NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Ein Podcast vom Landarzt

„Der Landarzt vom Murgtal“ – hört sich beschaulich an, oder? Ist’s aber weder im übertragenen, noch im Wortsinn. Der Landarzt vom Murgtal ist ein zehnteiliger Podcast vom SWR, der aus dem Leben des Landarztes Dr. Hans-Jörg Schaible berichtet. Sie sind also akustisch dabei: in der Praxis, in der Anmeldung, in der Familie – und die passenden Radionachrichten hören Sie auch eingeblendet. Und zwischendrin die Bewertungen und Betrachtungen derer, in deren Leben Sie gerade sich reinhören. Die Serie ist vom Oktober 2025:
https://www.swr.de/swrkultur/doku-und-feature/podcast-der-landarzt-vom-murgtal-100.html

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Gassens Pläne und die Antworten der Hausärzte

Manche Medien gehen in ihrer Interpretation der Nachricht über das Faktische hinaus. So titelt „In Franken“: „Kassenärztliche Bundesvereinigung: Abschaffung der Krankschreibung geplant“ (Link unten in der Sammlung). Das ist nun so mutig wie sachlich falsch. Bislang muss als Nachricht reichen: Andreas Gassen, KBV-Chef, trommelt und wirbelt weiterhin auf allen Kanälen. Seine Forderung ist die Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen. Seine Argumente haben vieles für sich: Die befürchtete Blaumacherei sei auch mit dem jetzt üblichen Verfahren leicht möglich, eine ernste Erkrankung sei ohnehin erst nach dem dritten Tag als ernst konstatierbar, und die Krankschreibung, die es ermöglicht, für ein krankes Kind zuhause zu bleiben, sei logischer Unsinn.

Dass er darüber hinaus vor allem aber daran denkt, den Arztpraxen einen Aufwand zu sparen, der vor allem aus Verwaltungsnotwendigkeit und weniger aus medizinischer Notwendigkeit resultiert, verhehlt er dabei auch nicht.

Auffällig: Reaktionen aus den Reihen der Gesundheitspolitik bleiben irgendwie aus. Zumindest aber unter der Wahrnehmungsschwelle. Und aus den Reihen der Ärzte gibt's Protest. Offenbar ist der Hausärzteverband verärgert und fordert Gassen zum Rückzieher auf. So berichtet zumindest die Ärzte-Zeitung oberhalb der Anmeldungsschranke. Mitarbeiter der Gesundheitsbranche und Fachjournalisten können sich kostenfrei anmelden. Der Artikel ist etwa eine Woche alt:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Hausaerztinnen-und-aerzte-sauer-auf-KBV-Chef-Gassen-vertritt-nicht-mehr-die-Interessen-der-Aerztinne-461712.html

Der Protest des Hausärztinnen und Hausärzteverbandes zäumt sich vor allem auf an der Absicht der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung – und er richtet sich konkret gegen den KBV-Chef. Hier ein Link zum Brief des HAEV an die Ärztekollegen, 21.01.2026:
https://www.haev.de/presse-medien/hintergrund/nachrichten-details/politisches-update-telefon-au-muss-bleiben

Den Artikel zum Thema lesen Sie in der digitalen Ausgabe der „Hausärztliche Praxis“ vom 21.06.2026:
https://www.hausaerztlichepraxis.digital/politik/hausaerztinnen-und-hausaerzteverband-telefon-au-muss-bleiben-173773.html

Und hier nun die aktuelle Linkliste mit den Medien, die über Gassens Forderungen nach Abschaffung der Krankschreibung in den ersten drei Tagen berichten. Zuerst oben zitiertes Portal

„In Franken“, 26.01.2026:
https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/kassenaerztlichen-bundesvereinigung-abschaffung-der-krankschreibung-geplant-art-6315030

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Landarztquote auch für Zahnmediziner und Apotheker?

