NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Neues Landesgesundheitsamt in NRW

Das Land NRW bekommt ein neues Landesgesundheitsamt. Dies ist die Konsequenz aus dem in der Pandemie nicht immer geglückten Arbeit der Gesundheitsämter. Das Landesgesundheitsamt hat nun – anstelle der Bezirksregierung – Weisungsbefugnis für die Gesundheitsämter.

Bericht im WDR, 28.06.2023:
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/nrw-landesamt-gesundheit-100.html

Das Land Hessen hatte Anfang des Jahres ein Landesgesundheitsamt gegründet. Ärzteblatt, 06.02.2023
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/140786/Hessen-Neues-Landesgesundheitsamt-will-Gesundheitsdaten-besser-aufbereiten

In Deutschland sind die Gesundheitsämter in den einzelnen Bundesländern verschieden strukturiert und auch unterschiedlich benannt. Einen Überblick zu bekommen ist nicht ganz leicht, beginnen könnte man auf der Seite der Heinrich-Böll-Stiftung. (Hier leidet aber die Lesbarkeit der Schrift ganz deutlich an den Farbspielen des Layouters):
https://kommunalwiki.boell.de/index.php/Gesundheitsamt

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MVZ-Gruppe in Sachsen geht in die Insolvenz

Die MVZ-Gruppe "Der Arzt" in Sachsen geht in die Insolvenz, berichtet die Ärzte-Zeitung am 28.06.2023:
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/MVZ-Gruppe-Der-Arzt-in-Sachsen-geht-in-die-Insolvenz-440725.html

Hier der Internetauftritt der ganzen MVZ-Kette:
https://www.mvzderarzt.com/ueber-mvzderarzt/

 

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Millionen ins Feuer

Es könnte die Zahl des Tages sein: 755 Millionen Corona-Masken sollen verbrannt werden. Wohl kaum ein Freudenfeuer. Pro 7 rechnet um: „Sieben Millionen Euro werden verbrannt“. Und auch die „Welt“ fängt an zu rechnen. Paletten und Gewichtsangaben – und kommt zu dem Ergebnis, das sich vonseiten des Bundesgesundheitsministeriums natürlich so nicht bestätigen ließ, dass großzügig gerechnet die Gesamtgewichtsangabe für den Auftrag auf eine Zahl von 2,7 Milliarden Masken schließen lasse.

Auch der Titel der Ausschreibung gibt zu denken: „Energetische Verwertung medizinischer Verbrauchs- und Versorgungsgüter“. Nun werden also Masken respektive Euros nicht nur verbrannt, sondern sogar verheizt. Wohin mit der ganzen Energie, die sich aus einem solchen Brandherd ergeben mag? Keine Ahnung, die Nachricht ist noch nicht aufzutreiben.

Vor allem aber ist das alles lange noch nicht das Ende der Fahnenstange: Auch die Bundesländer saßen und sitzen auf abgelaufenen Masken, die nur noch auf die Verbrennung warte(te)n.

Kleine Linkliste:

Die Welt, 27.06.2023:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article246077114/Corona-Masken-Wenn-die-Massenverbrennung-von-Masken-in-die-Milliarden-geht.html

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Von der Vermeidbarkeit der Todesfälle - ein Kommentar

Da stehen sich gegenwärtig nicht nur im Internet zwei Überschriftenblöcke einander gegenüber: "Tausende vermeidbare Todesfälle in Deutschland", lautet die aktuellere von beiden. Diese Überschrift ist heute häufig, sie ist variabel, sie ist, nebenbei gesagt, auch missverständlich, denn sie suggeriert eine gewisse Schlampigkeit, mindestens aber Unzulänglichkeit, im Umgang mit den Kranken und mit dem Tod in Krankenhäusern. Die Häufigkeit dieser und ähnlicher Überschriften hat als Ursache eine Analyse der Regierungskommission zur Krankenhausversorgung. Darin wurde eben herausgefunden, dass in spezialisierten Krankenhäusern weniger Menschen an der Krankheit sterben, auf die diese Krankenhäuser spezialisiert sind, als in Krankenhäusern, die diese Kranken auch behandeln, aber nicht auf diese Krankheit spezialisiert sind. (Links am Textende)

So weit, so klar, so einleuchtend und wahrscheinlich auch ohne Gegenrecherche als völlig richtig einzuschätzen.

