NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Die ePa ist beschlossen - Linkliste

Der Bundestag hat am Donnerstag die ePA beschlossen. Ab 2025 gilt: Wer nicht widerspricht, der hat sie. Der WDR berichtet am 14.12.2023 umfassend in Text und Sendebeitrag (3 Min) über Möglichkeiten und Nutzen, Bedenken und Kritik. Wobei sich die gesendete Nachricht vor allem am Gang durch das analoge Patientenaktenarchiv einer Krankenkasse erfreut.
https://www1.wdr.de/nachrichten/elektronische-patientenakte-kommt-100.html

Ebenso in der Tagesschau, 14.12.2023:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/e-rezept-patientenakte-100.html

RND, 14.12.2023:
https://www.rnd.de/gesundheit/e-rezept-und-elektronische-patientenakte-das-aendert-sich-VHNZ2NGFW5EXPI6DUF2DTKRYVQ.html

Die ZEIT, 14.12.2023:
https://www.zeit.de/gesundheit/2023-12/bundestag-elektronische-patientenakte-gesetzlich-versicherte-2025

SWR 3, 14.12.2023:
https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/elektronische-patientenakte-110.html

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BMG und KBV - Konflikte auf der ganzen Linie

Dass das Verhältnis zwischen KBV und Gesundheitsministerium getrübt ist, dürfte keinem verborgen geblieben sein. Dass daran der Weg und vor allem die Hindernisse in die Digitalisierung ein Stein des Anstoßes sind, wissen wir auch alle. Der Vorwurf, dass das Bundesgesundheitsministerium an der Entwicklung einer Staatsmedizin arbeitet, verblüfft jetzt auch nicht wirklich. Wer aber nun in dem Spannungsfeld trotzdem den Überblick verloren hat, den informiert die Ärzte-Zeitung gründlich über die Querelen und Uneinigkeiten der jüngsten Zeit, 12.10.2023:
https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/KBV-an-Lauterbach-Umbau-zur-Staatsmedizin-ist-auf-dem-Weg-443675.html

Auch das Ärzteblatt nimmt sich gern des Themas an, 12.10.2023:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/146610/Aerzteforderungen-KBV-kritisiert-Antworten-Lauterbachs

Die Freie Ärzteschaft (FÄ) hat schon am 10.10.2023 dem Bundesminister per Pressemitteilung mit Folgen gedroht dafür dass Bundesminister Karl Lauterbach den Forderungskatalog der KBV schlicht nicht beantwortet hat. 10.10.2023:
https://www.presseportal.de/pm/57691/5622263

Gleichzeitig läuft die Befragung der KBV weiter, die den Stand der Digitalisierung in den Praxen abfragt. Bis Anfang Oktober wurden 9000 zufällige Praxen befragt, nun können alle vertragsärztlichen Praxen teilnehmen – bis 22. Oktober. Infos auf der Seite der KBV (05.10.2023):
https://www.kbv.de/html/1150_65747.php

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116000 eAU auf Abwegen

Die Ärzte-Zeitung meldet Anfang Juli eine Panne beim eAU-Versand. Statt zur AOK sind eAU-Bescheinigungen zu einer Arztpraxis verschickt worden. Wer in einem Gesundheitsberuf tätig ist, kann sich kostenlos einloggen:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Panne-eAU-Bescheinigungen-gehen-an-Arzt-statt-an-Krankenkasse-440848.html

Ohne Login und gleich in der Überschrift hält „Apotheke adhoc“ genauere Infos bereit: 116000 eAu sind demnach falsch versendet worden. Die Zahl ist gerundet, im Text sind es noch ein paar Hundert mehr. Die Ursache liegt demnach bei Medatixx – die Vorgänge sind hier ziemlich genau benannt. 05.07.2023:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-rezept/116000-eau-an-falschen-empfaenger-verschickt/

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Das letzte Geleit auf dem Weg in den "Schlafmodus" - Die Corona-App ruht

Wie fällt die Bilanz der Corona-Warn-App aus? Zwar geht sie heimlich, still und leise. Doch an ihrem Grab - nein, es ist wohl doch eher eine Warteschleife als ein Grab - stehen immerhin ein paar Medien mit ähnlicher Abschiedsrede bereit.

