NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Wenn die innere Stimme verwortet wird ...

Was da alles in den Köpfen der Menschen los ist – das geht auf keine Kuhhaut. Wer denkt, seine innere Stimme sei sein ständiger Begleiter, manchmal Freund, manchmal Feind – auf jeden Fall ein Teil vom Ich, der liegt gewiss nicht falsch. Aber auf dem Laufenden ist er nicht. Sprachlich nicht, analytisch nicht, psychologisch nicht.

Gut, wir wissen, dass es psychisch kranke Menschen gibt, die ein ganzes Stimmengewirr im Kopf haben. Viele einzelne Charaktere. Oder die Stimmen hören, die Unsägliches, Unmögliches und Unerträgliches fordern.

Dass unser Kopf zu einem Schauplatz heftigster Auseinandersetzungen werden kann, wer wüsste das nicht? Aber um den inneren Kopfsalat zu beschreiben, reicht das alles nicht aus.

Der Wechsel zum Salat kam Ihnen jetzt etwas holprig vor? Dann fangen wir mit dem Food Noise an. Das ist der Krach, den Ihre innere Stimme schlägt, wenn sie ständig ungefragt und ungewollt das Thema Essen nicht auf den Tisch, sondern aufs Tapet bringt. Sollte es nicht nur ums Essen gehen, was da Ihre Stimme Ihnen alles so flüstert, dann sprechen Sie von Brain Chatter oder etwas distinguierter von Mental Noise. Sollten Sie dafür die Benennung mentales Rauschen benutzen wollen, Sie stünden ganz gewiss außerhalb aller öffentlichen Diskussion. Vielleicht aber innerhalb eines Fachkreises.

Nun gibt es natürlich auch noch mehr unangenehme Themen, die im Kopf kreisen können, aber keine Nahrung betreffen. Sie könnten, wollten Sie dieses Phänomen einem Psychologen schildern, selbstverständlich Deutsch reden und behaupten, dass Sie aufdringliche Gedanken haben. Im glücklichen Fall schreibt Ihr Psychologe das auch so ins Protokoll. Oder er formuliert: Den Patienten quälen Intrusive Thoughts.

Sollten Sie sich irgendwelchen Süchten hingeben, kennen Sie ganz bestimmt den Suchtdruck. Aber der ist sprachlich offenbar veraltet. Also: Ihre Gier nach der nächsten Zigarette, Tablette oder dem nächsten geistvollen Getränk benennen Sie, wenn Sie im Zeitgeist bleiben wollen, mit dem Wort Craving.

Diese ausgesprochen vielfältige Begriffspalette soll dazu dienen, ich habe da keinen Zweifel, der inneren Stimme genügend Ausdruck zu verleihen. Und nicht nur das: Mit diesen Benennungen können wir alles in den Griff kriegen, was uns an unserer inneren Stimme nicht passt. Stempel drauf. Einmal mit bösem Gesicht in den Spiegel gucken. Innerlich ein „Klappe halten“ formulieren, sich disziplinieren.

Das ganze sprachliche Programm hat, auch da bin ich mir sicher, eine Absicht: Es soll Ihre Performance steigern. Körperlich machen wir das ja alle schon eine ganze Weile. Der Körper wehrt sich auch nicht, wenn wir ihn definieren. Er kann ja gar nicht plappern. Er kann sich allenfalls verweigern. Das aber macht er erst relativ spät.

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Kleine Rede wider die deutlichen Worte

„Vor Beginn ihrer Tour fand Helene Fischer deutliche Worte“, berichtet der Focus am 26.06.2026.
https://www.focus.de/kultur/stars/hitze-regeln-veranstalter-trifft-wichtige-entscheidung-fuer-helene-fischer-konzert_de1ae114-806b-497f-9801-c42b80e2c38d.html

Lassen wir mal Helene Fischer und auch den Focus links liegen – der Focus übrigens hat zu diesen deutlichen Worten der Helene Fischer nur verlinkt, also sie an Ort und Stelle selbst eigentlich aus den Augen verloren und uns aus dem Blickfeld geräumt. Es ist ja nicht nur Helene Fischer, die deutliche Worte findet. Auch Politiker tun das immer wieder. Und Journalisten weisen immer wieder darauf hin. Manchmal, und das ist dann das Lob in höchsten Tönen, finden Redner auch die richtigen Worte. Googelnd habe ich gerade herausgefunden, dass der eine oder andere Mensch dann und wann schon mal warme Worte gefunden hat.

Mir kommt der Verdacht: Das sind alles meine Worte. Mir fehlen nämlich ständig welche. Die Sprachbarriere ist es nicht, da bin ich mir sicher. Dort hat niemand einen Sack voller Wörter abgelegt. Auf der Goldwaage liegen sie auch nicht. Das sind die Diplomaten dieser Welt, die ihre Worte dort erwägen und vielleicht danach auch gleich wieder verlieren. Unterschlagen, sozusagen.

