NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Praxisalltag: Wie künstliche Intelligenz die Medizin bereits verändert

KI in der Arztpraxis – da werden Träume, Hoffnungen, Sorgen, Ängste und Befürchtungen wach. Manchmal alles gleichzeitig. Überwog in den Medien noch bis vor gar nicht allzu langer Zeit die Berichterstattung über künftige Möglichkeiten, ist die KI mittlerweile schon längst in vielen Praxen angekommen. Entweder fest etabliert oder als Versuch. Ihre Aufgaben sind dabei durchaus verschieden und reichen von Telefonvermittlung bis zur Überwachung von Patienten oder bis zur Datenauswertung. Die Stimmen, die sich zur KI in der Arztpraxis zu Wort melden, kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Eine kurze schnelle Übersicht über die Lage in den Medien ist deshalb kaum möglich. Ich werde hier auf einzelne Links ein wenig umfänglicher eingehen – sodass Sie schnell einen Überblick haben, was Sie wirklich gerade interessiert. Geordnet sind die Linkbeschreibungen chronologisch.

Patientenüberwachung/Kardiologie:
Der SWR berichtet am 23.04.2026 aus einer Praxis im Westerwald, die 15 Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen überwacht. Der Text ist überschaubar, ein Patient kommt auch zu Wort, das Audio zum Text dauert etwas länger als zwei Minuten.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/westerwaelder-arztpraxis-ueberwacht-patienten-mit-kuenstlicher-intelligenz-100.html

Umfrage unter Ärzten:
Die Stiftung Gesundheit hat 957 Ärzte befragt zum Nutzen digitaler und KI-gestützter Anwendungen. Ergebnis: 70,3 Prozent der Ärzte sehen einen Nutzen. Die Webseite Health&Care Management berichtet – auch über die derzeitige Anwendung und über die Unterstützung, die noch gewünscht wird. 23.04.2026:
https://www.hcm-magazin.de/aktuelles/2026/ki-in-der-arztpraxis.html

Telefonassistenz:
Das Solinger Tageblatt hat vor ungefähr einem Monat aus einer Arztpraxis berichtet, in der die KI den Telefonjob übernimmt. Der Artikel liegt jedoch hinter Bezahlschranke, es gibt aber günstige Einstiegspreise:
https://www.solinger-tageblatt.de/lokales/solingen/in-dieser-solinger-arztpraxis-geht-der-ki-assistent-ans-telefon-QP6ANETXMBFBDBPBLG4XD4UGJE.html

Dokumentation von Patientengesprächen:
Über eine Software, die Patientengespräche mithört und gleichzeitig dokumentiert, berichtet elektronik.net am Beispiel einer sauerländischen Landarztpraxis. 02.04.2026:
https://www.elektroniknet.de/medizintechnik/e-health/so-laeuft-ki-gestuetzte-dokumentation-in-einer-deutschen-arztpraxis.a3069e6e-da8d-4751-95ad-682852f88842.html

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Mit der KV zur Praxis der Zukunft

Mit der KVNO in die Zukunft? In Düsseldorf und Köln können Praxisteams die digitale Praxisorganisation live erleben und ausprobieren. Am Kölner Standort (Butzweilerhof) kommt aktuell eine Sonderausstellung mit rund 20 konkreten KI-Tools hinzu.

Das Angebot ist für Mitglieder aller KVen kostenfrei. Da die Besuche individuell betreut werden, ist eine Online-Anmeldung vorab zwingend erforderlich.

Hier der Link zu Praxis4Future:
https://www.kvno.de/praxis4future

Und der Link zur KI-Ausstellung in Köln:
https://www.kvno.de/medien/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-detail/nachricht/kv-nordrhein-eroeffnet-fokus-ki-ausstellung-in-koeln

Natürlich hat die KVNO das Rad nicht neu erfunden. Die KV Westfalen-Lippe (KVWL) zeigt die digitale Zukunft in ihrer „dipraxis“:
https://www.kvwl.de/dipraxis

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Rechtliche Verantwortung für Chatbot-Fehler

Nun ist ein Urteil gefällt: Betreiber von Webseiten müssen für Falschantworten und Halluzinationen der KI, die sie einsetzen, geradestehen. Hier im konkreten Fall hatte ein Chatbot Berufsbezeichnungen frei erfunden.

Die ganze Geschichte bei Golem, 16.05.2026:
https://www.golem.de/news/urteil-klinik-haftet-fuer-falschaussagen-von-ki-chatbot-2605-208728.html

Der Spiegel berichtete am 15.05.2026:
https://www.spiegel.de/netzwelt/urteil-in-hamm-wer-einen-chatbot-betreibt-ist-fuer-dessen-luegen-verantwortlich-a-96c73b7d-25ab-4c09-a510-f0582bc601ee

Das Handelsblatt am 15.05.2026:
https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/halluzinationen-vor-gericht-urteile-chatbot-betreiber-voll-fuer-ki-fehler-verantwortlich/100225379.html

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Von der Verbreitung der Zoonosen