Die Landarztquote an den Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern auf Zahnmedizin und Pharmazie auszuweiten, das will der Landtag beschließen. Im „Stern“ finden Sie die Zusammenfassung der Diskussion, 26.01.2026:
https://www.stern.de/gesellschaft/regional/mecklenburg-vorpommern/medizin--landarztquote-wird-ausgeweitet---fuehrt-das-zum-erfolg--37077940.html

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Ein Bild und viele ungesagte Worte

Es könnte ein modernes Stillleben sein. Wenngleich ein fotografisches. Auf jeden Fall aber ein stilistisches. Der Tisch ist kein Tisch, sondern eine Fläche ganz in Rosa. Der Hintergrund ist keine Wand, sondern eine Fläche ganz in Türkis. Auf der Fläche, die kein Tisch ist aber rosa, steht eine Schale, vielleicht aus Keramik. Auf jeden Fall eine rustikale Schale, deren Porzellan an Keramik erinnern soll. Die Schale ist deutlich größer als ein Essteller es wäre. Man könnte sie gut als Obstschale verwenden. Für ein Stillleben hat das ja Tradition.

Aber da ist kein Obst, da sind nur Nudeln. Die ganze Schale voll mit Nudeln. Kunstvoll geschichtete Fusilli. Beim Hingucken fühlen Sie sich unweigerlich an den Konservenstapel erinnert: Irgendwer muss hier von unten eine Nudel herausziehen, und dann gibt es den fusillischen Dominoeffekt. Von allein jedenfalls fallen die Nudeln nicht. Erstens: Es ist ein Bild. Zweitens: Die Nudeln sind gar nicht gar. Sie sind nur fast gar. Vielleicht kleben sie dann besser.

Das Bild also ist farblich anregend. Appetitlich ist es nicht. Und wer würde schon eine solche Schale voller Nudeln essen wollen. Pur und garantiert ohne Ketchup.

Aber: Das Bild ist ein Stillleben. Wir schreiben das ja jetzt mit drei „l“. Damit jeder weiß: Das Bild ist still.

Wäre die Umgebung des Bildes auch still geblieben, es hätte einen gewissen Reiz. Aber: Das Bild ist umgeben von Text. Denn es ist gar kein Bild, es ist eine Illustration. Dass Adipositas das Thema ist, hatten Sie vor lauter Bild gewiss übersehen. Die Überschrift aber ist unübersehbar: „Wie Übergewicht das Gehirn programmiert – und welche Folgen es mit sich bringt“, will uns Geo am 21.01.2026 unterrichten. Und verspricht uns: In sechs Minuten sind wir durch mit dem Text. Kann man schaffen. Ob man das muss, will ich nicht beurteilen.
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/adipositas-veraendert-unser-gehirn-37061672.html

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Kleiner Exkurs über Blaumacher und Schwarzbrenner

Dass der Blaumacher, dessen Ruf noch nicht unter die Räder geraten war, Stoffe färbte und am Montag darauf wartete, dass die Farbe auch ihre blaue Wirkung entfaltete, haben Sie gewiss schon irgendwo gelesen, und dass der blaue Montag sich sprachlich möglicherweise doch auch vom Alkohol am Vorabend erklärt, haben Sie gewiss schon vermutet. Und den Blaumacher, der seine Arbeit nicht antritt, kennen tatsächlich die alten Zeitungen schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Also legt der Blaumacher sich wahrscheinlich schon, zumindest dem Vorwurfe nach, seit 200 Jahren auf die faule Haut. Zuvor aber, das sei hier auch erwähnt, war der Montag im Handwerk anerkanntermaßen ein freier Tag, den die Gesellen für sich selbst nutzen konnten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Montag

Und später, die Industrualisierung ist längst im Gange, war der Blaumacher an vielen Stellen in den Fabriken und an den Webstühlen unentbehrlich. Hier ein kleiner Exkurs quer durch die Industriegeschichte:

Am 08.12.1849 wird im Aachener Anzeiger ein Arbeiter zum „Blaumachen der Nähnadeln gesucht, der diese Arbeit gründlich versteht“.
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/7056487?query=blaumacher

Die Nähnadeln wurden durch chemische oder thermische Verfahren vor Rost geschützt – und waren hinterher blau. Der Fabrikant, der diese Anzeige aufgesetzt hat, bleibt in der Zeitung anonym. Aber vielleicht war es jener Nadelfabrikant Conrad Seyler, über dessen Patent die Aachener Zeitung am 16.06.1860 informiert.

„Dem Nadelfabrikanten Conrad Seyler zu Burt­scheid bei Aachen ist unter dem 12. Juni d. J. ein Patent auf eine durch Zeichnung und Beschreibung erläuterte, in ihrer ganzen Zusammensetzung für neu und eigenthümlich erkannte Maschine zum Blaumachen der Nähnadeln an den Köpfen; [… hier folgt noch ein Patent] auf fünf Jahre, von jenem Tage an gerechnet und für den Umfang des preußischen Staates ertheilt worden.“
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/6392449?query=blaumacher

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Auf die Blaumacher, fertig, los!