Der andere Überschriftenblock zieht sich durch die regionalen Fernsehsender. Die Schlüsselwörter sind hier Pleitewelle, Insolvenzwelle, Patient Krankenhaus. Diese Nachrichtengruppe ist ein bis zwei Tage älter als die vermeidbaren Todesfälle, die sich heute als Ausrufezeichen und als Forderung durch die Medien ziehen. Ihr Anlass: ein bundesweiter Protesttag der Krankenhäuser am 20. Juni. Denn das ganz große Rollout der ganz großen Krankenhausreform ist längst ins Rollen gekommen.

Dass der eine Nachrichtenblock mit dem anderen Nachrichtenblock unmittelbar zusammenhängt, liegt auf der Hand. Und dem fleißigen Beobachter des Zeitgeschehens ist dieser Konflikt auch nicht verborgen geblieben. Er schwelt seit Jahren. Der Paukenschlag als öffentlicher Auftakt war dabei sicher die Bertelsmann-Studie, die 2019 die Schließung von mehr als der Hälfte der deutschen Krankenhäuser forderte. Von insgesamt 1400 Krankenhäusern, so die Studie damals, sollten am besten nur 600 Krankenhäuser erhalten bleiben. So ließe sich die Qualität der Krankenhäuser verbessern.

Und nun, vier Jahre und Corona später, darf Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach das alles umsetzen, die Zahl der Krankenhäuser verringern und die Qualität steigern. Eine Rolle, die er sich selbst auch schon 2019 auf den Leib geschrieben hatte.

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Der Alarm aus der Hosentasche - Feuerwehr meldet Unmengen von Fehl-Notrufen - Handys updaten!

Alarm, Alarm! Die Handys sind los! Die Zahl der Hosentaschenanrufe an die 112 oder die 110 haben sich seit Monaten ganz gewaltig vermehrt. Die Kölner Feuerwehr zählt doppelt so viele Alarmanrufe. Das Main-Echo berichtet von 200 zusätzlichen Anrufen täglich, Radio Vest (Recklinghausen) nennt zwar keine Zahlen, aber kennt das Problem auch, der NDR berichtet aus Hannover von täglich 200 „Pocket-Calls“. Und das sind nur einige der Meldungen.

Was ist passiert?

Das letzte Update, so der Kölner Stadt-Anzeiger und auch die anderen Medien, das für Samsung- und Google-Handys (Android 13) bereitgestellt wurde, wollte es den Handybesitzern erleichtern, den Notruf zu rufen. Offenbar mit durchschlagendem Erfolg. Nun gibt es mittlerweile wieder ein neues Update, das das Problem reduziert – und zahlreiche Feuerwehren schicken Pressemitteilungen raus mit der Bitte: Updaten Sie Ihr Handy.

Kölner Stadt-Anzeiger, 20.06.2023:
https://www.ksta.de/koeln/feuerwehr-koeln-bittet-alle-koelner-ihr-android-handy-upzudaten-594919

Main-Echo, 18.06.2023:
https://www.main-echo.de/ressorts/blaulicht/fehlalarm-android-handys-rufen-selbstaendig-die-feuerwehr-an-art-7957053

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Menschliche Embryonen aus dem Labor?

