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Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Corona-Regeln - 16-mal ...

Aktualisierung 31.03.2021:
In Hamburg sollen noch heute strengere Maßnahmen beschlossen werden, berichtet der NDR, 31.03.2021:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Hamburger-Senat-will-heute-die-Corona-Massnahmen-verschaerfen,lockdown420.html

Text vom 29.03.2021:

Hat noch jemand den Überblick über die Corona-Lage der Nation? Wahrscheinlich kennen auch Sie nur die Regeln für den Ort, an dem Sie jetzt sind und für den Ort, an dem Sie zu Ostern sein werden - und im günstigsten Fall sind das sogar dieselben Orte. Hier eine Kurzzusammenstellung nach Bundesländern, wenn Sie sich an so etwas wie einen Gesamteindruck heranwagen wollen:

„Der Westen“ fasst die Regelungen und Werte in Nordrhein-Westfalen zusammen:
https://www.derwesten.de/region/corona-nrw-regeln-ab-heute-notbremse-testpflicht-schnelltest-schutzverordnung-einkaufen-geschaefte-id231913597.html

Für Niedersachsen fasst der NDR die Lage zusammen, 29.03.2021:
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Corona-Ausgangssperre-in-Hannover-und-Peine-unter-anderem,corona7330.html

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Merkel freudlos, Laschet abgekanzelt, Dunkelziffer dunkel, Ostern vor der Tür

Ist es nun schon die Krönung oder ist es erst noch der Gipfel? Auf jeden Fall reden wir über einen neuen Höhepunkt. Auch wenn die Kanzlerin ihn so nicht empfindet. Im Gegenteil, sie kanzelte den NRW-Kandidaten für die Kanzlerkandidatur bei Anne Will ab mit dem Satz: „Das erfüllt mich nicht mit Freude.“

Der Satz kommt Ihnen irgendwie vertraut vor, richtig? Bei den Briten ist es regelmäßig die Queen, die „not amused“ ist. Ebenfalls ziemlich freudlos.

Also: Was ist da in NRW los? Reden wir noch von Corona? Von der Krönung der amtierenden Kanzlerin? Oder von der künftigen Kündigung des nicht mehr erfreuenden Kandidaten? Oder welchen Höhepunkt hat Merkel im Blick? Sie verkündete auf jeden Fall, dass die kontrollierte Öffnungsstrategie in NRW, die der Ministerpräsident des Landes fährt, ihr entschieden missfällt. Und auch wenn Laschet seine Strategie vom Gipfel für gedeckt hält, Merkel setzt sich die Krone auf und ist „not amused“. Freudlos, sozusagen.

Laschets Argumentation geht bei dieser Klatsche ein wenig unter – und auch die Rezeption in den Medien klatscht lieber ein bisschen mehr. Für Argumente ist ja auch oft kein Platz in den Tageszeitungen. Ausgenommen die Ausnahmen, wie zum Beispiel der Kölner Stadt-Anzeiger (Papierausgabe, heute, 30,03.2021): Auf fast einer ganzen Seite rollt er den Merkel-Corona-NRW-Laschet-Konflikt so aus, dass wir alle überzeugte Laschets sind, um dann im Kommentar auf der nächsten Seite Laschet wieder abzukanzeln. Ganz schlechte Karten hat nämlich so einer, wenn nach Ostern Kanzlkerkandidatenkür ist. Nun denn. Laschet tut, was ein Mann tun muss: Er bleibt aufrecht.

Zurück zur Coronalage, auch wenn die Kanzlerkandidatur drängt: Laschet – und gewiss nicht nur er – führt ins Feld: Das Coronavirus vermehrt sich im Privaten. Dort ist es nicht zu fassen und versteckt sich hinter der Dunkelziffer. Locken wir die dunklen Ziffern aber in die Stadt unter Einhaltung der Hygieneregeln, vor allem aber mit der Bedingung eines Testnachweises, bilden wir sie nachweislich in der Gestalt von rosafarbenen Teststreifen auf einem Schnelltestkit ab. Und dann: Ab zum PCR-Test, in die Quarantäne und in die Statistik!