T-online berichtet, zusammen oder hauptsächlich mit dpa. Der Abschiedsgesang hat zwischendurch Strophen, die einer Ode gleichen. Dennoch ist der Artikel lesenswert, denn die Bewertung geht in der Perspektive weit über die Pandemie hinaus. Die App hat die Digitalisierung im Gesundheitswesen gefördert, heißt es. Wer hier die Nachtigall trappsen hört, hat vielleicht sogar recht. Das schönste Zitat kommt von Andrew Ullmann, dem Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Der konstatiert nämlich nach diesem Bericht, dass die Zahl der Erkrankungen, die durch die App verhindert wurden, unbekannt ist. Im Wortlaut: „Keiner kann bisher genau sagen, wie viele Erkrankungen durch sie verhindert wurden.“ Nein, das wird keiner können. Nicht nur bisher. Auch nicht nachher. Oder demnächst. Denn Ereignisse, die nicht stattgefunden haben, lassen sich nur ganz schwer zählen.

Die Stellungnahme von Bundesminister Karl Lauterbach, kurz und spöttisch zusammengefasst: Kein Weiterbetrieb der App, da kein Bedarf. Aber lassen Sie mal die App auf dem Handy – die nächste Pandemie kommt bestimmt. Wenn nicht Corona, dann eine andere. Das ist jetzt nicht wörtlich zitiert, jedoch vom Minister genauso gemeint.

Den Artikel vom 27.05.2023 finden Sie hier:
https://www.t-online.de/digital/aktuelles/id_100182674/ende-der-corona-warn-app-hat-sie-wirklich-etwas-gebracht-.html

Das ZDF berichtet am 27.05.2023 in vielem gleich bis ähnlich:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-warn-app-pandemie-bilanz-100.html

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Das E-Rezept auf seinem Weg von der Zukunft in die Gegenwart - Linksammlung

Das digitale Rezept darf nicht komplizierter sein als das analoge, formuliert die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrer Pressemitteilung. Ihre Info: Die TK ist die erste Krankenkasse, die es dem Patienten ermöglicht, mit seiner Krankenkassenkarte, die er in der Apotheke nur einzustecken braucht, ein Rezept einlösen zu können. Ohne, dass das Rezept auf der Karte gespeichert ist.

Die Erkenntnis, dass digital nicht komplizierter sein darf als analog, ist dabei auf den ersten Blick so simpel wie einleuchtend. Und wird im nächsten Satz sozusagen noch klarer: Die App fürs E-Rezept erfordert bislang einen mehrstufigen Anmeldeprozess. Klar, das will keiner.

 Offen bleibt die Frage, - und das ist weder Schuld noch Angelegenheit der TK: Was ist eigentlich an dem Papierrezept so kompliziert? Die Komplikationen liegen oder lagen da doch sicher nicht auf der Seite des Patienten. Sondern allenfalls in der nachfolgenden Verarbeitung durch Apotheken und Krankenkassen.

Wie auch immer: TK-Patienten haben es ab diesem Sommer leichter als andere E-Rezept-Einlöser.

Pressemitteilung TK, 22.05.2023:
https://www.krankenkasseninfo.de/ratgeber/pressemitteilungen/61565/tk-setzt-als-erste-kasse-e-rezept-per-versichertenkarte-um.html

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Elektronische Patientenakte für alle - Lauterbach plant

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die elektronische Patientenakte für alle. Genauer gesagt, für alle diejenigen, die nicht widersprechen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hält dagegen: Schweigen ist keine Zustimmung.

