Für Jens Spahn brennen gerade gleichzeitig mehrere Kreuzfeuer, die er entweder er selbst oder die Presse um seinetwillen angezündet hat. Und so manch einer würde aus dem Kreuzfeuer gern den Scheiterhaufen schichten.
Das Gesundheitswesen wird Tummelplatz für Investitionen. Nicht erst seitdem MVZs zur Problemlösung nicht nur der Landarztfrage geworden zu sein scheinen, warnen immer wieder die verschiedensten Stimmen – lokal wie politisch – vor einer „feindlichen Übernahme“. Aber auch in der Frage der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz, der Robotertechnik und der telematischen Vernetzung machen die Geldgeber neugierig mindestens schon mal die Augen auf.
Heute (19.2.2019) beginnt die zweite Staffel der Fernsehserie „Charité“ in der ARD. Sie spielt in Berlin 1943, hat sich also das Thema „Ärzte unterm Hakenkreuz“ vorgenommen. Der Zeitsprung macht es möglich, dass auch Neueinsteiger sich in der Serie zurechtfinden.
Die Bundesärztekammer lehnt Neuregelungen ab, die es schwerkranken Patienten ermöglichen sollen, ihr Leben selbst zu beenden. Die Grundhaltung dahinter: Ärzte helfen im Sterben, aber nicht zum Sterben.
Mannheimer Morgen, 19.2.2019:
https://www.morgenweb.de/newsticker/newsticker-dpa_artikel,-nachrichten-aerzte-gegen-verkauf-von-suizid-mitteln-fuer-schwerkranke-_arid,1403637.html
Umfassender berichtet das Handelsblatt (19.02.2019). 2017 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass Schwerkranken in Extremfällen der Zugang zu Medikamenten gewährt werden müsse, die tödlich sind. Das Bundesgesundheitsministerium hätte aber im vergangenen Jahr angewiesen, dass alle Anfragen abzulehnen seien. Nun fordere die FDP eine Klarstellung.
https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-aerzte-gegen-verkauf-von-suizid-mitteln-fuer-schwerkranke/24010968.html?ticket=ST-1331111-E4vKmWVEzQI0K97IGrOd-ap3
Bad Godesberg war bis vor kurzem eine Stadt, in der sich Patienten aus den Golfstaaten gerne behandeln ließen. Das hat sich nun geändert. Über Patientenströme und Medizin-Tourismus berichtet der WDR am 18.2.2019:
Der Kreis Soest hat einen Hausärzte-Kümmerer. Angestellt ist der Mann bei der Wirtschaftsförderung des Kreises. Den Job macht er in Vollzeit – und er kennt nicht nur alle Förderprogramme, er unterstützt Ärzte, die willens sind, auf dem Land zu arbeiten, bei allen möglichen privaten Hindernissen, die sich auftun, wenn sie tatsächlich dann auf dem Lande arbeiten.
Am besten, wir fangen gleich mit den Ergebnissen an: Ärzte golfen weniger, als ihr Ruf behauptet. Dazu auch noch schlechter, als ihr Ruf erwarten lässt. Lediglich Chirurgen bringen es auf ein gutes Handicap. Die Medical Tribune formuliert das so: „Die schneidenden Fächer stellten mit ihren technischen Fertigkeiten ihre Kollegen in den Schatten.“
Gelenkoperationen mit Roboter-Unterstützung – ein Bericht aus Weilheim (Süddeutsche Zeitung, 18.2.2019):
AKK kann’s. Nicht nur das Reden – auch das Putzen. Schon aus Tradition räumt sie seit Jahren im saarländischen Karneval als Putzfrau mit dem Landtag auf. In diesem Jahr (2018 hatte sie ausgesetzt) ist ihr Thema selbstverständlich Berlin. Und selbstredend auch Jens Spahn, der sich um alles andere kümmere als um Gesundheit.
Der Bremer Senat will Medizinstudenten im praktischen Jahr nach Bremen holen – nicht aber einen Medizinstudiengang einrichten. Bremen ist das einzige Bundesland in Deutschland, in dem man nicht Medizin studieren kann.