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Wehe, Sie passen nicht gut auf sich auf! Vom neuen, kategorischen Imperativ

Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf!

Am besten auch noch gut. Gute Wünsche gibt’s wohlfeil. Wobei: Diese Wünsche sind grammatikalisch zweifelsfrei ganz deutliche Imperative. In der Umkehrung: Werden Sie bloß nicht krank! Oder gar: „Wehe, Sie werden krank!“

Kaum ein Schreiberling, der sich seit März 2020 nicht an diesem kategorischen Imperativ geübt und abgearbeitet hätte. Zu Recht. Und keiner vergisst den Hinweis, dass der Wunsch auch Drohung ist. Und Unterstellung: Als ob irgendjemand von uns ein Interesse daran hätte, krank zu werden. Oder als ob wir eine stille Sehnsucht verspürten, zu erkranken.

Passen Sie gut auf sich auf! Übersetzt heißt das doch: Hüten Sie sich, die Hygieneregeln zu missachten!

Das Spiel mit den Imperativen ist impertinent. Nach einem ganzen Jahr ist es voll und ganz impertinent. Wer mir postalisch alles den Befehl gibt, gesund zu bleiben, weiß in den seltensten Fällen, welche heimlichen oder unheimlichen Krankheiten ich längst habe. Ja, er weiß meist nicht einmal, ob ich gesund bin oder wie es mir überhaupt geht. Einem Kranken aber den Befehl zu geben, gesund zu bleiben, ist ungefähr so gefühlvoll, wie einen Blinden zu verabschieden mit der Grußfloskel „Wir sehen uns.“

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Das Modell als Ausweg? Öffnungsstrategien und Hoffnungen

Es scheint, der Ausweg aus der Enge des Lockdowns ist gefunden. Nicht für alle, aber für manche. Das Schlüsselwort heißt Modellregion, es koppelt sich selbstverständlich an die Inzidenzzahl. Hier ein kleiner Versuch für mehr Überblick. Wobei die Sammlung nur die aktuelle Berichterstattung umfasst und nicht vollständig ist.

Saarland:

Das Saarland will nach Ostern Außengastronomie, Theater, Kino, Fitness-Studios etc. mit Schnelltest-Tickets öffnen und kassiert Buhrufe für diesen Plan. Bericht im Deutschlandfunk, 25.03.2021:
https://www.deutschlandfunk.de/corona-modellprojekt-wie-das-saarland-nach-ostern-den.1939.de.html?drn:news_id=1241685

Die Kritik des Marburger Bunds am Projekt Saarland finden Sie hier (26.03.2021):
https://www.new-facts.eu/aerzte-kritisieren-modellversuch-im-saarland-425121.html

Baden-Württemberg:

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Bundesregierung nimmt Ostergottesdienstbitte zurück - Aktualisierung vom 25.03.2021

Aktualisierung 25.03.2021:

Die Bundesregierung hat ihre Bitte, Ostergottesdienste nicht als Präsenzgottesdienste abzuhalten, zurückgenommen. Nachricht Tagesschau, 25.03.2021:
https://www.tagesschau.de/inland/regierung-zieht-bitte-fuer-virtuelle-gottesdienste-zurueck-101.html

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Mechthild Eissing
Die Diskussion um die Ostergottesdienste hat, auch nachrichtlich betrachtet, gerade begonnen, der NDR gibt Auftakt und Überblick a... Weiterlesen
Mittwoch, 24. März 2021 10:22
Mechthild Eissing
Die Deutsche Bischofskonferenz geht von Präsenzgottesdiensten an Ostern aus - und die Bundesregierung hält an ihrer Bitte nach vir... Weiterlesen
Mittwoch, 24. März 2021 17:45
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Zum ersten Mal Tulavirus beim Menschen nachgewiesen

Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler nachweisen, dass ein Mensch an dem von Mäusen übertragenen Tulavirus erkrankt ist. Das Tulavirus gehört zu den Hantaviren. Der NDR berichtet am 24.03.2021
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Loeffler-Institut-Maeuse-Virus-erstmals-bei-Menschen-festgestellt,tulavirus100.html

Wer beim Ärzteblatt (kostenlos) registriert ist, kann die Info vom 23.03.2021 hier lesen:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/122310/Erster-Nachweis-einer-humanen-Erkrankung-durch-das-Tula-Hantavirus-in-Deutschland

Die Ärzte-Zeitung bringt die Nachricht am 24.03.2021 hier:
https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Erste-Tulavirus-Infektion-in-Deutschland-418207.html

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Opposition fordert Merkel zur Vertrauensfrage auf

Die Opposition – FDP-Chef Christian Lindner und Linken-Fraktionschef Diemar Bartsch - nutzt die Gunst der Stunde und fordert Bundskanzlerin Angela Merkel auf, die Vertrauensfrage zu stellen. Bericht Tagesschau, 24.03.2021:
https://www.tagesschau.de/inland/osterruhe-ruecknahme-reaktionen-101.html

Ebenfalls ausführlich mit Diskussionsverlauf beim BR:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/oster-rueckzieher-opposition-fordert-von-merkel-vertrauensfrage,SSZlXR3

Merkel lehnte die Aufforderung im Bundestag ab mit dem Satz, sie habe ihrer Erklärung nichts hinzuzufügen.

Kommentierend und betrachtend berichtet wenige Stunden später focus online:
https://www.focus.de/politik/deutschland/analyse-von-ulrich-reitz-merkel-bittet-um-verzeihung-lehnt-es-aber-ab-die-vertrauensfrage-zu-stellen_id_13124921.html

 

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Jan Hofer nachrichtet weiter

Jan Hofer bekommt wieder einen Sendeplatz, meldet RTL. Er soll in einer Nachrichtensendung die Rolle des Anchorman übernehmen, wissen Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Focus online am 24.03.2021. Ganz so viel weiß man sonst nicht, doch der Sender RTL lässt wissen, dass er im Sommer weiteres wissen lässt. Im Dezember hatte sich Hofer nach 35 Jahren von der Tagesschau verabschiedet.

Hier die Nachricht im Spiegel:
https://www.spiegel.de/kultur/tv/jan-hofer-soll-bei-rtl-nachrichten-moderieren-a-9dc486b3-00a1-4562-83a6-ad800c0f9723

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Krankenhaus Land Hadeln meldet Insolvenz an

Das Otterndorfer Krankenhaus Land Hadeln hat Insolvenz angemeldet, meldet der NDR. Betrieb und Gehälter seien zunächst gesichert. Bericht am 24.03.2021 hier:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Otterndorfer-Krankenhaus-meldet-Insolvenz-an,aktuelloldenburg6944.html

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Keine Ruhetage vor Ostern - und Merkel nimmt die gesamte Schuld auf sich

Die von der Ministerpräsidenten-Merkel-Runde vorgeschriebene Osterruhetage waren der Gipfel. So die einhelligen Reaktionen aller. Wie sollen denn auch vorösterliche Begegnungen im Supermarkt sich reduzieren lassen, wenn die Einkaufszeiten verkürzt werden?

Nun hat die Ministepräsidenten-Merkel-Runde sich heute morgen kurz geschaltet und heute Mittag verkündet: Der Plan war nur im Prinzip gut, schlecht waren die Durchführungsmöglichkeiten. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt den Fehler vollständig auf ihre Kappe. Bericht beim WDR, 24.03.2021:
https://www1.wdr.de/nachrichten/gruendonnerstag-ostersamstag-ruhetage-arbeiten-einkaufen-100.html

Sehen können Sie das Bekenntnis der Kanzlerin beim NDR:
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Merkel-kippt-Osterruhe-Schwesig-respektiert-Entschluss,coronavirus4700.html

