NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Fast eine Predigt - Gedanken über den Verzicht auf "externe Nahrung"

Wir müssen reden. Jetzt. Zuerst über und in Redewendungen. Das Amen in der Kirche – zum Beispiel. Einst war es sicher in der Kirche. Und noch vor zwei Jahren hätte ich sicher behaupten können, dass die außerkirchlichen Fastenpredigten so sicher wie das Amen in der Kirche nach Neujahr in den Zeitungen und allen anderen Medien zu finden sein werden. Die Sicherheit, dass uns am Jahresanfang die Aufforderung zum Fasten ungefragt ins Haus fliegt, ist geblieben, das Amen in der Kirche jedoch hat an Stimmgewalt gewaltig eingebüßt.

Nächste Redewendung: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Gut, genau genommen ist diese Redewendung einem Gedicht entnommen, das uns tröstlich von Stufe zu Stufe geleiten, gar heben will – und am Ende auch die Todesstunde mit neuem Leben füllt. Sie wissen’s schon: Hermann Hesse. Passt doch ganz gut zum Amen in der Kirche.

Doch die beiden, das Amen genauso wie die Todesstunde, wollen wir mal tunlichst links liegen lassen. Es geht nämlich um den Anfang, genauer: Um den Jahresanfang. Sollte ihm tatsächlich ein Zauber innewohnen, meist war er ja vor Corona gepaart mit Höllenlärm, hat sich dieser auch in diesem Jahr irgendwie verflüchtigt. Geblieben ist der Anfang. Und der beruht traditionell auf vielen guten Vorsätzen. Mehr Sport, weniger essen, weniger rauchen, weniger saufen. Sie erinnern sich: Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Auf jeden Fall könnten wir mithilfe eines Zauberers den Vorsätzen besser auf die Sprünge helfen.

Das mit dem Sport hat Corona ja schon mal erledigt. Zumindest dann, wenn er im Fitnessstudios hätte betrieben werden sollen. Das mit dem Essen hingegen ist nicht an Mundschutz und 1,5-Meter-Abstand gebunden. Im Gegenteil: Nicht essen lässt es sich besser allein. Auch wenn der Mundschutz hier eine Hilfe sein könnte. Den Mitmenschen brauche ich zum Fasten im Grunde nicht.

Und nun sind wir wieder bei den Zeitungen. Stellvertretend für alle anderen Medien, die das mit dem Jahresanfang und dem Zeitgeist gewiss nicht anders handhaben. Und nun heißt es hier für uns auch nicht mehr: Wir müssen reden. Nein! Wir müssen fasten! Das Zeitungsmagazin, dem ich zwar nicht vertraue, aber das mir zusammen mit meiner Tageszeitung quasi umsonst ins Haus kommt, schreibt mir auf zwei Seiten, wie das geht. (Die dritte Seite ist dann interessanten Rezepten fürs Fastenbrechen vorbehalten.)

Weiterlesen
  39 Aufrufe
39 Aufrufe

Schülerin protestiert gegen Unterricht mit Ungeimpften

Eine Schülerin in Hagen hat Asthma – und da die Hälfte der Klasse, wie sie sagt ungeimpft ist und auch nicht alle Lehrer geimpft seien, weigert sie sich, am Unterricht im Klassenraum teilzunehmen. Aus Protest setzte sie sich auf den Schulhof, um zu lernen. Dort darf sie nicht bleiben. Zu kalt, findet das Jugendamt. Die (Zwischen-)-Lösung bestand in einem (Zwischen-)Raum in der Schule, perspektivisch soll ihr Distanzunterricht ermöglicht werden. Auf Twitter löste die Schülerin erfolgreich eine Debatte aus, die seit Tagen anhält – und der Medienrummel ließ nicht auf sich warten. Aktuell gibt’s im Kölner Domradio ein Interview mit einem Mitglied des Deutschen Ethikrats, der aus mehreren Perspektiven Stellung nimmt:

Domradio, 17.01.2022:
https://www.domradio.de/themen/corona/2022-01-17/kein-recht-andere-zur-impfung-zu-noetigen-ethikratmitglied-kritisiert-unterrichtsboykott

Links zur Berichterstattung:

Ruhr-Nachrichten, 14.01.2022:
https://www.ruhrnachrichten.de/regionales/schuelerin-yasmin-t-aus-hagen-verweigert-unterricht-im-klassenzimmer-kompromiss-gefunden-w1713835-2000420853/

Bericht in Wort und Film beim WDR, 13.01.2022:
https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/hagener-schuelerin-lernt-auf-schulhof-100.html

Weiterlesen
  47 Aufrufe
47 Aufrufe

Die Wirtschaftswoche und die englischsprechende Außenministerin - eine Kolumne und ein Appell