Begeben wir uns, weil es auch uns die Sprache verschlagen hat, zum Arzt. Der wird zuerst nach heilenden Worten suchen. Luther geht mit ihm, wenn er die Bibel, Sprüche 15,4, so übersetzt: „Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte bringt Herzeleid.“ Jetzt wissen wir also auch, wer die sprechende Medizin erfunden hat. Wobei auch die Volksmedizin ihre Diagnosen redewendend in Sprache umsetzt. Der Frosch im Hals zum Beispiel könnte eine der Ursachen unserer Sprachlosigkeit sein. Und andererseits könnten die lügenhaften Worte, oder schlimmere noch, nicht nur Herzeleid bringen, sondern auch auf den Magen schlagen. Kalte Füße bekommt vielleicht jemand, dem die richtigen Worte nicht über die Lippen kommen wollen.

Aber verlassen wir die Bibel und die Medizin. Besser ist, wir suchen nach dem Sprachrohr. Da müssen sie doch sein, diese gefundenen Worte. Gucken Sie Helene Fischer und den Politikern dieser Welt auf dem Bildschirm mal ganz genau zu: Diese Mikrofone: Im Grunde genommen sind das ja die Sprachrohre, aus denen die deutlichen Worte in die ganze Welt hinausposaunt werden. Während wir als Zuschauer vor dem Bildschirm zwar lautstark mit der Sprache herausrücken können, und das wohl oft auch tun. Doch dann: Dann sind zwar klare Worte gefallen. Aber sie liegen eben ungenutzt vor unseren Füßen. Helene Fischer – und auch die Politiker dieser Welt – werden sie dort kaum finden. Unerhört und ungehört wird über unser Reden kein Wort mehr fallen. Man könnte das als ungehörig begreifen.

Vielleicht sollten wir also mit unserer Sprache herausrücken, den Rednern mit den deutlichen Worten ins Wort fallen, ihnen die Worte im Mund herumdrehen. Und das letzte Wort sollten wir für uns behalten. „Sie will nur das letzte Wort haben“, winkte meine Mutter manchmal ab, wenn ich als Kind beharrlich blieb. Jetzt weiß ich: Ja. Das letzte Wort ist wichtig. Stellen Sie sich mal vor, Helene Fischer oder die Politiker dieser Welt finden es! Womöglich auf der Straße, direkt an der Sprachbarriere.  

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Schlank, aber krank -- Von Menschen, Mäusen und vom Zucker

Mäuse und Menschen sind unvergleichlich. Ganz gewiss. Aber manchmal sind sie eben doch ein bisschen vergleichbarer, als man gemeinhin meinen könnte. Fragen Sie die Forscher. Sie leben vom Vergleich. Nun haben sie Mäuse mit Mäusen verglichen. Und es ging um die Auswirkungen von Zucker, genauer gesagt, um die Auswirkungen vom Zuckermangel. Bei gleicher Kalorienaufnahme war die Mäusegruppe, die ohne Zucker ernährt wurde, kränker, als die Mäusegruppe, die auch Zucker zu sich nehmen durfte.

Schönes Ergebnis. Aber damit wir uns nicht zu früh freuen, weist der Autor des Artikels auf Telepolis schnell darauf hin: Mäuse und Menschen sind eben nicht gleich, auch nicht ihre Gedärme. Und die Gefahr, dass die Menschen keinen Zucker zu sich nehmen, lässt sich beim besten Willen nicht herbeireden. Selbst Zuckerasketen kommen im Alltag nicht ganz am Zucker vorbei.

Trotzdem ist der Artikel sehr aufschlussreich – und gibt genug Anlass zum Nachdenken. Denn eines ist ganz sicher: Weder Mäuse noch Menschen sind Apparate, deren Funktionsweisen sich durch einfache Ernährungsweisheiten steuern lassen.

Der Artikel vom 23.06.2026 ist geschrieben von Bernardo Cantz:
https://www.telepolis.de/article/Unerwarteter-Befund-Warum-eine-zuckerfreie-Diaet-bei-Maeusen-den-Darm-schaedigt-11339357.html

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Gerald Gaß warnt vor Krankenhauspolitik der Regierung

„Das ist keine Reform. Das ist reine Kürzungspolitik!“ Mit diesem Zitat fasst die Zeitung „Das Krankenhaus“ die Kritik zusammen, die Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft an der Politik der Bundesregierung äußert. Gaß ist umtriebig – auch für RND hat er ein Interview gegeben, in dem er genauso deutlich wird. Darauf reagieren dann wieder weitere Medien. Hier ein paar aktuelle Links:

Das Interview in „Das Krankenhaus“, Ausgaben 6/2026 finden Sie hier:
https://www.dkgev.de/fileadmin/Mediapool/3_Service/3.5._Publikationen___Downloads/3.5.1._das_Krankenhaus/381-384-Politik-Interview-6-2026.pdf

Das Interview des RND ist vom 22.06.2026 und liegt hinter Bezahlschranke. Die Fragen stellte Tim Szent-Ivanyi.
https://www.rnd.de/politik/deutsche-krankenhausgesellschaft-warnt-wir-muessen-140-000-beschaeftigte-entlassen-DRUQKVPFFFEFPEC2VS4Q4XQN24.html

Wer den Kölner Stadt-Anzeiger abonniert, findet den Text dieses Interviews in der Ausgabe vom 22.06.2026.

