Nicht nur im Krankenhaus – auch über die Flüsse bereiten sich antibiotikaresistente Bakterien aus. Der Standard berichtet über Erkenntnisse aus Wien, 01.07.2024. Nur eine Zahl als Leseanregung: In Europa sterben jährlich mehr als 35000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit antibiotikaresistenten Bakterien:
https://www.derstandard.de/story/3000000224350/resistenzen-gegen-antibiotika-verbreiten-sich-ueber-die-donau
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Die Menschen bewegen sich zu wenig und das gilt weltweit. So weit Haupterkenntnis der WHO. Die aktuelle Studie wartet aber auch mit interessanten Fakten auf. Ein Fakt zum Beispiel ist, dass die Deutschen in der Bewegungsmuffelei gar nicht so weit hinten liegen, wie man annehmen könnte. Über die Inhalte der Studie berichten
Tagesschau, 26.06.2024:
https://www.tagesschau.de/wissen/who-bewegung-100.html
Fitbook, 27.06.2024:
https://www.fitbook.de/gesundheit/so-dramatisch-ist-der-bewegungsmangel-weltweit
Deutschlandfunk 28.06.2024:
https://www.deutschlandfunk.de/bewegungsmangel-krankheit-risikofaktor-who-studie-100.html
In Cottbus kann man ab 2026 Medizin studieren. Die „Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem“ wurde offiziell heute gegründet, Keimzelle ist das Carl-Thiem-Klinikum. 200 Studienplätze für Erstsemester, 80 Professoren und 1300 neue Stellen für Forschung und Lehre seien geplant, berichtet Radio Lausitz am 01.07.2024:
https://www.radiolausitz.de/beitrag/neue-aera-mediziner-uni-in-cottbus-wird-gegruendet-831459/
Weitere Links zur Gründung:
Der Tagesspiegel berichtet am 28.06.2024 hier über die neue Uni, an der zehn Prozent der Studienplätze für das sogenannte Landarztstudium gedacht sind. Am Ende dieses Textes finden sie weitere Links zur neuen Uni und den Berichten darüber im Tagesspiegel:
https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/landarztquote-fur-lausitz-uni-neue-brandenburger-medizin-hochschule-offiziell-gegrundet-11922332.html
Die Stadt Cottbus berichtet über die Feier des 110-jährigen Bestehens des Carl-Thiem-Klinikums, über den Besuch des Bundeskanzlers und über die neue Universität hier (26.06.2024):
https://www.cottbus.de/aktuelles/mitteilungen/2024-06/tradition_trifft_zukunft_nach_110_jahren_wird_aus_dem_carl-thiem-klinikum_cottbus_die_medizinische_universitaet_lausitz_-_carl_thiem.html
Die Berliner Morgenpost berichtet am 26.06.2024 hier:
https://www.morgenpost.de/berlin/article242664612/Scholz-bei-Festakt-zum-Klinik-Jubilaeum-in-Cottbus.html
Vom 17. bis zum 21. Juni haben bundesweit Hunderte Medizinstudenten demonstriert für bessere Bedingungen im Praktischen Jahr. Es geht um mehr Geld – aber auch um Ausbildungskonzepte Das Ärzteblatt listet am 20.06.2024 die Orte auf:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/152323/Hunderte-Medizinstudierende-fordern-bundesweit-ein-faires-Praktisches-Jahr
Hier einige weitere Artikel. Die kleine Sammlung ist allerdings keineswegs vollständig.
