NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Von I-dioten und E-Dioden im E-Auto und an der Ampel

Ich gestehe es Ihnen gleich: Dieser Text ist eine Auftragsarbeit. Ein mir sehr nahestehender Mensch möchte, dass ich dem E-Auto und seinem Fahrer auf die Schliche komme. Beziehungsweise mich in seiner Spur breit mache, um anschließend sprachlich über ihn herzufallen. Im Straßenverkehr ist das Hinterherschleichen ja ganz leicht: Man erkennt diese Fahrzeuge an ihrem E am Ende des Autokennzeichens. Spätestens an der nächsten roten Ampel. Für den mir sehr nahestehenden Menschen ist das Erkennen dieser Fahrzeuge nach jahrelanger Übung noch leichter: Er identifiziert sie aufgrund des Verhaltens ihrer Fahrer zu einem Zeitpunkt, an dem er das Autokennzeichen bei Weitem noch nicht lesen kann.  

Der Fahrer eines E-Autos nämlich hält sich in der Regel an die Straßenverkehrsordnung. Was ja an und für sich weder verboten noch schlecht ist. Doch die E-fahrer (sie sind also erfahren ohne r), so die Wahrnehmung des Mannes an meiner Seite am Steuer eines Nicht-E-Autos, halten sich so akribisch an die Straßenverkehrsordnung, dass ihr Verhalten dann und wann erratische Züge bekommt. Gerne auf den Gürteln und Ringen quer durch Köln. Ungerührt und ohne eine Veränderung seiner Fahreigenschaften fährt der E-fahrer in seinem E-Auto dann auf die nächste Ampel zu, die der nachfahrende Autofahrer, nämlich meistens mein Mann, noch für tiefgelb halten würde. (Männer haben mit dem Erkennen von Farben manchmal Schwierigkeiten, die Frauen in dieser Form nicht haben.) Nichts, aber auch gar nichts, deutet darauf hin, dass der E-fahrer diese Ampel nicht überqueren wird. Bis zu dem allerletzten Moment nicht, in dem dann die tiefgelbe Ampel blitzschnell feuerrot wird. In Nullkommanichts steht dann der E-fahrer mit seinem E-Auto ungerührt und unbeweglich, also quasi e-motions-los – vor der tiefroten Ampel, wie es sich für jemanden, der die Straßenverkehrsordnung beherrscht, auch gehört. Oft zum Schrecken seines Nachfolgers, dem es nicht schwergefallen wäre, den allerletzten Moment der tiefgelben Ampel noch zum Vorteil seiner Nach-fahrer mit Hilfe von nur geringem Druck auf das Pedal unter dem rechten Fuß auszunutzen, um schnell noch davonzufahren. In einer Stadt wie Köln, in der die grüne Welle auf langen Strecken vom Takt der Straßenbahn in vollen Zügen nur allzu häufig verunmöglicht wird, sind diese Momente, die den E-fahrer vom Er-fahrer unterscheiden, von großer Bedeutung. Das werden Sie verstehen, oder?

Soweit meine Einleitung. Beobachten Sie es selbst. Ganz sicher werden Sie auch außerhalb von Köln zu dem Ergebnis kommen: Es stimmt. Der E-fahrer ist ein I-diot. (Trigger-Warnung: Vorsicht, mit Schimpfworten im Autoverkehr: Vergewissern Sie sich erst, ob Ihre Fensterscheiben geschlossen und Ihre Beifahrer geduldig sind! Sie könnten sonst andere Menschen verletzen, kompromittieren oder beleidigen. Und das wiederum zieht Bußgelder nach sich, die Sie am Ende sowohl treffen als auch triggern könnten!)

