NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Hebammen digital

2020 ist das Jahr der Digitalisierung in der Medizin. Und so hat Corona auch dafür gesorgt, dass Hebammen Schwangere vermehrt digital beraten. Wie die Schwangeren und die Hebammen davon profitieren, ob und wie die Hebammen die digitale Beratung beibehalten möchten, haben die Barmer, die Hochschule für Gesundheit und der Hebammenverband für 2020 erfragt. Der Bericht von AFP findet sich am 30.09.2021 im Täglichen Anzeiger (Holzminden):
https://www.tah.de/afpnewssingle/schwangere-in-pandemie-durch-hebammen-zunehmend-digital-betreut

Auch der Stern berichtet:
https://www.stern.de/news/schwangere-in-pandemie-durch-hebammen-zunehmend-digital-betreut-30788372.html

Die Pressemitteilung zur UMfrage findet sich hier:
https://www.barmer.de/presse/presseinformationen/pressemitteilungen/digitale-hebammenbetreuung-348264

Und auch bei der Hochschule für Gesundheit, Bochum:
https://www.hs-gesundheit.de/aktuelles/details/digitale-hebammenbetreuung-gut-akzeptierte-alternative-in-pandemiezeiten

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Lauterbach gegen Impfpflicht

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) laut gegen eine Impfpflicht für Lehrer, Erzieher, Ärzte und Pfleger gewandt. Er widerspricht damit dem Präsidenten der Kinder und Jugendärzte. Die NOZ hat ihren Bericht ins Presseportal lesbar eingestellt, 29.09.2021:
https://www.presseportal.de/pm/58964/5032594

Auch über Fischbachs Aufforderung zur Impfpflicht von Lehrern, Erziehern usw. hatte die NOZ berichtet, der Bericht liegt allerdings hinter Bezahlschranke (29.09.2021):
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/2433496/kinderaerztepraesident-fuer-impfpflicht-fuer-lehrer-und-pflegekraefte

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Nachrichten zum Landarztmangel

In Sachsen-Anhalt haben 20 angehende Landärzte ihr Medizinstudium begonnen. Ihr Studienplatz ist an die Forderung gebunden, später als Landarzt in Sachsen-Anhalt zu arbeiten. Kurze Nachricht bei Radio Brocken, 29.09.2021:
https://www.radiobrocken.de/nachrichten/Gute-Nachricht-aus-Sachsen-Anhalt/Mehr-%C3%84rzte-f%C3%BCr-das-Land-id591702.html

Eine etwas ausführlichere Nachricht im Deutschen Ärzteblatt, 29.09.2021:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127720/20-angehende-Landaerztinnen-und-Landaerzte-in-Sachsen-Anhalt-beginnen-Studium

Über den Hausarztmangel in Torgau, aber dann auch in ganz Sachsen, berichtete der MDR am 06.09.2021:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/delitzsch-eilenburg-torgau/medizinische-versorgung-nordsachsen-aerztemangel-100.html

Schon Anfang September hatte der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt an die nächste Bundesregierung appelliert, mehr Medizinstudienplätze einzurichten. Bericht im Deutschen Ärzteblatt, 08.09.2021:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127072/Bundesaerztekammer-plaediert-fuer-mehr-Medizinstudienplaetze

An der Uni Bayreuth können im Wintersemester nun 130 Medizinstudenten ihr Studium beginnen, die nach vielen Kriterien ausgewählt wurden, bei denen der NC aber keine Rolle spielte. Bericht beim Bayrischen Rundfunk.21.09.2021:
 https://www.br.de/nachrichten/bayern/medizinstudium-ohne-nc-uni-bayreuth-hat-bewerber-ausgewaehlt,Sjd940J

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Ärzte und Gesundheitspolitiker im Bundestag

Unter den neu gewählten Bundestagsabgeordneten sind auch 15 Ärztinnen und Ärzte. Das Ärzteblatt ordnet nach Parteienzugehörigkeit und informiert umfassend über die Mitglieder im Gesundheitsausschuss. 27.09.2021:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127664/15-Aerztinnen-und-Aerzte-im-neuen-Bundestag-vertreten

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Mit 3G-Plus nach Babylon?