Belächeln? Spotten? Sich lustig machen? Über die deutsche Aussprache unserer Außenministerin, wenn sie Englisch spricht? Oder ist das vielleicht gar nicht so schlimm, wenn man nicht fehlerfrei die Laute nachahmen kann, die andere Menschen in anderen Ländern eine ganze Kindheit lang lernen konnten? In der Wirtschaftswoche lässt sich Peter Littger in einer Kolumne ganz wunderbar darüber aus. Und das Beste: Er führt Sie danach durch alle Laut- und Aussprachefallen, in die wir Deutsche gerne hineintappen. Am Ende haben Sie beides: geschmunzelt und gelernt. Besser geht’s doch nicht. Also: Viel Vergnügen.
https://www.wiwo.de/erfolg/trends/mehr-erfolg-mit-englisch-erkennt-man-gutes-oder-schlechtes-englisch-an-einer-deutschen-aussprache/27957820.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

 Sollten Sie Ihr Vergnügen gefunden haben: Hier geht's weiter. Littgers Artikel aus dem Sommer über Christian Lindners englische Sprachverunglückungen:
https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/mehr-erfolg-mit-englisch-what-lessons-can-we-learn-from-mister-lindners-kauderwelsch/27517928.html

  56 Aufrufe
56 Aufrufe

Ungeimpft und ausgeschimpft - eine Lesegeschichte

Susanne Böhm hat im Nordkurier am 08.01.2022 den Erfahrungsbericht einer Frau zusammengefasst, die bis vor Kurzem ungeimpft war. Keine Impfgegnerin, aber eine ob der wechselnden Nachrichten sehr verunsicherte Frau. Der Bericht zeigt auf, wie die Stimmung in der Gesellschaft sich verändert hat – und wie die Frau sogar im Krankenhaus angefeindet, nicht aber angehört wurde. Eine Geschichte zum Nachdenken:
https://www.nordkurier.de/pasewalk/verschwinden-sie-arzt-sieht-bei-ungeimpfter-rot-0846637601.html

  49 Aufrufe
49 Aufrufe

Pandemische Nachrichten - eine kleine, aber grundlegende Zweifelei

Man konnte die Nachricht im Focus lesen. Gestern noch. Heute lautet sie ganz anders. Gestern noch, am 1. Januar, verkündete der Focus, dass Unbekannte zwei Pflegerinnen die Autoreifen zerstochen hätten – und einen Bekennerbrief hinterlassen hätten. Es seien Impfgegner gewesen. Der Bekennerbrief war abgebildet – und ich persönlich muss bekennen, dass ich ihn nach der Nachricht nicht mehr gelesen habe. Denn ich war auf 180, wie man so sagt. Und auch meinen Reifen schien an dieser Stelle plötzlich und unerwartet die Luft auszugehen. Im übertragenen Sinn natürlich.

Dieser Nachricht im Focus fehlte nämlich nicht nur die Ortsangabe, ihr fehlte die Glaubwürdigkeit. Es gab im Text keinerlei Hinweis auf irgendeinen überprüfbaren Beweis. Es gab nur das Bild des Bekennerbriefes. Dieser Nachricht im Focus fehlte auf der anderen Seite jeglicher Witz, aber bis zum 1. April sind’s ja auch noch drei Monate. Kein Aprilscherz. Während mir also bei Wutdruck 180 gedanklich so die Luft ausgeht, schnattert es trotzdem unaufhörlich und laut im Kopf: fake news, fake news, fake news.

Die Pointe vorweg – dann müssen Sie nicht so lange warten: Heute kann man im Focus die Nachricht lesen, dass die Nachricht, Unbekannte hätten Pflegerinnen die Autoreifen zerstochen, um als Impfgegner auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen, eine Fake News ist. Siehstemalguck. Der angebliche Bekennerbrief ist immer noch abgebildet – und ich bekenne, ich habe ihn immer noch nicht gelesen. Hier der Link:
https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/corona-leugner-zerstechen-reifen-von-pflegerinnen-schockierender-brief-entpuppt-sich-als-fake_id_33182151.html

So weit, so gut. Nachricht vollständig. Inhalt: Der Focus ist auf Fake News hereingefallen, hat sie berichtet, danach sich und die Nachricht berichtigt und am Ende sich entschuldigt. So what? Alles gut?

Nein, nichts ist gut. Bleiben wir beim Blödeln. Was haben Corona und Nachrichten gemeinsam? Das Lauffeuer, so könnte eine Antwort lauten. Die Fragwürdigkeit eine andere. Denn sowohl in der pandemischen Lage als auch bei der Nachrichtenlage kann man nicht mehr immer sicher einschätzen, woran man ist. Je länger die Pandemie, desto größer die Zweifel. Auch eine Gemeinsamkeit.

Weiterlesen
  82 Aufrufe
82 Aufrufe

Wieler und Lauterbach - sehen Sie selbst!

