Der SWR hat eine Dokumentation eingestellt über eine Hausarztpraxis in vierter Generation. Sie gerät zu einer wunderbare Zeitreise, auch mit fotografischen und filmischen Zeugnissen. Die Doku ist vom 05.02.2026 – und Sie finden auf derselben Seite zwei weitere Dokus vom 29.10.2025 und vom 07.02.2024 über das Leben und Wirken von Landärzten:
https://www.swr.de/leben/lebensgeschichten/hausarzt-fuehrt-praxis-in-4-generation-100.html
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
„Der Landarzt vom Murgtal“ – hört sich beschaulich an, oder? Ist’s aber weder im übertragenen, noch im Wortsinn. Der Landarzt vom Murgtal ist ein zehnteiliger Podcast vom SWR, der aus dem Leben des Landarztes Dr. Hans-Jörg Schaible berichtet. Sie sind also akustisch dabei: in der Praxis, in der Anmeldung, in der Familie – und die passenden Radionachrichten hören Sie auch eingeblendet. Und zwischendrin die Bewertungen und Betrachtungen derer, in deren Leben Sie gerade sich reinhören. Die Serie ist vom Oktober 2025:
https://www.swr.de/swrkultur/doku-und-feature/podcast-der-landarzt-vom-murgtal-100.html
In Niedersachsen bietet die Ärztekammer medizinischem Personal Schulungen an zum Umgang mit gewaltbereiten Patienten oder Besuchern. Der NDR berichtet über die Lage in Niedersachsen und über die Schulung. Am Ende des Artikels finden Sie noch zwei ältere Beiträge zum Thema, 19.08.2025:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/gewalt-in-arztpraxen-wie-praxisteams-sich-fuer-notfall-wappnen,arztpraxis-128.html
Der Schwarzwälder Bote berichtet am 16.08.2025 über die Situation im Schwarzwald-Baar-Kreis. Allerdings hinter Bezahlschranke:
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.gewalt-in-villingen-schwenningen-wenn-faustschlaege-in-der-arztpraxis-fallen.987ee576-bb10-4c78-9b7f-b56d78b9f7f9.html
Zahlen einer Umfrage zum Thema Gewalt in Arztpraxen hat das Deutsche Ärzteblatt am 09.07.2025 veröffentlicht. Die Umfrage ist vom Medi-Verbund Baden-Württemberg:
https://www.aerzteblatt.de/news/umfrage-zeigt-gewalt-gehort-zum-alltag-in-praxen-cdee1912-1af5-4bb4-b675-43c912e985dd
Die Medical Tribune geht am 15.03.2025 auf Aspekte des Praxismanagements ein: Wie die Strukturen in der Praxis schaffen, wie sich selbst schützen und wie deeskalieren? Der Artikel beschreibt auch die Lage des Personals:
https://www.medical-tribune.de/praxis-und-wirtschaft/praxismanagement/artikel/selbstschutz-und-deeskalation-gegen-gewalt-in-arztpraxen-laesst-sich-trainierennbsp
Die ZEIT hat am 18.02.2025 einen dpa-Bericht online gestellt über das Thema Gewalt in Arztpraxen. Anlass war die Tat eines Patienten, der seinen Arzt krankenhausreif geschlagen hat:
https://www.zeit.de/news/2025-02/18/patient-schlaegt-hausarzt-krankenhausreif-kein-einzelfall
In Wolfegg und Kißleg, Oberschwaben, steigen die Gemeinden ein in ein genossenschaftliches Modell, das die beiden vorhandenen MVZs miteinander verbindet. Die Schwäbische berichtet ausführlich, der Artikel ist lohnenswert zu lesen – und liegt nicht hinter Bezahlschranke. Dafür aber muss der interessierte Leser sich darin üben, das X zu finden für die verschiedensten Werbepop-ups. Aber: Man kommt dann auch ans Ziel. Versprochen:
09.06.2025:
https://www.schwaebische.de/regional/allgaeu/kisslegg/ich-verdiene-nicht-mehr-sondern-weniger-geld-hier-geht-ein-hausarzt-neue-wege-news-3646127
Der SWR hat eine ganze Reportage-Serie zum Thema Landarzt gemacht. Alle Beiträge dauern etwa sechs Minuten. Hier die Links:
23.05.2025: „Die Landärzte: Praxiserfahrung für Medizinstudenten“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-praxiserfahrung-fuer-medizinstudenten-102.html
22.05.2025: „Die Landärzte: Heimversorgung“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-heimversorgung-100.html
21.05.2025: „Die Landärzte: Teamarbeit“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-teamarbeit-100.html
21.05.2025: „Die Landärzte: Auf Hausbesuch“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-auf-hausbesuch-100.html
In Hessen und Niedersachsen können sich Bewerber, die bereit sind, als Arzt auf dem Land zu arbeiten, für die nächsten Landarztprogramme bewerben. Die Frist beginnt am 1. Februar. Bericht in der Ärztezeitung, 23.01.2025:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Neue-Bewerbungsrunde-fuer-Landarztprogramme-in-Hessen-und-Niedersachsen-455966.html
Über einen Arzt, der vom Krankenhaus in die Hausarztpraxis auf dem Land wechselt, berichtet die Schwäbische am 23.01.2025:
https://www.schwaebische.de/regional/tuttlingen/emmingen-liptingen/hausarztpraxis-statt-unfallchirurgie-darum-will-dieser-mediziner-lieber-landarzt-sein-3259448
In Sachsen-Anhalt haben 25 junge Männer und Frauen einen Studienplatz fürs sogenannte Landarztstudium erhalten. Sie verpflichten sich damit, nach dem Studium zehn Jahre lang als Hausarzt in Sachsen-Anhalt zu arbeiten. Wer die (möglicherweise) zukünftigen Hausärzte sehen möchte, gelangt hier zum Gruppenfoto – und zum Nachrichtentext bei Hallelife. 18.09.2024:
https://www.hallelife.de/nachrichten/gesundheit/25-zukuenftige-hausaerztinnen-und-hausaerzte-erhalten-studienplatz/
Hier gibt’s nun wieder eine neue Linkliste zum Thema Landarzt. Was auffällt: Die Zahl der Nachrichten, die sich dieses Themas annehmen, ist deutlich gesunken.
Das Studium mit dem Ziel „Landarzt“ läuft in Niedersachsen nicht so gut, wie erhofft: Weniger Bewerbungen als erwartet – und von den ausgewählten 60 Kandidaten für ein Landarztstudium haben auch nur 46 das Studium aufgenommen. Der dpa-Bericht findet sich bei vodafone, aktualisiert am 04.04.2024:
https://live.vodafone.de/regional/niedersachsenbremen/weniger-landarzt-studierende-als-geplant-in-niedersachsen/12576899
… auch im Stern, 04.04.2024:
https://www.stern.de/gesellschaft/regional/niedersachsen-bremen/medizinische-versorgung--weniger-landarzt-studierende-als-geplant-in-niedersachsen-34597942.html
Die Lage der Hausärzte und der Mangel an Hausärzten haben sich kaum gebessert. Kurze Linkliste seit Jahresanfang:
Der NDR berichtete am 26.01.2024 über einen 80-jährigen Hausarzt im emsländischen Rhede: Er gibt seine Praxis nicht auf, weil es keinen Nachfolger gibt und er seine Patienten nicht im Stich lassen will. Der NDR verlinkt zu einem Artikel vom März 2023 über den Hausarztmangel in Niedersachsen:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Hausarzt-in-Rhede-mit-fast-80-Werde-noch-gebraucht,aktuellosnabrueck10758.html
