NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Marburger Bund erstellt "PJ-Barometer 2025"

Der Marburger Bund hat angehende Ärzte befragt und ein "PJ-Barometer 2025" erstellt. Die Kritik an den Bedingungen und Engpässen im Praktischen Jahr (PJ) ist groß.

Der Tagesspiegel fasst am 18.02.2026 die Umfrageergebnisse zusammen:
https://www.tagesspiegel.de/politik/kritik-an-mediziner-ausbildung-viele-verlieren-vertrauen-in-den-arztlichen-beruf-15263098.html

Auch der Spiegel nimmt das Thema auf, 18.02.2026:
https://www.spiegel.de/start/medizin-praktisches-jahr-pj-ein-drittel-der-jungen-aerzte-erwaegt-berufswechsel-a-8aa81e3b-c56d-4488-a80e-e46ab5dbb07e

Ebenso das Deutsche Ärtzeblatt, 18.02.2026:
https://www.aerzteblatt.de/news/viele-medizinstudierende-erwagen-ausstieg-aus-der-kurativen-medizin-b1242f2a-3186-4e14-9122-16fdc4fdcb29

Grundlage für diese Texte sind auch die Pressemitteilungen des Marburger Bundes vom 18.02.2026:
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressemitteilung/pj-barometer-2025-wachsende-zweifel-beim-aerztlichen-nachwuchs

https://www.marburger-bund.de/hamburg/pressemitteilung/medizinstudierende-fordern-faires-pj 

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Die ePA, ihre Zukunft und die Zukunft der Patientendaten

Die elektronische Patientenakte ist nun ein Jahr lang verfügbar. Das ruft natürliche viele Reaktionen hervor: Pläne, Bilanzen, Kritik, Stimmungen. Hier eine Auswahl:

Neue Pläne für die Patientenakte: Der Zugang soll unkomplizierter werden – bei gleichem Schutz. Die E-Überweisung soll integriert werden, eine Terminvermittlung auch. Die Nachricht im Deutschlandfunk darüber am 18.02.2026 ist knapp:
https://www.deutschlandfunk.de/warken-kuendigt-verbesserungen-an-100.html

Die Rheinische Post berichtet umfassend – und baut den Artikel auf über die Kritik an der Patientenakte. 18.02.2026:
https://rp-online.de/politik/deutschland/warken-verteidigt-nutzen-der-elektronischen-patientenakte-epa_aid-144002469

Auch der Stern beginnt mit den kritischen Stimmen, 18.02.2026:
https://www.stern.de/news/elektronische-patientenakte-findet-wenig-anklang---warken-kuendigt-besserungen-an-37148008.html

Mit heftiger Kritik an Gesundheitsministerin Warken zieht Netzpolitik am 16.02.2026 seinen Artikel auf:

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Pflegeschüler leiten für zehn Tage eine Station

Die Rheinische Post berichtet über eine spannende Projektwoche: Im Krankenhaus in Süchteln haben die Azubis des dritten Ausbildungsjahrs für zehn Tage eine Station und ihre Organisation übernommen – natürlich mit Unterstützung erfahrener Kräfte. Der Artikel ist vom 18.02.2026:
https://rp-online.de/nrw/staedte/viersen/st-irmgardis-krankenhaus-suechteln-pflegeschueler-uebernehmen-station_aid-144009241

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Krankenhausticker: Krankenhaus in Bayern vor dem Aus

Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Insolvente Krankenhäuser, schwierige Übernahmeverhandlungen, Fragezeichen zur Krankenhausreform. Darum sollen hier jetzt alle wirtschaftlichen, medizinischen, sozialen und (personal-)politischen Artikel zur Lage der Krankenhäuser und zu Umstrukturierungen als fortlaufende Linkliste gesammelt werden. Damit die Liste möglichst vollständig wird, werden auch Artikel hinter Bezahlschranke aufgenommen.

18.02.2026:

Die Notaufnahme im Krankenhaus in Albstedt wird völlig umstrukturiert, der SWR fasst die Ereignisse am 18.02.2026 zusammen:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/notaufnahme-in-albstadt-wird-eingeschraenkt-100.html

In Würzburg droht dem Rotkreuzkrankenhaus das Ende, berichtet t-online am 17.02.2026:
https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101133430/insolvenz-rotkreuzklinik-in-wuerzburg-steht-vor-der-schliessung.html

Das Unfallkrankenhaus Boberg hat aufgrund der Auswirkungen der Krankenhausreform die Planungen zu einem Neubau zurückggestellt, berichtet der NDR am 18.02.2026:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/krankenhaus-boberg-neubau-in-bergedorf-vorerst-auf-eis,boberg-100.html

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Grippe-Ticker 2025/2026 -- Gefährliche Kombi: Grippe und Pneumokokken

Die Grippe geht um. Und mit ihr die schlechten Nachrichten. Die Welle, die sich aus den mittleren Werten vergangener Jahre grafisch ergibt, lässt einen rapiden Anstieg bis zum Februar vermuten. Heißt: Es wird wieder Zeit für einen Grippe-Ticker. Auch wenn man dann und wann den Eindruck haben kann, dass es nicht die Grippe ist, die falsch tickt. Aber: Das ist Einschätzungssache – und soll Ihnen (gerne) selbst überlassen bleiben. Und: Da an Nachrichten über die Grippe überhaupt kein Mangel besteht, liste ich hier die Nachrichten hinter Bezahlschranke nicht mit auf. Es sei denn sie hätten außergewöhnliche oder einzige Infos.