Ach Babylon, ach Babylon. Dort war die Sprachverwirrung jedenfalls sofort zu begreifen. Ein jeder sprach in einer anderen Sprache. Aber das ist ja eine ganz alte Geschichte, und wir können heutzutage, wann immer wir wollen, zu immer besseren Übersetzungsgeräten greifen.

Dennoch: Man kann noch immer mit verschiedenen Zungen Verwirrung stiften. Sogar, wenn man das Gleiche sagt. Sagen Sie mal 3Gplus in Thüringen. Dann werden Sie, sofern Sie mit Eingeweihten sprechen, dahingehend verstanden, dass Sie Ihren Veranstaltungsraum bei einer Veranstaltung nur bis zu 75 Prozent mit 3G-Menschen, geimpft, genesen, getestet, zu füllen gedenken.

Auch in Köln denkt man über Veranstaltungen nach. Auch hier gibt es ein Modell unter der Überschrift 3G-Plus. Es soll seinen Nutzen an Karneval beweisen und es bedeutet: Geimpft, genesen, getestet – das Plus steht dabei für den PCR-Test, der dann Auflage ist.

Auch in Saarbrücken ist von 3G-Plus die Rede. Das Plus kann ich beim Lesen der Saarbrücker Zeitung jedoch nicht eindeutig zuordnen. Vielleicht ist es der Fall der Maskenpflicht? Im zweiten Text, Link siehe unten, wird’s klarer: Das 3G-Plus-Modell der Saarländer berücksichtigt den dortigen großen Impffortschritt. Ach so.

Wenn Sie bei 3G-Plus bislang nicht im Geringsten an Corona gedacht haben: Sie liegen nicht falsch, Sie dürfen sprachlich auch so über manche Tablets reden. Außerdem habe ich auch noch einen Patientensimulator gefunden, der diesen Titel stolz nach sich tragen darf.

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Gelb und nicht fälschungssicher: Ausweisprobleme

In Berlin gilt der Impfnachweis nur noch, wenn er digital übers Handy vonstatten geht. Das gelbe Heft hingegen hat dort ausgedient, es ist nicht fälschungssicher. So die Nachricht am 28.09.2021 im Kölner Stadt-Anzeiger. Die Gegenrecherche: Im Land NRW behält das gelbe Heft seine Beweiskraft, da es zwar Fälschungen gebe, aber nicht flächendeckend:
https://www.ksta.de/politik/regelung-bei-2g-veranstaltungen-gedruckter-impfpass-soll-in-nrw-weiter-gelten-39049164

Die Regelungen, die für Berlin ab 26.09.2021 gelten, sind im Forum „Gesundheitsstadt Berlin“ zusammengefasst. Wer kein Smartphone hat oder keines vorweisen möchte, kann den QR-Code des Europäischen Impfzertifikates vorlegen. Text vom 23.09.2021:
https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/berlin-gelber-impfausweis-reicht-bei-2-g-regel-nicht-mehr-15494/

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Einblick in die Vermehrung der Pockenviren

Noch eine virale Nachricht: Auch wenn’s keine Pockenviren mehr gibt – ein paar liegen noch auf Reserve. Und für den Fall eine Unfalls oder Terroranschlags, so formuliert es der Deutschlandfunk, ist es wichtig, dass Forscher die Arbeitsweise der Pockenviren verstehen. Das tun sie jetzt, sie können den Pockenviren beim Vermehren in den Wirtszellen zusehen.

Der Dlf berichtet am 27.09.2021:
https://www.deutschlandfunk.de/medizin-so-vermehren-sich-pockenviren.2850.de.html?drn:news_id=1305543

Grundlage der Nachricht des Dlf ist dieser Bericht in Nature, 23.09.2021:
https://www.nature.com/articles/s41594-021-00655-w

Den Pressetext der Julius-Maximilians-Universität Würzburg finden Sie hier, 23.09.2021:
https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/pressemitteilungen/single/news/wie-pockenviren-sich-vermehren/

Einen längeren Bericht gib’s auch bei zm-online (Zahnärztliche Mitteilungen) am 27.09.2021:
https://www.zm-online.de/news/gesellschaft/deshalb-waren-pocken-so-erfolgreich/

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Fledermaus-Nachrichten aus dem "Daily Telegraph"

Und: Wann haben Sie die letzte Fledermausnachricht im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhalten oder gelesen? Lange her? Nichts Neues? Auf jeden Fall mangelt es allen Neuigkeiten an Eindeutigkeit. Vielleicht kommt weiter, wer den Kreislauf der Nachrichten versteht. Hier zumindest scheint der britische Telegraph jeweils neue Diskussionsansätze in die Welt zu setzen – von beiden Seiten.  

