NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Die Folgen der Askese: Essen ohne alles ...

Pizza ohne Käse, Pizza mit Käse, der in Wirklichkeit aber gar kein Käse ist, Schnitzel ohne Fleisch, Würstchen ohne Wurst, Sekt ohne Alkohol: Die lebensmitteltechnologische Deklination des Wörtchens „ohne“ kennen wir rauf und runter. Aus der Presse, aus dem wirklichen Leben, aus der Werbung. Nur die hochprozentigen Spirituosen sind noch immer vollständig „mit“. Und zwar mit Prozenten. Aber die Spirituosen sind ja auch eher was für Alkoholiker oder für Ausnahmen.

Schön waren ja bis vor Kurzem auch die Haribo-Tüten, auf denen ein Hinweis verkündete: „Ohne Fett“. Das steht dort mittlerweile nicht mehr. Jetzt wurde das Schildchen ersetzt durch die Aufschrift „Zum Teilen“.

Nun ist das Wörtchen „ohne“ an und für sich ja überhaupt nicht tendenziös oder programmatisch. Auch nicht subversiv, alternativ, verlogen oder verbogen. Es zeigt einfach nur das Fehlen von Etwas an. Das kann programmatisch oder gesund sein, und es kann Teil einer Vertuschung sein mit Gewinnmaximierung als Absicht, zum Beispiel. Und manchmal kommen beim „Ohne“ auch alle möglichen Absichten und Erkenntnisse zusammen.Zum Beispiel dann, wenn der Kunde in der Pommesbude die klassische Pommes "mit ohne alles" bestellt. Das ist Purismus, Askese und Genusssucht aufs Grundlegendste vereint. Wenn aber nun ein Kunde in den USA beim Subway einen Tuna-Sub bestellt, dann liegt die Absicht zur Askese möglicherweise gar nicht bei ihm selbst.

Die US-Kette Subway scheint nämlich dort so etwas wie veganen Thunfisch ohne Fisch entdeckt zu haben, den sie allerdings keineswegs als solchen vermarktet oder gar bekennt. Veranlasst durch den Auftrag einer Journalistin, konnten Labore im Thunfischbrötchen von Subway nämlich keinen Thunfisch, also keine DNA, nachweisen. Die Kette Subway selbst hält diesen Test für eine Episode aus dem Kapitel, Anwälte profilieren sich auf Kosten der Lebensmittelindustrie, und beteuert, dass der Thunfisch bei ihnen unbedingt aufs Brot kommt – und zwar im Mix mit Mayonnaise.

Nachzulesen, mit mehr Infos, bei den Stuttgarter Nachrichten, 23.06.2021:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.untersuchung-der-new-york-times-labor-findet-keinen-thunfisch-im-subway-tuna-sub.2a12bc84-d1b4-4e9a-8fea-ea565c6f78db.html

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Spökenkieker - oder: Mit dem Zweiten seh ich schlechter

Nachrichtlich vollkommen frei gibt's hier nun mal wieder einen Text von der Sorte, die mit dem Unsinn verwandt ist, ohne vollkommen sinnlos zu sein. Ich hoffe, er macht Ihnen Spaß:

Kennen Sie den Suppenmüller? Nein, den kennen Sie ganz bestimmt nicht. Ich kannte den Suppenmüller nämlich auch nicht, aber er flog mir beim Zeitunglesen eben geradezu ins Auge. Die Anzeige von Edeka bot mir einen Blumenkohl vom Suppenmüller an für 1,29 Euro. Guter Preis, aber: Wer zum Teufel ist Suppenmüller – und warum verkauft der Blumenkohl? Gut, ich könnte den Kohl in die Suppe tun, stutze aber weiter. Und zwar erfolgreich: Alle Artikel, die Edeka in der Anzeige nicht nur mir anbietet, sind vom Suppenmüller.

Nein! Wenn ich beide Augen inmitten der Brillengläser ganz fest zusammenkneife, muss ich feststellen: Alles nur Superknüller. Kein Suppenmüller und erst recht kein Suppenkaspar. Nur der Blumenkohl wäre für des Kaspars Suppe super geeignet. Also alles unspektakulär.

