Seit Jahren ist in Köln von einem Klinikverbund die Rede, von dem die Uniklinik und die städtischen Kliniken profitieren könnten. Viel hat sich nicht getan, nun scheint wieder Fahrt in die Diskussion zu kommen. Zumindest ist die Rede von einem Konzept, das die Uniklinik zur Landesregierung geschickt hat. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet ausführlich am 30.12.2022 sowohl in der Papier-Ausgabe als auch online hinter Bezahlschranke. Wer sich registriert, kann aber drei Artikel pro Monat kostenlos lesen.
https://www.ksta.de/koeln/koelner-klinikkrise-land-prueft-neuen-verbund-nach-jahren-des-wartens-384545
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Der Kölner Stadtteil Merheim ist als „demenzfreundlicher Stadtteil“ ausgezeichnet. Hintergrund dafür ist auch ein Projekt, in dem sich Studenten der Katholischen Hochschule durch die Geschäftswelt fragten, um Erfahrungen und Probleme einzusammeln. Bericht in den Rheinischen Anzeigenblättern, 28.12.2022:
https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/kalk/c-nachrichten/fuer-demenz-sensibilisieren_a267278
Acht medizinische Fakultäten aus NRW haben sich zusammengeschlossen, um die unterschiedlichen Notwendigkeiten in der medizinischen Behandlung von Frauen und Männern Geltung zu verschaffen.
Bericht am 27.12.2022 im WDR:
https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/unis-im-ruhrgebiet-staerken-geschlechtersensible-medizin-100.html
Ruhr24, 27.12.2022:
https://www.ruhr24.de/bochum/mediziner-bochum-kaempfen-gender-medizin-forscher-rub-ruhrgebiet-frauen-maenner-gleichberechtigung-91998195.html
Die Universität Witten-Herdecke hat der gendergerechten Medizin hier eine Webseite eingeräumt:
https://www.uni-wh.de/studium/studentische-initiativen/gendergerechte-medizin/
Die Zahl der Pflegebedürftigen hat in Deutschland Ende 2021 fast die 5-Millionen-Marke erreicht. Ein Grund dafür ist auch die Ausweitung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit. Bericht in der Tagesschau, 21.12.2022:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/pflegebeduerftige-anstieg-101.html
ZDF, 21.12.20022:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/pflegebeduerftige-anstieg-fuenf-millionen-100.html
Stuttgarter Zeitung, 21.12.2022:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.statistisches-bundesamt-anstieg-setzt-sich-fort-fast-fuenf-millionen-pflegebeduerftige.475c251c-b451-4fb5-9c21-12b02570ceb3.html
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat über die Weihnachtstage einen kinderärztlichen Notdienst per Videosprechstunde organisiert. Der WDR berichtet am 20.12.2022:
https://www1.wdr.de/nachrichten/kinderaerztliche-videosprechstunde-ueber-weihnachten-100.html
Auch einige Kinderarztpraxen bieten über die Feiertage Sprechstunden an, die Planung läuft in vielen Fällen noch. Für Olpe berichtet die Westfalenpost hier, 21.12.2022:
https://www.wp.de/staedte/kreis-olpe/die-kinderarztpraxis-olpe-oeffnet-jetzt-auch-an-feiertagen-id237196701.html
Im Januar 2023 soll es losgehen: eine selbstorganisierte Krankenhausstation, allgemein-chirurgisch, als Pilotprojekt am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau. Noch werden Pflegekräfte gesucht, die mitarbeiten möchten. Auf der Web-Seite stellt der Initiator des Projektes Hubertus Schmitz-Winnenthal das Projekt in einem 3-Minuten-Video vor, alle anderen Infos sind übersichtlich aufgearbeitet und sortiert:
