NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Linkliste zu MVZ-Nachrichten -- Höxter: dritte Abstimmung gegen MVZ im ehemaligen Postgebäude

Die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) – nachrichtlich umgibt sie eine Wolke aus Hoffnung und Skepsis. Sie könnten eine Lösung sein für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. Sie können dem Bedürfnis angehender Ärzte nach geregelter Arbeitszeit und möglichst wenig Bürokratie gerecht werden. Dann wieder gab es eine Phase der Skepsis: MVZ-Gründungen, in denen das Gewinn-Interesse ganz vorne stand, sorgten für eine schlechte Presse. Und jetzt: Nachrichten von Insolvenzen machen die Runde. Und gleichzeitig gelten die MVZ in vielen Regionen als Lösungsmöglichkeit für Strukturen, in denen es an Ärzten mangelt. 

07.04.2026:

Nachrichten aus Höxter: Der Stadtrat hat zum dritten Mal gegen ein MVZ im ehemaligen Postgebäude entschieden. Der WDR berichtet am 03.04.2026:
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/streit-mvz-hoexter-postgebaude-ratsentscheid-100.html

Das chirurgische MVZ in Wissen, Westerwald, hat unter neuer Leitung nach der Insolvenz wieder geöffnet. SWR, 07.04.2026:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/medizinisches-versorgungszentrum-in-wissen-oeffnet-wieder-100.html

Die Lippische Wochenzeitung berichtet von einem Defizit im MVZ Kalletal, dass bei einer halben Million Euro liegt. 07.04.2026:
https://lwz24.de/2026/04/07/lwz-investigativ-jahresabschluss-des-mvz-kalletal-offenbart-fehlbetrag-von-rund-halber-million-euro/
Die LZ hatte am 0.2.04.2026 einen Bericht hinter Bezahlschranke, der besagt, dass das MVZ Kalletal Teil eines bundesweiten Forschnungsprojektes wird:
https://www.lz.de/lippe/kreis_lippe/24302767_MVZ-Kalletal-wird-Teil-von-bundesweitem-Forschungsprojekt.html

Der Volksfreund hat sich das MVZ in Daun angeschaut, berichtet allerdings hinter Bezahlschranke. 06.04.2026:
https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/mvz-daun-so-arbeiten-aerzte-in-dem-versorgungszentrum-zusammen_aid-145381305

Über den Stand der Bauarbeiten beim MVZ Amrum berichten dei Amrum News am 07.04.2026:
https://www.amrum-news.de/2026/04/07/fortschritt-beim-mvz-sorgen-beim-notdienst/

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Mögliche und unmögliche MVZ - eine kuriose und kurative Betrachtung

MVZ – das heißt Medizinisches Versorgungszentrum. Völlig klar. Absolut geläufig. Alltag in Deutschland seit 2004. Ob 2004 vor Kurzem erst war oder schon lange her ist, ist wahrscheinlich eine Frage des eigenen Alters. Verblüfft aber werden Sie trotzdem ein wenig sein, wenn ich Ihnen verrate: 2004 gab es in Deutschland 70 MVZ. 2024 waren es weit über 5000. Einen Überblick über die Entwicklung der MVZ und ihre Ausgestaltungen finden Sie in diesem PDF der KBV:
https://www.kbv.de/documents/infothek/zahlen-und-fakten/mvz/mvz_entwicklungen.pdf

Hier aber wechseln wir den Standort: Mitnichten arbeitet jedes MVZ medizinisch, auch wenn nach mehr als 20 Jahren das Kürzel alle anderen MVZ aus dem Rennen geworfen hat. In der Industrie weiß man aber immer noch die MVZ als Müllverbrennungszentren zu schätzen. Oder als das genaue Gegenteil: Materialversorgungszentren. Maschinenversorgungszentren kürzeln sich ebenfalls MVZ.

Eine Stolperfalle dagegen ist das MZV Biedenkopf. Das ist weder ein Tippfehler noch ein Buchstabendreher noch arbeiten hier Mediziner. Es ist auch keinesfalls ein Müllversorgungszentrum – diese Form der Entkürzelung ist vielleicht mehr Spott als Missverstand. Richtig muss es heißen: Müllabfuhrzweckverband. (Ein Buchstabenungeheuer, das jedes Scrabble-Brett sprengt.)

Dann gibt es da noch die Medienversorgungszentren. Möglicherweise auch ein Mietervorsorgezentrum. All diese Organisationen haben in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Aufmerksamkeit verloren – zumindest online. Googeln Sie mal einfach nur das Kürzel MVZ. Schon sind Sie von Ärzten umzingelt. Bildlich gesprochen.