Womit wir nun beim eigentlichen Thema wären. Wie kommen wir, sprachlich und inhaltlich, vom Fahrer eines E-Autos zu diesem Schimpfwort, das mit I beginnt und das es dem Er-fahrer erleichtert, seinen E-Motions-Status nicht in einen E-Motions-Stau zu verwandeln? Und wie kriegen wir das auf die – politisch möglichst auch noch korrekte – Kausalkette? Und ganz nebenbei: Wie soll ich denn nun den Er-fahrer gendern? Denn die Frauen kommen ja bislang am Steuer in diesem Text noch gar nicht vor. Als She-Fahrer? So wird uns die Kausalkette allenfalls idiomatisch, vielleicht sogar idiotisch. Aber über die Ziellinie fahren wir damit lange noch nicht. (Und das dritte Geschlecht? Da müssen wir entweder auf den englischen Cardriver zurückgreifen – oder auf den Fahrenden verweisen. Der aber sprachlich wieder entweder männlich oder weiblich sein muss. Und auch der Fahrzeugführende, der mir im Internet als geschlechtsneutral angeboten wird, kommt nicht weiter, ohne zumindest das grammatikalische Geschlecht zu benutzen.)

Versuch Nummer 1:

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Salz und Haare in der Suppe - KI und Bluthochdruck

Uns Kölnern drohen morgen, 14.06.2025, 35 Grad.

Da wird’s dann jetzt wohl Zeit für einen persönlichen Hitzeschutzplan für Familie, Nachbarn und andere nahestehenden Menschen. Schließlich kennen wir die Notwendigkeit eines Hitzeschutzplans nicht erst, seit die neue Bundesgesundheitsministerin den Vereinen bei Hitze Bier und Bratwurst streichen will. Die Vokabel geht schon auf den Sommer 2023 zurück – also auf Karl Lauterbach. Damals hat das BMG einen „Hitzeschutzplan für Gesundheit“ aufgesetzt. Nachzulesen beim BMG, mit Fortschreibung in die Gegenwart:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/hitze.html

Nun also ans Eingemachte. Beziehungsweise an die private Recherche: Wie sollen sich Menschen mit hohem Bluthochdruck bei Hitze verhalten? Nicht, dass die nötigen Ratschläge nicht alle schon internalisiert wären: Schatten, Wohnung kühl halten, trinken … alles klar. Trotzdem! Was sagt Tante Google zum Thema? Sie hat ja neuerdings Unterstützung von KI. Was die Suche schneller macht, denn die KI fasst schlicht zusammen, was wir sonst selbst auch rausgekriegt hätten. Nur nicht in demselben Tempo, oder? Schnell ist sie ja wirklich. Und auf jeden Fall macht sie seit Neuestem auch Quellenangaben. Das ist doch schön.

Das Gute an der KI: Ihr fehlt die schemenhafte Ausgestaltung als Bot. So brauchen wir sie nicht persönlich zu nehmen. Auch wenn sie – oder ist sie vielleicht doch männlich? oder gar ein neutrales ES? – uns gerne persönlich anspricht. Korrekt übrigens, mit dem höflichen Sie.

Aber nun zum Eigentlichen. Zum Salz in der Suppe. Oder zum Haar, das da auch schon mal darin herumschwimmt. Google-Abfrage mit dem Stichworten Bluthochdruck und Hitze. Die KI antwortet so schnell, wie wir es erwarten. Und unter der Fragerubrik „Was kann man tun?“ antwortet die Stimme aus dem Nichts oder das ES (nein gut, das Nicht existiert wahrscheinlich gar nicht wirklich und das ES ist eine reine Erfindung von Stephen King):

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Warken gegen Lauterbach - Kein Tischtennis mehr im Ministeriumskeller

Betrachten wir die nächste Geschichte als kleine Anekdote? Oder ist es nur eine Begebenheit? Oder ist die Lage ernster, als wir denken können? Hier wieder ein Puzzlesteinchen aus der Serie, die mit den Worten „Warken will …“ beginnt.

Aber eigentlich geht es darum, was die neue Bundesgesundheitsministerin nicht will: Sie will nämlich nicht, dass der alte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach im Keller des Bundesministeriums Tischtennis spielt. Die Tischtennisplatte dort ist seine, er bekam sie seinerzeit zum 60. Geburtstag von seinen Mitarbeitern im Jahre 2023. Nun, so sieht es Warken, ist seine Übergangszeit, in der der Ex-Bundesminister im Keller an der Tischtennisplatte geduldet war, abgelaufen.