Wenn Sie die Neue Züricher Zeitung lesen, erfahren Sie von Anträgen von chinesischen und amerikanischen Wissenschaftlern, die 2018 gestellt und abgelehnt wurden und die darauf zielten, die den Fledermäusen eigenen Coronaviren mit gefährlichen Bestandteilen auszustatten, die die Infektiosität erhöhen. Antrag abgelehnt, wie gesagt. Nun kann man diskutieren, ob die Versuche trotzdem stattfanden – und ob man so etwas nachweisen kann. Die NZZ tut’s am 24.09.2021. Ohne eindeutiges Ergebnis. Aber wenn Sie’s lesen: Sie werden am Ende den Verdacht nicht los, dass ...
https://www.nzz.ch/wissenschaft/ursprung-von-corona-neue-nahrung-fuer-die-laborhypothese-ld.1647091

Ähnliches lesen Sie einen Tag später, am 25.09.2021 beim RND. Nur dass es hier die Chinesen - in Zusammenarbeit mit amerikanischen Wissenschaftlern - sind, deren Antrag Antrag auf amerikanische Fördergelder 2018 abgelehnt wurde. Ansonsten: Die Nachrichtenquellen sind dieselben: die NZZ und The Telegraph. Die Formulierungen um die Antragstellung sind jedoch sprachlich mit anderen Betonungen versehen.
https://www.rnd.de/wissen/ein-alptraum-namens-wuhan-erst-panne-dann-pandemie-OLGSYZBC5ZCRBLGKX5FCB4T4EU.html

Hier der Link zum Telegraph, Nachricht vom 21.09.2021, wer den ganzen Artikel lesen will, muss sich einloggen:
https://www.telegraph.co.uk/news/2021/09/21/wuhan-scientists-planned-releaseskin-penetrating-nanoparticles/

Eine Entdeckung, die die Labortheorie zumindest wieder etwas ins Abseits befördert, machten französische Wissenschaftler: Sie entdeckten die nahesten Verwandten des Sars-Cov2-Virus bei laotischen und chinesischen Fledermäusen, ausgestattet mit der Fähigkeit, beim Menschen anzudocken. Die Wissenschaftler nehmen das als Beweis für den natürlichen Ursprung der Pandemie. Mehr dazu in Forschung und Wissenschaft, 24.09.2021:
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/mit-sars-cov-2-verwandte-viren-in-laotischen-fledermaeusen-entdeckt-13375374

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Mit oder wegen Corona - Formulierungsschwierigkeiten im Formular

Vielleicht haben Sie’s auch noch nicht gewusst: Es macht auch einen Unterschied, ob man mit oder wegen Corona ins Krankenhaus kommt. Und nun ist die gesamte Statistik im Eimer, zumindest im Lande Thüringen, weil das RKI diesen Unterschied zwar sehr wohl kennt – und fordert, dass nur die Patienten gezählt werden, die wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden. Aber es gibt eben auch die Patienten, die wegen eines anderen Leidens behandelt werden – und ganz nebenbei auch noch an Corona erkrankt oder lediglich infiziert sind. Die zählen nicht, zumindest nicht in der vom RKI angeforderten Statistik. Das Formular aber, das eben diese Zahlen abfragt, unterscheidet nicht zwischen mit und wegen. Tja.

