NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

In Norwegen wird retuschierte Werbung kennzeichnungspflichtig

In Norwegen muss Werbung, die Personen retuschiert zeigt, dies künftig auch mit einem Hinweis kennzeichnen. Artikel in den Stuttgarter Nachrichten, 01.07.2022:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gesundheit-norwegen-retuschierte-werbung-muss-gekennzeichnet-werden.92814f74-f071-4442-a186-a50cd7f5623e.html

Oder in der Rheinischen Post, 01.07.2022:
https://rp-online.de/panorama/ausland/retuschierte-werbung-muss-in-norwegen-nun-gekennzeichnet-werden_aid-72217509

und in vielen anderen Medien auch.

 

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Pflanzen auf Platz 3 bei den Vergiftungsmeldungen

Die Stuttgarter Nachrichten geben einen kleinen Einblick in den Alltag der Giftnotzentrale. Erstaunlich: Pflanzen liegen bei den Vergiftungserscheinungen (oder dem Verdacht auf) ziemlich weit vorne, nämlich auf Platz 3 und damit weit vor den Pilzen. Nicht ganz so erstaunlich: Die Kenntnis der gefährlichen und ungefährlichen Pflanzen ist durchaus gering, die Sorge vor Vergiftung manchmal hoch. Und die Giftnotzentralen geben rund um die Uhr gerne Auskunft.

Artikel vom 20.06.2022:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gesundheit-vergiftungen-durch-pflanzen-das-ist-zu-beachten.176c4f43-5772-4bf0-aed9-9ca2a02e7dc9.html

Hier ein Link zur Liste der Giftnotzentralen:
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/sicher-aufwachsen/notfall-infos/giftinformationszentralen-giftnotruf/

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Plastikfresserchen gesucht

Kleine Recherche und Linkliste zur Wissenschaft auf der Suche nach Plastikfresserchen.

Die Suche nach einem Bakterium, das sich am Plastik gütlich tut und es zersetzt, scheint erfolgreich. Bericht in PTA über Wisschenschaft in Leipzig, 27.05.2022:
https://www.diepta.de/news/plastikfresser-bakterienenzym-zersetzt-pet-problemlos

Der MDR hat schon am 17.05.2022 ein Interview eingestellt mit dem Chemiker Dr. Christian Sonnendecker aus Leipzig:
https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/forscher-leipzig-enzym-plastik-zersetzt-rekordzeit-100.html

Am 19.05.2022 in Bioökonomie.de:
https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/riesenappetit-auf-den-kunststoff-pet

An der Universität Hamburg hat sich der Mikrobiologe Wolfgang Streit auf die Suche nach plastikfressenden Bakterien begeben. Focus online berichtet am 18.05.2022:
https://www.focus.de/perspektiven/irres-experiment-bakterien-sollen-unseren-plastikmuell-auffressen_id_100742943.html

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Forschungen und Einsätze rund ums Mikroplastik

Ob und welche Schäden Mikroplastik in unserem Körper anrichtet, weiß man nicht so genau. Vermutungen gibt es viele. Die Forschung steckt am Anfang. Man weiß aber schon mal, dass wir im Durchschnitt pro Woche eine Kreditkarte verzehren – nämlich fünf Gramm Plastik. Das ist doch mal ein sinnbildhaft gewählte Größenordnung. Die Zahl bringt der BR in seinem Artikel über die Forschung, die die Wirkung von Mikroplastik auf den Menschen erkunden will. Artikel vom 09.05.2022:
 https://www.br.de/nachrichten/wissen/forschung-was-mikroplastik-mit-unserer-gesundheit-macht,T5EW5Ih

W24at aus Wien berichtet über einen Professor, der im Rahmen des „bündnis mikroplastikfrei“ die ganze Donau durchschwimmen will – und natürlich auch ihren Mikroplastikgehalt bestimmen möchte. Bericht vom 06.05.2022:
https://www.w24.at/News/2022/5/Schwimmender-Professor-gegen-Mikroplastik

Auch am 07.05.2022 in den OÖ-Nachrichten:
 https://www.nachrichten.at/panorama/chronik/welche-massnahmen-die-mikroplastik-belastung-eindaemmen-sollen;art58,3648009

