Infotext vom 07.04.2022
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Spekulanten-greifen-nach-Arztpraxen,arztpraxen112.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

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Hausärzte auf Sendung - Dreiteilige Serie im WDR - und im Web

Der WDR hat eine neue Gattung erfunden, so scheint es. Auf jeden Fall wirbt er für seine dreiteilige Serie über Hausärzte mit dem Stichwort „Service-Soap“. In der ersten Folge, morgen, Donnerstag, 02.12.2021, 18:45 Uhr wird der Alltag in fünf Hausarztpraxen vorgestellt. Hier die Ankündigung des Senders:
https://www.wdr.de/programmvorschau/wdrfernsehen/sendung/2021-12-02/50043797/hausaerzte-mit-herz.html
Am 08.12.2021 geht’s weiter mit einer Kinderärztin, am 15.12.2021 ist der WDR mit Notärzten unterwegs.

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Nachrichten zur Landarztquote

„Gesetz für Landarztquote in Niedersachsen soll noch 2021 kommen“, berichtet die Ärzte-Zeitung am 12.10.2021. Aber Vorsicht beim Lesen: Nachrichten sind manchmal so gefährlich wie Kleingedrucktes in Verträgen. Mit dem Gesetz alleine ist es ja noch lange nicht getan, deswegen ist mit dem Beginn erst zum Wintersemester 2023/24 zu rechnen. Vorgeschlagen wird, dass 60 Studenten an drei Standorten (Hannover, Göttingen, Oldenburg je 20) sich im Gegenzug für den Studienplatz auf 10 Jahre Landarzttätigkeit in Niedersachsen festlegen.

Ärzte-Zeitung, 12.10.2021:
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Gesetz-fuer-Landarztquote-in-Niedersachsen-soll-noch-2021-kommen-423557.html

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Debatte: Dürfen Hausärzte sich weigern, Impfgegner zu behandeln?

Einige wenige Ärzte in Hannover wollen Ungeimpfte nicht mehr behandeln, berichtet die HAZ hinter Bezahlschranke (Gratistest möglich). Vor der Schranke erfährt man noch, das Ärtzeverbände uneins sind, ob das zulässig ist. Der Artikel ist vom 26.08.2021 und spricht von Einzelfällen.
https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Aerzte-in-Hannover-Keine-Behandlung-fuer-Ungeimpfte

Plastisch und sprachlich unmittelbar berichtet die Bild am 27.08.2021 über Hassattacken auf ein Ärztezentrum in Hannover, das nur noch Geimpfte behandeln will:
https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/behandlung-von-geimpften-hass-attacken-gegen-arzt-praxis-in-hannover-77498718.bild.html

Die Einzelfälle haben aber eine Reihe von einzelnen Vorläufern, die teilweise für Aufsehen in der ganzen Republik sorgten. Ein Arzt aus Wallenhorst in Niedersachsen die Mediendebatte wohl im Juli angestoßen. Der Arzt erklärte sich aber bereit, sich mit Skeptikern auseinanderzusetzen. Auch müsse man sich nicht für einen Besuch bei ihm impfen lassen. Zu einer jahrelangen Behandlung sei er bei Impfgegnern, die sich nicht überzeugen lassen, aber nicht bereit

Der NDR berichtet am 30.07.2021 hier:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Hausarzt-will-Corona-Impfgegner-nicht-mehr-behandeln,wallenhorst382.html

Bericht am 30.07.2021 auf antenne.com mit Interview zum Hören:
https://www.antenne.com/niedersachsen/regionalnachrichten/news_region_osnabrueck_emsland/Darum-will-dieser-Hausarzt-Impfverweigerer-nicht-mehr-behandeln-id570436.html

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Ärztlicher Einsatz nach der Flut

 Ärztliche Hilfe nach der Flutkatastrophe: Unorthodox, nicht immer regelkonform, allermeistens aber improvisiert und oft mit einfachen Mitteln. Die Ärzte-Zeitung hat sich in Bad Neuenahr umgesehen. Neuer Bericht vom 05.08.2021:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Aerzte-praktizieren-nach-der-Flut-mit-einfachsten-Mitteln-421824.html

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Ärzte machen Meinung, auch ungefragt - RND sondiert Auftreten der Ärztevertreter in der Pandemie

