NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Landgericht Berlin verurteilt Doctolib wegen Irreführung

Die Verbraucherzentrale hatte gegen Doctolib geklagt, weil auf der Plattform Patienten Selbstzahlertermine angeboten wurden, selbst wenn es in den Einstellungen abgelehnt war. Das Landgericht Berlin hat das untersagt, Doctolib hat Berufung eingelegt.

Die Nachricht ausführlich und mit Hintergrund bei heise.de, 15.01.2026:
https://www.heise.de/news/Landgericht-Berlin-Doctolib-Filter-fuer-Kassenpatienten-irrefuehrend-11141760.html

… in der ZEIT, 15.01.2026:
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-01/doctolib-gericht-urteil-termin-arzt-verbraucherzentrale

… in der „Welt“, 15.01.2026:
https://www.welt.de/gesundheit/article69689472124ec15494002f1e/doctolib-gericht-verurteilt-buchungsplattform-wegen-irrefuehrung-der-versicherten.html

… in Apotheke adhoc, 15.01.2026:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/arzttermine-doctolib-wegen-irrefuehrung-verurteilt/#

Weiterlesen
  12 Aufrufe
12 Aufrufe

Eine Modekrankheit aus Paris -- Die Grippe zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Die Grippe – nicht immer weiß der Patient, woher er sie hat und wie sie ihn ergreifen konnte. Genauso wenig wissen die Sprachwissenschaftler über ihre Herkunft Bescheid. Sicher scheint einzig zu sein, dass die Franzosen diesen Namen prägten. Und schon hier scheiden sich die Geister: Die einen sagen, die Grippe ist vom Verb „gripper“ abgeleitet, was nichts anderes heißt, als „ergreifen“. Die Ähnlichkeit des deutschen und des französischen Verbs scheint das zu belegen.

Aber dann gibt es die anderen, und die sagen, das französische Substantiv bedeutet Grille oder Laune. Der Grippepatient wird dies nickend bestätigen können, auch wenn ihm nach Grillen so gar nicht zumute ist und seine Laune sich in Grenzen hält.

Das Herkunftswörterbuch des Wahrig greift noch weiter zurück: Die Grippe, nämlich das französische Wort, könnte demnach zurückgehen auf die russische Heiserkeit: chripe.
https://www.wissen.de/wortherkunft/grippe

Dass die Bezeichnung der Krankheit aus Frankreich kommt, dafür spricht vieles. Vor allem die Zeitungen aus dem Jahr 1803. Damals griff die Grippe nach den Parisern. Aber auch Meldungen aus anderen französischen Städten erreichten die deutschen Zeitungen.

Die Kölnische Zeitung schreibt am 26.02.1803:

„Der lustige Pariser, der gerne über alle Gegenstände entweder scherzet oder dichtet, hat auch über die in Paris noch herrschende traurige Krankheit la Grippe allerhand lustige Geschichten ins Publikum gebracht. – Indessen ist zu befürchten, daß die nicht scherzende la Grippe den Dichter de Lille, im Ernste in die andere Welt schicken werde. – Der gelehrte Mechanikus Tremel ist schon gegrippt worden.“
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/1078244

Weiterlesen
  34 Aufrufe
34 Aufrufe

Grippe-Ticker 2025/2026 -- Einige Krankenhäuser in BW überlastet

Es geht wieder los: Die Grippe geht um. Und mit ihr die schlechten Nachrichten. Die Welle, die sich aus den mittleren Werten vergangener Jahre grafisch ergibt, lässt einen rapiden Anstieg bis zum Februar vermuten. Heißt: Es wird wieder Zeit für einen Grippe-Ticker. Auch wenn man dann und wann den Eindruck haben kann, dass es nicht die Grippe ist, die falsch tickt. Aber: Das ist Einschätzungssache – und soll Ihnen (gerne) selbst überlassen bleiben. Und: Da an Nachrichten über die Grippe überhaupt kein Mangel besteht, liste ich hier die Nachrichten hinter Bezahlschranke nicht mit auf. Es sei denn sie hätten außergewöhnliche oder einzige Infos.

12.01.2026:

Der Focus beschreibt am 12.01.2026 die Lage in Italien und in Deutschland:
https://www.focus.de/gesundheit/news/grippe-tsunami-ueberrollt-italien-auch-in-deutschland-nehmen-faelle-zu_6d52c2e4-4502-4c54-b26a-741a673a845f.html

Der BR hat am 12.01.2026 die Situation in Bayerns Kliniken und Hausarztpraxen im Blick. Überschrift: "Volle Praxen und mehr Kranke in Notaufnahmen"
https://www.br.de/nachrichten/bayern/grippe-in-bayern-volle-praxen-und-mehr-kranke-in-notaufnahmen,V3Y2NSx

