Ein Spahn unter 200 Ärzten
Freitag war der Tag der Konfrontation: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, das Terminservice- und Vergabegesetz „TSVG“ und 200 Ärzte. Gastgeber: die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Ort der Handlung: Berlin.
Mit dem Eingeständnis, dass auch er beim Kürzel TSVG eher an Sport als an das Gesundheitswesen erinnert sei, hat Spahn wohl kaum nach Komplimenten gefischt. Vielleicht aber etwas Sympathie geangelt. Wer weiß das schon.
Die Volksstimme weiß offenbar auch nicht genau, wie die Stimmung war. Beschreibt aber immerhin ein paar Konfrontationsstellen. Und endet mit Spahns Hoffnung, dass nicht alles vergeblich war, wenn man nun überzeugt sei, dass der Gesundheitsminister nicht morgens wach werde, um gleich darauf Ärzte zu ärgern. Auch hier wird am Ende kein Kompliment am Ende der Angel gehangen haben – und die Frage, woraus der Köder bestand, hat die Volksstimme nicht einmal gestellt (19.1.2019):
https://www.volksstimme.de/deutschland-welt/politik/gesundheitswesen-herr-spahn-und-der-aerger-der-aerzte
Das Handelsblatt hingegen nimmt die Köder von Anfang an fest in den Blick: Zugeständnisse. Aber nicht viele. So soll das TSVG erst am 1. Mai beginnen – und nicht schon am 1. April. Hier kommen auch die verschiedenen Positionen verschiedener Ärztegruppen zur Sprache – und es wird ganz deutlich, dass es den Ärzten vorrangig auch darum geht, sich gegen Bevormundung und Fernlenkung zu wehren (18.1.2019):
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/aerztegesetz-spahn-will-mit-aerzten-ueber-sein-terminservice-gesetz-verhandeln/23883586.html?ticket=ST-291286-ioN4PdqW9uftWAtzbFTY-ap2
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