Der „Market Screener“ wertet dieses Interview am 22.06.2026 aus. Der Text nennt als Quelle dpa und AFX. Vorangestellt als zu erwartende Konsequenzen der Regierungspolitik: eine Pleitewelle und drohender Arbeitsplatzabbau:
https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/krankenhausverband-jede-zweite-klinik-koennte-pleitegehen-ce7f5cd3d880f725

Die ZEIT am 22.06.2026:
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-06/krankenhausschliessungen-dkg-kliniken-studie-gerald-gass-gxe

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Linksammlung: KI für viele die erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen

„Es geht auch ohne KI“ – das ist am 07.06.2026 die große Überschrift in der Sonntagsausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers, die nur im Internet erscheint. Es folgt, nach einem Foto, das durch das Schutzgitter ins Innere eines Serverschrankes blickt, eine ganze Seite Text. Denn es gibt viele Gründe, KI zu meiden. Einige von ihnen gipfeln in: Sie nervt. Andere in: Energieverschwendung. Beides wird richtig sein. Die Anleitung zur KI-Abstinenz bedeutet aber auch: KI ist mitten in unser aller Alltag angekommen. Und zweifelsohne – sie hat an vielen Stellen einen Nutzen haben und ist an ebenso vielen Stellen fast nicht mehr wegzudenken.

Hier soll die KI deswegen nun fortlaufend tickern …, gesammelt werden Links zu Artikeln (vorwiegend ohne Bezahlschranke), die sich dem Thema KI in der Medizin, im Krankenhaus, im Labor und in der Arztpraxis widmen.

17.06.2026:

Der MDR berichtet aus einer Studie der Barmer. Danach nutzen etwa die Hälfte der Jugendlichen in Mitteldeutschland KI als ersten Ansprechpartner in Gesundheitsfragen, 16.06.2026:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/gesundheitsfragen-nutzung-ki-,jugendstudie-120.html

Aber nicht nur Jugendliche wenden sich vertrauensvoll an die KI. Insgesamt befragt, so ein Bericht im Stern am 03.06.2026, ein Viertel der Deutschen erstmal die KI:
https://www.stern.de/news/umfrage--knapp-ein-viertel-der-deutschen-zieht-ki-dem-gang-zum-arzt-vor-37484076.html

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Krankenhausticker: Niedersachsen investiert 388 Millionen Euro

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Insolvente Krankenhäuser, schwierige Übernahmeverhandlungen, Fragezeichen zur Krankenhausreform. Darum sollen hier jetzt alle wirtschaftlichen, medizinischen, sozialen und (personal-)politischen Artikel zur Lage der Krankenhäuser und zu Umstrukturierungen als fortlaufende Linkliste gesammelt werden. Damit die Liste möglichst vollständig wird, werden auch Artikel hinter Bezahlschranke aufgenommen.

17.06.2026:

Das Land Niedersachsen investiert 388 Millionen Euro in Krankenhäuser. Der NDR listet die einzelnen Summen auf am 17.06.2026:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/388-millionen-euro-niedersachsen-investiert-in-krankenhaeuser,krankenhaus-260.html

Die Vinzenz von Paul Kliniken sind insolvent. Die Tagesschau berichtet am 17.06.2026 vor allem über die Folgen für das Marienhospital in Stuttgart:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-marienhospital-stuttgart-klinik-traeger-ist-insolvent-krankenhaus-bleibt-geoeffnet-100.html

Der dpa-Bericht zur Insolvenz des Marienkrankenhauses in Stuttgart bei t-online, 17.06.2026:
https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101301322/marienhospital-stuttgart-meldet-insolvenz-an-klinik-ist-insolvent.html

Das St. Carolus Krankenhaus in Görlitz schließt die Notaufnahme. Die Nachricht beim MDR, 17.06.2026:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/notaufnahme-schliessung-sankt-carolus-klinik-100.html

Hinter Bezahlschranke berichtet die Neue Westfälische über die geplante Finanzierung des Krankenhauses in Bad Oeynhausen. 17.06.2026:
https://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/bad_oeynhausen/24355788_Krankenhaus-Bad-Oeynhausen-Der-Neubau-soll-nicht-ueber-die-Kreisumlage-finanziert-werden.html

Die Kliniken im Land Bremen bekommen in den nächsten Jahren 150 Millionen Euro, weiß das Regionalmagazin buten un binnen am 17.06.2026:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/krankenhaus-transformationsfonds-geno-bremen-100.html

Der Kreißsaal in Strausberg, Brandenburg, schließt. Die MOZ bringt die Nachricht am 17.06.2026:
https://www.moz.de/lokales/seelow/krankenhaus-strausberg-kreisssaal-schliesst-das-sind-die-gruende-79185759.html

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"Wirken statt Warken" - Bundesweite Proteste

Die geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen sorgen landesweit für Proteste. Viele Kliniken in mehreren Bundesländern werden morgen, Freitag, 12.06.2026, von 11 bis 13 Uhr ein Schild vor den Haupteingang stellen: geschlossen. Die Aktion ist symbolisch – und ernst. Die Gewerkschaft Verdi hatte anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover zu Demonstrationen aufgerufen – und spricht von 8000 Teilnehmern. Plakativ war dort und andernorts zu lesen: „Wirken statt Warken.“ Hier eine exemplarische Sammlung von Artikeln und Aktionen.