„Künstliche menschliche Embryonen im Labor erschaffen“, titelt die Süddeutsche Zeitung am 17.06.2023. Zwei konkurrierende Forscherteams hatten sich, so die Süddeutsche ein „wissenschaftliches Wettrennen“ geliefert. Nachdem der Aufruf zur ethischen Debatte dann im ersten Satz abgearbeitet ist, erfahren wir im Laufe des Textes, dass man sich diese Embryonen als Zellhaufen vorstellen muss. Weder mithilfe einer Gebärmutter noch mithilfe von Labortechnik könne ein Mensch daraus erwachsen. Doch für die regenerative Medizin seien solche Klone gewiss von großem Nutzen:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/embryonen-stammzellen-1.5941201

Die Süddeutsche Zeitung verweist auf Fachartikel, die mittlerweile veröffentlicht, aber noch nicht von Fachleuten überprüft worden seien. Dem Link kann man von der Nachricht aus folgen.

Auch die ZEIT spricht von einem Wettrennen und veröffentlich ein Interview mit einem Humangenetiker zu dem Thema, 17.06.2023:
https://www.zeit.de/wissen/2023-06/menschliche-embryonen-forschung-stammzellen-malte-spielmann

Der Tagesspiegel nimmt den „Labormenschen“ als Wort in die Überschrift, 16.06.2023:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/die-ersten-labormenschen-embryonen-aus-menschlichen-stammzellen-gezuchtet-9999391.html

Am 15.06.2023 war die Vorsicht bei der Veröffentlichung der Nachricht noch größer. Die Tagesschau setzt ein Fragezeichen: „Synthetischer Embryo aus menschlicher Stammzelle?“ Grund für das Fragezeichen war der Zweifel von Fachleuten an der Seriosität. Die Studie sei noch nicht veröffentlicht. Nachricht vom 15.06.2023:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/synthetische-menschliche-embryonen-von-forschern-hergestellt-18964915.html

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Wird Endometriose von Bakterien ausgelöst?

Bakterien könnten der Auslöser für Endometriose sein, so das Ergebnis einer japanischen Studie. Endometriose ist eine Erkrankung bei Frauen, bei denen sich gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter meist im Unterleib ansiedelt.

MDR, 15.06.2023:
https://www.mdr.de/wissen/endometriose-ursache-krankheit-studie-neuer-ansatz-100.html

Bericht beim SWR, 16.06.2023:
https://www.swr.de/wissen/endometriose-koennte-durch-bakterien-ausgeloest-werden-100.html

Deutsches Ärzteblattt, 16.06.2023 (man muss sich registrieren lassen, um kostenlos lesen zu dürfen):
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/143976/Fusobakterien-koennten-zur-Entstehung-der-Endometriose-beitragen

Aponet, 16.06.2023:
https://www.aponet.de/artikel/antibiotika-gegen-endometriose-28995

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Wasserstandsmeldungen - ungeordnete Linkliste

In Emmerich in NRW werden die Bewohner bereits gebeten, auf Gartenbewässerung, privates Autowaschen, Swimmingpool-Befüllungen zu verzichten. Das Trinkwasser wird knapp. Der WDR berichtet am 14.06.2023:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/emmerich-trinkwasser-knappheit-trockenheit-stadtwerke-100.html

Die Reaktionen der Emmericher:
https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/trinkwasser-in-emmerich-knapp-bewohner-zeigen-verstaendnis-100.html

In Niedersachsen schränkt der Landkreis Nienburg die Wassernutzung bereits ein, Gärten dürfen von 11 bis 19 Uhr nicht mehr aus öffentlichen Quellen bewässert werden. Andere Landkreise in Niedersachsen planen ebenfalls Einschränkungen. Der NDR berichtet, 14.06.2023:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Wegen-Trockenheit-Diese-Landkreise-schraenken-Wassernutzung-ein,trockenheit548.html

In Hamburg jedoch wird den Gärtnern „nur“ geraten, aufs Gießen zu verzichten. Audio-Beitrag von 2 Minuten, NDR, 14.06.2023:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Wegen-Trockenheit-Hamburg-raet-Gaertnern-Wasser-zu-sparen,ndrinfo46870.html

Im Landkreis Vechta ist das Rasensprengen zwischen 12 und 18 Uhr verboten, OM-online, 14.06.2023:
https://www.om-online.de/om/den-rasen-sprengen-das-muessen-sie-ab-donnerstag-im-landkreis-vechta-wissen-165809
Auch NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Kreis-Vechta-verbietet-Rasensprengen-und-Beregnen-von-Feldern,aktuellosnabrueck9490.html

