NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Video-Tipp: Warum dem Klinikum in Ludwigshafen keine Mitarbeiter fehlen

Der Beitrag über die Mitarbeiterausbildung im Klinikum Ludwigshafen ist vom 10.09.2024, dauert etwa vier Minuten - und zeigt das Ausbildungskonzept der Klinik, das dazu führt, dass es mehr Bewerber als Plätze gibt:
https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/warum-das-klinikum-ludwigshafen-genug-personal-hat-100.html

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Krankenhausreform in der Diskussion

Heute treffen sich Politiker und Gesundheitsexperten zur Diskussion der Krankenhausreform. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft will die Klinikreform blockieren.

Tagesschau, 09.08.2024:
https://www.tagesschau.de/inland/kliniken-reform-leistungen-krankenhaeuser-100.html

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) unterstützt die Krankenhausgesellschaft. Die Süddeutsche Zeitung berichtet:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/klinikreform-gerlach-fordert-soforthilfen-fuer-krankenhaeuser-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240909-930-227096

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Der BR sucht die Ursachen fürs Krankenhaussterben

Der #Faktenfuchs vom BR ist der Frage nachgegangen, wer schuld ist am Krankenhaussterben. Der Artikel vom 06.09.2024 geht gründlich auf die Finanzierung der Krankenhäuser in den unterschiedlichen Bereichen ein:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/faktenfuchs-wer-ist-schuld-am-krankenhaussterben,UNVakMV

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Psychische Krankheiten nehmen zu - Aktuelle Linkliste

Psychische Krankheiten nehmen zu. Die Berichterstattung auch. Es sieht so aus, als ob diese Zunahme eine Folge der Corona-Pandemie ist. Aber nichts ist so einfach wie es scheint, Zahlen allein sind noch kein Zusammenhang und manchmal scheinen die Zahlen auch widersprüchlich.

Jan Schwenkenbecher begibt sich für Spektrum.de auf Ursachensuche und liefert dabei Zahlen und Grafiken. 06.09.2024:
https://www.spektrum.de/news/warum-ist-der-krankenstand-auf-rekordniveau/2225526

Einen unmittelbaren Zusammenhang von Pandemie und psychischen Erkrankungen legt Dr. Christian Kretschmer nahe. Sein Artikel erscheint auf der Seite der Gelben Liste am 06.09.2024.
https://www.gelbe-liste.de/coronavirus/covid_19_psychische_erkrankungen_impfung

Besonders betroffen von den krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern wegen psychischer Erkrankungen ist die Pflegebranche. Der MDR berichtete am 23.07.2024:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/depression-psychische-erkrankung-arbeitsunfaehig-pflegebranche-fachkraeftemangel-100.html

Die Wirtschaftswoche gab am 18.03.2024 Tipps für Chefs im Umgang mit psychischen Krankheiten von Mitarbeitern:
https://www.wiwo.de/erfolg/management/psychische-erkrankungen-nichts-geht-mehr-so-erkennen-chefs-ob-ihre-mitarbeiter-leiden-/29699806.html

Am 18.07.2024 war die höhere Anzahl von Fehltagen aufgrund psychischer Krankheiten Thema im Ärzteblatt:‘
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153033/Fehltage-durch-psychische-Krankheiten-stark-gestiegen

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Übergangsfristen bei der Krankenhausreform in NRW

An der Krankenhausreform in NRW gibt es immer wieder laute Kritik. Nun hat Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann Übergangsfristen eingeräumt. Der WDR fasst die Lage (und Historie) zusammen, 30.08.2024:
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/krankenhaus-reform-laumann-klinikschliessungen-sauerland-100.html

Einen Tag zuvor hatte das Deutsche Ärzteblatt den Forderungen der Caritas nach Übergangsfristen für die Krankenhausreform in NRW breiten Raum gegeben, 29.08.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153868/Krankenhaustraeger-will-Uebergangsfristen-bei-NRW-Krankenhausreform

Die AOK hat im Juli (18.07.2024) die Krankenhausreform NRW vorgestellt auch als „Blaupause für den Bund“:
https://www.aok.de/pp/rh/nachricht/krankenhausreform-nrw-als-blaupause-fuer-den-bund/

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Vom Schlaf im Doppelbett und der Arbeit im Garten

Wie man sich bettet, so liegt man. Weiß der Volksmund. Honoré de Balzac wusste, dass das Bett das Barometer der Ehe ist. Was auch immer er damit genau sagen wollte. Wir alle, die wir zu zweit im Bett liegen oder lagen, wissen: Es kann schon mal eng werden zu zweit im Bett. Und die Nacht lang.