„Jetzt geht es den Blaumachern an den Kragen“, lautet die Schlagzeile, die sofort ins Auge springt. Und es ist mir ein Vergnügen, Sie raten zu lassen, wer mit dieser Zeile in die Schlacht zieht. Nein, natürlich ist es nicht die Bild-Zeitung. Denn die hofft ja gewiss auch auf die Blaumacher als Leser. Wer hier sprachlich die Messer wetzt, ist weder auf das Abo noch auf den Einzelkauf der Blaumacher angewiesen. Natürlich ist es die FAZ. Und die titelt hier unter Zurücknahme aller Contenance, die an dieser Stelle auch journalistisch geboten wäre. Der Autor, Christian Geinitz, kommentiert in einem anderen Artikel gleich in der Überschrift: „Blaumachen ist unverantwortlich“. Stellt sich, nebenbei bemerkt, noch die Frage, ob es denn verantwortlich ist, journalistisch mit Klischees zu arbeiten, die mehr als 100 Jahre alt sind – und definitiv aus einer völlig anderen Arbeitswelt stammen.

Beide Artikel der FAZ sind vom 20.01.2026 hinter Bezahlschranke:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gesundheitsministerin-nina-warken-will-telefonische-krankschreibung-pruefen-200457689.html
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/telefonische-krankschreibung-blaumachen-ist-unverantwortlich-110822540.html

Gut, ohne die Bezahlschranke zu überwinden, kann ich nicht wirklich wissen, worüber sich Christian Geinitz dergestalt aufregen will, dass wir ihm zurufen möchten: „Auf in den Kampf, die Schwiegermutter naht. Stolz in der Brust, siegesbewusst.“ Doch dass die telefonische Krankschreibung der Auslöser für Artikel und Kommentar sind, daran lassen die ausführlichen URLs ja keinen Zweifel.

Aber das Thema ist ja auch zu schön. Die Liste derer, die es aufnehmen, ist lang. Und das liegt daran, dass Nina Warken, die Bundesgesundheitsministerin, auf Merzens Einwürfe reagiert hat. Zwar haben wir noch nicht einmal Februar, und erst im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt … Aber wer kanzlert, muss früh aufstehen. Sie wissen schon, der frühe Vogel fängt den Blaumacher. Oder: „Wenn früh am Morgen die Werksirene dröhnt und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stöhnt …“

Nun stellen sich also die großen Medien hinter Merz und Warken, um der telefonischen Krankschreibung den Garaus zu machen, und wie Geier Sturzflug es 1982 so schön besungen hat, das Bruttosozialprodukt zu steigern. Hier zur Erinnerung die zweite Strophe:

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Kommentar: Die Diskussion zum Krankenstand verfehlt ihr eigenes Thema

Und? Kennen Sie den Refrain schon auswendig? Wir singen, Sie haben es schon gemerkt, wieder das Lied vom hohen Krankenstand in Deutschland. Bundeskanzler Friedrich Merz hat angestimmt. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Bad Rappenau, der zweitgrößten Stadt im Landkreis Heidelberg im Lande Baden-Württemberg. Die Landtagswahl ist schon bald, am 8. März.

Aber halt, ich bin ungenau: Das Lied vom hohen Krankenstand wurde schon gleich nach dem Jahreswechsel gesungen – und zwar auf der Klausurtagung der CSU. Und dort wurde als Beschluss gefasst die Forderung nach Abschaffung der telefonischen Krankschreibung.

Nun ist Wahlkampf in Baden-Württemberg und Friedrich Merz singt denselben Text. KBV-Chef Andreas Gassen fällt ein und stimmt ihm zu. Die telefonische Krankschreibung lade natürlich zum Missbrauch ein, wird er in den Nachrichten gerade gerne und überall zitiert (alle Links unten am Ende des Textes).

Hängt Andreas Gassen nun sein Fähnchen in den Wind? Oder segelt er im Windschatten? Sicher ist: Gassen verfolgt seine eigenen Ziele – und die sind sehr viel grundsätzlicher. Sein Vorstoß im Oktober 2025: Die Abschaffung der AU in den ersten drei Tagen. Die nämlich produziere Abertausende von Arztbesuchen, die nicht notwendig seien. Und vielleicht könne man bei der Gelegenheit auch gleich die Dreitagepflicht zur Vier- oder Fünftagepflicht ausweiten.

