64000 ausländische Ärzte arbeiteten 2024 in Deutschland. Diese und weitere Zahlen sind in den Medien, die faktisch und nicht fiktiv arbeiten, gleich und werden zitiert aus der Pressemitteilung Nr. N013 vom 24. Februar 2026 vom Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_N013_13_12.html
Die Zahlen sind überraschend und interessant – die Zusammenfassung spare ich aber mir und Ihnen. Da ist es sowieso besser, wenn Sie sie im Original lesen. Denn es gilt, und darauf will ich hinaus: Der Ton macht die Musik.
Die 64000 ausländischen Ärzte werden nämlich in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes als Ärzte bezeichnet, die „keine deutsche Staatsangehörigkeit haben“. Es ist die Bild-Zeitung, die daraus „ausländische Ärzte“ macht. (Alle Links unten am Ende des Textes.)
Mag sein, dass Sie das im ersten Moment als latent abwertend wahrnehmen. Aber warum? Es ist ja gar nicht schlimm, „ausländisch“ zu sein. Eigentlich. Aber: Wer „keine deutsche Staatsangehörigkeit“ hat, wird der nicht über einen Mangel benannt?
Von der Bild zur Deutschen Welle. Von der Bild erwarten wir Stimmungsmache, von der Deutschen Welle Staatstragendes. Die Deutsche Welle beginnt ihre Einleitung: „Jeder achte Mediziner in Deutschland hat keinen deutschen Pass, jeder vierte ist ein Zuwanderer. Es stellt sich die Frage: Wie stünde das Gesundheitssystem ohne medizinisches Personal aus dem Ausland da?“
