NACHRICHTENPORTAL

Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

So sollen die Sparpläne in der GKV umgesetzt werden

Nun ist aus den 66 Vorschlägen der Finanzkommission Gesundheit eine Streichliste geworden. Das Handelsblatt berichtet am 14.04.2026 hier.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheit-warken-stellt-weitreichende-sparmassnahmen-fuer-gkv-vor/100216839.html

Der BR berichtet am 14.04.2026 ausführlich darüber, was auf die Versicherten zukommt
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/krankenkassen-reform-das-plant-gesundheitsministerin-warken,VGkdBxm

Der Spiegel, 14.04.2026:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/krankenkassen-warken-konkretisiert-sparplaene-fuer-20-milliarden-euro-a-9b9eeefd-022b-4596-98e0-a3c8a2ee578c

In der ARD Mediathek können Sie das Statement der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu den Reformvorschlägen und ihre künftige Umsetzung hören. Dauer, 14 min. Eingestellt am 14.04.2026:
https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/nina-warken-zur-krankenversicherungsreform/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE5MzAyNw

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Auf der Suche nach künftigen Ausnahmen für und in der "Familienversicherung"

Die Bundesregierung setzt sich mit den Vorschlägen der Expertenkommission auseinander, die die gesetzliche Krankenversicherung absichern soll. Klar ist offenbar: Der Vorschlag, die Mitversicherung für nicht arbeitende Ehepartner zu streichen, wird wohl mit Ausnahmeregelungen versehen werden für die Mütter bzw. Väter von Kindern unter 6 Jahren und/oder für pflegende Familienangehörige. Sprachlich sauber ist die mediale Wiedergabe selten: Denn was bzw. wer unter den Begriff Familienversicherung fällt, ist nicht immer klar. Denn schließlich: Auch die Kinder sind ja kostenfrei mitversichert. Die Überschrift von t-online am 10.04.2026 ist also nicht nur in sich selbst unpassend: „Aus für Familienversicherung: Regierung plant Ausnahmen“
https://www.t-online.de/finanzen/ratgeber/versicherungen/krankenversicherung/id_101207082/mitversicherung-vor-dem-aus-ausnahmen-bei-familienversicherung-geplant.html

Der Spiegel arbeitet am 10.04.2026 in der Überschrift sprachlich scheinbar treffender: „Ende der Gratisversicherung für Ehepartner: Koalition plant Ausnahmen“ – Aber Vorsicht Falle: Das klingt nach einem Geschenk der Versicherer an die Ehepartner – und fragt nicht nach der Leistung, die Ehepartner nun tatsächlich nicht nur ihrer Familie gegenüber, sondern ja auch für die Gesellschaft erbringen. Es hat ja einen Grund, dass diese Ehepartner nicht versichert sind. Böse gesagt: Hier überspielt jemand (nein, das ist nicht allein der Spiegel) die Funktionalität einer Familie. Die keinesfalls die Summe mehrerer Individuen ist, denen allen dieselben Möglichkeiten und Freiheiten gegeben sind:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/krankenkassen-ende-der-gratisversicherung-fuer-ehepartner-aber-koalition-plant-ausnahmen-a-4a76b6c6-4454-4f65-ab02-fc51de5e72f4

Der Merkur hat am 10.04.2026 die gesamten Pläne im Blick, die die Krankenkassen auf finanziell bessere Grundlagen stellen soll:
https://www.merkur.de/verbraucher/kritisch-krankenkassen-reform-der-merz-regierung-patientenbeauftragter-sieht-einen-punkt-sehr-zr-94243846.html

Das Handelsblatt zettelt schon die Diskussion über den nächsten – offenbar nicht ausgearbeiteten – Vorschlag an, den die SPD eingeworfen hat: Die Beitragsbemessungsgrenze, also die Grenze, ab der die Beiträge nicht mehr steigen, weil der Höchstbetrag erreicht ist, höher zu legen. Wer mehr wissen will muss ebenfalls eine Grenze überspringen – die Bezahlschranke. 10.04.2026:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/krankenversicherung-warum-gutverdienern-hoehere-krankenkassenbeitraege-drohen-koennen-01/100213498.html

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Mehrheit für Mitversicherung -- aktualisierte Links

Chronologische Linkliste zur Diskussion über die kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen. Wobei das eigentliche Diskussionsthema die kostenlose Versicherung der Hausfrauen bzw. Hausmänner ist. Aufgenommen in die Liste sind – bis auf das Handelsblatt – nur offen lesbare Artikel. Die Artikel im Handelsblatt, das den Auftakt zur öffentlichen Debatte gegeben hatte, liegen hinter Bezahlschranke. Die Liste wird täglich aktualisiert.

