NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Linksammlung: KI in Medizin und Praxis

„Es geht auch ohne KI“ – das ist am 07.06.2026 die große Überschrift in der Sonntagsausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers, die nur im Internet erscheint. Es folgt, nach einem Foto, das durch das Schutzgitter ins Innere eines Serverschrankes blickt, eine ganze Seite Text. Denn es gibt viele Gründe, KI zu meiden. Einige von ihnen gipfeln in: Sie nervt. Andere in: Energieverschwendung. Beides wird richtig sein. Die Anleitung zur KI-Abstinenz bedeutet aber auch: KI ist mitten in unser aller Alltag angekommen. Und zweifelsohne – sie hat an vielen Stellen einen Nutzen haben und ist an ebenso vielen Stellen fast nicht mehr wegzudenken.

Hier soll die KI deswegen nun fortlaufend tickern …, gesammelt werden Links zu Artikeln (vorwiegend ohne Bezahlschranke), die sich dem Thema KI in der Medizin, im Krankenhaus, im Labor und in der Arztpraxis widmen.

08.06.2026:

Auf op-online.de wird eine Arztpraxis vorgestellt, die KI zum Erkennen von Hautkrebs einsetzt, Artikel vom 08.06.2026:
https://www.op-online.de/hessen/hautkrebs-hausarztpraxis-scannt-mit-ki-bodyscanner-nach-94339391.html

Die Adhoc News, Untertitel „Finanzzeitung für Deutschland“ geht den Vorteilen der KI in der Wirtschaft nach. Für Krankenhäuser bringt sie das Ergebnis, dass KI-gestützte Schreib- und Verwaltungsprogramme den Ärzten täglich 43 Minuten Verwaltungsarbeit gespart haben sollen. Artikel vom 08.06.2026:
https://www.ad-hoc-news.de/wissenschaft/ki-im-krankenhaus-43-minuten-taeglich-pro-arzt-gespart/69500242

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KI im Gesundheits-Selbstversuch

Fit und gesund mit Arzt oder KI – ein Moderator hat in der ARD einen Selbstversuch gemacht. Der Beitrag ist in der Mediathek bis zum 12.02.2027 abrufbar, dauert eine gute halbe Stunde:
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3JiYl9jZWJjMDU2ZS0wNmYyLTQ3NWEtYmNjNy1mY2RkYzExMTg5ZTRfcHVibGljYXRpb24

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KI als Ratgeber in Gesundheitsfragen

Die Inder und die Chinesen liegen ganz vorn, die Japaner ganz hinten – wir Deutschen in der Mitte. Umfragen sind doch immer wieder schön. Hier ging es darum, ob und wie die Menschen KI in Gesundheitsfragen nutzen. Genaue Zahlen finden Sie in der Berliner Morgenpost, der Artikel ist vom 04.06.2026:
https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article412164165/umfrage-viele-deutsche-fragen-lieber-ki-um-rat-statt-zum-arzt-zu-gehen.html

Der Stern gibt die Nachricht kurz und in der Fassung von AFP wieder, 03.06.2026:
https://www.stern.de/news/umfrage--knapp-ein-viertel-der-deutschen-zieht-ki-dem-gang-zum-arzt-vor-37484076.html

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Weltliche Enzyklika-Exegese

Fast könnte man fragen: Wann hat jemals die Enzyklika eines Papstes solche Furore gemacht? Wenn man dann über diesen emotionalen Impuls hinweg ist, lautet die Antwort wahrscheinlich: jedes Mal oder oft. Offensichtlich aber ist, dass nicht nur die Presse am päpstlichen Schreiben nicht vorbeikommt. Ein jeder Journalist zieht aus, zückt seinen Füllfederhalter und schreibt, wie es ihm gegeben ist. Nein, vielleicht doch ein wenig profaner: Der Papst veröffentlichte eine Enzyklika und die Journalisten hauten in die Tasten, was ihnen in den Sinn kam oder sie ihren Chefs schuldig waren.