Manche Nachrichten lassen sich nur schwer sprachlich treffend formulieren. Das Verhältnis des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach zum RKI-Chef Lothar Wieler wird dennoch viel beschrieben. Sehr viel mehr versteht aber, wer sieht. Der Bayrische Rundfunk hat die entscheidende Szene nicht nur interpretiert, sondern auch die ganze Szene online gestellt:
 https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/nach-kritik-am-rki-lauterbach-steht-weiter-zu-wieler,SsJQEd5

  99 Aufrufe
99 Aufrufe

Dreimal werden wir noch wach - Expertenrat und Endzeitstimmung

Die Nachricht ist sachlich, zweifelsohne. Sie steht heute, am 21.12.2021 auf der Titelseite meiner Zeitung. Das ist der Kölner Stadt-Anzeiger. Ganz links, die Spalte neben dem Aufmacher, kommt der Innenminister von NRW zu Wort. Das ist Herbert Reul.

„Reul fordert Vorsorge für Katastrophen“,

steht da. Und darunter:

"NRW-Innenminister: Privatleute sollen Vorkehrungen treffen."

Und noch bevor ich „Ausschuss im Ahrtal“ gelesen habe, denke ich an Krieg. Dann erst an die Flut.

Weiterlesen
  123 Aufrufe
123 Aufrufe

Silvesterpartys könnten ganz erheblich schrumpfen - Beschlussvorlage

Und? Haben Sie an Silvester schon was vor? Dann zählen Sie vorsichtshalber und sicherheitshalber schnell mal nach! Mehr als zehn Leute – das könnte schiefgehen. Die Tagesschau weiß von einer Beschlussvorlage fürs Bund-Länder-Treffen morgen, wonach ab dem 28. Dezember private Treffen auf zehn Personen beschränkt werden sollen. (20.12.2021):
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-montag-245.html

Etwas ausführlicher beim RND (20.12.2021)
https://www.rnd.de/politik/corona-gipfel-massnahmen-silvester-sport-private-treffen-das-steht-in-der-beschlussvorlage-QWXLEMT5CJAPTGGOBY6QBE7GBQ.html

Fast unmöglich, den Überblick zu behalten. Da bleibt den Journalisten nur, sich ständig zu korrigieren. Aber auch das wird schwierig. So ist ein Artikel von T-online bei der Google-Suche mit Stichwort „Silvester“ noch angekündigt mit der Überschrift: „Silvester. So dürfen Sie dieses Jahr feiern.“ Das zeugt ja, auch wenn von gestern, 19.12.2021, doch noch von einer gewissen Zuversicht. (Auch der Link weist auf eine gewisse Vorfreude hin.) Klicken Sie sich aber nun in Feierlaune in diesen Silvesterartikel, bleibt t-online auch nichts weiter als die ganze, reine und unverfälschte neue Wahrheit: „Strenge Corona-Regeln – Das gilt für private Feiern an Silvester“ lautet hier die korrekte Überschrift zum Text, der datiert ist auf den 19.12.2021, 14:38 Uhr. Mal gucken, was aus dieser Überschrift bis Weihnachten noch so alles werden kann.
https://beta.t-online.de/leben/id_91314122/silvester-so-duerfen-sie-dieses-jahr-feiern-.html

Das Beste aber kommt noch: Der Artikel vom 19.12.2021 kann natürlich heute am 20.12.2021 nicht aktuell sein. Und so dürfen sich hier in diesem Text – unter der Überschrift von den strengen Corona-Regeln –   privat noch 50 Ungeimpfte treffen:

„Private Feiern unterscheiden sich je nachdem, ob alle Gäste geimpft sind oder nicht. Kommen nur geimpfte Gäste zu Ihrer Silvesterfeier, sind in Innenräumen maximal 50 Gäste und im Freien maximal 200 Gäste erlaubt.“

Weiterlesen
  123 Aufrufe
123 Aufrufe

2G, 3G, 0G - sind die Kirchen an Weihnachten wirklich arm dran?

„Was ist schlimmer: Arm ab oder Bein ab?“ Antwort: „Beides. Am liebsten aber Arm dran.“ Uralter, aber wunderschöner Witz, der noch dazu die Pointe in der Groß- und Kleinschreibung versteckt. Lieber arm dran als Arm ab.

So können wir jetzt noch ein bisschen weiterblödeln. Ich komme aber doch auf den Punkt, und der ist auch blöd: Die meisten Ungeimpften haben zwar ihre Arme noch dran, aber sie sind ganz schön arm dran. Auch wenn das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ihnen den Friseurbesuch wieder erlaubt hat. Haare ab geht also auch ungeimpft. Zumindest in Niedersachsen. Was mit dem Rest des Flickenteppichs ist, wer weiß das schon. Wer nicht selbst unbedingt zum Friseur muss, den lassen solche Fragen nach fast zwei Jahren Corona schlicht kalt.

Die Ungeimpften also dürfen nur noch im Supermarkt einkaufen und mancherorts stehen ihnen körpernahe Dienstleistungen per Gerichtsbeschluss doch zu. Das Recht der freien Religionsausübung – ich nehme gerade Anlauf fürs Weihnachsfest – steht den Ungeimpften auch zu. Es will ihnen nicht einmal jemand nehmen, staatlicherseits zumindest. Es gab und gibt in diesem Jahr keine Debatte, die von staatlicher Seite ausgeht und die ein mutmaßliches kirchliches Infektionsgeschehen in Bahnen halten will. Kein einziger Versuch, die Christmette als Hort der Ansteckung zu verteufeln. Erstaunlich, oder?

