Die Päpstliche Akademie hatte 20 Wissenschaftler für zwei Tage in die Vatikanischen Gärten eingeladen. Die Gäste standen vor keiner leichten Aufgabe: Es ging um die personalisierte Medizin, ihre Chancen, ihre Risiken, das unterschiedliche Verständnis des Begriffes. Das Domradio berichtet mit einem Artikel von KNA und einer Hintergrundinformation über die Päpstliche Akademie (11.4.2019):
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Unterkategorien in dieser Kategorie:
Telematikinfrastruktur, Gesundheitsakte, Gesundheitskarte, KI, TelemedizinMicrosoft stellt zum Ende des Jahres seine elektronische Patientenakte, die als persönliche Akte gedacht war ein. Gründe wurden nicht genannt, der Nachrichten-Artikel auf heise.de betont jedoch die Schwierigkeiten des Datenschutzes. Zum 20. November werden alle Daten gelöscht, informiert heise.de. Der Dienst wurde 2007 in den USA gestartet – und kam 2011 nach Deutschland.
Künstliche Intelligenz, so suggeriert eine Überschrift in der Frankfurter Rundschau, bedeutet eine Zeitenwende in der Medizin. Ob das stimmt, welche ethischen Fragen eine Rolle spielen und wie die Zukunft aussehen könnte, überlegt Pamela Dörhofer. Der Artikel ist ein wenig ein Rundumschlag – aber so ist er auch gedacht: Als Anregung zum Weiterdenken.
4.4.2019:
https://www.fr.de/wissen/zeitenwende-medizin-12111721.html
Digitale Medizin in Amerika bedeutet papierloses Arbeiten, bedeutet aber nicht Effizienz. In welchem Ausmaß es zum Burnout der Ärzte aller Fachrichtungen beiträgt, wird diskutiert. Das Ärzteblatt (2019, 116) gönnt sich und seinen Lesern eine ganz ausführliche Berichterstattung aus Orlando. Fazit: eHealth bitte nur mit und nicht gegen die Ärzte.
Den Arztkittel hat er ausgezogen, nun arbeitet er an Programmen, die seinen Kollegen helfen: Die Auswertung vieler Bilddaten mit Künstlicher Intelligenz. Er beschreibt das Programm wie einen Autopiloten, das wie eine Rechtschreibkorrektur arbeitet. Menschen übersehen Fehler, Daten, Kleinigkeiten. Der Bayerische Rundfunk stellt den Mann vor, der vom Arzt zum Programmierer wurde (26.3.):
Was kann Künstliche Intelligenz in der Medizin, wo wird sie schon eingesetzt, was wird erwartet, wie sieht die Zukunft aus? Die FAZ hat das Thema von allen Seiten her aufgerollt um auf die Podiumsdiskussion in Berlin heute Abend (18.3.2019, 18:30 Uhr) vorzubereiten. Auf der Seite der FAZ wird die Diskussion auch als Livestream übertragen.
Vor allem junge Menschen sind Apps auf dem Handy gegenüber aufgeschlossen – und halten Google oftmals für eine zuverlässige Informationsquelle. Das hat Folgen, die ein Frauenarzt in der Westfalenpost schildert. Viele der Apps und Antworten seien einfach nur Hokuspokus – und eine Handy könne keine Schwangerschaft verhindern. Der Artikel ist vom Januar, wird aber in der Zwischenzeit wohl kaum an Aktualität eingebüßt haben:
Die Heilbronner Stimme (stimme.de) hat mit Sylvia Thun gesprochen. Thun ist Expertin für Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen an der Berliner Charité. Es geht um den Datenaustausch im Gesundheitswesen: Deutschland verliert den Anschluss, wenn nicht bald etwas passiert, ist Thuns Auffassung. Daten müssten einheitliche Formate haben und einheitlich austauschbar, strukturierbar und aufzubereiten sein. Es reiche nicht hin, PDFs abzuspeichern. (24.3.2019)
Die B.Z. gibt Tipps für chronisch kranke Patienten, welche App ihnen wie am besten hilft – und wie sie sie finden. Ein paar wichtige Grundsätze, darauf weist das Portal hin, seien unbedingt vorab zu klären: Wo werden meine Daten gespeichert? Und: Welche Interessen stehen hinter der App. Diese Frage ist vor allem dann wichtig, wenn sie kostenlos angeboten wird. Und dann sei die Frage nach dem Speicherort der Daten von noch größerer Bedeutung. Derartig grundlegend beraten, enttäuscht dann etwas die App-Auswahl: Einnahme-Erinnerungen und Apotheken-Apps.
Nach dem Beschluss des TSVG ist es um den Bundesgesundheitsminister leise geworden. Diese und jene und welche Protestnoten erscheinen zwar noch. Nachrichten aber offenbar eher in Fachjournalen als in der Tagespresse.