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Kleine Etitüde zur Wahrheit in Zeiten künstlicher Generierbarkeit enzyklischer Texte

Spötter sagen, so schrieb ich gestern, dass möglicherweise die nächsten päpstlichen Enzykliken von der KI geschrieben werden. Natürlich wusste ich, dass sich die Spötter schnell auf die gegenwärtige Enzyklika stürzen würden. Denn es ist ja auch zu schön: Wenn der Papst selbst für seine erste Enzyklika – die sich auch gegen die von der KI angerichtete Verunmenschlichung richtet – eben jene KI zur Hilfe genommen hätte, wer wollte darüber nicht lächeln können. Und richtig: Die KI-Maschinen haben längst die Enzyklika überführt. Und um den Verdacht auch ganz rund zu machen: Es muss Anthropic gewesen sein. Das passt auch deswegen super, weil Christopher Olah, Mitbegründer von Anthropic, bei der Vorstellung der Enzyklika einbezogen war. Christopher – so viel den Nicht-Christen als Übersetzungshilfe – ist der Christus-Träger. Der heilige Christoph hat nämlich einstens einem Kind übers Wasser geholfen, das Kind auf den Schultern tragend. Nicht wissend, wen er da trägt, hatte er schwer mit dessen Gewicht zu kämpfen.

Nun also kämpft Christopher Olah an der Seite des Papstes. Welche Wasser die beiden überqueren, wissen wir nicht.

Gesichert ist: Der KI-Vorwurf steht im Raum. Unverblümt bei Russia Today: Aber Vorsicht, sagt die Google-KI mir, das ist eine Desinformationskampagne. Da hat sie aber gut aufgepasst. Wenn Sie trotzdem einen Blick reinwerfen wollen in die desinformierenden Vorwürfe, 29.05.2026:
https://de-rtnews.com/international/281501-analyst-papst-nutzte-ki-um/

Konjunktivistischer und mit dem journalistisch angemessenen „Es wäre möglich, dass …“ ausgestattet, finden Sie diese Vorwürfe zusammen mit ihrer möglichen Entkräftung auf ifun.de, 28.05.2026. Die Gegenargumente: KI wertet Wahrscheinlichkeiten aus und führt nicht auf Quellen zurück.
https://www.ifun.de/papst-schreibt-ueber-ki-und-ki-koennte-mitgeschrieben-haben-280510/

Und was nun? Fragen wir doch mal jemanden, der was davon versteht. Nämlich die Google-KI, gefragt am 29.05.2026:

  • Der „Verfassungseffekt“: Studien (u.a. der Stanford University) haben gezeigt, dass KI-Detektoren historische, religiöse oder stark formalisierte menschliche Texte fast immer als „KI-generiert“ einstufen. Testet man die US-Verfassung oder die Bibel, schlagen die Detektoren regelmäßig mit Wahrscheinlichkeiten von über 90 % an. Das liegt daran, dass diese Tools auf geringe Perplexität (Wortvielfalt) und geringe Burstiness (Varianz der Satzlänge) anspringen – Merkmale, die auf Beamtendeutsch, theologische Abhandlungen und KI-Texte gleichermaßen zutreffen.
  • Der Übersetzungs-Filter: Wenn ein Text von Menschen auf Deutsch geschrieben, dann aber mit Software (wie DeepL) in andere Sprachen übersetzt wird, glättet die Software den Satzbau. Jagt man diese Übersetzung durch einen Detektor, erkennt das Tool die Spuren der Übersetzungs-KI und meldet fälschlicherweise: „Der Text wurde von einer KI geschrieben.“

Klingt plausibel. Blöd ist nur: In meinen Ohren klingelt es Sturm. Aber was sollen wir denn nun glauben? Wir leben zweifelsohne in einer Welt, in der die KI ganz ohne uns ausfechten kann, was wie von Bedeutung ist. Vielleicht sollten wir sie einfach genau das tun lassen – und uns derweil mit anderen Dingen beschäftigen.

Dem wirklichen Leben.

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Einspruch für die Menschlichkeit -- Papst Leo XIV. zur künstlchen Intelligenz

KI-Antworten, die das Zeug zum Schenkelklopfer haben, kennen Sie bestimmt alle. Und jede Wette: Jedes Betriebsklima bessert sich sofort, wenn zwischen den Schreibtischen, nein, natürlich über die Desktops hinweg, diese Lachvorlagen zum Kettenchat werden. Ich suchte heute, das als Einstieg, nach BMI-Abkürzungen. Der erste Fehler der KI: Sie lieferte mir den Brockhaus. Genauer gesagt: das Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus AG.

