Die ARD (NDR) hat heute einen Bericht aus der Reihe Panorama eingestellt über das Investment in Arzpraxen. In den vergangenen Jahren seinen Hunderte oder Tausende Praxen als Renditeobjekt aufgekauft worden. Konkrete Zahlen gibt es nicht. Hier der Fernsehbericht und ein langer Infotext vom 07.04.2022
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2022/Spekulanten-greifen-nach-Arztpraxen,arztpraxen112.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Sie hätten ihn auf die Intensivstation schicken sollen, nicht nach Hause, sagt das Sachverständigengutachten. Zwei Ärzte sollen so 2018 den Tod eines 74-Jährigen fahrlässig verschuldet haben. Nun müssen sie sich vor Gericht verantworten.
Kurzfassung in der Hessenschau, 18.09.2020:
https://www.hessenschau.de/panorama/zwei-aerzte-in-frankfurt-angeklagt,kurz-aerzte-anklage-100.html
Die Süddeutsche Zeitung mit dem Ablauf der Ereignisse, 18.09.2020:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/prozesse-frankfurt-am-main-zwei-aerzte-wegen-fahrlaessiger-toetung-angeklagt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200918-99-613716
Ärztliche Hilfe nach der Flutkatastrophe: Unorthodox, nicht immer regelkonform, allermeistens aber improvisiert und oft mit einfachen Mitteln. Die Ärzte-Zeitung hat sich in Bad Neuenahr umgesehen. Neuer Bericht vom 05.08.2021:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Aerzte-praktizieren-nach-der-Flut-mit-einfachsten-Mitteln-421824.html
Sie wurden in der Pandemie erst nicht gehört, ihre Vertreter wussten sich aber öffentlich Gehör zu verschaffen, so der Duktus und das eher zwiegespaltene Lied, das RND heute (29.07.2021) auf die Ärzteschaft singt. Beschrieben werden aus dem Rückblick auch Diskussionsprozesse, in denen die Ärztevertreter sich, so scheint es, zu weit aus dem Fenster herausgelehnt hatten. Die Versuche, der Verbreitung von Panik entgegenzutreten, endeten dann schon mal im Rückwärtsgang. Gleichzeitig beschreibt der Artikel, wie Kven, Bundesärztekammer und Montgomery durch mediales Auftreten genauso wie durch aktives Mittun in der Pandemie, die Position der Ärzte zum Positiven verändert haben. Die Götter in Weiß, lange nur in den Medien mit Geldforderungen und Terminschwierigkeiten, so der Eindruck der Autoren, reden wieder mit und werden auch gehört. Ob das immer gut war, daran zweifeln die Autoren, dass die Rollenänderung aber gut ist, und möglicherweise auch in Zukunft von Bedeutung, ist das Fazit, das sie Andreas Gassen sprechen lassen. „Wir werden wahrnehmbar bleiben“, sagt der KV-Chef dort.
Der Artikel ist so gründlich wie grundsätzlich. Der Kölner Stadt-Anzeiger hat ihn heute auf die Seite 2 gesetzt. Er dürfte nicht die einzige Tageszeitung sein, die das Thema gerne und groß annimmt.
Hier der Link zu RND, Artikel vom 29.07.2021:
https://www.rnd.de/politik/corona-pandemie-hat-sich-die-rolle-der-aerztinnen-und-aerzte-durch-die-krise-fuer-immer-veraendert-MX4PGSSPPVHWBF6AXQLDEGDYPU.html
Beim Kreuz- und Quergoogeln bin ich auf ein Video der Medizinischen Qualitätsgemeinschaft Rendsburg gestoßen, gezeichnet von Leon Wollenweber, das kurz, hilfreich und amüsant ist – aber noch keine große Karriere hingelegt hat. Zumindest auf Youtube nicht. Vielleicht können wir das hier ja nachholen, der Tipp ist brauchbar, nicht nur bei Sprachproblemen (19.09.2019):
https://www.youtube.com/watch?v=t80WEvNvDys
Eingebettet in die Seite der MQR finden Sie das Video auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=t80WEvNvDys
Das Rendsburger Ärztenetz hat dabei mit der Hochschule Flensburg zusammengearbeitet. Die Infos dazu finden sie hier (24.10.2019). Außerdem ist dort der Comic von Leon Wollenweber als PDF verfügbar:
https://hs-flensburg.de/hochschule/aktuelles/2019/10/24/studierende-unterstuetzen-aerztinnen-bei-patientinnen-sicherheit
Menschen hautnah: Der WDR ist dabei, als die Lungenkrebspatientin schlechte Nachrichten bekommt. Aber auch beim Kommunikationstraining mit Schauspielern. Die Dokumentation will aufzeigen, wie Patienten-Arzt-Gespräche gut geführt werden.
