Die Lebenserwartung der Deutschen sei nur durchschnittlich – und das obwohl sie überdurchschnittlich mehr für die Gesundheit ausgeben. Davon ist Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach überzeugt. Die Gründe kennt er auch: Wir sind auf die Behandlung bestehender Krankheiten ausgerichtet. Diese Blickrichtung will Lauterbach nun ändern: Ein neues Bundesamt muss her: das „Bundesinstitut für Aufklärung und Prävention in der Medizin“. Bis 2025 soll es eingerichtet sein, berichten unter anderen die Stuttgarter Nachrichten.
Spätestens wenn Sie diese Nachricht in drei verschiedenen Medien gelesen haben, fällt Ihnen etwas auf: So ganz nebenbei wird hier der neue Präsident des RKI eingeführt. Gern gegen Textende. Sein Name ist Lars Schaade. Da er das Amt seit April kommissarisch leitet, kommt seine Ernennung wohl auch nicht unerwartet. So ganz nebenbei wird hier verkündet, dass das RKI sich künftig um Infektionskrankheiten und ihre Eindämmung kümmert. Nicht neu ist wohl auch die Nachricht, dass die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ nun im neuen Institut für Aufklärung usw. aufgehen wird. Gut, das liegt nahe und steht im Koalitionsvertrag. Das neue Institut aufbauen soll Johannes Nießen, der bisherige Leiter des Kölner Gesundheitsamtes. Alles Infos gegen Textende.
Hier nun die Links zur Nachricht:
Stuttgarter Nachrichten, 04.10.2023:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.medizin-neues-bundesinstitut-soll-gesundheitsvorbeugung-verstaerken.2d767c81-6c00-41f6-8eef-5f852aacb698.html
Deutschlandfunk, 04.10.2023:
https://www.deutschlandfunk.de/lauterbach-will-mit-neuem-institut-praevention-bei-volkskrankheiten-verbessern-100.html