In Nordenham verabschiedet sich ein Hausarzt von seinen Patienten. In manchen Familien hat er innerhalb von 40 Jahren drei Generationen betreut. Seine Nachfolge ist geregelt – aber auch das ist relativ. Artikel vom 27.01.2024:
https://www.nord24.de/wesermarsch/nach-mehr-als-40-jahren-nordenham-verliert-einen-beliebten-hausarzt-187694.html
Das Hausarztproblem in Minden liegt beim Mindener Tageblatt hinter Bezahlschranke. 27.01.2024:
https://www.mt.de/lokales/minden/Medizinerin-reagiert-auf-Kritik-von-Patienten-Minden-hat-ein-ganz-grosses-Hausarzt-Problem-23766415.html
Sat.1 berichtet am 26.01.2024 im Video von einem Arzt, der aus dem Ruhestand zurückkehrt – um dem Ärztemangel in Springe zu begegnen. Der Beitrag dauert drei Minuten und geht auch auf die gesamte Situation in Niedersachsen ein:
https://www.sat1regional.de/hausaerzte-mangel-mediziner-aus-springe-kehren-aus-ruhestand-zurueck-in-die-praxis/
Der Ärztemangel wird uns noch, so die Prognosen, mindestens ein Jahrzehnt begleiten. Hier eine kleine Linkliste zur aktuellen Situation. Die Nachrichten – nur aus dem Monat Dezember – sind chronologisch geordnet. Die letzten beiden Links werfen die Frage auf, ob oder wie Ärzte aus dem Ausland eine Lösung sein können.
Das regionale Bremer Magazin buten un binnen fasst am 19.12.2023 die Lage in Niedersachsen zusammen mit einem umfangreichen Text und einem dreieinhalbminütigen Sendebeitrag:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/mangel-hausaerzte-praxen-102.html
t-online nimmt am 19.12.2023 ebenfalls den Alarm der Kassenärztlichen Vereinigung zum Anlass, auf die Situation in Niedersachsen zu verweisen:
https://www.t-online.de/region/bremen/id_100305298/syke-massiver-aerztemangel-bedroht-versorgung-in-der-stadt.html
In Gerolstein hingegen ist es gelungen, dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Der „Volksfreund“ jubelt am 19.12.2023, hinter Bezahlschranke:
https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/aerztemangel-in-gerolstein-ist-abgewendet-neues-mvz-in-betrieb_aid-103565673
In Feuchtwangen ist der Mangel so groß, dass die KV Bayern die Förderbeiträge für bestimmte Arztgruppen erhöht hat. Artikel von 19.12.2023:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ereignisse-zeitgeschehen-akuter-aerztemangel-jetzt-lockt-der-kvb-mit-mehr-foerderung.0da68f2c-e135-419f-b4e8-d46c0b37442f.html
Ulrike Koock ist Hausärztin auf dem Land, Mutter zweier Kinder - und liebt ihren Beruf. Trotz aller Schwierigkeiten. Ein Bekenntnis, online gestellt aiuf Medscape, 23.08.2023:
Der Beitrag des ZDF ("dreihscheibe") beschreibt die Situation in Papenburg in der Praxis Dr. Volker Eissing.
Der Beitrag beginnt ab Minute 1:40 und geht bis 5:20.
https://www.zdf.de/nachrichten/drehscheibe/drehscheibe-vom-21-maerz-2023-100.html
Die ärztliche Versorgung auf dem Land – und das ist überhaupt keine Neuigkeit – leidet unter Mangelerscheinungen. Einer der Ärzte, die sich für eine Veränderung der Strukturen einsetzen, ist Dr. Volker Eissing in Papenburg, Bruder von Dr. Uwe und Ralf Eissing, die sich im weitesten Sinne um die dazugehörigen IT-Prozesse kümmern. In Papenburg hat Dr. Volker Eissing einen Hochschulstandort gegründet, an dem Physician Assistants, also Arzthelfer, für den ambulanten Bereich ausgebildet werden. Der erste Jahrgang bereitet sich mittlerweile auf den Abschluss vor.