Sie wurden in der Pandemie erst nicht gehört, ihre Vertreter wussten sich aber öffentlich Gehör zu verschaffen, so der Duktus und das eher zwiegespaltene Lied, das RND heute (29.07.2021) auf die Ärzteschaft singt. Beschrieben werden aus dem Rückblick auch Diskussionsprozesse, in denen die Ärztevertreter sich, so scheint es, zu weit aus dem Fenster herausgelehnt hatten. Die Versuche, der Verbreitung von Panik entgegenzutreten, endeten dann schon mal im Rückwärtsgang. Gleichzeitig beschreibt der Artikel, wie Kven, Bundesärztekammer und Montgomery durch mediales Auftreten genauso wie durch aktives Mittun in der Pandemie, die Position der Ärzte zum Positiven verändert haben. Die Götter in Weiß, lange nur in den Medien mit Geldforderungen und Terminschwierigkeiten, so der Eindruck der Autoren, reden wieder mit und werden auch gehört. Ob das immer gut war, daran zweifeln die Autoren, dass die Rollenänderung aber gut ist, und möglicherweise auch in Zukunft von Bedeutung, ist das Fazit, das sie Andreas Gassen sprechen lassen. „Wir werden wahrnehmbar bleiben“, sagt der KV-Chef dort.

Der Artikel ist so gründlich wie grundsätzlich. Der Kölner Stadt-Anzeiger hat ihn heute auf die Seite 2 gesetzt. Er dürfte nicht die einzige Tageszeitung sein, die das Thema gerne und groß annimmt.

Hier der Link zu RND, Artikel vom 29.07.2021:
https://www.rnd.de/politik/corona-pandemie-hat-sich-die-rolle-der-aerztinnen-und-aerzte-durch-die-krise-fuer-immer-veraendert-MX4PGSSPPVHWBF6AXQLDEGDYPU.html

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Ärztlicher Alltag nach der großen Flut

In den Katastrophengebieten mehren sich Keime, Krankheiten und Mangel. Wie die medizinische Situation vor Ort aussieht, ist in Zahlen wahrscheinlich noch gar nicht zu fassen. Eine Sammlung von Vor-Ort-Berichten:

Erste Eindrücke und Zahlen, wie viele Arztpraxen vom Hochwasser in welchem Ausmaß betroffen sind, gibt es in der Ärzte-Zeitung, 19.07.2021:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Hochwasser-Katastrophe-Bei-Praxisausfall-greift-die-Nachbarschaftshilfe-421401.html

Wie zwei Ärzte in Ahrweile eine Praxisbetrieb möglichst schnell wieder auf die Beine stellen wollen und welchen Schwierigkeiten sie dabei trotzen müssen, darüber berichtet die Ärzte-Zeitung am 19.07.2021 hier:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Flut-Katastrophe-Patienten-versuchen-verweifelt-an-Medikamente-zu-kommen-421388.html

RTL berichtet am 21.07.2021 über die Zunahme von Wundinfektionen und Darmerkrankungen in den Flutgebieten. Ursache ist das verseuchte Wasser, das Kanalisationswasser, Benzin, Heizöl, Tierkadaver u.v.m. mit sich führt. Die Zerstörung vieler Arztpraxen vor Ort belastet die Situation zusätzlich:
https://www.rtl.de/cms/nach-hochwasser-immer-mehr-flutopfer-und-helfer-werden-durch-kontaminiertes-wasser-krank-4799755.html

Hier ein RTL-Bericht aus dem Ortsteil Brück (Ahrweiler), der die medizinische Situation zu fassen versucht – vom Arzt, dem Frau und Kind ertrunken sind, bis hin zu den Problemen in der Notfallpraxis, die in einer Schule eingerichtet wurde (21.07.2021):
https://www.rtl.de/cms/flut-katastrophe-in-brueck-ahr-arzt-berichtet-von-trauma-und-nahtoderfahrungen-der-einwohner-4799167.html

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Richtungswechsel am Montag: Die Impfschwänzer sind nicht das Problem

Gut, dass gestern Montag war! Zeit für journalistische Recherche, nicht nur dem Impfschwänzer hinterher. Der Kölner Stadt-Anzeiger zum Beispiel hat gründlich gearbeitet und widmet dem Thema aus verschiedener Perspektive verschiedene Betrachtungen und Artikel. Das Wichtigste vorweg: Dem Impfschwänzer wird wohl keine Strafe drohen, sagt auch Jens Spahn*. Die Häufigkeit der unabgesagten und verfallenen Impftermine wird mit 3 bis 6 Prozent angegeben, je nach Impfort (Hausarzt, Impfzentren) sind die Zahlen verschieden. Und ebenso wichtig: Den Impfzentren geschah – bis vergangenen Donnerstag – in der Regel kein Schaden, denn die Impfdosis wird immer erst aus dem Kühlschrank genommen, wenn der Impfling da ist. Hieß also fürs Impfzentrum und den Hausarzt bis vergangenen Donnerstag: Umdisponieren, Warteliste abarbeiten, Impfstoff einen Tag länger aufbewahren. Das war ganz gewiss organisatorischer Aufwand, aber so verfiel – zumindest bis zur Stiko-Kreuzimpfungsempfehlung – kein Impfstoff.