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Hitzeschutzplan und Hitzeaktionstag

Bundesminister Karl Lauterbach hat einen Hitzeschutzplan für Deutschland angefordert. Der Artikel der Tagesschau informiert ausführlich und enthält auch Grafiken zu Hitzetagen und Hitzetoten. 13.06.2023:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/lauterbach-hitzeschutzplan-100.html

Lauterbach verweist dabei auf das Vorbild Frankreich, das seit dem Jahr 2003 auf die Hitze reagiert. So werden zum Beispiel ältere Menschen angerufen – und aufgefordert, genügend zu trinken. Außerdem ist die Rede von Kälteschutzräumen.

Lauterbachs Ankündigung kommt nicht von ungefähr. Heute, 14. Juni, ist der Hitzeaktionstag – und Ärzteorganisationen gehen ebenfalls mit PR-Ankündigungen zum Thema Hitze und Hitzetode an die Öffentlichkeit. Ins Leben gerufen wurde der erste Hitzeaktionstag von der Bundesärztekammer zusammen mit der Deutschen Allianz für Klimawandel und Gesundheit (KLUG). Die Landesärztekammer Baden-Württemberg informiert auch darüber, 13.06.2023:
https://www.aerztekammer-bw.de/hitze

Ärztekammer Nordrhein, 14.06.2023:
https://www.aekno.de/presse/nachrichten/nachricht/hitzeaktionstag-hitzeschutz-ist-gemeinschaftsaufgabe

Marburger Bund, 14.06.2023:
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressemitteilung/nationaler-hitzeschutzplan-sollte-blaupause-fuer-kommunale

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Am 14. Juni streiken die Apotheker bundesweit

Die Apotheker streiken. Bundesweit am 14. Juni. Notdienste bleiben bestehen. Es geht um die Versorgungsengpässe bzw. um die Politik der Bundesregierung. Hier die Info vonseiten der ABDA, 15.05.2023:
https://www.abda.de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/detail/bundesweiter-apotheken-protesttag-am-14-juni/

Ob und welcher Ärger streikenden Apothekern drohen kann, diskutierte am 17.05.2023 Apotheke adhoc:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/droht-den-streik-apotheken-aerger/

Der Westfälische Anzeiger am 07.06.2023:
https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/apotheken-streik-nrw-deutschland-14-juni-kunden-geschlossen-arzneimittel-protesttag-apotheker-92327850.html

Öko-Test, 06.06.2023:
https://www.oekotest.de/gesundheit-medikamente/Bundesweiter-Apotheken-Streik-Was-Sie-ueber-den-Protesttag-am-14-Juni-wissen-muessen-_13869_1.html

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Mehr Krätze-Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg steigt die Anzahl der Menschen, die an der Krätze erkranken. Kurzer Bericht in der ZEIT, 05.06.2023:
https://www.zeit.de/news/2023-06/05/vereinzelt-fallen-mehr-kraetze-erkrankungen-auf

Ausführlicher Bericht in der Badischen Zeitung, 05.06.2023:
https://www.badische-zeitung.de/gibt-es-mehr-kraetze-faelle-in-baden-wuerttemberg--266223421.html

Auch der SWR berichtet ausführlich, 05.06.2023:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mehr-kraetze-faelle-in-bw-100.html

Die Ärzte-Zeitung, 05.06.2023:
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Baden-Wuerttemberg-137-Kraetze-Faelle-in-diesem-Jahr-Spitze-des-Eisbergs-439918.html

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Krankenhausreform - Kleiner Nachrichtenüberblick

Vom Durchbruch ist die Rede, von Eckpunkten, von Einigung und Einigkeit. Die Diskussion über die Krankenhausreform hat offenbar Ergebnisse, besagte Eckpunkte sind nach der Sommerpause dran und 2024 könnte es mit der Reform losgehen, die die Krankenhäuser in drei Level mit unterschiedlicher Vergütung ordnen wird. Während die meisten Überschriften den Fortschritt der Reform in den Blick nehmen, nehmen Spiegel und FAZ die Sache persönlich. Lauterbach macht Zugeständnisse, ist dabei die Aussage der Überschrift im Spiegel. Und die FAZ weiß: Lauterbach gibt klein bei.

