An der TU Dresden gibt es demnächst einen Modellstudiengang Humanmedizin mit 50 Studienplätzen. Das hat das Land Sachsen beschlossen als Antwort auf den Landarztmangel. Gericht in „Forschung und Lehre“ 25.03.2020:
https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/landarzt-studiengang-in-sachsen-beschlossen-2640/
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Der Niedersächsische Städtetag insistiert deutlich: „Die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung ist keine Aufgabe der Kommunen“. Die Überschrift zur Pressemitteilung vom 03.03.2020 ist die entschiedene Zusammenfassung geforderter Sofortmaßnahmen. Darunter: mehr Studienplätze, mehr Hausärzte, die Landarztquote allein reicht nicht aus, Senkung des NC, Ausbau von Verah, Eva und dem Studium zum Physician Assistant. Hier der Link zur Pressemitteilung:
niederschsischer-Stdtetag-Pressemitteilung-10-2020
Alle Pressemitteilungen des Niedersächsischen Städtetages finden Sie hier:
https://www.nst.de/Aktuelles/Pressemitteilungen
Ein Rechtsgutachten könnte die Situation deutscher Mediziner mit polnischem Abschluss erheblich verbessern, berichtet der Tagesspiegel. Bislang war die Praxis – laut EU-Richtlinie so, dass deutsche Studenten in Polen zwei zusätzliche Zertifikate erwerben hätten müssen, um hier die Approbation zu bekommen. Nach dem Gutachten wären diese Zertifikate aber nur in Polen nötig.
Der Artikel im Tagesspiegel (10.02.2020):
https://www.tagesspiegel.de/berlin/zulassungsstreit-bei-aerzten-neues-gutachten-in-debatte-um-polnische-medizin-abschluesse/25527446.html
Rheinland-Pfalz vergibt fürs kommende Winter-Semester Medizin-Studienplätze über eine Landarzt-Quote. Demnach werden auch zusätzliche Plätze vergeben, für Studenten, die sich verpflichten später im Gesundheitsamt zu arbeiten. Bewerben kann man sich ab März.
Der dpa-Artikel von 11.02.2019: https://www.oberhessische-zeitung.de/landarzt-quote-fur-medizin-studium-bewerbungen-ab-marz_21214915
auch bei RTL:
https://www.rtl.de/cms/landarzt-quote-fuer-medizin-studium-bewerbungen-ab-maerz-4485457.html
Die Bremer Wertpapierbörse hat ein neues Konzept in die Diskussion um Bremen als Standort fürs Medizinstudium gebracht. Danach könnte Bremen zusammen mit Groningen und Oldenburg Teil der European Medical School werden. Vorklinische und klinische Phase würden verzahnt.
Bericht bei buten und binnen, 28.11.2019:
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/wissen/medizincampus-bremen-neues-modell-100.html
Weser-Kurier, 28.11.2019:
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-medizinstudium-in-bremen-neues-konzept-vorgestellt-_arid,1879035.html
Medizinunterricht an der Schule? Ein Bischöfliches Gymnasium in Goch geht neue Wege. Die Schüler der Gaesdonck* können sich für eine „Advanced class medical science“ anmelden 156 Unterichtsstunden zusätzlich – in Studientagen alle vier Tage vierstündig. Der Gesundheitsminister des Landes NRW, Karl Laumann, ist voll des Lobes.
* Gaesdonck (gesprochen: Ga:sdonk – das e ist ein Dehnungs-e) ist ein Ortsteil von Goch, der Name der Schule lautet vollständig: Collegium Augustinianum Gaesdonck.
Hebammen sollen künftig ihre Ausbildung über ein Hochschulstudium absolvieren, hat der Bundestag am 26.9.2019 beschlossen. Der Bundesrat muss noch zustimmen. Auch Psychotherapeuten sollen studieren müssen – und das Implantatgesetz war ebenfalls Thema im Bundestag. Hier die Links – alle vom 26.9.2019:
Das bayrische Kabinett hat eine Landarztquote beschlossen. 90 Studenten sollen künftig Medizin studieren können auch ohne passende Abiturnote. Im Ausgleich dazu verpflichten sie sich als künftige Landärzte.
