Viele werden es geahnt haben, manche längst gewusst: Das kann nicht gut sein, wenn man seine Essgewohnheiten nur streng nach Lehre – welche auch immer gerade angesagt und „richtig“ ist – ausrichtet. Ist es auch nicht, die dazugehörige Krankheit hat auch einen Namen. Wer an Orthorexie erkrankt ist, dem ist das Essen sozusagen zur Zwangsform geworden. Längst ist die Krankheit noch nicht vollständig erforscht. National Geographic trägt zusammen, was bekannt ist. Und am Ende läuft alles, auch das werden viele geahnt und manche gewusst haben, darauf hinaus: Die Mittelmeerküche ist gesund und empfehlenswert. 05.11.2024:
https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2024/11/diagnose-orthorexie-krank-durch-gesunde-ernaehrung?utm_source=pocket-newtab-de-de
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
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Umfragen, Ausbildung und Studium, Hausbesuche, Fallpauschale, Notfallpraxen, Studien, Pflegenotstand, Psychotherapie, Ärztemangel, Weiterbildung, Krankenhäuser, Krankenkassen, Impfungen, GBA, IGeL, ApothekenAntibiotika aus der Ostsee? Das Mikrobiom des Seegrases produziert antibakterielle Wirkstoffe – und die könnten, so die Hoffnung, auch gegen resistente Erreger eingesetzt werden. Das Magazin Scinexx berichtet am 31. Oktober 2024 über die Forschung im Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel:
https://www.scinexx.de/news/biowissen/ostsee-seegras-als-antibiotika-lieferant/
Das Forscherteam selbst berichtet auf Geomar.de am 29.10.2024:
https://www.geomar.de/news/article/mikrobengemeinschaften-auf-seegraesern-reduzieren-krankheitserreger
Dass Seegras gesund und von vielerlei Nutzen ist, ist hingegen eine Erkenntnis, die vielleicht fast so alt ist wie die Menschheit. Algen als Superfood liegen zwar in unseren Breitengraden erst seit wenigen Jahrzehnten auf dem Tisch, die Japaner servieren bestimmte Algensorgen seit Jahrhunderten. Mineralien, Vitamine, Ballaststoffe in großer Menge, dazu die vorbeugende Wirkung gegen Krebs – die Algen sollen für ein langes Leben sorgen.
Eine Webseite aus der Schweiz, die sich Gesundheitsthemen widmet, hält die Braunalge für einen Geheimtipp und zählt die ihr nachgesagten gesundheitlichen Wirkungen auf. Der Artikel ist vom 30.09.2021:
https://www.doktorstutz.ch/so-gesund-ist-seegras/?srsltid=AfmBOorQF9y43FuAR9r3U_ABUyyzWW1u_zqCmlyNEptYTZkLlV4TNYCe
Und der Deutschlandfunk setzte am 17.10.2011 seine Hoffnungen auf eine Forscherin, die in einem Seegras ein Molekül gefunden hatte, das die Grundlage für ein neues Malaria-Mittel bilden sollte:
https://www.deutschlandfunk.de/medizin-aus-der-tiefe-100.html
Interessante Doku auf Arte: Viren sind überall. Manchmal nützlich, manchmal gefährlich – und manchmal ist es der Mensch, der die Gefahr dadurch vergrößert, dass er Gleichgewichte aushebelt. Der Titel der Sendung „Viren in uns“ ist dabei nicht ganz passend: Es geht um Viren im Meer und um Viren im Menschen. Zum Beispiel. Thema ist das Vorkommen der Viren nicht nur in uns, sondern auch überall um uns herum. Und: Die Corona-Pandemie ist nicht Mittelpunkt der Sendung, auch wenn die Doku im Jahr 2021 entstanden ist. Bis zum 31.01.2025 ist das Video noch in der Mediathek zu sehen. Und sie ist – inhaltlich weit über Corona hinaus – sehenswert.
https://www.arte.tv/de/videos/100817-000-A/das-virus-in-uns/
Der NDR hat eine Doku über die Krankenhausversorgung in Norddeutschland, die möglichen Folgen der Krankenhausreform, die Sorgen der Menschen vor Ort und die Lage des Krankenhauses in Varel gesendet. Zu sehen ist die Sendung mit dem Titel "Hilfe mein Krankenhaus stirbt! Was bringt die Reform?" noch in der Mediathek, sie dauert etwa 45 Minuten:
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM0ODMzNl9nYW56ZVNlbmR1bmc
Die NRW-Krankenhausreform ist verschoben. Bericht beim WDR, 31.10.2024.