https://www.klinikum-ab-alz.de/meine-station
Im Main-Echo berichteten – hinter Bezahlschranke – am 25.11.2022 vier Pflegekräfte über das Projekt:
https://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/das-ist-so-eine-grosse-chance-art-7759767
Schon im Sommer, am 30.07.2022, berichtete das Main-Echo. Dieser Artikel ist offen lesbar:
https://www.main-echo.de/regional/stadt-kreis-aschaffenburg/pflege-ohne-hierarchie-art-7615505
Die Ärzte-Zeitung berichtet hinter einer Schranke, die für Mitarbeiter in Gesundheitsberufen und Fachjournalisten kostenlos ist, hier:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Die-selbstorganisierte-Station-Hier-gestalten-Mitarbeiter-ihren-Arbeitsplatz-selbst-432374.html
kma-online berichtet am 07.07.2022:
https://www.kma-online.de/aktuelles/management/detail/modellstation-rollenverteilung-zwischen-aerzteschaft-und-pflege-neu-denken-48037
Sehenswerter Film auf arte.de: Das Alzheimer-Dorf. Ein Dorf in Frankreich – mit Geschäften, Videothek und ohne weiße Kittel. Die Sendung über das Modellprojekt ist vom 05.12.2022. Dauert etwa 30 Minuten:
https://www.arte.tv/de/videos/107193-006-A/re-das-alzheimer-dorf/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will mit dem Gesetz eingreifen, damit der Mangel an Medikamenten und Fiebersäften für Kinder bald behoben sein wird. Er will den Festbetrag für die Medikamente erhöhen, damit der Markt in Deutschland wiederbelebt wird. Die Krankenversicherungen sehen das kritisch. Bericht in der Tagesschau, 20.12.2022:
https://www.tagesschau.de/inland/lauterbach-kindermedikamente-preise-103.html
t-online berichet hier, 20.12.2022:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100100016/preisregeln-das-plant-karl-lauterbach-gegen-den-medikamenten-engpass.html
Das Handelsblatt kommentiert: Die Maßnahme könne nach hinten losgehen – und ändere an der aktuellen Notlage nichts. 20.12.2022:
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/arnzeimittel-lauterbachs-riskantes-rezept-gegen-die-arznei-engpaesse/28879814.html
Die Süddeutsche Zeitung kommentiert aus der Gegenrichtung: Die Maßnahme sei sinnvoll, auch wenn sie erst einmal widersprüchlich erscheine. Der Kommentar liegt hinter Bezahlschranke. 20.12.2022:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/medikamente-karl-lauterbach-engpaesse-gewinne-pharmaindustrie-1.5719168?reduced=true
Der BR trägt die Reaktionen verschiedener Institutionen zum Lauterbachschen Plan zusammen, 20.12.2022:
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/zwiespaeltige-reaktionen-auf-lauterbach-plaene-zu-arznei-knappheit,TQZPWbu
Gute Nachrichten für die Menschen in NRW: Ab dem 23. Dezember brauchen sie für den Besuch in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Gefängnissen keinen Test einer offiziellen Teststelle mehr vorzulegen. Es reicht die Auskunft, einen Selbsttest gemacht zu haben. Allerdings: Selbstverständlich wird ein offizieller Test erforderlich, wenn der Selbsttest positiv ausgefallen ist. Und: Die Einrichtungen können einen offiziellen Test einfordern, wenn sich der Verdacht ergibt, dass die Besucher Symptome zeigen, die auf Corona hindeuten können.
Diese neue Regel soll erst einmal bis Ende Januar gelten, so der Text beim WDR.