Baden-Württemberg:

Über die Aktionen in Baden-Württemberg berichtet der SWR am 10.06.2026:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/baden-baden-calw-protest-krankenhaeuser-sparplaene-verdi-100.html

Dort eingelinkt, ebenfalls vom 10.06.2026, ein Artikel über den Protest der Ärzte in BW:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/aerzte-protest-sparplaene-gesundheitswesen-100.html

Bayern:

Über die Notlage und die Proteste der Kliniken in Bayern und auch über die Proteste in Hannover berichtet der BR am 10.06.2026:
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/kliniken-in-not-tausende-protestieren-gegen-sparplaene,VM99zfH

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KI im Gesundheits-Selbstversuch

Fit und gesund mit Arzt oder KI – ein Moderator hat in der ARD einen Selbstversuch gemacht. Der Beitrag ist in der Mediathek bis zum 12.02.2027 abrufbar, dauert eine gute halbe Stunde:
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3JiYl9jZWJjMDU2ZS0wNmYyLTQ3NWEtYmNjNy1mY2RkYzExMTg5ZTRfcHVibGljYXRpb24

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KI als Ratgeber in Gesundheitsfragen

Die Inder und die Chinesen liegen ganz vorn, die Japaner ganz hinten – wir Deutschen in der Mitte. Umfragen sind doch immer wieder schön. Hier ging es darum, ob und wie die Menschen KI in Gesundheitsfragen nutzen. Genaue Zahlen finden Sie in der Berliner Morgenpost, der Artikel ist vom 04.06.2026:
https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article412164165/umfrage-viele-deutsche-fragen-lieber-ki-um-rat-statt-zum-arzt-zu-gehen.html

Der Stern gibt die Nachricht kurz und in der Fassung von AFP wieder, 03.06.2026:
https://www.stern.de/news/umfrage--knapp-ein-viertel-der-deutschen-zieht-ki-dem-gang-zum-arzt-vor-37484076.html

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Linkliste zu MVZ-Nachrichten -- Offene Fragen in Harpstedt

Die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) – nachrichtlich umgibt sie eine Wolke aus Hoffnung und Skepsis. Sie könnten eine Lösung sein für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. Sie können dem Bedürfnis angehender Ärzte nach geregelter Arbeitszeit und möglichst wenig Bürokratie gerecht werden. Dann wieder gab es eine Phase der Skepsis: MVZ-Gründungen, in denen das Gewinn-Interesse ganz vorne stand, sorgten für eine schlechte Presse. Und jetzt: Nachrichten von Insolvenzen machen die Runde. Und gleichzeitig gelten die MVZ in vielen Regionen als Lösungsmöglichkeit für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. 

08.06.2026:

In Elmshorn entsteht ein neues MVZ. Das Hamburger Abendblatt berichtet am 05.06.2026 hinter Bezahlschranke:
https://www.abendblatt.de/schleswig-holstein/pinneberg/article412116567/neues-aerztezentrum-oeffnet-in-elmshorn-dieses-paar-aus-wedel-steckt-dahinter.html

Das MVZ in Hetzerath gibt dem Volksfreund Anlass zur Sorge, es geht die Befürchtung um, das das Ende bevorstehen könnte. Der Volksfreund geht der Frage nach - hinter Bezahlschranke. 06.06.2026:
https://www.volksfreund.de/region/mosel-wittlich-hunsrueck/hetzerath-steht-das-medizinische-versorgungszentrum-vor-dem-aus_aid-149316563

In Harpstedt, Landkreis Oldenburg, soll es künftig ein MVZ geben. Doch Vieles ist unklar. Die Kreiszeitung hat Infos gesammelt, 06.06.2026:
https://www.kreiszeitung.de/lokales/oldenburg/harpstedt-ort52257/zwischen-mvz-und-muehle-harpstedts-grossprojekte-kommen-nur-langsam-voran-94338571.html

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Wolfhagen: Kühe spazieren in die Notaufnahme der Kreisklinik

Kein Zweifel: Die Not muss groß gewesen sein bei Mensch und Tier. Acht Kühe haben sich im hessischen Wolfhagen auf den Weg zum Kreiskrankenhaus gemacht, sechs von ihnen sind in die Notaufnahme spaziert und haben den Weg ins zweite Stockwerk angetreten. Zwei haben sich nicht getraut. Nicht, dass Sie jetzt glauben, ich will Ihnen einen Bären aufbinden. Es gibt nämlich digitales Beweismaterial.