Und dann denken Sie an die vielen MVZ, die es noch gar nicht gibt, aber die sich jede Abkürzung schon vor ihrer Taufe schenken können:

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Lesetipp: Hausarztpraxis als genossenschaftliches Modell in Oberschwaben

In Wolfegg und Kißleg, Oberschwaben, steigen die Gemeinden ein in ein genossenschaftliches Modell, das die beiden vorhandenen MVZs miteinander verbindet. Die Schwäbische berichtet ausführlich, der Artikel ist lohnenswert zu lesen – und liegt nicht hinter Bezahlschranke. Dafür aber muss der interessierte Leser sich darin üben, das X zu finden für die verschiedensten Werbepop-ups. Aber: Man kommt dann auch ans Ziel. Versprochen:
09.06.2025:
https://www.schwaebische.de/regional/allgaeu/kisslegg/ich-verdiene-nicht-mehr-sondern-weniger-geld-hier-geht-ein-hausarzt-neue-wege-news-3646127

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MVZ-Gruppe in Sachsen geht in die Insolvenz

Die MVZ-Gruppe "Der Arzt" in Sachsen geht in die Insolvenz, berichtet die Ärzte-Zeitung am 28.06.2023:
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/MVZ-Gruppe-Der-Arzt-in-Sachsen-geht-in-die-Insolvenz-440725.html

Hier der Internetauftritt der ganzen MVZ-Kette:
https://www.mvzderarzt.com/ueber-mvzderarzt/

 

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Neue Regelungen für MVZ?

Die Bundesärztekammer legt Vorschläge vor, wie Zulassung und Betrieb von MVZ künftig geregelt werden könnten, um der Kommerzialisierung entgegenzuwirken. Die Ärzte-Zeitung berichtet am 12.01.2023 hier:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/140213/Bundesaerztekammer-legt-Vorschlaege-fuer-MVZ-Reform-vor

Die FAZ berichtet hier, 12.01.2023:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/heuschrecken-im-gesundheitswesen-standesvertretung-moniert-profitstreben-auf-kosten-der-kranken-18598045.html

Die Augsburger Allgemeine diskutiert das Thema auf politischer Eben – vor allem im Hinblick auf den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, 11.01.2023:
https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/gesundheitspolitik-lauterbach-will-finanzinvestoren-ausbremsen-und-bekommt-kritik-von-der-opposition-id65120201.html

Der MDR berichtet über die MVZ als „Erfolgsgeschichte mit wunden Punkten“. Der Artikel liest sich prima als Hintergrundbericht, 13.01.2023:
https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mvz-poliklinik-aerztemangel-aerztehaus-100.html

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Aktualisierung: Tausende Impfungen im MVZ Birkenallee

Aktualisierung 17.05.2021:

Jeweils 1000 Impfungen am Freitag und am Samstag, online vergeben, 75000 Aufrufe im MEDNET Impftool allein am Samstag, an beiden Tagen in der Praxis in Papenburg 25 Mitarbeiter im Einsatz, Impfinteressenten nicht nur aus Papenburg, der NDR zu Gast, und: an den nächsten beiden Samstagen sollen im MVZ Birkenalle wieder 1000 Patienten mit Astrazeneca geimpft werden. Fazit: Die Skepsis gegen den Impfstoff von Astrazeneca ist sicherlich gesunken. Bericht gibt's hinter Bezahlschranke in der Neuen Osnabrücker Zeitung am 16.06.2021:
https://www.noz.de/lokales/papenburg/artikel/2311717/astrazeneca-1000-impfungen-pro-tag-bei-dr-eissing-in-papenburg

Hallo Niedersachsen, 14.05.2021:
https://www.ardmediathek.de/video/hallo-niedersachsen/papenburg-ansturm-auf-astrazeneca-impfung-fuer-alle/ndr-niedersachsen/Y3JpZDovL25kci5kZS8xMDE5NWUwNi1lNzQ1LTRmNjktYmUwMC02YjFlN2Y0YzNjMDA/

Erster Bericht am 08.05.2021:

1000 Impfungen täglich sind möglich. Dieses Ziel hatte Dr. Volker Eissing, Gründer des MVZ Birkenallee in Papenburg, Anfang März verkündet und damit für Lächeln bzw. Spott, Widerspruch und Fragezeichen gesorgt. Nichtsdestotrotz: Mit viel Vorbereitungen, Impfschulungen der Mitarbeiter, Softwareanpassungen, der Anlage von Impfstraßen durch die Praxis und einem großen Zelt draußen auf dem Parkplatz hat das MVZ für einen reibungslosen – und abstandshaltenden – Ablauf gesorgt. 3500 Patienten waren am Freitag bereits geimpft, an einigen Tagen waren es Hunderte. Ab 10. Mai gibt’s eine dritte Impfstraße, so dass die Kapazitäten noch einmal aufgestockt werden. 1000 Impfungen im MVZ sind also möglich. Bleibt die Frage: Wie kommt Dr. Eissing in so viel Impfstoff? Antwort: Über den Großhandel bezieht er den Impfstoff von Astrazeneca – den viele Patienten nicht wollen.

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„Wir können unsere eigenen Patienten nicht mehr schützen“

Ein Video-Interview mit dem Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes Berlin, Dr. Wolfgang Kreischer, über die Belastung und die Folgen für Hausarztpraxen durch Corona.