18.02.2026:

Im Presseportal warnt Pfizer vor dem Zusammentreffen von Grippe und Pneumokokken-Infektion und wirbt für eine Pneumokokken-Impfung. Der Text ist vom 18.02.2026:
https://www.presseportal.de/pm/13016/6218995

Der Nordkurier berichtet über die Grippe in Vorpommern und verweist auf ungewöhnliche Symptome in diesem Jahr: Die Patienten haben öfter mit Erbrechen und Übelkeit zu kömpfen. 16.02.2026:
https://www.nordkurier.de/regional/pasewalk/diese-grippe-saison-verlaeuft-anders-arzte-beobachten-ungewoehnliche-auswirkungen-4348277

Über die zu geringe Impfquote in Deutschland berichten heute,18.02.2026 viele Medien. Hier der Link zur Ärzte-Zeitung:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Grippe-Impfquote-bei-ueber-60-Jaehrigen-laut-BARMER-viel-zu-gering-462050.html
Die Süddeutsche über die Situation in Schleswig-Holstein:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/schutz-vor-grippe-barmer-zu-wenig-grippeimpfungen-in-schleswig-holstein-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260218-930-703335RND stellt die Impfquoten in seinem Text auch grafisch dar. Beeindruckend ist, wie unterschiedlich die Impfquoten in den einzelnen Bundesländern sind:'
https://www.rnd.de/politik/dramatisch-zu-niedrig-immer-weniger-menschen-lassen-sich-gegen-grippe-impfen-LQBZLJSSZFD3DMSHGHS36YV57U.html

Ebenfalls am 18.02.2026 berichtet der Nordkurier über ein Pflegeheim, dass seinen Besuchern Masken und Handschuhe bereitstellt, da im Haus jemand an Grippe erkrankt ist:'https://www.nordkurier.de/regional/ueckermuende/altersheim-warnt-transparent-vor-grippe-und-teilt-masken-und-handschuhe-aus-4368986

Die Tagesschau hat am 15.02.2026 die Zahlen zum aktuellen Stand der Grippewelle zusammengetragen:
https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/grippe-deutschland-100.html

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Kommt ein Kormoran in die Klinik ...

Ausgerechnet an der Notaufnahme einer Bremer Klinik hat ein Kormoran an die Scheibe geklopft. Gewiss hatte er das Schild nicht lesen können. Aber ebenso gewiss hatte er Hilfe gebraucht: Ein Angelhaken hatte sich in seinem Schnabel verkakt. 

Die ganze Geschichte hier beim ZDF, 15.02.2026:
https://www.zdfheute.de/video/kormoran-notaufnahme-bremen-video-100.html

und hier als Audio in buten und binnen. 16.02.2026:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kormoran-bremen-rettung-feuerwehr-krankenhaus-100.html

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Elektronisches Versorgungsfach: KBV schlägt neue digitale Schnittstelle vor

Die Telematikinfrastruktur (TI) muss stabiler werden. Den Satz unterschreiben noch alle. Die Gematik muss gestärkt werden. Auch diesen Satz unterschreiben viele. Das war’s wahrscheinlich auch erstmal mit der Einigkeit. Nun bringt die KBV ein neues Ziel in die Debatte: ein elektronisches Versorgungsfach neben der ePA, auf das die Ärzte sicheren Zugriff haben und das sie zum Datenaustausch untereinander nutzen. Wie das im Einzelnen aussehen soll oder kann bleibt unklar. Die Diskussion nimmt ja gerade erst Fahrt auf.

Als Auftakt und Bonmot zuerst eine Überschrift aus „Apotheke adhoc“: „E-Rezept: Warken verbietet TI-Ausfälle“. Da spottet doch jemand ganz gewaltig! Wirklich wünschenswert wäre, Warkens Verbot könne wirksam werden. Doch: So weit wird ihr Arm nicht reichen. Und da liegt vielleicht nicht nur der Hund begraben. Für den Artikel vom 12.02.2026 müssen Sie sich anmelden, das Lesen bleibt aber kostenlos:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-health/e-rezept-warken-verbietet-ti-ausfaelle/

Am 11.02.2026 berichtete „Apotheke adhoc“ über den Vorschlag von Seiten der Ärzte, ein elektronisches Versorgungsfach zu schaffen:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-health/aerzte-fordern-elektronisches-versorgungsfach-neben-epa/#region

