Studie lässt Debatte um die Aussagekraft der PCR-Tests als pandemisches Maß wieder aufflammen
PCR-Tests als Messinstrument der Pandemie, aus dem dann politische Maßnahmen abgeleitet werden, sind erneut in die Diskussion geraten. Die Universität Essen/Duisburg hat Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, in der die Daten von 190 000 PCR-Tests von 160 000 Personen ausgezählt wurden. Das Fazit ist kurz – und wahrscheinlich verkürzend: Der Ct-Wert, der als Messeinheit für den Ansteckungsgrad der Person gilt, ist, gelinde gesagt, flexibel zu handhaben – und taugt nicht zur Norm, da zu viele andere Faktoren eine Rolle spielen.
Die Tagesschau setzt sich im faktenfinder am 22.06.2021 mit der Studie auseinander:
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/corona-ctwert-101.html
Die Pressemitteilung der Universität finden Sie hier:
https://www.uni-due.de/2021-06-18-studie-aussagekraft-von-pcr-tests
Die Tagesschau verlinkt auch mit einem Text des Bayrischen Rundfunks, der den CT-Wert erklärt (auch vom 22.06.2021):
https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-pcr-test-warum-der-ct-wert-nur-ein-richtwert-ist,SHHLR9T
Der Focus berichtet ebenfalls, 22.06.2021:
https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/forschung-der-universitaet-duisburg-essen-neue-corona-studie-sind-pcr-tests-schlechte-grundlage-fuer-politische-massnahmen_id_13419285.html
Losgetreten hat die jetzige Debatte ein Artikel der Bild am 20.06.2021, der zwar übersichtlich bis kurz ist, überschriftlich aber zuschlägt: „PCR-Tests sind keine Grundlagen für politische Maßnahmen“:
Neue Corona-Studie - PCR-Tests keine Grundlage für politische Maßnahmen - Politik Inland - Bild.de
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