Ein privater Kita-Träger in NRW führt eine Impfpflicht ein. Die Reaktionen stellt der Deutschlandfunk online (16.2.2019):
Luckau will Modellregion für die Digitalisierung in der Medizin werden. Entschieden ist darüber noch nicht. Die Lausitzer Rundschau nimmt sich des Themas an unter der Überschrift „Wenn der Hausarzt auf dem PC erscheint“, (15.2.2019):
Landarztzahlen und -Nachrichten aus dem Landkreis Cloppenburg, Bericht in der NWZ (15.2.2019):
Der Kreis Kleve und das katholischen Karl-Leisner-Klinikum in Kleve unterstützen sieben Stipendiaten mit 1200 Euro monatlich. Geplant war zuerst nur ein Stipendium für 5 Stundenten. Im Ausgleich dafür müssen die Stipendiaten ihre fünfjährige Facharztausbildung im Klinikum und anschließend fünf Jahre als Arzt im Kreis Kleve absolvieren.
Kinder bekommen zu oft und zu viele Antibiotika – und auch oft dann, wenn sie gar nicht helfen. Deswegen hat ein Kinderarzt in Ostwestfalen-Lippe die Initiative zu einem Netzwerk ergriffen, das sich für einen maßvollen Einsatz von Antibiotika einsetzt. Der Kreis, an dem sich nun auch Krankenhausärzte beteiligen, hat sich am Mittwoch zum ersten Mal in einem Krankenhaus in Bethel getroffen.
An die erste Herztransplantation in Deutschland vor 50 Jahren (13.2.1969) erinnern heute gleich mehrere Medien:
Die Ameos-Gruppe will die Sana-Kliniken in Ostholstein kaufen. Die kartellrechtliche Zustimmung steht noch aus. Am Dienstag wurden die Pläne der Ameos-Gruppe für die vier Kliniken im Hauptausschuss des Eutiner Kreistages vorgestellt:
Das Handelsblatt hat sich heute (13.2.2019) die falschen Abrechnungen der Krankenhäuser zum Thema gemacht. Die Daten aus NRW hochgerechnet, hätten dann 2000 Krankenhäuser im vergangenen Jahr drei Millionen Euro zu viel mit den Krankenkassen abgerechnet:
Der NDR war zu Gast im MVZ Papenburg. Anlass: Das neue Modell in Niedersachsen, das Arzthelferinnen oder Arzthelfern mit Berufserfahrung den Weg zum Physician Assistant ermöglichen soll – und zwar als Assistenz in Hausarztpraxen. Bisher gibt es den Physician Assistant nur als Beruf in Krankenhäusern.
Es war 2012 – und der Medizinstudent in Bosnien hatte einen Gehirntumor, der dort nicht operiert werden konnte. Mit einer Spendenaktion der NRZ wurde die Operation in Deutschland finanziert – und der Bosnier versprach, dass er als Arzt zurückkommt. Auch das ging nicht ohne Schwierigkeiten. Nun arbeitet er hier als Assistenzarzt, will in Rees Landarzt werden – und die ganze, schöne Lesegeschichte findet sich in der NRZ:
KBV Praxisnachrichten
-
Hofmeister: „Das Spargesetz trifft alle“ – Entbudgetierung wird durch die Hintertür abgeräumt
Mit eindringlichen Worten kritisiert der stellvertretende...
-
Hofmeister: Der Aufwand für die Teil-AU ist vollkommen unleistbar
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat das Bundeskabinett...
-
Gemeinsame Klarstellung zur Abrechnung anästhesiologischer Leistungen
Können Ärzte anästhesiologische Leistungen über den EBM abrechnen,...
Robert-Koch-Institut
-
Epidemiologisches Bulletin 22/2026
Neufassung der Kategorien in den Empfehlungen der Kommission für...
-
Epidemiologisches Bulletin 21/2026
Herausforderungen und Lessons Learned des ÖGD in Deutschland bei...
-
Epidemiologisches Bulletin 20/2026
Masernelimination in Deutschland: fast erreicht – und doch...