Die KBV berichtet auf ihren eigenen Seiten am 12.02.2026:
https://www.kbv.de/praxis/tools-und-services/praxisnachrichten/2026/02-12/steiner-epa-kann-digitales-versorgungsfach-nicht-ersetzen

Eine klare Stellungnahme zur Position der KBV und im Sinne der KBV gibt es auf der Webseite der „Monitor-Versorgungsforschung“, die sich als Diskussionsplattform versteht, 12.02.2026
https://www.monitor-versorgungsforschung.de/news/dr-sibylle-steiner-ob-mit-oder-ohne-epa-elektronisches-versorgungsfach-ist-erforderlich/?utm_source=chatgpt.com

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Karneval der Winde: Menschen, Kühe, Forscher und ein Furz-Atlas

Es ist Karneval. Da muss vielleicht an die Öffentlichkeit, was sich befreien will. Wobei: So ungeschminkt wie die folgende Nachricht, kommt im Karneval kein einziger Narr und auch kein Jeck daher. Allenfalls ein Westfale in Köln. Der hat aber vielleicht mit folgenden Tatsachen, nicht nackt, aber eben auch nicht verkleidet, kein Problem.

Die Nachricht: Forscher -- gewiss auch Forscherinnen, die Medien sprechen weiterhin von Forschenden -- der University of Maryland zählen Fürze. Zu diesem Zweck haben sie eine smarte Unterhose entwickelt, die das Ausströmen von Wasserstoff misst. Dass er der Marker für die Flatulenzen ist, hätten wir Laien gewiss nicht vermutet. Wir sind da eher auf die Akustik, also die Flötulenzen, angewiesen.

Hier erst einmal die Nachricht: Das Handelsblatt am 12.02.2026:
https://www.handelsblatt.com/dpa/spezieller-sensor-entwickelt-us-studie-smarte-unterhose-misst-furz-frequenz/100199741.html

Sprachlich mit mehr Humor – immerhin, wir haben Karneval – arbeitet die Bild, 12.02.2026
https://www.bild.de/leben-wissen/medizin/studie-smarte-unterhose-zaehlt-wie-oft-wir-pupsen-pro-tag-698d8e70f4d0b8d94ca19a84

So weit so klar: Die Forscher wissen nun: Der Winde sind doppelt so viele, wie die Literatur bislang annahm. Sie beobachten nun, welche Nahrungsmittel wie schnell in den Wind geschlagen werden. Sprachlich betrachtet, messen sie also die Ventilenzen, genauer: die Ventilenzierung.

Unklar ist, welcher Narr diese Nachricht gerade zu Karneval ins Licht der Öffentlichkeit rückt. Wäre heute der 1. April, wir könnten diese Flatuferenzen mit dem nötigen Humor betrachten. Aber zu Karneval, wo der Humor ja die Straßen und Straßenbahnen erobert, würden wir uns alle gerne diese Form der Flötentöne ersparen, vor allem ihre olfaktorische Seite. Die übrigens in der Nachricht völlig zu kurz kommt. Aber die Forscher haben gerade erst angefangen. Das Projektziel lautet, kein Witz: „Human Flatus Atlas“.

Wechseln wir schnell noch die Perspektive und gehen in den Stall: Dass auch Kühe ganz erheblich furzen, ist immer wieder Thema. Denn damit haben diese Tiere einen guten Anteil an der Klimakatastrophe. Und hier startet jetzt unser Bundesumweltminister, aktuell heißt er Carsten Schneider und ist von der SPD, einen Forschungsangriff. Er hat kein geringeres Ziel als die Zucht von Kühen mit geringerem Methanausstoß. Um aber die richtigen Kreuzungen einzugehen, muss erst gemessen werden. Dass hier eine smarte Unterhose völlig untauglich wäre, ist den Humorlosen unter uns unzweifelhaft klar. Deswegen wird in der Nachricht auch weniger Wind ums Messgerät gemacht. Die Rede ist von einem unauffälligen Sensor.

Auch hier reiche ich Ihnen gerne wegen des sprachlichen Vergnügens die Nachricht aus der Bild, 10.02.2026, weiter:
https://www.bild.de/politik/inland/regierungsplan-so-soll-das-furz-radar-fuer-kuehe-funktionieren-698b0221c5565bc7a97142a1

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Linkliste zu MVZ-Nachrichten -- Das MVZ in Brilon vergrößert sich

Die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) – nachrichtlich umgibt sie eine Wolke aus Hoffnung und Skepsis. Sie könnten eine Lösung sein für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. Sie können dem Bedürfnis angehender Ärzte nach geregelter Arbeitszeit und möglichst wenig Bürokratie gerecht werden. Dann wieder gab es eine Phase der Skepsis: MVZ-Gründungen, in denen das Gewinn-Interesse ganz vorne stand, sorgten für eine schlechte Presse. Und jetzt: Nachrichten von Insolvenzen machen die Runde. Und gleichzeitig gelten die MVZ in vielen Regionen als Lösungsmöglichkeit für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. 