Die VDI-Nachrichten berichten am 05.05.2022 über ein Kölner Startup-Unternehmen, dass das Plastik schon aus den Flüssen fischen will, bevor es ins Meer gelangen kann:
https://www.vdi-nachrichten.com/technik/umwelt/schwimmende-zaeune-fischen-plastik-aus-den-fluessen/

Das Bremer Regionalmagazin buten un binnen berichtet von Plastiktütenfunden in den Tiefen des arktischen Meeres. Die Forscher des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) in Bremerhaven setzen sich für eine deutliche Verringerung der Plastikproduktion ein. Mit Filmbeitrag und Eisbär, der eine Plastiktüte erobert, 29.04.2022:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/weniger-plastik-awi-bremerhaven-100.html

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Der Uhu und der Zahnarzt - eine ungewöhnliche Hilfsaktion im westfälischen Dorsten

Manchmal muss man beherzt handeln können. Und beherzt fragen. Gefragt hat der Besitzer eines Uhus einen befreundeten Zahnarzt. Denn der Uhu hatte sich die Schnabelspitze abgebrochen. Und der Zahnarzt aus Dorsten hat ihn beherzt behandelt. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, bei der Bild-Zeitung gibt’s ein langes Video, bei Sat.1 ein kurzes:

Bild, 20.04.2022, Video 2:17 min (plus Werbung natürlich):
Schnabelspitze abgebrochen: Uhu „Juri“ muss nach Dorsten zum Zahnarzt | Regional | BILD.de

Sat.1, 19.04.2022, Video 1:19 min – und ohne Werbung:
https://www.sat1nrw.de/aktuell/uhu-beim-zahnarzt-223128/

Aber selbstverständlich hat die Geschichte vom Uhu beim Zahnarzt viel weitere Kreise gezogen:

Rein nachrichtlich die ZEIT mit dem dpa-Bericht am 19.04.2022:
https://www.zeit.de/news/2022-04/19/schnabelspitze-abgebrochen-zahnarzt-behandelt-uhu

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WW und die KI: Illegale Datennutzung und hohe Strafe

WW International und Tochterfirma haben in den USA illegal Daten erhoben und sie mittels KI genutzt für eine App, mit deren Hilfe Kinder unter 13 Jahren ihr Gewicht kontrollieren können sollen. Ein Gericht hat jetzt darüber geurteilt: WW muss nicht nur die Daten löschen – sondern alle Modelle und Algorithmen, die auf Grundlage dieser Daten entstanden sind. Und eine Strafe in Höhe von 1,5 Mio. Dollar zahlen. Bericht bei Heise.de, 21.03.2022:
https://www.heise.de/news/US-Gericht-ordnet-Zerstoerung-von-KI-Algorithmen-an-6596305.html

In einem Bericht bei CBS am 04.03.2022 erfährt man mehr zu den Hintergründen:
https://www.cbsnews.com/news/weight-watchers-diet-kids-ftc/

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Auch Aachen erhält einen "Gesundheitskiosk"

In Aachen wird in April ein Gesundheitskiosk eröffnet. Der Kiosk ist vor allem ein Beratungsangebot. Die DAZ online berichtet am 17.03.2022 – vor allem über das Vorbild in Hamburg:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2022/03/17/beratung-fuer-die-beim-arzt-die-zeit-fehlt

Die AOK informiert hier:
https://www.aok.de/pk/rh/inhalt/gesundheitskiosk-in-aachen/

Über den Erfolg des Gesundheitskioks in Hamburg berichtete die AOK am 17.02.2022 in einer Pressemitteilung:
https://www.presseportal.de/pm/135478/5149551

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Hoffnungszeichen

Eigentlich geht es hier nur ums Bild. Aber ein bisschen Nachricht ums Bild kann ja auch nicht schaden, denn ja: Der Krokus ist giftig. Und nein, die Nachricht ist nicht neu. Und ja, sie geht gerade trotzdem wieder viral. Sie sollen Kinder und Haustiere von den Pflanzen fernhalten. So die alljährlich wiederkehrende Nachricht.

