Diese Überschrift lässt stutzen: „Hausärzteverband lobt Lauterbach“. Wer schreibt? Apotheke adhoc – und das Lob gilt dem Bundesgesundheitsminister vor allem deswegen, weil er durch seine Reformen den Ärzten ermögliche, Assistenten stärker in die Arbeit einzubeziehen. Das Lob kommt aus Bayern, der Artikel ist vom 03.04.2024:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/hausaerzteverband-lobt-lauterbach/
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Erinnern Sie sich an die Karikatur, in der der Bundesgesundheitsminister vom Podium zu Ärzten spricht:“ Ich weiß was Ihnen fehlt …“ – und ein Arzt antwortet: „Traktoren.“ Falls nicht, hier können Sie noch mal nachschauen:
https://www.nelcartoons.de/2024/01/lauterbach-hausarzte-was-fehlt-traktoren-axkJJe
Tatsache ist: An Traktoren mangelt es wohl nicht. Ein Arzt in Osnabrück hatte eine Traktorendemo angemeldet – nun aber die Anmeldung zurückgezogen. Offenbar fehlte es ihm an Zuspruch. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet über den Rückhzug am 27.02.2024:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/anmelder-sagt-aerzte-demo-auf-treckern-in-osnabrueck-ab-46541709
Nichtsdestotrotz: Die Situation der Ärzte ist aus vielen Gründen an vielen Orten angespannt. Aktuell eine Berichtsammlung von Seiten der Tagesschau:
Das Wartezimmer voll und kaum noch Zeit für die Patienten – diesen Alptraum der Ärzte beschreibt die Tagesschau in einem langen Artikel aus Rheinland-Pfalz. Verlinkt sind Videos und Artikel zum selben und zu ähnlichen Themen. 27.02.2024:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-grosser-frust-bei-jungen-aerztinnen-und-aerzten-in-rlp-100.html
Der Krankenstand nach Karneval im Rheinland – das ist heute (19.02.2024) Tagesthema auf Seite 3 der Papier-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger. Auch Online-Leser haben Zugriff auf die Zahlen zum nachkarnevalistischem Arbeitnehmerausfall. Und nicht nur von dieser Seite hat der Artikel von Claudia Lehnen viel zu bieten. Sie arbeitet sich auch am „Krankenstand“ des Gesundheitswesens ab. So ist dem Artikel zu entnehmen, dass in der vergangenen Woche mindestens eine Stunde lang das E-Rezept weder beim Arzt noch beim Apotheker zu er- oder bearbeiten war. Dann gibt es Infos zum Medikamentenmangel und zu Versorgungsengpässen. Und schließlich noch die guten Nachrichten am Schluss: An Medikamenten gegen Heuschnupfen mangelt es nicht – und die Menschen, die sich Infektionen eingefangen haben, seien „verantwortungsvoll“ im Umgang mit ihrer Krankheit. Na dann. Hier der ganze Artikel, im Internet von 18.02.2024:
https://www.ksta.de/ratgeber/gesundheit/krank-nach-karneval-ein-drittel-mehr-arbeitsunfaehige-am-veilchendienstag-im-rheinland-740834
Der Kölner Stadt-Anzeiger hat in der heutigen (13.02.2024) Ausgabe fast die ganze dritte Seite der Situation der Ärzte gewidmet. Zur Sprache kommt – und zwar mit einem Bericht in eigenen Worten – ein Frauenarzt, der die finanzielle Situation seiner Praxis feingegliedert auffächert. Inklusive der bürokratischen Abrechnungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten, die oft auch zu Unmöglichkeiten werden. Online finden Sie diesen Artikel hier:
https://www.ksta.de/politik/nrw-politik/ein-arzt-spricht-ueber-sein-gehalt-allein-fuer-strom-zahlen-wir-hier-650-euro-im-monat-731277
Der zweite Artikel ist von Redakteurin Claudia Lehnen, steht heute in der Papier-Ausgabe, trägt im Internet das Datum vom 05.02.2024. Überschrift: Wie viel verdienen niedergelassene Ärzte in NRW und Deutschland wirklich. Online finden Sie diesen Artikel hier:
https://www.ksta.de/politik/nrw-politik/wie-viel-verdienen-niedergelassene-aerzte-in-nrw-wirklich-715429
Die Lage der Hausärzte und der Mangel an Hausärzten haben sich kaum gebessert. Kurze Linkliste seit Jahresanfang:
Der NDR berichtete am 26.01.2024 über einen 80-jährigen Hausarzt im emsländischen Rhede: Er gibt seine Praxis nicht auf, weil es keinen Nachfolger gibt und er seine Patienten nicht im Stich lassen will. Der NDR verlinkt zu einem Artikel vom März 2023 über den Hausarztmangel in Niedersachsen:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Hausarzt-in-Rhede-mit-fast-80-Werde-noch-gebraucht,aktuellosnabrueck10758.html
In Nordenham verabschiedet sich ein Hausarzt von seinen Patienten. In manchen Familien hat er innerhalb von 40 Jahren drei Generationen betreut. Seine Nachfolge ist geregelt – aber auch das ist relativ. Artikel vom 27.01.2024:
https://www.nord24.de/wesermarsch/nach-mehr-als-40-jahren-nordenham-verliert-einen-beliebten-hausarzt-187694.html
Das Hausarztproblem in Minden liegt beim Mindener Tageblatt hinter Bezahlschranke. 27.01.2024:
https://www.mt.de/lokales/minden/Medizinerin-reagiert-auf-Kritik-von-Patienten-Minden-hat-ein-ganz-grosses-Hausarzt-Problem-23766415.html
Sat.1 berichtet am 26.01.2024 im Video von einem Arzt, der aus dem Ruhestand zurückkehrt – um dem Ärztemangel in Springe zu begegnen. Der Beitrag dauert drei Minuten und geht auch auf die gesamte Situation in Niedersachsen ein:
https://www.sat1regional.de/hausaerzte-mangel-mediziner-aus-springe-kehren-aus-ruhestand-zurueck-in-die-praxis/
Vielleicht kennen auch Sie den Karikaturisten Nel Joan Cozacu noch nicht, nur halb oder irgendwie nur aus dem Nebenbeisehen? Aber gewiss kennen Sie den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Hausärzte kennen Sie natürlich auch – und was den Hausärzten wirklich fehlt, das sehen Sie hier in der Cozacus Karikatur. Wer Spaß dran hat, kann sich von diesem Link aus durch Cozacus gesammelte Werke klicken:
https://www.nelcartoons.de/2024/01/lauterbach-hausarzte-was-fehlt-traktoren-axkJJe
Und hier der Wiki-Eintrag zu Cozacu: https://de.wikipedia.org/wiki/Ioan_Cozacu
Bundegesundheitsminister Karl Lauterbach verspricht zu helfen, Honorarobergrenzen sollen allmählich abgeschafft werden, bürokratische Hürden verringert werden. Heute treffen sich in Berlin Vertreter der niedergelassenen Ärzte, der Krankenkassen und der Bundesgesundheitsminister. Kleine – chronologische – Nachrichtenliste. Ausgewählt sind nur Texte oder Audios/Videos, die sich mit dem Thema gründlicher befassen.
Die FAZ berichtet heute, 09.01.2024, um 8:04 Uhr über erste Signale aus dem Bundesgesundheitsministerium. Unter der Überschrift: „Lauterbach plant Hilfen für Hausärzte“:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mediziner-fordern-wende-lauterbach-plant-hilfen-fuer-hausaerzte-19435228.html
Die Tagesschau berichtet heute, 09.01.2024, um 6:13 Uhr unter der Überschrift „Doktor in Not – Heilung beim Minister?“ Zur Sprache kommen in dem umfassenden Artikel der Verwaltungsaufwand, die Digitalisierung, der Prüfauftrag der Krankenkassen …
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/lauterbach-hausaerzte-krisengespraech-100.html
Das ZDF liefert heute, 09.01.2024, online um 7:51 Uhr zusätzlich zum umfassenden Text ein fast siebenminütiges Interview mit dem Bundesgesundheitsminister:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/lauterbach-aerzte-mangel-hilfen-krisengipfel-100.html
Das Deutsche Ärzteblatt berichtet am 09.01.2024 hier:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/148484/Lauterbach-kuendigt-Zeitplan-fuer-Ende-von-Honorarobergrenzen-der-Hausaerzte-an
Die Fuldaer Zeitung berichtet über einen Arzt, der vor Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil er Arzt-Patienten-Kontakte mit den Krankenkassen abgerechnet hatte, die es so nicht gegeben hat. Artikel vom 27.12.2023:
https://www.fuldaerzeitung.de/huenfelder-land/krankenkassen-zwoelf-faelle-arzt-in-huenfeld-erschleicht-geld-von-92731586.html
Die Hausärzte fordern einen Krisengipfel, berichtet die Tagesschau. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach fasst einen Termin im Januar ins Auge. Bericht 21.12.2023:
https://www.tagesschau.de/inland/hausaerzte-ueberlastung-lauterbach-100.html
Zwischen dem 27. und dem 29. Dezember werden in Deutschland Tausende Praxen geschlossen bleiben, informiert der Artikel weiter. Der Virchowbund hat zum Protest aufgerufen.