Dass Gassen mit diesen Vorschlägen bei Bundesgesundheitministerin Nina Warken keineswegs auf offene Ohren oder Türen stieß, ist nicht verblüffend. Und dass Gassen seine Idee weiterverfolgt, verwundert auch nicht. Denkt man sein Modell zu Ende, dann bedarf es der telefonischen Krankschreibung schlicht gar nicht: Ein kranker Arbeitnehmer mit fünf Karenztagen ist nach diesen Tagen entweder wieder gesund oder aber ernsthaft krank – und ein Gang zum Arzt ist sowieso notwendig.

Bleibt die Frage, warum Gassen Merz zur Seite springt. Oder hat er sich einfach nur medial verkalkuliert. Vielleicht hatte er gehofft, die Diskussion in seinem Sinne verschieben zu können. Und vielleicht spielt er dabei mit dem Feuer: Hinter Merzens Forderung, die natürlich auch die Forderung der CDU ist, stecken die Wirtschaftsverbände, die nicht wirklich den hohen Krankenstand meinen, wenn sie klagen. Sie suchen nur nach Wegen der Produktivitätssteigerung. Denn dass der Krankenstand auch deswegen eklatant gestiegen ist, weil die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen mittlerweile alle – und die Betonung liegt auf alle – elektronisch erfasst werden, hat sich mit Sicherheit auch bis dahin rumgesprochen.

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Landgericht Berlin verurteilt Doctolib wegen Irreführung

Die Verbraucherzentrale hatte gegen Doctolib geklagt, weil auf der Plattform Patienten Selbstzahlertermine angeboten wurden, selbst wenn es in den Einstellungen abgelehnt war. Das Landgericht Berlin hat das untersagt, Doctolib hat Berufung eingelegt.

Die Nachricht ausführlich und mit Hintergrund bei heise.de, 15.01.2026:
https://www.heise.de/news/Landgericht-Berlin-Doctolib-Filter-fuer-Kassenpatienten-irrefuehrend-11141760.html

… in der ZEIT, 15.01.2026:
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-01/doctolib-gericht-urteil-termin-arzt-verbraucherzentrale

… in der „Welt“, 15.01.2026:
https://www.welt.de/gesundheit/article69689472124ec15494002f1e/doctolib-gericht-verurteilt-buchungsplattform-wegen-irrefuehrung-der-versicherten.html

… in Apotheke adhoc, 15.01.2026:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/arzttermine-doctolib-wegen-irrefuehrung-verurteilt/#

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Eine Modekrankheit aus Paris -- Die Grippe zu Beginn des 19. Jahrhunderts

Die Grippe – nicht immer weiß der Patient, woher er sie hat und wie sie ihn ergreifen konnte. Genauso wenig wissen die Sprachwissenschaftler über ihre Herkunft Bescheid. Sicher scheint einzig zu sein, dass die Franzosen diesen Namen prägten. Und schon hier scheiden sich die Geister: Die einen sagen, die Grippe ist vom Verb „gripper“ abgeleitet, was nichts anderes heißt, als „ergreifen“. Die Ähnlichkeit des deutschen und des französischen Verbs scheint das zu belegen.

Aber dann gibt es die anderen, und die sagen, das französische Substantiv bedeutet Grille oder Laune. Der Grippepatient wird dies nickend bestätigen können, auch wenn ihm nach Grillen so gar nicht zumute ist und seine Laune sich in Grenzen hält.

Das Herkunftswörterbuch des Wahrig greift noch weiter zurück: Die Grippe, nämlich das französische Wort, könnte demnach zurückgehen auf die russische Heiserkeit: chripe.
https://www.wissen.de/wortherkunft/grippe

Dass die Bezeichnung der Krankheit aus Frankreich kommt, dafür spricht vieles. Vor allem die Zeitungen aus dem Jahr 1803. Damals griff die Grippe nach den Parisern. Aber auch Meldungen aus anderen französischen Städten erreichten die deutschen Zeitungen.

