NDR, 45 min "Rettet den Landarzt" - Die Dokumentation vom 20.5.2019 ist im Internet abrufbar.
Hier gibt's die Sendung - inklusive schriftlicher Infos:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/45-Min-Rettet-Landarzt,sendung809308.html
Google sperrt Huawei aus. Und von Infineon heißt es unbestätigt, so die Tagesschau heute um 12 Uhr, der Konzern habe die Chiplieferung an Huawei ausgesetzt. Daraufhin seien die Infineon-Akten bereits um 4 Prozent gesunken. Die Nachricht von der ARD im Netz, 8.42 Uhr, daher andere Börsen-Zahlen:
Ärztepräsident Montgomery fordert Digitalisierung mit Maß. Der Datenschutz dürfe nicht aus den Augen verloren werden, zitiert ihn das ZDF. Vor allem verweist Montgomery aber auch darauf, wie leichtfertig Patienten selbst ihre Daten sammeln und den Datenkonzernen via App, Schrittzähler, Smartphone zur Verfügung stellen. (20.5.2019):
Der dpa-Artikel „Frauenmilchbanken helfen Frauen mit Stillproblemen“ ist seit dem 18. Mai von den Medien gern veröffentlicht worden: Focus, Westfälische Nachrichten, Badische Neueste Nachrichten, n-tv - und gewiss noch mehr. Es geht dabei darum, dass tiefgefrorene Muttermilch vor allem für Frühchen von großem Nutzen sein kann. Die Idee ist nicht neu – vor 100 Jahren wurde sie zum ersten mal entwickelt.
Sputnik berichtet am 18.5.2019 über eine deutliche Erhöhung der Darmkrebsfälle in Industrieländern bei Menschen unter 50 Jahren:
Der Bundesrat hat grünes Licht für E-Scooter gegeben. Im Sommer schon sollen sie zugelassen sein, der Gehweg ist allerdings tabu. Die Altersgrenze ist noch nicht geklärt. Die Nachricht in der Tagesschau (17.5.2019):
Kaffee – immer wieder unter Verdacht, dann doch wieder gesund, aber nur in Maßen. Bleibt die Frage, welches Maß wie groß ist. Der Spiegel hat neue Forschungsergebnisse parat: Ab sechs Tassen wird’s kritisch (ich frage jetzt nicht, wie groß denn eine Tasse ist ...) Artikel vom 15.5.2019:
Die Rheinische Post widmet sich heute (16.5.2019) dem Thema Behandlungsfehler. Ausgehend von der Leidensgeschichte einer Frau, die jahrelang auf Hexenschuss hin behandelt wurde, tatsächlich aber Osteoporose hatte, berichtet der Artikel über die allgemeine Situation, fügt Zahlen und Daten ein, gibt Tipps für Betroffene und verweist auf weitere Texte zum Thema.
Was haben Männerbärte und Hundefell gemeinsam? Keine Scherzfrage und eine negative Antwort: Wenig, denn die Männerbärte sind deutlich mehr mit Keimen belastet als das Hundefell. Das Ergebnis einer Studie verblüfft ebenso wie die Fragestellung: Wer kommt denn auf so was?
Jens Spahn will die Ärzte künftig auch Apps verschreiben lassen, wenn sie beispielsweise Blutdruckwerte sammeln. In die elektronische Patientenakte sollen Mutterpass, Impfpass, Zahn-Bonus-Heft eingestellt werden, berichtet der Spiegel. Mit dem Verweis auf die Honorareinbußen, die Ärzten drohen, die die elektronische Patientenakte nicht vorhalten. Am Ende des Artikels landet der Spiegel an dem Punkt, an dem es heikelt: Wenn nämlich ITler im Dienste der Digitalisierung die Schutzsysteme außer Kraft setzen, die vor Hackerangriffen schützen.