In Leipzig protestierten die Studenten am 21.06.2024. Die Leipziger Volkszeitung berichtet:
https://www.lvz.de/mitteldeutschland/aktion-in-leipzig-medizinstudenten-fordern-mehr-geld-im-praktischen-jahr-O5RMPU3LSNGKNGFAXFZXZV5TBM.html
Die Ärztekammer Nordrhein spricht am 20.06.2024 von 1000 protestierenden Studenten in ganz NRW:
https://www.aekno.de/presse/nachrichten/nachricht/medizinstudierende-protestieren-fuer-bessere-bedingungen-im-pj
800 Medizinstudenten aus ganz NRW zählte der WDR bei der Demo in Düsseldorf. Bericht am 20.06.2024:
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/medizin-studenten-praktisches-jahr-demo-landtag-nrw-100.html
„,Das hättest du dir doch an den fünf Fingern abzählen können, dass ein so dünner Ast nicht trägt,’ meinte mein Freund lachend, als ich vom Baum fiel.“
Wahrscheinlich können auch Sie diesen Satz sofort seiner Herkunft zuordnen. Diese fehlende Lebens- und Wirklichkeitsnähe ist ja ausgesprochen verräterisch. Wir bewegen uns hier ganz gewiss irgendwo im Bereich der Sprachpädagogik.
Entnommen ist der Satz einer Liste von Redewendungen zum Thema Finger – und es gibt dort noch viel mehr dieser wunderschönen, gestelzten oder auch gedrechselten Beispielsätze:
https://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=10745
Die fünf Finger abzählen hingegen, können auch Sie wahrscheinlich seit Kindertagen: „Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen, der hebt sie auf, der bringt sie nach Haus – und der klitzekleine, der isst sie alle auf.“
Aber eigentlich will ich mich hier nur einem einzigen Finger zuwenden: Es ist der Ringfinger. Auch Goldfinger genannt. Oder eben, und darum geht’s: der Arztfinger. Wie er zu diesem Namen gekommen ist? Dazu gibt es in alten und neuen Zeitungen alte und neue Nachrichten und Theorien, die sich auch manchmal ganz gut ergänzen. Fangen wir in der Gegenwart an. Bei Wikipedia wird der Arztfinger, profan zusammengefasst, so erklärt: Eigentlich trug einstens der Arzt mit dem Mittelfinger die Salben auf. Da nun aber der Mittelfinger schon seinerzeit ein Stinkefinger war, wurden die ärztlichen Aufgaben dem Ringfinger – oder dem Goldfinger – übertragen. Wikipedia kann auch mit dieser Theorie auf ein Arztbüchlein von 1658 zurückverweisen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ringfinger
Im Klinikum Frankfurt (Oder) ist ein neuerdings Roboter mit Namen unterwegs – bzw. noch ist er nicht unterwegs, da er zum Laufen noch nicht fähig ist ist. Der Roboter unterhält Patienten – auch mit Witzen. Und offensichtlich funktioniert’s auch zur Freude der Patienten. Auch in einigen Pflegeheimen sind Navels Kollegen schon im Einsatz.
Wie Zukunft und Gegenwart von des Roboter-Einsatzes im Krankenhaus aussehen, erfahren Sie beim rbb hier, 20.06.2024:
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/06/ki-roboter-krankenhaus-frankfurtoder-patienten-geriatrie-pflege-gesundheit.html
Auf der Firmenseite von Navel können Sie ihn und die Senioren in Pflegeheimen, um die er sich auch kümmert, in einem vierminütigen Video sehen:
https://navelrobotics.com/
Vor wenigen Tagen hatte der Roboter den Digitalen Gesundheitspreis von Novartis verliehen bekommen. Bericht bei Munich Startup, 10.06.2024:
https://www.munich-startup.de/101691/navel-robotics-aus-muenchen-gewinnt-digitalen-gesundheitspreis/
Auf Youtube finden Sie mehrere Videos, in denen Navel im Einsatz ist. Hier ein neueres aus Lilienthal, buten un binnen, 17.05.2024:
https://www.ardmediathek.de/video/buten-un-binnen-oder-regionalmagazin/pilotprojekt-sozialer-roboter-betreut-behinderte-menschen-in-lilienthal/radio-bremen/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL29wZW5tZWRpYS8zXzI4NTUwOS9zZWN0aW9uL3VybjphcmQ6ZXBpc29kZTpiNDVkMjRkYWE4ZjUyNmMz