Bleibt nur ein Rückschluss: Ich werde älter. So ist das manchmal. Anderen Menschen passiert das auch. Alles halb so schlimm. Hier wird nicht gejammert.

Die Erkenntnis, dass die Sehfähigkeit zweifelhaft ist, ist außerdem mir persönlich gar nicht neu. Vor allem mit dem zweiten Auge sehe ich, und das seit meiner Geburt, schlechter. Nur nimmt der Grad der Veränderung gerade zu. Das bedeutet zugleich ungeahnte Möglichkeiten: Neben den Suppenmüllern sehe ich nämlich längst – aber nur im Augenwinkel des zweiten Auges – fliegende Radfahrer, reitende Horden, Schatten und Unholde, meist in Schwarz, dafür aber in allen möglichen Größen. Auch schon einen schwarzen Fuchs. Gewiss: Alles eine Frage der Fantasie. Wer links an mir vorbeifliegt, vorbeischwebt, vorbeihuscht oder sich sonstwie vorbeibewegt, hat, sofern mein Hauptaugenmerk nicht unmittelbar auf ihm liegt, gute Chancen als Fabelwesen völlig verkannt zu werden.

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Die vierte Welle - musikalisch und gedanklich untermalt

„Spahn plant für eine vierte Viruswelle“, titelt die Berliner Morgenpost am 02.06.2021.
https://www.morgenpost.de/vermischtes/article232428875/corona-news-impfung-who-china-lockerungen-rki-zahlen.html

Und ich frage mich, welches Vergnügen der zuständige Schlagzeilen-Redakteur bei dieser Schlagzeile wohl empfunden haben mag. Stellen Sie sich mal vor, Sie fliegen schnell über diese Zeile hinweg, weil Sie eigentlich gleichzeitig etwas anderes tun. Oder weil das Telefon klingelt. Oder weil Sie sich für Spahn nur deshalb interessieren, weil es ohne Gesundheitsminister auch nicht geht. Sie huddeln also optisch durch die oberste Zeile und lesen: „Spahn plant vierte Viruswelle“. Spätestens da hat die Berliner Morgenpost die Aufmerksamkeit, die man als Zeitung so braucht. Und dann bemerken Sie den Irrtum. Spahn plant nur für. Oder sorgt vor. Aber: Seit wann reden wir denn eigentlich von der vierten Welle? Und wer spahnt oder plant was und warum?

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Allesdichtmachen - Aktualisierung: Allemalneschichtmachen

Aktualisierung 28.04.2021:

Medizin- und Pflegekräfte antworten mit: #allemalneschichtmachen:
https://twitter.com/hashtag/allemalneschichtmachen?src=hashtag_click

Das Video von Doc Caro, die sich als "Stimme des Gesundheitssystems, zumindest eine davon" bezeichnet, Initiatorin und Gesicht der Gegenaktion, finden Sie hier (25.04.2021):
https://www.youtube.com/watch?v=dGnRFPfmQBM

Audio-Bericht und kurzer Text im SWR, 27.04.2021:
https://www.swr.de/swr2/wissen/allemalneschichtmachen-medizin-und-pflegekraefte-starten-eigene-corona-kampagne-100.html

Die "Welt" berichtet auf Youtube (4:26 min):
https://www.youtube.com/watch?v=YigBWb5n_TQ

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Ein erkenntnisreicher Anruf bei Spahn ....