Männer brauchen keine Gleichstellungsquote. Auch nicht, wenn der überwiegende Teil der Medizinstudenten Medizinstudentinnen sind. In diesem Sommer betrug ihr Anteil an den Bewerbungen zwei Drittel. Dennoch: Eine Quote für Männer lehnt die Bundesregierung ab. Was klingt wie eine Farce aus nachfeministischer Zukunft, ist längst Gegenwart. Die AfD hatte, so berichtet das Portal Forschung und Lehre, eine Anfrage gestellt, die den Männern Gleichberechtigung sichern sollte.
https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/bundesregierung-gegen-maennerquote-im-medizin-studium-1766/
By the way – ein ganz neuer Gedanke: Es ist ja opportun geworden, das Wort Studenten durch das Wort Studierende zu ersetzen. Grammatikalisch nur halb korrekt, denn der Studierende sitzt gerade am Schreibtisch und studiert. Jetzt gerade. Gerundium. Auf Ruhrpott-Deutsch, denn nur dort kann man das Gerundium treffend sprachlich umschreiben: „Er ist am Studieren dranne.“ Die Funktion des Gerundiums ist also die Unmittelbarkeit. Die Funktion des Austauschens der Studenten gegen Studierende ist hingegen eine andere: Man spart sich geschickt den Schrägstrich, weil ja noch immer kein Nachrichtensprecher das Wort „Studenten/-innen“ fehlerfrei über die Lippen bekommt. Und die „Studenten und Studentinnen“ sind nicht nur sprachlich unbequem, sie kosten auch noch Nachrichtenzeit. Wenn es um Sekunden geht, ist das wichtig.
Aber vielleicht, wenn ich noch ein wenig ausschweifender werden darf, sind die „Studierenden“ gar kein Auswuchs feministischer, politischer Korrektheit, sondern ein letzter patriarchalischer Versuch, die Wirklichkeit weiterhin zu verschleiern. Sonst fiele irgendwann auf, dass die Frauen schon längst an der Macht sind. Zumindest beim Medizin-Studium.
Nach diesen Abschweifungen zurück zum Punkt: Außer in Forschung und Lehre kann ich über die Anfrage der AfD keinen weiteren Bericht finden. Was ja nichts heißen muss, denn das Thema ist gar nicht neu. Schon 2017 fürchtete Jürgen Freyschmidt in einem Gastbeitrag in der FAZ die Feminisierung der Medizin. Freyschmidt ist Radiologe, Chefarzt der Radiologischen Abteilung im Klinikum Bremen Mitte und außerplanmäßiger Professor der MHH. Der damalige Frauenanteil von 65 Prozent machte ihm unter anderem deshalb Sorgen, weil er den Ärztemangel vergrößern werde. Frauen werden ja bekanntlich schwanger und bekommen Kinder. Keine Frage, der Mann rechnet richtig. Und dass die Ursache allen Übels der NC ist, ist gewiss auch nicht falsch. Frauen haben die besseren Abiturnoten. So ist das. Deswegen forderte Freyschmidt schon 2017 einen psychologischen Eingangstest.
https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/zuviel-feminismus-brauchen-aerzte-eine-maennerquote-14906675.html
What’s App-Alarm, bitte Update einspielen. Der aktuelle Artikel bei heise.de, upgedated am 14.5.2019 nennt die bedrohten Versionen:
Keimausbruch in einer Kölner Radiologie, 28 Personen durch Spritzen infiziert, ein Todesfall wird untersucht, die Praxis hat selbst die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Verursacher ist Pseudomonas Aeruginosa, einer der gefährlichen Keime. Die WHO hält ihn in puncto Antibiotikaresistenzen für den gefährlichsten Keim. Der Infektionsweg ist unklar, zwar konnte ein solches Bakterium in der Praxis gefunden werden, es ist aber nachweislich nicht der Erreger gewesen. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet heute (14.5.2019) in der Papier-Ausgabe mit einem großen Aufmacher auf der Titelseite – und auf der ganzen Seite 3. Online ist der Titel-Artikel hier zu finden:
Michael Kretschmer, Ministerpräsident in Sachsen, setzt sich für einen Studiengang ein, der Landarztmediziner ausbildet. Der Tagesspiegel berichtet (13.5.2019) – auch über die FDP im Bundestag, die den Ärztemangel als Märchen zurückweist – und stattdessen in ländliche Regionen insgesamt investieren will. Wären die Regionen attraktiv, blieben auch die Ärzte nicht mehr aus, so der Gedanke.