Zu lesen beim MDR, 24.09.2021:
https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/corona-hospitalisierungsinzidenz-patienten-zahlen-krankenhaus-100.html

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Fragen nach dem tödlichen Schuss in Idar-Oberstein

In Idar-Oberstein, Rheinland-Pfalz, hat am Samstagabend ein Mann den Kassierer an einer Tankstelle erschossen, weil der ihn aufgefordert hat, eine Maske aufzusetzen. Die Tat löst bundesweit Entsetzen, Anteilnahme, Forderungen und Kritik an Zuständen aus, die die Gesellschaft in eine Polarisierung treiben. Auch wenn – vielleicht aber auch weil – die Hintergründe über die Tat selbst noch gar nicht vollständig klar sein.

Die Nachricht als Video der Tagesschau vom 21.09.2021:
https://www.youtube.com/watch?v=jQ-eYfoQy-o

Die Nachricht über den Mord erschreckt, Spekulationen über die Gründe gibt es viele. Gunnar Herrman hat in der Süddeutschen Zeitung hat einiges zusammengetragen. Auch die Auswertung der Social-Media-Profile des Täters. (22.09.2021)
https://www.sueddeutsche.de/politik/idar-oberstein-querdenker-mord-1.5417655

Der Tagesspiegel trägt am 21.09.2021 die Reaktionen derer zusammen, die die Tat bejubeln. https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/nach-streit-um-maskenpflicht-rechte-jubeln-ueber-mord-von-idar-oberstein/27631262.html

Das Bundesinnenministerium spricht von einem extremen Einzelfall, der Zeichen der Verrohung der Gesellschaft sei. Zu lesen in der ZEIT, 22.09.2021:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-09/toetungsdelikt-masken-streit-idar-oberstein-bundesinnenministerium-verrohung-gesellschaft-corona?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

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Keine Quarantäne-Entschädigung für Ungeimpfte

Jetzt ist’s beschlossen: Wer ungeimpft in Quarantäne muss, weil er Kontaktperson eines Infizierten ist, der soll ab November keinen Verdienstausfall bekommen. Damit haben sich heute Bund und Länder auf etwas geeinigt, was längst schon im Infektionsschutzgesetz so formuliert, also bereits geltendes Recht ist. Ausgenommen sind Ungeimpfte, die nachweisen können, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft sind/werden. Wird die Quarantäne nötig, weil der Ungeimpfte selbst infiziert ist, bekommt er sein Geld selbstverständlich weiter: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Die Nachricht in der Tagesschau, 22.09.2021:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/faq-verdienst-ausfall-arbeitnehmer-quarantaene-101.html

Beim BR kommen zur Nachricht noch Zahlen hinzu. Demnach hat eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes ergeben, dass bislang in der Pandemie für den Verdienstausfall wegen Quarantäne in der Pandemie 600 Millionen Euro ausgegeben worden sind. 22.09.2021:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/ab-november-keine-lohnfortzahlung-fuer-ungeimpfte-bei-quarantaene,SjjsDqn

Die Diskussion darüber, inwieweit Ungeimpfte künftig Kosten selber tragen müssen, geht noch weiter. Der SWR berichtet über eine Versicherung, die überlegt, die Versicherungsbeiträge zu staffeln – und Ungeimpften einen höheren Beitrag zu berechnen. 21.09.2021:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/braucht-es-krankenkassentarife-fuer-ungeimpfte-100.html

Ganz so eindeutig, wie der SWR diese Nachricht formuliert, verhält sich die Sache dann aber doch nicht. Der Chef der R+V-Versicherung hat dies zwar t-online gegenüber tatsächlich sehr deutlich so angedeutet, jedoch: Der Frager, alsodie Journalisten von t-online, fragen gezielt nach höheren Krankenkassengebühren, Norbert Rollinger jedoch antwortet weise: Er habe Verständnis für eine solche Diskussion sagt er, und begründet dieses Verständnis. Er spart sich allerdings auch nicht den Hinweis darauf, dass Krankenkassen bereits jetzt zwischen Rauchern und Nichtrauchern unterscheiden dürfen. Die Frage nach höheren Krankenkassenbeiträgen für Ungeimpfte ist jedoch nur ein Aspekt des Interviews, in dem sich die veränderte Lage der Versicherungen, auch bezüglich der Altersvorsorge, spiegelt oder spiegeln soll. Lohnt zu lesen – und t-online nutzt das Gespräch zu reichlichen Verlinkungen. 21.09.2021:
https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_90830952/r+v-chef-rollinger-impfverweigerer-zeigen-ein-sozial-schaedliches-verhalten-.html