„Spektrum der Wissenschaft“ weiß unter dem Titel „Schlaflos im Doppelbett“ noch einiges mehr über den Schlaf von Männern, Frauen und Paaren. Autorin Isabell Prophet geht pragmatisch und lesefreundlich allen Fragen nach, die man zum gemeinsamen Schlaf im Bett und zu seinen Störungen so stellen kann. Der Artikel ist vom 28.08.2024:
https://www.spektrum.de/kolumne/partnerschaft-schlaflos-im-doppelbett/2229395?utm_source=pocket-newtab-de-de

Wenn Ihnen nach Lesen dieses Textes mit der Wahrheit und der Erkenntnis der Sachverhalte nicht geholfen ist im Kampf gegen Ihre eigene Schlaflosigkeit, kommen Sie vielleicht mit der Lösung weiter, die bei t-online nahelegt: Gartenarbeit hilft bei Schlaflosgkeit mehr als Sport, so die Erkenntnis einer Studie, 23.08.2024:
https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_100473666/schlafprobleme-dieses-hobby-hilft-besser-als-sport.html

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Staatsmedizin oder Vorsorge? "Gesundes-Herz-Gesetz" stößt auf

Mehr Früherkennungsprogramme, bessere Therapien, strukturiertere Behandlungsprogramme: Das Herz-Gesundheits-Gesetz, das Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf den Weg gebracht hat und das das Bundeskabinett am 28. August beschlossen hat, hat sich viel vorgenommen. Deutschland habe zu viele Herztote, lautet die Begründung. Die Krankenkassen hingegen würden das Gesetz lieber einstampfen: zu hohe Kosten generieren vor allem höhere Krankenkassenbeiträge, so eines ihrer Argumente.

Das ganze Szenario läuft auf der Schiene: Wie viel Vor- und Fürsorge kann, soll oder muss der Staat leisten – und ab wann wird aus der Vorsorge Bevormundung oder gar Entmündigung. Noch ist im Gesetz nichts als Vorschrift gesetzt. Noch also sind wir weit entfernt von der Bevormundung. Oder sind wir doch schon am Anfang einer Zeitenwende? Die AOK zumindest spricht schon von „Staatsmedizin mit fragwürdiger Evidenz“ (Link unten).

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Ermittlungen in Rosenheim

In den RoMed-Kliniken soll es zwischen 2020 und 2023 zu Behandlungsfehlern bei Geburten gekommen sein. Im Raum steht der Verdacht auf eine fahrlässige Tötung und elf fahrlässigen Körperverletzungen. Der BR berichtet am 28.08.2024:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/durchsuchungen-bei-rosenheimer-romed-kliniken,UMkrnyp

Hinter Bezahlschranke berichtet auch OVB online am 28.08.2024:
https://www.ovb-online.de/rosenheim/wasserburg/wasserburg-behandlungsfehler-auf-geburtenstation-ermittlungen-gegen-ex-chefaerztin-der-klinik-wasserburg-93266171.html

Radio Charivari veröffentlicht eine kurze Nachricht am 28.08.2024:
https://radio-charivari.de/nachrichten-aus-rosenheim-und-der-region/vorwuerfe-zu-behandlungsfehlern-bei-entbindungen-in-wasserburg-romed-klinikverbund-aeussert-sich

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Der SWR nimmt den Bundesklinikatlas in den Blick