Im Land Baden-Württemberg sind einige Kliniken aufgrund der Grippefälle überlastet. Der SWR berichtet am 12.01.2026 von viermal so viel Fällen als im Vorjahr:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/grippesaison-krankenhaeuser-ueberlastet-100.html

Die Neue Osnabrücker Zeitung meldet hinter Bezahlschranke den ersten Grippetoten im Raum Osnabrück. 11.01.2026:
https://www.noz.de/lokales/region-osnabrueck/artikel/erster-grippe-toter-in-der-region-osnabrueck-tipps-zum-schutz-49732065

Die Stuttgarter Zeitung gab am 09.01.2026 einen Überblick über die Lage. Zusammenfassend: Die Grippe trifft viele Kinder, und viele Patienten müssen ins Krankenhaus:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.volle-praxen-und-kliniken-grippewelle-hat-stuttgart-im-griff.7664b026-d2d1-4324-bdb3-4b553978daf6.html

Die Thüringer Allgemeine Zeitung meldete am 09.01.2026 die ersten beiden Grippetoten für Thüringen:
https://www.thueringer-allgemeine.de/panorama/article410892318/erste-grippetote-in-thueringen-und-die-zahl-der-infektionen-steigt-wieder-an.html

Weiterlesen
  184 Aufrufe
184 Aufrufe

Ein Krankenhaus mit Sterneküche

Im Krankenhaus Bad Belzig kocht ein Sternekoch. Bislang. Nun aber geht er in Rente und nun füllt seine Frau seinen Platz aus. Sie ist ebenfalls Sterneköchin. Der rbb berichtet am 05.01.2026 in einem 3-Minuten-Beitrag aus der Küche:
https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20260105_1930/sternekoch-krankenhaus.html

  70 Aufrufe
70 Aufrufe

Linkliste zu MVZ-Nachrichten -- Ansturm auf MVZ in Ettlingen

Die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) – nachrichtlich umgibt sie eine Wolke aus Hoffnung und Skepsis. Sie könnten eine Lösung sein für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. Sie können dem Bedürfnis angehender Ärzte nach geregelter Arbeitszeit und möglichst wenig Bürokratie gerecht werden. Dann wieder gab es eine Phase der Skepsis: MVZ-Gründungen, in denen das Gewinn-Interesse ganz vorne stand, sorgten für eine schlechte Presse. Und jetzt: Nachrichten von Insolvenzen machen die Runde. Und gleichzeitig gelten die MVZ in vielen Regionen als Lösungsmöglichkeit für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. 

06.01.2025:

Im MVZ Erfde wurden drei Landärzte verabschiedet. Sie haben 2020 ihre Selbstständigkeit zugunsten eines MVZ aufgegeben - und nun ist ihre Nachfolge gesichert. Die SHZ blickt zum Abschied zurück in die Geschichte der Ärzte und des MVZ. Der Artikel ist vom 03.01.2026:
https://www.shz.de/lokales/kropp-stapelholm/artikel/medizinische-versorgung-erfde-mvz-sichert-nachfolge-der-landaerzte-49703822

Über die Umgestaltung des MVZ des Städtischen Klinikums Dessau informiert die Mitteldeutsche Zeitung am 05.01.2026 hinter Bezahlschranke:
https://www.mz.de/lokal/dessau-rosslau/mvz-krankenhaus-klinikum-facharzt-poliklinik-4175595

In Villingen-Schwenningen eröffnet morgen ein neues MVZ. Der SWR berichtet am 05.01.2026:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/neues-medizinisches-versorgungszentrum-in-villingen-schwenningen-100.html
Der Südkurier berichtet am 05.01.2026 hinter Bezahlschranke - das Foto liegt noch vor der Schranke:
https://www.suedkurier.de/schwarzwald/schwarzwald-baar-kreis/medizinisches-versorgungszentrum-in-schwenningen-entspannung-bei-der-aerzteversorgung-113083934

Über den Ansturm beim Start des MVZ Ettlingen berichten die Badischen Neuesten Nachrichten am 04.01.2026:
https://bnn.de/karlsruhe/ettlingen/meinung-das-neue-mvz-in-ettlingen-trifft-den-nerv-der-patienten

Die Schwäbische Post bringt die Nachricht, dass am Klinikum Heidenheim eine Hausarztpraxis als MVZ die Notaufnahme entlasten soll. Der Artikel vom 04.01.2026 liegt hinter Bezahlschranke:
https://www.schwaebische-post.de/ostalb/ostalbkreis/heidenheimer-klinikum-mvz-kardiologie-ambulante-versorgung-94107719.html