Das Interview hat Folgen, vor allem medial. Verbraucherschützer und Presse laufen gleichzeitig zur Höchstform auf. Im Handelsblatt endet die Folgeberichterstattung mit dem Hinweis, dass es im Hause R+V keine Überlegungen gebe, Ungeimpften höhere Beiträge zu berechnen. 21.09.2021:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/versicherer/versicherungen-unterschiedliche-praemien-fuer-geimpfte-und-ungeimpfte-rv-chef-bringt-tarife-nach-impfstatus-ins-spiel/27632430.html?ticket=ST-151059-FXQHectnfgObeg9bXHLu-ap5

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Coronaregeln im Überblick

2G oder 3G? Und wenn ja, dann wo? Wo nicht? Und all diese Fragen für 16 Bundesländer. Wer den Überblick verloren hat, dem kann der RND ein wenig weiterhelfen. Die geltenden Corona-Regeln der Bundesländern, alphabetisch sortiert (21.09.2021):
https://www.rnd.de/politik/wo-gilt-die-2g-oder-3g-regel-alle-bundeslaender-im-ueberblick-MGCH3XW77FGNTGOCTWBA5LZNJE.html

Oder in der „Welt“, 21.09.2021:
https://www.welt.de/politik/article233801290/2G-oder-3G-Welche-Corona-Regeln-jetzt-in-den-Bundeslaendern-gelten.html

Auch die Bundesregierung informiert über die Regeln der einzelnen Bundesländer:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

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Corona: In Köln gibt's die Zertifikate für die Genesenen online

Köln ist Vorreiter – und bietet Genesenen-Zertifikate als erste Kommune über ein Online-Portal an, berichtet die Tageschau heute, 22.09.2021 im „Coronavirus-Liveticker“ (11:23 Uhr):
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-247.html

Die Pressemitteilung der Stadt Köln finden Sie hier (22.09.2021):
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/23854/index.html

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Die Grippewelle hat begonnen - und der Grippeimpfung kommt während der Pandemie eine noch größere Bedeutung zu

Der September geht zuende, die Inzidenzwerte bessern sich unerwarteter Weise. Die Frage, ob die vierte Welle schon gebrochen ist, darf offenbar offen gestellt werden. Experten warnen zur Antwort weiterhin. Und dann gibt es ja noch das Thema Influenza, dass die Corona-Frage noch einmal in neuem Licht erscheinen lässt. Dabei geht’s vor allem ums Impfen: Corona und Influenza zusammen, getrennt. So wird dann auch gleich dass alljährliche Wer und Warum der Grippeimpfung thematisch bereichert. Kleine Linkliste folgt:

Der Deutsche Hausärzteverband kann sich die Kombi von Grippe- und Coronaimpfung gut vorstellen. Aber nicht alle Hausärzte finden diese Idee gut. ntv berichtet am 19.09.2021:
https://www.n-tv.de/panorama/Hausaerzte-sind-fuer-Impfung-im-Doppelpack-article22812866.html

Die Kombinationsimpfung ist heute (20.09.2021) auch Thema im Ärzteblatt:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/127416/Corona-und-Grippe-Hausaerzte-fuer-zwei-Impfungen-an-einem-Termin

Der Businessinsider nutzt das Thema sogar, um die alte Grundsatzfrage neu aufzurollen: Was ist denn nun gefährlicher? Grippe oder Influenza? Kein Zweifel natürlich, es ist Corona. Aber die Autoren rechnen und recherchieren gründlich. Und behandeln die Fragezeichen des Vergleichs. Die Dunkelziffer zum Beispiel, oder der Faktor der Durchimpfung. Wer den Artikel liest, ist also auf eine Diskussion des Themas gut vorbereitet:
https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/corona-oder-grippe-was-ist-gefaehrlicher-was-wir-nach-zwei-jahren-pandemie-wissen-c/

In Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Grippefälle seit August, da die Immunität der Menschen aufgrund der Corona-Maßnahmen eher niedrig sein wird, ruft der Hausärzteverband zum Impfen auf, berichtet der SWR am 20.09.2021:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/grippe-impfung-winter-2021-corona-100.html