Die Kölnische Zeitung schreibt am 26.02.1803:

„Der lustige Pariser, der gerne über alle Gegenstände entweder scherzet oder dichtet, hat auch über die in Paris noch herrschende traurige Krankheit la Grippe allerhand lustige Geschichten ins Publikum gebracht. – Indessen ist zu befürchten, daß die nicht scherzende la Grippe den Dichter de Lille, im Ernste in die andere Welt schicken werde. – Der gelehrte Mechanikus Tremel ist schon gegrippt worden.“
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/1078244

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Ein Krankenhaus mit Sterneküche

Im Krankenhaus Bad Belzig kocht ein Sternekoch. Bislang. Nun aber geht er in Rente und nun füllt seine Frau seinen Platz aus. Sie ist ebenfalls Sterneköchin. Der rbb berichtet am 05.01.2026 in einem 3-Minuten-Beitrag aus der Küche:
https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20260105_1930/sternekoch-krankenhaus.html

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Debatte über Kürzungen im Gesundheitssystem: Es dampft in allen Gassen

Andreas Gassen, KV-Vorsitzender, orientiert sich offenbar nicht nur an den Sternen und den Dönerpreisen auf seiner Suche nach Rettungswegen für das Gesundheitssystem (oder wahrscheinlich genauer: für die Krankenkassen). Jetzt wandelt er, immer noch Rat suchend, auch durch die Straßen, die vor Kurzem noch Hendrik Streeck für die Diskussion geöffnet hat. Es geht um die Behandlung (nein, gemeint ist in Wirklichkeit: die Nicht- oder Geringer-Behandlung) von Schwerstkranken. Geredet hat Gassen mit der Neuen Osnabrücker Zeitung, die seit jeher den Ruf genießt, bei vielen gesellschaftlichen Themen journalistisch gern der Vorreiter zu sein. (Ebenso berühmt ist oder war die NOZ für ihre Kommentare). Im Interview, das Tobias Schmidt für die NOZ führt, sagt Gassen:

„Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob es womöglich einen gewissen Automatismus gibt, alle medizinischen und technischen Möglichkeiten maximal auszuschöpfen, auch wenn das nicht in jedem Einzelfall im Sinne der Patienten ist.“
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/kassenaerztechef-gassen-mit-vorschlaegen-steuern-auf-alkohol-erhoehen-49534225

Gassens Satz in diesem Interview, der gerade die Schlagzeilen im Flug erobert:

„In England bekommen Sie mit 70 Jahren eben keine neue Hüfte mehr.“

Aber Gassen weiß, welche Wege wandelbar sind. Sein Vorschlag: Der Staat soll für die Gesundheitsversorgung der Bürgergeldempfänger zahlen, damit die Krankenkassen diese Kosten nicht stemmen müssen. Das würde ganz nebenbei natürlich die Beiträge der Versicherten entlasten (so zumindest die Andeutung im Interview).

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Zwischen Döner und Sternenhimmel -- Gassen sucht weisen Rat

Man könnte ja denken, dass es der Jahreswechsel ist, der Andreas Gassen beflügelt. Oder ist ihm ein Engel erschienen, ein Stern aufgegangen?

Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es ja nicht nur in den Zeitungen aus Papier viel Platz zwischen den Seiten. Und zwischen Ohren und Augen der Deutschen passen zwischen Weihnachten und Neujahr, zwischen Sekt und Kaviar, zwischen Rotkohl und Raketen vielleicht auch immer noch ein paar neue Gedanken. Auch nicht schlimm, wenn es die alten Gedanken sind. Routine gehört zum Jahreswechsel zwingend dazu.

Und so durfte KV-Chef Andreas Gassen nicht nur davon träumen, sondern sich fast sicher sein, dass in den Köpfen und Gedanken der Deutschen Platz genug ist für eine alte Idee im neuen Gewand: Die Praxisgebühr muss wieder her, um die Krankenkassen zu sanieren. Diesmal aber eben als Kontaktgebühr. Wer Kontakt mit einem Arzt aufnimmt, soll drei bis vier Euro zahlen. Wenn das keine kluge Wegweisung ist!

Schon vor Weihnachten hatte Gassen uns wissen lassen, dass eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zumutbar ist. „Das ist der Preis eines Döners“, titelte am 17.12.2025 die „Welt“ – und setzte damit Gassens Worte ganz oben an.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article693d1c90f679420e000b341b/aerzteverbandschef-gassen-zehn-euro-praxisgebuehr-pro-quartal-sind-zumutbar-das-ist-der-preis-eines-doeners.html

Der Artikel in der "Welt" enthält übrigens einen ganzen Strauß von Vorschlägen – und ich wette, es gibt keinen Vorschlag darunter, der noch nicht rauf und runter debattiert worden wäre: Homöopathie aus den Kassenleistungen herausnehmen, Gesundheits-Apps ebenfalls, Zuckersteuer, Zigaretten- und Alkoholsteuer erhöhen.