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/krankenhaus-reform-wird-verschoben-laumann-100.html
und in der Rheinischen Post, hinter Bezahlschranke, 31.10.2024:
https://rp-online.de/nrw/panorama/nrw-verschiebt-krankenhaus-reform_aid-120644851
Um die telefonische Krankschreibung ist Streit entstanden. Seit Corona können sich Patienten bei ihrem Hausarzt bis zu fünf Tage krankschreiben lassen, ohne in der Praxis gewesen zu sein. Arbeitgeber sehen darin nun den Grund für hohe Krankenstände. Hier die Nachrichten:
Der MDR berichtet am 29.10.2024 hier und verlinkt auch zu mehreren Videos zum Thema:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/telefonische-krankschreibung-krankenstand-100.html
Die Tagesschau hat ihren Beitrag am 28.10.2024 veröffentlicht:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/hausaerzte-krankschreibung-102.html
Der SWR fragt am 28.10.2024 „Telefonische Krankschreibung: Fluch oder Segen“
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/telefonische-krankschreibung-kritik-politik-aerzte-widersprechen-bad-mergentheim-neckarsulm-100.html
Die FAZ am 28.10.2024:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/telefonische-krankschreibung-aerzte-lehnen-arbeitgeber-forderungen-ab-110074378.html
In Heidelberg ist es möglich, ein Medizinstudium zu beginnen ohne die 1,0 im Abi. Wie das? Das Schlüsselkürzel heißt IKM. Aufgeschlüsselt: Internationale Kompetenzen Medizin. Dies ist ein Test, in dem die sozialen Kompetenzen der Medizinstudium-Aspiranten beurteilt werden. Allerdings: Fürs vorige Semester gab es für den Text 800 Bewerber, 45 wurden eingeladen, 15 genommen.
Julia Schulte berichtet in der Rhein-Neckar-Zeitung am 28.10.2024:
https://www.rnz.de/region/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Auch-ohne-10er-Abi-zum-Medizin-Studium-_arid,1429657.html#google_vignette
Begonnen hat die Universität Heidelberg mit diesem Verfahren im Winter 2022. Hier ein Bericht aus ZM online, 21.12.2022:
https://www.zm-online.de/news/detail/medizinstudium-schauspieler-testen-sozial-kommunikative-kompetenzen
„Hamburg bekommt virtuelles Krankenhaus – so funktioniert es“ – so lautet die Überschrift bei t-online, die vielleicht in die Zukunft weist, die nächstes Jahr schon beginnt. Die aber auch mehr Zukunft suggeriert, als gemeint ist. Gemeint ist: Patienten aus Pflegeeinrichtungen, die ins Krankenhaus müssen, sollen dort auch erstversorgt werden. Zur weiteren Pflege aber sollen sie ins Pflegeheim zurückgebracht werden – und per Telemedizin betreut werden. Der Bericht vom 25.10.2024 findet sich hier:
https://www.t-online.de/region/hamburg/id_100517576/asklepios-klinik-hamburg-virtuelle-krankenhausstation-geplant.html
Die Ärzte-Zeitung formuliert vorsichtiger: „Asklepios testet virtuelle Klinikstationen“. 25.10.2024:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Asklepios-testet-virtuelle-Klinikstationen-453876.html
Kokain gegen Schmerzen, Quecksilber gegen Syphilis. Und Theriak für oder gegen alles Mögliche. Wer in der Geschichte der Medizin sich nur ein wenig umgelesen hat, dem sind diese Anwendungen geläufig – oder zumindest schon mal vor die Augen gekommen. Mehr davon hat Geo in einem Artikel gesammelt – und für den Leser schön aufbereitet. 21.10.2024:
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/kuriose-heilmittel-in-deutschen-apotheken-35145782.html?utm_source=pocket-newtab-de-de
Wahrscheinlich würden Sie nicht unbedingt einen Zusammenhang zwischen einem Ziegenmelker und der Medizin suchen. Es sei denn, sie wohnen in oder um Tübingen herum. Dann nämlich wissen Sie: Der Ziegenmelker ist erstens selten geworden und zweitens ist eines dieser seltenen Exemplare an der Uniklinik beheimatet. Das hat lange den Erweiterungsbau der Uniklinik verhindert. Nun aber ist der Ziegenmelker verschwunden, nach neun Jahren, niemand kann sagen, wohin. Vielleicht ist er einfach auch nur eines natürlichen Todes gestorben.
