NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Anna I und Anna II - Die Spanische Grippe im familiengeschichtlichen Rückblick - eine Lesegeschichte

Sebastian Raviol hat in den Badischen Neuesten Nachrichten eine Familiengeschichte dokumentiert, die gerade gut in die Nachrichtenlage passt. Es ist die Recherche einer Enkelin, in deren Familie die Spanische Grippe bis heute Spuren hinterlassen hat. Interessant ist der Artikel vor allem deswegen, weil er aufzeigt, wie sehr tragische Ereignisse das Familienleben auch in der nächsten Generation prägen. Nachdenklich wird man, wenn man liest, wie die öffentliche Wahrnehmung zur Spanischen Grippe damals lieber eingeschränkt wurde – und welche Heilungsmethoden angesichts der tödlichen Krankheit wieder auflebten. Eine Lesegeschichte (01.03.2020):
https://bnn.de/nachrichten/suedwestecho/spanische-grippe-frau-aus-wiesloch-arbeitet-tragische-familiengeschichte-auf

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Von Glauben und Wissenschaftlichkeit - eine Spiegel-Betrachtung

Spiegel-Autor Christian Stöcker ist an einer Sepsis vorbeigekommen – nicht ohne Etappen und Niederlagen. Die Erkenntnisse aus dieser Erkrankung verknüpft er mit Entscheidungen des Bayrischen Landtags, Diskussionen zur Klima-Debatte, Haltungen zur Frage der Wissenschaftlichkeit, die sich unterscheiden können, je nachdem ob ein Mensch zur Klima-Katastrophe oder zur Homöopathie sich äußert, zu einem Rundumschlag, der genauso lesenswert wie vergnüglich ist.

Ein schöner Satz aus seinem Artikel (16.11.2019) – sozusagen als Appetithäppchen:

„Wer ,im Einklang mit der Natur lebt’, stirbt früher.“
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/globuli-und-medizin-zwischen-wirksamkeit-und-aberglauben-kolumne-a-1296422.html

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Medizingeschichte: Frühchen im Vergnügungspark

Lebende Frühchen in Brutkästen als Ausstellung – damit hat der Stern wohl eine der Geschichten aus dem Bereich der Medizin ausgegraben, die mindestens skurril ist. Ein Mann, der sich als Arzt ausgab, stellte von 1903 bis 1943 im Vergnügungpark auf Coney Island die Frühgeburten aus – und ermöglichte so ihr Überleben. Denn Brutkästen waren teuer – und die Mediziner glaubten nicht daran, dass die Frühchen überleben könnten. DerBericht von Amelie Graen erschien am 19.10.2019:

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Alter Hut ganz neu: Das Wandern ist gesund und mehr als Müllers Lust

Wandern macht glücklich und gesund, so dass Kurzfazit im Focus. Man kann aber noch wesentlich mehr dazu schreiben – und der Focus tut’s auch. Zwischendurch kommt noch die Erkenntnis, dass nur Sex noch besser wirkt als die Natur. Doch diese Erkenntnis ist allenfalls ein kurzer Leseanreiz, Thema nicht wirklich. Der Artikel ist vom 14.9.2019 und nicht nur für Wanderer interessant zu lesen:

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Dennis ist 22 Jahre alt - und hat ME/CFS

Die Krankheit mit dem Doppelnamen, der auch durch die Abkürzung nicht besser wird, ist wenig bekannt und kaum erforscht. Deswegen ist ihre Therapie auch mehr Versuch und Hoffnung: Die Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom, kurz: ME/CFS.

Frederike Gramm stellt auf t-online.de nun einen jungen Mann von 22 Jahren vor der mit und gegen die Krankheit kämpft (9.9.2019). Der Artikel ist umfangreich – und gründlich recherchiert:
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_86404348/me-cfs-patient-dennis-scheffel-kaempft-jetzt-auch-mit-hilfe-des-vfb-stuttgart.html

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Lesetipp: Die Wahrheit übers Telefonieren

Lydia Krüger traut sich was: Sie sagt die Wahrheit. Das Schöne daran: Die meisten von uns würden diese Wahrheit auch gern mal laut sagen. Sie ist schlicht, kurz und unhöflich: Telefonieren ist (oft) lästig, noch öfter ineffektiv und häufig wirklich störend. Der Wahrheit zweiter Teil: Das Handy macht’s nicht einfacher. Denn nun verfolgen uns die Telefonate bis aufs Klo und in den Urlaub. Da Lydia Krüger Journalistin ist und für die „Zeit“ arbeitet, hat sie natürlich auch die Hintergründe recherchiert: Wie oft wird in deutschen Unternehmen telefoniert und ge-e-mailt usw? Fazit: Der Artikel wird hier zum Lesetipp fürs Wochenende. Wer den Artikel heute nach verrichteter Arbeit liest, kann am Samstag vielleicht schon das Handy stummschalten (27.August).