Hier im Soester Anzeiger, 10.03.2022:
https://www.soester-anzeiger.de/verbraucher/krokusse-giftig-symptome-kinder-hunde-katzen-hasen-kaninchen-pferde-haustiere-garten-maerz-wann-91400990.html

Etwas differenzierter berichtet Eva Monnig in „Mein schöner Garten“. Denn sie verschweigt nicht, dass die Giftinformationszentrale den Krokus als harmlos für Menschen einstuft. Anders ist das allerdings für Kaninchen, Meerschweinchen, Pferde .... und beim Herbstkrokus. (07.03.2022)
https://www.mein-schoener-garten.de/lifestyle/natur-tiere/wie-giftig-ist-der-krokus-50146

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Fast eine Predigt - Gedanken über den Verzicht auf "externe Nahrung"

Wir müssen reden. Jetzt. Zuerst über und in Redewendungen. Das Amen in der Kirche – zum Beispiel. Einst war es sicher in der Kirche. Und noch vor zwei Jahren hätte ich sicher behaupten können, dass die außerkirchlichen Fastenpredigten so sicher wie das Amen in der Kirche nach Neujahr in den Zeitungen und allen anderen Medien zu finden sein werden. Die Sicherheit, dass uns am Jahresanfang die Aufforderung zum Fasten ungefragt ins Haus fliegt, ist geblieben, das Amen in der Kirche jedoch hat an Stimmgewalt gewaltig eingebüßt.

Nächste Redewendung: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Gut, genau genommen ist diese Redewendung einem Gedicht entnommen, das uns tröstlich von Stufe zu Stufe geleiten, gar heben will – und am Ende auch die Todesstunde mit neuem Leben füllt. Sie wissen’s schon: Hermann Hesse. Passt doch ganz gut zum Amen in der Kirche.

Doch die beiden, das Amen genauso wie die Todesstunde, wollen wir mal tunlichst links liegen lassen. Es geht nämlich um den Anfang, genauer: Um den Jahresanfang. Sollte ihm tatsächlich ein Zauber innewohnen, meist war er ja vor Corona gepaart mit Höllenlärm, hat sich dieser auch in diesem Jahr irgendwie verflüchtigt. Geblieben ist der Anfang. Und der beruht traditionell auf vielen guten Vorsätzen. Mehr Sport, weniger essen, weniger rauchen, weniger saufen. Sie erinnern sich: Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Auf jeden Fall könnten wir mithilfe eines Zauberers den Vorsätzen besser auf die Sprünge helfen.

Das mit dem Sport hat Corona ja schon mal erledigt. Zumindest dann, wenn er im Fitnessstudios hätte betrieben werden sollen. Das mit dem Essen hingegen ist nicht an Mundschutz und 1,5-Meter-Abstand gebunden. Im Gegenteil: Nicht essen lässt es sich besser allein. Auch wenn der Mundschutz hier eine Hilfe sein könnte. Den Mitmenschen brauche ich zum Fasten im Grunde nicht.

Und nun sind wir wieder bei den Zeitungen. Stellvertretend für alle anderen Medien, die das mit dem Jahresanfang und dem Zeitgeist gewiss nicht anders handhaben. Und nun heißt es hier für uns auch nicht mehr: Wir müssen reden. Nein! Wir müssen fasten! Das Zeitungsmagazin, dem ich zwar nicht vertraue, aber das mir zusammen mit meiner Tageszeitung quasi umsonst ins Haus kommt, schreibt mir auf zwei Seiten, wie das geht. (Die dritte Seite ist dann interessanten Rezepten fürs Fastenbrechen vorbehalten.)

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Schülerin protestiert gegen Unterricht mit Ungeimpften

Eine Schülerin in Hagen hat Asthma – und da die Hälfte der Klasse, wie sie sagt ungeimpft ist und auch nicht alle Lehrer geimpft seien, weigert sie sich, am Unterricht im Klassenraum teilzunehmen. Aus Protest setzte sie sich auf den Schulhof, um zu lernen. Dort darf sie nicht bleiben. Zu kalt, findet das Jugendamt. Die (Zwischen-)-Lösung bestand in einem (Zwischen-)Raum in der Schule, perspektivisch soll ihr Distanzunterricht ermöglicht werden. Auf Twitter löste die Schülerin erfolgreich eine Debatte aus, die seit Tagen anhält – und der Medienrummel ließ nicht auf sich warten. Aktuell gibt’s im Kölner Domradio ein Interview mit einem Mitglied des Deutschen Ethikrats, der aus mehreren Perspektiven Stellung nimmt:

Domradio, 17.01.2022:
https://www.domradio.de/themen/corona/2022-01-17/kein-recht-andere-zur-impfung-zu-noetigen-ethikratmitglied-kritisiert-unterrichtsboykott

Links zur Berichterstattung:

Ruhr-Nachrichten, 14.01.2022:
https://www.ruhrnachrichten.de/regionales/schuelerin-yasmin-t-aus-hagen-verweigert-unterricht-im-klassenzimmer-kompromiss-gefunden-w1713835-2000420853/

Bericht in Wort und Film beim WDR, 13.01.2022:
https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/hagener-schuelerin-lernt-auf-schulhof-100.html

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Die Wirtschaftswoche und die englischsprechende Außenministerin - eine Kolumne und ein Appell

Belächeln? Spotten? Sich lustig machen? Über die deutsche Aussprache unserer Außenministerin, wenn sie Englisch spricht? Oder ist das vielleicht gar nicht so schlimm, wenn man nicht fehlerfrei die Laute nachahmen kann, die andere Menschen in anderen Ländern eine ganze Kindheit lang lernen konnten? In der Wirtschaftswoche lässt sich Peter Littger in einer Kolumne ganz wunderbar darüber aus. Und das Beste: Er führt Sie danach durch alle Laut- und Aussprachefallen, in die wir Deutsche gerne hineintappen. Am Ende haben Sie beides: geschmunzelt und gelernt. Besser geht’s doch nicht. Also: Viel Vergnügen.
https://www.wiwo.de/erfolg/trends/mehr-erfolg-mit-englisch-erkennt-man-gutes-oder-schlechtes-englisch-an-einer-deutschen-aussprache/27957820.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

 Sollten Sie Ihr Vergnügen gefunden haben: Hier geht's weiter. Littgers Artikel aus dem Sommer über Christian Lindners englische Sprachverunglückungen:
https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/mehr-erfolg-mit-englisch-what-lessons-can-we-learn-from-mister-lindners-kauderwelsch/27517928.html

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Ungeimpft und ausgeschimpft - eine Lesegeschichte

Susanne Böhm hat im Nordkurier am 08.01.2022 den Erfahrungsbericht einer Frau zusammengefasst, die bis vor Kurzem ungeimpft war. Keine Impfgegnerin, aber eine ob der wechselnden Nachrichten sehr verunsicherte Frau. Der Bericht zeigt auf, wie die Stimmung in der Gesellschaft sich verändert hat – und wie die Frau sogar im Krankenhaus angefeindet, nicht aber angehört wurde. Eine Geschichte zum Nachdenken:
https://www.nordkurier.de/pasewalk/verschwinden-sie-arzt-sieht-bei-ungeimpfter-rot-0846637601.html

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Pandemische Nachrichten - eine kleine, aber grundlegende Zweifelei

Man konnte die Nachricht im Focus lesen. Gestern noch. Heute lautet sie ganz anders. Gestern noch, am 1. Januar, verkündete der Focus, dass Unbekannte zwei Pflegerinnen die Autoreifen zerstochen hätten – und einen Bekennerbrief hinterlassen hätten. Es seien Impfgegner gewesen. Der Bekennerbrief war abgebildet – und ich persönlich muss bekennen, dass ich ihn nach der Nachricht nicht mehr gelesen habe. Denn ich war auf 180, wie man so sagt. Und auch meinen Reifen schien an dieser Stelle plötzlich und unerwartet die Luft auszugehen. Im übertragenen Sinn natürlich.

Dieser Nachricht im Focus fehlte nämlich nicht nur die Ortsangabe, ihr fehlte die Glaubwürdigkeit. Es gab im Text keinerlei Hinweis auf irgendeinen überprüfbaren Beweis. Es gab nur das Bild des Bekennerbriefes. Dieser Nachricht im Focus fehlte auf der anderen Seite jeglicher Witz, aber bis zum 1. April sind’s ja auch noch drei Monate. Kein Aprilscherz. Während mir also bei Wutdruck 180 gedanklich so die Luft ausgeht, schnattert es trotzdem unaufhörlich und laut im Kopf: fake news, fake news, fake news.