11.02.2026:

Das MVZ in Brilon wächst. Die Westfalenpost berichtet schon in der Überschrift von sechs neuen Ärzten und ist im ersten Satz hoffnungsvoll, dass nun dem Hausarztmangel in Brilon abgeholfen worden ist. Alles Weitere liegt hinter Bezahlschranke. 09.02.2026:
https://www.wp.de/lokales/altkreis-brilon/article411102986/vorzeigeprojekt-im-sauerland-wie-das-mvz-brilon-den-aerztemangel-dreht.html

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Warken und Lauterbach ringen nicht nur um Reformen

Die Krankenhausreform, die Finanzierung der Krankenkassen, Aufschreie der Pharmaindustrie und Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ist zurzeit ausgesprochen gefordert. Und dann ist da noch ihr Vorgänger. Der Ex-Bundesminister Karl Lauterbach tritt gerne öffentlich gegen seine Nachfolgerin auf. Ein Verhalten, das der Etikette und den Gepflogenheiten nicht wirklich entspricht – und auch in den Reihen der SPD nicht wirklich gut ankommt. Nina Warken aber kann Lauterbachs Angriffe lächelnd wegstecken, denn Lauterbach wirkt in der Rolle der beleidigten Leberwurst eher lächerlich als hinweisend.

Die Augsburger Allgemeine widmet sich ausführlich Lauterbachs Angriffen und Animositäten und hat für ihren Artikel nicht nur Warkens Antwort erfragt, sondern auch bei der Krankenhausgesellschaft nachgefragt. Der Artikel ist vom 09.02.2026:
https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/krankenhausreform-lauterbach-aetzt-gegen-neue-gesundheitspolitik-nachfolgerin-warken-kontert-kuehl-113403801

Themen, bei denen sich Lauterbach einmischt, gibt es offenbar reichlich. Er äußert sich nicht nur über die Krankenhausreform, die er selbst ja auf den Weg gebracht hat und nun verwässert sieht. Er hat auch konkrete Vorschläge, wie das Gesundheitsministerium es gewährleisten sollte, dass die Bundesbürger höchstens drei Wochen auf einen Facharzttermin warten müssen:

Bild, 05.02.2026:
https://www.bild.de/politik/inland/lauterbach-fordert-termingarantie-warten-beenden-6984523386378f7835c47ab0

Deutsches Ärzteblatt, 05.02.2026:
https://www.aerzteblatt.de/news/kein-rechtzeitiger-facharzttermine-vermittelt-vorschlag-fur-budgetkurzung-bei-niedergelassenen-2e9fe308-9796-4f54-bd0a-7b5ad1a36545

Pharmazeutische Zeitung, 05.02.2026:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/lauterbach-fordert-termingarantie-bei-fachaerzten-162543/

Nina Warken hat sich für die öffentliche Debatte gerade ein ganz anderes Thema vorgenommen: die Finanzierung der Krankenkassen. Sie will die Beiträge zu den Krankenkassen dadurch senken, dass sie die Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldempfänger, die derzeit von den Krankenkassen gestemmt werden, aus Bundesmitteln finanzieren. Damit tritt sie gegen die SPD an, die eine gesellschaftliche Änderung von der Arbeit weg hin zum Kapital sieht – und daher es für eine gute Idee hält, zum Beispiel Mieteinnahmen in die Krankenkassenbeiträge einzurechnen.

Das Handelsblatt berichtete zuerst, 09.02.2026:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/krankenkassen-warken-will-versicherte-nicht-fuer-buergergeldempfaenger-zahlen-lassen/100198658.html

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Aktuelle Texte in der Krankschreibungsdebatte

Eines vorweg: Viele Neuigkeiten gibt es nicht zum Thema Krankschreibung und zukünftige Regelungen. Das hindert aber niemanden, in der Debatte ein wenig weiterzudebattieren. Und so kann ich Ihnen hier ein paar interessante Links zusammentragen, die es sich vielleicht zu lesen lohnt.

Mit Zahlen, die man erst einmal einordnen können muss, wartet die „Welt“ auf. Die Überschrift: „Menschen in Sachsen fehlen seltener wegen Krankheit“. Der erste Satz aber lautet, dass die Sachsen mehr Fehltage aufzuweisen haben als Arbeitnehmer in anderen Bundesländern. Beide Sätze schließen sich nicht aus – und die „Welt“ trägt die Zahlen zusammen am 05.02.2026:
https://www.welt.de/regionales/sachsen/article698490069d88d6e920be0e92/menschen-in-sachsen-fehlen-seltener-wegen-krankheit.html?utm_source=chatgpt.com

Im Business Insider fragt Stefan Bosse, ob und warum Führungskräfte nicht oder ausgesprochen selten krankgeschrieben sind. Der Artikel ist insofern lohnenswert, als dass schnell klar wird, dass man aufpassen muss, wenn man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen will. Denn tatsächlich ist es ein Unterschied, ob man im Home-Office seine Krankheit „wegdrücken“ kann oder ob man mit einer Erkältung im Supermarkt die Kasse bedienen muss. Und tatsächlich ist es ein Unterschied, in welcher Position man ist: untergeben oder anordnend. Und auch die Burnouts nach langen Jahren ohne Krankmeldung müssen ja mitbedacht werden. Der Artikel ist vom 05.02.2026:
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/sind-ceos-wirklich-nie-krank-geschrieben/