Nachricht beim WDR, 19.12.2022:
https://www1.wdr.de/nachrichten/lockerung-coronaregeln-pflegeheime-100.html
Ruhr-Nachrichten, 18.12.2022:
https://www.ruhrnachrichten.de/regionales/neue-corona-regeln-in-nrw-testpflicht-fuer-heimbesucher-veraendert-sich-vor-weihnachten-w675010-2000699799/
Das Video ist alt, und Werbung ist es ganz bestimmt auch. Eingestellt von GlaxoSmithKline. Das meiste, was dort über die Grippe erzählt wird, wissen Sie gewiss auch schon. Von Ansteckung über Händewaschen bis hin zur Impfung. Weswegen Sie trotzdem in dieses Video reinschauen sollten? Man kann sich an den wunderbaren Viren-Comic-Figuren eine ganze Weile freuen. Bis dann am Ende der nicht unbekannte Ratschlag und der Abspann kommt: Lassen Sie sich jedes Jahr impfen. Nun denn. Trotzdem viel Vergnügen:
Angesichts vom Grippe, Corona und RSV machen sich die Lieferengpässe bei Medikamenten zurzeit besonders stark bemerkbar. Nun häufen sich die Handlungsvorschläge:
Die Grünen fordern den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf, gegen die Arzneimittelengpässe vor allem bei Fiebermitteln für Kinder einzuschreiten. Die Vorschläge betreffen vor allem Apotheker, sie sollen zum Beispiel Ersatzmedikamente herstellen oder ausgeben dürfen, ohne dass dafür ein neues Rezept erstellt werden muss. Das Mindener Tageblatt berichtet (aktualisiert) am 19.12.2022:
https://www.mt.de/weltnews/nachrichten/nachrichten-aktuell/Gruene-machen-Vorschlaege-gegen-Kinder-Gesundheitskrise-23437569.html
Die Wirtschaftswoche berichtet am 17.12.2022 über das Ausmaß der Lieferengpässe bei Arzneimitteln. Mit Grafiken:
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/lieferengpaesse-so-dramatisch-treffen-die-arzneimittel-engpaesse-deutschland/28873502.html
nd (früher: Neues Deutschland) titelt provokativ: „Blindflug in die Medikamentenknappheit“. 18.12.2022:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1169443.fehlende-arzneien-blindflug-in-die-medikamentenknappheit.html
Mindestens ebenso provokativ kommt Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, im Handelsblatt daher. Er ist der Ansicht, dass so etwas wie ein Medikamentenflohmarkt weiterhelfen könnte. Gemeint ist: Wer Medikamente hat und nicht braucht, soll abgeben. Bericht vom 19.12.2022:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheit-brauchen-so-was-wie-flohmaerkte-fuer-medikamente-massnahmen-gegen-arzneimittel-engpass-gefordert/28875752.html
Eine Ärztin aus Köln-Ehrenfeld ist verurteilt worden zu 4000 Euro Strafe, weil sie ein Maskenattest ausgestellt hat, das nicht notwendig war. Insgesamt war die Ärztin wegen 15 falscher Atteste angeklagt – aber sie wurde nur für einen einzigen falschen Attest verurteilt. Den hatte sie einer Journalistin ausgestellt, die sie inkognito um ein solches Attest gebeten hat. Den Bericht finden Sie im Kölner Stadt-Anzeiger, von dem die Recherche aus ausgegangen war. 14.12.2022:
https://www.ksta.de/koeln/koeln-aerztin-wegen-falscher-atteste-fuer-maskenverweigerer-verurteilt-379505?cb=4272859179755250
Auch die „Bild“ berichtet. Dort fügt sich auch die Nachricht über einen Bochumer Arzt an, der vom Vorwurf freigesprochen wurde, falsche Atteste ausgestellt zu haben. 13.12.2022:
https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/als-aerztin-falsches-attest-ausgestellt-strafe-fuer-corona-leugnerin-82244992.bild.html
Ausführlich berichtet die WAZ über den Bochumer Prozess, 13.12.2022:
https://www.waz.de/staedte/bochum/prozess-um-masken-pflicht-freispruch-fuer-bochumer-hausarzt-id237143009.html
In Weinheim soll eine Ärztin 4000 falsche Maskenatteste ausgestellt haben, doch der Prozess wurde vertagt. Hinter Bezahlschranke berichtet der Mannheimer Morgen am 13.12.2022:
https://www.mannheimer-morgen.de/metropolregion_artikel,-metropolregion-weinheimer-prozess-um-falsche-maskenattests-vertagt-demo-fuer-angeklagte-aerztin-_arid,2029078.html
Die Maskenpflicht im ÖPNV in Schleswig-Holstein endet am Jahresende. Bericht NDR, 13.12.2022:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/coronavirus/Corona-in-SH-Maskenpflicht-im-OePNV-faellt-Ende-des-Jahres,maskenpflicht764.html
Die Stadt Ulm gehört zum Bundesland Baden-Württemberg, die Stadt Neu-Ulm gehört zum Bundesland Bayern. Dazwischen fließt die Donau – und liegt die Grenze. Das trieb schon zu Napoleons Zeiten, der an dieser Misere nicht unschuldig ist, seltsame Blüten. Aktuell sind es die unterschiedlichen Maskenregelungen im ÖPNV, die zu humoristischen Betrachtungen Anlass geben. Theoretisch könnte man im Bus auf dem Weg von Ulm nach Neu-Ulm auf der Brücke über die Donau die Masken fallen lassen. Tut aber kaum einer. Isabella Hafner hat sich für den SWR in den Bus gesetzt und sich umgefragt, 13.12.2022:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/ulm/fahrgaeste-halten-an-maske-fest-100.html
Der BR hatte sich desselben Themas schon umfassend am 10.12.2022 angenommen:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/maskenpflicht-im-oepnv-in-neu-ulm-abgeschafft-in-ulm-nicht,TPckhbf
2018 hat die „Welt“ Kuriositäten, Historisches und Grenzproblematisches von genau dieser Grenze zusammengetragen. Angefangen in der Zeit, als die Ulmer ihr Gemüse aus ihren Gärten auf der anderen Seite der Donau verzollen mussten, wenn sie es über die Brücke nach Hause holen mussten, bis zur Polizei, die in den 70er-Jahren ihre Dienstwaffen nicht von Baden-Württemberg nach Bayern mitnehmen durften. Die Artikel beginnt mit der Wirtschaft, durch die die Grenze läuft. 02.01.2018:
https://www.welt.de/regionales/bayern/article172108098/Neu-Ulm-Die-Grenze-zu-Bayern-verlaeuft-mitten-durch-dieses-Gasthaus.html
Der Focus spricht sogar vom „große(n) Rätsel um die sprunghafte Kinder-Krankheitswelle“. Die Überschrift – doppelt angefüllt mit Stilmitteln – spiegelt passend wieder, was landauf, landab die Medien melden: Volle Krankenhäuser, kranke Kinder. Ob die Coronapandemie direkt oder indirekt schuld ist, an der Welle, ist auch umstritten. Und ob das Gesundheitssystem „nur“ stark belastet oder längst überstrapaziert ist, ist auch eine Frage des politischen Standpunkts bzw. politischer Absichten. Hier eine kleine Linksammlung zum Thema RSV (respiratorisches Syncytialvirus) bei Kindern.
Der Focus trägt am 09.12.2022 das Ausmaß der „Welle“ zusammen:
https://www.focus.de/gesundheit/news/rsv-rhinoviren-influenza-raetsel-um-sprunghafte-krankheitswelle-immer-mehr-kinder-infizieren-sich_id_180417870.html
Die taz hat am 12.12.2022 ein Interview mit einer Kinderärztin eingestellt, die den Mangel an allem beklagt. Auch den Mangel an Kinderärzten:
https://taz.de/Medizinerin-ueber-Folgen-des-RS-Virus/!5902304/
Die Süddeutsche Zeitung berichtet hinter Bezahlschranke über die Entwicklung eines Impfstoffes (kostenloses Probe-Abo möglich), 12.12.2022:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/rsv-impfstoff-1.5713943?reduced=true
Der SWR trägt Infos und Beispielgeschichten zusammen. Videobeitrag von 2:32 min. und Text, 11.12.2022:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/rs-virus-baby-kaempft-in-trier-um-sein-leben-100.html
Die heilige Corona hat einen eigenen Schrein im Aachener Dom – und der wurde 2020, aus aktuellem Anlass, aus dem Archiv geholt, entstaubt und auch in einer Ausstellung gezeigt. Dafür ist es nun wohl leider deutlich zu spät. Aber der Artikel auf der Seite der Aachener Domschatzkammer zeigt schöne Fotos - und klärt darüber auf, wieso die heilige Corona (möglicherweise) überhaupt in den Ruf kam, Schutzpatronin bei Seuchen zu sein.