Artikel beim ZDF 05.03.2023:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/lauterbach-elektronische-patientenakte-100.html

BR, 05.03.2023:
 https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/lauterbach-elektronische-patientenakte-wird-2024-verbindlich,TXdwal7

Ärztezeitung, 05.03.2023:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Lauterbach-E-Patientenakte-wird-Ende-2024-fuer-alle-verbindlich-437176.html

Süddeutsche Zeitung, 05.03.2023:
https://www.sueddeutsche.de/politik/lauterbach-patientenakte-gesundheitssystem-1.5763094

heise.de, 05.03.2023:
https://www.heise.de/news/E-Patientenakte-Wer-nicht-ausdruecklich-widerspricht-ist-automatisch-dabei-7535867.html

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Lauterbach plädiert für den Ausbau der Corona-App

Die Tagesschau kann den „App-Schied“ der Corona-App immerhin als Frageform in die Überschrift setzen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hingegen denkt da schon viel weiter. Er ist beim Upcycling angekommen. Oder bei: Viel zu schade zum Wegwerfen, kann man bestimmt noch brauchen. Sein Argument: Corona kann ja jederzeit wieder zurückkommen – und wer hat, der hat.

Die Tagesschau hat vor allem auch Nutzerzahlen im Text. 03.01.2023:
https://www.watson.ch/wissen/forschung/696897248-eine-maennergrippe-gibt-es-laut-studie-nicht

Der NDR zitiert den Bundesgesundheitsminister aber noch wesentlich weitgehender. Danach geht es nicht nur ums Warten auf die Wiederkehr des Virus, sondern um die Weiterentwicklung der App, die dann „mehr als die Corona-Funktionalitäten“ vorsieht. Die Nachricht ist nur kurz, im Ticker, 03.01.2022, 08:34 Uhr:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona-News-Ticker-Gladiator-fuer-Maskenpflicht-Ende-im-ganzen-Norden,coronaliveticker2242.html

 

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Umfrage zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

EPatient Survey ist eine Umfrage, die in Deutschland jährlich durchgeführt wird – und fragt, wie die Menschen in Deutschland die Digitalisierung im Gesundheitswesen annehmen. Das Ergebnis für 2022 überrascht kaum – und heißt verkürzt: Die Pandemie macht’s möglich. Infos bei den Finanznachrichten, 08.12.2022:
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-12/57793451-e-health-die-bevoelkerung-ist-weiter-als-die-politik-studie-warnt-vor-dem-ausverkauf-der-vitaldaten-der-deutschen-an-internationale-konzerne-007.htm

Die Saarbrücker Zeitung berichtet am 08.12.2022 hier:
https://www.saarbruecker-zeitung.de/pr/presseportal/e-health-die-bevoelkerung-ist-weiter-als-die-politik-studie-warnt-vor-dem-ausverkauf-der-vitaldaten-der-deutschen-an-internationale-konzerne_aid-81175889

Die Pressemitteilung von „EPatient Analytics“ finden Sie hier, 08.12.2022:
https://www.epatient-analytics.com/media/2022/12/PM_EPatient-Survey-2022.pdf

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Ärztlicher Datenaustausch der Zukunft - Lauterbach kündet

In Berlin tagt die Digital Health Conference der Bitkom. Und auf der kündet Karl Lauterbach die Zukunft. Die Konnektoren, die die Gegenwart ja noch gar nicht wirklich durchdrungen haben, sollen dann Vergangenheit sein. Die Zukunft auch ärztlichen Datenaustausches soll dann über Clouds und Smartphones erfolgen können. Apotheke adhoc fasst am 30.11.2022 zusammen, was der Gesundheitsminister sagt.
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/e-rezept/lauterbach-e-rezept-im-kommenden-jahr/

Die Bitkom informiert hier aus Anlass der Tagung über Zukunft, Gegenwart, Videokonferenzen:
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Videosprechstunde-fuer-Juengere-Alternative-Praxisbesuch

 

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E-Health Monitor 2022

Mc Kinsey hat eine Studie vorgelegt zur Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen. Im "E-Health Monitor 2022" ist die Rede von Dynamik, kleinen Schritten und großen Sprüngen.