Damit sind Gründonnerstag und Karsamstag als Osterruhetage vom Tisch, vor allem, weil sowohl rechtliche Situationen als auch die Durchführung kaum geklärt waren. Bericht auch in der Tagesschau:
https://www.tagesschau.de/inland/ruhetage-ostern-101.html

 ntv zieht zwar den Hut vor einer sich entschuldigenden Kanzlerin, titelt aber trotzdem: "Eine Korrektur ist kein Plan". Kommentar vom 24.03.2021 hier:
https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Merkel-zeigt-Groesse-aber-das-reicht-nicht-article22448591.html

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Erstaunliches zur Übersterblichkeit - Intensivbettenbelegung steigt dennoch

Hätten Sie’s gewusst? Seit Mitte Februar liegen die Sterbefallzahlen wieder unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Die Nachricht vom 16.03.2021 findet sich auf destatis.de – in statistischer Aufbereitung:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

Der NDR nimmt die Nachricht heute, 22.03.2021 im Ticker auf (Eintrag 11:51 Uhr):
 https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-News-Ticker-Verwandtenbesuche-ueber-Ostern-moeglich,coronaliveticker914.html

Im Deutschlandfunk, der das rechnerische und tatsächliche Problem der Übersterblichkeit von allen Seiten gründlich betrachtet, führt das zu dem bemerkenswerten Schluss, dass im Februar 2021 uns das Coronavirus vor der üblichen Grippewellen-Übersterblichkeit geschützt hat. Die Sterberate in diesem Februar liegt drei Prozent unter dem Durschnitt der vier vorherigen Jahre. Hier der Sachverhalt im Zitat:

„Auf ganz Deutschland gerechnet sind im Februar 2021 aber drei Prozent weniger Menschen als im Schnitt des gleichen Monats in den vier Vorjahren gestorben. Den Grund dafür sieht das Statistische Bundesamt in einer äußerst milden Grippewelle, die wiederum Ergebnis von Corona-Maßnahmen und Abstandsregeln sein dürfte.“

 

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Betrug in Lübecker Test-Zentrum?

In Lübeck steht ein Testzentrum in der Altstadt unter Verdacht, PCR-Tests nicht ordnungsgemäß durchgeführt zu haben. Auch Titelmissbrauch und schwerer Betrug stehen auf der Verdachtsliste. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, rbb berichtet am 21.03.2021:
https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/03/durchsuchungen-betrugsverdacht-pcr-test-berlin-luebeck.html

Ausführlicher, mit 1-minütigem Filmbeitrag plus Text, beim NDR am 20.03.2021:
In Lübeck steht ein Labor unter Verdacht, PCR-Tests nicht ordnungsgemäß durchgeführt zu haben. Auch Titelmissbrauch und schwerer Betrug stehen auf der Verdachtsliste. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, rbb berichtet am 21.03.2021:
https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/03/durchsuchungen-betrugsverdacht-pcr-test-berlin-luebeck.html

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Welche App taugt, welche App schadet?

Wie unterscheidet man gute von schlechten Gesundheits-Apps und wie erkennt man Schaden und Nutzen. Die Frauenärzte im Netz haben das Thema anlässlich eines Fortbildungskongresses aufgenommen. Nützliche Infos hier (12.03.2021):
https://www.frauenaerzte-im-netz.de/aktuelles/meldung/woran-man-eine-gute-medizin-app-erkennt/

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Corona: Pim-Syndrom bei Kindern häuft sich

Waren sich die Wissenschaftler zwischendurch einig, dass Kinder nicht maßgeblich am Corona-Geschehen beteiligt sind, scheint sich das jetzt geändert zu haben. Offenbar erkranken sie jetzt nicht nur häufiger, es häufen sich auch die Fälle, in denen Kinder nach überstandener Covid-Erkrankung so schwere Symptome erleiden, dass die in der Intensivstation landen. Die Entzündungsreaktionen finden in verschiedenen Organen statt. Mediziner und Wissenschaftler sprechen vom PIM-Syndrom oder kurz von Pims.