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/menschen-hautnah/video-wie-sag-ichs-meinem-patienten-wenn-aerzte-schlechte-nachrichten-ueberbringen-100.html
App statt Whatsapp: Weil zwei junge Hautärzte immer mal wieder Fotos von Muttermalen per Whatsapp bekamen, machten sie ein Startup daraus. Nun gibt’s die App zum Hautarzt. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet am 20.08.2020 über das telemedizinische Projekt:
https://www.rnd.de/wirtschaft/app-gestartet-corona-hit-gelandet-wie-vier-junge-arzte-die-telemedizin-umkrempeln-wollen-AOK5GCTTCZG3NEBVL6K75PZ7HI.html
Die App heißt Dermanostic – und verspricht eine Diagnose in 24 Stunden. Videogespräche gibt es nicht, Telefonate wohl und manchmal wird am Ende zum Besuch eines Hautarztes geraten:
Ein Video-Interview mit dem Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes Berlin, Dr. Wolfgang Kreischer, über die Belastung und die Folgen für Hausarztpraxen durch Corona.
Patienten, die in der Arztpraxis bekannt sind, dürfen künftig auch per Videosprechstunde krankgeschrieben werden. Das hat gestern der GBA beschlossen. Anspruch auf eine Krankschreibung per Video haben Patienten jedoch nicht.
Die Pressemitteilung des GBA vom 16.07.2020:
https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen/879/
Die KBV unterrichtet hier (16.07.2020):
https://www.kbv.de/html/1150_47112.php
Das Portal Hausarzt digital (16.07.2020):
https://www.hausarzt.digital/politik/g-ba/krankschreibung-kuenftig-per-video-moeglich-70783.html
Die neue Focus-Liste der besten Ärzte in Deutschland ist seit April auf dem Markt. Für 2020 listet das Presseunternehmen 3700 Experten aus 108 Fachgebieten. Die Focus-Liste ist regional immer gern ein Anlass zur Berichterstattung. Hier deswegen eine Linkliste, alphabetisch nach Städten geordnet. Sie wird fortlaufend ergänzt – und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
Die Werbung fürs Focus-Heft finden Sie hier:
https://www.focus-shop.de/focus-gesundheit-04-2020.html
Die Berichterstattung hier:
Zum Start der Corona-App wurden neue Leistungen in den EBM aufgenommen, damit Ärzte Patientenbesuche abrechnen können, die aufgrund eins App-Warnhinweises erfolgten. Die KBV berichtet hier (16.06.2020):
https://www.kbv.de/html/1150_46657.php
In Thüringen sind die Niederlassungsmöglichkeiten für Ärzte erweitert worden, berichtet dpa. Hier der Bericht in der Süddeutschen Zeitung (03.06.2020):
Die Deutsche Welle berichtet in Text und Video von Corona als Stresstest für niedergelassene Ärzte. Der Journalist befragte einen Rettungsarzt, eine Landarztpraxis, einen Intensivmediziner und eine Psychotherapeutin. Datum 02.04.2020:
https://www.dw.com/de/corona-krise-als-stresstest-f%C3%BCr-%C3%A4rztinnen-un-%C3%A4rzte-medizinische-versorgung-sars-cov-2/a-52980165
In Hessen sind zwei Ärzte angeklagt, weil sie 2017 auf eine Pilzvergiftung einer Familie nicht richtig reagierten. Die Familie hatte einen Speispilz mit dem Grünen Knollenblätterpilz verwechselt. Vater und Kinder und waren erst nach zwei Tagen als Notfall in eine Spezialklinik eingeliefert worden. Zuvor hatte der Hausarzt mit einem Durchfallmittel und dem Rat, viel Wasser zu trinken, reagiert. Die sechsjährige Tochter starb damals. Laut Frankfurter Rundschau hatte der syrische Vater den Pilz mit einem Pilz aus seiner Heimat verwechselt.