30.03.2026:

Eine Expertenkommsion der GKV hat eine Liste zusammengestellt mit Maßnahmen, die die Lage der Krankenkassen verbessern sollen. Die Streichung der kostenlosen Mitversicherung gehört dazu. Bericht in der ZEIT, 30.03.2026:
https://www.zeit.de/gesundheit/2026-03/experten-empfehlen-ende-der-gratis-mitversicherung-von-ehepartnern

Auch der Spiegel berichtet am 30.03.2026:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/krankenkassen-experten-kommission-empfiehlt-abschaffung-der-beitragsfreien-mitversicherung-und-hoehere-patientenbeteiligung-a-6d9135af-f16f-4f19-9305-21bd60548103

und in der "Welt": 30.03.2026:
https://www.welt.de/wirtschaft/article69ca6872d1c4a8540bcb7d9f/reform-krankenkassen-kommission-schlaegt-streichung-der-gratis-mitversicherung-von-ehepartnern-vor.html

29.03.2026:

Das Handelsblatt hält das Thema im Blick und zitiert eine Insa-Umfrage, wonach 57 Prozent der Deutschen die Mitversicherung beibehalten möchte. 29.03.2026:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sozialreformen-mehrheit-will-beitragsfreie-mitversicherung-von-ehepartnern-behalten/100212846.html

Ebenso beim RND, 29.03.2026:
https://www.rnd.de/politik/mehrheit-will-beitragsfreie-mitversicherung-von-ehepartnern-behalten-JHXBM6RQ7VAWDANDP3WHPUSWEU.html

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Vom Staubtuch im Schlaraffenland – Eine Polemik wider die Ignoranz

„Hört auf die Hausfrauen-Ehe zu belohnen!“ – so die Überschrift zu einem Kommentar in der ZEIT, die dem Geist der Zeit gewiss entspricht, aber die eine gewisse Geistlosigkeit nicht ganz verhehlen kann. Das Erste, was ich höre, ist blanker Neid. Blanker Neid auf die Hausfrau, die zuhause mit ihrem Staubtuch wedelt, fröhlich Radio hört und mitsingt – und ihr freies und unabhängiges Leben inklusive einer kostenlosen Krankenkasse genießt. Das Zweite, was ich höre, ist: Heirateten sich einmal zwei Hausfrauen … Nein, das ist albern. Aber nur zum Spaß: Lassen Sie sich das Wort Hausfrauen-Ehe einmal richtig durch den Kopf gehen: Wer hat denn da wen geheiratet und warum? Richtig, die Hausfrau, die arbeitsscheu ist, hat sich einen Mann gesucht.

Ja, wo laufen sie denn? Ja, wo leben wir denn? Die Hausfrauen offenbar im Schlaraffenland, auf jeden Fall aber dort, wo die Zwei-Verdiener/innen-Ehe nicht stattfindet. Der Kommentar in der ZEIT liegt hinter Bezahlschranke – und an dieser Stelle bin ich zum Bezahlen tatsächlich nicht bereit. Zumal ich ja meine Krankenkasse selbst zahle. Falls Sie reinschauen wollen, der Kommentar von Carla Neuhaus ist vom 24. März und hier zu finden: 
https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-03/mitversicherung-ehepartner-gesetzliche-krankenversicherung-reform

Nun ist das hier an dieser Stelle mein zweiter Einwurf zur Debatte. Und im Gegensatz zu meinem gestrigen Kommentar: Mir geht der Hut hoch. Und da wo nicht nur die ZEIT auf Stil und Anstand pfeift, springe ich dann gern mal persönlich in den Ring. Ja, was glaubt Ihr denn, Ihr Journalisten und -innen, Ihr Debattierenden und Diffamierenden, was glaubt Ihr, warum die Hausfrau zu Hause bleibt? Es ist ja eine maßlose Unterstellung, die da unausgesprochen durch’s WWW und durch den Blätterwald wabert.