Eissing fordert dennoch ein umfassenderes Engagement, an erster Stelle für Papenburg, aber im Grundsatz für alle ärztlichen Strukturen auf dem Land, und die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet darüber laufend – und hinter Bezahlschranke. Der Artikel vom 23.02.2023 fasst den Stand der Dinge gut zusammen und enthält auch eine Stellungnahme des Landkreises. Die NOZ ermöglicht dem Neu-Leser, der sich auf der Webseite registriert, sechs kostenlose Artikel.
Hier die beiden Links:
https://www.noz.de/lokales/papenburg/artikel/arztversorgung-dr-volker-eissing-aus-papenburg-schlaegt-alarm-44205460
https://www.noz.de/lokales/papenburg/artikel/aerztliche-versorgung-lk-emsland-weist-eissing-kritik-zurueck-44217197
Die neue Linkliste zum Ärztemangel listet chronologisch die Online-Beiträge aus dem Februar auf:
Das Bremer Gesundheitsressort will dem Ärztemangel vor allem in ärmeren Stadtteilen mit der Gründung von MVZs begegnen. Die Reaktionen darauf sind gespalten. Rebecca Küsters fasst für buten un binnen am 21.02.2023 die Diskussion zusammen. Außerdem: Ein fast vierminütiger Fernsehbeitrag mit Interview der Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) und ein Audio zum Thema MVZ (1:18 min):
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/mvz-gesundheitszentren-aerztemangel-bremen-100.html‘
Auch am 14.02.2023 hatte buten un binnen das Thema auf dem Schirm. Zwei Videos, eins davon oben genanntes Interview und ein ausführlicher Text:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/aerztehaeuser-aerztemangel-praxen-bremen-100.html
Der Volksfreund berichtet hinter Bezahlschranke am 21.02.2023 über die Situation in Trier:
https://www.volksfreund.de/region/trier-trierer-land/trier-und-trier-saarburg-termin-beim-arzt-bekommen-ist-unmoeglich_aid-85292951
Das Müritzportal nimmt am 21.02.2023 nicht nur den Ärztemangel im ländlichen Raum in den Blick, sondern verweist auch darauf, dass in Mecklenburg-Vorpommern etwa doppelt so viele Menschen Medizin studieren wie im Bundesdurchschnitt.
https://www.mueritzportal.de/news/aerztemangel-mv.html
An Landärzten mangelt es allerorten. Und allerorts werden Programme aufgelegt, die den Landarztmangel beheben helfen sollen. Da muss man, will man sich unterscheiden, schon kreativ sein. In der Namensgebung zum Beispiel. Das Land Baden-Württemberg hat nun ein Programm in die Welt gesetzt – die Opposition kritisiert es laut –, das 75 Studenten fördert und dann aufs Landarztdasein im Lande verpflichtet. Gut: 75 Studenten, die in vielen Jahren erst fertig sein werden, lösen erst mal gar nichts. Da wird die Opposition schon recht haben. Aber das Land Baden-Württemberg löst noch etwas ganz anderes. Halt, der Satz ist unvollständig: löst auf oder löst ab. Erlöst wäre falsch. Völlig losgelöst passt aber schon wieder besser. Nun aber los – geradewegs darauf zu: Das neue Programm heißt: „The Ländarzt“. Nein, Sie haben sich nicht verguckt und ich habe mich nicht vertippt: The Ländarzt. Das sieht nicht nur reichlich komisch aus, es ist auch reichlich komisch.
Googlen Sie das Wort mal. Google schlägt – bislang zumindest noch – als Lösung vor, den Ländarzt durch den Landarzt zu ersetzen. Mit dem englischen Artikel hingegen hat Google kein Problem. Ich aber. Denn mir ist nicht klar, ob der Ländarzt die Verballhornung des Englischen ist oder eher dialektal oder vielleicht sogar dialektisch gemeint ist. Mit Fränkisch, Alemannisch und Schwäbisch kenne ich mich, ehrlich gesagt, gar nicht aus. Und so platt, wie man bei uns in Westfalen Deutsch spricht, heißt das Land einfach nur Land.