Dirk Sieling hat mal eben den Jens im Gesundheitsministerium angerufen, um zu erfahren, warum die Impfstoff-Lieferungen an die Hausärzte halbiert wurden. Die ganze Wahrheit hier:

https://www.youtube.com/watch?v=b7Iq1c-sEmc

 

 

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Home, School? Einblicke in längst nicht mehr neue Wirklichkeiten

Kennen Sie Munz und Ruppenthal? Nicht? Dann haben Sie wahrscheinlich keine Kinder, Ihre Kinder gehen noch nicht zur Schule oder haben dieselbe schon verlassen. Weil nun vielerorts die Schulferien zuende gehen: Sie können sich mithilfe des Lehrer-Duos tatsächlich ein wunderbares Bild vom Schulalltag machen. Und garantiert haben Sie dabei auch ohne (Schul-)Kinder genug zu lachen:

Das Video vom 16.01.2021 finden Sie hier auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=ospwyqfgMTQ

Und fürs Vergnügen noch ein paar weitere Links:
https://www.regio-tv.de/mediathek/video/online-unterricht-lehrer-posten-video-und-sorgen-fuer-lacher-im-netz/

Die Web-Seite der Lehrer:
https://www.die-lehrer.de/home/

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Kleine Alltags-Göttelei

Ich muss zugeben, Hygiea war mir lange Zeit vollkommen unbekannt – trotz Latein- und Geschichtsunterricht im Gymnasium. Sie gilt in der Antike als Göttin der Gesundheit – und so recht waren sich die Griechen nicht einig, woher sie gekommen ist: Mal ist sie die Tochter des Asklepios, mal ist sie seine Frau. Auch an Hermes Seite kommt sie vor. Aber man kann sie gut erkennen: Mit ihr ist meist eine Schlange unterwegs, die sie aus einer Schale tränkt. Oder aber sie hat ein Füllhorn voller Früchte dabei. Das macht allerdings wieder verwechselbar. Auf jeden Fall deutet ihre uneindeutige Identität doch wohl darauf, dass sie erst später zur göttlichen Gruppe gestoßen ist.

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Pflanzen, die Sie mit oder wegen Corona in Ihren Garten setzen können

Wochenend mit Sonnenschein. Der Garten ruft weiterhin und ich habe eine passende Antwort für Sie gefunden. Kennen Sie Kalmia latifolia? Wahrscheinlich nur, wenn Sie mehr als ein bisschen gärtnern. Als Berglorbeer hingegen könnte er Ihnen zwar nicht über den Weg gelaufen, aber vielleicht doch ins Auge gestochen sein. Und wenn Sie arglos waren, hielten Sie ihn für einen ganz besonderen Rhododendron. Was botanisch nicht ganz falsch, ist, die beiden sind verwandt.

Nun gibt’s ne Neuheit unter den Kalmien. Wunderbare weiße Blüten mit dunkelroten Punkten. Manchmal zu großen Bällen angeordnet. Ich weiß leider nicht, wie neu diese Neuheit ist, und auch nicht, wer sich den Namen ausgedacht hat: Kalmia Corona.

Da ich die Bildrechte der Baumschulen durchaus zu wahren geneigt bin, schlage ich vor, Sie schauen einmal auf dieses Bild:
https://rabben-baumschulen.de/11068/upload/normalGallery/Kalmia_lat_Corona-234-40.jpg
Sehen Sie, jetzt wissen Sie wenigstens, was der Namensgeber sich vielleicht bei der Taufe gedacht haben könnte, sofern die Pflanze dafür tatsächlich neu genug ist. Aber ist sie nicht wunderbar?

Und jetzt kommen wir zu dem, was uns in der Medizin Arzt oder Apotheker sagen sollten. Kalmia Latifolia ist giftig. In allen Pflanzenteilen. Sollten Sie sie zu verzehren versuchen, merken Sie’s nach sechs Stunden. Die Symptome – nach Wikipedia:

„... unregelmäßige Atmung, Appetitlosigkeit, Schluckbeschwerden, vermehrter Speichelfluss, Tränenfluss, Herzbeschwerden, Koordinationsschwierigkeiten, Depression, Übergeben, Durchfall, Schwäche und Krämpfe bis hin zur Lähmung und selten Koma und Tod. Obduktionen von Tieren, die an spoonwood poisoning verendeten, zeigen innere Blutungen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalmia_latifolia#Giftigkeit

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Vom Bürgermeister, der die weiße Flagge hisste - und von Heinrich Heine, der am Ende Vieles schon wusste