  • Die Hausfrau bleibt zuhause, weil nicht jeder eine Oma und einen Opa um die Ecke hat, die jederzeit und nach Belieben einspringen können, wenn der Kindergarten mal wieder geschlossen hat, weil die Kindergartenplatzgarantie so recht nicht zum Personalangebot passt. Zum Beispiel.
  • Oder sie bleibt zuhause weil Mutter, Schwiegermutter, Vater und oder Schwiegervater versorgt werden müssen, weil sie nicht ins Heim sollen – und bei den tatsächlichen Kosten wohl oft auch gar nicht können.
  • Die Hausfrau bleibt zuhause, weil das Familienunternehmen gleichen Namens diese und jene und welche Unterstützungen im Alltag braucht, die deswegen nicht in Arbeitsverträge zu packen sind, weil sie beide Bereiche betreffen: Familie und Unternehmen. Ich rede gar nicht von Schwarzarbeit. Ich rede von den alltäglichen Zuarbeiten. Ein Unternehmer, der mehr als zehn Stunden täglich arbeitet, kann nicht auch noch einkaufen gehen, Wohnung putzen, Kinder zur Kita bringen, essen kochen.
  • Die Hausfrau ist Hausfrau, weil sie sich, warum auch immer, aber auf jeden Fall für andere Mitglieder dieser Gesellschaft zurückgestellt hat. Weil die Arbeit des Mannes im Vordergrund steht.

Ja, das ist gerade alles vollkommen unschick. Aus der Zeit gefallen, sozusagen. Und ich schwöre Ihnen: Gerne würden die meisten Hausfrauen sich beruflich selbst verwirklichen. Doch die Bedingungen: Sie sind einfach nicht so.

Zurück zu denen, die da neiden: Diese schreibenden Neider wissen ganz genau, warum die Hausfrau Hausfrau bleibt. Denn sie, die Neider, sind es, die ständig im Stau stehen, wenn die Kinder abgeholt werden müssen, denen ein plötzlicher Termin beruflicher Art die Einladung oder den Elternabend vermasselt. Sie sind es, die abends mit zwei quengelnden Kindern an jeder Hand im Supermarkt stehen und am liebsten selbst losheulen würden. Denn zuhause wartet der Herd, auch wenn’s wieder nur die Pizza wird, die Spülmaschine, die Waschmaschine – ja, der ganze Haushalt. Nennen wir ihn an dieser Stelle herrenlos. Und das ist ja nur das Pragmatische: Eigentlich würden auch diese Leute gerne abends mit den Kindern in Ruhe über die Erlebnisse des Tages reden, einen Blick über die Hausaufgaben werfen, beim Zubettgehen das gute Buch vorlesen. Eigentlich würden sie gerne all das tun, was sie glauben, dass die Hausfrau es sich einfach so nimmt.

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Kostenlose Kranken-Mitversicherung von Ehepartnern abschaffen?

Sie haben sie gefunden: Die Geldquelle, die die Finanzierungslücken der Krankenkassen füllen könnte. Die Überschriften zum Thema sind gendergerecht: Die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern bei den Krankenkassen soll gestrichen werden. Jede Wette: Die meisten davon sind Frauen. Die Koalition will jetzt also den Hausfrauen an den Kragen bzw. der Familie an den Geldbeutel. Denn wenn der nicht verdienende Ehepartner, also höchstwahrscheinlich meistens die nicht verdienende Ehepartnerin, Krankenkassengebühren zahlen muss, wird sie notgedrungen arbeiten gehen müssen. 