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Das große Au von Axel Hacke

Zugegeben, die Glosse ist von 2015. Das macht aber nichts, sie ist nämlich gut. Soweit man das für andere Menschen sagen kann. Wer also aus den Ferien zurück in den Trott muss, wer schon viel zu lange wieder zurück im Trott ist, wer immer aneckt und zwar in echt und wem das Aua ständig auf der Zunge liegt, der erfährt bei Axel Hacke Grundsätzliches. Nur mit der Kantine und der "Mahlzeit" ist der Autor nicht so recht zu Rande gekommen. Aber das wollte er wohl auch nicht wirklich. Viel Spaß beim (Wieder-)Lesen:

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Kleine Geschichte der Atem-Gymnastik

Dass richtiges Atmen bedeutend zur Gesunderhaltung beiträgt, ist wahrscheinlich eine Binsenwahrheit. Aber eine derjenigen einfachen Wahrheiten, die das Gesundheitssystem nicht wirklich nutzen kann. Das zumindest ist eine Grundannahme im Artikel von Peter Kolakowski im Deutschlandfunk. Der Artikel vom 11.8.2019 ist umfassen recherchiert und geht einmal durch die Geschichte. Auch bis zu Johann Gottlieb Moritz Schreber. Der Erfinder des Kleingartens wollte nämlich Tuberkulose mit Atmen und Luft heilen. Auch wenn’s nicht geklappt hat: Luftkurorte lindern – und das immer noch.

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Lesetipp: Was Ärzte krank macht - Gastkommentar in der Süddeutschen

Müde und kranke Ärzte – ein Gastkommentar mit Rückblick in der Süddeutschen Zeitung von Berndt Birkner, 70 Jahre, Gastroenterologe in München. Er fasst die Veränderung von Gesellschaft und Gesundheitswesen zusammen. Sein Fazit: Kranke und müde Ärzte sind das Symptom einer kranken Gesellschaft, die – gefördert durch die Mechanismen des Internet -  Befindlichkeitsstörungen zu Modekrankheiten macht.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheitssystem-aerzte-ueberlastung-gastkommentar-1.4540708

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Lesegeschichte: Ein taz-Redakteur im Krankenhaus

Mit Verdacht auf Appendizitis ins Krankenhaus – das ist einem taz-Redakteur passiert. Und wahrscheinlich hat er einen Kugelschreiber mit genommen. Vielleicht auch ein Tablet. Ist aber egal – herausgekommen ist ein Artikel in Form eines Tagebucheintrages. Lesenswerter Bericht, vielleicht nicht repräsentativ – aber doch irgendwie typisch (7.7.2019) ... Für was auch immer:

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Lesetipp: Des Landarztes Abschied nach 40 Jahren

Eine Landarzt-Abschied-Lesegeschichte aus Südtirol, 21.5.2019, 40 Jahre Gemeindedoktor in Prad, eine Gemeinde, die etwa 3600 Einwohner hat:

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Kleine Abhandlung über Männerquote und Berufung

Männer brauchen keine Gleichstellungsquote. Auch nicht, wenn der überwiegende Teil der Medizinstudenten Medizinstudentinnen sind. In diesem Sommer betrug ihr Anteil an den Bewerbungen zwei Drittel. Dennoch: Eine Quote für Männer lehnt die Bundesregierung ab. Was klingt wie eine Farce aus nachfeministischer Zukunft, ist längst Gegenwart. Die AfD hatte, so berichtet das Portal Forschung und Lehre, eine Anfrage gestellt, die den Männern Gleichberechtigung sichern sollte.