Hier geht’s zum Bericht auf der Seite von Mc Kinsey:
https://www.mckinsey.de/news/presse/2021-11-18-ehealth-monitor-2021

Hier berichtet die Tagesschau, 22.11.2022:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/gesundheitsapps-gesundheit-studie-101.html

Hier können Sie das Buch für 49,95 Euro kaufen:
https://www.mwv-berlin.de/produkte/!/title/e-health-monitor-2022/id/887

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ePa im Opt-out-Modus - und andere Pläne vom Lauterbach

Laut wird’s derzeit um Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Und auch Lauterbach selbst wird laut. Ob die verschiedenen Verlautbarungen zur Läuterung so mancher unlauterer Zu- und Umstände hinreichen?

Für die ePa zum Beispiel soll nach dem Willen des Bundesgesundheitsministers ein Opt-out-Verfahren eingeführt werden. Gut, dieses Kunstwort versteht nicht jeder in diesem Zusammenhang auf Anhieb. Das kann ja auch sinnvoll oder gar gewollt sein. Der Ausgangspunkt: Der elektronischen Patientenakte (ePa) fehlt noch das, was man in anderen Zusammenhängen das Coming Out nennen würde. Bislang ist die ePa nur out. Weder Opt noch Coming. Auch weil sie fast nichts kann, so die Spekulation im Handelsblatt am 07.11.2022:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheit-jeder-soll-automatisch-e-patientenakte-erhalten-lauterbach-bringt-opt-out-verfahren-auf-den-weg/28791320.html

Aber spätestens nach der Erklärung der Opt-out-Funktion ist’s klar. Die Option des Lauterbach lautet: Jedem seine ePa. Per se und im Grundsatz. Wer die ePa nicht will, ist zum Output verpflichtet. Will sagen: Muss Widerspruch einreichen. Oder „Opt out“. Beim Organspendeausweis sprach man noch von der Widerspruchslösung. Die Option, ein Out auszusprechen, ist da doch gleich viel gefälliger. Doch selbst wenn sich das Wort so anhört: „Opt out“ geht nicht auf Knopfdruck. Stattdessen aber gibt es ein Vierstufenmodell. Stufe 1: Wer der ePa nicht widerspricht, der hat sie. Und Stufe 2 bis 4 könnten dann wohl genauso gut als „Opt in“ gekennzeichnet werden. Vielleicht aber darf man sich dort aber dann immer noch outen, das Ganze ist bislang ja überhaupt nur eine Idee, die es zum Gesetzesvorschlag noch bringen muss. In Stufe 2 „opten“ Sie, so der Plan, ob Ihr Arzt Daten einstellen darf, Stufe 3 ist zuständig, wenn der (oder ein?) Arzt eingestellte Daten auch lesen dürfen soll und Stufe 3 ist so etwas wie die „Spenderstufe“. Dort können Sie anonym Ihre Daten an die Forschung spenden. Auf dieser Stufe ruht Lauterbachs ganze Hoffnung, weiß das Handelsblatt.

Nächstes Thema: 240 Millionen Euro will der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach den Kliniken für die Geburtshilfe zur Verfügung stellen. Diese Titelzeile hat, schon rein optisch, einen enormen Output, wenn man Lauterbach googelt. Doch wer diesen Output gründlich auswertet, der  findet daneben auch die Meldung, dass Mütter und Hebammen eine Petition starten. Denn Karl Lauterbach will die Hebammen aus dem Pflegebudget nehmen, heißt es. Die Befürchtung: Wenn dann die Krankenhäuser die Hebammen selbst finanzieren müssen, werden Hebammen durch Pflegekräfte ersetzt, die in der Geburtshilfe und Nachbetreuung unerfahren sind. Der Focus berichtet am 07.11.2022:
https://www.focus.de/gesundheit/news/neuer-finanzierungsplan-streicht-hebammen-aus-dem-pflegebudget-hebammen-starten-petition-gegen-geplante-lauterbach-reform_id_178045121.html