Das Handelsblatt berichtete heute, 23.03.2026 zuerst, allerdings hinter Bezahlschranke:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheitsreform-koalition-will-mitversicherung-von-ehepartnern-abschaffen/100207217.html

Der Merkur folgt dem Handelsblatt, ebenfalls am 23.03.2026, textlich: „Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, könnten die Kosten um einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag pro Jahr gesenkt werden und den Anreiz erhöhen, arbeiten zu gehen. Weiter heißt es, dass künftig mindestens 225 Euro im Monat an Kranken- und Pflegekasse entrichtet werden sollen. Ausnahmen sollen für Menschen mit Kindern unter sechs Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen gelten. In Deutschland sind rund 16 Millionen Menschen kostenlos mitversichert, der Großteil davon sind Kinder.“
https://www.merkur.de/wirtschaft/krankenversicherung-koennte-fuer-familien-teurer-werden-bericht-ueber-heiklen-plan-merz-regierung-zr-94231706.html

Auch ntv zitiert in der Berichterstattung das Handelsblatt, 23.03.2026:
https://www.n-tv.de/politik/Kostenlose-Krankenversicherung-fuer-Ehepartner-koennte-kippen-id30500918.html

Die FAZ hat über ihren Artikel vom 23.06.2026 eine Bezahlschranke gelegt:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/krankenkassen-ende-der-kostenlosen-partnerversicherung-rueckt-naeher-200662735.html

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Vom Überschuss der gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in 2025 mehr ausgegeben als zuvor, haben einen Überschuss erwirtschaftet und 2026 die Beiträge erhöht. Die Begründung: Sie sind verpflichtet, Rücklagen zu bilden. Hier eine kleine Presseschau:

Die Neue Osnabrücker Zeitung am 05.03.2026:
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/krankenkassen-beitragssenkung-trotz-35-mrd-plus-illusorisch-50113024

Die Welt am 05.03.2026:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article69a8f9c1625a8415070aef1b/gesetzliche-krankenkassen-machen-2025-milliardengewinn-und-drohen-mit-beitragserhoehungen.html

Die Rheinische Post, 05.03.2026:
https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/krankenkassen-haben-3-5-milliarden-ueberschuss-erwirtschaftet_aid-144808625

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Vom Primärarztsystem hin zum Primärversorgungssystem

Primärarztsystem ist das eine Schlagwort, Dialog das andere. Mit beiden geht bzw. ging Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in die Schlagzeilen. Wobei: Hier liegt schon ein kleiner, aber feiner nachrichtlicher Unterschied: Es ist nun nämlich nicht mehr der (Haus-)Arzt, der der erste Ansprechpartner sein soll. Die Ersteinschätzung der Notwendigkeiten für den Patienten soll telefonisch oder digital erfolgen, auch von KI ist die Rede. Und, wenn man schon dabei ist: Auch Folgerezepte könnten ohne Arztkontakt ausgestellt werden können. Das allerdings ist, wenn es so formuliert ist, ja schon Wirklichkeit. Warken diskutiert gerade mit Vertretern der Ärzte und der Krankenkassen. Und das korrekte neue Schlagwort heißt nun: Primärversorgungssystem.

02.02.2026:

Die Rheinische Post berichtet am 01.02.2026 ausführlich über die Planungen der Bundesregierung zur Patientensteuerung:
https://rp-online.de/politik/deutschland/bundesregierung-plant-reform-wie-arztbesuche-kuenftig-ablaufen-sollen-v1_aid-142942681

Die Ärzte-Zeitung am 31.01.2026 hinter Anmeldeschranke:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Primaerversorgungssystem-Warken-steht-vor-ihrer-wohl-schwierigsten-Operation-461829.html

Der Merkur am 30.01.2026:
https://www.merkur.de/wirtschaft/fuer-kassenpatienten-aendert-merz-regierung-plant-hausarztpflicht-was-sich-94143091.html

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Krankenkassenbeiträge steigen -- Warkens Wille war wohl nicht genug

Die Rheinische Post spricht vom „Beitragsschock“, doch zumindest kam der Schock wohl für die meisten nicht überraschend. Entgegen dem Versprechen der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken werden über den Jahreswechsel viele Krankenkassenbeiträge doch erhöht. Und auch die Behandlung der Schuldfrage wird niemanden verblüffen. Schuldig sind die anderen.