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Landarzt - ein Bericht aus dem Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen

Nora Schumann hat für die Süddeutsche Zeitung einen Landarzt im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen begleitet und einiges über die Arbeit eines Hausarztes erfahren – aber auch so manches über die Situation im Landkreis recherchiert. Naheliegendes Ergebnis: Die Lücken sind nicht überall gleich groß. Ein Leseartikel, Datum: 3.5.2019

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Von den Mühen ausländischer Ärzte

Zwei angehende syrische Ärzte in Dresden – der MDR hat sie auf ihrem Weg in die Zukunft befragt und Zahlen und Fakten zu ausländischen Ärzten in Deutschland hinzurecherchiert. Herausgekommen ist nicht nur ein Artikel, der Hürden und Schwierigkeiten benennt, sondern auch eine lebendige Beschreibung, die Dinge benennt, die man sich selten klar macht: So konnten die Syrer während des Bürgerkrieges natürlich keinen Sprachkursus für Deutsch absolvieren, sondern lernten über Youtube. Lesenswert.

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Zwei Herzinfarkte überlebt - eine Lesegeschichte

Zwei Herzinfarkte – zwei Lebensretter. Einer reanimierte ihn 40 Minuten lang. Das ergibt rechnerisch eine Überlebenschance von 8 Prozent. Das Göttinger Tageblatt hat eine wundervolle Lesegeschichte eingestellt, worin von vielen Schutzengeln die Rede ist. Vor allem aber von Ersthelfern, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Auch ein Loblied auf die betreffenden Krankenhäuser wird gesungen – also genau der richtige Artikel, wenn man mal wieder den Eindruck gewinnen will, dass doch gar nicht alles schlecht ist.

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Wenn die Katze krank kratzt - Lesetipp

Die Bilanz zu Beginn: Nach den ersten Selbstmordgedanken dauerte die Therapie 2 Jahre, 27 Medikamente und die Suche nach der Ursache kostete bis zum Fund der „schuldigen“ Bakterien mehr al 400.000 US-Dollar. Die Patienten- und Leidensgeschichte fällt aus verschiedenen Gründen aus dem Rahmen. Die Katzenkratzkrankheit selbst birgt schon Stoff genug fürs Studium, der Patient war möglicherweise auch vorbelastet. Die Geschichte ist eine spannende Lesegeschichte im Spiegel (Datum: 7.4.2019). Überschrift: „Die Katze will mich töten“.

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Schmuggel im Dienst von Schönheit und Gesundheit

Was hat das Hauptzollamt in Frankfurt mit Schönheit und Gesundheit zu tun? Diese Frage, die Sie sich selbst so sicher nie gestellt hätten, beantwortet die Süddeutsche Zeitung. Juliane Funke zählt aus den 20662 vom Zoll beschlagnahmten Dinge die auf, die einem verabsolutierten Gesundheits- und Schönheitsbegriff zuzuordnen sind.

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Krank auf dem Kreuzfahrtschiff

Eine Seefahrt, die ist lustig, heißt es in einem Kinderlied, das schon in der dritten Zeile die Reisenden über die Reling spucken lässt. Nun ist Übelkeit gar nicht die einzige Krankheit, die einen auf dem Schiff erwischen kann.

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Ein Leben lang keine Schmerzen

Schmerzen hat sie nie kennengelernt, dass die Herdplatte heiß ist, fühlt sie nicht, sie riecht nur die Verbrennung, den Lkw-Fahrer, der sie in den Graben gefahren hat, hat sie getröstet. Vergesslich ist sie auch, fröhlich immer. So manches Mal waren ihre Mitmenschen deswegen genervt. Mit 65 Jahren hat sie die Gründe für all ihre besonderen Eigenarten überhaupt erst erfahren: Sie hat einen Gendefekt. Das mit den fehlenden Schmerzen wusste sie nicht. Nicht viele Menschen mit einem solchen Defekt sind bekannt – und für die Schmerzforschung sind sie hochinteressant. Der Stern macht die Lebensgeschichte der Frau zu einer Lesegeschichte (28.3.2019):

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Wenn Gefühle unausgesprochen bleiben - Lesetipp

Deutschland hat Rücken, Großbritannien ist chronisch erschöpft. Mit dieser Überschrift fängt die Süddeutsche Zeitung Leseinteresse. Was folgt, lohnt auch das Lesen. Der Zusammenhang zwischen somatisch und psychosomatisch ist beispielhaft erklärt, kulturelle Unterschiede sind auch benannt und beeindruckend. Eine Lesegeschichte für alle, die das Thema interessiert. (26.3.2019)

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