Hessenschau, 01.04.2020:
https://www.hessenschau.de/panorama/zwei-aerzte-nach-toedlicher-pilzvergiftung-angeklagt,anklage-pilzvergiftung-100.html
Frankfurter Rundschau, 01.04.2020:
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-kind-familie-tod-pilzvergiftung-aerzte-anklage-krankenhaus-zr-13636202.html
Auf die Verwechslungsgefahr hatte 2017 auch das Ärzteblatt aufmerksam gemacht. Damals begann die Pilzsaison früh und man befürchtete eine Vergiftungswelle. Bekannt war, dass Osteuropäer den Grünen Knollenblätterpilz unter Umständen mit einem Pilz aus ihrer Heimat verwechseln:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77736/Experten-befuerchten-fruehe-Pilzvergiftungswelle
Zehn Euro extra für den Hausarzt, der dem Kassenpatienten mit der Überweisung zugleich zu einem Termin beim Facharzt verhilft. Die Regelung gilt ab 1. September, so dpa. Hier beim ZDF (1.9.2019), aber auch in vielen anderen Medien:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/aenderungen-zum-1--september-mehr-geld-fuer-aerzte-100.html
Das ist aber nur die eine Hälfte der Wahrheit. Was in der dpa-Meldung nicht drinsteht: Der Facharzt-Termin muss innerhalb von vier Tagen erfolgen. Und der Facharzt kann einen solchen Termin „extrabudgetär“ abrechnen.
Die Techniker Krankenkasse beklagt eine ungleiche Verteilung von Ärzten in Bayern und fordert, dass in den gut oder besser besetzten Gebieten künftig freie Arztsitze nicht nachbesetzt werden, um Anreize für Ärzte zu geben, sich in den schlechter besetzten Gebieten niederzulassen. Die Meldung kommt vom Bayrischen Rundfunk, (27.8.2019):
Michael Wiesner hackt sich in und durch Arztpraxen – sozusagen auf Wunsch und als Berater. Dass es ihm dabei oft ein Leichtes ist, bis zum Administrator aufzusteigen, berichtet er im Interview. Und: Das Unglück lässt sich noch viel leichter anzetteln. Auch Ärzte und Arzthelferinnen fallen nämlich auf Phishing-Mails rein. Und: Eines der beliebtesten Passwörter für Ärzte lautet Doc – sofern nicht der Name der Praxis bereits das Passwort stellt.
Müde und kranke Ärzte – ein Gastkommentar mit Rückblick in der Süddeutschen Zeitung von Berndt Birkner, 70 Jahre, Gastroenterologe in München. Er fasst die Veränderung von Gesellschaft und Gesundheitswesen zusammen. Sein Fazit: Kranke und müde Ärzte sind das Symptom einer kranken Gesellschaft, die – gefördert durch die Mechanismen des Internet - Befindlichkeitsstörungen zu Modekrankheiten macht.
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheitssystem-aerzte-ueberlastung-gastkommentar-1.4540708
Report Mainz (Das Erste) berichtete über Ärzte, die Kassenleistungen nur gegen Bargeld ausführen. Der Bericht dauert 6 Minuten und wurde am 9.7.2019 gesendet. Beispiel ist ein Patient mit Fibromen, die als gefährlich beurteilt wurden. Ihre Entfernung wäre dann eine Kassenleistung. Doch: Der Patient findet keinen Hautarzt, der die Kassenleistung auch kostenlos ausführt. 46 Prozent der Einnahmen der Hautärzte stammten aus Privateinnahmen, so die Statistik von Report. Bei Allgemeinmedizinern seien es nur 14 Prozent.
Die KV Hamburg hat sich im Jubiläumsjahr (100) eine Erneuerungskur verordnet – und tritt damit laut in die Öffentlichkeit: Hamburgs Ärzte stellen ihre Termine ins Internet, Patienten sollen sich über das Portal Termine buchen können. Und der Vorstandsvorsitzende der KV Hamburg, Walter Plassmann, teilt gleich nach zwei Seiten hin aus: Gegen die Hamburger Gesundheitssenatorin, die sich besser informiert glaubt als die KV selbst. Gegen Dr. Ed (jetzt Zava), der als Internet-Arzt die Ärzte das Fürchten lehrt.
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