Wer jetzt in diesen Zeiten, auf die das Wort nachpandemisch eigentlich so recht nicht mehr zutrifft, Klickzahlen und Leser generieren will, der schreibt über Zoonosen. Das Hantavirus scheint zwar thematisch ausdiskutiert, ist es aber noch lange nicht, auch wenn die WHO das Erkrankungsrisiko als gering beschreibt. Wegen der derzeitigen Variation des Ebolavirus, die gerade im Kongo sich umtreibt, hat die WHO aber den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, Nina Warken beruhigt für Deutschland und erklärt: Die WHO mache das, um für Unterstützung der vom Virus betroffenen Region zu sorgen. Ja, das nehmen wir auch an.
https://hasepost.de/gesundheitsministerin-ebola-pandemie-weltweit-nahezu-ausgeschlossen-713603/
 
https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/ebola-who-gesundheitsnotlage-100.html

Die nächste Meldung ist nur wenige Stunden alt: Im Landkreis Regen in Bayern hat sich jemand mit dem Bornavirus infiziert und liegt auf der Intensivstation. Im vorigen Jahr sind mehrere Menschen an dieser seltenen, aber gefährlichen Infektion gestorben.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/bornavirus-infizierter-aus-bayern-auf-intensivstation,VJz2MZm

Komisch ist das alles nicht. Zum Lachen schon gar nicht. Aber Sie können quasi zusehen, und das ist vielleicht doch komisch, wie die verschiedensten Zoonosen sich jeweils in Windeseile im Internet verbreiten. Sie brauchen nur einen aktuellen Anlass, wenige Stunden Zeit – und dann geben Sie von Zeit zu Zeit den Namen des aktuellen Virus in die Suchmaske Ihrer Wahl ein.

Ganz schnell sind Sie in der Lage, eine Zoonosen-Genese zu formulieren. Auf jeden Fall können Sie quasi live verfolgen, wie viral diese Geschichte(n) medial wirken. Wenn Sie eher der Mensch sind, der es mit einem Überblick versuchen will: Geben Sie das Wort Zoonose ein – und suchen Sie nach Nachrichten. Schnell werden sie feststellen: Die Vogelgrippe grassiert noch, die Hasenpest hat in Niedersachsen und Bremen von Jahresanfang bis Ende April drei Menschen „erwischt“ – in ganz Deutschland sind es in selben Zeitraum 33.
https://hannover.t-online.de/region/hannover/id_101224132/hannover-hasenpest-in-niedersachsen-mehrere-menschen-erkrankt.html

Die nächste Erkenntnis: Da draußen sind eine ganze Menge Zoo-Nasen unterwegs auf der Suche nach der nächsten Zoonose. Auch Medienmenschen brauchen halt den richtigen Riecher. Und im medialen Clickbattle bettelt es sich immer noch am besten mit tierisch guten Nachrichten. Das Dilemma: Wie man sich bettet, so liegt man. Und sollten Sie jetzt gerade liegen: Stehen Sie nicht auf, die nächste Info wird Sie plätten, auch wenn sie schon zehn Jahre alt ist: Das Zikavirus, für das ja eigentlich die Mücken zuständig sind, kann auch von Männern übertragen werden. Beim Sex. Kein Witz. Ich sag ja: Bleiben Sie liegen und vor allem: Lassen Sie Ihren Mann liegen. Denn er muss selbst nicht einmal Symptome haben, um das Virus weiterzugeben.
https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/warnung-der-who-zika-virus-immer-oefter-durch-sex-uebertragen/13071884.html

Nun wollen wir hier aber nicht die Mücke zum Elefanten machen. Wobei die Mücke, zoonosologisch betrachtet, ziemlich elefantös aufgestellt ist: Sie überträgt zum Beispiel das West-Nil-Fieber, das Dengue-Fieber, das Chikungunya-Fieber, das Gelbfieber, die Zika-Virus-Infektion, Malaria, das Rifttal-Fieber, das Sindbis-Fieber, die Usutu-Virus-Infektion, das Sandmückenfieber, die Flussblindheit und die Leishmaniose.

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Krankenhausticker: Ameos übernimmt Medizin Campus Bodensee

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Insolvente Krankenhäuser, schwierige Übernahmeverhandlungen, Fragezeichen zur Krankenhausreform. Darum sollen hier jetzt alle wirtschaftlichen, medizinischen, sozialen und (personal-)politischen Artikel zur Lage der Krankenhäuser und zu Umstrukturierungen als fortlaufende Linkliste gesammelt werden. Damit die Liste möglichst vollständig wird, werden auch Artikel hinter Bezahlschranke aufgenommen.

15.05.2026:

Über den Neubau der Klinik Harlaching berichtet der BR am 13.05.2026:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/muenchen-klinik-harlaching-wird-groesster-krankenhausbau-in-bayern,VJVYHKF

Der Merkur berichtet von den Krankenhausplänen des Landes Bayern - darunter ein Neubau eines Klinikums Starnberg mit 430 Betten. 15.05.2026:
https://www.merkur.de/lokales/starnberg/landkreis/bayern-gibt-gruenes-licht-fuer-ein-neues-klinikum-mit-430-betten-94306823.html

Ameos übernimmt den Medizin Campus Bodensee in Friedrichshafen, berichtet der SWR am 14.05.2026:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/schweizer-ameos-gruppe-uebernimmt-insolventen-medizin-campus-bodensee-102.html