Eine kleine Linkliste zum Nachlesen:

FAZ:
„Lauterbach gibt bei der Klinikreform klein bei“, 01.06.2023:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/krankenhausreform-karl-lauterbach-gibt-klein-bei-18935058.html

Spiegel:
„Lauterbach macht bei geplanter Krankenhausreform Zugeständnisse“, 01.06.2023:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/krankenhausreform-karl-lauterbach-macht-nach-beratungen-mit-laendern-weitere-zugestaendnisse-a-9dd942e1-a8c4-4084-8689-21ad5b3367a1

Tagesschau:
„Lauterbach sieht Durchbruch bei Klinikreform“, 01.06.2023:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/lauterbach-krankenhaus-reform-bund-laender-100.html

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Gelähmter kann gehen - dank Schnittstelle im Gehirn

Der „Spiegel“ berichtet in seiner Sparte Gesundheit über einen 38-Jährigen, der querschnittsgelähmt ist, aber mithilfe einer Schnittstelle, die ihm ins Gehirn und ins Rückenmark implantiert wurde, nun wieder laufen kann. Zwar eingeschränkt, aber eigenständig. Die Ergebnisse dieser Studie, bei der er offenbar der einzige Teilnehmer war, seien aus verschiedenen Gründen aber nicht allgemein übertragbar.

Spiegel, 24.05.2023:
https://www.spiegel.de/gesundheit/brain-spine-interface-wie-ein-gelaehmter-wieder-laufen-lernte-a-8ca3b551-b719-4aa8-9c36-f1307dece100?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Auch der SWR berichtet, hier erfährt man auch deutlich mehr über den Patienten. Außerdem wird hier das Thema mit perspektivischer Hoffnung behandelt. 25.05.2023:
https://www.swr.de/wissen/implantat-laufen-trotz-querschnittslaehmung-100.html

und beim ZDF, das gleich im ersten Satz mit der Hoffnung für viele beginnt, 25.05.2023:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/querschnittslaehmung-therapie-rueckenmark-laufen-100.html

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Noch ein Corona-App-Abschied - diesmal mit Wehmut und Servus

Nun ist es da – das Ende der Corona-App. Und über App- und Abschiede ist auch hier eigentlich längst genug geschrieben. Doch dann, ich weiß immer noch nicht, ob ich lachen oder spotten soll, fiel mir beim Frühstück heute Morgen fast der Kitt aus der Brille: „Sag zum Abschied leise Virus“, titelt der Kölner Stadt-Anzeiger auf der Panoramaseite. Die Überschrift kommt aus der Feder des RND – Sie finden sie, samt demselben Abschiedstext, hier online:
https://www.rnd.de/panorama/corona-warn-app-wird-eingestellt-ab-1-juni-2023-im-schlafmodus-SKYNPF6ZCBEKDJ4VT4IWTDEIIQ.html

Je nach Alter haben Sie jetzt wahrscheinlich auch die Stimme oder Stimmen von Peter Alexander, Peter Kreuder oder Rudolf Schock im  Kopf. „Sag beim Abschied leise Servus, nicht Lebwohl und nicht Adieu. Diese Worte tun nur weh.“

Falls sie weder Stimme noch Stimmung im Kopf haben – und auch keinerlei Erinnerung an das Lied, seinen Text oder gar seine Entstehungsgeschichte, der BR hat die Fakten in wenigen Worten zusammengefasst und eine wirklich sehr rührende Aufnahme von Willi Forst dazugestellt:
https://www.br-klassik.de/programm/sendungen-a-z/mittagsmusik/mittagsmusik-mit-sahne-sag-beim-abschied-leise-servus-100.html#

Auch auf Youtube findet sich eine Aufnahme von Willi Forst:
https://www.youtube.com/watch?v=8K0saUuuov4

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Das letzte Geleit auf dem Weg in den "Schlafmodus" - Die Corona-App ruht

Wie fällt die Bilanz der Corona-Warn-App aus? Zwar geht sie heimlich, still und leise. Doch an ihrem Grab - nein, es ist wohl doch eher eine Warteschleife als ein Grab - stehen immerhin ein paar Medien mit ähnlicher Abschiedsrede bereit.