Weiterlesen
  447 Aufrufe
447 Aufrufe

Debatte über Kürzungen im Gesundheitssystem: Es dampft in allen Gassen

Andreas Gassen, KV-Vorsitzender, orientiert sich offenbar nicht nur an den Sternen und den Dönerpreisen auf seiner Suche nach Rettungswegen für das Gesundheitssystem (oder wahrscheinlich genauer: für die Krankenkassen). Jetzt wandelt er, immer noch Rat suchend, auch durch die Straßen, die vor Kurzem noch Hendrik Streeck für die Diskussion geöffnet hat. Es geht um die Behandlung (nein, gemeint ist in Wirklichkeit: die Nicht- oder Geringer-Behandlung) von Schwerstkranken. Geredet hat Gassen mit der Neuen Osnabrücker Zeitung, die seit jeher den Ruf genießt, bei vielen gesellschaftlichen Themen journalistisch gern der Vorreiter zu sein. (Ebenso berühmt ist oder war die NOZ für ihre Kommentare). Im Interview, das Tobias Schmidt für die NOZ führt, sagt Gassen:

„Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob es womöglich einen gewissen Automatismus gibt, alle medizinischen und technischen Möglichkeiten maximal auszuschöpfen, auch wenn das nicht in jedem Einzelfall im Sinne der Patienten ist.“
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/kassenaerztechef-gassen-mit-vorschlaegen-steuern-auf-alkohol-erhoehen-49534225

Gassens Satz in diesem Interview, der gerade die Schlagzeilen im Flug erobert:

„In England bekommen Sie mit 70 Jahren eben keine neue Hüfte mehr.“

Aber Gassen weiß, welche Wege wandelbar sind. Sein Vorschlag: Der Staat soll für die Gesundheitsversorgung der Bürgergeldempfänger zahlen, damit die Krankenkassen diese Kosten nicht stemmen müssen. Das würde ganz nebenbei natürlich die Beiträge der Versicherten entlasten (so zumindest die Andeutung im Interview).

Weiterlesen
  65 Aufrufe
65 Aufrufe

Zwischen Döner und Sternenhimmel -- Gassen sucht weisen Rat

Man könnte ja denken, dass es der Jahreswechsel ist, der Andreas Gassen beflügelt. Oder ist ihm ein Engel erschienen, ein Stern aufgegangen?

Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es ja nicht nur in den Zeitungen aus Papier viel Platz zwischen den Seiten. Und zwischen Ohren und Augen der Deutschen passen zwischen Weihnachten und Neujahr, zwischen Sekt und Kaviar, zwischen Rotkohl und Raketen vielleicht auch immer noch ein paar neue Gedanken. Auch nicht schlimm, wenn es die alten Gedanken sind. Routine gehört zum Jahreswechsel zwingend dazu.

Und so durfte KV-Chef Andreas Gassen nicht nur davon träumen, sondern sich fast sicher sein, dass in den Köpfen und Gedanken der Deutschen Platz genug ist für eine alte Idee im neuen Gewand: Die Praxisgebühr muss wieder her, um die Krankenkassen zu sanieren. Diesmal aber eben als Kontaktgebühr. Wer Kontakt mit einem Arzt aufnimmt, soll drei bis vier Euro zahlen. Wenn das keine kluge Wegweisung ist!

Schon vor Weihnachten hatte Gassen uns wissen lassen, dass eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zumutbar ist. „Das ist der Preis eines Döners“, titelte am 17.12.2025 die „Welt“ – und setzte damit Gassens Worte ganz oben an.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article693d1c90f679420e000b341b/aerzteverbandschef-gassen-zehn-euro-praxisgebuehr-pro-quartal-sind-zumutbar-das-ist-der-preis-eines-doeners.html

Der Artikel in der "Welt" enthält übrigens einen ganzen Strauß von Vorschlägen – und ich wette, es gibt keinen Vorschlag darunter, der noch nicht rauf und runter debattiert worden wäre: Homöopathie aus den Kassenleistungen herausnehmen, Gesundheits-Apps ebenfalls, Zuckersteuer, Zigaretten- und Alkoholsteuer erhöhen.

Weiterlesen
  105 Aufrufe
105 Aufrufe

Krankenhausticker: Zwei Drittel der Krankenhäuser in Deutschland schreiben rote Zahlen

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Insolvente Krankenhäuser, schwierige Übernahmeverhandlungen, Fragezeichen zur Krankenhausreform. Darum sollen hier jetzt alle wirtschaftlichen, medizinischen, sozialen und (personal-)politischen Artikel zur Lage der Krankenhäuser und zu Umstrukturierungen als fortlaufende Linkliste gesammelt werden. Damit die Liste möglichst vollständig wird, werden auch Artikel hinter Bezahlschranke aufgenommen.