Dennoch hier eine aktuelle Linkliste:

Der Focus berichtet umfassend und sammelt die Fakten: „31 Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge – so viel zahlen Sie drauf“, titelt er am 23.12.2025:
https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/31-kassen-erhoehen-ihre-beitraege-so-viel-zahlen-sie-drauf_48d02683-319e-4ca9-a67c-2e6606a27d8b.htm

Noch faktischer arbeitet die „Welt“: Dort finden Sie eine lange Liste über die Erhöhungen der Krankenkassen. Inklusive der Beiträge, die gleich bleiben, 23.12.2025:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article694a3403f6fc544dba9b193c/krankenkasse-die-grosse-gkv-uebersicht-so-teuer-wird-ihre-krankenkasse-im-neuen-jahr.html

Die Tagesschau am 22.12.2025: „Warken gibt Krankenkassen Mitschuld“
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/beitragerhoehung-krankenkasse-opposition-100.html

Die taz, 22.12.2025:
https://taz.de/Streit-zwischen-Warken-und-Krankenkassen/!6140658/

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Warken und die Krankenkassen -- Der Konflikt spitzt sich zu

Wer nach Nachrichten zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung sucht, landet mitten in einem Konflikt: Die Kassenbeiträge sollen stabil bleiben, hatte Bundesministerin Nina Warken als Ziel ausgegeben. Die Realität bei den Krankenkassen – und deren Erwartung bzw. Forderungen – sehen anders aus. Und auch sonst macht Warken offenbar zurzeit keinen guten Eindruck. Hier also eine Warken-Nachrichtenliste, chronologisch absteigend geordnet:

Die jüngste Nachricht ist von heute, 10.12.2025. Apotheke adhoc berichtet über die Neueinstellung eines Abteilungsleiters im Gesundheitsministerium, zuständig für Digitalisierung und Innovation:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/warken-holt-cdu-mann-ins-bmg/

Die Pharmazeutische Zeitung gibt Warkens Absichtserklärung wieder, Versicherten auch künftig teure und neue Therapien zu ermöglichen:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/warken-will-zugang-zu-neuen-medikamenten-sicherstellen-161142/

Der MDR berichtete am 09.12.2025 über Warkens Absicht, trotz hoher Arzneimittelkosten Patienten den Zugang auch zu neuen und teuren Arzneimittel zu gewähren. Natürlich sind auch die Beiträge zur Krankenkasse Thema des Artikels:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/medikamente-kosten-warken-gesetzliche-krankenkassen-beitraege-100.html

Die Tagesschau lotet am 09.12.2025, die Positionen zu den Krankenversicherungsbeiträgen aus:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/krankenkassen-beitraege-sparpaket-102.html

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Der Fehlzeiten-Report 2025 -- Kleine Nachrichtensammlung

Die AOK hat ihren Bericht über Fehlzeiten und Krankheitsursachen von Beschäftigten herausgegeben. Das Wichtigste: Die Zahl der Krankmeldungen ist noch einmal gestiegen. Die AOK weist aber deutlich darauf hin, dass die telefonische Krankschreibung nicht die Ursache dafür sein kann. Eine Ursache für die seit 2021/22 deutlich gestiegenen Zahlen ist ganz offensichtlich: Vor der elektronischen Krankmeldung gingen nicht alle Papierbelege von den Patienten an die Krankenkassen.

Hier die Nachrichten-Links:

Handelsblatt, 15.10.2025:
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/krankenkassen-zahl-der-krankheitsfaelle-auf-rekordhoch/100162971.html

„Finanzbusiness“ berichtet am 15.10.2025 hinter Bezahlschranke – verkündet aber zuvor die Nachricht, dass die Beschäftigten der Banken selten und dann nur kurz krank sind:
https://finanzbusiness.de/nachrichten/banken/article18638716.ece

Der AOK Bundesverband hat am 14.10.2025 eine Pressemitteilung zu ihrem Fehlzeiten-Report 2025 veröffentlicht:
https://www.aok.de/pp/bv/pm/fehlzeiten-report-2025/#c60148

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Warken will Zuzahlungen für Patienten um 50 Prozent erhöhen

Die Bild-Zeitung spricht vom „Kassen-Knall“ – und spekuliert, dass dieser zum nächsten „Koalitions-Krach“ werden könnte. Diese explosiven Laute sind natürlich mit Bedacht gewählt – und zielen auf die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Wir hatten ja ihr Versprechen, sich zu bemühen, die Krankenkassenbeiträge nicht zu erhöhen. Ein nicht ganz leichtes Anliegen bei Milliarden-Defizite der Krankenkassen.