Der SWR stellt den Bundesklinikatlas vor und auch die kritischen Stimmen kommen zur Sprache.Der aktuelle Fernsehbeitrag dauert etwa 5 Minuten, 27.08.2024:
https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/gutzuwissen/mehr-informationen-fuer-krankenhaus-patienten-bundesklinikatlas-100.html

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Von "Morbus Mohl" zur "Cyberchondrie"

Es ist schon eine ganze Weile her. Wir, zwei junge Journalistinnen in Ausbildung und nach irgendwo aufwärts strebend, saßen erschöpft beim Kaffee und referierten uns gegenseitig unsere Symptome. Wir wussten, dass es der Stress ist, der uns dann und wann zittern oder frieren ließ. Überarbeitung, Anspannung. Aber das Internet war neu, tief und abgründig – und wir haben, nur zum Spaß, unsere Symptome gegoogelt. Das Ergebnis war ganz eindeutig: Wir hatten Tollwut. Alle beide.

Glücklicherweise hatten wir auch noch einen Rest von Verstand. Und waren amüsiert. Tollwut. Wunderbar. Den Artikel über das Thema Tollwut beim Menschen haben wir uns dann, verständlicherweise, geschenkt.

Nun sind die Hinter-, Ab- und Vordergründe im Internet nicht nur gewachsen. Sie haben an Tiefe und Inhalt gewonnen – und an Perspektive. Die Information über alles und jedes ist für viele nicht nur Lebensinhalt, sondern zugleich Lebensunterhalt.

Und ganz sicher würden heute, wenn ich all die Symptome von damals googeln würde, ganz andere Ergebnisse herauskommen als damals. Der Blickwinkel hat sich nämlich auch verändert. Nicht Tollwut hätte ich. Sondern entweder einen Burnout, eine Phobie oder irgendeine psychische Störung. Die Psyche – vor allem die kranke Psyche – ist der Dreh- und Angelpunkt, über den medial gerne kommuniziert wird. Das liegt an Vielem: An der Zunahme psychischer Erkrankungen, an den Veränderungen in der Gesellschaft – und vor allem aber: Über die Psyche kann jeder mitreden. Über die Tollwut eher nicht.

Und deswegen gibt es jetzt für das Verhalten, das uns zwei jungen Frauen fast an unsere Tollwuterkrankung hätte glauben lassen, einen neuen Namen. Cyberchondrie heißt die Krankheit, die vom Hypochonder abgeleitet ist. Oder Morbus Google. Und ja: Das Ganze ist pathologisch – und auch der „eingebildete Kranke“ war immer schon krank. Wenngleich ganz anders als in seiner Wahrnehmung.

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Die ePA und der "Informationsbedarf"

„Die elektronische Patientenakte kann nicht viel, das wird sich auch Anfang 2025 nicht ändern.“ So geschrieben als Einleitungssatz eines Artikels auf heise.de. Marie-Claire Koch hat mit der Vorständin der KV Niedersachsen über die Erwartungen der Ärzte gesprochen. Und ja: Die „Vorständin“ ist aufgestiegen: Sie steht längst im Duden.

Das ausgesprochen lange Interview, 24.08.2024, finden Sie hier:
https://www.heise.de/hintergrund/Interview-Plaene-fuer-die-elektronische-Patientenakte-fuer-alle-sind-sportlich-9845935.html

Der Info-Artikel auf heise.de zur Einführung der elektronischen Patientenakte ist ebenfalls von Marie-Claire Koch, 26.08.2024:
https://www.heise.de/news/ePA-3-0-Krankenkassen-informieren-ueber-elektronische-Patientenakte-fuer-alle-9846986.html

Bei kma online (Thieme) heißt es deutlich in der Überschrift: „Ein Fünftel der Deutschen lehnt ePa ab“. 26.08.2024:
https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/ein-fuenftel-der-deutschen-lehnt-elektronische-patientenakte-ab-52469

Vorsichtiger titelt das Ärzteblatt: „Informationsbedarf zur Patientenakte weiterhin hoch“. 23.07.2024:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153762/Informationsbedarf-zur-elektronischen-Patientenakte-weiterhin-hoch

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Der tödliche Unterschied - Dokureihe im BR