Die ganze Wahrheit über den viehischen Ausflug lesen und sehen Sie in der Tagesschau vom 03.06.2026:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-bis-in-den-dritten-stock-kuhherde-spaziert-durch-kreisklinik-in-wolfhagen-100.html

Mit viel Liebe zum Detail berichtet natürlich auch die Bild-Zeitung, 04.06.2026:
https://www.bild.de/regional/hessen/tiere-waren-auf-der-treppe-zur-chirurgie-kuhherde-stuermt-notaufnahme-6a202a191f46a650bff5e289

Nicht ganz bis ins Krankenhaus geschafft hat es im Mai ein Känguru in Österreich. Es wurde nachts vor der Eingangstür gesichtet und fotografiert – und es soll ein Wiederholungstäter sein, zumindest was das Ausbrechen betrifft. Die Nachricht mit Bild am 19.05.2026 in Oe24:
https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/niederoesterreich/ausgebuext-kaenguru-hoppelt-nachts-vor-krankenhaus-in-waidhofen/680022231

Der ORF berichtete am 19.05.2026 ausführlicher – und natürlich mit Humor. Deswegen: Fallen Sie nicht auf den harten Schnitt herein, der Sie zum Eurovision Song Contest entführt – das ist Teil der Nachricht:
https://on.orf.at/video/14323570/16090113/kaenguru-spazierte-vor-klinik-in-waidhofen-in-noe-aktuell-nach-eins-vom-19052026


Und zur Erinnerung: In Bremen begab sich im Februar ein Kormoran ins Krankenhaus.
Kommt ein Kormoran in die Klinik ...

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Falscher Arzt im westfälischen Borken auf Bewährung verurteilt

Im westfälischen Borken ist jetzt ein falscher Arzt vom Amtsgericht Borken zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Er soll in den Jahren 2023 und 2024 in 41 Fällen eine Körperverletzung begangen haben und gegen das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde verstoßen haben. Der Artikel in der Borkener Zeitung liegt hinter Bezahlschranke, 02.06.2026:
https://www.borkenerzeitung.de/nachrichten/borken/Gericht-in-Borken-verurteilt-falschen-Doktor-zu-Bewaehrungsstrafe-757988.html

Am 21.03.2024 hatte die Webseite „Burlo direkt“ ausführlich über die Vorwürfe berichtet.
https://burlo-direkt.de/20240321/25676/dreiste-gaunerkomoedie-oder-alles-nur-ein-missverstaendnis-ermittlungen-gegen-falschen-arzt-eingeleitet/

Am 26.04.2024 veröffentlichte Radio Essen die vorliegenden Nachrichten hier:
https://www.radioessen.de/artikel/mann-aus-essen-gibt-sich-als-arzt-aus-polizei-durchsucht-wohnung-1970523

Radio WMW hielt seine Hörer und Leser am 02.05.2024 hier auf dem Laufenden:
https://www.radiowmw.de/artikel/falscher-arzt-borken-ermittlungen-gehen-weiter-1974535

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Weltliche Enzyklika-Exegese

Fast könnte man fragen: Wann hat jemals die Enzyklika eines Papstes solche Furore gemacht? Wenn man dann über diesen emotionalen Impuls hinweg ist, lautet die Antwort wahrscheinlich: jedes Mal oder oft. Offensichtlich aber ist, dass nicht nur die Presse am päpstlichen Schreiben nicht vorbeikommt. Ein jeder Journalist zieht aus, zückt seinen Füllfederhalter und schreibt, wie es ihm gegeben ist. Nein, vielleicht doch ein wenig profaner: Der Papst veröffentlichte eine Enzyklika und die Journalisten hauten in die Tasten, was ihnen in den Sinn kam oder sie ihren Chefs schuldig waren.

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Kleine Etitüde zur Wahrheit in Zeiten künstlicher Generierbarkeit enzyklischer Texte

Spötter sagen, so schrieb ich gestern, dass möglicherweise die nächsten päpstlichen Enzykliken von der KI geschrieben werden. Natürlich wusste ich, dass sich die Spötter schnell auf die gegenwärtige Enzyklika stürzen würden. Denn es ist ja auch zu schön: Wenn der Papst selbst für seine erste Enzyklika – die sich auch gegen die von der KI angerichtete Verunmenschlichung richtet – eben jene KI zur Hilfe genommen hätte, wer wollte darüber nicht lächeln können. Und richtig: Die KI-Maschinen haben längst die Enzyklika überführt. Und um den Verdacht auch ganz rund zu machen: Es muss Anthropic gewesen sein. Das passt auch deswegen super, weil Christopher Olah, Mitbegründer von Anthropic, bei der Vorstellung der Enzyklika einbezogen war. Christopher – so viel den Nicht-Christen als Übersetzungshilfe – ist der Christus-Träger. Der heilige Christoph hat nämlich einstens einem Kind übers Wasser geholfen, das Kind auf den Schultern tragend. Nicht wissend, wen er da trägt, hatte er schwer mit dessen Gewicht zu kämpfen.