Lauterbach ist mit diesem Rauswurf dann zur Bild-Zeitung gelaufen. Und nun rollt der Ball, auch wenn er nur klein ist:

Die Nachricht – mit Foto der Tischtennisplatte und dem Ex-Bundesgesundheitsminister davor, 09.06.2025:
https://www.bild.de/politik/inland/sondererlaubnis-weg-nachfolgerin-sperrt-lauterbach-aus-68469ae4eaf9b317dbcfda30

Die Nachricht im Tagesspiegel, 10.06.2025:
https://www.tagesspiegel.de/politik/nachfolgerin-warken-streicht-sondererlaubnis-lauterbach-darf-kein-tischtennis-mehr-im-ministeriumskeller-spielen-13826272.html

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Lesetipp: Hausarztpraxis als genossenschaftliches Modell in Oberschwaben

In Wolfegg und Kißleg, Oberschwaben, steigen die Gemeinden ein in ein genossenschaftliches Modell, das die beiden vorhandenen MVZs miteinander verbindet. Die Schwäbische berichtet ausführlich, der Artikel ist lohnenswert zu lesen – und liegt nicht hinter Bezahlschranke. Dafür aber muss der interessierte Leser sich darin üben, das X zu finden für die verschiedensten Werbepop-ups. Aber: Man kommt dann auch ans Ziel. Versprochen:
09.06.2025:
https://www.schwaebische.de/regional/allgaeu/kisslegg/ich-verdiene-nicht-mehr-sondern-weniger-geld-hier-geht-ein-hausarzt-neue-wege-news-3646127

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Demenzielle Ernährungslehren

Mein Deutschlehrer hat es vor langer Zeit gut mit uns gemeint, als er uns aus dem Lehrplan Büchners Woyzeck zu lesen gab. Der arme Soldat – monatelang bekam er nur Erbsen vorgesetzt, während der Doktor, der ihn für diesen recht einseitigen Versuch bezahlte, die Auswirkungen der Erbsenkost auf Harn, Puls und vor allem Verstand überprüfte. Dass Woyzecks Verstand tatsächlich beschädigt war, begriffen wir Schüler sehr schnell. Ob die Erbsenversuche dafür wirklich die Ursache waren, daran ließ Büchner uns zweifeln. Kein Zweifel hingegen bestand beim Lesen darin, dass der Doktor auch nicht ganz dicht in seinem Oberstübchen war.

Wir haben gelernt: In der Aufklärung lag das Bild vom Menschen in der Forschung ganz in der Nähe eines mechanistischen Modells. Für das Büchner auch gern an anderen Stellen die Errungenschaft des Automaten als Bild bemüht. Für Woyzeck heißt das: Erbsen rein, Verstand raus. Im Prinzip – und in der Übertreibung. Die Literaturwissenschaft lehrt uns, dass Woyzeck schizophren ist.

Vielleicht war’s ja auch ganz andersherum, und der aufgeklärte Doktor wollte mit seiner Erbsendiät die Schizophrenie des Soldaten heilen. Sein Versuch misslang auf jeden Fall gründlich. Das Drama endet tödlich.

Mit einer gewissen Überheblichkeit ließen wir uns als 17-Jährige aufklären über die Welt am Beginn der Aufklärung, über die Schrecken und Einseitigkeiten der Aufklärung. Und über den zynischen Humor – ist das noch Humor? – Büchners. Unsere Welt war das nicht. Unser Menschenbild war das auch nicht. Und unsere Zeit war das auch nicht.

Oder?