Ein naheliegender Lösungsweg: Die Zuzahlungsbeiträge für Medikamente. Sie sind seit 2004 nicht erhöht worden – und die Gesundheitsministerin setzt als „Kassen-Knall“ die Forderung von einer Erhöhung von 50 Prozent in den politischen Raum.

Bild, 09.10.2025:
https://www.bild.de/politik/inland/naechster-kassen-knall-medikamente-koennten-bald-teurer-werden-68e757d6daea3e0002fb405b

ntv, 09.10.2025:
https://www.n-tv.de/politik/Warken-will-Zuzahlungen-pauschal-um-50-Prozent-erhoehen-article26083968.html

RND, 09.10.2025:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article68e7426214154520ea137c31/nina-warken-milliardenloecher-bei-kassen-gesundheitsministerin-will-zuzahlungen-pauschal-um-50-prozent-erhoehen.html

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Finanzkommission Gesundheit soll bis Ende März Vorschläge liefern

Stabile Krankenkassenbeiträge, Primärarztsystem, ein stabileres Gesundheitssystem: Bundesgesundheitsminister in Nina Warken drängt auf Erfolge. Zuerst geht es darum, die Krankenkassenbeiträge im nächsten Jahr stabil zu halten.

Vorsichtig heißt es am 25.09.2025 auf Boerse.de: „Warken peilt baldige Klarheit für stabile Krankenkassen-Beiträge an“.
https://www.boerse.de/nachrichten/Warken-peilt-baldige-Klarheit-fuer-stabile-Krankenkassen-Beitraege-an/37931107

Die Deutsche Rentenversicherung informiert auf der Web-Seite „Ihre Vorsorge“ am 26.09.2025.
https://www.ihre-vorsorge.de/gesundheit/nachrichten/krankenkassen-warken-peilt-baldige-klarheit-fuer-stabile-beitraege-an

Bis März 2026 sollen dann Vorschläge vorliegen, die das gesamte GKV-System finanziell besser aufgestellt werden kann.

Aoptheke adhoc am 25.09.2025:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/gkv-stabilisierung-warken-fordert-vorschlaege-bis-maerz-2026/

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Zum DKV-Report 2025

Der DKV-Report 2025 ist da. Ergebnis: Nur 2 Prozent der Deutschen leben rundum gesund. Und durchschnittlich sitzen die Deutschen durchschnittlich zehn Stunden am Tag. Die Zahl ist so beeindruckend groß, dass beim MDR daraus die Überschrift wird: „Deutschland sitzt sich krank“, 04.08.2025:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/deutsche-sitzen-laenger-dkv-report-100.html

Den DKV-Report selbst können Sie bei der Krankenkasse als PDF herunterladen:
https://www.dkv.com/downloads/DKV-Report-2025-Bericht.pdf

Hier die Seite mit den Informationen rund um den Report, die die DKV zusammengestellt hat: https://www.dkv.com/der-dkv-report.html

Hier die weiteren Reaktionen in den Medien:

Die Tagesschau am 04.08.2025:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/gesundheit-deutsche-sitzen-zuviel-dkv-report-100.html

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Warken will ... (Der Liste dritte Fortsetzung)

„Warken will Online-Verschreibungen von medizinischem Cannabis einschränken“, titelt der Tagesspiegel am 26.05.2025. Die Rede ist von „Missbrauch“.
https://www.tagesspiegel.de/politik/gesundheitsministerin-sieht-ganz-klar-missbrauch-warken-will-online-verschreibungen-von-medizinischem-cannabis-einschranken-13754983.html

auch in der Deutschen Apotheker-Zeitung, 26.05.2025:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2025/05/26/warken-will-online-rezepte-fuer-medizinalcannabis-einschraenken