In Kleve und Geldern sollen die Krankenhäuser für hunderte Millionen Euro ausgebaut werden, schreibt die Rheinische Post. Die weiteren Infos liegen hinter Bezahlschranke. 15.05.2026:
https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/krankenhaus-revolution-im-kreis-kleve-millionen-investitionen-fuer-klinik-umbauten_aid-145730461

Das Krankenhaus in Donaueschingen schließt bis 2032 - die Abteilungen sollen nach Villingen-Schwenningen umziehen. Der SWR berichtete am 12.05.2026:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/klinikium-donaueschingen-wird-geschlossen-100.html

Offenbar ist die Zukunft des Bremerhavener Krankenhauses Reinkenheide wackelig. Das Bremer Regionalmagazin buten und binnen fasst am 13.05.2026 eine Stellungnahme der Gesundheitministerin zusammen:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/reinkenheide-klinik-krankenhaus-senatorin-bremerhaven-100.html

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Neuer Ebola-Ausbruch im Kongo

Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist eine Variante des Ebola-Virus ausgebrochen. Die Behörden zählen bereits 65 Tote und 246 Verdachtsfälle.

Bericht in der ZEIT, 15.05.2026:
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-05/ebola-ausbruch-kongo-ituri-provinz

Die Süddeutsche Zeitung, 15.05.2026:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/lebensbedrohliches-virus-gesundheitsbehoerde-ebola-ausbruch-im-kongo-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260515-930-82982

Deutschlandfunk, 15.05.2026:
https://www.deutschlandfunk.de/neuer-ebola-ausbruch-bestaetigt-100.html

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Vom Nutzen der Nacktschnecke

Ach du Schneck, da schleimen sie sich schon wieder quer durch den Garten! Und heimsen sich ein, was des Gärtners erste Erfolge hätten werden können. Schneckliche Geschichte – und jedes Jahr dasselbe Spiel – und die Regeln uralt. So berichtet schon am 03.02.1882 ein Leser in der Dortmunder Zeitung, wie er den Nacktschnecken eine Bierfalle baut, weil sie sich über seine Erdbeerbeete, seine Verbenen, seine Astern und seine Petunien hermachen. Ob er der Erfinder der Bierfalle ist, kann man nicht wissen. Gesichert ist: Im Februar kann dieser Artikel nicht aktuell sein. Aber die Schneckenplage droht und der Tipp mit der Bierfalle wandert in den nächsten Monaten von Zeitung zu Zeitung.
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/1353557

Aber es geht auch andersherum: Die Neusser Zeitung vom 07.05.1872 weiß, dass man in „einigen Gegenden Deutschlands“ Nacktschnecken in Gärten züchtet. In diesen Gärten wächst nur Gras, kein Baum, kein Strauch – und sie sind von fließendem Wasser umgeben. Kinder werden in die Wälder geschickt, um Schnecken zu sammeln. Sie erhalten für 100 Schnecken 3 Thaler. Dann werden die Schnecken mit Kohl und Gras gefüttert, sie bekommen ein Häuschen aus Moos zum Schutz. Dort verkriechen sie sich, manchmal bis ins Erdreich hinein – und von dort aus werden sie dann verpackt und versandt:
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/11787063

Für den Menschen aber waren Schnecken, und nicht nur die Weinbergschnecken, in der Medizin äußerst nützlich. Die Neusser Zeitung verweist am 02.09.1913 zuallererst auf Plinius, der die afrikanische Nacktschnecke gegen verschiedene Leiden eingesetzt habe. „Mit der Zeit bürgerte sich der Schneckenverbrauch in der Pharmazie indes immer mehr ein, so­daß gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts der Franzose Figuier sogar eigens ein Buch über die verschieden, aus Schnecken zubereiteten Medikamente herausgab. Die Heilkraft der Schnecken sollte hauptsächlich auf Brust- und Halsleiden günstig ein­wirken, zu welchem Zweck man den Tieren reichlich Zucker zusetzte, sie aber auch zuweilen in rohem Zustandeeinnehmen, ließ. Ferner wurde das Schneckenfleisch, speziell das unserer Garten­wegschnecke auch häufig zu sog. Kraftsuppen für Rekonvales­zenten verwendet.
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/pagetext/12020529

Schneckensaft, so der Name des Medikamentes gegen den Husten, wurde zu dieser Zeit häufig schon – nicht immer – durch Eibischsaft mit Thymianextrakt ersetzt. Den Namen aber hat die Medizin dennoch beibehalten. Und wenn Sie jetzt den Kopf schütteln über so viel medizinischen Unverstand in längst vergangenen Zeiten, seien Sie vorsichtig und geben in der Suchmaschine Ihrer Wahl das Wort Schneckensaft oder das Wort Schneckensirup ein. Sie werden viele Produkte finden, von denen einige auch heute noch den Schneckenextrakt der Wegschnecke, also der Nacktschnecke in unseren Gärten, enthalten. Hier eine Produktbeschreibung: „Schneckensirup aus der Wegschnecke unterstützt nicht nur die körpereigene Immunabwehr, sondern dient zur gezielten Ernährung in der Erkältungszeit. Der im Schneckensirup enthaltene Schneckenschleim ist ein seit jeher bekanntes Hausmittel bei Husten, und Verschleimung der Bronchien.“
https://hecht-pharma.de/Schneckensirup/p-18249119.1?referralCode=019cad7ad97b7ee5a37450ae1cbc5fd5&gad_source=1&gad_campaignid=23608380210&gclid=CjwKCAjwzevPBhBaEiwAplAxvoM4CEoTTHcBHPwRq9lRMJ2Awi4-pX3T-iL_todoxzQzmSJP_eOHixoCqtQQAvD_BwE