Im Erzgebirge protestieren die Bürgermeister. Sie wenden sich an den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und richten sich dabei gegen die Corona-Auflagen bzw. gegen die Ausrichtung an den Inzidenzwerten. Denn – so die Begründung – es gibt im Erzgebirge Dörfer, in denen eine erkrankte Person binnen 7 Tagen den Inzidenzwert über die 100er-Grenze wuppen kann. Bericht im Tagesspiegel, (kein Datum, da laufend aktualisiert):
https://www.tagesspiegel.de/politik/verlieren-rueckhalt-der-buerger-aufstand-der-erzgebirge-buergermeister-gegen-reine-inzidenz-politik/27012868.html
Die Antwort des Ministerpräsidenten fällt vermittelnd bis bittend aus und findet sich am 17.03.2021 beim MDR:
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/erzgebirge-buergermeister-kritik-corona-massnahmen-100.html

In Brandenburg kapituliert ebenfalls ein Bürgermeister. Und zwar vor der Verwaltung. Man müsse, so seine entschiedene Meinung, auch die Zeit haben, die Corona-Verordnungen und ihre Änderungen jeweils zu lesen und umzusetzen. Bürgermeister Bodo Oehme hisste am Rathaus in Schönwalde-Glien – durchaus auch medienwirksam – die weiße Flagge. Bericht am 15.03.2021 in der Berliner Zeitung:
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/zu-viele-corona-regelungen-buergermeister-oehme-hisst-weisse-fahne-li.146013
Bildlich trifft’s übrigens die Bild am besten (12.03.2021):
https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-regional-politik-und-wirtschaft/brandenburg-buergermeister-kapituliert-vor-corona-regel-schwemme-75717046.bild.html

Auch in der sächsischen Kleinstadt Augustusburg moniert der Bürgermeister die Ausrichtung auf den Inzidenzwert. In seiner Stadt hat das dazu geführt, dass ein Modellprojekt zur (Teil-)Öffnung von Gastronomie und Tourismus nun gestoppt sei. Er fordert flexible Lösungen. Bericht im Deutschlandfunk am 17.03.2021 (mit „felxibler“ Rechtschreibung)
https://www.deutschlandfunk.de/augustusburg-saechsischer-buergermeister-fordert-felxible.1939.de.html?drn:news_id=1238666

In Niedersachsen hatten sich im Februar schon 17 Oberbürgermeister zusammengesetzt, um politische Forderungen nach mehr Testen und mehr Impfungen und mehr Öffnungen zu stellen. Der NDR berichtete am 27.02.2021:
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/17-Oberbuergermeister-fordern-neue-Corona-Strategie,corona6896.html

In Papenburg hingegen appelliert Bürgermeister Jan Peter Bechtluft in deutlichen Worten an die Bürger, Masken nicht auf halbmast zu hissen. Rechnet man Papenburgs Inzidenzwert aus dem Emsland heraus, liegt die Stadt zurzeit bei einem Wert über 300. Der NDR brachte zuerst das Video und einen Tag später die Reaktion Bechtlufts, der seinerseits mit den Reaktionen auf das Video sehr zufrieden ist. Hinter diesem Link vom 17.03.2021 sehen Sie das betreffende Video und den anschließenden Text:
 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Videostatement-Buergermeister-ist-mit-Reaktionen-zufrieden,papenburg1066.html

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Ab ins Beet! Corona und die Gärten

Nur die Harten kommen in den Garten, heißt es – und jeder weiß eigentlich, dass das nicht stimmt. Genauso wenig wie die Weichen Eichen kochen. Diesen Teil der Redensart kennt nun zumindest kaum einer, denn eigentlich kamen zuerst die Weichen in den Teich. Was ein fauler Reim war. Der Germanist spricht von einem unreinen Reim.

Reiner wird’s inhaltlich und bezüglich der Reimform beim NDR: Da kommen nun endlich auch die Zarten in den Garten. Und wer ist schuld? Corona natürlich.