Das Land Thüringen plant grundlegende Änderungen in der Krankenhausstruktur. Das Stichwort lautet auch hier: Zentralisierung. Das Ärzteblatt berichtet am 19.06.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/152273/Thueringer-Krankenhausstruktur-Leitlinien-fuer-Detailplanung-verabschiedet
Auf das Krankenhaus Agatharied im Kreis Miesbach, etwa 60 Kilometer südlich von München, hat es einen Hackerangriff gegeben. Die Berichte dazu vom 20.06.2024:
Merkur:
https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/dasgelbeblatt/hackerangriff-krankenhaus-agatharied-kommunikation-gestoert-it-loesung-telefon-erreichbar-93138421.html
Tegernseer Stimme, 18.06.2024:
https://tegernseerstimme.de/krankenhaus-agatharied-im-cyberangriff-offizielle-meldung/
Patientenrechte-Datenschutz.de, 18.06.2024:
https://patientenrechte-datenschutz.de/erneut-erfolgreicher-hackerangriff-auf-krankenhaus-diesmal-in-agatharied-in-bayern/
Die Website informiert darüber, dass das Krankenhaus zurzeit nur telefonisch zu erreichen ist:
https://www.khagatharied.de/#menu
Nach viel Kritik ist der neue Krankenhausatlas der Bundesregierung erneuert worden. Die Berliner Morgenpost redet von einer neuen Version, die Tagesschau nennt den Vorgang ein „umfassendes Update“. Kritik hatte es an vielen Punkten gegeben: Zum einen waren die im Klinikatlas enthaltenen Daten manchmal veraltet oder falsch, zum anderen war er unübersichtlich. Beides ist geändert worden. Kritik gibt’s weiterhin. Die Tagesschau zitiert die Stiftung Patientenschutz, die sogar die Abschaltung des Portals fordert. Das Ausmaß der Änderung wird am besten deutlich mit der Überschrift in der FAZ: „Klinikatlas macht nur noch Angaben zu 20 Eingriffen statt 23 000“.
Tagesschau, 20.06.2024:
https://www.tagesschau.de/inland/klinikatlas-erneuert-100.html
Berliner Morgenpost, 20.06.2024:
https://www.morgenpost.de/politik/inland/article242624420/Klinik-Atlas-in-neuer-Version-abrufbar.html
FAZ, 20.06.2024:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/karl-lauterbach-startet-klinik-atlas-neu-was-das-update-leisten-soll-19799639.html
Handelsblatt, 20.06.2024:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheit-klinik-atlas-nun-in-neuer-version-abrufbar/100046788.html
Der Bayrische Rundfunk berichtet mit einem langen Textbeitrag und einem Video von 3 min über die Fortschritte in der Forschung zu einem Borreliose-Impfstoff. Die Krankheit wird von Zecken übertragen – und während man sich gegen FSME, ebenfalls von Zecken übertragen, längst schützen kann, ist die Suche nach einem Borreliose-Impfstoff erst noch auf dem Weg. Artikel vom 18ö06.2024:
https://www.br.de/nachrichten/wissen/zecken-durchbruch-bei-impfung-gegen-borreliose,UFIQ5F5
Apotheke adhoc berichtete am 06.06.2024:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/borreliose-impfung-positive-studienergebnisse/
Focus, 07.06.2024:
https://www.focus.de/gesundheit/news/erste-studienergebnisse-vielversprechend-zecken-gefahr-bald-gebannt-erfolg-bei-borreliose-impfung_id_260012079.html
Das Ärzteblatt berichtete am 23.05.2024 darüber, dass auch die genetische Ausstattung eines Menschen eine Rolle dabei spielt, ob er sich mit Borreliose ansteckt. Für den kostenlosen Artikel muss man sich anmelden:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/151489/Borreliose-Erkrankungswahrscheinlichkeit-auch-genetisch-bedingt
Mit 234 Briefen an die Krankenhäuser hat das Land NRW die zweite Stufe der Krankenhausreform begonnen. Das Land NRW informiert online am 17.06.2024 hier:
https://www.mags.nrw/krankenhausplanung-zweites-anhoerungsverfahren-gestartet
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet am 17.06.2024 online hier – und nimmt dafür den Text von dpa:
https://www.ksta.de/dpa-nrw/nrw-startet-zweite-stufe-bei-krankenhausreform-811925
Die Papierausgabe am 18.06.2024 ist wesentlich umfangreicher: Claudia Lehnen hat den Aufmacher auf der Titelseite recherchiert, der im Wesentlichen die Nachricht um Stimmen und Stimmungen aus Köln erweitert. Zu Wort kommen dabei nicht nur die „gut informierten Kreise“, sondern vor allem auch der Geschäftsführer des Eduardus- und Elisabeth-Krankenhauses in Deutz und Hohenlind. Überschrift: „Kölns Kliniken fürchten um ihre Existen“. Im Lokalteil wird es dann noch einmal konkreter. Auf der zweiten Seite sind unter der Überschrift „Land plant deutlich weniger Lebereingriffe in Köln“ vor allem die Reduzierungen aufgezählt – aber es gibt auch Veränderungen, von dem das eine oder andere Krankenhaus profitieren könnte.
Auch online gibt es im Kölner Stadt-Anzeiger einen Bericht von Claudia Lehnen, der wohl aus beiden oben genannten Artikel in der Papierausgabe zusammen entstanden ist. Datum 17.006.2024:
https://www.ksta.de/dpa-nrw/nrw-startet-zweite-stufe-bei-krankenhausreform-811925
Auch der WDR berichtet über die Krankenhausreform in NRW und leitet seinen Text bezeichnend ein mit dem Satz: „Neben der Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) macht Landesminister Laumann (CDU) seine eigene Reform in NRW. Text vom 17.06.2024:
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/gesundheit-krankenhaeuser-laumann-100.html
Eine Studie, die Forscher rund um einen Intensivmediziner der Lungenklinik in Köln-Merheim veröffentlicht haben, macht gerade medial die Runde (Links folgen unten). Ausgezählt wird in der Studie im Ländervergleich, wie viele alte und sehr alte Patienten in Krankenhäusern mechanisch beatmet werden. Das Ergebnis: Deutschland und die USA liegen da ganz weit vorn. Genau gesagt: Jeder zehnte Deutsche stirbt am Beatmungsgerät.
Nun ist eine solche Studie an sich ja eher eine Zusammenstellung und ein Vergleich von statistischem Material. Und tatsächlich kommt diese auch Studie zum Ergebnis, dass die Unterschiede zwischen den Ländern eklatant sind. Aber: Diese Studie fällt eben auch mitten in die Krankenhausreform, und die Berichte in den Medien über diese Studie weisen darauf hin, dass in Deutschland viele bis sehr viele alte Menschen nicht mehr friedlich zuhause sterben (können) und dass die Beatmung den Kliniken viel Geld bringt. Der Kausalzusammenhang wird nahegelegt – und nur manchmal relativiert: Möglicherweise, so ein anderer Begründungsversuch, der nicht in Geldgeschäften landen will, leiden in Deutschland ja auch mehr Menschen unter den Folgen des Rauchens.
Aber ja: Es wird stimmen, die Beatmung von Menschen bringt den Krankenhäusern Geld (übrigens vor, während und nach Corona mit kaum geänderter Patientenanzahl). Und ja: Es ist schlimm, dass das Sterben an Würde und vor allem an der Vertrautheit des Zuhauses verliert. Die Beatmungsmaschinen tragen daran aber wohl kaum die Schuld. Mit Sicherheit wird kein Sterbender ursächlich den Beatmungsgeräten und den Krankenhäusern überlassen, um den Kliniken Geld zu verschaffen. Und mit Sicherheit liegt das Problem des Sterbens am Beatmungsgerät ganz woanders: Wir können den Tod nicht zulassen. Auch weil in den Familien weder Platz, Zeit, noch Möglichkeit vorhanden sind, die Eltern, Großeltern, Urgroßeltern – oder die Unverheirateten, die Witwer und die Singles zuhause im Sterben zu begleiten. Die Krankenhausstruktur ersetzt ja das, was gar nicht mehr vorhanden ist: die Familie, die Zeit hätte, den Sterbenden über Tage des Sterbens hinweg zu begleiten. Die schlimmste Wahrheit ist bestimmt: Da ist keine Zeit mehr und kein Raum für den Tod - außer im Krankenhaus.