Auf der Seite des Virchowbundes ist der Protest angekündigt – mit der Zusatzinfo: Die Medizinischen Fachangestellten sollen an diesen Tagen frei haben – als Dank und als Ausgleich dafür, dass sie keinen staatlichen Corona-Bonus erhalten haben:
https://www.virchowbund.de/
Der Ärztemangel wird uns noch, so die Prognosen, mindestens ein Jahrzehnt begleiten. Hier eine kleine Linkliste zur aktuellen Situation. Die Nachrichten – nur aus dem Monat Dezember – sind chronologisch geordnet. Die letzten beiden Links werfen die Frage auf, ob oder wie Ärzte aus dem Ausland eine Lösung sein können.
Das regionale Bremer Magazin buten un binnen fasst am 19.12.2023 die Lage in Niedersachsen zusammen mit einem umfangreichen Text und einem dreieinhalbminütigen Sendebeitrag:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/mangel-hausaerzte-praxen-102.html
t-online nimmt am 19.12.2023 ebenfalls den Alarm der Kassenärztlichen Vereinigung zum Anlass, auf die Situation in Niedersachsen zu verweisen:
https://www.t-online.de/region/bremen/id_100305298/syke-massiver-aerztemangel-bedroht-versorgung-in-der-stadt.html
In Gerolstein hingegen ist es gelungen, dem Ärztemangel entgegenzuwirken. Der „Volksfreund“ jubelt am 19.12.2023, hinter Bezahlschranke:
https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/aerztemangel-in-gerolstein-ist-abgewendet-neues-mvz-in-betrieb_aid-103565673
In Feuchtwangen ist der Mangel so groß, dass die KV Bayern die Förderbeiträge für bestimmte Arztgruppen erhöht hat. Artikel von 19.12.2023:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ereignisse-zeitgeschehen-akuter-aerztemangel-jetzt-lockt-der-kvb-mit-mehr-foerderung.0da68f2c-e135-419f-b4e8-d46c0b37442f.html
Die telefonische Krankschreibung ist zurück, sie ist ab sofort möglich und soll das auch für immer bleiben. Welche Voraussetzungen gelten und wie groß die Bandbreite der Krankschreibe-Möglichkeiten ist, berichtet die Tagesschau am 07.12.2023:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/telefonische-krankschreibung-110.html
Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet am 07.12.2023:
https://www.rnd.de/politik/telefonische-krankschreibung-was-patienten-beachten-muessen-fragen-und-antworten-RRMTIGRDMJHI3NMSC5TPWILXRE.html#
Der Spiegel, 07.12.2023:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/karl-lauterbach-telefonische-krankschreibung-soll-ab-heute-wieder-moeglich-sein-a-125319a9-c4ce-4ae2-885a-57288935dd49
Und viele andere mehr …
Die telefonische Krankschreibung war eine hilfreiche Einrichtung während der Pandemie. Seit dem 1. April 2023 ist sie nicht mehr erlaubt. Auf der politischen Tagesordnung stand sie bis gestern auch nicht. Der Hausärzteverband hat sie jedoch wieder in die Diskussion gebracht – und nun wird sie in der Plenarsitzung am 7. Dezember verhandelt – und könnte, wenn’s gutgeht, noch am selben Tag wieder möglich sein.