Die Pointe vorweg – dann müssen Sie nicht so lange warten: Heute kann man im Focus die Nachricht lesen, dass die Nachricht, Unbekannte hätten Pflegerinnen die Autoreifen zerstochen, um als Impfgegner auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen, eine Fake News ist. Siehstemalguck. Der angebliche Bekennerbrief ist immer noch abgebildet – und ich bekenne, ich habe ihn immer noch nicht gelesen. Hier der Link:
https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/corona-leugner-zerstechen-reifen-von-pflegerinnen-schockierender-brief-entpuppt-sich-als-fake_id_33182151.html

So weit, so gut. Nachricht vollständig. Inhalt: Der Focus ist auf Fake News hereingefallen, hat sie berichtet, danach sich und die Nachricht berichtigt und am Ende sich entschuldigt. So what? Alles gut?

Nein, nichts ist gut. Bleiben wir beim Blödeln. Was haben Corona und Nachrichten gemeinsam? Das Lauffeuer, so könnte eine Antwort lauten. Die Fragwürdigkeit eine andere. Denn sowohl in der pandemischen Lage als auch bei der Nachrichtenlage kann man nicht mehr immer sicher einschätzen, woran man ist. Je länger die Pandemie, desto größer die Zweifel. Auch eine Gemeinsamkeit.

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Wieler und Lauterbach - sehen Sie selbst!

Manche Nachrichten lassen sich nur schwer sprachlich treffend formulieren. Das Verhältnis des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach zum RKI-Chef Lothar Wieler wird dennoch viel beschrieben. Sehr viel mehr versteht aber, wer sieht. Der Bayrische Rundfunk hat die entscheidende Szene nicht nur interpretiert, sondern auch die ganze Szene online gestellt:
 https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/nach-kritik-am-rki-lauterbach-steht-weiter-zu-wieler,SsJQEd5

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Dreimal werden wir noch wach - Expertenrat und Endzeitstimmung

Die Nachricht ist sachlich, zweifelsohne. Sie steht heute, am 21.12.2021 auf der Titelseite meiner Zeitung. Das ist der Kölner Stadt-Anzeiger. Ganz links, die Spalte neben dem Aufmacher, kommt der Innenminister von NRW zu Wort. Das ist Herbert Reul.

„Reul fordert Vorsorge für Katastrophen“,

steht da. Und darunter:

"NRW-Innenminister: Privatleute sollen Vorkehrungen treffen."

Und noch bevor ich „Ausschuss im Ahrtal“ gelesen habe, denke ich an Krieg. Dann erst an die Flut.

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Silvesterpartys könnten ganz erheblich schrumpfen - Beschlussvorlage

Und? Haben Sie an Silvester schon was vor? Dann zählen Sie vorsichtshalber und sicherheitshalber schnell mal nach! Mehr als zehn Leute – das könnte schiefgehen. Die Tagesschau weiß von einer Beschlussvorlage fürs Bund-Länder-Treffen morgen, wonach ab dem 28. Dezember private Treffen auf zehn Personen beschränkt werden sollen. (20.12.2021):
https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-montag-245.html

Etwas ausführlicher beim RND (20.12.2021)
https://www.rnd.de/politik/corona-gipfel-massnahmen-silvester-sport-private-treffen-das-steht-in-der-beschlussvorlage-QWXLEMT5CJAPTGGOBY6QBE7GBQ.html

Fast unmöglich, den Überblick zu behalten. Da bleibt den Journalisten nur, sich ständig zu korrigieren. Aber auch das wird schwierig. So ist ein Artikel von T-online bei der Google-Suche mit Stichwort „Silvester“ noch angekündigt mit der Überschrift: „Silvester. So dürfen Sie dieses Jahr feiern.“ Das zeugt ja, auch wenn von gestern, 19.12.2021, doch noch von einer gewissen Zuversicht. (Auch der Link weist auf eine gewisse Vorfreude hin.) Klicken Sie sich aber nun in Feierlaune in diesen Silvesterartikel, bleibt t-online auch nichts weiter als die ganze, reine und unverfälschte neue Wahrheit: „Strenge Corona-Regeln – Das gilt für private Feiern an Silvester“ lautet hier die korrekte Überschrift zum Text, der datiert ist auf den 19.12.2021, 14:38 Uhr. Mal gucken, was aus dieser Überschrift bis Weihnachten noch so alles werden kann.
https://beta.t-online.de/leben/id_91314122/silvester-so-duerfen-sie-dieses-jahr-feiern-.html