T-online berichtet, zusammen oder hauptsächlich mit dpa. Der Abschiedsgesang hat zwischendurch Strophen, die einer Ode gleichen. Dennoch ist der Artikel lesenswert, denn die Bewertung geht in der Perspektive weit über die Pandemie hinaus. Die App hat die Digitalisierung im Gesundheitswesen gefördert, heißt es. Wer hier die Nachtigall trappsen hört, hat vielleicht sogar recht. Das schönste Zitat kommt von Andrew Ullmann, dem Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Der konstatiert nämlich nach diesem Bericht, dass die Zahl der Erkrankungen, die durch die App verhindert wurden, unbekannt ist. Im Wortlaut: „Keiner kann bisher genau sagen, wie viele Erkrankungen durch sie verhindert wurden.“ Nein, das wird keiner können. Nicht nur bisher. Auch nicht nachher. Oder demnächst. Denn Ereignisse, die nicht stattgefunden haben, lassen sich nur ganz schwer zählen.

Die Stellungnahme von Bundesminister Karl Lauterbach, kurz und spöttisch zusammengefasst: Kein Weiterbetrieb der App, da kein Bedarf. Aber lassen Sie mal die App auf dem Handy – die nächste Pandemie kommt bestimmt. Wenn nicht Corona, dann eine andere. Das ist jetzt nicht wörtlich zitiert, jedoch vom Minister genauso gemeint.

Den Artikel vom 27.05.2023 finden Sie hier:
https://www.t-online.de/digital/aktuelles/id_100182674/ende-der-corona-warn-app-hat-sie-wirklich-etwas-gebracht-.html

Das ZDF berichtet am 27.05.2023 in vielem gleich bis ähnlich:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-warn-app-pandemie-bilanz-100.html

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Hausarztförderung in Bocholt

Die Stadt Bocholt will dem drohenden Hausärztemangel mit Zuschüssen entgegenwirken. Die Münsterland-Zeitung berichtet darüber – allerdings braucht man ein Abo. Zur Probe sind drei Monate zu je 3 Euro möglich. Der Artikel ist vom 26.05.2023:
https://www.muensterlandzeitung.de/mlz-region/bocholt-lockt-allgemeinmediziner-mit-mehr-zuschuessen-w738213-p-9000774664/

Das Bocholt Borkener Volksblatt berichtet ebenfalls hinter Bezahlschranke – hier fallen die Kosten fürs Schnuppern aber deutlich höher aus. Artikel vom 25.05.2023:
https://www.bbv-net.de/Lokales/Bocholt/So-will-die-Stadt-mehr-Hausaerzte-nach-Bocholt-locken-403892.html
Der Kommentar zum Thema erscheint im BBV am 26.05.2023, auch hinter Bezahlschranke:
https://www.bbv-net.de/Lokales/Bocholt/Pro-und-Contra-zur-Praemie-fuer-Hausaerzte-in-Bocholt-403918.html

Die Initiative „made in Bocholt“ berichtet am 22.05.2023 kostenfrei, (freut sich aber über Abdeckung der Kosten durch Mitgliedschaften). Hier wird ein Zuschuss in Höhe von 60000 Euro genannt, wenn der Arzt sich verpflichtet, mindestens zehn Jahre zu bleiben. Ansonsten muss die Prämie zurückgezahlt werden.
https://madeinbocholt.de/stadt-will-mit-60-000-euro-praemie-neue-hausaerzte-locken/

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Fragliches zum Frauengesundheitstag