Über die Verwendung von Schnecken in der Kosmetik hatte ich am 29.11.2023 schon einen historischen Rückblick zusammengestellt:

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Die Rückkehr der Rübensteuer

Da ist sie: Die Bundesregierung hat nun endlich die eierlegende Wollmilchsau gefunden, der nicht nur Sprachenthusiasten seit Jahrzehnten hinterherjagen. Die Zuckersteuer! Googles KI fasst die Fähigkeiten dieses (Un)-Tieres so zusammen: „Die Steuer soll den Zuckergehalt in Getränken senken, die Adipositas- und Diabetes-Prävention unterstützen und Mehreinnahmen für das Gesundheitswesen generieren.“ Wir nannten das früher: drei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Gut, dass etwas in der Art auf uns zukommen würde, konnte nur der ignorieren, der Augen und Ohren zugleich verschließt. Das ist auf lange Zeit kaum möglich.

Sie erinnern sich an Renate Künast? Grüne Verbraucherschutzministerin von 2001 bis 2005. Sie hatte das Ernährungs- und Landwirtschaftsministerium auch namentlich um den Verbraucherschutz erweitert.* Und sie war die Ministerin, die öfter betonte, dass sie auch mal ein Stück Schokolade esse. An der Stelle wurde mir klar: Die meinen das ernst! Die wollen uns erziehen! Das alles wird noch einst enden in einer grünen Erziehungsdiktatur! Frau Künast hatte ja auch schon wacker angefangen: Die Tabakwerbung war verboten, Süßigkeitenwerbung sollte den Kinderaugen entzogen werden, und der Zucker war ihr nächster Gegner. „Zucker ist der neue Tabak“, sagte sie 2015.

Und nun? Die Regierung ist schwarz-rot. Mehr schwarz als rot. Die Grünen sind nicht einmal die stärkste Oppositionspartei. Und die Zuckersteuer soll nun die Mehreinnahmen für das Gesundheitswesen generieren.

Das Verfahren ist einfach – und in Großbritannien erprobt. Ab einer bestimmten Zuckermenge muss die Industrie bei der Herstellung von Softgetränken mehr Steuern zahlen. Der Ausweichtrick der Industrie ist so einfach wie gewollt: Sie weicht bei der Herstellung von Softgetränken auf Süßstoffe aus und muss die Steuer nicht oder nur gering zahlen. Erfolgszahlen aus Großbritannien liegen schon vor und werden in Deutschland gerade medial aufbereitet: weniger Karies, weniger Fettleibigkeit. Zahlen und Fakten zur Auswirkung des gesteigerten Süßstoffkonsums wird es erst in Jahren geben können. Es gibt aber Vermutungen, Verdachtsmomente und Hinweise: Auch Süßstoffe haben Wirkungen. Zum Beispiel auf den Blutzuckerspiegel. Oder die Darmflora. Oder und so weiter.

Kann also durchaus sein, dass sich nach jahrelanger Zuckersteuer herausstellen wird: Das Trinken von Softdrinks auf Süßstoffbasis geht zulasten der Gesundheit und damit auf Kosten der Krankenkasse. Linke Tasche, rechte Tasche – so sagten wir früher. Vielleicht hat die Wollmilchsau uns mit der Zuckersteuer also tatsächlich ein Ei gelegt.

Die gute Nachricht: Wir haben gar keine Erziehungsdiktatur bekommen. Meine Befürchtungen waren völlig übertrieben gewesen. Die schwarz-rote Regierung nutzt nur – und das ausgesprochen pragmatisch – die Felder, die die Grünen beackert haben.

PS: An dieser Stelle noch ein Rückblick in die Geschichte: 1902 hat Kaiser Wilhelm II. zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte eine Sektsteuer eingeführt. Sie sprudelt noch heute, mehr als 120 Jahre nachdem die Schiffe versunken sind und nach zwei Weltkriegen, einer Monarchie, einer Republik und einer Diktatur. Die Zuckersteuer hingegen, 1841 in Preußen als Rübensteuer eingeführt, ist in Deutschland 1993 abgeschafft worden, um Wettbewerbsverzerrungen im EU-Binnenmarkt zu vermeiden.

*  2013 ist der Verbraucherschutz ins Justizministerium umgezogen, 2021 ins Umweltministerium.