Das Ärzteblatt veröffentlicht die Umstrukturierung des Bundesgesundheitsministeriums, das nun zu 51 Prozent an der gematik beteiligt ist. Namen und Referate hier (20.3.2019):
In Hamburg beginnt die Digitalisierung und Vernetzung der Krankenhäuser bei Asklepios. So ist es zumindest zwei Zeitungsberichten zu entnehmen, die sich vom Stimmungsbild durchaus unterscheiden. Aber vielleicht wird aus beiden zusammen ja ein Bild. Die Welt berichtete am 7.3.2019, das Hamburger Abendblatt am 8.3.2019. Wobei das Abendblatt seinem Image treu bleibt – und mit der Furcht vor Amazons Schwester Alexa beginnt.
Nun ist es durch, das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Dass sich die Abkürzung anhört, wie der Tennisclub im Nachbarort, hatte der Bundesgesundheitsminister einstens selbst bestätigt. Und es ist nebensächlicher denn je.
Dennoch, das Unbehagen bleibt. Die Zeitungen jubeln, weil es jetzt, was die Terminvergabe betrifft, keine Patienten zweiter Klasse mehr geben soll. Den Fachärzten steckt diese Kröte quer im Hals, weil sie in die eigene Planung eingreift. Aber das TSVG ist viel mehr als nur ein Termingesetz. Auf 200 Seiten sind Dinge geregelt, die in den Nachrichten zwangsläufig untergehen müssen.
Die "Welt" kümmert sich um Medizin-Wearables – und um die Leser, die herausfinden können sollen, welche tragbaren medizinischen Messgeräte nützlich, funktionell und vor allem vertrauenswürdig sind (11.3.2019):
Das Sana-Klinikum Lichtenberg kooperiert mit Technikkonzernen aus den USA – auch weil in Deutschland die Digitalisierung in der Medizin eher schleppend vorankommt. Auch die Nützlichkeit der AppleWatch, deren Möglichkeiten auf dem Nicht-US-Markt eingeschränkt wurden, wird getestet. Der Tagesspiegel berichtet (11.3.2019). Auch der Datenschutz ist am Ende Thema. Die bequeme Daunendecke zum Drüberlegen und Wegkuscheln: Große Player können sich Datenschutzlecks nicht leisten. Na dann ..... Trotzdem lesenswert.
Eine telemedizinische Behandlungsmethode geht nun den Weg durch die Instanzen: Der GKV-Spitzenverband hat das Verfahren zur Prüfung beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) einreicht, berichtet das Ärzteblatt (8.3.2019):
Der Beitrag des SWR ist von Ende Januar – das tut seiner Aktualität jedoch keinen Abbruch. Die Redakteure waren bei Kaspersky – und konnten zuschauen, wie schnell die Experten im Darknet auf der Suche nach Patientendaten fündig wurden. Ein Beitrag zum Thema Patientendaten und Hacker. Mit durchaus erpresserischen Folgen:
Die Filstalwelle meldet, die Alb Fils Kliniken seien in Baden-Württemberg Vorreiter in Sachen E-Portal. Das Göppinger Krankenhaus sei hier unter den ersten Häusern die den E-Arztbrief verwirklichen, 50 Ärzte und ihre Patienten seien bereits angeschlossen (28.2.2019):
Die Kritik an Jens Spahn, die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen außer Kraft zu setzen – oder zumindest die Kräfte deutlich zugunsten des Bundesgesundheitsministeriums zu verschieben, nimmt zu.
Jens Spahn will die Stellung der Hausärzte stärken. Patienten, die sich verpflichten, immer zuerst zum Hausarzt zu gehen, der dann ggf. die Überweisung zum Facharzt ausschreibt, sollen eine Prämie bekommen, die nach dem Willen von Union und SPD die Krankenkassen von dem so erwirtschafteten Effizienzgewinn auszuzahlen hätten.
Die Welt hat das Hausarztmodell in einem Video kritisch unter die Lupe genommen.
Originallink zum Welt-Video auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=ct_78x5xAa0
Jens Spahn schlägt im Rahmen des TSVG ein Implantatsregister vor, das als fortschrittlich gilt, meldet die Tagesschau. Doch daran geknüpft sind Änderungsanträge, die die Selbstverwaltung des Gesundheitswesen entmachten soll. Dieses Handlungsprinzip hat Methode – und die Tagesschau hat anhand dieses Implantatsregister-Vorschlags die Methode Spahn aufgearbeitet – und gleich mehrere Artikel zusammengestellt (22.2.2019):
KBV Praxisnachrichten
-
KBV: Der Bundestag sollte sich ein Beispiel am Bundesrat nehmen
Unmittelbar vor der ersten Lesung des Spargesetzes im Bundestag...
-
EBA beschließt drastische Kürzungen in der Humangenetik
Die Ausgaben für humangenetische Untersuchungen werden drastisch...
-
Sonderlinsen bei Kataraktoperationen: Privatrechnung für Mehraufwand nicht mehr möglich
Für den Mehraufwand bei der Implantation einer Sonderlinse auf...
Robert-Koch-Institut
-
Epidemiologisches Bulletin 24/2026
30-jähriges Jubiläum: Die Nationalen Referenzzentren und...
-
Epidemiologisches Bulletin 23/2026
HPV-Impfkommunikation wirksam gestalten – Erkenntnisse aus...
-
Epidemiologisches Bulletin 22/2026
Neufassung der Kategorien in den Empfehlungen der Kommission für...
