Während der Schwangerschaft verringert sich bei Frauen die Graue Substanz des Gehirns. Und wer jetzt versucht ist, heimlich zu grinsen, der irrt: Dieser Schrumpfungsprozess geht einher mit der Verbesserung kognitiver Fähigkeiten. Wie sich das Gehirn von Frauen vor und nach einer Schwangerschaft verhält, war bislang bekannt. Die Situation während der Schwangerschaft war aus naheliegenden Gründen nicht so umfassend untersucht. Aber: Jetzt weiß man/frau mehr. Zumindest nach der Lektüre des Artikels in der Geo, 16.09.2024:
https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/graue-substanz-auf-schrumpfkurs--wie-eine-schwangerschaft-das-gehirn-veraendert-35067200.html?utm_source=pocket-newtab-de-de
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Nachtrag vorab:
Dieser Artikel war gerade geschrieben, da meldet Apotheke adhoc (18.09.2024, 10:40 Uhr); "Bild: Lauterbach wehrt sich gegen Apotheker-Vorwürfe". Demnach hat ein Ministeriumssprecher auf den unten zitierten Bild-Artikel reagiert. Der Artikel soll auf Seite 3 der heutigen Ausgabe zu finden sein:'
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/bild-lauterbach-wehrt-sich-gegen-apotheker-vorwuerfe/
Es sind drei Nachrichten, die sich nahezu schrecklich ergänzen: Weltweit nehmen Antibiotikaresistenzen zu - und eine Studie hält offenbar für das Jahr 2050 fast 40 Millionen Tote aufgrund dieser Resistenzen für möglich. Gleichzeitig mehren sich die Nachrichten, dass auch in diesem Herbst die Versorgung mit Antibiotika in Deutschland eng werden könnte. Und: Pharmafirmen hätten kein Interesse mehr an der Entwicklung neuer Antibiotika, da es finanziell lohnendere Projekte gebe.
Unter der Überschrift „Eine Katastrophe mit Ansage“ berichtet die Tagesschau am 16.09.2024 über die mangelnde Entwicklung von Antibiotika in der Pharmabranche. Recherchiert hat der NDR:‘
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/antibiotika-pharmakonzerne-101.html
Über die möglichen 39 Millionen Toten in 2050 aufgrund von antibiotikaresistenten Keimen berichtet die Tagesschau am 17.09.2024:
https://www.tagesschau.de/wissen/datenanalyse-antibiotika-krise-100.html
Die Westfälischen Nachrichten haben 16.09.2024 eine Sonderveröffentlichung unter der Dachzeile „Magen-Darm-Probleme“ online gestellt. Überschrift: „Zöliakie: Ein Bauch wie eine Waschmaschine“- Sprachlich bleibt der Artikel bei dieser bildhaften Leichtigkeit. Informativ ist er noch dazu:
https://www.wn.de/muenster/forschen-und-heilen/anfangs-freute-sich-angela-lattekamp-noch-dass-sie-merklich-abnahm-doch-die-magen-darm-probleme-nahmen-dramatisch-zu-dann-mit-50-die-diagnose-zoeliakie-heute-ist-die-muensteranerin-78-jahre-alt-und-hat-sich-mit-der-krankheit-arrangiert-3142567?&npg
Der Artikel ist Teil einer Serie „Forschen und heilen“.
Am 01.09.2024 war das Thema Herzinfarkt:
https://www.wn.de/muenster/forschen-und-heilen/das-beste-gesundheitssystem-der-welt-3117675?&npg
Die Liste der weiteren Themen ist lang und vielfältig. Krebs, Nieren, Makula-Degeneration, Polyneuropathie, der Genuss von E-Zigaretten, ein Schnellbahntunnel für die Leber etc. Ein Blick in die Liste lohnt in jedem Fall:
https://www.wn.de/muenster/forschen-und-heilen?npg=
Der Marburger Bund hat bundesweit Ärzte an kommunalen Kliniken zum Streik aufgerufen. Bei Thieme sind die Forderungen des Marburger Bundes zusammengefasst, 12.09.2024.