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Biontech-Gründer in Köln geehrt

Özlem Türeci und Ugur Sahin haben in Köln die Ehrendoktorwürde der Universität Köln erhalten. Außerdem trug sich das Biontech-Gründer-Ehepaar in das Goldene Buch der Stadt Köln ein. Kleiner Pressespiegel:

Stadt Köln, 17.09.2021:
https://www.koeln.de/koeln/nachrichten/lokales/biontech-gruenderpaar-erhaelt-ehrendoktorwuerde-in-koeln_1182844.html

Universität Köln, 17.09.2021:
https://portal.uni-koeln.de/universitaet/aktuell/presseinformationen/detail/oezlem-tuereci-und-ugur-sahin-im-historischen-rathaus-zu-koeln-geehrt

Kölner Stadt-Anzeiger, 17.09.2021:
https://www.ksta.de/koeln/-rockstars-der-wissenschaft--biontech-ehepaar-im-koelner-rathaus-geehrt-39033746?cb=1631959890932

Die Zeit, 17.09.2021:
https://www.zeit.de/news/2021-09/17/biontech-gruenderpaar-erhaelt-ehrendoktorwuerde-in-koeln?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

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KV-Chef drängt auf Ende aller Corona-Maßnahmen Ende Oktober

Die Bild-Zeitung setzt ein Ausrufezeichen und Großbuchstaben, um die Forderung des KV-Chefs Andreas Gassen zu unterstreichen. Der nämlich fordert das Ende aller Corona-Maßnahmen zum Ende Oktober. Die Nachricht ist noch nicht alt, aber sie läuft ....

Bild, 18.09.2021:
Kassenärzte-Chef Gassen fordert: Am 30. Oktober Ende ALLER Corona-Maßnamen! - Politik Inland - Bild.de

Tagesschau im Ticker,  18.09.2021, 10:57 Uhr:
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-samstag-287.html#Spahn-Mehr-als-62-Prozent-der-Bevoelkerung-haben-vollstaendige-Impfung-erhalten

BR, 18.09.2021:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-freedom-day-fordert-chef-der-kassenaerzte,SjKocvh

RND, 18.09.2021:
https://www.rnd.de/politik/kassenaerztechef-gassen-fordert-freedom-day-am-30-oktober-Y3OWGCKLMECYC5GPUM4P5LNE3Q.html

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Exkurs und Linkliste zur "Pandemie der Ungeimpften"

Die „Pandemie der Ungeimpften“, die ich in untenstehender Glosse Kleiner grammatikalischer Exkurs zum Genitiv der Pandemie auf ihre eigene Grammatik hin überprüft und auseinandergenommen habe, ist natürlich keineswegs die sprachliche Erfindung des im Kölner Stadt-Anzeiger namentlich ungenannten NRW-Ministeriumssprechers. Man kann die Berichterstattung jedoch nicht zu ihrem eigentlichen Erfinder hin zurückverfolgen. Allein schon deshalb nicht, weil’s in der Pandemie auch sprachlich sehr global und weltweit zugeht. Ich vermute, die Phrase von der "Pandemie der Ungeimpften" wurde, quasi als Propagandawaffe, sprachlich in den USA in die Welt gesetzt. Es können aber durchaus auch die Chinesen gewesen sein, deren Sprache ich trotz weltweitem Netz mangels Kenntnis nicht überprüfen kann. Und auch an dieser These kann man natürlich seine Zweifel haben. Ich will deshalb gar nicht ausschließen, dass die Russen, die Außerirdischen, die Scientologen, die Katholiken, die Einäugigen oder die Blauäugigen oder der Herr Wer-auch-immer mit diesem Wortungetüm ein Weltbild schaffen wollen, das vollkommen neu ist. Am Anfang war das Virus und das Virus kam gleich nach Gott. Oder ach nein. Ich stocke schon. Wer hilft mir fort? Am Anfang war der Impfstoff und der Impfstoff suchte das Wort. Sie wissen schon. Suchen Sie sich auf jeden Fall die Verschwörungstheorie aus, die am besten zu Ihnen passt. Ich serviere Ihnen hier nur eine kleine Denk- und Linkliste zur „Pandemie der Ungeimpften“. Und danach haben Sie wahrscheinlich den Eindruck, dass ihr Sprecher der amtierende Bundesgesundheitsminister ist.