„Warken will Virologen Streeck offenbar zum neuen Drogenbeauftragten machen“, lautet die Schlagzeile beim BR, 26.05.2025:
https://www.br.de/nachrichten/meldung/warken-will-virologen-streeck-offenbar-zum-neuen-drogenbeauftragten-machen%2C300731883

„Gesundheitsministerin Nina Warken will die umstrittene Krankenhausreform zügig nachbessern – ohne sie komplett neu aufzusetzen“, berichtet Bibliomedmanager am 26.05.2025:
https://www.bibliomedmanager.de/news/klinikreform-warken-verspricht-tempo

Die Bundesgesundheitsministerin spricht im Interview mit der FAZ darüber, dass und wie sie den Kassen kurzfristig Luft verschaffen will und wie ihre Strategie bezüglich der weiteren finanziellen Entwicklung der Krankenkassenbeiträge aussieht. In der FAZ liegt das Interview hinter Bezahlschranke, das Bundesgesundheitsministerium hat auf die eigene Webseite gestellt. 25.05.2025:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gesundheitsministerin-warken-im-interview-den-kassen-kurzfristig-luft-verschaffen-110498453.html

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"Warken will ..." - Neue Liste

„Warken will …“ , so lauten derzeit viele Überschriften. Das ist nicht nur ihren Absichten und ihren Anfängen geschuldet, sondern auch der sprachlichen Grazie. Profaner: der Wiederholung des W. Alliterationen erregen Aufmerksamkeit, erklärt die KI-Übersicht, die der Google-Nutzer nur noch mit Sachkenntnis vermeiden kann. Hier dann nun eine kleine Sammlung von Warkens Wollen:

Pflege:

„Warken will mehr Verantwortung für Pflegekräfte“, titelt das ARD-Morgenmagazin am 21.05.2025. Der Beitrag dauert etwa 9 Minuten und geht der Frage nach, was die Pflegekräfte dazu zu sagen haben:
https://www.ardmediathek.de/video/morgenmagazin/warken-will-mehr-verantwortung-fuer-pflegekraefte/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21vcmdlbm1hZ2F6aW4vMGI0YTMxMzMtZjVkOS00ZDYwLTg4ODAtM2ExMjQzOTQ2ZThk

„Gesundheitsministerin Warken: Pflegekräfte sollen mehr Verantwortung bekommen“, titelt am 21.05.2025 der Stern:
https://www.stern.de/news/gesundheitsministerin-warken--pflegekraefte-sollen-mehr-verantwortung-bekommen-35743008.html

Krankenversicherung:

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Krankenstand in NRW leicht gesunken

Sie erinnern sich bestimmt an die jüngste Debatte: Der Krankenstand in Deutschland ist zu hoch, ein Karenztag soll, muss, kann, darf oder darf nicht eingeführt werden. Die leisen Stimmen kamen auch durch, wenn man mehr als die Überschriften las: So mancher Anstieg beruhte darauf, dass aufgrund der elektronischen Krankmeldung auch mehr Krankmeldungen bei den Krankenkassen ankamen, wohingegen zuvor manche Bescheinigung aus Papier den richtigen Weg nicht gefunden hatte.

Nun gibt es neue Zahlen, zumindest aus NRW: 2024 ist der Krankenstand gesunken, wenn auch geringfügig. Und es gehen auch längst wieder Menschen zur Arbeit, auch wenn sie nicht gesund sind.

Claudia Lehnen schreibt für den Kölner Stadt-Anzeiger einen Bericht auf Grundlage von Zahlen der DAK, 28.01.2025:
https://www.ksta.de/politik/nrw-politik/krankenstand-nrw-sinkt-mehr-menschen-gehen-trotz-leichter-erkrankung-zur-arbeit-950520

Die DAK informiert hier, 28.01.2025:
https://www.dak.de/presse/landesthemen/nordrhein-westfalen/gesundheitsreport/krankenstand-in-nrw-ist-2024-leicht-gesunken-_89036