https://www.aachener-domschatz.de/die-heilige-corona-ruht-in-der-aachener-domschatzkammer/
Kleine aktuelle Linkliste zum Thema Ärztemangel und Medizinstudium:
Die NWZ berichtet – hinter Bezahlschranke – am 12.12.2022 über die geplante Zusammenarbeit von Kliniken aus dem Oldenburger Münsterland mit der Universität in Prag:
https://www.nwzonline.de/plus-cloppenburg-kreis/cloppenburg-prag-medizin-mit-kooperationen-gegen-den-aerztemangel_a_51,11,1667757902.html
Das Land Sachsen bietet Medizinstudenten ein (bezahltes) Studium in Ungarn an, um hinterher in Sachsen als Arzt zu arbeiten. Angenommen werden Abiturienten mit einem Notendurchschnitt von bis zu 2,6. Infos in der Sächsischen, 12.12.2022:
https://www.saechsische.de/goerlitz/medizinstudium-in-ungarn-auch-fuer-goerlitzer-abiturienten-5793337.html
Die FAZ stellt den Kommentar eines 19-jährigen Medizinstudenten online, der seine Wahrnehmung von Arroganz und Elitebewusstsein der Medizinstudenten beschreibt – und sich auf der Suche nach einer besseren Vergangenheit irgendwo im luftleeren Raum verliert. Seltsam. 02.12.2022:
https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/uni-live/wir-medizinstudenten-und-die-anderen-allgemeine-selbstbezogenheit-18474252.html
Ob und wie Ärzte aus der Ukraine dem Ärztemangel abhelfen können – und wie die Hürden zu überwinden sind, berichtet der SWR am 25.11.2022 für den Landkreis Tuttlingen:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/kaum-aerzte-im-kreis-tuttlingen-donaudoc-hilft-mit-aerzten-aus-der-ukraine-100.html
Der Bayrische Rundfunk berichtet am 09.12.2022 über eine Frauenärztin, die sich um Frauen kümmert, die genitalverstümmelt wurden. Die Verstümmelung bringt nicht nur Schmerzen, sondern eine Reihe von Gefahren mit sich, und sie mache eine Reihe von Untersuchungen notwendig, die die KV in dieser Häufung nicht anerkenne. Die Ärztin soll 130 000 Euro zurückzahlen.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/beschnittene-frauen-muenchner-gynaekologin-steht-vor-der-pleite,TPY2oeI
Hausarztpraxen und Psychotherapeuten verzeichnen wieder Zuläufe. Während der Hochzeit der Pandemie waren die Wartezimmer leerer geworden. Die Tagesschau trägt Zahlen zusammen, 12.12.2022:
https://www.tagesschau.de/inland/arztbesuche-101.html
Ein neues Schlagwort macht die Runde: Immunitätsschuld heißt es – und es soll das Defizit erklären, dass nach zwei Jahren pandemischer Maßnahmen bei der Immunabwehr vieler Menschen entstanden ist. Oder es soll andersrum erklären, warum derzeit so viele Menschen Atemwegserkrankungen davon tragen. Nun sind die einen völlig glücklich mit diesem Wort, die anderen völlig unglücklich. Ein gemeinsames, konkretes Verständnis dieser Immunitätsschuld gibt es auch nicht. Immunitätsschwäche und Expositionslücke sind dann die Hilfsvokabeln, die den Sachverhalt auch nicht viel besser klären können. Und über allem schwebt natürlich immer die Ideologie derer, die da gerade die Welt oder die Pandemie erklären.
Hier ein paar Links, die fürs „Vokabellernen“ nützlich sein könnten. (FAZ, Spiegel, Stern etc. berichten ebenfalls – aber hinter Bezahlschranke. Deswegen tauchen sie hier in der Linksammlung nicht auf.)
Der Focus dekliniert die „Immunschuld“ solange herunter, bis nach Definition aus der Medizinischen Hochschule Hannover nur noch ein Mangel an spezifischen Trainingseinheiten übrig bleibt. Der Artikel ist aber sehr hilfreich, um einen Überblick über die derzeitige Diskussionslage zu bekommen. 10.12.2022:
https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/immunsystem-durch-pandemie-geschwaecht-das-steckt-hinter-dem-begriff-immunschuld_id_180445638.html
Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd) bietet am 08.12.2022 einen umfangreichen „Faktencheck“ zum Thema an:
https://www.rnd.de/gesundheit/rsv-welle-bei-kindern-ist-eine-immunschuld-die-ursache-LYUYPN2WRZCBNNCM4PPVDCPMVQ.html
Der NDR hatte sich schon am 24.11.2022 umfassend des Themas angenommen – und die Immunitätslücke als hilfreiche Vokabel gefunden:
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Keine-Immunschuld-als-Folge-der-Pandemie-Schutzmassnahmen,coronaimmunitaet100.html
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