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Paywall vom Rolli gehackt

Wie eine Rollstuhlfahrerin ihren Rolli – genauer: die App ihres Rollis – gehackt hat, erfahren Sie im Spiegel. Der App zugrunde lag ein Abo-Modell, dass schnelleres Fahren nur bei höheren Zahlungen erlaubte. Torsten Kleinz berichtet am 28.12.2025:
https://www.spiegel.de/netzwelt/hackerkonferenz-39c3-warum-eine-multiple-sklerose-erkrankte-ihren-rollstuhl-hackte-a-169573b3-dbc9-4aed-bc33-1cc39cee6971

Im Standard berichtet Georg Pichler am 29.12.2025:
https://www.derstandard.at/story/3000000302326/wie-eine-multiple-sklerose-erkrankte-die-paywall-ihres-rollstuhls-knackte

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Krankenkassenbeiträge steigen -- Warkens Wille war wohl nicht genug

Die Rheinische Post spricht vom „Beitragsschock“, doch zumindest kam der Schock wohl für die meisten nicht überraschend. Entgegen dem Versprechen der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken werden über den Jahreswechsel viele Krankenkassenbeiträge doch erhöht. Und auch die Behandlung der Schuldfrage wird niemanden verblüffen. Schuldig sind die anderen.

Dennoch hier eine aktuelle Linkliste:

Der Focus berichtet umfassend und sammelt die Fakten: „31 Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge – so viel zahlen Sie drauf“, titelt er am 23.12.2025:
https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/31-kassen-erhoehen-ihre-beitraege-so-viel-zahlen-sie-drauf_48d02683-319e-4ca9-a67c-2e6606a27d8b.htm

Noch faktischer arbeitet die „Welt“: Dort finden Sie eine lange Liste über die Erhöhungen der Krankenkassen. Inklusive der Beiträge, die gleich bleiben, 23.12.2025:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article694a3403f6fc544dba9b193c/krankenkasse-die-grosse-gkv-uebersicht-so-teuer-wird-ihre-krankenkasse-im-neuen-jahr.html

Die Tagesschau am 22.12.2025: „Warken gibt Krankenkassen Mitschuld“
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/beitragerhoehung-krankenkasse-opposition-100.html

Die taz, 22.12.2025:
https://taz.de/Streit-zwischen-Warken-und-Krankenkassen/!6140658/

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Fehlende Fehlerkultur? Behandlungsfehler in der Medizin

Der Medizinische Dienst fordert eine Pflicht zur Offenlegung von Behandlungsfehlern. Die Tagesschau berichtet – wie viele andere Medien auch – am 22.12.2025:
https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/behandlungsfehler-transparenz-medizinischer-dienst-100.html

RND hat – hinter Bezahlschranke – ein Interview zum Thema veröffentlicht mit dem Chef des Medizinischen Dienstes Stefan Gronemeyer. Auch Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht heute, 22.12.2025, dieses Interview in seiner Papierausgabe. Hier der Link zu RND:
https://www.rnd.de/politik/behandlungsfehler-kosten-deutschland-fast-50-milliarden-euro-jaehrlich-ADBJV23MHBEIXEXMRFWWW24NUA.html

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet am 22.12.2025 hier:
https://www.aerzteblatt.de/news/ruf-nach-verpflichteter-offenlegung-von-behandlungsfehlern-b0596384-ea72-43a9-be17-10b8f33f0d07

Der Spiegel, 22.12.2025:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/aerzte-medizinischer-dienst-fordert-offenlegung-von-behandlungsfehlern-a-cd1cf2ba-c3a0-49a9-82c9-e68546fdb2ed

Der SWR hat am 31.10.2025 über die Zahlen des Medizinischen Dienstes zu Behandlungsfehlern in Baden-Württemberg im Jahre 2024 informiert:
https://www.swr.de/swraktuell/medizinische-behandlungsfehler-patienten-geschaedigt-statistik-100.html

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Menschliche Gebeine aus der Kolonialzeit: Aktuelle Debatten