https://www.kma-online.de/aktuelles/klinik-news/detail/marburger-bund-ruft-zum-aerztestreik-auf-52564
Die zentrale Kundgebung findet in Hessen statt. Mittelhessen.de informiert am 13.09.2024:
https://www.mittelhessen.de/lokales/hessen/marburger-bund-ruft-zum-warnstreik-auf-3966481
In Hessen sind mehr als 50 Kliniken vom Streik betroffen, berichtet Radio FFH am 16.09.2024:
https://www.ffh.de/nachrichten/hessen/mittelhessen/412334-montag-warnstreik-an-kommunalen-kliniken-in-hessen-angekuendigt.html
In Niedersachsen sind 40 Kliniken – einschließlich der MHH – betroffen. NDR, 16.09.2024:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Warnstreik-40-kommunale-Kliniken-in-Niedersachsen-betroffen,mhh542.html
In Schleswig-Holstein sind es 22 Kliniken, NDR, 16.09.2024:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Warnstreiks-an-22-kommunalen-Krankenhaeusern-in-Schleswig-Holstein,aerztestreik282.html
Die Charité steht in der Kritik von Ärzten, Patienten und Medizinstudenten. So die Aussagen von Stern und RTL. Sie veröffentlichen Ergebnisse monatelanger Recherchen und Umfragen. Selbstverständlich exklusiv. Die zitierte Umfrage ist klinikintern, der Informant bleibt ungenannt. Im Umkehrschluss bedeutet das zurzeit: Alle anderen Medien zitieren nur. Der Stern aber wartet unter der Überschrift „Stern investigativ, Inside Charité“ mit insgesamt neun Artikeln bzw. Videos auf. Die Charité wehrt sich auf ihrer eigenen Webseite gegen die Vorwürfe.
Der Stern am 12.09.2024:
https://www.stern.de/gesundheit/charit%C3%A9--aerzte-ueben-vernichtende-kritik-an-versorgungsqualitaet-der-klinik-35037258.html
Dazu ein Hintergrundbericht über die Geschichte der Charité, Stern, 12.09.2024:
https://www.stern.de/digital/technik/charit%C3%A9--wie-die-berliner-klinik-die-medizin-revolutionierte-35023568.html
Ein Hintergrundbericht, beginnend mit einer Patientengeschichte:
https://www.stern.de/gesundheit/inside-charit%C3%A9--reporter-von-stern-und-rtl-decken-schwere-missstaende-auf-35037290.html
Dazu ein Video-Interview mit einem Arzt der Charité nach 13-stündiger Schicht, 12.09.2024, Länge 1:39 min (nach der Werbung):
https://www.stern.de/gesundheit/charit%C3%A9-arzt-ueber-druck---es-ist-fuer-meine-patienten-gefaehrlich--35053230.html
Der Beitrag über die Mitarbeiterausbildung im Klinikum Ludwigshafen ist vom 10.09.2024, dauert etwa vier Minuten - und zeigt das Ausbildungskonzept der Klinik, das dazu führt, dass es mehr Bewerber als Plätze gibt:
https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/warum-das-klinikum-ludwigshafen-genug-personal-hat-100.html
Heute treffen sich Politiker und Gesundheitsexperten zur Diskussion der Krankenhausreform. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft will die Klinikreform blockieren.
Tagesschau, 09.08.2024:
https://www.tagesschau.de/inland/kliniken-reform-leistungen-krankenhaeuser-100.html
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) unterstützt die Krankenhausgesellschaft. Die Süddeutsche Zeitung berichtet:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/klinikreform-gerlach-fordert-soforthilfen-fuer-krankenhaeuser-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240909-930-227096
Der #Faktenfuchs vom BR ist der Frage nachgegangen, wer schuld ist am Krankenhaussterben. Der Artikel vom 06.09.2024 geht gründlich auf die Finanzierung der Krankenhäuser in den unterschiedlichen Bereichen ein:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/faktenfuchs-wer-ist-schuld-am-krankenhaussterben,UNVakMV
Psychische Krankheiten nehmen zu. Die Berichterstattung auch. Es sieht so aus, als ob diese Zunahme eine Folge der Corona-Pandemie ist. Aber nichts ist so einfach wie es scheint, Zahlen allein sind noch kein Zusammenhang und manchmal scheinen die Zahlen auch widersprüchlich.