Auf meine Frage, wo dann bitte das M im Brockhaus versteckt sei:

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Praxisalltag: Wie künstliche Intelligenz die Medizin bereits verändert

KI in der Arztpraxis – da werden Träume, Hoffnungen, Sorgen, Ängste und Befürchtungen wach. Manchmal alles gleichzeitig. Überwog in den Medien noch bis vor gar nicht allzu langer Zeit die Berichterstattung über künftige Möglichkeiten, ist die KI mittlerweile schon längst in vielen Praxen angekommen. Entweder fest etabliert oder als Versuch. Ihre Aufgaben sind dabei durchaus verschieden und reichen von Telefonvermittlung bis zur Überwachung von Patienten oder bis zur Datenauswertung. Die Stimmen, die sich zur KI in der Arztpraxis zu Wort melden, kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Eine kurze schnelle Übersicht über die Lage in den Medien ist deshalb kaum möglich. Ich werde hier auf einzelne Links ein wenig umfänglicher eingehen – sodass Sie schnell einen Überblick haben, was Sie wirklich gerade interessiert. Geordnet sind die Linkbeschreibungen chronologisch.

Patientenüberwachung/Kardiologie:
Der SWR berichtet am 23.04.2026 aus einer Praxis im Westerwald, die 15 Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen überwacht. Der Text ist überschaubar, ein Patient kommt auch zu Wort, das Audio zum Text dauert etwas länger als zwei Minuten.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/westerwaelder-arztpraxis-ueberwacht-patienten-mit-kuenstlicher-intelligenz-100.html

Umfrage unter Ärzten:
Die Stiftung Gesundheit hat 957 Ärzte befragt zum Nutzen digitaler und KI-gestützter Anwendungen. Ergebnis: 70,3 Prozent der Ärzte sehen einen Nutzen. Die Webseite Health&Care Management berichtet – auch über die derzeitige Anwendung und über die Unterstützung, die noch gewünscht wird. 23.04.2026:
https://www.hcm-magazin.de/aktuelles/2026/ki-in-der-arztpraxis.html

Telefonassistenz:
Das Solinger Tageblatt hat vor ungefähr einem Monat aus einer Arztpraxis berichtet, in der die KI den Telefonjob übernimmt. Der Artikel liegt jedoch hinter Bezahlschranke, es gibt aber günstige Einstiegspreise:
https://www.solinger-tageblatt.de/lokales/solingen/in-dieser-solinger-arztpraxis-geht-der-ki-assistent-ans-telefon-QP6ANETXMBFBDBPBLG4XD4UGJE.html

Dokumentation von Patientengesprächen:
Über eine Software, die Patientengespräche mithört und gleichzeitig dokumentiert, berichtet elektronik.net am Beispiel einer sauerländischen Landarztpraxis. 02.04.2026:
https://www.elektroniknet.de/medizintechnik/e-health/so-laeuft-ki-gestuetzte-dokumentation-in-einer-deutschen-arztpraxis.a3069e6e-da8d-4751-95ad-682852f88842.html

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Rechtliche Verantwortung für Chatbot-Fehler

Nun ist ein Urteil gefällt: Betreiber von Webseiten müssen für Falschantworten und Halluzinationen der KI, die sie einsetzen, geradestehen. Hier im konkreten Fall hatte ein Chatbot Berufsbezeichnungen frei erfunden.

Die ganze Geschichte bei Golem, 16.05.2026:
https://www.golem.de/news/urteil-klinik-haftet-fuer-falschaussagen-von-ki-chatbot-2605-208728.html

Der Spiegel berichtete am 15.05.2026:
https://www.spiegel.de/netzwelt/urteil-in-hamm-wer-einen-chatbot-betreibt-ist-fuer-dessen-luegen-verantwortlich-a-96c73b7d-25ab-4c09-a510-f0582bc601ee

Das Handelsblatt am 15.05.2026:
https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/halluzinationen-vor-gericht-urteile-chatbot-betreiber-voll-fuer-ki-fehler-verantwortlich/100225379.html

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KI im Krankenhaus -- Kleine aktuelle Textauswahl

Worauf zu achten ist, wenn KI-Systeme im Krankenhaus eingesetzt werden, fasst Dr. Uwe Schläger in den „Datenschutz-Notizen“ ausführlich zusammen. Wer’s eilig hat, bekommt am Ende des Textes im Fazit einen Kurzüberblick. Online ist der Artikel seit dem 13.04.2026:
https://www.datenschutz-notizen.de/ki-systeme-im-krankenhaus-datenschutzrechtliche-und-sicherheitstechnische-pflichten-3959696/