Es gibt ja Fragen, da bin ich mir ganz sicher, die würden die meisten von uns sich nicht zu stellen trauen. Eine dieser Fragen stellt nun die Mittelbayrische. Sie hat dafür auch einen Anlass. Und das ist der 28. Mai. Sagt Ihnen nichts? Der 28. Mai ist der Frauengesundheitstag. Sagt die Mittelbayrische am 28.05.2022:
https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/welche-faktoren-beeinflussen-die-weibliche-gesundheit-21179-art2222582.html

Wikipedia sagt zum Thema Frauengesundheitstag offenbar noch nichts. Es gibt zumindest keinen eigenen Eintrag. Seltsam. Denn sowohl Frauen als auch ihre Tage sind doch gerade immer gerne Thema. Einer dieser Tage der Frauen, so viel ist gesichert, ist dann wohl der Frauengesundheitstag – und das Internet gibt immerhin einige Veranstaltungstermine aus der Vergangenheit preis, so dass ich mit Sicherheit behaupten kann: Es gab ihn schon 2018. Vielleicht sogar früher. Den Frauengesundheitstag.

Nun zu der Frage, von der ich mir ganz sicher bin, dass die wenigsten von uns sie so stellen würden, wie sich die Mittelbayrische das getraut hat: „Welche Faktoren beeinflussen die weibliche Gesundheit?“ So die Frage am 28. Mai. Nun, als Germanistin kann ich da die Antwort wohl geben. Es ist die Endung -heit, die im Deutschen dazu führt, dass ein Wort weiblich ist. Niemand würde der Gesundheit im Nominativ den Artikel „der“ verleihen. Und worin der Faktor besteht, der den Gebrauch der – sprachlich selbstverständlich immer weiblichen – Gesundheit am meisten gefördert hat, hätten Sie wahrscheinlich genauso wenig erwartet, wie die Mittelbayrische. Wenn wir dem Grimmschen Wörterbuch glauben schenken dürfen, ist das Wort Gesundheit sprachlich gesehen zwar wohl schon älter, aber es ist Martin Luther, der es in Umlauf und Sprachgebrauch gebracht hat.
https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB#4

Nun muss man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Was die Mittelbayrische in Wirklichkeit wissen will, ist: Welche Faktoren beeinflussen die Gesundheit der Frauen? Hierauf fällt die Antwort leicht. Auch wenn es wie Haarspalterei aussieht: Es sind dieselben Faktoren, die die Gesundheit der Männer beeinflussen. Daran zweifeln auch mit Sicherheit nicht diejenigen Männer und Frauen, die sich bemühen, die Unterschiede herauszuarbeiten, die es zwischen Männern und Frauen gibt bei Krankheitsbildern, Krankheitsausmaßen, Krankheitsursachen, Medikamentationen. Zweifelsohne: Männer und Frauen sind nicht gleich. Nie gewesen. Auch nicht in der Gesundheit. Schon gar nicht in der Medizin. Doch offenbar sind sie, so meinen viele, viel zu lang gleich behandelt worden. Zumindest, wenn sie die gleiche Erkrankung hatten. Ein Herzinfarkt bei Frauen, das ist das Standardbeispiel, kündigt sich eben ganz anders an als ein Herzinfarkt bei Männern.

Aber obwohl dieses Thema am Tag der Frauengesundheit naheläge: Das ist es nicht, worüber die Mittelbayrische mit uns reden möchte. Sie möchte Tipps geben für die Themen „Wechseljahre, Zyklus und Gebärmutterhalskrebs“.