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Warken will ... (uns an die Bratwurst)

Zweifelsohne: Dies hätte der nächste Nachrichtentext aus der Reihe „Warken will …“ werden können. Doch im Laufe der textlichen Ansammlungen, die sich als Tabs auf dem Bildschirm aneinanderreihen, kam mir die Frage: Haben wir das alles wirklich gewollt? Diesen warklichen Willen? Eines jedenfalls ist klar: Auch wenn Nina Warken thematisch nicht wirklich vorbelastet war, als sie das Amt der Bundesgesundheitsministerin übernahm, fehlt es ihr nicht an Meinungen und Einschätzungen, die sie nun in Form von Ratschlägen an uns weiterleitet. Öffentlichkeitswirksam ist das – und Warkens Medienkompetenz muss man nicht anzweifeln.

Heute ging nämlich Warkens Warnung an alle Breitensportler, Vereinssportler und wahrscheinlich auch alle anderen Menschen raus. Aber die Sportler sind, wenn’s heiß wird, ganz besonders gefährdet. Sagt auch die WHO. Der ganze Warkensche Anforderungskatalog, entwickelt zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund, nennt sich Hitzeschutzplan. Und bedeutet im Detail: Sport an heißen Tagen auf die frühen oder späten Zeiten legen, auf Grillen und Alkohol an den heißen Tagen verzichten, Sonnencreme kostenlos zur Verfügung stellen, Wasser auch, Sportler sollen gegenseitig ihren Puls messen (Nein, das ist weder anzüglich, noch komisch. Es ist ernst.)

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet aus dem „Musterhitzeschutzplan“, den sie vorliegen hat, hier:
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/gesundheitsministerin-raet-breitensport-zu-bier-verzicht-bei-hitze-48783680

(Weitere Links am Textende.)

Liegt Ihnen auch eine dieser Antworten auf der Zunge? 

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SWR-Reportagen aus einer Landarztpraxis

Der SWR hat eine ganze Reportage-Serie zum Thema Landarzt gemacht. Alle Beiträge dauern etwa sechs Minuten. Hier die Links:

23.05.2025: „Die Landärzte: Praxiserfahrung für Medizinstudenten“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-praxiserfahrung-fuer-medizinstudenten-102.html

22.05.2025: „Die Landärzte: Heimversorgung“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-heimversorgung-100.html

21.05.2025: „Die Landärzte: Teamarbeit“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-teamarbeit-100.html

21.05.2025: „Die Landärzte: Auf Hausbesuch“
https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/landesschau-bw/die-landaerzte-auf-hausbesuch-100.html

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Hörtipp: die ffn-Landärzte

Nein,sie wollen nicht zurück nach Westerland, die "ffn-Landärzte". Sie wollen ab aufs Land - und eine Landarztpraxis übernehmen. Dann man tou, kann man da wohl nur sagen. Hören können Sie hier:
https://www.ffn.de/programm/comedy-zum-noch-einmal-hoeren/mehr-aus-der-ffn-comedy-welt/

Wie viel man sich sonst noch aus dieser Hörliste aus der ffn-Comedy-Welt zu Ohren kommt, ist wohl eine Frage von Geschmack und Ausdauer ....

 

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Duales Studium in der Pflege - Neu fürs Klinikum Lippe

Zum Wintersemester bietet das Klinikum Lippe zusammen mit der Uni Bielefeld ein neues duales Studium an, das Ausbildung um Studium für Pflegefachkräfte verbindet. Radio Lippe berichtet am 26.05.2025:
https://www.radiolippe.de/nachrichten/lippe/detailansicht/klinikum-lippe-neue-pflegeausbildung-als-duales-studium.html

Die Hochschule Bielefeld informiert hier:
https://www.hsbi.de/studiengaenge/pflege

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Warken will ... (Der Liste dritte Fortsetzung)

„Warken will Online-Verschreibungen von medizinischem Cannabis einschränken“, titelt der Tagesspiegel am 26.05.2025. Die Rede ist von „Missbrauch“.
https://www.tagesspiegel.de/politik/gesundheitsministerin-sieht-ganz-klar-missbrauch-warken-will-online-verschreibungen-von-medizinischem-cannabis-einschranken-13754983.html

auch in der Deutschen Apotheker-Zeitung, 26.05.2025:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2025/05/26/warken-will-online-rezepte-fuer-medizinalcannabis-einschraenken