Der BR geht dem kleinen Unterschied nach, der tatsächlich gar nicht so klein ist. Schon gar nicht in der Medizin. Die Doku-Reihe heißt: Der tödliche Unterschied. Bisher gibt es zwei Folgen:

Die Folge vom 27.08.2024 können Sie hier sehen:
https://www.ardmediathek.de/video/gesundheit/der-toedliche-unterschied-warum-geschlechterklischees-krank-machen/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC80MDM2MDEwMTI4MTNfRjIwMjNXTzAxNzE3MEEw

Die erste Folge lief am 20.08.2024:
https://www.ardmediathek.de/video/gesundheit/der-toedliche-unterschied-wie-frauen-und-maenner-falsch-behandelt-werden/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC80MDM2MDEwMDY4MTNfRjIwMjNXTzAxNzE2NEEw

Im MDR ist die dreiteilige Dokumentation in 2023 gelaufen, daher findet sich in der Mediathek der ARD auch der Link zum dritten Teil:
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9iNmQ4ZjY3NS0zN2RkLTRiMjktYWJhOC1lODU1YmQyYWNiNDU

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Neue und alte Wege im Kampf gegen Krankenhauskeime

Der Bücherskorpion und die Landkarten-Kegelschnecke – sie könnten dem Reich der Fantasie entsprungen sein. Tatsächlich aber haben sie, genauer gesagt ihr Gift, fantastische Fähigkeiten. Während das Gift des Bücherskorpions gerade Furore macht als mögliche Waffe im Kampf gegen Krankenhauskeime, könnte das Gift der Landkarten-Kegelschnecke aufgrund seiner Ähnlichkeit mit menschlichen Hormonen bei Diabetes und Hormonstörungen zum Einsatz kommen.

Der MDR berichtet am 21.08.2024 über beide Möglichkeiten:
https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesundheit/giftigste-Tiere-der-Welt-Neuer-Ansatz-zur-Heilung-Diabetes-Hormonstoerungen-100.html

Über die hessischen Forscher, die das Gift des Bücherskorpions in den Blick nehmen, berichtete die Hessenschau mit Video und Text am 09.08.2024:
https://www.hessenschau.de/gesellschaft/das-gift-dieser-mini-skorpione-koennte-krankenhauskeime-ausschalten-v1,buecherskorpion-forschung-100.html

ntv am 07.08.2024:
https://www.n-tv.de/wissen/Gift-des-Buecherskorpions-toetet-Krankenhauskeime-article25142985.html

Ganz konventionell geht eine Chefärztin in Köln gegen Krankenhauskeime vor: Mit Hygienemaßnahmen. Der Kölner Stadt-Anzeiger hat mit ihr gesprochen – auch über nachlassendes Hygienebewusstsein, seit der Schrecken der Corona-Pandemie sich verflüchtigt. 26.08.2024:
https://www.ksta.de/koeln/koelner-expertin-so-gehen-koelner-kliniken-gegen-krankenhauskeime-vor-836492

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Zum Mittagessen ins Krankenhaus

Das Essen im Krankenhaus hat nicht den besten Ruf. Das pauschale Urteil ist durchgängig und führt auch zu Studien, die beweisen, dass das Essen im Krankenhaus krank macht – oder die Gesundung verlangsamt. Darüber berichtete im Februar 2023 der BR:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/essen-im-krankenhaus-mit-risiken-und-nebenwirkungen,TVNPHKE

Der MDR nahm das Thema am 22.09.2023 auf:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/krankenhaus-essen-schlechte-qualitaet-100.html

Einen ganz anderen Weg hat die Krankenhausküche in Tuttlingen genommen. Sie tischt für Studenten auf – und für Senioren. Und die können sich das Essen auch mit nach Hause nehmen. 40 Mitarbeiter sorgen in der Küche dafür, dass das Essen allen schmeckt.
https://www.schwaebische.de/regional/tuttlingen/tuttlingen/im-klinikum-gibts-mittagstisch-fuer-senioren-2793259

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Sprachprobleme in der Praxis