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Münzkabinett Dresden: Ausstellung zu Epidemien früher und heute

Pest, Cholera und Corona: Das Dresdner Münzkabinett zeigt Medaillen und Münzen von 165 n. Chr. bis zur Gegenwart. „Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Pestmedaillen und Pesttalern der Frühen Neuzeit“, heißt es in der Ankündigung. Die Ausstellung wird am 27. Mai eröffnet und ist bis zum 1. April 2024 zu sehen. Hier der Link zur Ankündigung auf der Seite des Münzkabinetts:
https://muenzkabinett.skd.museum/ausstellungen/pest-cholera-und-corona/

Die Freie Presse berichtet hier, 15.05.2023:
https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/asklepios-oder-pesttaler-schau-zu-epidemien-in-dresden-artikel12869860

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Diabetes nach Corona

Forscher sehen einen Zusammenhang, wonach Kinder nach Corona-Infektion häufiger einen Diabetes entwickeln:

Der Tagesspiegel, 23.05.2023:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/ursache-noch-ungeklart-nach-corona-infektion-risiko-fur-diabetes-bei-kindern-steigt-9863363.html

Der Standard, 23.05.2023:
https://www.derstandard.de/story/2000146629478/forschende-sehen-zusammenhang-zwischen-corona-und-diabetes-bei-kindern

MDR, 23.05.2023:
https://www.mdr.de/wissen/diabetes-typ-eins-corona-100.html

RKI:
https://diabsurv.rki.de/Webs/Diabsurv/DE/diabetes_covid19/hf1_risikofaktoren/covid19_diabetes_risikofaktoren_node.html

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Die Putzfrau, die bei der OP assistierte - oder: Von der Eigenart mancher Nachrichten

Die Nachricht ist zu schön, um sie ungedruckt oder ungesendet in der Flut der Nachrichten vorbeiziehen zu lassen. Es geschah vor zweieinhalb Jahren. Einem Patienten in der Uniklinik Mainz musste ein Zeh amputiert werden, die eingeteilten OP-Ärzte mussten zu einem Notfall, der übernehmende Assistenzarzt, der auch alleine hätte operieren können, nahm, als der Patient unruhig wurde, die Putzfrau zu Hilfe. Was er selbstverständlich weder gedurft noch überhaupt gemusst hätte. Der Arzt ist längst entlassen, doch nun spült die Geschichte in einer Nachrichtenwelle ans Oberwasser. Spiegel, Stern, die Welt, RTL, die Tagesschau – kaum einer lässt sich diese Nachricht entgehen. Nebenbei: RTL berichtet von der Putzfrau, T-online auch, die Tagesschau, sprachlich korrekter, von der Reinigungskraft, Stern und Spiegel auch (Links folgen am Textende). Wie auch immer: Diese Nachricht sprudelt auf allen Kanälen.

Die Frage ist aber doch: Warum kommt diese Geschichte jetzt nach zweieinhalb Jahren an die Öffentlichkeit? Sie wäre ja auch 2020 gern gedruckt und gern gesendet worden. Die Tagesschau führt ihre Leser am Ende des Textes auf die richtige Fährte: „Die Mainzer Universitätsmedizin befindet sich schon seit längerem in unruhigem Fahrwasser“, heißt es da. Chefärzte hatten in einem Brandbrief an den Aufsichtsrat den Kaufmännischen Vorstand kritisiert.

Über diesen „Brandbrief“ berichtete der SWR am 16.05.2023. In diesem Artikel ist dann sogar von einem „Maulkorb“ die Rede. Den hat die CDU so benannt, als bekannt wurde, dass eine Nachfrage nach den Inhalten des Brandbriefes nur von Chefärzten im Ruhestand beantwortet wurde. In der Klinik selbst herrschte Schweigen.

Und so titelt die BILD heute – vor der Bezahlschranke: „Machtkampf in Mainzer Uniklinik. Und die Dachzeile: „Es geht um Einfluss, Millionen und Sparzwänge“.

Wenn da mal nicht jemand mit Absicht die Geschichte von der Reinigungskraft mitten aus dem unruhigen Fahrwasser der Uniklinik ganz nach oben gespült hat.

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KBV Praxisnachrichten

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Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

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Mechthild Eissing Auf den Hund gekommen - Tierisches und Therapeutisches aus Krankenhäusern
20. Februar 2024
Auch Therapiehund Ide ist im Krankenhaus im Einsatz. Der NDR berichtet am 19.02.2024: https://www.nd...

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