Der ORF hat ein Videobeitrag erstellt zum Thema KI im Krankenhaus. Beispiele sind Sturzvorsorge oder die Infektionsgefahr im Krankenhaus. Der etwa dreiminütige Beitrag vom 13.04.2026 ist bis zum 13.05.2026 online abrufbar:
https://on.orf.at/video/14319212/16070762/ki-im-krankenhaus

Die Medizinische Fakultät Duisburg entwickelt ebenfalls ein System mithilfe von KI, das den Ausbruch von Infektionskrankheiten im Krankenhaus früh erkennen soll, 13.03.2026:
https://mt-portal.de/aktuell/ki-system-soll-infektionsausbrueche-im-krankenhaus-frueher-erkennen/

kma online bringt am 08.04.2026 Beispiele an, wie Krankenhäuser sich umstrukturieren, um den Einsatz von KI sinnvoll planen und steuern zu können:
https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/charite-und-lmu-wie-kliniken-eigene-ki-institute-aufbauen-55467

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Die ePA, ihre Zukunft und die Zukunft der Patientendaten

Die elektronische Patientenakte ist nun ein Jahr lang verfügbar. Das ruft natürliche viele Reaktionen hervor: Pläne, Bilanzen, Kritik, Stimmungen. Hier eine Auswahl:

Neue Pläne für die Patientenakte: Der Zugang soll unkomplizierter werden – bei gleichem Schutz. Die E-Überweisung soll integriert werden, eine Terminvermittlung auch. Die Nachricht im Deutschlandfunk darüber am 18.02.2026 ist knapp:
https://www.deutschlandfunk.de/warken-kuendigt-verbesserungen-an-100.html

Die Rheinische Post berichtet umfassend – und baut den Artikel auf über die Kritik an der Patientenakte. 18.02.2026:
https://rp-online.de/politik/deutschland/warken-verteidigt-nutzen-der-elektronischen-patientenakte-epa_aid-144002469

Auch der Stern beginnt mit den kritischen Stimmen, 18.02.2026:
https://www.stern.de/news/elektronische-patientenakte-findet-wenig-anklang---warken-kuendigt-besserungen-an-37148008.html

Mit heftiger Kritik an Gesundheitsministerin Warken zieht Netzpolitik am 16.02.2026 seinen Artikel auf:

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Elektronisches Versorgungsfach: KBV schlägt neue digitale Schnittstelle vor

Die Telematikinfrastruktur (TI) muss stabiler werden. Den Satz unterschreiben noch alle. Die Gematik muss gestärkt werden. Auch diesen Satz unterschreiben viele. Das war’s wahrscheinlich auch erstmal mit der Einigkeit. Nun bringt die KBV ein neues Ziel in die Debatte: ein elektronisches Versorgungsfach neben der ePA, auf das die Ärzte sicheren Zugriff haben und das sie zum Datenaustausch untereinander nutzen. Wie das im Einzelnen aussehen soll oder kann bleibt unklar. Die Diskussion nimmt ja gerade erst Fahrt auf.

Als Auftakt und Bonmot zuerst eine Überschrift aus „Apotheke adhoc“: „E-Rezept: Warken verbietet TI-Ausfälle“. Da spottet doch jemand ganz gewaltig! Wirklich wünschenswert wäre, Warkens Verbot könne wirksam werden. Doch: So weit wird ihr Arm nicht reichen. Und da liegt vielleicht nicht nur der Hund begraben. Für den Artikel vom 12.02.2026 müssen Sie sich anmelden, das Lesen bleibt aber kostenlos:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-health/e-rezept-warken-verbietet-ti-ausfaelle/

Am 11.02.2026 berichtete „Apotheke adhoc“ über den Vorschlag von Seiten der Ärzte, ein elektronisches Versorgungsfach zu schaffen:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-health/aerzte-fordern-elektronisches-versorgungsfach-neben-epa/#region

Die KBV berichtet auf ihren eigenen Seiten am 12.02.2026:
https://www.kbv.de/praxis/tools-und-services/praxisnachrichten/2026/02-12/steiner-epa-kann-digitales-versorgungsfach-nicht-ersetzen