Der WDR berichtet am 21.03.2021 ausführlich über die sich ändernden Daten bei den Inzidenzzahlen der Kinder, über das forcierte Bemühen nach einem für Kinder passenden Impfstoff und über das Syndrom:
https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-impfstoff-kinder-pims-syndrom-100.html

Auch der Deutschlandfunk berichtet am 21.03.2021:
https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-spaetfolgen-neuartiges-syndrom-befaellt-kinder.1939.de.html?drn:news_id=1240181

Das ZDF berichtet hier, 21.03.2021:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-infektionen-kinder-pims-100.html

Der NDR veröffentlichte am 16.03.2021 einen Beitrag im Magazin „Visite“ (5 Minuten). Video und Nachrichtentext hier. Hier ist von insgesamt 400 Kindern in Deutschland die Rede, die an Pim-Symptomen erkrankten:
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Coronavirus-Experten-fuerchten-Zunahme-der-Erkrankungen-bei-Kindern-,corona7142.html

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Maskendeal? Unternehmen von Spahns Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium

Der Arbeitgeber von Jens Spahns Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium. Diese dpa-Nachricht geht am 21.03.2021 wie ein Blitz durch alle Medien, die sich jeweils auch mehrerer Nachrichtenquellen bedienen. Zuerst hatte der Spiegel berichtet. Der Arbeitgeber heißt Burda, die Zahl der Masken liege bei einer halben Million. Burda bestätigt, sagt aber, Spahns Ehemann sei nicht in den Handel einbezogen gewesen.

Für den Bericht im Spiegel brauchen Sie ein Abo. Zur Probe können Sie mit 0 Euro hier beginnen:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-schutzausruestung-unternehmen-von-jens-spahns-ehemann-verkaufte-masken-an-gesundheitsministerium-a-3f23f507-8818-4d88-829f-e938139aa3c8

Bericht in der „Welt“, 21.03.2021:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article228841271/Arbeitgeber-von-Spahns-Ehemann-verkaufte-Masken-an-Gesundheitsministerium.html

In der FR 21.03.2021:
https://www.fr.de/politik/jens-spahn-ehemann-daniel-funke-masken-gesundheitsministerium-burda-nuesslein-loebel-sauter-cdu-csu-90255762.html

Die ZEIT, 21.03.2021:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-03/jens-spahn-gesundheitsministerium-ffp2-schutzmasken-ehemann-burda-gmbh?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F#

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Pflanzen, die Sie mit oder wegen Corona in Ihren Garten setzen können

Wochenend mit Sonnenschein. Der Garten ruft weiterhin und ich habe eine passende Antwort für Sie gefunden. Kennen Sie Kalmia latifolia? Wahrscheinlich nur, wenn Sie mehr als ein bisschen gärtnern. Als Berglorbeer hingegen könnte er Ihnen zwar nicht über den Weg gelaufen, aber vielleicht doch ins Auge gestochen sein. Und wenn Sie arglos waren, hielten Sie ihn für einen ganz besonderen Rhododendron. Was botanisch nicht ganz falsch, ist, die beiden sind verwandt.

Nun gibt’s ne Neuheit unter den Kalmien. Wunderbare weiße Blüten mit dunkelroten Punkten. Manchmal zu großen Bällen angeordnet. Ich weiß leider nicht, wie neu diese Neuheit ist, und auch nicht, wer sich den Namen ausgedacht hat: Kalmia Corona.

Da ich die Bildrechte der Baumschulen durchaus zu wahren geneigt bin, schlage ich vor, Sie schauen einmal auf dieses Bild:
https://rabben-baumschulen.de/11068/upload/normalGallery/Kalmia_lat_Corona-234-40.jpg
Sehen Sie, jetzt wissen Sie wenigstens, was der Namensgeber sich vielleicht bei der Taufe gedacht haben könnte, sofern die Pflanze dafür tatsächlich neu genug ist. Aber ist sie nicht wunderbar?