Auf der Webseite von inside-digital finden Sie die Positionen in der derzeitigen Debatte nochmal kurz zusammengefasst. Der Artikel ist vom 05.02.2026:
https://www.inside-digital.de/news/krankschreibung-soll-abgeschafft-werden-womit-muessen-kassenpatienten-rechnen

In der ZEIT finden Sie am 08.02.2026 online hinter Bezahlschranke eine Kolumne von Ingo Arzt. Er ist Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT seit 2021. Und er zieht die Diskussion andersherum auf, indem er davon ausgeht, dass wir uns zu wenig und nicht zu viel krankschreiben lassen. Das gefährde sowohl unsere Gesundheit als auch die Wirtschaft. Wer den Artikel lesen will, muss die Papierausgabe der ZEIT vom Wochenende 06/2026 auftreiben können oder ein Abo haben. Es ist aber auch ein Testabo für 1 Euro möglich. Hier der Link:
https://www.zeit.de/2026-02/krankmeldungen-arbeit-fehltage-friedrich-merz

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Ausbildung: Feriencamp im Krankenhaus

Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara bietet zweitägige Feriencamps an, in denen Schüler ab der 9. Klasse einen Einblick in die Pflegeberufe erhalten, um zu testen, ob sie künftig in der Pflege arbeiten möchten. Wie das aussieht, was die Schüler sagen, die Pfleger und die Pflegedirektorin, zeigt der MDR in einem 3-minütigen Video, 05.02.2026:
https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-989322.html

Hier geht’s zum Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara:
https://www.krankenhaus-halle-saale.de/

Und hier zur Seite mit den nächsten Feriencamps:
https://www.krankenhaus-halle-saale.de/feriencamp

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Drei Dokus aus Haus- und Landarztpraxen beim WDR

Der SWR hat eine Dokumentation eingestellt über eine Hausarztpraxis in vierter Generation. Sie gerät zu einer wunderbare Zeitreise, auch mit fotografischen und filmischen Zeugnissen. Die Doku ist vom 05.02.2026 – und Sie finden auf derselben Seite zwei weitere Dokus vom 29.10.2025 und vom 07.02.2024 über das Leben und Wirken von Landärzten:
https://www.swr.de/leben/lebensgeschichten/hausarzt-fuehrt-praxis-in-4-generation-100.html

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Die Krankenhausreform und ihre sprachlichen Auswüchse

Das Krankenhausverbesserungsgesetz, das Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach während der vorigen Regierung durchgesetzt hat, will seine Nachfolgerin Nina Warken nun in ein Krankenhausreformanpassungsgesetz verwandeln. Die Worte sprechen an und für sich schon für sich, nicht wahr? Wir könnten auch fragen: Wie hieß doch gleich nochmal der Kapitän der Donaudampfschiffahrtsgesellschaft? Und wer die Wortspielerei einstens auf die Spitze treiben wollte, der setze darauf noch die Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitänsmütze.

Nun: Papier ist geduldig, Sprache offenbar auch. Und die schier unendlich scheinende Möglichkeit der deutschen Sprache, ein Wort immer noch um ein Substantiv zu verlängern, ist legendär. Stellen Sie sich mal vor, wir wollten diesem Kapitän noch ein Wappen auf die Mütze nähen. Vielleicht den Bundesadler?

Vielleicht denken Sie nun, das mit der Donau und dem Schiff habe ich etwas weit hergeholt. Ja, habe ich. Aber immerhin habe ich uns so ans oder aufs Wasser gebracht. Und dahin wird auch das Krankenhausreformanpassungsgesetz führen, sagt Karl Lauterbach. „Die Krankenhausreform droht, verwässert zu werden, und das wäre fatal“, zitiert ihn der „Spiegel“ am 04.02.2026:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/karl-lauterbach-und-oekonomen-warnen-vor-kosten-durch-klinikplaene-von-nina-warken-a-e5158d56-33e1-4bf3-aacc-1f4fcecb99b3

Wobei er klugerweise das Wortungeheuer auf den schlichten Sachverhalt reduziert. Ihm zur Seite steht argumentativ das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI, das an dem Gesetz mitgeschrieben hat. Dort warnt man allerdings nicht vor einer Verwässerung des Gesetzes, sondern vor einer Verpuffung.

