Wir hinken hinterher. Im internationalen Vergleich. Und im Gesundheitswesen. Und erst der Zustand unserer Gesundheitsakte, nein, der geht ja gar nicht. Wie gar nicht dieser Zustand geht, wird gern beschrieben mit der Verwendung eines Wortes, das für ganz alte Technik steht. Man möge sich das vorstellen: Wir schreiben schon das 21. Jahrhundert – und gar nicht einmal wenige Ärzte arbeiten immer noch mit einem Fax-Gerät. Oder und auch mit einem veralteten Drucker. Wie gesagt, das alles geht gar nicht. Sonst kommen wir ins Hintertreffen.
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
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Telematikinfrastruktur, Gesundheitsakte, Gesundheitskarte, KI, TelemedizinDer Bundesrechnungshof rechnet mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen ab, die Computerwoche berichtet (19.2.2019). Danach steht sich die Gematik gegenseitig immer wieder selbst auf den Füßen – und hat dabei schon 606 Millionen Euro ausgegeben:
Luckau will Modellregion für die Digitalisierung in der Medizin werden. Entschieden ist darüber noch nicht. Die Lausitzer Rundschau nimmt sich des Themas an unter der Überschrift „Wenn der Hausarzt auf dem PC erscheint“, (15.2.2019):
Hacker können Herzschrittmacher angreifen, heißt heute (4.2.2019) eine Titelzeile bei t-online. Die Nachricht von dpa ist so neu nicht, steht aber offenbar im Zusammenhang mit mehreren Möglichkeiten innerhalb der digitalen Medizin, tödliche Wirkungen zu erzielen.
Der Referentenentwurf zum Werbeverbot für Abtreibung (§219a) ist in der Koalition abgestimmt, der Gesetzentwurf soll am 6. Februar im Kabinett beschlossen werden. Die Grundregeln: Werbung für Abtreibung bleibt verboten, informiert werden darf in einem breiteren Rahmen als bisher. Mit auf dem Plan: Bis zum Alter von 22 Jahren sollen Frauen die Pille kostenlos als Kassenleistung erhalten.
Das ZDF nimmt die Krankschreibung per Internet (au-schein.de) jetzt als Thema auf – sowohl Text als auch Film (2 min). Der Autor lässt sich – testhalber – einfach mal per Internet für 9 Euro krankschreiben. Das ZDF zitiert einen Rechtsanwalt, der an der Rechtmäßigkeit dieses Verfahrens zweifelt:
Einen Rundumschlag ums TSVG, Jens Spahn, dessen Konflikt mit der Ärzteschaft, dem Fettabsaugen – und dem Tauziehen der Kräftegruppen im Gesundheitswesen liefert die Medical Tribune in einem Doppel-Artikel (21.1.2019):
Freitag war der Tag der Konfrontation: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, das Terminservice- und Vergabegesetz „TSVG“ und 200 Ärzte. Gastgeber: die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Ort der Handlung: Berlin.
Wie wichtig, ja sogar wie lebenswichtig, es ist, dass wir alle unsere Patientendaten aufs Smartphone holen können, wissen wir. Die Diskussion um die elektronische Patienenakte kennen wir. Pragmatisch gesehen ist vieles nachvollziehbar, manches tatsächlich wünschenswert, der Einwände sind immer noch genug – und alles ist gesagt.
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