 

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus213553594/Corona-Test-beim-Hausarzt-Wir-koennen-unsere-eigenen-Patienten-nicht-mehr-schuetzen.html

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Keimausbruch in Köln

Keimausbruch in einer Kölner Radiologie, 28 Personen durch Spritzen infiziert, ein Todesfall wird untersucht, die Praxis hat selbst die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Verursacher ist Pseudomonas Aeruginosa, einer der gefährlichen Keime. Die WHO hält ihn in puncto Antibiotikaresistenzen für den gefährlichsten Keim. Der Infektionsweg ist unklar, zwar konnte ein solches Bakterium in der Praxis gefunden werden, es ist aber nachweislich nicht der Erreger gewesen. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet heute (14.5.2019) in der Papier-Ausgabe mit einem großen Aufmacher auf der Titelseite – und auf der ganzen Seite 3. Online ist der Titel-Artikel hier zu finden:

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Bericht im MDR: Ärzte arbeiten oft lieber als Angestellte

Der MDR berichtet über ein Praxismodell, das nicht nur in der Oberlausitz zum Handlungsmuster wird: Kliniken übernehmen ambulante Praxen und die Ärzte arbeiten als Angestellte. So werden zum einen Lücken geschlossen, wenn sich kein Arzt zur Übernahme von Praxen auf dem Land findet. Zum anderen kommt dieses Modell jungen Ärzten entgegen, die sich nicht als Selbstständige mit allen Risiken auf eine eigene Praxis einlassen wollen (5.5.2019):

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MVZ in Sachsen - und anderswo

Christine Reißing, Landeskorrespondentin beim MDR, hat sich durch das Thema MVZ gearbeitet. Ergebnis: Da hier Ärzte häufiger in Teilzeit arbeiten, als niedergelassene Ärzte in eigenen Praxen das könnten, führe das geradewegs in die Versorgungslücke. Ganz so einfach macht sich das die Journalistin natürlich nicht – und sie unterfüttert ihren Text mit Zahlen. In Sachsen gibt es 196 MVZ – und der Artikel benennt die Sorge der KV, dass es in 30 oder 40 Jahren womöglich keine selbstständigen Ärzte mehr gebe. (2.5.2019).

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Kapitalanlage MVZ

Der Kölner Stadt-Anzeiger hat sich heute (25.4.2019) in seiner Papierausgabe des Themas „MVZ als Renditeobjekt“ angenommen. Die Autorin Corinna Schulz ist dabei gleich zweimal prominent platziert: Der erste Artikel ist der Aufmacher auf der Titelseite, der zweite der Aufmacher auf der Wirtschaftsseite. Unterfüttert ist der Artikel mit Zahlen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZVB). Ende 2015 zählte sie 87 MVZ, Ende 2018 699. Ein Anstieg von 44 Prozent. 75 dieser Zentren seien Kapitalbeteiligungsgesellschaften zuzuordnen, zu den größten der Branche zähle auch das Kaffee-Unternehmen Jacobs.

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MVZ in kommunaler Trägerschaft

Die SPD im Kreistag Harburg möchte ein MVZ in Trägerschaft des Landkreises. Das Hamburger Abendblatt berichtet – auch von der Gegenseite aus. Doch die Situation ist wie überall: 25 Ärzte fehlen jetzt schon – und künftige Ärzte arbeiten lieber angestellt. Der Artikel ist umfassend recherchiert und verweist auf das Beispiel eines kommunalen Arztzentrums in Büsum:

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Ärzte beginnen die Selbstständigkeit zu scheuen - Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Ostsee-Zeitung hat die Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern gründlich gelesen. Und hat die eigentliche Nachricht auf Seite 5 gefunden. Auf insgesamt 13 (!) Seiten hat die KV ihr Programm dargestellt, mit dem sie ärztlichen Nachwuchs in Mecklenburg Vorpommern fördern will. Der Stand der ambulanten Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern ist ebenso Thema.

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Und ewig lockt der Gewinn - auch im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen wird Tummelplatz für Investitionen. Nicht erst seitdem MVZs zur Problemlösung nicht nur der Landarztfrage geworden zu sein scheinen, warnen immer wieder die verschiedensten Stimmen – lokal wie politisch – vor einer „feindlichen Übernahme“. Aber auch in der Frage der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz, der Robotertechnik und der telematischen Vernetzung machen die Geldgeber neugierig mindestens schon mal die Augen auf.

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Henke kämpft gegen Heuschrecken

Im Kampf gegen Fremdinvestoren, Kapitalinteressen, gegen Heuschrecken bei der Gründung von MVZ hat sich nun Rudolf Henke, der Präsident der Ärztekammer Nordrhein-Westfalen, deutlich positioniert. MVZ, gedacht als Lösungsmöglichkeit für Versorgungslücken auf dem Lande, konzentrierten sich zusehends in Großstädten – und seien zunehmend (auch) Kapital...
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Mehr MVZ in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der MVZ in Sachsen-Anhalt hat sich, so die Ärztekammer, binnen fünf Jahren verdoppelt, berichtet das Ärzteblatt (9.1.2019): https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100257/Stetig-mehr-medizinische-Versorgungszentren Das Ärzteblatt endet aber mit dem Fazit des Vorstandsvorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt, Jochen S...
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