Sprachlich könnten wir Nina Warken nun darum bitten, sie möge doch an einem Krankenhausreformanpassungsgesetzverpuffungsschutzmechanismus arbeiten. Ähnlicher Ansicht ist wohl Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes. Sie fordert, so berichtet die Frankfurter Rundschau am 04.02.2026, dass aus dem Gesetz nicht ein „Krankenhausreform-Aufweichungsgesetz“ werden möge.
https://www.fr.de/wirtschaft/krankenhausreform-merz-regierung-experten-lauterbach-kritik-94154274.html

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Suchwortsalat mit Feiertagsbeilage -- Onlineeinkäufe quer Beet

Waren Sie schon mal bei Temu einkaufen? Nein? Und Sie haben auch noch nie heimlich geguckt, was es dort so alles zu kaufen gibt? Nein? Das ist schade. Lassen Sie sich nicht von der Verachtung derer anstecken, deren Urteil allzu schnell eindeutig ausfällt. Wobei es ganz eindeutig der Wahrheit entspricht, dass viele Händler in Deutschland Waren von Temu zu einem Preis verkaufen, der ein Vielfaches des Originalpreises ist. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Ich will Sie auch keineswegs mit Einkaufsempfehlungen belästigen. Es geht vielmehr ums große Ganze. Und da kommt Temu ganz groß raus. Genauso wie wahrscheinlich alle anderen Unternehmen, die weltweit alles Mögliche zum Verkauf anbieten. Haben wir uns noch vor wenigen Jahren über Übersetzungsfehler in Gebrauchsanleitungen amüsiert, haben jetzt längst die Paradigmen gewechselt. Die Sprachkenntnisse der Übersetzungsgeräte und Marketingfachleute haben sich nämlich enorm verbessert und ihr Sprachschatz hat sich nahezu vervielfältigt. Das ergibt zusammen eine multikulturelle Möglichkeitspalette, die Sie in dieser Form zuvor für unmöglich gehalten hätten.

Sie wollen Beispiele? Die Klick-Stapelboxen, nach denen ich gesucht habe, sind: „erhältlich in frischem Grün, perfekt als Valentinstagsgeschenk oder Ramadan-Aufbewahrungslösung“.* Der lange Holzschuhanzieher, der mir fast wie von selbst auf den Bildschirm erschien, ist ein „ideales Geschenk für Familienmitglieder zum Erntedankfest“. Spätestens, wenn Sie dann wie ich bei Ihrer Suche auf Servietten mit Mond-Öllampen-Design stoßen, wissen Sie, was die Stunde geschlagen hat oder woher der Wind weht. Diese Servietten sind nämlich ganz besonders. Ihre Ecken sind mit filigranen weißen Blatt- und Blütenmotiven mäandernd geschmückt. In der Mitte der Serviette ein Halbmond in Schwarz, ebenfalls filigran und mäandernd. Im Himmel, optisch im luftleeren Raum, aufgehängt, sind weiße Laternen, eigentlich sehr dinglich gezeichnet, dafür aber filigran verziert. Die Farbe der Servietten: ein schlichtes, neutrales, vielleicht eher langweiliges, auf jeden Fall zurückhaltendes Beige. Sei’s drum. Diese „Einweg-Servietten für Ramadan sind auch tauglich für: Valentinstag, Karneval, Mardi Gras, Kölner Karneval, Ostern, Hochzeiten“.

Jetzt staunen Sie, nicht wahr? So viel Vielfalt und so viel Multikulti auf einer faltbaren Serviette! Den Karneval finden Sie in Verbindung mit Hochzeiten etwas eigenartig? Aber er ist motivisch eingearbeitet. Die mäandernden kleinen Pinselstriche des Mondes sind nämlich keine kleinen Blütenblätter, wie man vermuten könnte. Wenn man ganz genau hinsieht, verstecken sich hinter diesen Pinselstrichen im Halbmond lauter kleine Clownsgesichter.

Hier kennt jemand die Zeichen der Zeit und weiß sie symbolisch miteinander zu verbinden. In einer Welt, die so unfriedlich und kriegerisch ist, wie die unsere, kann es doch gewiss nicht schaden, wenn beim Fastenbrechen in islamischen Haushalten eine Kölner Pappnas, ein verschmitzt lachender Chinese und ein bärtiger Franzose in einem Halbmond versteckt darauf hinweisen, dass wir doch alle irgendwie lustig sind. Wer das aber nicht will, der braucht diese Gesichter übrigens gar nicht zu sehen. Sie sind nämlich allesamt als optische Täuschung auf die Serviette gestrichelt. Man kann das ganze Mäander auch nur als Muster wahrnehmen.

Nun ist also das Marketingmuster von Temu erkannt: Es sind die Feiertage. In ihnen liegt ein wahnsinniges Verschenkpotenzial. Und wenn ich hier „wahnsinnig“ schreibe, dann meine ich es wörtlich. Da gibt es zum Beispiel kleine Kärtchen, auf denen Sie vier bis fünf farbige Punkte nach einer zuvor abgebildeten Reihenfolge miteinander verbinden müssen. Ähnlich wie beim Malen nach Zahlen. Der Clou ist, dass die Punkte dann natürlich nicht in naheliegender Linienfolge aufgereiht sind, sondern kreuz und quer. Sie müssen also während des Malens sich von Grün nach Gelb und von Rot nach Blau suchen. Was aussieht wie ein Lernprogramm für Vorschulkinder wird aber vermarktet als: „12 Seiten wiederverwendbare und abwischbare Stifte zum Training von Verbindungsarten, entwickelt für visuelle Verfolgung und Aufmerksamkeitsfokus, hilft Senioren bei der Verbesserung des Gedächtnisses, Lernen und als pädagogische Schreibwerkzeuge, perfekt für Muttertag, Weihnachten“.