Und dann steht ja noch ein ganz anderes Outing im Raum. Die Kita-Schließungen, so Lauterbachs kürzliche Verlautbarungen, sollen unnütz gewesen sein. Hier sucht nun die Union nach dem großen Opt-out-Schalter und fordert das Urteil einer unabhängigen Expertengruppe. Merkur 05.11.2022:
https://www.merkur.de/politik/corona-massnahmen-virus-pandemie-union-cdu-csu-expertengruppe-lauterbach-gestaendnis-gesundheitsminister-91896226.html

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Radikal nur digital: Arzt im Sauerland verschreibt nur noch E-Rezepte

Der Ort, in dem er lebt, heißt Wenden. Aber das ist bestimmt nur ein Zufall. Für den Arzt Alexander Müller aus Wenden hat sich schon alles gewendet: Er verordnet seit drei Monaten nur noch digital – statt rosa. In der „Apotheke adhoc“ können Sie lesen, warum Apotheker, Patienten und der Arzt selbst nun glücklich sind.

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Das Rollout des e-Rezepts eiert mehr, als dass es rollt ....

Die Schleswig-Holsteiner Ärzte haben das Rollout des e-Rezepts verlassen. Mangelnder Datenschutz. Die Ärzte in Westfalen-Lippe machen weiter, stellen aber Bedingungen. Und Heise online berichtet umfassend. 25.08.2022:
https://www.heise.de/news/Nach-Datenschutz-Eklat-Aerzte-und-Apotheker-stellen-Bedingungen-fuer-E-Rezept-7240455.html

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Tracker in Gesundheits-Apps

Nichts geht mehr ohne App. Das haben auch die Krankenkassen auf dem Schirm. Und bieten ihren Versicherten die eine oder andere praktische Möglichkeit der Kommunikation per App an. Doch auch wenn die Krankenkassen ihren Kunden Sicherheit zusichern: So mancher App konnten Tracker nachgewiesen werden, die Infos über Nutzer und Gerät sammeln, schreibt Winfuture. Hier der Artikel vom 21.08.2022:
https://winfuture.de/news,131400.html

 

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KV Schleswig-Holstein zieht sich aus dem Rollout des e-Rezeptes vorerst zurück

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein hat sich aus der Einführung des elektronischen Rezepts zurückgezogen, weil sie auf einem Verfahren basiert, das auch den E-Mail-Weg enthält. Das widerspreche dem Landesdatenschutzgesetz. Bericht in der SZ, 23.06.2022:
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-rueckschlag-fuer-elektronisches-rezept-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220822-99-479430

Im Deutschen Ärzteblatt, 23.08.2022:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/136833/Elektronisches-Rezept-KV-Schleswig-Holstein-steigt-aus-Rollout-aus

Die dpa-Nachricht in den Stuttgarter Nachrichten, 22.08.2022:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.gesundheit-rueckschlag-fuer-elektronisches-rezept.fd669c55-bffe-44ee-8548-6633e863ad6d.html

Hier das Schreiben der KV Schleswig-Holsten – mit Möglichkeit zum Download:
https://www.kvsh.de/praxis/praxisfuehrung/newsletter/erezept-ausstieg-aus-dem-rollout

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Digitale Gesundheitsanwendung für HIV-Infizierte wird geplant und gefördert

An einer App für HIV-Infizierte arbeiten Wissenschaftler und Ärzte in Frankfurt. Ziel ist es, den Status der „digitalen Gesundheitsanwendung“ zu erreichen. Dann könnte die App verschrieben und über die Krankenkassen abgerechnet werden. Die Betreiber des Projektes hoffen zugleich, damit den Auftakt zu ähnlichen Apps zu geben. Über Konzept, Fördergelder und den Stand der Dinge berichtet die FAZ am 04.08.2022:
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/aerzte-entwickeln-app-zur-besseren-behandlung-chronisch-kranker-18219361.html