So, jetzt ist aber Schluss mit der Blödelei. Tatsache ist: Wer nicht verreisen kann, der gärtnert. Der Trend zeichnete sich schon im ersten Lockdown vor einem Jahr ab. Und dort im Garten treffen sich mittlerweile (oder sie treffen sich genau nicht) die Harten, die Zarten, die Weichen und die Warmduscher, die Faulenzer, die Arbeiter, die Alten und die Jungen. 2020 sogar am Vatertag und mit Bollerwagen – vielerorts aber ohne Alkohol.

Andere Tatsache: Wer nicht verreisen kann, es aber sonst getan hätte, hat Geld übrig. Und das fließt jetzt in den Garten – oft über den Umweg der Gartenbaufachbetriebe. Anders gesagt: Wer Geld übrig hat, muss nicht einmal selbst gärtnern, sondern kann getrost gärtnern lassen.

Der NDR (Schleswig-Holstein Magazin) hat sich am 13.03.2021 des Themas angenommen in Text, Bild und Video. Und zwar so schön, dass auch Nicht-Gartenbesitzer und Menschen ohne ungenutzte Reisekasse ihre Freude daran haben. Die passende Überschrift: „Das zweite Wohnzimmer“:
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Das-zweite-Wohnzimmer-Exklusive-Gaerten-boomen-durch-Corona,gartengestalter100.html

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Kleines Wochenendvergnügen: HB-Männchens Tageslauf

Im Leben, vor allem aber im Alltag, kann so einiges schiefgehen. In den 60er und 70er-Jahren passierte dies vor allem dem HB-Männchen. Wahrscheinlich nicht nur in meiner Kindheit ein Quell von Schadenfreude und Mitgefühl zugleich. 2011 hat jemand sich die Mühe gemacht, einen ganzen HB-Männchen-Tag zusammenzuschneiden. Dass die Zigarettenwerbung dabei der Schere zum Opfer fällt, ist in der Summe vielleicht sogar praktisch, am Anfang gewöhnungsbedürftig. Sollte Ihnen das Unglück oder Missgeschick in der vergangenen Woche allzu nah auf die Pelle gerückt sein – hier die Alltagsgeschichten eines Leidensgenossen in sechs Minuten:

https://www.youtube.com/watch?v=5R6384xqWx4

Dann noch schnell ein paar Fakten für die Bildung: Ab 1957 flimmerte "Bruno" über den Bildschirm. Den inoffiziellen Vornamen kann Wikipedia entstehungsgeschichtlich nicht begründen, weiß aber dafür, dass die 400 Werbespots unter Sammlern ausgesprochen beliebt sind. Was wahrscheinlich kaum noch jemand weiß: Das HB-Männchen war zuerst als echter Mensch gestartet. Noch mehr Infos hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/HB-M%C3%A4nnchen

Deutlich  mehr erfahren Sie bei den Zeithistorischen Forschungen. Dort wird verraten, dass Bruno von seinem Schöpfer so getauft wurde. Sie können aber auch lesen, dass Bruno, ein Kind der Wohlstandswunderwelt, später zum Modernisierungsopfer wird. Und Sie lesen von einem Werbefilm, den Sie gewiss nie sehen durften. Zum 100. Werbefilm gab's für die Auftraggeber einen niemals veröffentlichten Spot als Geburtstagsgeschenk. Angesichts seiner Werbe-Zukunftsperspektive beschließt das HB-Männchen nämlich, sich umzubringen. Selbstverständlich gelingt auch das nicht. Mehr Infos dazu hier:
https://zeithistorische-forschungen.de/1-2-2007/4633

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Das Bild hängt schief: Weißer Rauch über dem Kanzleramt

Wir schreiben den IV. Martii anno domini MMXXI. „Erst spät stieg weißer Rauch über dem Kanzleramt in Berlin auf“, schreibt Ruhr24.de.

https://www.ruhr24.de/nrw/corona-oeffnungen-lockerungen-lockdown-verlaengert-ostern-maerz-merkel-gipfel-nrw-deutschland-90224842.html?trafficsource=idTopBox

Journalisten nennen diese Art von Textanfang einen szenischen Einstieg. Jetzt könnte ein Feature oder gar eine Reportage folgen, die das Geschehen nicht nur zur Nachricht macht, sondern die riecht, schmeckt, lauscht, hört. Sieht. Folgt aber nicht, Sie dachten’s sich schon.