30.12.2025:

Zwei von drei Krankenhäusern in Deutschland schreiben rote Zahlen. Gerhald Gaß, Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) schlägt Alarm. Zu lesen u. a. in der "Welt", 29.12.2025:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6951bde3f6fc544dba9b5e9f/dkg-umfrage-dramatische-auswirkungen-auf-die-krankenhauslandschaft-zwei-von-drei-haeusern-mit-roten-zahlen.html

Die Diskussion über die Insolvenzen des Krankenhauses Geesthacht ebben nicht ab. Das Hamburger Abendblatt trägt die Aussagen am 30.12.2025 hinter Bezahlschranke zusammen:
https://www.abendblatt.de/schleswig-holstein/kreis-lauenburg/article410811706/krankenhaus-geesthacht-kritik-am-betreiber-ctp-haelt-an.html

Der NDR hingegen berichtet offen über die Kündigung von 250 Mitarbeitern des Krankenhauses Geesthacht, 30.12.2025:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/luebeck_herzogtum-lauenburg_ostholstein/geesthacht-250-krankenhausmitarbeitende-erhalten-kuendigung,regionluebecknews-1302.html

Das katholische Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara übernimmt zum 1. Januar das Krankenhaus Martha-Maria in Dölau. Der MDR berichtet am 30.12.2025:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/halle/halle/krankenhaus-sankt-elisabeth-barbara-martha-maria-100.html

Weiterlesen
  3480 Aufrufe
3480 Aufrufe

Paywall vom Rolli gehackt

Wie eine Rollstuhlfahrerin ihren Rolli – genauer: die App ihres Rollis – gehackt hat, erfahren Sie im Spiegel. Der App zugrunde lag ein Abo-Modell, dass schnelleres Fahren nur bei höheren Zahlungen erlaubte. Torsten Kleinz berichtet am 28.12.2025:
https://www.spiegel.de/netzwelt/hackerkonferenz-39c3-warum-eine-multiple-sklerose-erkrankte-ihren-rollstuhl-hackte-a-169573b3-dbc9-4aed-bc33-1cc39cee6971

Im Standard berichtet Georg Pichler am 29.12.2025:
https://www.derstandard.at/story/3000000302326/wie-eine-multiple-sklerose-erkrankte-die-paywall-ihres-rollstuhls-knackte

  76 Aufrufe
76 Aufrufe

Krankenkassenbeiträge steigen -- Warkens Wille war wohl nicht genug

Die Rheinische Post spricht vom „Beitragsschock“, doch zumindest kam der Schock wohl für die meisten nicht überraschend. Entgegen dem Versprechen der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken werden über den Jahreswechsel viele Krankenkassenbeiträge doch erhöht. Und auch die Behandlung der Schuldfrage wird niemanden verblüffen. Schuldig sind die anderen.

Dennoch hier eine aktuelle Linkliste:

Der Focus berichtet umfassend und sammelt die Fakten: „31 Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge – so viel zahlen Sie drauf“, titelt er am 23.12.2025:
https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/31-kassen-erhoehen-ihre-beitraege-so-viel-zahlen-sie-drauf_48d02683-319e-4ca9-a67c-2e6606a27d8b.htm

Noch faktischer arbeitet die „Welt“: Dort finden Sie eine lange Liste über die Erhöhungen der Krankenkassen. Inklusive der Beiträge, die gleich bleiben, 23.12.2025:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article694a3403f6fc544dba9b193c/krankenkasse-die-grosse-gkv-uebersicht-so-teuer-wird-ihre-krankenkasse-im-neuen-jahr.html

Die Tagesschau am 22.12.2025: „Warken gibt Krankenkassen Mitschuld“
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/beitragerhoehung-krankenkasse-opposition-100.html

Die taz, 22.12.2025:
https://taz.de/Streit-zwischen-Warken-und-Krankenkassen/!6140658/

Weiterlesen
  121 Aufrufe
121 Aufrufe

Fehlende Fehlerkultur? Behandlungsfehler in der Medizin

Der Medizinische Dienst fordert eine Pflicht zur Offenlegung von Behandlungsfehlern. Die Tagesschau berichtet – wie viele andere Medien auch – am 22.12.2025:
https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/behandlungsfehler-transparenz-medizinischer-dienst-100.html

RND hat – hinter Bezahlschranke – ein Interview zum Thema veröffentlicht mit dem Chef des Medizinischen Dienstes Stefan Gronemeyer. Auch Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht heute, 22.12.2025, dieses Interview in seiner Papierausgabe. Hier der Link zu RND:
https://www.rnd.de/politik/behandlungsfehler-kosten-deutschland-fast-50-milliarden-euro-jaehrlich-ADBJV23MHBEIXEXMRFWWW24NUA.html

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet am 22.12.2025 hier:
https://www.aerzteblatt.de/news/ruf-nach-verpflichteter-offenlegung-von-behandlungsfehlern-b0596384-ea72-43a9-be17-10b8f33f0d07

Der Spiegel, 22.12.2025:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/aerzte-medizinischer-dienst-fordert-offenlegung-von-behandlungsfehlern-a-cd1cf2ba-c3a0-49a9-82c9-e68546fdb2ed