Ja, es ist richtig, dass es nicht richtig ist, das Sterben ans Beatmungsgerät zu legen. Aber es ist auch richtig, dass es höchst seltsam ist, wie unisono gerade jetzt die Presse gerade dieses Lied singt, wo die Krankenhausreform des Bundesgesundheitsministers dringend selbst eines Beatmungsgerätes bedürfte.
FAZ, 14.06.2024:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/studie-jeder-zehnte-in-deutschland-stirbt-beatmet-im-krankenhaus-19788047.html
Xylit oder Birkenzucker wird gerne als Alternative zum Zucker gepriesen, verliert aber gerade auch seinen guten Ruf. Einer Studie zufolge kann er zu Herzproblemen und Schlaganfällen beitragen. Hier die aktuellen Links:
RND fragt nach der Studie und nach den Alternativen. 12.06.2024:
https://www.rnd.de/gesundheit/xylit-wie-gefaehrlich-ist-die-zucker-alternative-TNHKFTYEOZG4PE2QYZ2RD43R5Y.html
Focus, 13.06.2024:
https://www.focus.de/experts/von-wegen-gesundes-xylit-infarkt-und-schlaganfall-drohen-studie-zeigt-dass-birkenzucker-dem-koerper-eher-schadet_id_260029365.html
Rheinische Post, 12.06.2024:
https://rp-online.de/leben/gesundheit/charite-studie-das-toedliche-risiko-von-suessungsmittel-xylit-v2_aid-114099521
Bild, 12.06.2024:
https://www.bild.de/leben-wissen/zucker-ersatz-xylit-kann-herzprobleme-und-schlaganfall-verursachen-66696647280c0f5a5ed54d3e
Am 17. Juni ist der Tag der Intensivmedizin. Die Süddeutsche Zeitung weist zu diesem Anlass daraufhin, dass es nicht immer sinnvoll ist, den Besuch von Kindern bei Intensivpatienten auszuschließen. Das könne im Gegenteil für die Kinder auch größere Sorge bedeuten. Die Gefahr aber, dass durch Kinder das Infektionsrisiko erhöht sei, verneint der Artikel. 11.06.2024:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/medizin-kinderbesuche-auf-intensivstationen-nicht-ausschliessen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240611-99-349753
Auch der MDR nimmt sich des Themas an, 11.06.2024:
https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesundheit/Divi-empfiehlt-Kinderbesuche-auf-Intensivstationen-nicht-ausschliessen-100.html
Infos der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin (DIVI) zum Thema finden Sie hier:
https://www.divi.de/empfehlungen/publikationen/kinder-und-jugendmedizin
Der Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht einen Gast-Kommentar von Frauke Rostalski über die Notwendigkeit der parlamentarischen Aufarbeitung des Umgangs in und mit der Corona-Pandemie. Anlass für den Kommentar ist ein Prozess in Köln, der sich mit den Betreibern einer Webseite auseinandersetzt, die öffentlich zugängliche Zitate gesammelt hatte, in denen Impfgegner diffamiert wurden. Absoluter Lesetipp. Online erschien der Kommentar am 06.06.2024, in der Papier-Ausgabe ist er am 10.06.2024 auf Seite 2 zu finden :