Das Nordmagazin vom NDR setzt sich – umfangreich – mit der möglichen oder schwierigen Rückgabe von menschlichen Gebeinen aus deutschen Universitäten oder Museen an die Herkunftsländer. Die Schädel oder Knochen sind oft Relikte aus der Kolonialzeit. Verlinkt sind auch viele weitere Artikel. Wer sich in das Thema einarbeiten möchte, hat hier schon einmal eine breite Grundlage. 16.12.2025:
https://www.ndr.de/kultur/der-lange-weg-nach-hause-menschliche-ueberreste-aus-der-kolonialzeit,hereroschaedel-100.html

Die Staatlichen Museen zu Berlin veröffentlichten am 02.12.2025 einen Artikel über Rückführungen aus ihrem Bestand.
https://www.smb.museum/nachrichten/detail/repatriierungen-aus-dem-ethnologischen-museum-rueckgaben-und-gespraeche/

Am 17.12.2025 hat es in Berlin eine Anhörung des Ausschusses für Kultur und Medien gegeben, in der die Gedenkstättenkonzeption der Bundesregierung diskutiert wurde. Durch diese Debatte zog sich die Diskussion um den Umgang mit dem Kolonialismus. Auf der Seite des Deutschen Bundestages ist ein Text darüber und die gesamte zweistündige Diskussion eingestellt.
https://www.bundestag.de/ausschuesse/a22_kultur/oeffentliche_sitzungen/1131998-1131998

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Gefälschte Papier-Rezepte für Krebsmedikamente und Abnehmspritzen -- Nachrichtenliste

Die Fälschung von Rezepten für Krebsmedikamente sorgen immer wieder für Aufsehen – und wenn Sie online nach Nachrichten darüber suchen, ist die Ergebnisliste fast eine umfangreiche Chronologie. Jetzt gerade geht die AOK Nordost an die Presse, Apotheke adhoc leitet weiter. Der Hintergrund ist nachvollziehbar: Über die Feiertage mitsamt ihren Praxisschließungen erwartet die Krankenkasse eine weitere Steigerung gefälschter Papier-Rezepte. Der Rat an Praxen ist eindeutig: Bitte nur e-Rezepte.

Der aktuelle Artikel bei Apotheke adhoc, 18.12.2025:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/aok-nordost-jedes-caprelsa-rezept-gefaelscht/#

Auch über einen konkreten Fall berichtet Apotheke adhoc. Hier war ein Rezeptfälscher in Ulm auf Abnehmspritzen aus. 18.12.2025:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/abnehmspritze-rezeptfaelscher-festgenommen/

Auch der Stern berichtet über den Mann aus Ulm (dpa-Text), 18.12.2025:
https://www.stern.de/gesellschaft/regional/baden-wuerttemberg/ulm--mann-mit-gefaelschtem-rezept-fuer-abnehmspritze-festgenommen-36974962.html

Ein Bericht auch in der Pharmazeutischen Zeitung, 18.12.2025:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/aok-nordost-warnt-vor-rezeptfaelschungen-161403/

Die Pressemitteilung der AOK Nordost vom 16.12.2025:
https://www.aok.de/pp/nordost/pm/warnung-rezeptfaelschung-weihnachtszeit-jahrswechsel/

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Warken und die Krankenkassen -- Der Konflikt spitzt sich zu

Wer nach Nachrichten zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung sucht, landet mitten in einem Konflikt: Die Kassenbeiträge sollen stabil bleiben, hatte Bundesministerin Nina Warken als Ziel ausgegeben. Die Realität bei den Krankenkassen – und deren Erwartung bzw. Forderungen – sehen anders aus. Und auch sonst macht Warken offenbar zurzeit keinen guten Eindruck. Hier also eine Warken-Nachrichtenliste, chronologisch absteigend geordnet:

Die jüngste Nachricht ist von heute, 10.12.2025. Apotheke adhoc berichtet über die Neueinstellung eines Abteilungsleiters im Gesundheitsministerium, zuständig für Digitalisierung und Innovation:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/warken-holt-cdu-mann-ins-bmg/

Die Pharmazeutische Zeitung gibt Warkens Absichtserklärung wieder, Versicherten auch künftig teure und neue Therapien zu ermöglichen:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/warken-will-zugang-zu-neuen-medikamenten-sicherstellen-161142/