Und jetzt kommen wir zu dem, was uns in der Medizin Arzt oder Apotheker sagen sollten. Kalmia Latifolia ist giftig. In allen Pflanzenteilen. Sollten Sie sie zu verzehren versuchen, merken Sie’s nach sechs Stunden. Die Symptome – nach Wikipedia:

„... unregelmäßige Atmung, Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, vermehrter Speichelfluss, Tränenfluss, Herzbeschwerden, Koordinationsschwierigkeiten, Depression, Übergeben, Durchfall, Schwäche und Krämpfe bis hin zur Lähmung und selten Koma und Tod. Obduktionen von Tieren, die an spoonwood poisoning verendeten, zeigen innere Blutungen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalmia_latifolia#Giftigkeit

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Neues über Neu-Spahnstein: Wir dürfen über den Preis reden, sogar öffentlich

Die Berichte über die Spahnsche Villa im Berliner Nobelviertel, finanziert mit Unterstützung der Sparkasse Westmünsterland, hören seit Sommer 2020 nicht auf. Auch wenn der Gesundheitsminister beim Verwaltungsgericht bewirkt hat, dass die Kaufsumme nicht genannt werden darf. Doch steter Tropfen höhlt den Stein und nicht nur der Tagesspiegel triumphiert seit gestern. Spahns Rechtsanwälte haben Rechteverzicht erklärt. Will sagen: Wir dürfen’s jetzt sagen. Es sind 4,125 Millionen Euro. Einen Namen hat das Kind auch schon vom Volk bekommen: Neu-Spahnstein. Eine kleine Linksammlung:

Soweit die Berichterstattung. Es geht auch deutlich unseriöser zu und der Bundesgesundheitsminister wird in den sozialen Medien deutlich abgewatscht. Das überschreitet die Beleidigung- und Schamgrenze durchaus. Wer suchen will, der findet auch.

Besser, man wendet sich der Satire zu. Das machten am 16.09.2020 die Spät-Nachrichten. Sie beginnen ihre Glosse mit einem verbalen Ausflug von Berlin-Dahlem aus zu Putins Datscha in Größe vonn 300 qm. Mit Tresorraum. Um dann geht der Spott zurück zum Spahn. Lohnt sich zu lesen. Auch wegen der Vermutung, dass Satire in Deutschland alles dürfe, wenn der Satiriker tot oder beim ZDF beschäftigt sei. Hoffen wir mal, dass die Stephan Paetow von den  Spät-Nachrichten doch noch lebt und zumindest in diesem Punkt unrecht hat:
https://www.spaet-nachrichten.de/2020/09/geheimnisvolles-neu-spahnstein-und-die-pressefreiheit/

Bei Reitschuster beginnt die Satire am 22.12.2020 damit, dass sie an ein Wort erinnert, dass Spahn 2018 gesagt haben soll: Hartz IV bedeute keine Armut. Weiter geht’s mit dem neuen Dach über Spahns Kopf. Der Artikel widmet sich dann schwierigen oder schmierigen Geschäften, der Debatte über Freundschaftsdienste oder Vetternwirtschaft.
https://reitschuster.de/post/heikle-geschaefte-neues-von-neuspahnstein/

Samira Langer-Lorenzani handelt nicht nur Neu-Spahnstein, sondern auch den Minister-Auftritt bei Maischberger in Tichys Einblick ab. Artikel vom 14.01.2021:
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/bei-maischberger-nichts-neues-in-neuspahnstein/

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Vom Bürgermeister, der die weiße Flagge hisste - und von Heinrich Heine, der am Ende Vieles schon wusste