Der SWR hat am 31.10.2025 über die Zahlen des Medizinischen Dienstes zu Behandlungsfehlern in Baden-Württemberg im Jahre 2024 informiert:
https://www.swr.de/swraktuell/medizinische-behandlungsfehler-patienten-geschaedigt-statistik-100.html

Weiterlesen
  99 Aufrufe
99 Aufrufe

Menschliche Gebeine aus der Kolonialzeit: Aktuelle Debatten

Das Nordmagazin vom NDR setzt sich – umfangreich – mit der möglichen oder schwierigen Rückgabe von menschlichen Gebeinen aus deutschen Universitäten oder Museen an die Herkunftsländer. Die Schädel oder Knochen sind oft Relikte aus der Kolonialzeit. Verlinkt sind auch viele weitere Artikel. Wer sich in das Thema einarbeiten möchte, hat hier schon einmal eine breite Grundlage. 16.12.2025:
https://www.ndr.de/kultur/der-lange-weg-nach-hause-menschliche-ueberreste-aus-der-kolonialzeit,hereroschaedel-100.html

Die Staatlichen Museen zu Berlin veröffentlichten am 02.12.2025 einen Artikel über Rückführungen aus ihrem Bestand.
https://www.smb.museum/nachrichten/detail/repatriierungen-aus-dem-ethnologischen-museum-rueckgaben-und-gespraeche/

Am 17.12.2025 hat es in Berlin eine Anhörung des Ausschusses für Kultur und Medien gegeben, in der die Gedenkstättenkonzeption der Bundesregierung diskutiert wurde. Durch diese Debatte zog sich die Diskussion um den Umgang mit dem Kolonialismus. Auf der Seite des Deutschen Bundestages ist ein Text darüber und die gesamte zweistündige Diskussion eingestellt.
https://www.bundestag.de/ausschuesse/a22_kultur/oeffentliche_sitzungen/1131998-1131998

  114 Aufrufe
114 Aufrufe

Gefälschte Papier-Rezepte für Krebsmedikamente und Abnehmspritzen -- Nachrichtenliste

Die Fälschung von Rezepten für Krebsmedikamente sorgen immer wieder für Aufsehen – und wenn Sie online nach Nachrichten darüber suchen, ist die Ergebnisliste fast eine umfangreiche Chronologie. Jetzt gerade geht die AOK Nordost an die Presse, Apotheke adhoc leitet weiter. Der Hintergrund ist nachvollziehbar: Über die Feiertage mitsamt ihren Praxisschließungen erwartet die Krankenkasse eine weitere Steigerung gefälschter Papier-Rezepte. Der Rat an Praxen ist eindeutig: Bitte nur e-Rezepte.

Der aktuelle Artikel bei Apotheke adhoc, 18.12.2025:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/aok-nordost-jedes-caprelsa-rezept-gefaelscht/#

Auch über einen konkreten Fall berichtet Apotheke adhoc. Hier war ein Rezeptfälscher in Ulm auf Abnehmspritzen aus. 18.12.2025:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/abnehmspritze-rezeptfaelscher-festgenommen/

Auch der Stern berichtet über den Mann aus Ulm (dpa-Text), 18.12.2025:
https://www.stern.de/gesellschaft/regional/baden-wuerttemberg/ulm--mann-mit-gefaelschtem-rezept-fuer-abnehmspritze-festgenommen-36974962.html

Ein Bericht auch in der Pharmazeutischen Zeitung, 18.12.2025:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/aok-nordost-warnt-vor-rezeptfaelschungen-161403/

Die Pressemitteilung der AOK Nordost vom 16.12.2025:
https://www.aok.de/pp/nordost/pm/warnung-rezeptfaelschung-weihnachtszeit-jahrswechsel/

Weiterlesen
  111 Aufrufe
111 Aufrufe

Warken und die Krankenkassen -- Der Konflikt spitzt sich zu

Wer nach Nachrichten zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung sucht, landet mitten in einem Konflikt: Die Kassenbeiträge sollen stabil bleiben, hatte Bundesministerin Nina Warken als Ziel ausgegeben. Die Realität bei den Krankenkassen – und deren Erwartung bzw. Forderungen – sehen anders aus. Und auch sonst macht Warken offenbar zurzeit keinen guten Eindruck. Hier also eine Warken-Nachrichtenliste, chronologisch absteigend geordnet:

Die jüngste Nachricht ist von heute, 10.12.2025. Apotheke adhoc berichtet über die Neueinstellung eines Abteilungsleiters im Gesundheitsministerium, zuständig für Digitalisierung und Innovation:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/warken-holt-cdu-mann-ins-bmg/

Die Pharmazeutische Zeitung gibt Warkens Absichtserklärung wieder, Versicherten auch künftig teure und neue Therapien zu ermöglichen:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/warken-will-zugang-zu-neuen-medikamenten-sicherstellen-161142/