Auch bei kma-online (Thieme), 03.08.2022):
https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/uniklinik-frankfurt-entwickelt-gesundheits-app-fuer-hiv-infizierte-48213

Die Universität Frankfurt berichtet hier (02.08.2022):
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/innovative-gesundheits-app-fuer-mehr-lebensqualitaet-ki-hilft-chronisch-erkrankten/

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Notfalldaten und Ausweispflicht: Von der Sehnsucht, erkannt zu werden

Ja, die Welt könnte so schön und so neu sein. Digital ist sie ja schon. Und weil es so schön ist und wir so vernünftig sind, könn(t)en wir alle die Informationen, die für unsere Retter im Notfall (dringend) erforderlich sein könn(t)en, so auf unseren Handys speichern, dass sie ohne PIN abrufbar sind. Das ist doch schön und praktisch zugleich, oder? Auf jeden Fall ein tolles Feature. Meine Hosentasche zum Beispiel greift ständig auf dieses Feature zurück. Von ganz allein. Das liegt aber vielleicht auch nur daran, dass ich in dieser schönen neuen Welt noch immer nicht weiß, wie ich auf meinem Handy die Display-Sperre einrichte. Aber Sie kennen diese Art von Grenz-Erfahrungen gewiss selbst.

Jemand, der über all diese digitalen Fragen vielleicht erhaben ist, gewiss aber den Durchblick hat, und der allen Menschen, deren Handynotfälle er zu händeln gebeten wurde, zur Eingabe von Notfalldaten geraten hat, hat jetzt die Notfalldienste nach der Notwendigkeit von Notfalldaten auf dem Handy befragt. (Link unten) Um es kurz zu machen: Sie sind gewiss nice to have, diese Notfalldaten. Nötig sind sie aber nicht. Oder nur bedingt. In den ersten 30 bis 40 Minuten stellen sich den Notfallsanitätern nämlich ganz andere Fragen als die, welche Medikamente dieser Mensch in akuter Not für gewöhnlich nehmen muss. Und auch der Name dieses Menschen spielt im Notfall nicht die bedeutendste Rolle.

Dies als Antwort auf meine Ärztin, die neulich – ohne mit der Wimper zu zucken – behauptet hat, ich müsse meinen Personalausweis ständig bei mir führen. Allein schon wegen der Retter, die mich im Notfall am Leben erhalten. Nein, habe ich kühn zu behaupten gewagt, die Retter retten mich auch, wenn sie meinen Namen nicht kennen. Und ja: Ich bin ausweispflichtig. Sie wahrscheinlich auch. Das heißt aber nur, dass ich einen Ausweis besitzen muss – und ihn auf Verlangen vorzeigen können muss. Ich muss ihn nicht ständig mit mir führen. Sollte ich ihn dann aber zur Feststellung meiner Identität, zum Beispiel während einer Demo, vorzeigen müssen und habe ich ihn nicht dabei, dauert die Feststellung meiner Identität natürlich leider etwas länger. Im Zweifelsfall ist sie auch unangenehmer. Weswegen es klug ist, an Orten und in Situationen, in denen zu erwarten ist, dass es einem passieren kann, sich ausweisen zu müssen, auch einen Ausweis mit sich zu führen.

Warum ich jetzt das Eine mit dem Anderen verknüpfe? Die Aufforderung, meinen Ausweis ständig mit mir zu führen, begegnete mir bei meiner Ärztin nicht zum ersten Mal. Der Auffassung sind tatsächlich viele Menschen. Es hat mich nur ausgesprochen verblüfft, dass eine Ärztin sie so vehement – und so unbelehrbar – vortrug.

Dahinter steckt, so mein Verdacht, eine stille Sehnsucht. Man kann sie für eigentümlich deutsch halten – oder einfach nur für eigentümlich: Es ist unser aller Sehnsucht, erkannt zu werden.