Eine klare Stellungnahme zur Position der KBV und im Sinne der KBV gibt es auf der Webseite der „Monitor-Versorgungsforschung“, die sich als Diskussionsplattform versteht, 12.02.2026
https://www.monitor-versorgungsforschung.de/news/dr-sibylle-steiner-ob-mit-oder-ohne-epa-elektronisches-versorgungsfach-ist-erforderlich/?utm_source=chatgpt.com

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Vom Primärarztsystem hin zum Primärversorgungssystem

Primärarztsystem ist das eine Schlagwort, Dialog das andere. Mit beiden geht bzw. ging Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in die Schlagzeilen. Wobei: Hier liegt schon ein kleiner, aber feiner nachrichtlicher Unterschied: Es ist nun nämlich nicht mehr der (Haus-)Arzt, der der erste Ansprechpartner sein soll. Die Ersteinschätzung der Notwendigkeiten für den Patienten soll telefonisch oder digital erfolgen, auch von KI ist die Rede. Und, wenn man schon dabei ist: Auch Folgerezepte könnten ohne Arztkontakt ausgestellt werden können. Das allerdings ist, wenn es so formuliert ist, ja schon Wirklichkeit. Warken diskutiert gerade mit Vertretern der Ärzte und der Krankenkassen. Und das korrekte neue Schlagwort heißt nun: Primärversorgungssystem.

02.02.2026:

Die Rheinische Post berichtet am 01.02.2026 ausführlich über die Planungen der Bundesregierung zur Patientensteuerung:
https://rp-online.de/politik/deutschland/bundesregierung-plant-reform-wie-arztbesuche-kuenftig-ablaufen-sollen-v1_aid-142942681

Die Ärzte-Zeitung am 31.01.2026 hinter Anmeldeschranke:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Primaerversorgungssystem-Warken-steht-vor-ihrer-wohl-schwierigsten-Operation-461829.html

Der Merkur am 30.01.2026:
https://www.merkur.de/wirtschaft/fuer-kassenpatienten-aendert-merz-regierung-plant-hausarztpflicht-was-sich-94143091.html

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Die Diskussion zur ePA -- Linkliste

Wissenschaftler, Ärzte, Vertreter von Krankenkassen und Politik haben in Mainz das Sein und Wirken der ePA diskutiert – und Marie Claire Koch von heise.de hat eine wunderbare Zusammenfassung für heise.de geschrieben. Es beginnt schon mit der Überschrift. Dort wird eine Hausärztin zitiert: „Elektronische Patientenakte ist ein digitaler Pappkarton“. Gemeint ist, das erfahren Sie im Text, die Sammlung von PDF, die nicht unbedingt dazu geeignet ist, einen schnellen Überblick oder Eindruck zu gewährleisten. Aber: Sie erfahren noch viel mehr: Die Rede ist zum Beispiel auch von Sicherheitsmängeln, von Anschreiben der Krankenkasse, die der Adressat als Werbung wahrnimmt. Das Gute an dem Artikel: Er arbeitet strukturiert die einzelnen Punkte hintereinander ab. Was beim Leser bleibt, ist am Ende ein guter Überblick. Der Artikel ist vom 07.11.2025:
https://www.heise.de/news/Digital-Health-Experten-fordern-anderen-Entwicklungsprozess-bei-E-Patientenakte-11069279.html

In der Apotheke adhoc finden Sie den dpa-Artikel – und der geht gezielt auf die Wahrnehmung der Hausärzte ein. Auch dieser Artikel ist gut strukturiert – Sie haben schnell einen Überblick, 08.11.2025:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-health/falsche-diagnosen-in-der-epa-kein-massenproblem/

Für den Merkur fasst Lara Hempel die Diskussion in Mainz zusammen. Sie stellt die Kritik von Experten in den Mittelpunkt ihres Textes. 09.11.2025:
https://www.merkur.de/welt/da-wurde-eine-wichtige-chance-vertan-darum-kritisieren-experten-die-patientenakte-94027941.html

Die Rheinpfalz geht dem Thema „falsche Diagnosen in der ePA“ nach und richtet sich dabei auf den Patienten aus: Was ist zu tun, wenn. Der Artikel liegt allerdings hinter Bezahlschranke. 10.11.2025:
https://www.rheinpfalz.de/ratgeber/gesundheit_artikel,-falsche-diagnose-in-der-patientenakte-was-kann-ich-tun-_arid,5830348.html