Die Kirche hat also deutlich mehr Spielraum und mehr Eigenverantwortung als noch ein Jahr zuvor. Selbstverständlich lässt sie die Masken dennoch nicht fallen. Da wäre ja auch der Spielraum sofort zuende. Nein, die Kirche übernimmt die Verantwortung. Und zwar jeder Kirchturm für sich selbst.

„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ (Nein, nicht in der Bibel, Karl Marx: MEW 19, 21).

Weiterlesen
  146 Aufrufe
146 Aufrufe

Weihnachtsruhe - Jahrgang 2, Beginn in Niedersachsen

Der NDR spricht ganz schlicht zuerst einmal von „Warnstufe 3“. Die gilt in Niedersachsen, so verkündete Ministerpräsident Stephan Weil heute, 09.10.2021, vom 24.12. bis zum 02.01. Heißt: Nur 25 geimpfte oder genesene dürfen Feste feiern, aber nicht mehr feste feiern, Einschränkungen gibt es für Veranstaltungen, und Tanzveranstaltungen sind ganz verboten. Benannt wird das Konzept mit einem Wort, das sich schon 2020 unbeliebt gemacht hat: Weihnachtsruhe. Deswegen spricht der NDR von der „sogenannten Weihnachtsruhe“.

Bericht beim NDR, 09.102.2021:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Heiligabend-bis-2-Januar-gilt-in-Niedersachsen-Warnstufe-3,weil2804.html

Der BR setzt die Weihnachtsruhe gleich in Anführungsstriche und kommt dann zum Wesentlichen: Niedersachsen ist das erste Bundesland, das über die Feiertage die Regelungen enger zieht. Und für Niedersachsen heißt das: Silvester höchstens 25 Leute pro Party (im Ticker, 16.45 Uhr):
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-news-ticker-kw49,SqnCCDE

So weit das Nachrichtliche. Bleibt das Sprachliche: Die Weihnachtsruhe ist – bei aller christlichen Tradition – ein ganz neues Phänomen. Auch Google findet das Wort meist nur in pandemischen Zusammenhängen. Der Duden erlaubt zwar pauschal alle möglichen Zusammensetzungen mit dem Wort „Weihnacht“, zählt die Ruhe aber nicht auf. Der Weihnachtsmann sei die häufigste Zusammensetzung.
https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Weihnachten-linguistisch-betrachtet

Im Grimmschen Wörterbuch werde ich auch nicht fündig. Also gab es offenbar früher auch nicht mehr, sondern weniger Ruhe. Zumindest an Weihnachten. Aber immerhin: Ich finde bei Grimm eine Weihnachtsrute. Und die scheint mir zwar nicht sprachlich, aber irgendwie doch inhaltlich mit der Weihnachtsruhe 2021 verwandt zu sein. Aber: Die Weihnachtrute gehört gar nicht dem Knecht Ruprecht oder einer ähnlichen Gestalt – sie ist ein Fähnchen auf dem Weihnachtsmarkt (beim Duden ist der Weihnachtsmarkt die zweitbeliebteste Zusammensetzung):
https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB#0

Weiterlesen
  132 Aufrufe
132 Aufrufe

Ach du heiliger Karl!

Die ZEIT machte ihn heute (09.12.2021) auf dem Titelblatt zu Karl dem Großen**. Das (katholische) Domradio aus Köln geht aber noch einen ganzen Schritt weiter: Hier fragt Christian Wölfel von KNA nach dem heiligen Karl. Das macht er mit sprachlichem Witz. Zwischendurch geht’s schwungvoll durch Theologie und Theorie. Und am Ende sind Drosten und Lauterbach die modernen Eremiten und ihre Wüste ist das Labor. Vielleicht ist da ja was dran, auf jeden Fall ist Ihnen mit dem Text ein bisschen Vergnügen sicher:

https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2021-12-09/heiliger-karl-ueber-die-sehnsucht-nach-einem-heldenhaften-gesundheitsminister

 

** hier gibt's das Titelblatt zu sehen:
https://premium.zeit.de/aktuelle-zeit?wt_zmc=fix.int.zonpme.zede.rr.aktausg_angebot.redirect.link.link&utm_medium=fix&utm_source=zede_zonpme_int&utm_campaign=rr&utm_content=aktausg_angebot_redirect_link_link

  169 Aufrufe
169 Aufrufe

Linkliste zur Berichterstattung über die tote Familie in Königs Wusterhausen

Noch gestern (08.12.2021) herrschte Betroffenheit und Entsetzen ob des Familienvaters aus Königs Wusterhausen, der seine ganze Familie und danach sich umgebracht hat. Psychisch krank, so lautete das Erklärungsmuster dafür, dass er nach dem Fälschen des Impfpasses seiner Frau befürchtete, die Kinder könnten ihnen weggenommen werden. Diesen Grund hatte er in einem Abschiedsbrief für die Tat genannt.