Der MDR berichtete am 09.12.2025 über Warkens Absicht, trotz hoher Arzneimittelkosten Patienten den Zugang auch zu neuen und teuren Arzneimittel zu gewähren. Natürlich sind auch die Beiträge zur Krankenkasse Thema des Artikels:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/medikamente-kosten-warken-gesetzliche-krankenkassen-beitraege-100.html

Die Tagesschau lotet am 09.12.2025, die Positionen zu den Krankenversicherungsbeiträgen aus:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/krankenkassen-beitraege-sparpaket-102.html

Weiterlesen
  140 Aufrufe
140 Aufrufe

Vegetabilische Milch: eine kleine Produktgeschichte

Sie schmeckt eigentümlich – und doch verbessert sie die Qualität des Tees und des Kaffees. So ist einem Reisebericht zu entnehmen, der am 04.08.1855 im Neuwieder Intelligenz- und Kreisblatt zu lesen war. Die Rede ist von einer ganz besonderen Milch, und der Reisende, nur beim Nachnamen Wallace genannt, ist Engländer. Die Milch aber kommt aus der Rinde eines Baumes – und sie hat noch einen ganz anderen Nutzen: Sie leimt. So sei dem Reisenden dort eine Geige gezeigt worden, verleimt mit dieser Milch. Allerdings: Eine Zukunft als Leim sah Wallace für diese Milch nicht: Er ist wasserlöslich.
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/2822477

1870 taugt die Entdeckung des amerikanischen Milchbaums in der Essener Zeitung immer noch zu einer Meldung, die fürs Staunen gut sein soll. Hier erfahren wir auch, dass Wallace entlang des Amazonas gereist ist und der Milchbaum in Südamerika zu finden ist. „Die Milch, welche bei uns vermittelst der Kuh fabriciert wird, kommt dort also durch eine Baumart zur Welt. Dabei ist diese vegetabilische Milch nahrhafter, als die thierische und verdickt so zähe, daß man damit ganz schön leimen kann.“
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/13346029

Der Reisende lässt sich schnell als Alfred Russel Wallace identifizieren – und wer mehr über seine Person, seine Reise und den Milchbaum wissen will, kann beim Projekt Gutenberg den Bericht dieser Reise lesen:
https://www.gutenberg.org/files/53177/53177-h/53177-h.htm?utm_source=chatgpt.com

Der Milchbaum findet bei Wikipedia seine Beschreibung als „Amerikanischer Kuhbaum“ – oder auf Latein als Brosimum utile:
https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanischer_Kuhbaum

Alfred Russel Wallaces Lebenslauf finden Sie hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Russel_Wallace

Weiterlesen
  138 Aufrufe
138 Aufrufe

Fehlerhafte Brustkrebsbefunde und -behandlungen in Bremen

(Linkliste wird laufend und chhronologisch aktualisiert)

Im Klinikum Bremen-Mitte sind Patientinnen mit Brustkrebs aufgrund einer falschen Diagnose monatelang mit unnötigen Therapien behandelt worden. Insgesamt wurden 34 Patientinnen, auch aus anderen Krankenhäusern, falsch diagnostiziert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Hier ausgewählte Links zu den Nachrichten, chronologisch bei der frühesten Nachricht beginnend:

Das Bremer Regionalmagazin buten un binnen berichtet am 03.12.2025 mit Text und Filmbeitrag. Der Klinikdirektor nimmt im Interview Stellung. Der Filmbeitrag dauert etwa 14 min.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/interview-ockenga-geno-bremen-brustkrebs-100.html

Die Nachricht am 03.12.2025 bei buten un binnen:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/brustkrebs-bremen-fehlbefunde-geno-100.html

Die Bild am 03.12.2025:
https://www.bild.de/regional/bremen/brustkrebs-skandal-in-bremen-34-frauen-monatelang-falsch-behandelt-692fe51934f148f9c60462e3

buten un binnen setzt seine Berichterstattung am 04.12.2025 fort beginnend mit der Nachricht, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/bremen-falsche-brustkrebs-befunde-ermittlungen-staatsanwaltschaft-100.html

Weiterlesen
  178 Aufrufe
178 Aufrufe

Die Zahnbürste im Wandel der Zeiten

Die Menschen putzen sich seit Menschengedenken die Zähne. Und das nutzt nicht nur den Zähnen und den Zeitgenossen. Zeitgenössische Untersuchungen verweisen gern darauf, dass auch die Herzgesundheit von der Zahnpflege profitiert – und mangelnde Zahnpflege möglicherweise auch ihren Beitrag zu Schlaganfällen leistet.

Die neueste Nachricht beim Deutschlandfunk1 ist pragmatisch: Die beste Zahnbürste ist die, die richtig benutzt wird. Das ist doch mal ein Satz fürs Lehrbuch. (Alle Quellenangaben in diesem Text sind als Fußnoten verlinkt.)