Das Handelsblatt hingegen nimmt sich ebenfalls die Frage vor, was bei falschen Diagnosen in der ePA zu tun ist – und ist offen lesbar:
https://www.handelsblatt.com/dpa/epa-falsche-diagnose-in-der-patientenakte-was-kann-ich-tun/100172937.html

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Medizin im Wandel des Handels

Bestimmt hatten Sie diese Nachricht am Freitag auch auf irgendeinem Schirm – und bestimmt ist sie Ihnen auch ins Auge gesprungen: „Kaufland eröffnet erste Arztpraxis in der Filiale“ titelte die Bild. In der Zwischenzeit hat sich die Überschrift geändert. Der „Kaufland“ wurde durch die allgemeinere Bezeichnung „Discounter“ ersetzt. Warum auch immer.  Die Bilder in der Bild von Wartezimmer und „Arzt aus der Box“ sind (bei Erscheinen des Artikels) exklusiv. Auch die wichtigsten Infos sind alle beisammen. Hier der Link, 07.11.2025:
https://www.bild.de/leben-wissen/mein-recht-verbraucherportal/kaufland-eroeffnet-erste-arztpraxis-in-der-filiale-690da4395d012ee169d9b1ac

Apropos Wartezimmer: Beim Versuch, die Möbel stilistisch in der richtigen Epoche zu verankern, habe ich ChatGPT zu Rate gezogen. Das macht man ja jetzt so – und es ist auch oft sehr nützlich. Ich konnte mich nicht entscheiden: Ist das abgebildete Wartezimmer nun ein Zitat der 50er-Jahre? Oder sind hier Reminiszenzen an die 70er-Jahre eingeflochten? Und wenn ja, warum? Und warum wirkt das Modernistische gleichzeitig so altmodisch? Sie müssen sich die Bilder tatsächlich angucken, dann verstehen Sie meine Verwunderung. ChatGPT bringt es dann in seiner Stil-Analyse ganz wunderbar auf den Punkt und spricht von dem „merkwürdigen Versuch, Retro-Gemütlichkeit und Digitalisierung in einem Wartezimmer zu vereinen“. Genau.

Noch umfangreicher – und ohne exklusive Fotos – berichtet ntv. Hier gibt’s aber noch die Nachricht (zitiert aus dem Handelsblatt), dass die Schwarz-Gruppe überlege, ins Geschäft des Medikamenten-Versandhandels einzusteigen – wie auch dm das derzeit plant. 07.11.2025:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Kaufland-startet-aerztliche-Behandlungen-in-den-Filialen-article26148816.html

Das Handelsblatt berichtete bereits am 24.10.2025 von den Plänen bei dm – und den Plänen von Rossmann und Lidl:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/apotheken-lidl-rossmann-und-dm-planen-einstieg-in-den-medikamentenversand/100162999.html

Zurück zum Medical Room im Kaufland: In Apotheke adhoc hat sich am 07.11.2025 umfassend mit den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eines solchen Unterfangens beschäftigt, hat die Geschäftsstruktur beschrieben. Will sagen: Nach diesem Artikel hat man als Leser schnell und einfach einen Überblick und auch Einblicke in die Hintergründe erhalten:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/telemedizin-ekg-und-blutabnahme-bei-kaufland/

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Hindernislauf: Vom Versuch einer alten Dame, die eigene elektronische Patientenakte einzusehen

Claudia Lehnen, Journalistin beim Kölner Stadt-Anzeiger, hat in der heutigen analogen Zeitungsausgabe (20.10.2025) fast die ganze Seite 3 bekommen. Vier von fünf Spalten. Sie schreibt über die Schwierigkeiten bei der Anmeldung in der (eigenen) Patientenakte. Und was sie schreibt ist tatsächlich hanebüchen: Da ist eine 93 Jahre alte Dame, online absolut fit, den Umgang mit elektronischen Prozessen geübt. Aber: Sie scheitert am Zugang in die eigene Akte. Deswegen, weil sie sich elektronisch ausweisen muss, und das wiederum scheitert daran, dass sie keinen elektronischen Personalausweis hat und zum Bürgerbüro leider nicht mehr laufen kann. Das ist aber beileibe nicht die einzige Tür, die ihr verschlossen bleibt.