Im Erzgebirge protestieren die Bürgermeister. Sie wenden sich an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und richten sich dabei gegen die Corona-Auflagen bzw. gegen die Ausrichtung an den Inzidenzwerten. Denn – so die Begründung – es gibt im Erzgebirge Dörfer, in denen eine erkrankte Person binnen 7 Tagen den Inzidenzwert über die 100er-Grenze wuppen kann. Bericht im Tagesspiegel, (kein Datum, da laufend aktualisiert):
https://www.tagesspiegel.de/politik/verlieren-rueckhalt-der-buerger-aufstand-der-erzgebirge-buergermeister-gegen-reine-inzidenz-politik/27012868.html
Die Antwort des Ministerpräsidenten fällt vermittelnd bis bittend aus und findet sich am 17.03.2021 beim MDR:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/erzgebirge-buergermeister-kritik-corona-massnahmen-100.html

In Brandenburg kapituliert ebenfalls ein Bürgermeister. Und zwar vor der Verwaltung. Man müsse, so seine entschiedene Meinung, auch die Zeit haben, die Corona-Verordnungen und ihre Änderungen jeweils zu lesen und umzusetzen. Bürgermeister Bodo Oehme hisste am Rathaus in Schönwalde-Glien – durchaus auch medienwirksam – die weiße Flagge. Bericht am 15.03.2021 in der Berliner Zeitung:
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/zu-viele-corona-regelungen-buergermeister-oehme-hisst-weisse-fahne-li.146013
Bildlich trifft’s übrigens die Bild am besten (12.03.2021):
https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-regional-politik-und-wirtschaft/brandenburg-buergermeister-kapituliert-vor-corona-regel-schwemme-75717046.bild.html

Auch in der sächsischen Kleinstadt Augustusburg moniert der Bürgermeister die Ausrichtung auf den Inzidenzwert. In seiner Stadt hat das dazu geführt, dass ein Modellprojekt zur (Teil-)Öffnung von Gastronomie und Tourismus nun gestoppt sei. Er fordert flexible Lösungen. Bericht im Deutschlandfunk am 17.03.2021 (mit „felxibler“ Rechtschreibung)
https://www.deutschlandfunk.de/augustusburg-saechsischer-buergermeister-fordert-felxible.1939.de.html?drn:news_id=1238666

In Niedersachsen hatten sich im Februar schon 17 Oberbürgermeister zusammengesetzt, um politische Forderungen nach mehr Testen und mehr Impfungen und mehr Öffnungen zu stellen. Der NDR berichtete am 27.02.2021:
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/17-Oberbuergermeister-fordern-neue-Corona-Strategie,corona6896.html

In Papenburg hingegen appelliert Bürgermeister Jan Peter Bechtluft in deutlichen Worten an die Bürger, Masken nicht auf halbmast zu hissen. Rechnet man Papenburgs Inzidenzwert aus dem Emsland heraus, liegt die Stadt zurzeit bei einem Wert über 300. Der NDR brachte zuerst das Video und einen Tag später die Reaktion Bechtlufts, der seinerseits mit den Reaktionen auf das Video sehr zufrieden ist. Hinter diesem Link vom 17.03.2021 sehen Sie das betreffende Video und den anschließenden Text:
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Videostatement-Buergermeister-ist-mit-Reaktionen-zufrieden,papenburg1066.html

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Mathe? Lange her! Inzidenzwerte in freier Schwebe

Der Inzidenzwert ist die Zahl, die wir uns gleich morgens aufs Frühstückbrötchen schmieren. Entweder wird sie uns von der Tageszeitung serviert oder wir holen sie uns absichtlich – und um einen ganzen Tag aktueller – aus dem Handy. Erst mit dieser Koordinate verlassen wir das Haus – oder wir bleiben zuhause. Stay at home, sagt man jetzt gern.

Seit Wochen stay ich nun at home im Office – und denke, zugegeben, erst seit wenigen Tagen intensiv darüber nach, wo ich die passende Bezugsgröße zur Inzidenzzahl finde. Kann es denn nicht etwa sein, dass die Inzidenzzahl nur oder auch deswegen steigt, weil wir mehr testen? Und überhaupt: Wie viel und wie oft wird denn wer oder was getestet? Fragen über Fragen. Und ich war nur manchmal gut in Mathe.