Aber: Auch wenn Zahnpflege bestimmt so alt ist wie die Menschheit: Die Zahnbürste ist jünger. Medscape2 hat die historischen Spuren gesammelt. Demnach finden sich in Babylonien um 3500 vor Christus Vorstufen der Zahnbürste – und die Chinesen sollen um 1000 vor Christus Zahnbürsten genutzt haben. Zusammen mit Kinderurin als Mundspülung.

Wer jetzt „Igitt“ denkt, dem sei gesagt: Auch die Römer wussten vom Nutzen des Urins als Mundspülung. Und die Eigenurinbehandlung3 ist nicht nur alternativmedizinische Gegenwart, sondern auch medizinische Vergangenheit.

In Europa erlebte die Zahnbürste – mit Griff aus Elfenbein – und die Zahnbürste überhaupt gegen Ende des 18. Jahrhunderts ihre erste Blüte- und Werbezeit. Maßgeblich beteiligt daran war ein Londoner Apotheker, der überaus erfolgreich seine eigenen Tinkturen und Wässerchen nach Europa und Übersee vermarktete. Online sind über Thomas Greenough4 noch nicht sehr viele Einträge gewidmet, über seinen Enkel findet man seine Existenz immerhin bei Wikipedia bestätigt.

Weiterlesen
  161 Aufrufe
161 Aufrufe

Sprachliches aus neun Corona-Monaten

Die Zeit der Jahresrückblicke hat längst angefangen – und sie werden für dieses Jahr nicht ungewohnt aber anders ausfallen. Einen Rückblick der anderen Art hat dpa gestrickt, online gestellt von der Borkener Zeitung am 14.12.2020. Eine Sammlung jahrestypischer Redewendungen. Zugegeben – so manches klingt konstruiert. Aber: Wie oft haben Sie, sofern Gartenbesitzer, gesagt „Wir sind froh, dass wir den Garten haben?“ Und die typisch englische Frage „Sind Sie das Ende der Schlange?“ haben Sie bestimmt auch gelernt, mit einem Lächeln in den Augen auszusprechen, oder?

Hier also sprachlicher Corona-Umgang aus schon mehr als 9 Monaten:
https://www.borkenerzeitung.de/welt/boulevard/Die-Saetze-des-Corona-Jahres-318256.html

Die Ärzte-Zeitung war mit ihrer Sätze-Sammlung deutlich schneller, sie hat schon am 18.06.2020 das Eine und Andere zusammengetragen:
https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Wenn-Corona-erst-vorbei-ist-Gefluegelte-Worte-in-der-Krise-410435.html

Emily – wer auch immer das ist – hat – wann auch immer das war – liebenswert in ihrem Blogg zusammengetragen, welche Corona-Sätze nerven. Eigentlich alle, ist ihr Fazit. Aber sie hat jeden einzelnen Satz ihrer Sammlung mit einem Video geschmückt. Für alle die, die Zeit haben eine feine Sache:
https://www.miss.at/diese-saetze-zur-pandemie-koennen-wir-einfach-nicht-mehr-hoeren/

Kann man diese Listen noch als Vergnügen einordnen, wird es schwierig, sich über dieses Material ein Urteil zu bilden. Kinder des 1. und 2. Schuljahres lernen, Sätze zu schreiben. Und zwar zu den Hygieneregeln. Heißt ja auch, dass wir nicht für die Schule, sondern fürs Leben mit Corona lernen, oder:
https://lehrermarktplatz.de/material/151488/saetze-schreiben-hygieneregeln-corona

Weiterlesen
  1584 Aufrufe
1584 Aufrufe

Kleine Abhandlung über Männerquote und Berufung

Männer brauchen keine Gleichstellungsquote. Auch nicht, wenn der überwiegende Teil der Medizinstudenten Medizinstudentinnen sind. In diesem Sommer betrug ihr Anteil an den Bewerbungen zwei Drittel. Dennoch: Eine Quote für Männer lehnt die Bundesregierung ab. Was klingt wie eine Farce aus nachfeministischer Zukunft, ist längst Gegenwart. Die AfD hatte, so berichtet das Portal Forschung und Lehre, eine Anfrage gestellt, die den Männern Gleichberechtigung sichern sollte.

https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/bundesregierung-gegen-maennerquote-im-medizin-studium-1766/

By the way – ein ganz neuer Gedanke: Es ist ja opportun geworden, das Wort Studenten durch das Wort Studierende zu ersetzen. Grammatikalisch nur halb korrekt, denn der Studierende sitzt gerade am Schreibtisch und studiert. Jetzt gerade. Gerundium. Auf Ruhrpott-Deutsch, denn nur dort kann man das Gerundium treffend sprachlich umschreiben: „Er ist am Studieren dranne.“ Die Funktion des Gerundiums ist also die Unmittelbarkeit. Die Funktion des Austauschens der Studenten gegen Studierende ist hingegen eine andere: Man spart sich geschickt den Schrägstrich, weil ja noch immer kein Nachrichtensprecher das Wort „Studenten/-innen“ fehlerfrei über die Lippen bekommt. Und die „Studenten und Studentinnen“ sind nicht nur sprachlich unbequem, sie kosten auch noch Nachrichtenzeit. Wenn es um Sekunden geht, ist das wichtig.