Linkliste zur geplanten Zuckersteuer:

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GKV-Reform: Bundesregierung entschärft Sparpläne bei Krankengeld und Mitversicherung

Von 19,6 auf 16,3 Milliarden Euro: Die Rede ist von den Summen, die die Regierung bei den Krankenkassen einsparen will. Nach Informationen des „Spiegel“ verzichtet der derzeitige Gesetzentwurf auf eine Kürzung des Krankengeldes. Die Beteiligung an den Gesundheitskosten der Grundsicherungsempfänger soll sukzessive, also schrittweise, durch Gelder vom Bund erhöht werden. Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze soll bleiben; der Zuschlag für beitragsfrei mitversicherte Ehegatten ist in diesem Entwurf von 3,5 Prozentpunkten auf 2,5 Prozentpunkte gesenkt worden. Damit sinkt die maximale Belastung für die bisher beitragsfrei Mitversicherten von voraussichtlich 218 Euro auf 156 Euro monatlich.“

Der Spiegel am 28.04.2026:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gesetzliche-krankenversicherung-bundesregierung-verzichtet-offenbar-auf-allgemeine-kuerzung-des-krankengeldes-a-2b1852dd-30cb-457f-bc9a-404b3a326a1e

ntv spricht sich in der Überschrift dahingehend aus „Versicherte weniger belastet“, 28.04.2026:
https://www.n-tv.de/politik/Koalition-einigt-sich-auf-GKV-Reform-id30763734.html

Der „Merkur“ aber legt im Text den Finger auf die Schwachstelle der gekürzten Kürzungen: „Die abgesenkten Sparziele der Krankenkassen-Reform werfen die Frage auf, ob das erklärte Ziel der Merz-Regierung – stabile Beiträge für Millionen Versicherte – tatsächlich erreichbar ist.“, 28.04.2026:
https://www.merkur.de/politik/gesetzesplan-fuer-krankenkassen-reform-durchgesickert-warken-stutzt-sparziel-zr-94282448.html

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Ärztemangel - Ein Thema im Regionalfernsehen

Der SWR hat sich am Donnerstag, 24.04.2026 in seinem Magazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ auf die Suche nach Lösungen für den Ärztemangel begeben. Die Sendung dauert 45 Minuten und ist online in der ARD Mediathek abrufbar:
https://www.ardmediathek.de/video/zur-sache-baden-wuerttemberg/loesungen-fuer-aerztemangel-so-geht-es-patienten-in-baden-wuerttemberg/swr-bw/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMTYwMjQ

Das Bremer Regionalmagazin buten un binnen zeichnet am 25.04.2026 die Lösungssuche bzw. den Konflikt um den Ärztemangel im Lande Bremen nach. Der Spannungsbogen: kommunales MVZ und der Erhalt der freien Arztpraxen. Zu dem Text gibt es ein Audio von 4:39 min:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/aerztemangel-staat-bremen-100.html

Der rbb sendet morgen, 28.04.2026 um 20.15 Uhr eine Reportage mit dem Titel „Krank auf dem Land – Ideen gegen den Ärztemangel“. Die Ankündigung finden Sie heute schon hier:
https://www.rbb-online.de/doku/o-r/rbb24-reportage/krank-auf-dem-land.html

Im Herbst beginnt an der neuen Medizinischen Hochschule Lausitz - Carl Thiem in Cottbus ein Studium für angehende Landärzte. rbb24 berichtet am 25.04.2026 hier:
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/04/brandenburg-medizin-studienplatz-vergabe-landarzt-mangel.html

Der NDR hat in Mecklenburg-Vorpommern am 14.04.2026 eine Talk-Sendung zum Ärztemangel veranstaltet. Der „NDR Talk vor Ort“ dauert anderthalb Stunden und ist hier abrufbar:
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/tickets-fuer-talk-vor-ort-diagnose-aerztemangel-notfall-auf-dem-land,talkvorort-278.html

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Linkliste zu Warkens Plänen für GKV und Notfallversorgung

Es hagelt Kritik an Warkens Plänen zur finanziellen Absicherung der gesetzlichen Krankenversicherungen. Vor allem auch, weil Widersprüche bleiben: So sollen die Kassen weiterhin einen Teil der Kosten der Bürgergeldempfänger tragen – und auf der anderen Seite soll die Beitragsbemessungsgrenze für die Gutverdienenden hochgelegt werden. Aber auch die Deckelung der Vergütung sorgt bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für Protest. Einige Extravergütungen sollen gestrichen werden – und bei den Honoraren soll es eine Höchstgrenze, den Deckel, geben. Dazu kommt nun noch ein Gesetzesentwurf, der die Notfallversorgung sicherstellen und reformieren soll. Hier eine kurze Linkliste quer durch die  aktuellen Diskussionen. Chronologisch und ohne Leseschranke:

Die ZEIT berichtet am 22.04.2026 über den Gesetzesentwurf zur Umstrukturierung der Notfallversorgung:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/nina-warken-notfallversorgung-reform-krankenhaeuser-rettungsdienste-digitalisierung-gxe

Die Tagesschau zur Notfallversorungsreform, 22.04.2026:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/notfallversorgung-reform-100.html

T-online steigt in den Bericht zu Änderungen für die Notaufnahme mit der Kritik der Kassenärzte ein, 22.04.2026:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101224234/warken-stellt-reform-plaene-vor-das-soll-sich-in-den-notaufnahmen-aendern.html

Die „Welt“ am 22.04.2026 zur geplanten Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze: „Nina Warken rechnet mit Massenflucht in private Krankenversicherung“
https://www.welt.de/politik/deutschland/article69e8a55e4a467a67285600d7/steigende-beitraege-nina-warken-rechnet-mit-massenflucht-in-private-krankenversicherung.html