https://www.ksta.de/politik/koelner-prozess-ist-eine-feindesliste-mit-impfbefuerwortern-eine-straftat-805676
Kinder, Kirche, Küche – aus dieser Alliteration hatten die Frauen sich befreien wollen. Lange schon. Diese Befreiung ist ihnen offensichtlich nicht, mindestens aber nicht vollständig gelungen. Einziger Erfolg: Die Hausfrau ist gegenwärtig vollständig diffamiert. Wer angibt, Nur-Hausfrau zu sein, erntet allenfalls Mitleid. Zu Recht – denn eine Rente reicht längst nicht mehr für zwei Personen. Und ein Partner längst nicht mehr fürs Leben. Die Erinnerung aber an die Zeiten, in denen die Hausfrau im Wortsinn die Frau des Hauses, also die Hausherrin war, ist nicht nur verblasst, sie ist vor allem entwertet. Einerlei, ob Frau des Hauses, Hausfrau oder Hausherrin – in all diesen Vergangenheitsformen kann ja nur Unterdrückung liegen. Die Unterdrücker sind auch namentlich bekannt: Sie sind die Hausherren, die Väter, die Patriarchen – und am Ende sogar alle Männer. So einfach scheint die Wirklichkeit der Vergangenheit zu sein.
Die Nur-Hausfrau ist also längst ausgestorben oder sie vegetiert und putzt undercover in heimischer Küche heimlich vor sich hin. Oder: Sie bloggt, was das Zeug hält, in der Absicht das Nötige mit dem Nützlichen zu vereinen. Stattdessen bemüht sich die Nichthausfrau der Gegenwart darum, ein beruflich selbstständiges Leben zu führen und die Hausarbeit, die tatsächlich immer schon mehr war, als nur die Arbeit im Haus, irgendwie so nebenbei zu bewältigen, dass sie auch noch Zeit hat für Mann, Frau, Hund und Kind. Für Mutter und Vater und möglicherweise deren Pflege. (Die Hausarbeit der Männer ist seit Jahrzehnten immer ein journalistisches und statistisches Schmankerl. Aber ja: Sie findet statt)
Für all die Hausarbeit gibt es seit den 90er-Jahren einen neuen Begriff: Care-Arbeit. Wer die leistet, leistet gesamtgesellschaftlich betrachtet, wichtige Arbeit. Leider immer noch unentgeltlich – und leider sind es immer noch zumeist die Frauen, die dergestalt wichtig sind. So die Klage, die öffentlich und allgegenwärtig ist. Schön ist: Auch die Care-Arbeit beginnt mit K. So sind wir also fast schon wieder bei „Kinder, Kirche, Küche“. Nur die Kirche ist unterwegs verloren gegangen. Was irgendwie auch schade ist. Denn sie ist es, die die Care-Arbeit einstens in den Mittelpunkt stellte. Der „Charitasverband für das katholische Deutschland“ wurde am 9. November 1897 gegründet, so die Auskunft auf Wikipedia.
https://de.wikipedia.org/wiki/Care-Arbeit
Okay, ich gebe zu: Das sieht jetzt alles sehr weit hergeholt aus. Denn dem Charitas-Verband ging es ja ursprünglich gar nicht um Kinder, Kirche und Küche, sondern um die Armen. Beziehungsweise um die Nächstenliebe.