„Warken will Virologen Streeck offenbar zum neuen Drogenbeauftragten machen“, lautet die Schlagzeile beim BR, 26.05.2025:
https://www.br.de/nachrichten/meldung/warken-will-virologen-streeck-offenbar-zum-neuen-drogenbeauftragten-machen%2C300731883

„Gesundheitsministerin Nina Warken will die umstrittene Krankenhausreform zügig nachbessern – ohne sie komplett neu aufzusetzen“, berichtet Bibliomedmanager am 26.05.2025:
https://www.bibliomedmanager.de/news/klinikreform-warken-verspricht-tempo

Die Bundesgesundheitsministerin spricht im Interview mit der FAZ darüber, dass und wie sie den Kassen kurzfristig Luft verschaffen will und wie ihre Strategie bezüglich der weiteren finanziellen Entwicklung der Krankenkassenbeiträge aussieht. In der FAZ liegt das Interview hinter Bezahlschranke, das Bundesgesundheitsministerium hat auf die eigene Webseite gestellt. 25.05.2025:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gesundheitsministerin-warken-im-interview-den-kassen-kurzfristig-luft-verschaffen-110498453.html

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"Warken will ..." - Neue Liste

„Warken will …“ , so lauten derzeit viele Überschriften. Das ist nicht nur ihren Absichten und ihren Anfängen geschuldet, sondern auch der sprachlichen Grazie. Profaner: der Wiederholung des W. Alliterationen erregen Aufmerksamkeit, erklärt die KI-Übersicht, die der Google-Nutzer nur noch mit Sachkenntnis vermeiden kann. Hier dann nun eine kleine Sammlung von Warkens Wollen:

Pflege:

„Warken will mehr Verantwortung für Pflegekräfte“, titelt das ARD-Morgenmagazin am 21.05.2025. Der Beitrag dauert etwa 9 Minuten und geht der Frage nach, was die Pflegekräfte dazu zu sagen haben:
https://www.ardmediathek.de/video/morgenmagazin/warken-will-mehr-verantwortung-fuer-pflegekraefte/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21vcmdlbm1hZ2F6aW4vMGI0YTMxMzMtZjVkOS00ZDYwLTg4ODAtM2ExMjQzOTQ2ZThk

„Gesundheitsministerin Warken: Pflegekräfte sollen mehr Verantwortung bekommen“, titelt am 21.05.2025 der Stern:
https://www.stern.de/news/gesundheitsministerin-warken--pflegekraefte-sollen-mehr-verantwortung-bekommen-35743008.html

Krankenversicherung:

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Neues Labor in Paderborn jetzt eingeweiht

Auf dem Campus des Brüderkrankenhauses in Paderborn haben das B+V-Laborzentrum und das LADR-Laborzentrum gemeinsam einen Neubau eingeweiht. Modernste Labortechnik und KI-gestützte Analysesysteme versprechen schnellere und noch genauere Diagnosen. Die Neue Westfälische berichtet am 19.05.2025 hier:
https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/24102075_Modernste-Technik-Medizinisches-Laborzentrum-in-Paderborn-eingeweiht.html

Das Westfalen-Blatt am 19.05.2025:
https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-paderborn/paderborn/zukunftslabor-bruederkrankenhaus-gesundheitscampus-ladr-labor-kliniken-3304783

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Diskussion über das Primärarztsystem

Ganz offensichtlich ist das von der Koalition im Vorfeld angekündigte Primärarztsystem institutionell noch nicht stringent bzw. öffentlich nicht stringent durchdiskutiert. Oder: Die eine Seite weiß nicht, was die andere Seite redet. Oder: Die Medien picken sich hier dieses Zitat und dort jenes. Schwierig, sich ein Bild zu verschaffen. Denn eines ist deutlich: Viele Meinungsäußerungen sind sprachlich so gestaltet, dass man sie auch wenden könnte, wenn es denn nottun sollte. Und auch die KBV kann man so oder so zitieren. Das ist nicht nur eine Frage des Standpunktes, sondern auch eine Frage des Zeitpunktes. Wir picken dann an dieser Stelle mal mit:

Der Hausärztinnen- und Hausartverband Baden-Württembergs arbeitet in seiner Stellungnahme ein wenig pauschal: Er zitiert – ohne genaue Quelle – die KBV, die von „unrealistischen Erwartungen“ spreche, die mit dem Primärarztsystem verbunden sei. Dagegen widerspricht der Verband aufs Gründlichste in seiner Pressemitteilung vom 19.05.2025:
https://www.haevbw.de/Presse/2025_05_19_pm_pas~n-15311

Das Deutsche Ärzteblatt aber zitiert Andreas Gassen, den Vorstandsvorsitzenden der KBV – allerdings fünf Tage früher – am 14.05.2025, dass es keine größere „Friktionen“ zwischen Haus- und Fachärzten gebe:
https://www.aerzteblatt.de/news/kassenarztliche-bundesvereinigung-patientensteuerung-auftrag-an-den-kollektivvertrag-fd43ab69-aaf7-49ea-b1ba-8ad521c61999

Die Bayrische Staatszeitung geht am 16.05.2025 mit dem zu erwartenden Primärarztsystem konform und verweist auf das Konzept „Häppi“, das der Hausärzteverband zusammen mit der Universität Heidelberg entwickelt habe. Das Modell beinhaltet nicht nur die Arbeit zusammen mit Physician Assistants, sondern umfasst auch betriebswirtschaftliche Unterstützung:
https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/hausaerzte-werden-zu-torhuetern.html#topPosition

(Infos zum Konzept „Häppi“ beim Hausärzteverband: https://www.haev.de/themen/haeppi)

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Drosten vor dem Sächsischen Untersuchungsausschuss

Virologe Christian Drosten war vor dem Sächsischen Untersuchungsausschuss geladen, der sich mit den Maßnahmen der Sächsischen Landesregierung während der Pandemie beschäftigt. Seine Aussagen und Bewertungen sind – wie auch anders – rückblickend. Und gerade deswegen hochinteressant. Offenbar hat die Zeit nicht gereicht – und er wird noch ein zweites Mal aussagen müssen.

t-online berichtet am 16.05.2025 – und zitiert Drosten wörtlich, der seine Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit damit begründet, dass er den Steuerzahlern etwas zurückgeben müsse für die steuerfinanzierte Forschung. Bei den Zuschauern sorgte diese Einlassung offenbar für Gelächter:
https://www.t-online.de/region/dresden/id_100725922/dresden-drosten-ich-war-nicht-der-architekt-der-corona-strategie.html

Deutsches Ärzteblatt, 16.05.2025:
https://www.aerzteblatt.de/news/virologe-drosten-gegen-schematische-pandemieplanung-c05c52bb-1301-407a-b66b-d2db661462bb

Der MDR berichtete im Fernsehen 28 Sekunden lang:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/video-drosten-virologe-corona-landtag-pandemie100.html

In der Freien Presse fasst Frank Hommel die dreizehn Aussagen Drostens zusammen – hinter Bezahlschranke, 16.05.2025:
https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/ich-wuesste-es-selber-gern-das-sind-die-dreizehn-kern-aussagen-von-christian-drosten-im-saechsischen-corona-ausschuss-artikel13813999

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Nutzt der Klinikatlas bei der Krankenhaussuche?