Was ebenfalls folgen müsste, auch das wissen wir alle: „Habemus papam.“ Doch der Papst wird nicht im Kanzleramt gewählt. Wissen wir auch. Dennoch oder genau deswegen muss jetzt Frau Merkel herhalten als Subjekt des nächsten Satzes. Sie ist es die „gemeinsam mit Berlins regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor die Presse“ tritt, um die Beschlüsse der Ministerkonferenz zu verkünden.

Eine Päpstin? Das kann uns nicht schrecken, literarisch ist das Thema vor Jahrzehnten schon durchdekliniert und politisch ist es als Forderung seit Maria 2.0 mindestens an der Tagesordnung. Drunter tun wirs’s nicht. Und auch nicht Ruhr24.de. Dass Michael Müller und Markus Söder als Kardinäle Päpstin Angela verkündigend und treu zur Seite stehen, ist auch nur geschlechtergerecht.

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Nur fürs Vergnügen und zum Gucken - lustige Motorradbilder auf 1000ps.de

Keine Ahnung, wieso ich auf diese Seite gestoßen bin. Und alt ist sie auch noch, von 2016. Keine Ahnung, wie ich wozu einen Zusammenhang herstellen soll. Muss man vielleicht gar nicht. Und so leite ich amüsiert weiter:

41 lustige Motorradbilder.

Und lustig ist hier wirklich das treffende Adjektiv. Selbst anzüglich wird hier zu lustig. Bei manchen Bildern könnte man sogar von schreiender Komik sprechen.
https://www.1000ps.de/motorrad-bilder-detail-lustige-motorradbilder-10598

Viel Vergnügen ....

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Frühlingserwachen mit blauen Masken im Park

„Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte“,

schrieb Eduard Friedrich Mörike vor fast 200 Jahren.

Und weil der Frühling die Menschen mit seinem blauen Band in diesem Jahr ganz besonders umgarnt und ins Freie lockt, frohlockt dann zwar des Menschen Seele gewiss noch mehr als vor 200 Jahren, doch fehlt dem Lock danach das Down. Weil es Menschenscharen sind, die der Verlockung des Frühlings nicht mehr widerstehen können.

Und während bei Mörike die Veilchen träumen und die Harfenklänge von ferne leise tönen, klingt es aus den Pressemitteilungen der Stadt Köln laut und vernehmlich:

Maskenpflicht am Wochenende in den Parks. Von Freitag bis Sonntag, je 10 bis 22 Uhr. Gegessen werden darf, aber wer isst, darf sich dabei nicht von der Stelle bewegen. Zum Rauchen hingegen darf man die Maske nicht abnehmen, so die Meldung. (Vielleicht sollten Raucher, die der Verlockung des blauen Dunstes nicht entsagen können, die Maske nicht down legen, sondern lochen?)

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Wenn Frau Reker die Karten am Aschermittwoch offen auf den Tisch legt - Corona und der Skat

***

50, 35, 25, 20, 10, 0.

Im Corona-Skat hat Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Aschermittwoch öffentlich ihren Mitspielern Null Ouvert vorgeschlagen. Ihre Karten legt sie gleich offen auf den Tisch. Wie beim Skat auch ist die Nullrunde erst später in die Corona-Diskussion eingebracht worden. Wobei: Nach der Nullstrategie, die Kölns Oberbürgermeisterin pressewirksam und aus eigener Quarantäne anstrebt, wäre bei einem Inzidenzwert von 10 das Spiel schon so gut wie gewonnen, und die Ampel fürs öffentliche Leben könnte für die Teilnehmer dieser Skatrunde auf Grün (= Pik) gesetzt werden. Vielleicht sollten wir Henriette Reker also, um beim Skat das richtige Solo zu spielen, lieber zum Pik-Solo raten. Und wenn sie dabei hinterher doch nicht aus dem Schneider kommt, ampeln wir alle auf Rot. Aber in Wirklichkeit hat Frau Reker bislang nur ein Bilderbuch auf der Hand – zum Solo reicht’s ja gar nicht.