Auch im Tagesspiegel, 22.04.2026: „Warken rechnet mit Wechselwelle in private Krankenversicherung“
https://www.tagesspiegel.de/politik/anhebung-der-beitragsbemessungsgrenze-warken-rechnet-mit-wechselwelle-in-private-krankenversicherung-15509938.html

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Linkliste zu MVZ-Nachrichten -- Neues MVZ für Leutkirch

Die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) – nachrichtlich umgibt sie eine Wolke aus Hoffnung und Skepsis. Sie könnten eine Lösung sein für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. Sie können dem Bedürfnis angehender Ärzte nach geregelter Arbeitszeit und möglichst wenig Bürokratie gerecht werden. Dann wieder gab es eine Phase der Skepsis: MVZ-Gründungen, in denen das Gewinn-Interesse ganz vorne stand, sorgten für eine schlechte Presse. Und jetzt: Nachrichten von Insolvenzen machen die Runde. Und gleichzeitig gelten die MVZ in vielen Regionen als Lösungsmöglichkeit für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. 

22.04.2026:

Wer bei den Nachrichten rund ums MVZ in Höxter auf dem Laufenden bleiben will: Hinter Bezahlschranke hat die Neue Westfälische ein Interview mit Jens Grothues, einem Mediziner aus Beverungen eingestellt. Und der warnt vor dem finanziellen Risiko:
https://www.nw.de/lokal/kreis_hoexter/hoexter/24315813_Hoexter-vor-MVZ-Wahl-Arzt-Grothues-warnt-vor-finanziellem-Risiko.html

In Leutkirch soll im Sommer ein MVZ eröffnet werden. Die Schwäbische berichtet am 19.04.2026:
https://www.schwaebische.de/regional/allgaeu/leutkirch/neues-medizinisches-versorgungszentrum-startet-mit-drei-hausarzt-praxen-4503915

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Warkens Frauenpolitik: Eine Schattenrechnung

Sie haben’s schon gelesen, nicht wahr? Das mit der „gelebten Frauenpolitik“. Ist ja auch gut, dass endlich mal jemand die Frauen in oder an die Hand nimmt. Dass das auch noch bei der CDU passiert – nun gut, wir alle haben ja unsere falschen Erwartungen. Nun lebt also Nina Warken die Frauenpolitik par excellence. Denn: Die Beitragsfreiheit von Frauen, die über ihren Mann versichert sind, keine Kinder erziehen und keine Angehörigen pflegen, ist ein, ich zitiere: „Beschäftigungshemmnis“.

Es geht noch genauer: Das Streichen der Beitragsfreiheit für diese Frauen fördere die Eigenständigkeit und Vorsorge, vor allem bei der Rente, so Warken. Die Tagesschau berichtet am 17.04.2026:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/warken-kritik-mitversicherung-gesundheitsreform-100.html

Ja, recht hat sie. So ein Midi-Job von mindestens 603 Euro pro Monat: Damit ist der Lebensabend ohne Mann gesichert. Oder etwa nicht?

Auf jeden Fall lernen wir eines: Gelebte Frauenpolitik ist, wenn man die Frauen an oder in die Hand nimmt und ihnen die Richtung weist. Wurden früher die Frauen an den Herd geschickt, was, wie wir wissen, ja völlig falsch ist und weder Eigenständigkeit noch eigene Rente fördert, werden sie nun auf den Arbeitsmarkt geschickt. Damit sie eigenständig vorsorgen. Das ist gut, weil der Staat dann weniger vorsorgen muss. Ob das aber gelebte Frauenpolitik ist oder gelenkte Sozialpolitik, das müssten wir eigentlich ausdiskutieren.

Tun wir hier aber nicht. Denn nun geht’s zu Nina Warkens Schattenseiten. Optisch hat die ZEIT das wunderschön in Szene gesetzt, deswegen sei sie hier zuerst zitiert. Die Nachricht: Nina Warken will die monatliche Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung erhöhen. Einmalig und um 300 Euro.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/gesundheitsreform-krankenversicherung-nina-warken-spd-beitragsbemessungsgrenze

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So sollen die Sparpläne in der GKV umgesetzt werden

Nun ist aus den 66 Vorschlägen der Finanzkommission Gesundheit eine Streichliste geworden. Das Handelsblatt berichtet am 14.04.2026 hier.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheit-warken-stellt-weitreichende-sparmassnahmen-fuer-gkv-vor/100216839.html

Der BR berichtet am 14.04.2026 ausführlich darüber, was auf die Versicherten zukommt
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/krankenkassen-reform-das-plant-gesundheitsministerin-warken,VGkdBxm

Der Spiegel, 14.04.2026:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/krankenkassen-warken-konkretisiert-sparplaene-fuer-20-milliarden-euro-a-9b9eeefd-022b-4596-98e0-a3c8a2ee578c

In der ARD Mediathek können Sie das Statement der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu den Reformvorschlägen und ihre künftige Umsetzung hören. Dauer, 14 min. Eingestellt am 14.04.2026:
https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/nina-warken-zur-krankenversicherungsreform/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE5MzAyNw

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KI im Krankenhaus -- Kleine aktuelle Textauswahl