Bericht im Reutlinger General-Anzeiger, 23.10.2024:
https://www.gea.de/neckar-alb_artikel,-ziegenmelker-ist-weg-weg-f%C3%BCr-anbau-der-t%C3%BCbinger-uniklinik-ist-frei-_arid,6960469.html
Verschwunden war der Ziegenmelker aber schon eine ganze Weile. Der SWR berichtete am 10.05.2024:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/gefaehrdeter-vogel-stoppt-klinik-neubau-eventuell-doch-nicht-100.html
Wer online ein Spiegel-Abo hat, kann sich auch hier informieren, 07.09.2024:
https://www.spiegel.de/panorama/boris-palmer-ziegenmelker-verhindert-geplante-erweiterung-der-uniklinik-in-tuebingen-a-fb8a363b-d7e8-49d5-8349-a5c6218008f5
Wer übrigens glaubt, dass der Ziegenmelker keineswegs Ziegen melkt, liegt ganz gewiss richtig. Doch seinen Namen hat er trotzdem genau aus diesem Grund. Die Römer nahmen an, dass der Ziegenmelker nachts in den Ställen Ziegen melkt, deren Euter dann verderben. Und erblinden würden sie noch obendrein. Das erfährt man in „Eulbergs tönende Tierwelt“ auf Spektrum.de vom 15.07.2024. Das Wort tönend müssen Sie sogar wörtlich nehmen. Sie haben dort mehrere O-Töne des Ziegenmelkers gesammelt. Hören lohnt sich, denn danach ist es gewiss leicht, einen Ziegenmelker nach seinen Gesängen zu identifizieren:
https://www.spektrum.de/kolumne/eulbergs-toenende-tierwelt-der-ziegenmelker/2223036
In Köln ist ein 33 Jahre alter Patient in Isolation, bei dem eine neue Variante des MPox-Virus (früher Affenpocken) nachgewiesen wurde. Das RKI gehe nicht von einer größeren Gefährdung oder Ansteckungsgefahr aus, wenngleich diese Variante ansteckender sein soll als frühere Formen.
Tagesschau, 22.10.2024:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/erster-mpox-fall-deutschland-rki-100.htm
Spiegel, 22.10.2024:
https://www.spiegel.de/gesundheit/erster-fall-von-neuer-mpox-variante-in-deutschland-a-cd37e76c-f280-414a-bc9b-88d003526b96
Ausführlich mit Hintergrund und Statistik berichtet der WDR am 22.10.2024:
https://www1.wdr.de/nachrichten/deutschlandweit-erster-mpox-fall-der-neuen-variante-in-koeln-bestaetigt-100.html
Sechs Monate alt - aber zweifelsfrei noch immer und wahrscheinlich länger noch aktuell, ARD/NDR, 25.04.2024, in der ARD-Mediathek:
https://www.ardmediathek.de/video/extra-3/sprechstunden-blues-hausarzt-not-in-deutschland/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS9iMzgyNWZlNS0yNzg0LTQyZmYtOWNjNi0wZmFlMzVhMWUzMDE
Auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=3hxeu-UDJQQ
Fünf Ärzte aus dem Bereich der KV Westfalen-Lippe werben seit einem Jahr unter dem Titel „Praxisstart“ für Nachwuchs in ihrem Beruf als Hausarzt. Offenbar mit Erfolg, die KV Westfalen-Lippe berichtet hier, 21.10.2024:
https://www.kvwl.de/pressemitteilungen/detail/nachricht-365-tage-praxisstart-neuaufgelegte-kampagne-sorgt-fuer-aerztlichen-nachwuchs
Antenne Unna nimmt das Thema kurz, aber gern hier auf, 21.10.2024:
https://www.antenneunna.de/artikel/kreis-unna-erfolgreiche-nachwuchskampagne-der-kasssenaertzte-2136487.html
Radio RST etwas ausführlicher, 21.10.2024:
https://www.radiorst.de/artikel/praxisstart-erfolgreiches-projekt-gegen-den-hausarztmangel-2136543.html