Aber auch bei Hygieneprodukten legen die Marketingexperten Wert auf Vielfalt. So sind zum Beispiel Damenbinden, dem Trend der Gegenwart gemäß, waschbar und wiederverwendbar, weich und bequem – und: unisex.

Sie merken: Es kommt vor allem aufs Stichwort an, oder sagen wir aufs Suchwort. Und Texte, die wirken, als seien sie vor allem schlecht übersetzt, sind in Wirklichkeit nur eine maschinelle Zusammenstellung von Suchwörtern.

Zum Abschluss preise ich Ihnen hier noch einen wunderbaren Suchwortsalat an: „120 Stück Interdentalbürsten in verschiedenen Farben – Weiche Nylonborsten, farbenfroher ergonomischer Griff, kompaktes & tragbares Design für Mundhygiene und Lebensmittelentfernung, ideales Geschenk für Erwachsene und Zahnärzte“

Ich bin mir sicher: Ihr Zahnarzt wird von einem solchen Geschenk mindestens so begeistert sein, wie die Mutter, die nach dem Muttertag farbigen Punkten auf Kärtchen hinterherzeichnen soll. Und ich bin mir auch sicher: Temu ist nicht nur eine Schatzkiste voller praktischer und unpraktischer Helfer und Gebrauchsgegenstände. Sondern auch eine Fundgrube voller sprachlicher Schön- und Unschönheiten. Stilblüten sind nichts dagegen. Fehlt nur noch eine Antwort auf die Frage: Was eigentlich ist ein tragbares Design?

* Die Links zu allen Produkten und Zitaten spare ich mir und Ihnen, denn sie sind ellenlang. Die Zitate müssen Sie mir für dieses Mal einfach blind glauben – oder Sie suchen sie bei Temu wieder. Ich verspreche Ihnen, auch wenn Sie sie dort nicht finden: fündig werden Sie trotzdem.

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Vom Primärarztsystem hin zum Primärversorgungssystem

Primärarztsystem ist das eine Schlagwort, Dialog das andere. Mit beiden geht bzw. ging Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in die Schlagzeilen. Wobei: Hier liegt schon ein kleiner, aber feiner nachrichtlicher Unterschied: Es ist nun nämlich nicht mehr der (Haus-)Arzt, der der erste Ansprechpartner sein soll. Die Ersteinschätzung der Notwendigkeiten für den Patienten soll telefonisch oder digital erfolgen, auch von KI ist die Rede. Und, wenn man schon dabei ist: Auch Folgerezepte könnten ohne Arztkontakt ausgestellt werden können. Das allerdings ist, wenn es so formuliert ist, ja schon Wirklichkeit. Warken diskutiert gerade mit Vertretern der Ärzte und der Krankenkassen. Und das korrekte neue Schlagwort heißt nun: Primärversorgungssystem.

02.02.2026:

Die Rheinische Post berichtet am 01.02.2026 ausführlich über die Planungen der Bundesregierung zur Patientensteuerung:
https://rp-online.de/politik/deutschland/bundesregierung-plant-reform-wie-arztbesuche-kuenftig-ablaufen-sollen-v1_aid-142942681

Die Ärzte-Zeitung am 31.01.2026 hinter Anmeldeschranke:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Primaerversorgungssystem-Warken-steht-vor-ihrer-wohl-schwierigsten-Operation-461829.html

Der Merkur am 30.01.2026:
https://www.merkur.de/wirtschaft/fuer-kassenpatienten-aendert-merz-regierung-plant-hausarztpflicht-was-sich-94143091.html

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Lesetipp: Die Lebens-, Leidens- und auch Sterbegeschichte von Max

In der zweiten Überschriftenzeile steht: „Eine Geschichte über das Sterben, die vielleicht mehr über das Leben erzählt als über den Tod“. Vielleicht ist das falsch. Vielleicht hätte die Autorin titeln sollen: „Eine Geschichte über das Leben, die das Sterben auch erzählt.“

Die Geschichte, von der hier die Rede ist, ist eine Lebensgeschichte – und sie ist eine Leidensgeschichte. Das Leiden von Max beginnt, noch bevor er überhaupt in der Schule ist. Er hat juvenile Polyarthritis – und die bewirkt, dass sein Knochengerüst am Ende den Mann, zu dem er wachsen wird, gar nicht richtig halten kann.

Seine Lebens- und Sterbegeschichte aufgeschrieben für die Bild hat eine Freundin, die auch Journalistin ist. Er hatte sie gebeten, von seinem Leben und seiner Suche nach dem richtigen Weg in den Tod zu erzählen. Das macht Katharina Render nicht nur sehr einfühlsam, sie schreibt so, dass der Leser fast lachend und weinend mit in der Geschichte sitzt.