Schon seit gestern Abend wandelte sich – oder wer wandelt da? – der Schreck in Ablehnung: Der Familienvater soll „sich radikalisiert“ haben. Auch diese Einschätzung ändert sich medial schon wieder. Deswegen hier eine chronologische Linkliste mit Kurzzusammenfassungen.

Noch eine persönliche Stellungnahme vorab: Der Vorwurf, jemand habe „sich radikalisiert“ ist immer nur ein Teil der Wahrheit. Denn so ganz für sich allein, im stillen Kämmerlein ohne Grund und Anlass, „radikalisiert“ man „sich“ ja nicht. Die inflationäre Beschreibung von Menschen, die „sich radikalisieren“ – so richtig der gemeinte Sachverhalt jeweils dann auch sein kann – hat nur den einen Zweck: die Schuldzuweisung. Der da, der war’s – und wir, wir haben keine Schuld. Nein, die Schuld, der Grund und die Ursache sind nur im Woanders, im Gegenüber und in DemDa.

Aber der andere Teil der Wahrheit muss auch benannt werden, wenn diese ständigen „Sich-Radikalisierungen“ ein Ende haben sollen. Da passt doch gut die alte Weisheit: Wer mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst zurück.

Hier die versprochene Linkliste, auch nicht immer kommentarlos:

Weiterlesen
  152 Aufrufe
152 Aufrufe

Zwischenmenschliches: Die Coronakrise und ihre Folgen

Nachtrag zum Artikel vom 08.12.2021:

Der Familienvater, der in Königs Wusterhausen erst seine ganze Familie und dann sich selbst das Leben nahm, bietet heute Anlass zu Recherche, Spekulation und Interpretation. Die Medien sind voll mit Nachrichten, der Stil: Der Mann hat sich im Internet radikalisiert. Ich frage mich schon seit Jahren, wie man sich radikalisieren kann - denn ganz von allein geschieht das nicht. Zu diesem Familienvater gibt es nun Hinweise, dass er Impfausweise in großem Stil gefälscht habe, dass er dem Arzt Bodo Schiffmann interessiert gefolgt sei - und dass er in einem Messenger-Dienst geäußert habe, er habe sich eine Gürtelrose zugezogen, weil er mit einem Geimpften Kontakt gehabt habe. Sicher: Radikal ist das alles. Verzweifelt auch.

Linksammlung folgt später.

Artikel, 08.12.2021:

Der ältere Herr begegnete mir auf dem Parkplatz des Supermarktes. Er kam, ich ging – und lächelnd bot ich ihm meinen Einkaufswagen an. Denn einkaufen geht ja nicht mehr ohne. Lächelnd lehnte der Mann mein Angebot ab, das ihm Schritte und Anstrengung gespart hätte. Er nehme sich lieber einen anderen Wagen.

Weiterlesen
  153 Aufrufe
153 Aufrufe

Fliegende Kontrollen für Kölns Weihnachtsmärkte

Die Kölner rudern rückwärts, der Krisenstab der Stadt hat beschlossen, dass auf den Weihnachtsmärkten die 2G-Regel nicht nur gelten, sondern auch kontrolliert werden soll. Das ist, selbstverständlich und selbstredend, eine Reaktion auf die steigenden Inzidenzzahlen. Es ist, selbstverständlich und selbstredend, keine Reaktion auf die Situation am 11.11.2021 – als zu Beginn des Karnevals am Zülpicher Platz ein Sicherheitsunternehmen mit der Kontrolle der 2G-Regel maßlos überfordert war. Das Unternehmen soll bis zur Session im Februar nachbessern. Und immerhin: Am Heumarkt und am Tanzbrunnen, da hat ja alles geklappt.

Aber es geht ja jetzt um die Weihnachtsmärkte. Derer gibt es traditionell viele in Köln – und sie lassen sich nicht einzäunen. Deswegen setzt die Stadt Köln nun Menschen ein, die möglicherweise Superkräfte haben. Superkontrollen sozusagen. Auf jeden Fall, und das ist jetzt die Sprachregelung des Krisenstabes, werden „fliegende Kontrollen“ eingesetzt. Also Weihnachtsengel mit rotem Mantel statt weißer Flügel? Und ein großes S vorn auf der Brust? Vögel wird man ja wohl kaum einsetzen können, auch wenn der Stadtsprecher den sprechenden Namen Andreas Vogel trägt. Drohnen?

Wie die fliegenden Kontrollen tatsächlich aussehen werden, dazu schweigt die Stadt – und auch der WDR fragt hier nicht konkret nach. Quasi stillschweigend wird aus dem Gerundivum „fliegend“ aber im nächsten Absatz schon das Adjektiv „mobil“. Da die Weihnachtsmärkte nach allen Seiten offen sind und damit eine lückenlose Kontrolle gar nicht möglich ist, hat man sich auf mobile Teams geeinigt. Das klingt nun schon bedeutend realistischer.