Das Ärzteblatt berichtet ebenfalls am 21.10.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/155124/Nachwuchskampagne-in-Westfalen-Lippe-kommt-an?googlenews=1
Auch die KV Sachsen setzt sich für mehr Nachwuchs bei den Hausärzten ein – und rührt die Werbetrommel. Der Name der Kampagne: „Praxen für Sachsen“. Die Pressemitteilung der KV Sachsen ist vom 16.09.2024:
https://www.kvsachsen.de/medienservice/medieninformationen/praxen-fuer-sachsen-kampagne-zur-hausaerztegewinnung-startet
Kommt der Bundesgesundheitsminister in eine Apotheke – mit diesen Worten könnte die Geschichte beginnen, die Katharina Braun für Apotheke adhoc (19.10.2024) geschrieben hat. Und nein, kein Witz. Und auch kein Pferd, das vor der Apotheke ... Der Bundesgesundheitsminister, so die Begebenheit, die hier erzählt wird, wollte sich, sozusagen im Vorbeigehen, in einer Apotheke impfen lassen. Aber ganz so einfach ist das eben nicht. Immerhin ist er der Bundesgesundheitsminister und sein Erscheinen erregt Aufsehen. Wie Karl Lauterbach letztlich wieder zum Rückzug angesetzt hat, lesen Sie hier:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/warum-sich-lauterbach-nicht-in-der-apotheke-impfen-liess/
PS: Falls auch Sie überlegen, wie hoch der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte ist: Lesen Sie sie einfach als Anekdote. Manchmal kommt es ja nur darauf an, das Körnchen Wahrheit zu finden.
Wenn Sie weiterhin wissen wollen, wo und wie sich der Bundesgesundheitsminister stattdessen impfen ließ, müssen Sie sich der Rhein-Neckar-Zeitung vom 21.10.2024 zuwenden:
https://www.rnz.de/ratgeber_artikel,-Grippesaison-Zeit-fuer-die-Grippe-Impfung-_arid,1424821.html
Auf die Johannesstift-Diakonie, die Krankenhäuser in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen betreibt, ist am 13.10.2024 ein Cyberangriff erfolgt. Alle Server seien verschlüsselt, ein Großteil der IT-Systeme ausgefallen. Die Johannesstift-Diakonie informiert hier auf ihrer Webseite:
https://www.johannesstift-diakonie.de/cyberangriff
Die Nachricht bei rbb24, 13.10.2024:
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/10/cyberangriff-johannesstift-diakonie.html
Die Mitteldeutsche Zeitung informiert am 13.10.2024 über die Auswirkungen auf das Paul-Gerhard-Stift in Wittenberg:
https://www.mz.de/lokal/wittenberg/johannesstift-diakonie-ist-opfer-eines-cyberangriffs-3931738
t-online berichtet am 13.10.2024 über die Auswirkungen auf Einrichtungen in Berlin:
https://www.t-online.de/region/berlin/id_100508982/berlin-cyber-attacke-auf-krankenhausbetreiber-johannesstift-diakonie.html
In diesem Wintersemester beginnt in Münster ein neuer Studiengang mit dem Namen „Spiritual Care“. Ziel ist es, die spirituelle Seite des Menschen – gemeint ist die ganze Bandbreite von Religionen und Weltanschauungen – in die Heilungsprozesse einzubeziehen. Die Absolventen dieses Studienganges sollen in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens arbeiten können. Laut Rheinischer Post, die am 13.10.2024 über außergewöhnliche Studiengänge in NRW berichtet,
https://rp-online.de/nrw/panorama/fuenf-ungewoehnliche-studiengaenge-in-nrw_aid-120036763, beginnen jetzt im Wintersemester vier Studenten. 16 Studienplätze seien künftig geplant.