Das Beste aber kommt noch: Der Artikel vom 19.12.2021 kann natürlich heute am 20.12.2021 nicht aktuell sein. Und so dürfen sich hier in diesem Text – unter der Überschrift von den strengen Corona-Regeln –   privat noch 50 Ungeimpfte treffen:

„Private Feiern unterscheiden sich je nachdem, ob alle Gäste geimpft sind oder nicht. Kommen nur geimpfte Gäste zu Ihrer Silvesterfeier, sind in Innenräumen maximal 50 Gäste und im Freien maximal 200 Gäste erlaubt.“

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2G, 3G, 0G - sind die Kirchen an Weihnachten wirklich arm dran?

„Was ist schlimmer: Arm ab oder Bein ab?“ Antwort: „Beides. Am liebsten aber Arm dran.“ Uralter, aber wunderschöner Witz, der noch dazu die Pointe in der Groß- und Kleinschreibung versteckt. Lieber arm dran als Arm ab.

So können wir jetzt noch ein bisschen weiterblödeln. Ich komme aber doch auf den Punkt, und der ist auch blöd: Die meisten Ungeimpften haben zwar ihre Arme noch dran, aber sie sind ganz schön arm dran. Auch wenn das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ihnen den Friseurbesuch wieder erlaubt hat. Haare ab geht also auch ungeimpft. Zumindest in Niedersachsen. Was mit dem Rest des Flickenteppichs ist, wer weiß das schon. Wer nicht selbst unbedingt zum Friseur muss, den lassen solche Fragen nach fast zwei Jahren Corona schlicht kalt.

Die Ungeimpften also dürfen nur noch im Supermarkt einkaufen und mancherorts stehen ihnen körpernahe Dienstleistungen per Gerichtsbeschluss doch zu. Das Recht der freien Religionsausübung – ich nehme gerade Anlauf fürs Weihnachsfest – steht den Ungeimpften auch zu. Es will ihnen nicht einmal jemand nehmen, staatlicherseits zumindest. Es gab und gibt in diesem Jahr keine Debatte, die von staatlicher Seite ausgeht und die ein mutmaßliches kirchliches Infektionsgeschehen in Bahnen halten will. Kein einziger Versuch, die Christmette als Hort der Ansteckung zu verteufeln. Erstaunlich, oder?

Die Kirche hat also deutlich mehr Spielraum und mehr Eigenverantwortung als noch ein Jahr zuvor. Selbstverständlich lässt sie die Masken dennoch nicht fallen. Da wäre ja auch der Spielraum sofort zuende. Nein, die Kirche übernimmt die Verantwortung. Und zwar jeder Kirchturm für sich selbst.

„Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ (Nein, nicht in der Bibel, Karl Marx: MEW 19, 21).

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Weihnachtsruhe - Jahrgang 2, Beginn in Niedersachsen

Der NDR spricht ganz schlicht zuerst einmal von „Warnstufe 3“. Die gilt in Niedersachsen, so verkündete Ministerpräsident Stephan Weil heute, 09.10.2021, vom 24.12. bis zum 02.01. Heißt: Nur 25 geimpfte oder genesene dürfen Feste feiern, aber nicht mehr feste feiern, Einschränkungen gibt es für Veranstaltungen, und Tanzveranstaltungen sind ganz verboten. Benannt wird das Konzept mit einem Wort, das sich schon 2020 unbeliebt gemacht hat: Weihnachtsruhe. Deswegen spricht der NDR von der „sogenannten Weihnachtsruhe“.