Auch eine befreundete Wissenschaftlerin überbrückt ihre manchmal wackelnden Mathekenntnisse im Alltag dann und wann gern mit klugen Worten. Dieses Mal versuchte sie mich zu trösten mit der gestiegenen Positivrate. Tatsächlich hat sie auch recht: Die Zahl der positiven Tests innerhalb der Menge der ausgeführten PCR-Tests steigt. Diese Zahl lässt sich auch ausrechnen und benennen. Spricht also Vieles dafür, dass der Inzidenzwert steigt, weil die Zahl der postiv getesteten Menschen zunimmt.

Diese Erkenntnis hilft mir aber auf der Suche nach der Bezugsgröße zum Inzidenzwert immer noch nicht weiter. Mathe früh links liegen haben lassend, glaube ich dennoch daran, dass mir der Inzidenzwert nichts oder nur bedingt etwas sagt, wenn ich nicht weiß, auf welchen Anteil getesteter Menschen an der Gesamtbevölkerung er sich jeweils bezieht. Ich muss doch wissen, wer von den 100.000 Menschen in sieben Tagen überhaupt getestet wurde.

Da ich nicht die hellste Leuchte bin, ist zu vermuten, dass sich andere Menschen längst dieselbe Frage gestellt haben. Beim Googlen bin ich nun deutlich besser als beim Rechnen. Ergebnis: Die Frage wurde tatsächlich auch schon gestellt. Zum Beispiel über das Portal „Frag den Staat“ an den Staat. Das Portal ist eine ehrenamtliche Initiative, die pauschal gesagt, den Fragenverkehr lenkt und leitet. Und der Dialog mit dem Staat über die Bezugsgröße Zahl der PCR-Tests zu Inzidenzzahl ist nahezu grandios. Wer keine Zeit hat, lasse diesen Link aber besser links liegen. Sie erfahren nichts – außer einer neuen Lektion der Technik, wie man Fragen links liegen lässt. Hier der Link:
https://fragdenstaat.de/anfrage/errechnung-inzidenzwert-bezug-zu-anzahl-der-testungen/

Aber auch Journalisten können dann und wann doch rechnen – und am 11.03.2021 hat sich die Tagesschau unter der Rubrik „investigativ“ dieser nicht nur meiner Frage gewidmet. Das Ergebnis vorweg: Seit 2020 ist die Notwendigkeit der Erhebung dieser Zahl aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen.

Im Zitat aus dem Text der Tagesschau:

 

„Die Sieben-Tage-Inzidenz soll als vergleichbarer Wert zwischen einzelnen Regionen dienen. Aber die Aussagekraft der Neuinfektionsrate ist begrenzt, weil sie nicht berücksichtigt, wie viele Menschen überhaupt getestet werden: Die entsprechende Passage zur Ermittlung dieser Daten wurde im November 2020 aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen - ebenso wie die Übermittlungspflicht für negative Testergebnisse.“

 

https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/corona-daten-inzidenz-101.html

Noch Fragen?

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Täglich ein Corona-Foto - seit einem Jahr

Der Fotograf Daniel Biskup macht seit etwa einem Jahr täglich ein Corona-Foto und stellt es auf Instagram öffentlich. Dabei legt er Wert darauf, dass die Fotos nicht gestellt sind. Die Presse berichtet gern und umfangreich.

Auf Instagram finden Sie die Fotos hier:
https://www.instagram.com/danielbiskupgermany/?hl=de

Aber auch für Menschen, die es weniger zu den Foren des Social Media hinzieht, gibt es die Fotos zu sehen. Hier eine Linksammlung durch die verschiedenen Medien:

Das ZDF am 12.03.2021 mit Text, 15 Fotos zum Blättern und noch zwei Fotos unten im Text:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-tagebuch-biskup-100.html

Das ZDF in einem 2-minütigen Video am 09.02.2021:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/foto-tagebuch-der-corona-krise-100.html

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