Der Artikel ist zugleich mit Zahlen unterfüttert, die zeigen, wie gering die Zahl der Patienten ist, die sich überhaupt bereits einen Zugang zur Patientenakte verschafft haben. Und auch bei den Krankenkassen hat sich Lehnen natürlich Stellungnahmen eingeholt.

Also: Absoluter Lesetipp – online finden Sie den Artikel hier:
https://www.ksta.de/ratgeber/gesundheit/koelnerin-kapituliert-vor-elektronischer-patientenakte-1129177

Beim rbb hat Autor Efthymis Angeloudis einen "Selbstversuch" unternommen - und schildert den Lesern online am 17.10.2025 wie es ihm - nach Hindernissen - gelungen ist, in seine ePA zu schauen:
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2025/10/berlin-brandenburg-elektronische-patientenakte-selbstversuch.html

 

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Die ePa: Noch ist sie nicht überall

Der Oktober naht, ab dann ist die elektronische Patientenakte für alle Ärzte Pflicht. Doch bislang sind erst 80 Prozent der Arztpraxen softwaretechnisch so ausgestattet, dass sie die Patientenakte bedienen können, lauten die jüngsten Infos der KBV. Den verbleibenden 20 Prozent der Praxen drohen Sanktionen. Wohlgemerkt: den Praxen, nicht den Softwareherstellern.

Die Mopo berichtet am 23.04.2025 hier (dpa, mp):
https://www.mopo.de/news/panorama/berlin-praxen-koennen-teils-noch-nicht-mit-e-akten-starten/

Das Ärzteblatt mit dpa, 23.04.2025:
https://www.aerzteblatt.de/news/der-breite-start-der-elektronischen-e-patientenakten-in-praxen-hakt-51f9f805-9b0c-41da-b21d-70c227a1bdc0

Das Handelsblatt mit dpa, 23.04.2025:
https://www.handelsblatt.com/dpa/digitalisierung-der-breite-start-der-e-patientenakten-hakt/30479936.html

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Die Einführung der ePA in den Krankenhäusern zieht sich noch hin

Ab 1. Oktober ist die elektronische Patientenakte für alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen Pflicht. Also auch für Krankenhäuser. Doch die Realität sieht anders aus. Marie-Claire Koch berichtet für heise.de aus einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft, 03.09.2025:
https://www.heise.de/news/Elektronische-Patientenakte-Kliniken-werden-Pflichtstart-im-Jahr-2025-verfehlen-10630320.html

Auch das Ärzteblatt berichtet am 03.09.2025:
https://www.aerzteblatt.de/news/elektronische-patientenakte-umsetzung-an-kliniken-lauft-schleppend-e667cbdf-2db3-4596-bc93-db1a51631b86

Und auch Apotheke adhoc, 03.09.2025:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-health/kliniken-epa-kommt-spaeter/#

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Nachrichten zum Stand der Digitalisierung in Krankenhäusern

Krankenhäuser im Ruhrgebiet sind bei der Digitalisierung offenbar ganz vorn. Der WDR berichtet am 19.08.2025 – und benennt auch die Kehrseite: die Gefahr von Cyberangriffen und drohende Zugriffe auf Patientendaten. Den Schutz vor Cyberangriffen sehe die NRW-Regierung als die größte Herausforderung, so die Info in dem Text:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/digital-radar-krankenhaeuser-ruhrgebiet-100.html

Wie die Digitalisierung in den Krankenhäusern des Bundeslandes Hessen vorangeht, darüber berichtete die Frankfurter Rundschau vor zwei Wochen. Ganz vorn: Das Klinikum Darmstadt. Artikel vom 06.08.2025:
https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/digitalisierung-wird-am-klinikum-darmstadt-grossgeschrieben-93870702.html

Beurteilt wird die Digitalisierung der Krankenhäuser in Deutschland (auch) mithilfe des „DigitalRadars“. Dessen Ziel – als Zitat: „Das Reifegradmodell ermöglicht eine standardisierte und umfassende Bewertung des Digitalisierungsgrads von Krankenhäusern mittels Durchführung und Auswertung einer Erhebung bzw. Selbsteinschätzung der Krankenhäuser“. Auf der Web-Seite des DitigalRadars können Sie mehr über die Evaluation, den Auftrag der Bundesregierung und die Zwischenergebnisse lesen:
https://www.digitalradar-krankenhaus.de/