Aber vielleicht, wenn ich noch ein wenig ausschweifender werden darf, sind die „Studierenden“ gar kein Auswuchs feministischer, politischer Korrektheit, sondern ein letzter patriarchalischer Versuch, die Wirklichkeit weiterhin zu verschleiern. Sonst fiele irgendwann auf, dass die Frauen schon längst an der Macht sind. Zumindest beim Medizin-Studium.

Nach diesen Abschweifungen zurück zum Punkt: Außer in Forschung und Lehre kann ich über die Anfrage der AfD keinen weiteren Bericht finden. Was ja nichts heißen muss, denn das Thema ist gar nicht neu. Schon 2017 fürchtete Jürgen Freyschmidt in einem Gastbeitrag in der FAZ die Feminisierung der Medizin. Freyschmidt ist Radiologe, Chefarzt der Radiologischen Abteilung im Klinikum Bremen Mitte und außerplanmäßiger Professor der MHH. Der damalige Frauenanteil von 65 Prozent machte ihm unter anderem deshalb Sorgen, weil er den Ärztemangel vergrößern werde. Frauen werden ja bekanntlich schwanger und bekommen Kinder. Keine Frage, der Mann rechnet richtig. Und dass die Ursache allen Übels der NC ist, ist gewiss auch nicht falsch. Frauen haben die besseren Abiturnoten. So ist das. Deswegen forderte Freyschmidt schon 2017 einen psychologischen Eingangstest.
https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/zuviel-feminismus-brauchen-aerzte-eine-maennerquote-14906675.html

Weiterlesen
  3082 Aufrufe
3082 Aufrufe

Kleiner Rundumschlag zum Tattoo -- Nachrichtliches und Historisches

Die Tinte auf der Haut geht auch unter die Haut. Verblüffend ist das nicht. Eine Schweizerische Studie hat sich nun aber genauer mit dem Thema Tattoo beschäftigt. Ergebnis: Ein Teil der Tattoo-Tinte landet, wie vermutet, in den Lymphknoten und von dort aus kann sie Entzündungen auslösen. Die können, auch das ist nicht verwunderlich, lange oder kurz dauern.

Neu ist dagegen wohl die Erkenntnis: Die Ansammlung von Tattoo-Tinte in den Lymphknoten hat auch unmittelbare Auswirkungen auf Impfungen. Vor allem: Sie hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Reaktionen des Körpers auf den Impfstoff.

Nun sind die Tattoos, wir wissen es aus den Medien, mindestens schon seit der Steinzeit üblich. Dabei stets mit unterschiedlicher Bedeutung: religiös, sozial, rituell, einfach nur beschriftend usw. Und auch die Kunst und die Schönheit haben gewiss von Anfang an eine Rolle gespielt.

Da hat es auch nichts genutzt, dass Gott, der Herr, selbst eine biblische Warnung ausgesprochen hat, die zu diesem Thema auch gern immer wieder zitiert wird:

Leviticus, 19,28, Lutherbibel 2017:
„Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch euch Zeichen einritzen; ich bin der HERR.“

Oder, zeitgemäß und „jugendorientiert“, von der Volxbibel in die Gegenwart übersetzt:

„27-28 Wenn bei euch jemand gestorben ist, dann könnt ihr ruhig trauern. Aber ich will nicht, dass ihr dann so seltsame Rituale macht von den anderen Völkern, von den Leuten, die mich nicht kennen, also euch den Bart abschneidet oder euch ritzt oder wegen dem Toten euch ’ne Tätowierung stechen lasst. Nicht vergessen, ich bin Gott!“

Weiterlesen
  156 Aufrufe
156 Aufrufe

KBV Praxisnachrichten

PraxisNachrichten

Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

Neueste Kommentare

Mechthild Eissing Am Anfang war die Wurst - bis die EU das Wort ergriff
23. Dezember 2025
Die ZEIT ist auf der Suche nach der Geschichte der Veggie-Wurst bei Konrad Adenauer fündig geworden....
Mechthild Eissing Am Anfang war die Wurst - bis die EU das Wort ergriff
11. Dezember 2025
Die EU ist immer noch nicht weiter mit ihrer Entscheidung zur Veggie-Wurst und zum pflanzlichen Schn...
Mechthild Eissing Falsche Diagnosen und ungeahnte Krankheiten in manchen ePAs
07. Dezember 2025
Der WDR hat einen 40-minütigen Beitrag online gestellt über die Möglichkeit falscher Diagnosen in de...

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.