Jan Schwenkenbecher begibt sich für Spektrum.de auf Ursachensuche und liefert dabei Zahlen und Grafiken. 06.09.2024:
https://www.spektrum.de/news/warum-ist-der-krankenstand-auf-rekordniveau/2225526
Einen unmittelbaren Zusammenhang von Pandemie und psychischen Erkrankungen legt Dr. Christian Kretschmer nahe. Sein Artikel erscheint auf der Seite der Gelben Liste am 06.09.2024.
https://www.gelbe-liste.de/coronavirus/covid_19_psychische_erkrankungen_impfung
Besonders betroffen von den krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern wegen psychischer Erkrankungen ist die Pflegebranche. Der MDR berichtete am 23.07.2024:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/depression-psychische-erkrankung-arbeitsunfaehig-pflegebranche-fachkraeftemangel-100.html
Die Wirtschaftswoche gab am 18.03.2024 Tipps für Chefs im Umgang mit psychischen Krankheiten von Mitarbeitern:
https://www.wiwo.de/erfolg/management/psychische-erkrankungen-nichts-geht-mehr-so-erkennen-chefs-ob-ihre-mitarbeiter-leiden-/29699806.html
Am 18.07.2024 war die höhere Anzahl von Fehltagen aufgrund psychischer Krankheiten Thema im Ärzteblatt:‘
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153033/Fehltage-durch-psychische-Krankheiten-stark-gestiegen
An der Krankenhausreform in NRW gibt es immer wieder laute Kritik. Nun hat Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann Übergangsfristen eingeräumt. Der WDR fasst die Lage (und Historie) zusammen, 30.08.2024:
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/krankenhaus-reform-laumann-klinikschliessungen-sauerland-100.html
Einen Tag zuvor hatte das Deutsche Ärzteblatt den Forderungen der Caritas nach Übergangsfristen für die Krankenhausreform in NRW breiten Raum gegeben, 29.08.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153868/Krankenhaustraeger-will-Uebergangsfristen-bei-NRW-Krankenhausreform
Die AOK hat im Juli (18.07.2024) die Krankenhausreform NRW vorgestellt auch als „Blaupause für den Bund“:
https://www.aok.de/pp/rh/nachricht/krankenhausreform-nrw-als-blaupause-fuer-den-bund/
Wie man sich bettet, so liegt man. Weiß der Volksmund. Honoré de Balzac wusste, dass das Bett das Barometer der Ehe ist. Was auch immer er damit genau sagen wollte. Wir alle, die wir zu zweit im Bett liegen oder lagen, wissen: Es kann schon mal eng werden zu zweit im Bett. Und die Nacht lang.
„Spektrum der Wissenschaft“ weiß unter dem Titel „Schlaflos im Doppelbett“ noch einiges mehr über den Schlaf von Männern, Frauen und Paaren. Autorin Isabell Prophet geht pragmatisch und lesefreundlich allen Fragen nach, die man zum gemeinsamen Schlaf im Bett und zu seinen Störungen so stellen kann. Der Artikel ist vom 28.08.2024:
https://www.spektrum.de/kolumne/partnerschaft-schlaflos-im-doppelbett/2229395?utm_source=pocket-newtab-de-de
Wenn Ihnen nach Lesen dieses Textes mit der Wahrheit und der Erkenntnis der Sachverhalte nicht geholfen ist im Kampf gegen Ihre eigene Schlaflosigkeit, kommen Sie vielleicht mit der Lösung weiter, die bei t-online nahelegt: Gartenarbeit hilft bei Schlaflosgkeit mehr als Sport, so die Erkenntnis einer Studie, 23.08.2024:
https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_100473666/schlafprobleme-dieses-hobby-hilft-besser-als-sport.html
Mehr Früherkennungsprogramme, bessere Therapien, strukturiertere Behandlungsprogramme: Das Herz-Gesundheits-Gesetz, das Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf den Weg gebracht hat und das das Bundeskabinett am 28. August beschlossen hat, hat sich viel vorgenommen. Deutschland habe zu viele Herztote, lautet die Begründung. Die Krankenkassen hingegen würden das Gesetz lieber einstampfen: zu hohe Kosten generieren vor allem höhere Krankenkassenbeiträge, so eines ihrer Argumente.