Die Rheinische Post berichtete auch am 21.05.2024:
https://rp-online.de/nrw/hochschulen/hochschule-niederrhein-und-universitaet-muenster-neue-studiengaenge-zur-gesundheit_aid-112667977
Die Universität Münster informiert hier über den Studiengang:
https://www.uni-muenster.de/EvTheol/studium/abschluesse/spiritualcare/
Neu ist der Gedanke, die Spiritualität in der Medizin zu verankern, keineswegs. Nein, eigentlich ist er sogar uralt – die Medizinmänner und -frauen anderer Zeiten und Welten arbeiteten immer schon innerhalb dieses Zusammenhanges. In Deutschland ist der Gedanke in Forschung und Lehre mindestens seit 2010 verankert. Damals wurde an der Ludwig-Maximilans-Universität in München eine Professur eingerichtet. Ökumenisch besetzt mit den Professoren Eckhard Frick (katholisch) und Traugott Roser (evangelisch).Über den weiteren historischen Verlauf können Sie sich bei Wikipedia informieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritual_Care
Derzeit arbeitet Frick an der Technischen Universität weiter an dem Thema Spiritual Care;
https://spiritualcare.de/
Aktualisierung, Freitag, 11.10.2024: Die Bombe in Köln-Merheim muss kontrolliert gesprengt werden. Dafür wird tonnenweise Sand angefahren. Der Kölner Stadt-Anzeiger informiert im Ticker-Format hier:
https://www.ksta.de/koeln/kalk/merheim/bombe-bei-kliniken-in-koeln-merheim-wird-heute-entschaerft-878036
Aktualisierung: Es wurde eine Zehn-Zentner-Bombe gefunden, die Entschärfung wird Freitag, 11.10.2024, wie geplant stattfinden, die Evakuierung der Krankenhäuser hat begonnen, die Anwohner müssen erst am Freitagmorgen ihre Häuser verlassen. Bericht Kölner Stadt-Anzeiger, 09.10.2024:
https://www.ksta.de/koeln/kalk/merheim/koeln-merheim-bombe-bei-kliniken-gefunden-grosse-evakuierung-geplant-876502
und der WDR berichtet aktuell hier:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/koeln-merheim-bombe-evakuierung-vorbereitung-100.html
Den Kölnern könnte am Freitag, 11.10.2024 die größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg bevorstehen. Heute wird auf dem Gelände des Krankenhauses Merheim nach Blindgängern gesucht. Mehrere Verdachtsmomente ergaben sich bei den Bauplanungen für ein Gesundheitscampus am Krankenhaus Merheim. Die Stadt plant Monaten, die Medien berichten seit Wochen. Betroffen wäre das Klinikum Merheim, die RehaNova-Klinik, die LVR-Klinik Köln, ein Seniorenheim und – je nach Evakuierungsradius – bis zu 5000 Haushalte.
Der WDR berichtet heute über die Vorbereitungen, 09.10.2024:
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/koeln-merheim-bombe-evakuierung-vorbereitung-100.html
Die Rheinische Post berichtet ebenfalls am 09.10.2024:
https://rp-online.de/nrw/staedte/koeln/koeln-merheim-moegliche-evakuierung-wegen-kampfmittel-untersuchungen_aid-119372391
Eine neue Studie besagt, dass der Ursprung des Corona-Virus auf dem Wildtiermarkt in Wuhan liegt. T-online berichtet, dass die Ergebnisse dieser Studie amerikanischer und französischer Forscher darauf hindeuten, dass der Beginn der Pandemie zoonotisch war. Nun stehen also Schleichkatzen, Amurigel, Bambusratten und Marderhunde wieder unter Verdacht. (Alle Links am Ende des Textes.)