„Ein Jahr Klinik-Atlas: Was bringt das Portal für Bremer Patienten?“, fragt Helge Hommers für buten un binnen am 17.05.2025. Der Artikel ist umfangreich und Patientenschützer bringen alle Aspekte zur Sprache. Auch die Frage, was denn Patienten wirklich wissen wollen. Auch Nutzerzahlen liegen vor – die je nach Lager natürlich unterschiedlich interpretiert werden. Fakt ist: In den ersten Monaten lagen die Zugriffszahlen deutlich höher. Am Ende steht die Frage, wie es weitergeht mit der bundesweiten Plattform. Optimieren – so das zitierte Schlagwort des BMG. Den Bremern rät Hommers zum Bremer Krankenhausspiegel. Den gibt es seit 2010.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/bremen-klinik-atlas-krankenhaeuser-bilanz-100.html

Ende November 2024 wurden – nach einer Kleinen Anfrage der Union – die Aufrufzahlen des Klinikatlasses veröffentlicht. Zum Beispiel in Deutschen Ärzteblatt, 28.11.2025:
https://www.aerzteblatt.de/news/bundes-klinik-atlas-wird-laut-regierung-nur-wenig-geklickt-65897355-ccb4-4631-8519-95fe059bd1bb

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Warkens Gesundheitsprogramm - und mediale Reaktionen

„Ministerin Ahnungslos“ titelt der Spiegel. Das ZDF ist nur wenig freundlicher: „Die Unbekannte mit der Mammutaufgabe“. Die meisten Überschriften sind aber zielorientiert: Warken will … Ärzten zuhören, Krankenkassen stabilisieren, bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung sicherstellen. Lauter gute Absichten – natürlich. Zum Überblick eine kleine Linkliste:

Warkens Programm, das sie am Donnerstag, 15.05.2025 im Bundestag erläutert hat, und die Regierungsdebatte darüber können Sie bei Phoenix (ARD) anschauen, Dauer 1h16min, 15.05.2025:
https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-parlament/warken-gute-bedarfsgerechte-gesundheitsversorgung-sichern/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNDkxMDIyNw

Der Spiegel stellt oben zitierte „Ministerin Ahnungslos“ hinter Bezahlschranke vor, 15.05.2025:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/nina-warken-als-gesundheitsministerin-ministerin-ahnungslos-a-59eed36f-71d2-4710-8076-28e0a80ea4f6

Britta Spiegermann zeichnet das Bild einer sachlichen, kühlen (oder unterkühlten?) Ministerin: „Ihre Antrittsrede im Bundesgesundheitsministerium am 7. Mai ist so sachlich, dass sich ein Journalist leise besorgt fragt, wie er daraus auch nur eine Meldung machen soll. Offenbar geht es ihm wie vielen. Es bleibt wenig hängen, weil ihre Rede von allem etwas hat. Ist es ein Vorteil, dass ihr die Leidenschaft eines Karl Lauterbachs abgeht?“ Der Text lohnt sich zu lesen, weil er tatsächlich beide Möglichkeiten offenhält, 16.05.2025:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/nina-warken-gesundheit-ministerin-cdu-100.html

Das Deutsche Ärzteblatt bemüht das Bild vom Bundesgesundheitsministerium als „Gesetzgebungsmaschine“ und „Haifischbecken“, für das es hin und wieder einen „robusten Nussknacker“ bräuchte. Wenn Sie sich jetzt auch Nina Warken unter Haifischen vorstellen, ausgestattet mit Profi-Schwimm- oder besser noch Tauchanzug und Nussknacker, hat vielleicht schon viel verstanden. Das Foto von dem Moment, in der Warken einen Nussknacker als Geschenk lächelnd annimmt, auf den ihr Sitznachbar Lauterbach skeptisch-reserviert blickt, lohnt allein schon, den Artikel zu lesen. Aber auch an Infos über Abläufe, Einschätzungen, Hoffnungen und Furcht mangelt es nicht, 16.05.2025:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/neue-bundesgesundheitsministerin-nina-warken-fuehrt-das-ministerium-1b7a2548-f0e2-4b08-9b94-b94a7c91fab5

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Gummiabrieb sorgt für dicke Luft in Kletterhallen

In Kletterhallen herrscht – jetzt nachweislich – dicke Luft. Und die besteht zum großen Teil aus Abrieb von Gummi und anderen Materialien. Gesund ist das eher nicht.