Ich hätte da aber ein paar Vorschläge, die wortbildend genauso wenig zur Klärung des Sachverhaltes beitragen dürften. Aber sprachlich deutlich stimmiger wären: der Länderarzt zum Beispiel. Google hat nichts gegen ihn einzuwenden – und bezieht wie selbstverständlich den Landarzt in die Ergebnisauswahl mit ein. Oder: The Ländle Ärztle, oder: The Länd Physician. Besser noch The Länd Füsischen. Nahegelegen hätte ja vielleicht ja auch „Das Ländärztle“.
Sie sehen – man kann es mit diesen Spielereien weit bringen.
Falls Sie aber gar nicht spielen wollen und sich schnell darum bewerben möchten, im Ländle herumdoktern zu dürfen – und dafür auch gefördert werden wollen (gefordert wurden Sie gerade schon), dann hätte ich hier auch die Links dazu:
Hier wieder eine neue Linkliste mit Nachrichten zum Thema Medizinstudium. Ausgewählt ab Jahresanfang.
Medizinstudium ohne NC in Coburg und Split. Der BR berichtet am 02.02.2023:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/gegen-den-aerztemangel-medizin-studieren-ohne-nc-in-coburg,TUdCVg2
Das Land Bayern unterstützt das Medizinstudium neben dem klassischen Weg mit vier Millionen Euro. Bericht BR, 19.01.2023:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/vier-millionen-euro-fuer-medizinstudium-in-nuernberg-und-coburg,TTOsgZE
Über die Fortsetzung des Landarztprogramms in Bayern berichtet der BR am 06.01.2023 hier:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/landaerzte-weiter-gesucht-bayern-setzt-quotenprogramm-fort,TS9QaoV
Und wieder eine kleine Linksammlung zum Thema Ärztemangel, chronologisch und geografisch geordnet:
Berichte aus Deutschland:
Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck (UKSH) bietet Weiterbildungsmaßnahmen an für Mediziner, die derzeit nicht in ihrem Beruf arbeiten. Das können Ärzte nach Erziehungsurlaub sein oder Mediziner aus dem Ausland. Auch das sei eine Möglichkeit dem Ärztemangel entgegenzuwirken, berichte der NDR am 14.09.2022:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/UKSH-Einzigartige-Weiterbildung-gegen-Landaerztemangel,aerztemangel232.html
Die Braunschweiger Zeitung berichtet über fehlende Hausärzte in Wolfsburg. Dem Artikel fehlt ein wenig die Übersetzung der Zählmuster der KV, verständlich ist er trotzdem. Und schon in der Überschrift wird klar: 13,5 Ärzte fehlen in Wolfsburg. Thematisiert werden sowohl die Gründe – die Bereitschaft zur 50-Stunden-Woche und einem festen Arztsitz sei halt gesunken – als auch die Förderprogramme, die dem Mangel, der noch zunehmen wird, abmildern sollen. Bericht vom 13.09.2022:
https://www.braunschweiger-zeitung.de/wolfsburg/article236416981/Warteaerger-beim-Arzt-Wolfsburg-fehlen-jetzt-schon-13-5-Hausaerzte.html
Pflegeheime sind vom Ärztemangel besonders betroffen. Vor allem auf dem Land, wo die Wege weit und die Ärzte rar sind. Das Ärzteblatt informiert über ein Pilotprojekt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, das auf Telemedizin im Pflegeheim setzt. Bericht vom 30.08.2022:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137000/Mit-Telemedizin-gegen-Aerztemangel-in-Pflegeheimen
Trotz, mit oder weil – und auch ohne Corona: Die Versorgung mit Haus- und oder Landärzten scheint nicht nur in ländlichen Regionen in Deutschland durchaus angespannt. Die Gesamtsituation aus Sicht des Hausärzteverbands in einer Nachricht vom RND, 01.08.2022:
https://www.rnd.de/politik/wartezeiten-beim-hausarzt-hohe-belastung-durch-corona-und-weitere-infektionserkrankungen-GF6FGGBUKBBBDDGLADNDQNISMU.html
Und weiterhin wieder eine kleine Linksammlung, quer durch Deutschland, chronologisch geordnet:
Auch in Offenbach weist die hausärztliche Versorgung immer mehr Mängel auf. Ein Internist weist seit Jahren darauf hin. Die Offenbach Post (OP online) hat nun ein Interview mit Dr. Matthias Scholz zum Thema veröffentlicht (08.08.2022):
https://www.op-online.de/region/dreieich/dreieich-internist-prangert-missstaende-in-der-gesundheitspolitik-an-91711398.html
Ebenfalls in der Offenbach-Post am 08.08.2022 ein Bericht über die hausärztliche Situation in Dreieich:
https://www.op-online.de/region/dreieich/dreieicher-aerzteversorgung-auf-dem-absteigenden-ast-91706818.html
In Süderlüsum, Schleswig-Holstein, gibt es einen neuen Plan, der den Ärztenotstand lindern oder verhindern soll. Der Artikel vom 08.08.2022 liegt jedoch hinter Bezahlschranke.