Das ganze Szenario läuft auf der Schiene: Wie viel Vor- und Fürsorge kann, soll oder muss der Staat leisten – und ab wann wird aus der Vorsorge Bevormundung oder gar Entmündigung. Noch ist im Gesetz nichts als Vorschrift gesetzt. Noch also sind wir weit entfernt von der Bevormundung. Oder sind wir doch schon am Anfang einer Zeitenwende? Die AOK zumindest spricht schon von „Staatsmedizin mit fragwürdiger Evidenz“ (Link unten).
In den RoMed-Kliniken soll es zwischen 2020 und 2023 zu Behandlungsfehlern bei Geburten gekommen sein. Im Raum steht der Verdacht auf eine fahrlässige Tötung und elf fahrlässigen Körperverletzungen. Der BR berichtet am 28.08.2024:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/durchsuchungen-bei-rosenheimer-romed-kliniken,UMkrnyp
Hinter Bezahlschranke berichtet auch OVB online am 28.08.2024:
https://www.ovb-online.de/rosenheim/wasserburg/wasserburg-behandlungsfehler-auf-geburtenstation-ermittlungen-gegen-ex-chefaerztin-der-klinik-wasserburg-93266171.html
Radio Charivari veröffentlicht eine kurze Nachricht am 28.08.2024:
https://radio-charivari.de/nachrichten-aus-rosenheim-und-der-region/vorwuerfe-zu-behandlungsfehlern-bei-entbindungen-in-wasserburg-romed-klinikverbund-aeussert-sich
Der SWR stellt den Bundesklinikatlas vor und auch die kritischen Stimmen kommen zur Sprache.Der aktuelle Fernsehbeitrag dauert etwa 5 Minuten, 27.08.2024:
https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/gutzuwissen/mehr-informationen-fuer-krankenhaus-patienten-bundesklinikatlas-100.html
Es ist schon eine ganze Weile her. Wir, zwei junge Journalistinnen in Ausbildung und nach irgendwo aufwärts strebend, saßen erschöpft beim Kaffee und referierten uns gegenseitig unsere Symptome. Wir wussten, dass es der Stress ist, der uns dann und wann zittern oder frieren ließ. Überarbeitung, Anspannung. Aber das Internet war neu, tief und abgründig – und wir haben, nur zum Spaß, unsere Symptome gegoogelt. Das Ergebnis war ganz eindeutig: Wir hatten Tollwut. Alle beide.
Glücklicherweise hatten wir auch noch einen Rest von Verstand. Und waren amüsiert. Tollwut. Wunderbar. Den Artikel über das Thema Tollwut beim Menschen haben wir uns dann, verständlicherweise, geschenkt.
Nun sind die Hinter-, Ab- und Vordergründe im Internet nicht nur gewachsen. Sie haben an Tiefe und Inhalt gewonnen – und an Perspektive. Die Information über alles und jedes ist für viele nicht nur Lebensinhalt, sondern zugleich Lebensunterhalt.