Der SWR berichtet am 29.11.2023 hier:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/aerzte-schwaebisch-hall-fordern-telefonische-krankschreibung-100.html
Ausführlicher auch beim WDR, 29.11.2023:
https://www1.wdr.de/nachrichten/telefonische-krankschreibung-aerzteverband-100.html
Beim MDR, 29.11.2023:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/telefonische-krankschreibung-dauerhaft-102.html
Tagesschau, 29.11.2023:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/telefonische-krankschreibung-106.html
Und er bewegt sich doch: Die KBV registriert nach einem Brandbrief an Olaf Scholz nun erste positive Signale des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach. Die ganze Geschichte bei Medscape, 23.11.2023:
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4913139?ecd=mkm_ret_231127_mscpmrk-DE_ExcNews_etid6090589&uac=473055MZ&impID=6090589
Frank Zintner nimmt sich am 02.09.2023 im ZDF des Themas MVZ an: Wer soll sie betreiben? Ärzte? Kommunen? Investoren? Der Artikel ist hinterlegt mit Links zu Sendungen aus der Vergangenheit zum Thema: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/landarzt-mvz-medizin-versorung-praxis-100.html
Die Doku: „Rezepte gegen den Ärztemangel“ vom selben Autor wurde am 02.09.2023 gesendet und ist in der Mediathek noch bis zum 28.078.2025 abrufbar:
https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-b-rezepte-gegen-aerztemangel-100.html
Von 16 Millionen Klinikbehandlungen im Jahr in Deutschland könnten bis zu vier Millionen ambulant erbracht werden – also auch vom Hausarzt. Diese Zahl nannte KV-Chef Andreas Gassen in der „Bild“. Und von dort, wie das so ist, mit den Medien, zieht sie ihre Kreise. Es antwortet – auch in der „Bild“, im selben Artikel – der Vorstandschef der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, mit einer Antwort in der Qualität von: hört sich gut an, ist aber unrealistisch.
Kleine Linkliste:
Der Artikel in der „Bild“:
17.07.2023:
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/diese-ops-sollen-kliniken-nicht-mehr-durchfuehren-84703344.bild.html
Artikel zu den Aussagen des KV-Chef Andreas Gassen:
In Baden-Württemberg steigt die Anzahl der Menschen, die an der Krätze erkranken. Kurzer Bericht in der ZEIT, 05.06.2023:
https://www.zeit.de/news/2023-06/05/vereinzelt-fallen-mehr-kraetze-erkrankungen-auf
Ausführlicher Bericht in der Badischen Zeitung, 05.06.2023:
https://www.badische-zeitung.de/gibt-es-mehr-kraetze-faelle-in-baden-wuerttemberg--266223421.html
Auch der SWR berichtet ausführlich, 05.06.2023:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mehr-kraetze-faelle-in-bw-100.html
Die Ärzte-Zeitung, 05.06.2023:
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Baden-Wuerttemberg-137-Kraetze-Faelle-in-diesem-Jahr-Spitze-des-Eisbergs-439918.html
Die Stadt Bocholt will dem drohenden Hausärztemangel mit Zuschüssen entgegenwirken. Die Münsterland-Zeitung berichtet darüber – allerdings braucht man ein Abo. Zur Probe sind drei Monate zu je 3 Euro möglich. Der Artikel ist vom 26.05.2023:
https://www.muensterlandzeitung.de/mlz-region/bocholt-lockt-allgemeinmediziner-mit-mehr-zuschuessen-w738213-p-9000774664/
Das Bocholt Borkener Volksblatt berichtet ebenfalls hinter Bezahlschranke – hier fallen die Kosten fürs Schnuppern aber deutlich höher aus. Artikel vom 25.05.2023:
https://www.bbv-net.de/Lokales/Bocholt/So-will-die-Stadt-mehr-Hausaerzte-nach-Bocholt-locken-403892.html
Der Kommentar zum Thema erscheint im BBV am 26.05.2023, auch hinter Bezahlschranke:
https://www.bbv-net.de/Lokales/Bocholt/Pro-und-Contra-zur-Praemie-fuer-Hausaerzte-in-Bocholt-403918.html
Die Initiative „made in Bocholt“ berichtet am 22.05.2023 kostenfrei, (freut sich aber über Abdeckung der Kosten durch Mitgliedschaften). Hier wird ein Zuschuss in Höhe von 60000 Euro genannt, wenn der Arzt sich verpflichtet, mindestens zehn Jahre zu bleiben. Ansonsten muss die Prämie zurückgezahlt werden.
https://madeinbocholt.de/stadt-will-mit-60-000-euro-praemie-neue-hausaerzte-locken/
Klaus Reinhardt bleibt Präsident der Bundesärztekammer. Aber die Wahl war knapp. Reinhardt hatte bei der Wahl beim Ärztetag nur drei Stimmen Vorsprung vor der Konkurrentin.