Trotzdem zurück zur Care-Arbeit. Deren Ursprung ja eigentlich die lateinische Caritas ist. Nächstenliebe. Tatsächlich überkommt sie uns aber in den 90er-Jahren unmittelbar aus dem englischen Sprachraum. Und nicht nur das, sie schloss sich von da aus feministischen Theorien an. Schöner ist’s wörtlich im Zitat von Wikipedia:
Die Kirchenzeitung des Bistums Münster „kirche+leben“ hat sich als Themenwoche die Berichterstattung über Spitzenmedizin in katholischen Krankenhäusern vorgenommen. Hier die ersten vier Artikel (weitere Artikel verlinke ich ggf. dann laufend):
03.06.2024, Folge 1:
„Neue Lebensqualität dank Chip im Kopf – Seltene OP auch in Hamm“
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/neue-lebensqualitaet-dank-chip-im-kopf-seltene-op-auch-in-hamm
04.06.2024, Folge 2:
„Drohnen statt Taxis – so will die Franziskus-Stiftung Krebs-OPs verkürzen“
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/drohnen-transport-operationen-gewebeproben-franziskus-stiftung-muenster
05.06.2024, Folge 3:
„Gronau: Wie Roboter ,DaVinci’ bei der Prostata-OP hilft“
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/antonius-hospital-gronau-prostata-operation-da-vinci-roboter
06.06.2024, Folge 4:
„Marien-Hospital Marl: Wenn es „ans Herz“ geht, zählt Vertrauen besonders“
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/marienkrankenhaus-marl-herzinfarkt-diagnose-behandlung-elektrophysiologie
Dass der Herzinfarkt bei Frauen andere Symptome zeigt als bei Männern, ist das Standardbeispiel: In der Medizin ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern eben doch größer. Seit Jahren weisen Mediziner darauf hin. Das Stichwort: Gendermedizin.
Hier ein paar aktuelle Links:
Der NDR veröffentlicht am 03.05.2024 unter der Rubrik ARD1gesund zwei Web-Seiten mit langem, gut gegliedertem Text und Filmbeiträgen. Die beiden Seiten unterscheiden sich vom Aufbau, haben aber eine ziemlich große Schnittmenge:
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Herzinfarkt-bei-Frauen-Symptome-anders-als-bei-Maennern-,frauenherzen100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=NDR.de
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Herzinfarkt-bei-Frauen-Symptome-anders-als-bei-Maennern-,frauenherzen100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=NDR.de
Churchill glaubte bekanntlich nur an die Statistik, die er selbst gefälscht hätte. Ich will mich zwar nicht mit Churchill messen, aber glaube: Man muss die Statistik gar nicht fälschen, um Aussagen zu treffen, die einem gerade gut in die Absicht passen. Oder drastischer: Auch mit ungefälschter Statistik kann man ohne Zweifel ziemlichen Unfug daherreden.
Oder was denken Sie, wenn Sie lesen:
„Kinder älterer Mütter sind offenbar besser in Mathe“
Diese Überschrift stammt aus der ZEIT, und gewiss hatte der ZEIT-Internet-Setzer bei dieser Nachricht das zwingende Bedürfnis, gleich mit anzugeben, wer diese Statistik nicht gefälscht hat: Es ist das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Wenn Sie bei diesem Institut in den Pressemitteilungen nachschlagen, müssen Sie auch noch erkennen, dass die Bearbeitung in der ZEIT tatsächlich redlicher mit den Faktoren Wahrheit und Wirklichkeit umgeht. Das Bundesinstitut nämlich titelt:
„Kinder von älteren Müttern sind besser in Mathe und sozial kompetenter“
Entweder sie haben versucht, ein Krebsgeschwür aus seinem Kopf zu schneiden – oder sie haben sich nach seinem Tod Kenntnisse über den Krebs aneignen wollen. Ein 4000 Jahre alter Schädel gibt Anlass zu Vermutungen und Erkenntnissen über den medizinischen Kenntnisstand der alten Ägypter.
SWR, 06.06.2024:
https://www.swr.de/wissen/aegypten-aelteste-krebs-operation-vor-ueber-4000-jahren-100.html
Geo, 03.06.2024:
https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/sensationsfund--alte-aegypter-versuchten--krebsgeschwuere-zu-entfernen-34754920.html
Spiegel, 30.05.2024:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/archaeologie-bahnbrechender-fund-aerzte-versuchten-vor-4000-jahren-krebsgeschwuer-zu-entfernen-a-cf00486a-2004-4ffa-9956-10140b158aaf
Damals.de, 29.05.2024:
https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/krebsbehandlung-im-alten-aegypten/
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