BR24, „Gummi-Feinstaub in Kletterhallen ohne Konsequenzen?“, 14.05.2025:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/studie-zu-gummi-feinstaub-in-kletterhallen-so-reagiert-die-szene,UknjlZXhttps://www.br.de/nachrichten/bayern/studie-zu-gummi-feinstaub-in-kletterhallen-so-reagiert-die-szene,UknjlZX

National Geographic: „Wie giftig ist die Luft in Kletterhallen“, 13.05.2025:
https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2025/05/wie-giftig-ist-die-luft-in-kletterhallen?utm_source=firefox-newtab-de-de

Berliner Zeitung: „Dicke Luft in Kletterhallen: So gesundheitsschädlich ist Indoor-Bouldern wirklich“, 12.05.2025:
https://www.berliner-zeitung.de/panorama/so-gesundheitsschaedlich-ist-indoor-bouldern-wirklich-li.2324041

Natur.de, (wissenschaft.de), „Dicke Luft in der Kletterhalle“, 30.04.2025:
https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/dicke-luft-in-der-kletterhalle/

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Van der Leyen muss SMS herausgeben

Jetzt ist es amtlich: Die Aussage von EU-Kommissionspräsidentin Ursula van der Leyen, sie habe die SMS nicht mehr, die sie mit dem Pfizer-Chef Albert Bourla im Rahmen des Impfstoffhandels ausgetauscht habe, ist unplausibel. Sagt der Europäische Gerichtshof.

Das Handelsblatt berichtet hier am 14.05.2025:
https://www.handelsblatt.com/dpa/corona-impfstoff-schlappe-fuer-von-der-leyen-im-prozess-um-sms-an-pfizer-chef/30333786.html

Die ZEIT, 14.05.2025:
https://www.zeit.de/politik/2025-05/von-der-leyen-pfizer-corona-sms

ZDF, 14.05.2025:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/von-der-leyen-sms-pfizer-eu-new-york-times-100.html

Die FAZ, 14.05.2025:
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/eu-gericht-von-der-leyen-muss-textnachrichten-an-pfizer-chef-herausgeben-110475365.html

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Bundesgesundheitsministerium in der Rangfolge abgerutscht

Eine kleine, unscheinbare Nachricht ist im Zuge des Regierungswechsels vielleicht eher untergegangen. Zumindest stand sie nicht vorn. Berichtenswert ist sie dennoch. Die Deutsche Apotheker-Zeitung hat das am 09.05.2025 getan: Die neue Bundesregierung hat das Bundesgesundheitsministerium in der Rangfolge, die jede Regierung selbst erstellt, auf Platz 13 von 16 gestellt. In der Regierung Scholz war das Gesundheitsministerium auf 10 von 15 platziert.

Auch die Zuschnitte der Ministerien haben sich teilweise geändert. Genaues in der DAZ:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2025/05/09/gesundheitsministerium-rutscht-in-der-rangfolge-nach-hinten

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Lauterbachs politische Zukunft

Was wird aus dem nun ehemaligen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)? Die „Bild“-Zeitung berichtet Internes zuerst, andere Medien folgen. Er wird im Ausschuss für Forschung, Technologie und Raumfahrt arbeiten.

Sprachlich flapsig – Lauterbach werde sich um „Raketen kümmern“ – berichtet die Bild hier am 13.05.2025:
https://www.bild.de/politik/kein-ministeramt-mehr-lauterbach-soll-sich-jetzt-um-raumfahrt-kuemmern-6822237cc956e61cc27b5c86

t-online bleibt sprachlich sachlicher, 13.05.2025:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100719766/ex-minister-nach-ampel-aus-gehen-lauterbach-und-co-leer-aus-.html

Apotheke adhoc weiß am 13.05.2025 noch mehr. Womöglich werde Karl Lauterbach auch noch im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwickling sitzen. 13.05.2025:
 https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/lauterbach-forschung-und-entwicklung-als-neue-themenfelder/

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Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

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