Medizinstudium ohne Abitur? Manchmal geht das – bento stellt drei Personen vor, die’s geschafft haben (13.5.2019). bento ist das Spiegel-online-Angebot für junge Menschen, die Zielgruppe ist 18 bis 30 Jahre alt:
https://www.bento.de/future/medizinstudium-ohne-abitur-diese-jungen-menschen-haben-es-geschafft-a-fcb6d2b0-a6e1-4c3b-9c7e-3696060e9714
Das Klinikum in Peine hat Mitte April die gynäkologische Abteilung geschlossen. Mütter und Hebammen hatten zum 11. Mai zu eine Demonstration für die Wiedereinrichtung der Gynäkologie aufgerufen. Die Zeitungsberichte über die Demo sind nur über Abos bei den Zeitungen abrufbar, deswegen hier nur Links zur Ankündigung der Demo. Außerdem gibt es eine Petition an den Kreistag der heute (13.5.2019) nur noch 161 Stimmen fürs nötige Quorum von 1400 fehlen.
Startup für Ärzte, die sich niederlassen wollen oder auch bereits niedergelassen haben. Am 6. Juli in Dortmund.
Der Deutschlandfunk berichtet über eine Medienwissenschaftlerin, die die Prozesse bei der digitalen Überwachung von Patienten analysiert. Überschrieben ist der Artikel „Wenn der Patient zum Datenkörper wird“. Zwar trifft die Überschrift, doch sie unterschlägt den anderen Aspekt. Untersucht wird, wie die digitale Auswertung von Daten Entscheidungen steuert, bevor sie Patient (oder Arzt) fällen. Durch den Vergleich und die Analyse von Daten geraten ja auch immer andere Paradigmen aus dem Blickfeld.
12,1 Prozent macht die Gesundheitswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt aus, berichtet die FAZ. Erwirtschaftet wurden im vergangen Jahr 370 Millionen Euro von 7,6 Mio. Beschäftigen. Der ganze Bericht über das florierende Geschäft mit der Gesundheit hat noch deutlich mehr eindrucksvolle Zahlen zu bieten (9.5.2019):
Ärztemangel landauf, landab. Die Situation und die Verzweiflung im Kreis Gütersloh hat die Neue Westfälische zu Papier und auf den Bildschirm gebracht. Am Ende des Textes finden Sie zudem Links zu weitern Texten zum Thema (10.5.2019):
KBV Praxisnachrichten
-
Heilberufsausweise: Kartenaustausch jetzt beauftragen
Ärzte und Psychotherapeuten mit einem neuen Heilberufsausweis der...
-
Höhere Kosten und mehr Aufwand für Praxen – KBV-Vorstand warnt erneut vor Übertragung ärztlicher Aufgaben an Apotheker
Unmittelbar vor der ersten Lesung des...
-
Welt-HPV-Tag: Impfraten immer noch zu niedrig – KBV stellt Infomaterialien bereit
Zum Welt-HPV-Tag am 4. März stellt die KBV Infomaterialien zur...
Robert-Koch-Institut
-
Epidemiologisches Bulletin 09/2026
FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2026) Anlage:...
-
Epidemiologisches Bulletin 08/2026
RKI-Ratgeber Pneumokokken, invasive Infektion
-
Epidemiologisches Bulletin 07/2026
Epidemiologische Untersuchung eines Norovirusausbruchs in...