Die Nachricht beim WDR, 15.11.2021:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/koelner-krisenstab-weihnachtsmaerkte-100.html

Nun mag die Vorstellung fliegender Engel, die die Weihnachtsmarktbesucher im Gewande des Super(wo)man liebevoll und lächelnd, möglicherweise noch gleichzeitig Geige und Harfe spielend, urkomisch sein. Dazu auch noch vollkommen ungewollt. Aber neu ist das Konzept nicht. Google weiß, wie immer, mehr. Und in Baden, so können wir der Badischen Zeitung entnehmen, flogen die Kontrollen im Karneval 2010 ihren Rundflug gegen den Alkohol. Viel erfahren wir nicht, da der Artikel hinter Bezahlschranke liegt. Aber dass die fliegenden Kontrollen der Polizei auf dem Hexenball erfreulich waren, dass kann man dem Artikel so gerade noch entnehmen. Was fehlt, ist ein Foto eines Polizeibeamten auf einem Hexenbesen.

Weiterlesen
  181 Aufrufe
181 Aufrufe

Die Rache des Gerundivums oder die Toten auf dem Fahrrad

„Wir wollen keine toten Radfahrenden in der Stadt!“ Fragen Sie mich nicht, wer in welcher Stadt keine Geister-Radfahrer will – und wo genau ich diesen Satz gehört habe. Ich kann Ihnen nur sagen: Es war im Fernsehen. Im NDR. Heute Morgen in der Wiederholung der Nachrichtensendungen vom Vorabend. Und: Danach war meine Aufmerksamkeit schlagartig zurück. Aber der Sprecher schon vom Bildschirm verschwunden.

Trotz meiner Zitationsunschärfe sei diesem Sprecher, der sich vor den toten Radfahrenden fürchtet, gesagt: Tote können nicht Fahrrad fahren – und Untote, die vielleicht Fahrad fahren könnten, wenn Regisseur oder Schriftsteller es wollten, gehören ins Reich der Phanatasie, also ins Fernsehen oder ins Buch. Die wirklich Toten fahren nicht mehr Fahrrad. Genauso wie die Totinnen keine Radfahrerinnen sind, sondern eine sprachliche Analogie, die frei von mir erfunden und logisch gesehen noch dazu vollkommen unnötig ist. Der Experimentierkasten mit den Sprachbausteinen gibt sie allerdings her. Und wenn Sie’s googlen wollen, werden Sie feststellen: Ich bin gar nicht die erste Schreiberin, die darauf gekommen ist.

Nennen wir’s die späte Rache des Gerundivums: die toten Radfahrenden. Stellen Sie sich das doch mal bildlich vor. Am besten noch als Radrennen.

Der Gendertrick mit der Verlaufsform musste ja irgendwann zum Eigentor werden. Oder zur Grube, die man den anderen nicht gräbt. Weil man gar nicht nur selbst hineinfällt. Auch die toten Radfahrenden könnten hier gut und gern begraben werden – samt Sprecher. Es war gewiss ein Mann. Also brauche ich wahrscheinlich keine weibliche Endung. Auch wenn man das nicht so ganz genau wissen kann. 

Klüger macht’s, sprachlich betrachtet, die ZEIT: „Zahl der getöteten Radfahrenden bleibt hoch“, titelte sie schon am 19.08.2020:
https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-08/fahrradtote-radfahrer-strassenverkehr-unfall-autos?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

Weiterlesen
  172 Aufrufe
172 Aufrufe

Zweifelhafte Hilfsangebote: Vom Umgangston im Internet

„Ich helfe dir bei der Beantwortung deiner Fragen.“** Diesen Satz konnte ich einen ganz kurzen Mauswischmoment lang bei dem Paketdienstleister zwar nicht meiner Wahl, aber doch meines Schicksals lesen. Jetzt aber ist er, wer auch immer er sei, der mir seine Hilfe anbietet, wieder weg. Nahezu spurlos verschwunden. Fast unwiederholbar. Es sei denn, ich öffne die Website erneut. Übrig bleibt andernfalls unten rechts ein gelbes Fragezeichen, begleitet von drei Punkten. Die eben noch eher nur geahnte als wirklich gelesene rechteckige Aufploppblase, die mich, auch das kann ich hassen, unaufgefordert duzte, ist irgendetwas zwischen Erinnerung und Einbildung. Habe ich das wirklich gesehen und gelesen?

Tatsächlich lässt sich der Vorgang dann doch wiederholen, wenn man ganz von vorne anfängt. Nebenbei: Ich brauche keine Hilfe bei der Beantwortung meiner Fragen. Ich interessiere mich nur dafür, wer mir so großzügig diese Hilfe anbietet, die ich eigentlich für eine Voraussetzung und Selbstverständlichkeit gehalten hätte. Will sagen: Ein solch höfliches Angebot macht mich skeptisch. Sagt doch der Sprecher, dass ich mich im Grunde genommen eigentlich ganz allein um die Beantwortung meiner Fragen kümmern müsste. Muss ich aber nicht, denn er, wer auch immer er sei, er bietet mir ja seine großzügige Hilfe an.