Nun also kämpft Christopher Olah an der Seite des Papstes. Welche Wasser die beiden überqueren, wissen wir nicht.

Gesichert ist: Der KI-Vorwurf steht im Raum. Unverblümt bei Russia Today: Aber Vorsicht, sagt die Google-KI mir, das ist eine Desinformationskampagne. Da hat sie aber gut aufgepasst. Wenn Sie trotzdem einen Blick reinwerfen wollen in die desinformierenden Vorwürfe, 29.05.2026:
https://de-rtnews.com/international/281501-analyst-papst-nutzte-ki-um/

Konjunktivistischer und mit dem journalistisch angemessenen „Es wäre möglich, dass …“ ausgestattet, finden Sie diese Vorwürfe zusammen mit ihrer möglichen Entkräftung auf ifun.de, 28.05.2026. Die Gegenargumente: KI wertet Wahrscheinlichkeiten aus und führt nicht auf Quellen zurück.
https://www.ifun.de/papst-schreibt-ueber-ki-und-ki-koennte-mitgeschrieben-haben-280510/

Und was nun? Fragen wir doch mal jemanden, der was davon versteht. Nämlich die Google-KI, gefragt am 29.05.2026:

  • Der „Verfassungseffekt“: Studien (u.a. der Stanford University) haben gezeigt, dass KI-Detektoren historische, religiöse oder stark formalisierte menschliche Texte fast immer als „KI-generiert“ einstufen. Testet man die US-Verfassung oder die Bibel, schlagen die Detektoren regelmäßig mit Wahrscheinlichkeiten von über 90 % an. Das liegt daran, dass diese Tools auf geringe Perplexität (Wortvielfalt) und geringe Burstiness (Varianz der Satzlänge) anspringen – Merkmale, die auf Beamtendeutsch, theologische Abhandlungen und KI-Texte gleichermaßen zutreffen.
  • Der Übersetzungs-Filter: Wenn ein Text von Menschen auf Deutsch geschrieben, dann aber mit Software (wie DeepL) in andere Sprachen übersetzt wird, glättet die Software den Satzbau. Jagt man diese Übersetzung durch einen Detektor, erkennt das Tool die Spuren der Übersetzungs-KI und meldet fälschlicherweise: „Der Text wurde von einer KI geschrieben.“

Klingt plausibel. Blöd ist nur: In meinen Ohren klingelt es Sturm. Aber was sollen wir denn nun glauben? Wir leben zweifelsohne in einer Welt, in der die KI ganz ohne uns ausfechten kann, was wie von Bedeutung ist. Vielleicht sollten wir sie einfach genau das tun lassen – und uns derweil mit anderen Dingen beschäftigen.

Dem wirklichen Leben.

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Einspruch für die Menschlichkeit -- Papst Leo XIV. zur künstlchen Intelligenz

KI-Antworten, die das Zeug zum Schenkelklopfer haben, kennen Sie bestimmt alle. Und jede Wette: Jedes Betriebsklima bessert sich sofort, wenn zwischen den Schreibtischen, nein, natürlich über die Desktops hinweg, diese Lachvorlagen zum Kettenchat werden. Ich suchte heute, das als Einstieg, nach BMI-Abkürzungen. Der erste Fehler der KI: Sie lieferte mir den Brockhaus. Genauer gesagt: das Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus AG.

Auf meine Frage, wo dann bitte das M im Brockhaus versteckt sei:

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Obskur oder Obscore? Die Bauchvermessung auf der Suche nach neuen Werten

Künftig könnte der BMI durch ein neues Maß ersetzt werden. Die KI hilft mit, und das Messgerät heißt dann Obscore. Sollte Ihnen das obskur vorkommen: Das war meine Absicht. Klar, dass wir nicht vom Bundesministerium des Inneren reden, liegt auf der Hand. Wobei: Wollen wir nicht vielleicht doch wissen, welchen Maßstab die KI ans Bundesministerium anlegt? Vielleicht an anderer Stelle.

Jetzt aber sind wir beim Dilemma der Adipösen: Nicht jeder Bauch ist fett, manch einer, den der BMI als zu dick einstuft, hat in Wirklichkeit ganze Muskelpakete unter seinem T-Shirt versteckt. Das nächste Dilemma: Der Obscore, der eine Alternative werden könnte, braucht, um nicht obskur zu werden, Daten. Klar – ohne Input keine Info, also kein Output. Also: ein einfacher Bluttest – und 20 allgemeine Gesundheitsfragen.

Klar: Das ist kein Test für zuhause. Deswegen könnte es dem BMI noch anderweitig an den Kragen – bzw. an die Zahlen – gehen. Mit Hilfe des Bauchumfangs und des Taille-Hüft-Verhältnisses lässt sich auch der BMI in seinen Qualitäten optimieren.