Und ganz sicher würden heute, wenn ich all die Symptome von damals googeln würde, ganz andere Ergebnisse herauskommen als damals. Der Blickwinkel hat sich nämlich auch verändert. Nicht Tollwut hätte ich. Sondern entweder einen Burnout, eine Phobie oder irgendeine psychische Störung. Die Psyche – vor allem die kranke Psyche – ist der Dreh- und Angelpunkt, über den medial gerne kommuniziert wird. Das liegt an Vielem: An der Zunahme psychischer Erkrankungen, an den Veränderungen in der Gesellschaft – und vor allem aber: Über die Psyche kann jeder mitreden. Über die Tollwut eher nicht.
Und deswegen gibt es jetzt für das Verhalten, das uns zwei jungen Frauen fast an unsere Tollwuterkrankung hätte glauben lassen, einen neuen Namen. Cyberchondrie heißt die Krankheit, die vom Hypochonder abgeleitet ist. Oder Morbus Google. Und ja: Das Ganze ist pathologisch – und auch der „eingebildete Kranke“ war immer schon krank. Wenngleich ganz anders als in seiner Wahrnehmung.
„Die elektronische Patientenakte kann nicht viel, das wird sich auch Anfang 2025 nicht ändern.“ So geschrieben als Einleitungssatz eines Artikels auf heise.de. Marie-Claire Koch hat mit der Vorständin der KV Niedersachsen über die Erwartungen der Ärzte gesprochen. Und ja: Die „Vorständin“ ist aufgestiegen: Sie steht längst im Duden.
Das ausgesprochen lange Interview, 24.08.2024, finden Sie hier:
https://www.heise.de/hintergrund/Interview-Plaene-fuer-die-elektronische-Patientenakte-fuer-alle-sind-sportlich-9845935.html
Der Info-Artikel auf heise.de zur Einführung der elektronischen Patientenakte ist ebenfalls von Marie-Claire Koch, 26.08.2024:
https://www.heise.de/news/ePA-3-0-Krankenkassen-informieren-ueber-elektronische-Patientenakte-fuer-alle-9846986.html
Bei kma online (Thieme) heißt es deutlich in der Überschrift: „Ein Fünftel der Deutschen lehnt ePa ab“. 26.08.2024:
https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/ein-fuenftel-der-deutschen-lehnt-elektronische-patientenakte-ab-52469
Vorsichtiger titelt das Ärzteblatt: „Informationsbedarf zur Patientenakte weiterhin hoch“. 23.07.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153762/Informationsbedarf-zur-elektronischen-Patientenakte-weiterhin-hoch
Der BR geht dem kleinen Unterschied nach, der tatsächlich gar nicht so klein ist. Schon gar nicht in der Medizin. Die Doku-Reihe heißt: Der tödliche Unterschied. Bisher gibt es zwei Folgen:
Die Folge vom 27.08.2024 können Sie hier sehen:
https://www.ardmediathek.de/video/gesundheit/der-toedliche-unterschied-warum-geschlechterklischees-krank-machen/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC80MDM2MDEwMTI4MTNfRjIwMjNXTzAxNzE3MEEw
Die erste Folge lief am 20.08.2024:
https://www.ardmediathek.de/video/gesundheit/der-toedliche-unterschied-wie-frauen-und-maenner-falsch-behandelt-werden/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC80MDM2MDEwMDY4MTNfRjIwMjNXTzAxNzE2NEEw
Im MDR ist die dreiteilige Dokumentation in 2023 gelaufen, daher findet sich in der Mediathek der ARD auch der Link zum dritten Teil:
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9iNmQ4ZjY3NS0zN2RkLTRiMjktYWJhOC1lODU1YmQyYWNiNDU
Der Bücherskorpion und die Landkarten-Kegelschnecke – sie könnten dem Reich der Fantasie entsprungen sein. Tatsächlich aber haben sie, genauer gesagt ihr Gift, fantastische Fähigkeiten. Während das Gift des Bücherskorpions gerade Furore macht als mögliche Waffe im Kampf gegen Krankenhauskeime, könnte das Gift der Landkarten-Kegelschnecke aufgrund seiner Ähnlichkeit mit menschlichen Hormonen bei Diabetes und Hormonstörungen zum Einsatz kommen.