Eine Kinderarztpraxis machte im Juli quer durch Deutschland Schlagzeilen. Sie hatte ein Schild aufgestellt: Wir sprechen nur Deutsch. Der Hinweis wurde von den Patienten bzw. ihren Eltern durchaus richtig verstanden, meistens. Sie brachten jemanden mit, der übersetzen kann. Und so war das auch gemeint: Denn wenn Arzt und Patient sich nicht darüber austauschen können, was dem Patienten fehlt und wo es zwickt, wenn Beschwerden und Krankheitsbilder nicht zu benennen sind, ist nicht nur die Behandlung schwierig. Auch rechtlich kann das ganz schön schiefgehen. Bei falscher Behandlung.

Bundesweit aber wurde „Wir sprechen nur Deutsch“ gelesen als Form von Rassismus und Diskriminierung. Und am Ende hat die Praxis ihr Schild weggeräumt. Der Sachverhalt und das Problem werden vor Ort da sowieso den meisten Menschen bekannt gewesen sein.

Bleibt die Frage: Was tun, um Patienten mit anderen Sprachen zu verstehen? Lösungsansätze gibt es verschiedene. Offizielle Wege auch. Den goldenen Weg wohl noch lange nicht.

Die Ärzte-Zeitung berichtete am 31.07.2024 umfassend über das Ereignis – und vor allem über das Sprachenproblem:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Praxisschild-Wir-sprechen-ausschliesslich-Deutsch-loest-Debatte-aus-451671.html

Der SWR bringt Beispiele aus einer Praxis, die ein Übersetzungsdienst engagiert hat, und berichtet über Dolmetscherdienste des von Kommunen und Land. 19.08.2024:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/sprachbarrieren-beim-arzt-ueberwinden-100.html

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Diagnose: Frau - eine Lebensbeschreibung

„Diagnose: Frau“ – so der Titel des Buches von Christina Pingel. Erschienen in diesem August bei Piper. Der Inhalt ist kurz so zusammengefasst: Christinas Mutter hatte ein Herzleiden, das offenbar nicht vollständig behandelt worden war. Man findet sie klinisch tot, als Christina 9 Jahre alt ist. Die Mutter wird reanimiert – und lebt noch einige Jahre im Pflegeheim.

Als Christina selbst Mitte 20 ist, nehmen Ärzte ihr Herzleiden ebenfalls eine ganze Zeit lang nicht oder zu wenig ernst. Die Psyche, so die klassische Begründung. Am Ende kommt sie an einer Herzoperation nicht mehr vorbei.

Das Buch hat 250 Seiten und kostet 17 Euro:
https://www.piper.de/buecher/diagnose-frau-isbn-978-3-492-06475-0

Der Standard hat ein Interview mit Christina Pingel geführt:
https://www.derstandard.de/story/3000000232440/diagnose-frau-es-ist-fakt-dass-wir-eine-maennerbasierte-medizin-haben

Beim Deutschlandfunk finden Sie ein 10-minütiges Gespräch mit Christina Pingel:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/diagnose-frau-persoenliches-sachbuch-ueber-den-gender-health-gap-dlf-kultur-6a3ad0c1-100.html

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Heilung und heilig - Sanatorien in der Antike

Asklepiea waren Heiligtümer mit angeschlossenen Sanatorien – und im antiken Griechenland weit verbreitete und gut besuchte Einrichtungen. National Geographic berichtet und erkundet die Zusammenhänge zwischen Medizin, Spiritualität und Ganzheitlichkeit. Interessante Lesegeschichte, 16.08.2024:
https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2024/08/heiltraeume-und-einlaeufe-mit-honig-medizintourismus-in-der-antike?utm_source=pocket-newtab-de-de

Kurzinfo auch auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Asklepieion

 

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Ausländische Pflegekräfte - "Triple Win"

Das Krankenhaus in Emmerich hat drei indische Pflegekräfte eingestellt im Rahmen eines Programms der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Bundesagentur für Arbeit. Die NRZ berichtet am 19.08.2024:
https://www.nrz.de/lokales/emmerich-rees-isselburg/article407011191/emmerich-besonderes-pflege-trio-unterstuetzt-das-krankenhaus.html

