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Lauter Missverständnisse - Lauterbach klärt auf

Da haben wir doch alle – oder waren es mal wieder nur die Medien – unser aller Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach völlig missverstanden. Der Plan, dass von der künftig geplanten Maskenpflicht diejenigen ausgenommen sind, die frisch genesen oder vor spätestens drei Monaten geimpft wurden, bedeutet keineswegs, dass wir uns jetzt alle drei Monate impfen lassen sollen. Gut, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach das jetzt richtigstellt: Sich alle drei Monate impfen zu lassen, sei medizinisch völlig unsinnig – und die vierte Impfung für alle habe er auch nicht gefordert.

BR, 10.08.2022: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/lauterbach-corona-impfung-alle-drei-monate-ist-unsinnig,TE4wDji

So, dann wissen wir ja jetzt Bescheid. Unter gewissen Umständen – Alter, Gesundheit, etc. – dürfen wir uns die vierte Impfung also sparen und brauchen uns auch nicht damit auseinandersetzen, ob wir auf einen angepassten Impfstoff warten wollen, sollen oder müssen. Wir müssen einfach nur die Klappe halten, pardon, den Mund wieder bedecken.

Sollten wir dann doch frisch genesen sein, umso besser. Und damit der Rest der Welt gleich weiß, dass wir keinen Mundschutz tragen müssen, bekommt das Impfzertifikat in der Corona-Warn-App ein farbliches Kennzeichen. Das ist von großem Vorteil für alle, die da kontrollieren sollen werden müssen: Es geht schneller.

Blöd nur, wer noch immer keine Corona-Warn-App hat. Aber sicher lässt sich auch jedes andere Handy-Impf-Zertifikat, zum Beispiel bei CovPass, farblich kennzeichnen. Einfacher wäre es natürlich, ein jeder trüge ein farbliches Band am Oberarm. Aber nein, das geht natürlich gar nicht. Historisch nicht und praktisch nicht. Da könnte sich ja jeder sein Bändchen selbst herstellen.

Ich schlage vor, pragmatisch, bürokratisch, gründlich und vorsorglich: Ein jeder begebe sich in die Stadt, in die er geboren wurde, zeige dort seine pandemischen Unterlagen, unterziehe sich allerlei medizinischen Tests – und erhalte dann einen QR-Code auf die Stirn gebrannt. So ist es dann jedwedem anderen mittels Handy und Lese-App möglich, den Status des Gegenübers zu kontrollieren. Und dann nämlich klappt das auch mit der Selbstverantwortung: Zeige mir Deinen QR-Code und ich gehe Dir aus dem Weg. Oder so ähnlich. Oder andersrum, zum Beispiel, wenn in Köln Karneval ist: Zeige mir deinen QR-Code, bevor ich dir ein Bützje auf die Wange drücke …

Gut, dieses Verfahren endet spätestens dann, wenn sich der QR-Code überholt hat. Das Virus hat ja gezeigt, dass das Leben und die Pandemie allzeit veränderlich sind. Vielleicht muss man auch am Konzept noch feilen. Abwaschbare QR-Tattoos zum Beispiel. Denn kein Mensch wird ja freiwillig sein Tattoo abwaschen, das als Ausweis gilt, wenn er nicht muss – und wir sollen ja sowieso gerade beim Duschen Energie und Wasser sparen.

Eine andere Möglichkeit: Bis jeder sein QR-Tattoo eingebrannt, aufgemalt oder aufgeklebt bekommen hat, hat sich das Virus verharmlost.

Sie glauben mir nicht? Aber sicher doch. Dort, wo sich ganze Gesellschaftsgruppen radikalisieren können, ist es mit Leichtigkeit möglich, dass Viren sich verharmlosen. Das Grippevirus hat’s ja vorgemacht. Nur hat noch niemand die Verharmlosung sprachlich „verreflexivt“.

Sie haben recht: Alles Spinnerei. Und trotzdem. Vielleicht sollten wir uns und alles verharmlosen, statt uns alle immer mehr zu radikalisieren. Einen roten Punkt auf dem Oberarm oder im Handy durch die Gegend tragen, um damit durch welche Personenkontrolle auch immer zu kommen, möchte ich zumindest nicht. Auch wenn sich das mit der Kontrolle in der Vergangenheit ja prima eingespielt hat.

Und was die (notwendige) Verharmlosung betrifft: Den Auftakt hat er ja nun schon gemacht, der Bundegesundheitsminister. Es ist medizinischer Unsinn, alle Menschen alle drei Monate zu impfen. Hat er gesagt. Sie können’s unter obigem Link nachlesen.

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