Hier eine kleine Presseschau zum Ärztetag:
Süddeutsche Zeitung, 18.05.2023:
https://www.sueddeutsche.de/politik/aerztekammer-klaus-reinhardt-wahl-1.5867101
FAZ, 18.05.2023:
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/aerztetag-2023-klaus-reinhardt-knapp-als-aerztepraesident-bestaetigt-18902267.html
Die Bundesärztekammer informiert am 18.05.2023 hier:
https://www.bundesaerztekammer.de/presse/aktuelles/detail/dr-klaus-reinhardt-als-praesident-der-bundesaerztekammer-wiedergewaehlt
Ganz sicher ist: Es sollte ein Beitrag zum Thema Ärztemangel werden. Ist es irgendwie auch. Aber hauptsächlich geht es um einen Arzt, der schon zweimal in Ruhestand gegangen ist – und doch wieder als Arzt im Einsatz ist. 74 Jahre ist er alt, keineswegs unglücklich. Der Fernsehbeitrag des SWR vom 03.05.2023 ist sehr sympathisch angelegt und dauert etwa vier Minuten:
https://www.ardmediathek.de/video/landesschau-baden-wuerttemberg/hat-schon-zweimal-den-ruhestand-verschoben-landarzt-friedrich-kaehny/swr-bw/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE4NTA4Njk
Mindestens genauso viel Freude macht der Artikel, den der SWR bereits am 27.04.2023 eingestellt hat. Wer lieber liest, statt sieht, ist hier also gut bedient:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/arzt-ohne-ruhestand-100.html
Die Schwäbische war schon viel früher auf den Arzt aufmerksam geworden, der seinen Ruhestand gerne wieder aufgegeben hat. Der Bericht vom 26.01.2023:
https://www.schwaebische.de/regional/sigmaringen/gammertingen/friedrich-kaehny-arbeitet-mit-74-jahren-noch-immer-als-arzt-1336563
Das Gesundheitssystem ist überlastet. Diese Erkenntnis scheint Konsens. Gründe gibt es viele, Rezepte und Antworten auch. Nun ist die Praxisgebühr wieder im Gespräch. Den Auftakt hat vielleicht der Fachärztetag im März im Berlin gemacht, Ende März hat die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen das Thema aufgenommen – und seit heute ist die Gesundheitsministerin Schleswig-Holsteins, Kerstin von der Decken (CDU), mit demselben Vorschlag im Gespräch.
Das Deutsche Ärzteblatt berichtete am 17.03.2023 über die Diskussion auf dem Fachärztetag:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/141807/Ampel-gegen-Wiedereinfuehrung-der-Praxisgebuehr
Der MDR berichtete am 30.04.2023 über den Vorstoß der KV Sachsen:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/praxisgebuehr-kassenaerztliche-vereinigung-notaufnahmen-aerzte-100.html
Über Kerstin von der Decken, die mit ihrem Vorschlag auch in der eigenen Koalition Widerspruch erntet, berichtet die ZEIT, 17.05.2023:
https://www.zeit.de/news/2023-05/17/praxisgebuehr-gruene-distanzieren-sich-von-ministerin
Der NDR, 17.05.2023:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Gesundheitsministerin-aus-SH-Praxisgebuehr-eine-Ueberlegung-wert,praxisgebuehr126.html
KBV Praxisnachrichten
-
Heilberufsausweise: Kartenaustausch jetzt beauftragen
Ärzte und Psychotherapeuten mit einem neuen Heilberufsausweis der...
-
Höhere Kosten und mehr Aufwand für Praxen – KBV-Vorstand warnt erneut vor Übertragung ärztlicher Aufgaben an Apotheker
Unmittelbar vor der ersten Lesung des...
-
Welt-HPV-Tag: Impfraten immer noch zu niedrig – KBV stellt Infomaterialien bereit
Zum Welt-HPV-Tag am 4. März stellt die KBV Infomaterialien zur...
Robert-Koch-Institut
-
Epidemiologisches Bulletin 09/2026
FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: Januar 2026) Anlage:...
-
Epidemiologisches Bulletin 08/2026
RKI-Ratgeber Pneumokokken, invasive Infektion
-
Epidemiologisches Bulletin 07/2026
Epidemiologische Untersuchung eines Norovirusausbruchs in...