Im Bibliomedmanager 08/25 finden Sie ein Interview mit zwei Mitgliedern des Projektteams (07.08.2025):
https://www.bibliomedmanager.de/fw/artikel/53607-mit-jeder-erhebung-tauchen-wir-tiefer-in-die-digitalisierung-ein

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Störungen beim E-Rezept häufen sich

Heute, Freitagmorgen, 08.08.2025, gibt Apotheke adhoc eine Meldung der Gematik weiter, von der der Laie nur versteht: Der Kartenbetrieb im Gesundheitswesen ist mächtig gestört. In Praxen, Krankenhäusern und Apotheken gibt es Schwierigkeiten beim Einlesen von eGK und  ePA, beim Erstellen von Rezepten usw:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-rezept/e-rezept-wieder-gematik-stoerung/

Schon am Mittwoch hatte die Gematik Schwierigkeiten gemeldet. Die Nachricht bei RND, 06.08.2025:
https://www.rnd.de/gesundheit/e-rezept-stoerung-am-mittwoch-behoben-was-ist-passiert-und-wer-war-betroffen-53WFXBD2ZBHFVAHUQLTTXDZEPQ.html

Diese Störung hatte einen anderen Anbieter getroffen als jetzt, und Apotheke adhoc hatte am 06.08.2025 gemeldet, die Störung sei behoben:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-rezept/e-rezept-ausfall-stoerung-bei-medisign/

Der Chef der Bundesvereinigung der Apothekerverbände, Thomas Preis, antwortet plakativ: Das E-Rezept laufe, was die Zuverlässigkeit betreffe, der Deutschen Bahn den Rang ab. Nur sei ein ausgefallener Zug nur ärgerlich, ein ausgefallenes Rezept jedoch unter Umständen mit ganz erheblichen Folgen für die Gesundheit verbunden. Die Nachricht finden Sie auf Golem.de, 08.08.2025:
https://www.golem.de/news/gematik-apothekerverband-kritisiert-staendige-ausfaelle-beim-e-rezept-2508-198952.html

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Nachrichten von der ePA

Und? Was macht die ePA jetzt? Hier eine kleine aktuelle Nachrichtensammlung:

KI oder ePA? Was klingt wie eine neue Formulierung für ein schwer zu entscheidendes Dilemma, ist es wahrscheinlich auch. Die „Bild“ hat sich auf Gratwanderung begeben, und die Schwierigkeiten bzw. die Problematik auf beiden Seiten durchdacht und aufgezählt. Ein außergewöhnlich umfangreicher Artikel – der zudem recht anschaulich zeigt, dass eine unsortierte ePA, ausgestattet mit PDFs, deren Inhalt sich natürlich nicht vom Titel allein erschließen lässt, für den Hausarzt definitiv schwer zu händeln ist:
Der Artikel in der Bild ist vom 03.08.2025 – und leitet sich, gewohnt laut und gewohnt überspitzt, mit der Frage ein, ob die KI dereinst den Arzt ersetzt:
https://www.bild.de/leben-wissen/medizin/elektronische-patientenakte-experten-sind-sich-einig-zu-epa-und-ki-68889dd3fb78b37c64a18ebc

Dass eine der großen Schwierigkeiten im Umgang mit der ePA schon das Registrierungsverfahren selbst ist, ist an vielen Stellen bereits benannt worden. Die Techniker Krankenkasse plädiert deswegen für ein Verfahren, in dem der Patient im Video einen Ausweis präsentiert und so in die Akte gelangt. Dafür müssten allerdings die gesetzlichen Grundlagen geändert werden. Marie-Claire Koch berichtet am 04.08.2025 auf heise.de:
https://www.heise.de/news/Elektronische-Patientenakte-Techniker-Krankenkasse-will-Videoident-zurueck-10508227.html

Auch bei ntv, 04.08.2025:
https://www.n-tv.de/panorama/ePa-noch-zurueckhaltend-genutzt-Techniker-Krankenkasse-will-mit-einfacher-Identifizierung-E-Akte-zum-Erfolg-verhelfen-article25943098.html

Der NDR berichtet aus Mecklenburg-Vorpommern: Die ePA wird nur von wenigen genutzt – und es gibt technische Schwierigkeiten. 04.08.2025:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/elektronische-patientenakte-startschwierigkeiten-in-sh,epa-106.html

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