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Die Barmer bringt die Krankenkassenkarte ins Handy

Die Barmer verlagert die Krankenkasse ins Handy. T-Systems und der ID-Dienstleister Verimi sollen dieses digitale Angebot für 8,7 Millionen Versicherte stemmen. So die Nachricht von gestern. Und manchmal steht – entgegen aller journalistischen Lehre – die wichtigste Nachricht doch am Schluss, zumindest im Artikel vom von chip.de am 30.06.2022: „Verimi und T-Systems erklärten, die vorgestellte Lösung sei so konzipiert, dass auch weitere gesetzliche wie private Krankenkassen die Komponenten als Grundlage ihres Angebotes nutzen könnten.“
https://www.chip.de/news/Gesundheitskarte-kuenftig-auf-dem-Smartphone-Neuerung-fuer-fast-9-Millionen-Versicherte_184320466.html

Auch in Computerbild, 29.06.2022:
https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-App-Check-Barmer-Gesundheitskarte-kommt-aufs-Smartphone-32964267.html

Der Auslöser für diese großangelegte Umstrukturierung liegt im „Digitale-Versorgungs-und-Pflege-Modernisierungsgesetz (DVPMG)“. Laut Nachrichtentexten müssen Krankenkassen dem Patienten ab 2023 eine sichere digitale Lösung anbieten. Im DVPMG selbst ist der 1. Januar 2024 genannt – aber einen wirklichen Überblick über dieses Änderungsgesetz gewinnt wohl nur derjenige Leser, dem die Grundlagen vertraut sind. Deswegen für alle Insider oder Einsteiger hier der Link zum Gesetz:
 https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=//*%5B@attr_id=%27bgbl121s1309.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl121s1309.pdf%27%5D__1656664603162

Der Traum vom Ausweg aus der oder vom Umweg um die eGK ist durchaus älter. Im Mai 2018 berichtete das Ärzteblatt über die Spahnschen Pläne – der beide Wege gleichzeitig gehen wollte.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95155/Handy-koennte-neue-Alternative-zur-elektronischen-Gesundheitskarte-werden

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Bachelorarbeit zur "smarten Gesundheit" prämiert

Der Nachrichteninformationsdienst Wissenschaft idw verweist auf eine interessante Studie, die die Zukunft der Medizin in den Blick nimmt. Vor allem die digitale Zukunft. Es geht nicht nur um KI – es geht auch um die „neue Lust der Selbstverdatung“. Oder um es schöner und neudeutscher zu sagen: Lifelogging. Prämiert wurde die Bachelorarbeit von Magdalena Soetebeers mit dem Titel „Smarte Gesundheit“ auch.

Hier geht’s lang, wenn Sie mehr wissen wollen:
https://nachrichten.idw-online.de/2022/03/29/weg-vom-prinzip-one-drug-fits-all-hin-zur-smarten-gesundheit-bachelorarbeit-zeigt-perspektiven-auf/?groupcolor=3

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WW und die KI: Illegale Datennutzung und hohe Strafe

WW International und Tochterfirma haben in den USA illegal Daten erhoben und sie mittels KI genutzt für eine App, mit deren Hilfe Kinder unter 13 Jahren ihr Gewicht kontrollieren können sollen. Ein Gericht hat jetzt darüber geurteilt: WW muss nicht nur die Daten löschen – sondern alle Modelle und Algorithmen, die auf Grundlage dieser Daten entstanden sind. Und eine Strafe in Höhe von 1,5 Mio. Dollar zahlen. Bericht bei Heise.de, 21.03.2022:
https://www.heise.de/news/US-Gericht-ordnet-Zerstoerung-von-KI-Algorithmen-an-6596305.html

In einem Bericht bei CBS am 04.03.2022 erfährt man mehr zu den Hintergründen:
https://www.cbsnews.com/news/weight-watchers-diet-kids-ftc/

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KBV Praxisnachrichten

PraxisNachrichten

Robert-Koch-Institut

Dies ist der RSS Feed des Robert Koch-Instituts zum Epidemiologisches Bulletin.

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