Der MDR berichtete am 09.12.2025 über Warkens Absicht, trotz hoher Arzneimittelkosten Patienten den Zugang auch zu neuen und teuren Arzneimittel zu gewähren. Natürlich sind auch die Beiträge zur Krankenkasse Thema des Artikels:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/medikamente-kosten-warken-gesetzliche-krankenkassen-beitraege-100.html

Die Tagesschau lotet am 09.12.2025, die Positionen zu den Krankenversicherungsbeiträgen aus:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/krankenkassen-beitraege-sparpaket-102.html

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Vegetabilische Milch: eine kleine Produktgeschichte

Sie schmeckt eigentümlich – und doch verbessert sie die Qualität des Tees und des Kaffees. So ist einem Reisebericht zu entnehmen, der am 04.08.1855 im Neuwieder Intelligenz- und Kreisblatt zu lesen war. Die Rede ist von einer ganz besonderen Milch, und der Reisende, nur beim Nachnamen Wallace genannt, ist Engländer. Die Milch aber kommt aus der Rinde eines Baumes – und sie hat noch einen ganz anderen Nutzen: Sie leimt. So sei dem Reisenden dort eine Geige gezeigt worden, verleimt mit dieser Milch. Allerdings: Eine Zukunft als Leim sah Wallace für diese Milch nicht: Er ist wasserlöslich.
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/2822477

1870 taugt die Entdeckung des amerikanischen Milchbaums in der Essener Zeitung immer noch zu einer Meldung, die fürs Staunen gut sein soll. Hier erfahren wir auch, dass Wallace entlang des Amazonas gereist ist und der Milchbaum in Südamerika zu finden ist. „Die Milch, welche bei uns vermittelst der Kuh fabriciert wird, kommt dort also durch eine Baumart zur Welt. Dabei ist diese vegetabilische Milch nahrhafter, als die thierische und verdickt so zähe, daß man damit ganz schön leimen kann.“
https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/13346029

Der Reisende lässt sich schnell als Alfred Russel Wallace identifizieren – und wer mehr über seine Person, seine Reise und den Milchbaum wissen will, kann beim Projekt Gutenberg den Bericht dieser Reise lesen:
https://www.gutenberg.org/files/53177/53177-h/53177-h.htm?utm_source=chatgpt.com

Der Milchbaum findet bei Wikipedia seine Beschreibung als „Amerikanischer Kuhbaum“ – oder auf Latein als Brosimum utile:
https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanischer_Kuhbaum

Alfred Russel Wallaces Lebenslauf finden Sie hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Russel_Wallace

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Die Zahnbürste im Wandel der Zeiten

Die Menschen putzen sich seit Menschengedenken die Zähne. Und das nutzt nicht nur den Zähnen und den Zeitgenossen. Zeitgenössische Untersuchungen verweisen gern darauf, dass auch die Herzgesundheit von der Zahnpflege profitiert – und mangelnde Zahnpflege möglicherweise auch ihren Beitrag zu Schlaganfällen leistet.

Die neueste Nachricht beim Deutschlandfunk1 ist pragmatisch: Die beste Zahnbürste ist die, die richtig benutzt wird. Das ist doch mal ein Satz fürs Lehrbuch. (Alle Quellenangaben in diesem Text sind als Fußnoten verlinkt.)

Aber: Auch wenn Zahnpflege bestimmt so alt ist wie die Menschheit: Die Zahnbürste ist jünger. Medscape2 hat die historischen Spuren gesammelt. Demnach finden sich in Babylonien um 3500 vor Christus Vorstufen der Zahnbürste – und die Chinesen sollen um 1000 vor Christus Zahnbürsten genutzt haben. Zusammen mit Kinderurin als Mundspülung.

Wer jetzt „Igitt“ denkt, dem sei gesagt: Auch die Römer wussten vom Nutzen des Urins als Mundspülung. Und die Eigenurinbehandlung3 ist nicht nur alternativmedizinische Gegenwart, sondern auch medizinische Vergangenheit.

In Europa erlebte die Zahnbürste – mit Griff aus Elfenbein – und die Zahnbürste überhaupt gegen Ende des 18. Jahrhunderts ihre erste Blüte- und Werbezeit. Maßgeblich beteiligt daran war ein Londoner Apotheker, der überaus erfolgreich seine eigenen Tinkturen und Wässerchen nach Europa und Übersee vermarktete. Online sind über Thomas Greenough4 noch nicht sehr viele Einträge gewidmet, über seinen Enkel findet man seine Existenz immerhin bei Wikipedia bestätigt.

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