So weit, so gut. Überrascht sein wird niemand wirklich – denn alle Möglichkeiten der Herkunft des Coronavirus haben wir jahrelang aus- und durchdiskutiert. Die Ausgangssperre war ja, ganz nebenbei, so etwas wie ein coronares Bildungsprogramm.
Aber in Wirklichkeit und im Rückblick: alles Mythen. Autorin Christiane Braunsdorf weist gleich zu Anfang ihres Textes daraufhin: „Um die Herkunft des Coronavirus ranken sich zahlreiche Mythen. Immer wieder kam die These auf, ein Laborunfall könne die Pandemie ausgelöst haben.“
Schön gesagt. Ja, diese These kam immer wieder auf. Gerne übrigens auch bei t-online, wo genauso gern über das Leben und Sterben der Fledermäuse und Marderhunde auf dem Markt von Wuhan geschrieben und spekuliert wurde. Von Zeit zu Zeit lasen wir dort aber auch gesammelte neue Indizien für den Laborunfall, deren Informationsgehalt durchaus fraglich war. Nils Kögler zum Beispiel berichtete am 14.01.2022 über führende Forscher, die sich sicher waren, dass es kein plausibles Szenario gibt, dass eine natürliche Entstehung des Virus wahrscheinlich mache.
Gut: Wirklich wissen konnte niemand gar nichts. Zwischen geheimen und gemeinen und allgemeinen und ungemeinen Informationen gab es selten sichere Erkenntnisse.
Seit dem 10. September wird sie wieder diskutiert: die Strafgebühr für nicht wahrgenommene Arzttermine. Die Kassenärztliche Vereinigung fordert sie, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach lehnt sie ab. Einige Praxen erheben sie längst schon. Das wiederum ist aufwändig, bürokratisch, rechtlich nicht ganz einfach. Einfach wäre es tatsächlich, wenn zumindest ein Großteil der „Ausfallpatienten“ in den Praxen absagen würde. Hier eine kleine Linkliste, chronologisch rückwärts:
Das ZDF gibt am 29.09.2024 einen Überblick auf die Debatte und hält auch eine Grafik bereit, die die Einschätzung der Praxen wiedergibt, wie groß das Problem der verpassten – und nicht abgemeldeten – Termine im Alltag ist:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/termine-arzt-absagen-strafe-100.html
Das Bremer Regionalmagazin buten un binnen geht am 15.09.2024 auf rechtliche Lage ein: Wann darf überhaupt eine Strafgebühr erhoben werden, wie hoch darf sie sein? Und auch die pragmatische Frage wird angesprochen: Wie erreicht man, dass die Patienten die Termine absagen, die sie nicht einhalten können?
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/ausfallgebuehr-arzttermine-patienten-rechte-100.html
Der BR nimmt das Thema am 13.09.2024 auf. Hier ist von einem Terminausfall bei Fachärzten von bis zu 20 Prozent die Rede. Ohne diese Ausfälle ließe sich die Terminproblematik also deutlich reduzieren.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/arzttermin-geschwaenzt-strafgebuehren-fuer-patienten-sinnvoll,UOEiQ23
Den Fernsehbeitrag des BR finden Sie auf Youtube, mit dem Bericht aus einer Zahnarztpraxis, die längst sich vorbehält, eine Gebühr für versäumte Termine zu nehmen:
https://www.youtube.com/watch?v=7l4T0dCI0T4
Das Krankenhaus in Groß-Gerau, Hessen, hat im März als erstes eine Klage gegen den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eingereicht. Der Wiesbadener Kurier nimmt das Thema aktuell wieder auf und spricht von einer Klagewelle, die auf den Minister zurollt. Klinikgeschäftsführerin Erika Raab fordert beim Landgericht Darmstadt Schadensersatz in Höhe von 1,7 Millionen Euro für die Deckungslücke in 2023. Eingeblockt in den Artikel des Wiesbadener Kuriers ist ein Verweis auf Bayrische Kliniken, die ebenfalls klagen.
Wiesbadener Kurier, 28.09.2024:
https://www.wiesbadener-kurier.de/ratgeber/gesundheit/krankenhaeuser-verklagen-bundesgesundheitsminister-lauterbach-3999680
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