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Linkliste zu Landärztlichem

Mit einem Landarzt in Brandenburg unterwegs ist der „rbb24 explorer“. 18 Minuten dauert der Beitrag, in dem es mit dem jungen Arzt von Haus zu Haus geht. Auch eine Studentin, die sich für die Zeit nach dem Studium als Landärztin verpflichtet hat, kommt zu Wort. Die Sendung ist vom 20.05.2026:
https://www.ardmediathek.de/video/rbb24-explorer/der-arzt-den-hier-alle-brauchen-landarzt-in-brandenburg/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8xZmI5ZWU5Yi1mZDIyLTQzNDEtYTkyNC0xOWViYmMyZTczYWZfcHVibGljYXRpb24

Im Kölner Express ist am 21.05.2026 ein Artikel zu lesen über einen der ersten Landarztstudenten, der das Studium jetzt abgeschlossen hat. Als Krankenpfleger angekommen, arbeitet er jetzt in Minden-Lübbecke.
https://www.express.de/ratgeber/gesundheit/trotz-maessigem-abi-tobias-goebel-wird-landarzt-dank-quote-1284803

Mit optisch weniger Ablenkung findet sich dieser Artikel am 21.05.2026 auch im Kölsch Radio als Lesetext:
https://www.koelsch-radio.de/per-quote-zum-landarzt-mensch-ist-mehr-als-herz-und-niere-3301263/

aber auch in der ZEIT, 21.05.2026:
https://www.zeit.de/news/2026-05/21/per-quote-zum-landarzt-mensch-ist-mehr-als-herz-und-niere

und hinter Bezahlschranke kann man ihn in vielen anderen Zeitungen lesen, zum Beispiel in der Westdeutschen Zeitung, 21.05.2026:
https://www.wz.de/nrw/per-quote-zum-landarzt-mensch-ist-mehr-als-herz-und-niere_bid-148669969#0

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Fakten zu Pfingsten

Fake News kennen Sie: Das sind gemachte Nachrichten. Die Schlaumeier dieser Welt stellen diesen gemachten Nachrichten die Fakten gegenüber. Sprachlich ist das nicht im mindesten weise – denn die Fakten sind nichts anderes als das „Gemachte“. Fake und Fakt haben ihren Ursprung beide im Lateinischen – und der Faktenfuchs macht, von hier aus betrachtet, die Tatsachen genauso selbst wie der Erfinder der Fake News.

Auch wenn das eine süffisante Erkenntnis ist: So kommen wir nicht weiter. Gesucht wird die Wahrheit. In der Annahme, dass die Wahrheit faktisch ist – aber wir wollen hier nicht philosophisch werden. Die Wahrheit wurde ja auch schon längst gefunden. Ebenfalls von den Römern: Sie steckt im Wein. In vino veritas.

Als Kirchgänger wissen Sie zudem, dass der wahre Gott vom wahren Gott stammt. Deum verum de deo vero. Auch das ist keine Philosophie, das ist tiefste Theologie. Es folgt: genitum, non factum. Übersetzt: Gezeugt, nicht geschaffen. Muss man nicht verstehen, ist eines der Geheimnisse des Glaubens. Wichtig ist hier: non factum. Denn nun wird’s zwiespältig. Im selben Text heißt es an anderer Stelle, im anderen Kontext, mit anderer Absicht: Homo factus est. Übersetzt. Er wurde Mensch. Fakt ist: Jeder Lateinschüler in seinen sprachlichen Anfängen würde übersetzen: Ein Mensch ist gemacht worden.

Wir lernen: Das mit den Fakten ist durchaus schwierig. Wir müssen jetzt noch einmal ganz tief ins Lateinische abtauchen. Ich habe Ihnen hier mal kopiert, was die lateinische Sprache alles so machen kann, wenn sie das Verb „facere“ benutzt:

· machen, tun, handeln, herstellen, errichten lassen
· leisten, aufwenden
· schätzen, wert halten (b. Gen. Pretii)
· machen zu (b. dopp. Akk.)
· bewirken, verursachen, veranlassen
· hervorbringen, erschaffen, erzeugen
· vorbringen, Anklage erheben
· den Fall setzen (fac, ut)
· veranstalten, abhalten (KL: Gottesdienst, Predigt)

https://www.navigium.de/latein-woerterbuch/facere?nr=null

Versuchen Sie mal, sich das lateinische Glaubensbekenntnis von einer KI erklären zu lassen: Das wird so etwas wie ein Lehrstück, das immer wieder mit der gleichen Formel beginnt: gemeint ist ...

So ist das mit den Fakten. Sie sind nicht nur gemacht, sie sind auch gemeint. Dass Fakten „Sinn machen“ hingegen, beruht auf der gleichen sprachlichen Vielfalt des deutschen Verbs machen. Die Bedeutungsliste dürfte ebenso lang sein, wie fürs Verb „facere“ – die Krux: Man kann gar keinen Sinn machen. Die Briten tun das in ihrer Sprache und waren uns darin Vorbild. Aber sie meinen mit „to make sense“, dass etwas einen Sinn ergibt. Der Sinn liegt in der Sache selbst und wird nicht gemacht. Der Unsinn eigentlich auch nicht. Kinder aber dürfen, und da übertreiben wir schon, Unsinn machen.