Worauf zu achten ist, wenn KI-Systeme im Krankenhaus eingesetzt werden, fasst Dr. Uwe Schläger in den „Datenschutz-Notizen“ ausführlich zusammen. Wer’s eilig hat, bekommt am Ende des Textes im Fazit einen Kurzüberblick. Online ist der Artikel seit dem 13.04.2026:
https://www.datenschutz-notizen.de/ki-systeme-im-krankenhaus-datenschutzrechtliche-und-sicherheitstechnische-pflichten-3959696/

Der ORF hat ein Videobeitrag erstellt zum Thema KI im Krankenhaus. Beispiele sind Sturzvorsorge oder die Infektionsgefahr im Krankenhaus. Der etwa dreiminütige Beitrag vom 13.04.2026 ist bis zum 13.05.2026 online abrufbar:
https://on.orf.at/video/14319212/16070762/ki-im-krankenhaus

Die Medizinische Fakultät Duisburg entwickelt ebenfalls ein System mithilfe von KI, das den Ausbruch von Infektionskrankheiten im Krankenhaus früh erkennen soll, 13.03.2026:
https://mt-portal.de/aktuell/ki-system-soll-infektionsausbrueche-im-krankenhaus-frueher-erkennen/

kma online bringt am 08.04.2026 Beispiele an, wie Krankenhäuser sich umstrukturieren, um den Einsatz von KI sinnvoll planen und steuern zu können:
https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/charite-und-lmu-wie-kliniken-eigene-ki-institute-aufbauen-55467

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Auf der Suche nach künftigen Ausnahmen für und in der "Familienversicherung"

Die Bundesregierung setzt sich mit den Vorschlägen der Expertenkommission auseinander, die die gesetzliche Krankenversicherung absichern soll. Klar ist offenbar: Der Vorschlag, die Mitversicherung für nicht arbeitende Ehepartner zu streichen, wird wohl mit Ausnahmeregelungen versehen werden für die Mütter bzw. Väter von Kindern unter 6 Jahren und/oder für pflegende Familienangehörige. Sprachlich sauber ist die mediale Wiedergabe selten: Denn was bzw. wer unter den Begriff Familienversicherung fällt, ist nicht immer klar. Denn schließlich: Auch die Kinder sind ja kostenfrei mitversichert. Die Überschrift von t-online am 10.04.2026 ist also nicht nur in sich selbst unpassend: „Aus für Familienversicherung: Regierung plant Ausnahmen“
https://www.t-online.de/finanzen/ratgeber/versicherungen/krankenversicherung/id_101207082/mitversicherung-vor-dem-aus-ausnahmen-bei-familienversicherung-geplant.html

Der Spiegel arbeitet am 10.04.2026 in der Überschrift sprachlich scheinbar treffender: „Ende der Gratisversicherung für Ehepartner: Koalition plant Ausnahmen“ – Aber Vorsicht Falle: Das klingt nach einem Geschenk der Versicherer an die Ehepartner – und fragt nicht nach der Leistung, die Ehepartner nun tatsächlich nicht nur ihrer Familie gegenüber, sondern ja auch für die Gesellschaft erbringen. Es hat ja einen Grund, dass diese Ehepartner nicht versichert sind. Böse gesagt: Hier überspielt jemand (nein, das ist nicht allein der Spiegel) die Funktionalität einer Familie. Die keinesfalls die Summe mehrerer Individuen ist, denen allen dieselben Möglichkeiten und Freiheiten gegeben sind:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/krankenkassen-ende-der-gratisversicherung-fuer-ehepartner-aber-koalition-plant-ausnahmen-a-4a76b6c6-4454-4f65-ab02-fc51de5e72f4

Der Merkur hat am 10.04.2026 die gesamten Pläne im Blick, die die Krankenkassen auf finanziell bessere Grundlagen stellen soll:
https://www.merkur.de/verbraucher/kritisch-krankenkassen-reform-der-merz-regierung-patientenbeauftragter-sieht-einen-punkt-sehr-zr-94243846.html

Das Handelsblatt zettelt schon die Diskussion über den nächsten – offenbar nicht ausgearbeiteten – Vorschlag an, den die SPD eingeworfen hat: Die Beitragsbemessungsgrenze, also die Grenze, ab der die Beiträge nicht mehr steigen, weil der Höchstbetrag erreicht ist, höher zu legen. Wer mehr wissen will muss ebenfalls eine Grenze überspringen – die Bezahlschranke. 10.04.2026:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/krankenversicherung-warum-gutverdienern-hoehere-krankenkassenbeitraege-drohen-koennen-01/100213498.html

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WDR stellt Ärzteteam Reken vor -- Hausarztversorgung auf dem Land

Der WDR stellt das Ärzteteam Reken in einem Beitrag von 2,5 Minuten vor. Interessant: die Trennung zwischen Infektsprechstunde und Sprechstunde. Der Beitrag ist vom 27.03.2026:
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/reken-hausarzt-praxis-land-100.html

Auch am 27.03.2026 berichtet die Borkener Zeitung nachrichtlich und hinter Bezahlschranke über den Besuch von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Reken:
https://www.borkenerzeitung.de/nachrichten/reken/Aerztehaus-Reken-Laumann-besucht-die-Praxis-der-Zukunft-735764.html