 Zuerst die vier interessantesten Links:

nordbayern.de macht am 06.09.2021 darauf aufmerksam, dass in einigen Regionen Bayerns die Inzidenzzahlen der Geimpften und Ungeimpften schon getrennt erhoben werden. Dahinter hat sich aber das Milchmädchen versteckt, das immer noch falsch rechnet: Die Geimpften lassen sich, so ist es zumindest wahrscheinlich, seltener testen. Und kommen daher auf bessere Zahlen:
„Pandemie der Ungeimpften: Warum sich aus der Inzidenzzahl nicht alles ableiten lässt“
https://www.nordbayern.de/region/pandemie-der-ungeimpften-warum-sich-aus-der-inzidenz-nicht-alles-ableiten-lasst-1.11330712

Der andere Link dreht die Redewendung zur „Pandemie der Geimpften“. Hier ist es „The daily Exposé“ aus dem United Kingdom, das konstatiert: Seit Februar sind es zu 70 Prozent die Geimpften, die an Corona sterben. Der Artikel ist v om 06.09.2021, arbeitet mit Statistiken und Zahlen. Überprüfen kann ich ihn nicht:
Pandemic of the Vaccinated – Latest PHE Report reveals the vaccinated account for 70% of Covid-19 deaths since February
https://theexpose.uk/2021/09/05/latest-phe-report-reveals-the-vaccinated-account-for-70-percent-of-covid-19-deaths-since-february/

Der dritte Link nimmt die Phrasen von der Pandemie der Geimpften/Ungeimpften zwar überhaupt nicht auf, macht aber deutlich, dass die Unterscheidung schlichtweg gar nichts taugt. In Südkalifornien, so das Ärzteblatt, ist es ausgerechnet das geimpfte Klinikpersonal, dass als Infektionstreiber im Krankenhaus ausgemacht wurde. Schuld ist, so die Vermutung, nicht allein das Delta-Virus, sondern die frühe Impfung, deren Wirkung jetzt nachlasse. Dazu kommt, dass aufgrund der Impfungen die Masken längst gefallen waren. Artikel vom 06.09.2021.
Delta: Klinik in Kalifornien beklagt deutlichen Anstieg von Infektionen beim geimpften Personal
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126963/Delta-Klinik-in-Kalifornien-beklagt-deutlichen-Anstieg-von-Infektionen-beim-geimpften-Personal

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Kleiner grammatikalischer Exkurs zum Genitiv der Pandemie

Die „Pandemie der Ungeimpften“ hat begonnen. Diese Nachricht können Sie heute, 07.09.2021, dem Kölner Stadt-Anzeiger entnehmen. Und zwar im Aufmacher auf der Titelseite. Unter der Überschrift „Uniklinik befürchtet Überlastung“. Und in diesem, tatsächlich durchaus auch sachlichen Artikel spricht ein namentlich ungenannter Ministeriumssprecher des Landes NRW darüber, dass die Pandemie längst zur „Pandemie der Ungeimpften“ geworden sei.

Sprache ist ein zweischneidiges Schwert. Und manchmal lagern sich Bedeutungsebenen an, die allein der Grammatik geschuldet zu sein scheinen. Denn selbstverständlich meint der namenlose Ministeriumssprecher nur, dass derzeit die Ungeimpften den deutlich größeren Teil der Menschen stellen, die am oder mit dem Coronavirus erkrankt sind. Nebenbei: Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Wir reden weniger über diejenigen, die am oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Aber sicher ist: Auch sie sind gemeint, wenn der Ministeriumssprecher von einer „Pandemie der Ungeimpften“ spricht. Ungeimpft gestorben.