Der MDR berichtet am 21.08.2024 über beide Möglichkeiten:
https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesundheit/giftigste-Tiere-der-Welt-Neuer-Ansatz-zur-Heilung-Diabetes-Hormonstoerungen-100.html
Über die hessischen Forscher, die das Gift des Bücherskorpions in den Blick nehmen, berichtete die Hessenschau mit Video und Text am 09.08.2024:
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/das-gift-dieser-mini-skorpione-koennte-krankenhauskeime-ausschalten-v1,buecherskorpion-forschung-100.html
ntv am 07.08.2024:
https://www.n-tv.de/wissen/Gift-des-Buecherskorpions-toetet-Krankenhauskeime-article25142985.html
Ganz konventionell geht eine Chefärztin in Köln gegen Krankenhauskeime vor: Mit Hygienemaßnahmen. Der Kölner Stadt-Anzeiger hat mit ihr gesprochen – auch über nachlassendes Hygienebewusstsein, seit der Schrecken der Corona-Pandemie sich verflüchtigt. 26.08.2024:
https://www.ksta.de/koeln/koelner-expertin-so-gehen-koelner-kliniken-gegen-krankenhauskeime-vor-836492
Das Essen im Krankenhaus hat nicht den besten Ruf. Das pauschale Urteil ist durchgängig und führt auch zu Studien, die beweisen, dass das Essen im Krankenhaus krank macht – oder die Gesundung verlangsamt. Darüber berichtete im Februar 2023 der BR:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/essen-im-krankenhaus-mit-risiken-und-nebenwirkungen,TVNPHKE
Der MDR nahm das Thema am 22.09.2023 auf:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/krankenhaus-essen-schlechte-qualitaet-100.html
Einen ganz anderen Weg hat die Krankenhausküche in Tuttlingen genommen. Sie tischt für Studenten auf – und für Senioren. Und die können sich das Essen auch mit nach Hause nehmen. 40 Mitarbeiter sorgen in der Küche dafür, dass das Essen allen schmeckt.
https://www.schwaebische.de/regional/tuttlingen/tuttlingen/im-klinikum-gibts-mittagstisch-fuer-senioren-2793259
Eine Kinderarztpraxis machte im Juli quer durch Deutschland Schlagzeilen. Sie hatte ein Schild aufgestellt: Wir sprechen nur Deutsch. Der Hinweis wurde von den Patienten bzw. ihren Eltern durchaus richtig verstanden, meistens. Sie brachten jemanden mit, der übersetzen kann. Und so war das auch gemeint: Denn wenn Arzt und Patient sich nicht darüber austauschen können, was dem Patienten fehlt und wo es zwickt, wenn Beschwerden und Krankheitsbilder nicht zu benennen sind, ist nicht nur die Behandlung schwierig. Auch rechtlich kann das ganz schön schiefgehen. Bei falscher Behandlung.
Bundesweit aber wurde „Wir sprechen nur Deutsch“ gelesen als Form von Rassismus und Diskriminierung. Und am Ende hat die Praxis ihr Schild weggeräumt. Der Sachverhalt und das Problem werden vor Ort da sowieso den meisten Menschen bekannt gewesen sein.
Bleibt die Frage: Was tun, um Patienten mit anderen Sprachen zu verstehen? Lösungsansätze gibt es verschiedene. Offizielle Wege auch. Den goldenen Weg wohl noch lange nicht.
Die Ärzte-Zeitung berichtete am 31.07.2024 umfassend über das Ereignis – und vor allem über das Sprachenproblem:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Praxisschild-Wir-sprechen-ausschliesslich-Deutsch-loest-Debatte-aus-451671.html
Der SWR bringt Beispiele aus einer Praxis, die ein Übersetzungsdienst engagiert hat, und berichtet über Dolmetscherdienste des von Kommunen und Land. 19.08.2024:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/sprachbarrieren-beim-arzt-ueberwinden-100.html
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