Auch die Aachener Zeitung nimmt am 28.01.2025 das Thema auf:
https://www.aachener-zeitung.de/region-nrw/kasse-2024-leicht-gesunkener-krankenstand-in-nrw/36239761.html

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Staatsmedizin oder Vorsorge? "Gesundes-Herz-Gesetz" stößt auf

Mehr Früherkennungsprogramme, bessere Therapien, strukturiertere Behandlungsprogramme: Das Herz-Gesundheits-Gesetz, das Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf den Weg gebracht hat und das das Bundeskabinett am 28. August beschlossen hat, hat sich viel vorgenommen. Deutschland habe zu viele Herztote, lautet die Begründung. Die Krankenkassen hingegen würden das Gesetz lieber einstampfen: zu hohe Kosten generieren vor allem höhere Krankenkassenbeiträge, so eines ihrer Argumente.

Das ganze Szenario läuft auf der Schiene: Wie viel Vor- und Fürsorge kann, soll oder muss der Staat leisten – und ab wann wird aus der Vorsorge Bevormundung oder gar Entmündigung. Noch ist im Gesetz nichts als Vorschrift gesetzt. Noch also sind wir weit entfernt von der Bevormundung. Oder sind wir doch schon am Anfang einer Zeitenwende? Die AOK zumindest spricht schon von „Staatsmedizin mit fragwürdiger Evidenz“ (Link unten).

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Interview mit TK-Chef - Kritik an Lauterbach

Tim Szent-Ivanyi vom RND hat Jens Baas, den Chef der Techniker Krankenkasse, interviewt. Es geht um die Zukunft der Krankenkassenbeiträge, um die Zukunft der Medikamentenpreise – und es geht um Karl Lauterbach. Baas spart nicht an Kritik am Bundesgesundheitsminister. Das Interview vom 01.08.2024 können Sie hier lesen:

https://www.rnd.de/politik/gesundheitssystem-wie-der-chef-der-tk-die-entwicklung-beurteilt-GHLH2PUCAREINKNRQWUHL2TKN4.html

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Einige Bundesländer und Krankenkassen drohen mit Klage gegen geplante Klinikreform

Bis zum 30.04.2024 können die Bundesländer zur geplanten Klinikreform Stellung nehmen. Zustimmungsbedürftig soll das Gesetz im Bundesrat aber nicht sein. Im Sommer könnte es in den Bundestag kommen. Unzufrieden sind einige Länder, auch weil der Bund die Krankenhausplanung der Länder mit diesem Gesetz beschneide. Vier Ländern haben nun ein Gutachten vorgelegt. Sie drohen mit Klage. Einige Krankenkassen drohen ebenfalls. Die folgende Linkliste ist nicht vollständig, aber ausgewählt:

Der NDR berichtet am 18.04.2024:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Lauterbach-will-Klinikreform-trotz-Differenzen-vorantreiben,krankenhausreform204.html

Der Tagesspiegel über die Pläne der Krankenkassen am 17.04.2024: „2,5 Milliarden Euro aus Beitragsgeldern – Krankenkassen erwägen Klage gegen Lauterbachs Reformpläne“
https://www.tagesspiegel.de/politik/25-milliarden-euro-aus-beitragsgeldern-krankenkassen-erwagen-klage-gegen-lauterbachs-reformplane-11530838.html

Der MDR berichtet am 17.04.2024 in einem zweiminütigen Fernsehbeitrag:
https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-816428.html

Der BR zum Gutachten der Länder am 17.04.2024: „Krankenhausreform verfassungswidrig? Länder legen Gutachten vor“. Fernsehbeitrag 1:10 min, und Text:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/krankenhausreform-verfassungswidrig-laender-legen-gutachten-vor,UADdi08

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Hausärzte loben Lauterbach

Diese Überschrift lässt stutzen: „Hausärzteverband lobt Lauterbach“. Wer schreibt? Apotheke adhoc – und das Lob gilt dem Bundesgesundheitsminister vor allem deswegen, weil er durch seine Reformen den Ärzten ermögliche, Assistenten stärker in die Arbeit einzubeziehen. Das Lob kommt aus Bayern, der Artikel ist vom 03.04.2024:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/hausaerzteverband-lobt-lauterbach/

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