Bericht beim NDR, 09.102.2021:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Heiligabend-bis-2-Januar-gilt-in-Niedersachsen-Warnstufe-3,weil2804.html

Der BR setzt die Weihnachtsruhe gleich in Anführungsstriche und kommt dann zum Wesentlichen: Niedersachsen ist das erste Bundesland, das über die Feiertage die Regelungen enger zieht. Und für Niedersachsen heißt das: Silvester höchstens 25 Leute pro Party (im Ticker, 16.45 Uhr):
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-news-ticker-kw49,SqnCCDE

So weit das Nachrichtliche. Bleibt das Sprachliche: Die Weihnachtsruhe ist – bei aller christlichen Tradition – ein ganz neues Phänomen. Auch Google findet das Wort meist nur in pandemischen Zusammenhängen. Der Duden erlaubt zwar pauschal alle möglichen Zusammensetzungen mit dem Wort „Weihnacht“, zählt die Ruhe aber nicht auf. Der Weihnachtsmann sei die häufigste Zusammensetzung.
https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Weihnachten-linguistisch-betrachtet

Im Grimmschen Wörterbuch werde ich auch nicht fündig. Also gab es offenbar früher auch nicht mehr, sondern weniger Ruhe. Zumindest an Weihnachten. Aber immerhin: Ich finde bei Grimm eine Weihnachtsrute. Und die scheint mir zwar nicht sprachlich, aber irgendwie doch inhaltlich mit der Weihnachtsruhe 2021 verwandt zu sein. Aber: Die Weihnachtrute gehört gar nicht dem Knecht Ruprecht oder einer ähnlichen Gestalt – sie ist ein Fähnchen auf dem Weihnachtsmarkt (beim Duden ist der Weihnachtsmarkt die zweitbeliebteste Zusammensetzung):
https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB#0

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Ach du heiliger Karl!

Die ZEIT machte ihn heute (09.12.2021) auf dem Titelblatt zu Karl dem Großen**. Das (katholische) Domradio aus Köln geht aber noch einen ganzen Schritt weiter: Hier fragt Christian Wölfel von KNA nach dem heiligen Karl. Das macht er mit sprachlichem Witz. Zwischendurch geht’s schwungvoll durch Theologie und Theorie. Und am Ende sind Drosten und Lauterbach die modernen Eremiten und ihre Wüste ist das Labor. Vielleicht ist da ja was dran, auf jeden Fall ist Ihnen mit dem Text ein bisschen Vergnügen sicher:

https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2021-12-09/heiliger-karl-ueber-die-sehnsucht-nach-einem-heldenhaften-gesundheitsminister

 

** hier gibt's das Titelblatt zu sehen:
https://premium.zeit.de/aktuelle-zeit?wt_zmc=fix.int.zonpme.zede.rr.aktausg_angebot.redirect.link.link&utm_medium=fix&utm_source=zede_zonpme_int&utm_campaign=rr&utm_content=aktausg_angebot_redirect_link_link

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Linkliste zur Berichterstattung über die tote Familie in Königs Wusterhausen

Noch gestern (08.12.2021) herrschte Betroffenheit und Entsetzen ob des Familienvaters aus Königs Wusterhausen, der seine ganze Familie und danach sich umgebracht hat. Psychisch krank, so lautete das Erklärungsmuster dafür, dass er nach dem Fälschen des Impfpasses seiner Frau befürchtete, die Kinder könnten ihnen weggenommen werden. Diesen Grund hatte er in einem Abschiedsbrief für die Tat genannt.

Schon seit gestern Abend wandelte sich – oder wer wandelt da? – der Schreck in Ablehnung: Der Familienvater soll „sich radikalisiert“ haben. Auch diese Einschätzung ändert sich medial schon wieder. Deswegen hier eine chronologische Linkliste mit Kurzzusammenfassungen.

Noch eine persönliche Stellungnahme vorab: Der Vorwurf, jemand habe „sich radikalisiert“ ist immer nur ein Teil der Wahrheit. Denn so ganz für sich allein, im stillen Kämmerlein ohne Grund und Anlass, „radikalisiert“ man „sich“ ja nicht. Die inflationäre Beschreibung von Menschen, die „sich radikalisieren“ – so richtig der gemeinte Sachverhalt jeweils dann auch sein kann – hat nur den einen Zweck: die Schuldzuweisung. Der da, der war’s – und wir, wir haben keine Schuld. Nein, die Schuld, der Grund und die Ursache sind nur im Woanders, im Gegenüber und in DemDa.

Aber der andere Teil der Wahrheit muss auch benannt werden, wenn diese ständigen „Sich-Radikalisierungen“ ein Ende haben sollen. Da passt doch gut die alte Weisheit: Wer mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst zurück.

Hier die versprochene Linkliste, auch nicht immer kommentarlos:

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KBV Praxisnachrichten

PraxisNachrichten

Robert-Koch-Institut

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