Nun also will mir bei der Sendungsverfolgung des Paketdienstleisters, auf dessen Website ich mich herumtreibe, jemand helfen, der als Person nicht kenntlich ist, der nicht personifiziert ist und der nicht als Chatbot in Aktion tritt oder treten wird. Egal wie doof ich mich anstelle.

Falls Sie nicht wissen, was ein Chatbot ist: Ich wusste es auch nicht, habe aber extra die Fachleute befragt, damit ich Ihnen dieses Fachwort hier auftischen kann. Der Chatbot ist das Tool, das dafür zuständig ist, Ihnen auf einer Website einen (Hilfe-)Dialog anzubieten, wenn Sie zu lange regungslos vor einer Seite, einer Aufgabe oder einem Vorhaben sitzen. Also zum Beispiel, wenn Sie bei der Bank Ihrer Wahl mit der Überweisung offenbar nicht zu Potte kommen. Oder bei der Bausparkasse. Meist tritt der Chatbot in Erscheinung in Gestalt menschenähnlicher Silhouetten oder Mensch-Simulationen. Wenn Mensch-Simulation, dann natürlich gern auch jung.

Aber bei dem von mir nicht auserwählten Paketdienstleister ist der Chatbot wahrscheinlich kein echter Chatbot, auch wenn ich das Wort ganz toll finde. Tatsächlich ist er nur ein kleines einprogrammiertes Fenster, das aufspringt und mich weiterleitet, sollte es mir gelingen, vor seinem Verschwinden darauf zu klicken. Und dieses Fenster ist ausgesprochen wirklichkeitsnah programmiert: Denn wenn man mal wirklich im Leben jemanden braucht, ist ja auch meist keiner da.

Weiterlesen
  195 Aufrufe
195 Aufrufe

Von Vischen und anderen Rechtschreibeübungen

Ihnen kann niemand ein X für ein U vormachen? Gut so, aber nun müssen Sie aufpassen, dass Ihnen niemand ein V für ein F vormacht. Es sei denn, Sie essen vegan oder vegetarisch. Dann nämlich müssen Sie aufpassen, wer Ihnen ein V für ein F serviert.

Die NORDSEE, also die Firma mit den Großbuchstaben in Blau und dem roten Fisch daneben, ist seit April öffentlich auf dem Weg zu „neuen Ufern“, wie sie selbst in einer Pressemitteilung schrieb. Am anderen „Ufer“ der Nordsee angelt die NORDSEE nun nach Fischen mit V am Anfang. Die kommen dann am Ende ins BackVisch-Baguette – und dann auf den Teller veganer oder vegetarischer Kunden.

Zumindest will der Kunde, der den BackVisch bestellt, in wenigen Minuten vegan essen. In der NORDSEE, seit April. Theoretisch. Denn dann kam die nicht ganz so perfekte Welle: Youtube, der Medienkonzern Ippen, die MOPO, vegane Foren und bestimmt noch einige andere Stimmverstärker empörten sich unisono: Der vegane BackVisch wird in der NORDSEE nämlich mit dem gemeinen Backfisch zusammen frittiert. Im selben Fett. Wenngleich auch das Frittierfett pflanzlich ist: Das gemeinsame Fettbad nimmt dem BackVisch seine ganze Unschuld, noch bevor er überhaupt aufs Baguette kommt. Vegan ist er nach dem Bad im Fettnapf gewiss nicht mehr. Theoretisch zumindest – und der gemeine Veganer hält ja bekanntlich viel von der Theorie.

NORDSEE zum BackVisch:
https://www.nordsee.com/de/produkte/backvisch-baguette/

Ruhr-Nachrichten, 16.04.2021:
https://www.ruhr24.de/service/nordsee-fisch-vegan-blamage-restaurant-zubereitung-fehler-produkt-angebot-wut-kunden-kette-90460228.html

Weiterlesen
  249 Aufrufe
249 Aufrufe

Komische Kirche im coronaren Alltag

Keine Ahnung, wie ich auf die Evangelische Wochenzeitung gekommen bin. Wahrscheinlich immer dem Klick meiner Maus hinterher. Auf jeden Fall auf der Suche nach guten Comics oder Cartoons, gern zu Corona. Was ich gefunden habe: Nicht weniger als die ganze komische Wahrheit. Gut, es ist die ganze evangelische Wahrheit. Das macht sie aber nicht zur Halbwahrheit, denn das Coronavirus hat mit seinen Auswirkungen die theologische ganze Wahrheit ein wenig in den Hintergrund verschoben. Im kirchlichen Alltag hingegen stehen nun Protestanten und Katholiken Seite an Seite vor neuen, ökumenischen Regeln, die sich unwahrscheinlich gut ritualisieren lassen. Noch hat der Zeichner die Frage nicht gestellt, ob wir es hier nicht mit einer großen, wahrhaftigen, neuen Religion zu tun haben. Er steckt noch in den Niederungen des Alltags – und die sind vor allem komisch:

https://unserekirche.de/cartoons/

  213 Aufrufe
213 Aufrufe

Auf, auf zum Tanz! Es darf wieder mehr als nur geheiratet werden ...