Die zweite Schneid-Seite des Schwertes mit Namen Grammatik: Die „Pandemie der Ungeimpften“ kommt in der Gestalt des Genitivus subjectivus daher. Wahrscheinlich verstehen das nur noch Lateinlehrer alter Schule. Macht aber nichts, wird gleich trotzdem klar: Die Lateinlehrer nämlich mussten früher sieben verschiedene Genitive auseinanderhalten können. Das heißt: So viele Zweideutigkeiten, oder eben auch Zweischneidigkeiten, kann der Genitiv verstecken. Wir haben’s ja heute nicht mehr so mit der Grammatik. Auf keinen Fall mit der Differenzierung der Fälle. Deswegen ziehe ich auch nur noch den Genitivus Possessivus aus dem Lehrbuch.

Und jetzt: „Die Pandemie der Ungeimpften“ kommt in Gestalt des Genitivus subjektivus daher. Und bedeutet dann wohl in diesem Fall, dass die Ungeimpften selbst die pandemische Erscheinung sind. Dann wären sie selbst der Schrecken und müssten sich dazu noch explosiv vermehren. Fürchterliche Vorstellung. Das kann der Ministeriumssprecher keineswegs so gemeint haben. Hier liegt eindeutig eine Verwechslung vor – und nahe: Da wir die Ungeimpften als Subjekt begreifen und da der Genitivus subjectivus einer der häufigsten Genitive ist, assoziieren wir genau so. Ich gehe mal davon aus, dass der ungenannte Ministeriumssprecher diese Assoziation gerne – und nicht nur billigend – in Kauf genommen hat.

Richtig ist natürlich der Genitivus possessivus. Er beschreibt, wem etwas gehört oder zu wem etwas gehört. Die von mir konsultierte Grammatik-Seite wählt hier das schöne Beispiel vom Schwert des Gladiators. Genitivus possessivus. Die Grammatik des Ministeriumsprechers wäre auch possessiv. Subjektiv geht hier gar nicht, denn auch, wenn der Mann seine Grammatik beherrscht: In Fleisch und Blut wird sie ihm nicht übergangen sein. Nicht so zweischneidig, wie er spricht.

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Medikamente gegen Corona - Kleine Linkliste

Was macht die Forschung an Corona-Medikamenten? Der Schweizerische „Blick“ macht Hoffnungen auf Zulassungen schon zum Jahresende und fasst einige wichtige Entwicklungen hier zusammen:
https://www.blick.ch/ausland/studien-im-gange-kommt-die-pille-gegen-covid-19-schon-ende-jahr-id16790511.html

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Debatte: Dürfen Hausärzte sich weigern, Impfgegner zu behandeln?

Einige wenige Ärzte in Hannover wollen Ungeimpfte nicht mehr behandeln, berichtet die HAZ hinter Bezahlschranke (Gratistest möglich). Vor der Schranke erfährt man noch, das Ärtzeverbände uneins sind, ob das zulässig ist. Der Artikel ist vom 26.08.2021 und spricht von Einzelfällen.
https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Aerzte-in-Hannover-Keine-Behandlung-fuer-Ungeimpfte

Plastisch und sprachlich unmittelbar berichtet die Bild am 27.08.2021 über Hassattacken auf ein Ärztezentrum in Hannover, das nur noch Geimpfte behandeln will:
https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/behandlung-von-geimpften-hass-attacken-gegen-arzt-praxis-in-hannover-77498718.bild.html

Die Einzelfälle haben aber eine Reihe von einzelnen Vorläufern, die teilweise für Aufsehen in der ganzen Republik sorgten. Ein Arzt aus Wallenhorst in Niedersachsen die Mediendebatte wohl im Juli angestoßen. Der Arzt erklärte sich aber bereit, sich mit Skeptikern auseinanderzusetzen. Auch müsse man sich nicht für einen Besuch bei ihm impfen lassen. Zu einer jahrelangen Behandlung sei er bei Impfgegnern, die sich nicht überzeugen lassen, aber nicht bereit

Der NDR berichtet am 30.07.2021 hier:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Hausarzt-will-Corona-Impfgegner-nicht-mehr-behandeln,wallenhorst382.html

Bericht am 30.07.2021 auf antenne.com mit Interview zum Hören:
https://www.antenne.com/niedersachsen/regionalnachrichten/news_region_osnabrueck_emsland/Darum-will-dieser-Hausarzt-Impfverweigerer-nicht-mehr-behandeln-id570436.html

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