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Haariges aus Schleswig-Holstein

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) widmete sich am 30.01.2021 einem zwar eher nebensächlich vordergründigen, aber durchaus haarigen Thema. Unter dem Titel Krisen-Friesen hat die Zeitung Frisuren, Schnitte und Unglücke, Erfolge und Misserfolge ihrer Leser beim Selbstversuch und Wachsenlassen in einem Video gesammelt – und musikalisch unterlegt. Eigentlich schade, dass es dafür nislang erst 336 Klicks gibt.

https://www.youtube.com/watch?v=BFPWeRJMcxY

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Schweigen gegen Corona

 Bildhinweis:
Von Matthias M. - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6834699

Immer wieder gibt es Menschen, die behaupten, dass die Pandemie auch gute Seiten hat. Ich gehöre eindeutig zu dieser Gruppe Mensch. Und habe jetzt einen Beweis gefunden, der bestimmt nicht nur für mich erfreulich ist: In München und auf Mallorca und dem Vernehmen nach auch auf Ibiza dürfen oder sollen – je nach Art der Regelung – die Menschen im öffentlichen Nahverkehr nicht mehr reden. Die Palette der Möglichkeiten reicht da ja vom Redeverbot bis zum Schweigegebot.

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Gedankenspiele: Wenn die Polizei an Weihnachten Hausbesuche macht - Aktualisierung 22.12.2020

Linknachtrag, 22.12.2020: Der WDR berichtet für NRW, dass der Kontrolle privater Haushalte enge Grenzen gesetzt sind. Unter anderem sind es die Corona-Regeln selbst, die in NRW nur für den öffentlichen Raum gälten. Verboten sind nur Partys. Interview mit einem Rechtswissenschaftler:
https://www1.wdr.de/nachrichten/nrw-kontaktbeschraenkungen-privater-raum-100.html

 Text vom 18.12.2020

Wenn das mal nicht der pure Neid ist: RTL berichtet mit Video über eine Party in Wuhan. „Als hätte es Corona nie gegeben!“, steht dort, als wäre der Berichterstatter persönlich höchst empört. Zugegeben: Dem Ausrufezeichen sieht man die Empörung nicht unmittelbar an. Es kann also auch etwas mit meiner Einbildung zu tun haben. Aber, so mein nicht unberechtigter Einwand: Anteilnehmende Freude sieht sprachlich anders aus.

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Koala im Weihnachtsbaum

Ich hätte da einen Bären, den ich Ihnen aufbinden könnte, ganz ohne zu übertreiben. Der Koala hat sich seinen Platz selbst gesucht und sitzt in eimem Weihnachtsbaum in Australien im Wohnzimmer - wo er offenbar auch lieber geblieben wär. So zumindest der Eindruck aus einem längeren Video bei 20min:

https://www.20min.ch/video/familie-findet-koala-in-christbaum-898548033667

 

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Pandamie in Frankfurt

Pandamie

Nein, das ist kein Schreibfehler.

Das ist Kunst, Protest, Witz. Vielleicht alles in allem zusammen. Corona macht’s auch hier möglich bzw. fördert es ans Licht. Ein Wirt aus Frankfurt, dem eigentlich das Lachen eher tief im Halse stecken müsste, hat sein Restaurant mit Pandas besetzt. Und die trinken dazu, wie sollte es auch anders sein, eine Flasche Corona. Abends ist das Restaurant, zum Vergnügen der Spaziergänger, beleuchtet. Hier das pandastische Video, das sich fast keines der großen Zeitungsportale entgehen ließ.

Die Süddeutsche Zeitung, 25.11.2020:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/frankfurter-restaurant-mit-pandas-durch-die-pandamie-1.5127871

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KBV Praxisnachrichten

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