Zurück zur Wahrheit: Ich weiß nicht, wo sie ist. Aber sie ist ganz gewiss ein Phantom. Womit ich nicht sagen will, dass alles richtig ist. Auch nicht, dass alles falsch ist. Aber sobald einer den Mund auftut, um Ihnen die Wahrheit zu sagen: Seien Sie vorsichtig und gucken Sie ganz tief ins Weinglas. Sollten Sie noch dazu eine Glaskugel haben, schauen Sie auch dort hinein. Vielleicht erfahren Sie dabei mehr, als  derzeit über die Mattscheiben und Bildschirme dieser Welt. 

In diesem Sinne: Frohe Pfingsten. Das ist ja immerhin der Tag, an dem der Heilige Geist in Feuerzungen auf die Apostel herabkam, auf dass sie die Wahrheit hinaus in alle Welt tragen.

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Praxisalltag: Wie künstliche Intelligenz die Medizin bereits verändert

KI in der Arztpraxis – da werden Träume, Hoffnungen, Sorgen, Ängste und Befürchtungen wach. Manchmal alles gleichzeitig. Überwog in den Medien noch bis vor gar nicht allzu langer Zeit die Berichterstattung über künftige Möglichkeiten, ist die KI mittlerweile schon längst in vielen Praxen angekommen. Entweder fest etabliert oder als Versuch. Ihre Aufgaben sind dabei durchaus verschieden und reichen von Telefonvermittlung bis zur Überwachung von Patienten oder bis zur Datenauswertung. Die Stimmen, die sich zur KI in der Arztpraxis zu Wort melden, kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Eine kurze schnelle Übersicht über die Lage in den Medien ist deshalb kaum möglich. Ich werde hier auf einzelne Links ein wenig umfänglicher eingehen – sodass Sie schnell einen Überblick haben, was Sie wirklich gerade interessiert. Geordnet sind die Linkbeschreibungen chronologisch.

Patientenüberwachung/Kardiologie:
Der SWR berichtet am 23.04.2026 aus einer Praxis im Westerwald, die 15 Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen überwacht. Der Text ist überschaubar, ein Patient kommt auch zu Wort, das Audio zum Text dauert etwas länger als zwei Minuten.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/westerwaelder-arztpraxis-ueberwacht-patienten-mit-kuenstlicher-intelligenz-100.html

Umfrage unter Ärzten:
Die Stiftung Gesundheit hat 957 Ärzte befragt zum Nutzen digitaler und KI-gestützter Anwendungen. Ergebnis: 70,3 Prozent der Ärzte sehen einen Nutzen. Die Webseite Health&Care Management berichtet – auch über die derzeitige Anwendung und über die Unterstützung, die noch gewünscht wird. 23.04.2026:
https://www.hcm-magazin.de/aktuelles/2026/ki-in-der-arztpraxis.html

Telefonassistenz:
Das Solinger Tageblatt hat vor ungefähr einem Monat aus einer Arztpraxis berichtet, in der die KI den Telefonjob übernimmt. Der Artikel liegt jedoch hinter Bezahlschranke, es gibt aber günstige Einstiegspreise:
https://www.solinger-tageblatt.de/lokales/solingen/in-dieser-solinger-arztpraxis-geht-der-ki-assistent-ans-telefon-QP6ANETXMBFBDBPBLG4XD4UGJE.html

Dokumentation von Patientengesprächen:
Über eine Software, die Patientengespräche mithört und gleichzeitig dokumentiert, berichtet elektronik.net am Beispiel einer sauerländischen Landarztpraxis. 02.04.2026:
https://www.elektroniknet.de/medizintechnik/e-health/so-laeuft-ki-gestuetzte-dokumentation-in-einer-deutschen-arztpraxis.a3069e6e-da8d-4751-95ad-682852f88842.html

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Mit der KV zur Praxis der Zukunft

Mit der KVNO in die Zukunft? In Düsseldorf und Köln können Praxisteams die digitale Praxisorganisation live erleben und ausprobieren. Am Kölner Standort (Butzweilerhof) kommt aktuell eine Sonderausstellung mit rund 20 konkreten KI-Tools hinzu.

Das Angebot ist für Mitglieder aller KVen kostenfrei. Da die Besuche individuell betreut werden, ist eine Online-Anmeldung vorab zwingend erforderlich.

Hier der Link zu Praxis4Future:
https://www.kvno.de/praxis4future

Und der Link zur KI-Ausstellung in Köln:
https://www.kvno.de/medien/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-detail/nachricht/kv-nordrhein-eroeffnet-fokus-ki-ausstellung-in-koeln

Natürlich hat die KVNO das Rad nicht neu erfunden. Die KV Westfalen-Lippe (KVWL) zeigt die digitale Zukunft in ihrer „dipraxis“:
https://www.kvwl.de/dipraxis

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