Hier geht's zur Internetseite des Ärzteteams:
https://aerzteteam-reken.de/

Die Borkener Zeitung hat am 13.06.2025 eine Anzeigenseite des Ärzteteam Reken veröffentlicht:
https://www.borkenerzeitung.de/nachrichten/Die-hausaerztliche-Vesorgung-in-Reken-staerken-639988.html

 

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Mehrheit für Mitversicherung -- aktualisierte Links

Chronologische Linkliste zur Diskussion über die kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen. Wobei das eigentliche Diskussionsthema die kostenlose Versicherung der Hausfrauen bzw. Hausmänner ist. Aufgenommen in die Liste sind – bis auf das Handelsblatt – nur offen lesbare Artikel. Die Artikel im Handelsblatt, das den Auftakt zur öffentlichen Debatte gegeben hatte, liegen hinter Bezahlschranke. Die Liste wird täglich aktualisiert.

30.03.2026:

Eine Expertenkommsion der GKV hat eine Liste zusammengestellt mit Maßnahmen, die die Lage der Krankenkassen verbessern sollen. Die Streichung der kostenlosen Mitversicherung gehört dazu. Bericht in der ZEIT, 30.03.2026:
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-03/experten-empfehlen-ende-der-gratis-mitversicherung-von-ehepartnern

Auch der Spiegel berichtet am 30.03.2026:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/krankenkassen-experten-kommission-empfiehlt-abschaffung-der-beitragsfreien-mitversicherung-und-hoehere-patientenbeteiligung-a-6d9135af-f16f-4f19-9305-21bd60548103

und in der "Welt": 30.03.2026:
https://www.welt.de/wirtschaft/article69ca6872d1c4a8540bcb7d9f/reform-krankenkassen-kommission-schlaegt-streichung-der-gratis-mitversicherung-von-ehepartnern-vor.html

29.03.2026:

Das Handelsblatt hält das Thema im Blick und zitiert eine Insa-Umfrage, wonach 57 Prozent der Deutschen die Mitversicherung beibehalten möchte. 29.03.2026:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sozialreformen-mehrheit-will-beitragsfreie-mitversicherung-von-ehepartnern-behalten/100212846.html

Ebenso beim RND, 29.03.2026:
https://www.rnd.de/politik/mehrheit-will-beitragsfreie-mitversicherung-von-ehepartnern-behalten-JHXBM6RQ7VAWDANDP3WHPUSWEU.html

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Grippe-Ticker 2025/2026 -- RKI erklärt Grippewelle für beendet

Die Grippe geht um. Und mit ihr die schlechten Nachrichten. Die Welle, die sich aus den mittleren Werten vergangener Jahre grafisch ergibt, lässt einen rapiden Anstieg bis zum Februar vermuten. Heißt: Es wird wieder Zeit für einen Grippe-Ticker. Auch wenn man dann und wann den Eindruck haben kann, dass es nicht die Grippe ist, die falsch tickt. Aber: Das ist Einschätzungssache – und soll Ihnen (gerne) selbst überlassen bleiben. Und: Da an Nachrichten über die Grippe überhaupt kein Mangel besteht, liste ich hier die Nachrichten hinter Bezahlschranke nicht mit auf. Es sei denn sie hätten außergewöhnliche oder einzige Infos.

28.03.2026:

Das RKI erklärt die Grippewelle für beendet, berichtet t-online am 26.03.2026. Erkältungen gibt's auch weiterhin zu erwarten:
https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_101187176/rki-erklaert-grippewelle-fuer-beendet-warum-viele-trotzdem-erkaeltet-sind.html

Auch das ZDF berichtet über das Ende der Grippewelle. 26.03.2026:
https://www.zdfheute.de/wissen/erkaeltung-grippe-welle-rki-100.html

Die Augsburger Allgemeine gibt einen Überblick über den Stand bei Corona, RSV und Grippe. 27.03.2026:
https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/rsv-welle-haelt-an-so-ist-die-lage-in-bayern-aktuell-27-03-113767199

Auf news.de kann man sich über die Lage bezüglich der Erkältungskrankheinten in Bayern informieren. 28.03.2026:
https://www.news.de/gesundheit/858233999/corona-grippe-rsv-in-bayern-aktuell-im-maerz-2026-inzidenz-und-neue-faelle-der-krankheiten-laut-rki-stand-28-03-2026/1/

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Praxis-Check in Sieseby: Helga, Marianne und der neue Arzt im Dorf

Sie kennen Helga und Marianne? Typisch norddeutsch diskutieren die beiden am Gartenzaun seit Jahr und Tag die Lage der Welt und die Lage im Dorf. Was ja oftmals einander sehr nahekommt. Und nun hat sich im Dorf ein neuer Arzt niedergelassen, der alte Arzt hat offensichtlich aufgehört. Nein, ist die Aufregung groß! Und der Arzt jung. Und nein, es gibt nicht für alles eine Spritze, und ja, vielleicht muss man mal an die Ursachen des Schmerzes ran. Wenn der Arzt bloß nicht so jung wäre: Der sieht ja aus wie 20. Kann gar nicht studiert haben. Viel Spaß mit Freshtorge:

Quelle: YouTube / Kanal: Freshtorge
https://youtu.be/c1qmq-_emsQ

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