Es ist so weit: Nicht mehr nur die Vögel dürfen Hochzeit halten – und auch der grüne Wald hat als Veranstaltungsort in gewisser Weise ausgedient. Die Menschen dürfen sich wieder trauen! Und zwar nicht nur am Altar und vor dem Standesbeamten oder natürlich der Standesbeamtin, sondern auch ganz feierlich. Sofern die Feier nicht öffentlich ist, keine Ungeimpften ohne PCR-Test erscheinen usw. Aber: Möglich ist wieder Vieles.

Das im Jahr 2020 die Zahl der Hochzeiten auf dem niedrigsten Stand seit 1950 liegt, dürfte niemanden verblüffen: 4,5 Personen auf 1000, so die Statistik, die mit 11 Personen auf 1000 im Jahre 1950 beginnt:
https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?operation=previous&levelindex=1&step=1&titel=Ergebnis&levelid=1629457452807&acceptscookies=false#abreadcrumb

Welche Folgen das Heiraten in Zeiten von Corona für die Brautpaare hat und hatte, lässt sich einer Studie der „Kartenmacherei“ entnehmen:
https://www.kartenmacherei.de/hochzeitsstudie/#corona

Aber weg vom Rückblick hinein in die Zukunft: Es wird wieder geheiratet und das wird wieder gefeiert.

Und so berichtet, quasi zum Auftakt, die „Bild“ über ein Hochzeitspaar, das seit dem April 2020 seine Feier schon mehrmals verschoben hat. Dachzeile: „Corona-Fluch gebrochen“. Dennoch wird’s fürs Brautpaar eng, weil die alte Regelung zwar nicht mehr gilt, die neue aber noch nicht. Und vor allem: Die Braut ist schwanger – und sie möchte gern auf ihrer eigenen Hochzeit tanzen können. Die ganze Geschichte hier:
https://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf-aktuell/corona-fluch-gebrochen-endlich-koennen-wir-unsere-traum-hochzeit-feiern-77415700.bild.html

Weiterlesen
  285 Aufrufe
285 Aufrufe

Passierschein A38 - Noch fehlt die Kompatibilität zum Konnektor

Sie sind Arzt? Sie kämpfen an vorderster Front? Nämlich an der Formularfront: elektronisches DMP, elektronische AU, eRezept. Und was es da nicht sonst noch alles gibt. Im Zuge der Coronarisierung der Arztpraxen hat der Einsatz neuer, zertifizierter Verfahren nochmals ungemein zugenommen. Was Ihnen aber zu Ihrem Glück überhaupt noch fehlt, ist der Passierschein A38. Klingelt’s schon bei Ihnen? Da war doch was! Richtig: Asterix und Obelix. Noch ist der Passierschein A38 nicht elektronisch verfügbar, und über seine Kompatibilität zum Konnektor in der Arztpraxis hat gewiss noch niemand nachgedacht. Aber immerhin hat Rupert Frieling den Passierschein schon mal in Form gebracht. Das war im im März 2020, eine unmittelbare Folge von Corona.Nehmen Sie dieses Formular nicht nur zur Kenntnis, sondern überprüfen Sie es ganz genau. Sie werden gewiss Ihre helle Freude daran haben:

https://ruprechtfrieling.de/passierschein-a38-gegen-corona-ausgangssperre/

Und für alle, denen die Passierschein-Szene bei Asterix und Obelix nur noch halb in Erinnerung ist, gibt’s hier den passenden Ausschnitt auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=NQV6PA6BOVE

 Nachtrag: Die Stadt Barsinghausen hat offenbar, und das auch im März 2020, ein A38-Passierschein vergeben. Hier mehr:
https://www.con-nect.de/barsinghausen/nachricht/30942-stadt-barsinghausen-vergab-passierschein-a38.html

  292 Aufrufe
292 Aufrufe

KBV Praxisnachrichten

PraxisNachrichten

Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

Neueste Kommentare

Mechthild Eissing Schülerin protestiert gegen Unterricht mit Ungeimpften
18. Januar 2022
In Köln hat eine Familie wegen der Corona-Pandemie ihren Erstklässler nur zur Einschulung und einen ...
Mechthild Eissing Das Land Niedersachsen ordnet die Weihnachtsfeier-Familien-Selbsttest-Selbstkontrolle an
18. Dezember 2021
Die Niedersachsen hoffen auf Nachbesserung der weihnachtsfeierlichen 2G+-Testtpflicht. Bericht in de...
Mechthild Eissing Die heilige Corona kommt wieder zu Ehren
02. Dezember 2021
Am 11. November hat die orthodoxe Kirche der heiligen Corona gedacht. Domradio berichtete aus diesem...

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.