Rheinland-Pfalz will ab dem Wintersemester 2020/21 ein Landarztstudium anbieten. Dafür sollen sich die angehenden Medizin-Studenten auch ohne Einser-Abi einschreiben können, so der Gesetzentwurf, der im Landtag beraten wird. Mehr bei t-online (22.8.2019):
Fast zwei Drittel der in Deutschland anerkannten ausländischen Berufs- und Ausbildungsabschlüsse fallen auf den Gesundheitsbereich, berichtet das Ärzteblatt. Zugrunde liegt dem Artikel eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes (21.8.2019).
74 Bewerber haben sich schon für das Landärzte-Studium in Brandenburg gemeldet, berichtet rbb (21.8.2019):
Im Herbst startet in Augsburg ein Medizinstudium, das anders aufgebaut ist, als Medizinstudenten es von den meisten Unis kennen. Die Augsburger Allgemeine hat am 16.8.2019 ein Interv iew dazu mit dem Studiendekan Christoph Schindler eingestellt:
Die OTH Amberg-Weiden (Ostbayrische Technische Hochschule) bietet demnächst einen Studiengang zum Physician Assistant an. Die Besonderheit: Es ist keine vorherige Ausbildung im Gesundheitswesen nötig, wie es bei anderen Studiengängen an staatlichen Hochschulen der Fall ist.
Der Wissenschaftsrat hat den Hochschulstudiengang Medizin in Oldenburg positiv bewertet, aber auch Nachbesserungen gefordert. Hier die Links:
Die Berliner Morgenpost berichtet über ein Stipendium für Landärzte in Brandenburg (11.7.2019). Das Stipendium kann bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragt werden. Die Stipendiaten erhalten monatlich 1000 Euro und verpflichten sich, für fünf Jahre in ländlichen Regionen zu arbeiten.
An der Universität Leipzig wurde am Freitag (5.7.2019) eine neue Lernklinik eröffnet. Hier trainieren Medizinstudenten nun auf 830 Quadratmetern in 23 Trainings- und zwei Seminarräumen an 300 verschiedenen Simulatoren, Phantomen und Geräten – bevor sie auf Menschen „losgelassen“ werden.
Die Uni Magdeburg richtet schon zum Wintersemester 2019/20 eine Hausarztklasse ein. 15 bis 20 Studenten werden dann auf ihren künftigen Einsatzbereich besser vorbereitet.
Das Thüringische Stipendium für Haus- und Augenärzte besteht seit zehn Jahren, hat 111 Stipendiaten gefördert, von denen die Hälfte sich selbständig gemacht hat. Ein kurzer dpa-Bericht bei RTL (24.6.2019):
In Cottbus soll man demnächst Medizin studieren können. Berichte gibt’s auf rbb24 (13.6.2019) und der Märkische Bote (14.6.2019):
KBV Praxisnachrichten
-
Venöse Blutabnahmen und Gesundheitstests in Apotheken – Was auf die Praxen infolge der Apothekenreform zukommt
Apotheken dürfen schon bald Leistungen wie Schnelltests auf...
-
Gewalt in Praxen sichtbar machen – KBV-Vorstand begrüßt Vorstoß von Innenminister Reul
Gewalttaten gegen Arztpraxen und andere Gesundheitseinrichtungen...
-
Digitalgesetz: KIM soll Standard für medizinische Kommunikation werden
Der E-Mail-Dienst KIM soll im Gesundheitswesen künftig noch stärker...
Robert-Koch-Institut
-
Epidemiologisches Bulletin 25/2026
Herausforderungen im Ausbruchsmanagement – am Beispiel eines...
-
Epidemiologisches Bulletin 24/2026
30-jähriges Jubiläum: Die Nationalen Referenzzentren und...
-
Epidemiologisches Bulletin 23/2026
HPV-Impfkommunikation wirksam gestalten – Erkenntnisse aus...