Dann kam eben dieser Donnerstag und die Stiko hatte empfohlen, Astrazeneca-Erstgeimpften beim zweiten Mal einen mRNA-Impfstoff zu spritzen. Seit der Empfehlung zur Kreuzimpfung ist’s mit den ausfallenden Impfterminen erst recht ein Kreuz. Bei den Hausärzten, so zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger, Oliver Funken vom Hausärzteverband Nordrhein**, stieg die Rate die Ausfallquote rasant von 3 auf 20 Prozent. Der Anteil der nichtabgesagten Termine ist hierbei nicht benannt, wohl aber die Folge der ausgefallenen Termine: Astrazeneca-Impfstoff verfällt jetzt. Die Zahlen der Impfzentren: Am Freitag hätten rund 20 Prozent der Impfkandidaten, die zum Impfen ins Impfzentrum gekommen sind, das Impfzentrum wieder ungeimpft verlassen – da kein mRNA-Impfstoff angeboten werden konnte.

So die Sachlage. Wie zu erwarten war, redet nach den sonntäglichen Strafpredigten jetzt kaum noch jemand von Gebühren für Impfschwänzer. Allein der organisatorische Aufwand von Androhung bis Abrechnung würde ja die Höhe der Einnahmen möglicherweise schnell übersteigen.

Wir sollten aber dennoch die Suche nach den eigentlichen Tätern nicht aus den Augen verlieren. Denn es gibt sie, die Schuldigen. Und wenn es nicht Menschen sind, so sind es menschengemachte Ursachen, die dafür sorgen, dass die Impfterminierungen heftig durcheinandergeraten. KV-Chef Andreas Gassen hat ein paar von ihnen gefunden. Da trotz Aufhebung der Priorisierung Impftermine Mangelware waren, hat der gemeine Impfkandidat, der Vorsorge betreiben wollte, sich nämlich gleich mehrere Termine organisiert.Sicher ist sicher. Und sicher bin ich mir, dass das kein Spaß für ihn war, sondern Panik. Und sicher ist die Panik geschürt worden. Ein anderer Grund den Gassen benennt, sei in manchen Fällen die Schwierigkeit gewesen, das Impfzentrum überhaupt telefonisch zu erreichen.

Und dann kam ebendieser Donnerstag mit der Nachricht, am besten sei es, Astrazeneca kreuzweise, Sie wissen schon. Und nicht zu vergessen: Wissen Sie noch genau, wann jeweils welcher Abstand für welche Impfung angesagt war? Mal kurz, mal lang, mal mindestens 6 Wochen, mal unbedingt kürzer. Sicher, im Umgang mit neuen Pandemien und neuen Impfstoffen muss man erst Erfahrungen sammeln. Die Erfahrung, die Impfkandidaten seit Mitte Januar sammeln konnten, lautet: Empfehlungen kommen aus heiterem Himmel und können, aufs Ganze gesehen, durchaus vollkommen widersprüchlich sein. Das kann einem die Entscheidung für und gegen eine Impfung schon mal grundsätzlich schwer machen. Denn der Versuch, eine persönliche Entscheidung mit Verstand zu fällen, scheitert im Dschungel sich plötzlich wandelnder Empfehlungen. Die Wandlungen aber spiegeln sich dann im Ausfall der Termine. Plötzliche Umentscheidungen - auch aus heiterem Himmel sozusagen.

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Und die Mühlen mahlen wieder: Spahns Entlassung gefordert

Aktualisierung 06.06.2020:

Norbert Walter Borjans, SPD, fordert die "Entbindung" Spahns in der Bild am Sonntag, t-online prägt das Wort von der "Schrottmasken-Affäre", 06.06.2021:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_90165358/schrottmasken-affaere-jens-spahn-schwer-unter-beschuss-ministerium-wehrt-sich.html

in der Bild, 05.06.2021:
„Unwürdig“ und „geschmacklos“ - SPD-Chef will Rücktritt von Spahn in Masken-Affäre - Politik Inland - Bild.de

 Auch in der "Welt"; 06.06.2021:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article231606949/Spahn-SPD-fordert-Konsequenzen-nach-Bericht-ueber-unbrauchbare-Masken.html

Derweil arbeitet das Bundesgesundheitsministerium an einem Eckpunktpapier, das Montag vorliegen soll - und das dazu dienen soll, den seriellen Betrug mit Schnelltestzentren zu verhindern. Bericht auch in der "Welt", 06.06.2021:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article231539683/Bundesgesundheitsministerium-Weniger-Geld-fuer-Schnelltests.html

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