https://www.shz.de/lokales/niebuell-leck/artikel/aerztesuche-neuer-plan-fuer-die-gemeinschaftspraxis-in-suederluegum-42670695
Aufgewachsen in Ost-Westfalen und jetzt Landarzt in der Uckermark. Zwischendrin 68er, Arzt in der Entwicklungshilfe. Den Weg zum Landarzt wählte er, als er 61 Jahre als war. Jetzt ist er 72 Jahre alt. Ans Aufhören denkt er nicht. Eine Lesegeschichte, die die Lebenserfahrung des Arztes bündelt. Deutschlandfunk Kultur, 16.05.2022:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/zwischen-afrika-und-der-uckermark-100.html
Die Bundesärztekammer warnt vor Ärztemangel. Die Ärzte-Zeitung berichtet. Und auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick nicht so schlecht scheinen, sind sie es wohl doch. Denn die Gesellschaft ist im Wandel. Die Menschen – und damit auch die Ärzte – werden älter. Das erhöht auf der einen Seite die Arztkontakte, lässt auf der anderen Seite aber auch befürchten, dass so manch ein Arzt in den Ruhestand verschwindet. Und dann kommen noch die Hoffnungen der jungen Ärzte dazu, einen Teilzeit- oder Nicht-Vollzeitjob als Arzt zu bekommen. Und der Mangel an Landärzten bleibt immer Thema. Bericht im Ärzteblatt:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/134020/Bundesaerztekammer-warnt-vor-Aerztemangel
Und hier passend zum Thema eine kleine Link- und Geschichtensammlung, eher zufällig als repräsentativ, quer durch Deutschland – und nicht hinter Bezahlschranke:
Ein Pharmakologie-Professor, 66 Jahre alt, will Facharzt werden. Und sein Praktikum macht er bei einem Landarzt, der mit 70 Jahren auch noch nicht an die Rente denkt. Der NDR hat am 07.05.2022 einen dreieinhalbminütigen Beitrag über diese ungewöhnliche Weiterbildungsbeziehung eingestellt:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Fachkraeftemangel-Ein-Landarzt-und-sein-66-jaehriger-Azubi,hallonds72970.html
Im Schwäbischen Wald haben sich 12 Gemeinden zusammengeschlossen – und suchen Hausärzte, die sie genossenschaftlich einstellen. Sindelfinger Zeitung, Böblinger Zeitung, 05.05.2022:
https://www.szbz.de/nachrichten/zwoelf-gemeinden-suchen-einen-landarzt
Das Ärztenetz Bohris (Bocholt, Rhede, Isselburg in Westfalen) schickt Vertreter nach Borkum. Denn dort bilden sich 2000 Vertreter aus Gesundheitsberufen weiter – und das Ärztenetz braucht immer Nachwuchs, NRZ, 10.05.2022:
https://www.nrz.de/staedte/emmerich-rees-isselburg/isselburg-wirbt-auf-der-nordseeinsel-borkum-um-hausaerzte-id235307315.html
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