Und sie ist nicht mal eben kurz erzählt, diese Lebensgeschichte. Der Vorleser braucht 18 Minuten. Will sagen: Katharina Render hat für Max die klassischen Bild-Formate gesprengt.

Der Artikel, mit privaten Fotos und Fotos von Christian Spreitz, ist vom 19.01.2026:
https://www.bild.de/leben-wissen/menschen-schicksale/mit-39-jahren-max-beschliesst-zu-sterben-6864e447aa0dfb270f803071?dicbo=v2-rDA07kJ&cid=kooperation.article.outbrain.desktop.AR_3.ff.bild

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Ein Podcast vom Landarzt

„Der Landarzt vom Murgtal“ – hört sich beschaulich an, oder? Ist’s aber weder im übertragenen, noch im Wortsinn. Der Landarzt vom Murgtal ist ein zehnteiliger Podcast vom SWR, der aus dem Leben des Landarztes Dr. Hans-Jörg Schaible berichtet. Sie sind also akustisch dabei: in der Praxis, in der Anmeldung, in der Familie – und die passenden Radionachrichten hören Sie auch eingeblendet. Und zwischendrin die Bewertungen und Betrachtungen derer, in deren Leben Sie gerade sich reinhören. Die Serie ist vom Oktober 2025:
https://www.swr.de/swrkultur/doku-und-feature/podcast-der-landarzt-vom-murgtal-100.html

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Gassens Pläne und die Antworten der Hausärzte

Manche Medien gehen in ihrer Interpretation der Nachricht über das Faktische hinaus. So titelt „In Franken“: „Kassenärztliche Bundesvereinigung: Abschaffung der Krankschreibung geplant“ (Link unten in der Sammlung). Das ist nun so mutig wie sachlich falsch. Bislang muss als Nachricht reichen: Andreas Gassen, KBV-Chef, trommelt und wirbelt weiterhin auf allen Kanälen. Seine Forderung ist die Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen. Seine Argumente haben vieles für sich: Die befürchtete Blaumacherei sei auch mit dem jetzt üblichen Verfahren leicht möglich, eine ernste Erkrankung sei ohnehin erst nach dem dritten Tag als ernst konstatierbar, und die Krankschreibung, die es ermöglicht, für ein krankes Kind zuhause zu bleiben, sei logischer Unsinn.

Dass er darüber hinaus vor allem aber daran denkt, den Arztpraxen einen Aufwand zu sparen, der vor allem aus Verwaltungsnotwendigkeit und weniger aus medizinischer Notwendigkeit resultiert, verhehlt er dabei auch nicht.

Auffällig: Reaktionen aus den Reihen der Gesundheitspolitik bleiben irgendwie aus. Zumindest aber unter der Wahrnehmungsschwelle. Und aus den Reihen der Ärzte gibt's Protest. Offenbar ist der Hausärzteverband verärgert und fordert Gassen zum Rückzieher auf. So berichtet zumindest die Ärzte-Zeitung oberhalb der Anmeldungsschranke. Mitarbeiter der Gesundheitsbranche und Fachjournalisten können sich kostenfrei anmelden. Der Artikel ist etwa eine Woche alt:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Hausaerztinnen-und-aerzte-sauer-auf-KBV-Chef-Gassen-vertritt-nicht-mehr-die-Interessen-der-Aerztinne-461712.html

Der Protest des Hausärztinnen und Hausärzteverbandes zäumt sich vor allem auf an der Absicht der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung – und er richtet sich konkret gegen den KBV-Chef. Hier ein Link zum Brief des HAEV an die Ärztekollegen, 21.01.2026:
https://www.haev.de/presse-medien/hintergrund/nachrichten-details/politisches-update-telefon-au-muss-bleiben

Den Artikel zum Thema lesen Sie in der digitalen Ausgabe der „Hausärztliche Praxis“ vom 21.06.2026:
https://www.hausaerztlichepraxis.digital/politik/hausaerztinnen-und-hausaerzteverband-telefon-au-muss-bleiben-173773.html

Und hier nun die aktuelle Linkliste mit den Medien, die über Gassens Forderungen nach Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen berichten. Zuerst oben zitiertes Portal

„In Franken“, 26.01.2026:
https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/kassenaerztlichen-bundesvereinigung-abschaffung-der-krankschreibung-geplant-art-6315030

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Landarztquote auch für Zahnmediziner und Apotheker?

Die Landarztquote an den Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern auf Zahnmedizin und Pharmazie auszuweiten, das will der Landtag beschließen. Im „Stern“ finden Sie die Zusammenfassung der Diskussion, 26.01.2026:
https://www.stern.de/gesellschaft/regional/mecklenburg-vorpommern/medizin--landarztquote-wird-ausgeweitet---fuehrt-das-zum-erfolg--37077940.html

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KBV Praxisnachrichten

PraxisNachrichten

Robert-Koch-Institut

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