Die Bundesagentur für Arbeit informiert hier über das Programm:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/zav/projects-programs/health-and-care/triple-win

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit informiert hier:
https://www.giz.de/de/weltweit/41533.html

Infos auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Triple-Win_Migration

Kritik am Projekt und seinem möglicherweise täuschenden Namen kommt von verschiedenen Seiten: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bezog am 27.07.2024 hier Stellung:
https://www.rosalux.de/news/id/50802/triple-win-ein-abkommen-im-interesse-aller

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WHO warnt vor MPox

Wegen der Ausbreitung einer neuen Form des MPox-Virus (früher: Affenpocken) in Afrika hat die WHO  heute, Mittwoch, 15.08.2024, die höchste Alarmstufe ausgerufen. Der Alarm soll Behörden weltweit auf mögliche Ausbrüche vorbereiten.

ZDF, 15.08.2024:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/who-mpox-notlage-weltweit-alarmstufe-100.html

FR, 15.08.2024:
https://www.fr.de/panorama/maximale-warnstufe-who-erklaert-wegen-affenpocken-globale-krise-zr-93243039.html

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Es gibt sie, es gibt sie nicht, es gibt sie, es gibt sie nicht - die Männergrippe

Ja. Es gibt ihn. Den kleinen Unterschied zwischen Frau und Mann. Und auch, wenn die Zahl der Unterschiede und der Unterscheidungen stetig im Wachsen begriffen ist: In der Medizin ist der Mann das Stereotyp. Sozusagen. Auf jeden Fall ist er das Maß vieler Dinge bzw. die Messeinheit und Beobachtungsgrundlage für viele Krankheiten. Daher laufen zum Beispiel Frauen mit Herzinfarkt Gefahr, nicht ernst bzw. wahrgenommen zu werden. Denn: Ihre Symptome sind anders. So weit können Sie wahrscheinlich die jüngsten Texte genauso auswendig aufsagen wie ich.  

Und auch das Lied von der Männergrippe können Sie bestimmt lauthals mitsingen: Es sind die Männer dieser Welt, die sich von der Grippe flachlegen lassen. Während die Frauen tapfer durchhalten und weiterarbeiten, wenn ihnen Ähnliches widerfährt. Nicht nur Kabarettisten und Frauen leben von und mit diesem Klischee.

Aber: Die Wirklichkeit ist mal wieder ganz, ganz anders. Die nächste Erkenntnis angeblich neu. Es ist der kleine Unterschied, mal wieder, der die Männergrippe zu einer ernstzunehmenden Erkrankung macht. Eine australische Forscherin hat’s herausgefunden. Männer können sich einfach schlechter wehren. Was die Immunabwehr betrifft. Also trifft sie eine Erkältung deutlich mehr als Frauen. Man soll da nicht spotten, endet der Artikel, der gerade nicht gerade um die Welt, aber doch quer durch Deutschland geht. Denn spottet man zu viel, gehen die Männer nicht mehr zum Arzt. Das wäre blöd. Dann lägen sie ja weiterhin mit Grippe auf dem Sofa.

Und woran liegt’s? Mutmaßlich tatsächlich an dem kleinen Unterschied. Dieses ver-mann-edeite Y-Chromosom, das als Zeichen der Männlichkeit doch irgendwie unvollständig ist. (Apropos unvollständig: Möglicherweise hat der Herr, ich meine den Schöpfer aller Welten, dem Mann zu Beginn der Schöpfung nicht wirklich die Rippe entwendet, um eine Frau zu schaffen. Vielleicht hat er das Y-Chromosom um einen halben Strang gekürzt. Aber das führt hier viel zu weit weg.)

Noch einen anderen mutmaßlichen Grund führt die australische Forscherin ins Feld. Auch einen kleinen, aber feinen Unterschied. Männer leben nämlich ungesünder und trinken mehr Alkohol. Bestimmt ist das ein zweiter guter Grund für die schlechtere Immunabwehr.

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KBV Praxisnachrichten

Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

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