IKK schlägt vor: Nikotin- und Alkoholsteuer sollen die Krankenkassen finanzieren
Schöner Artikel, aber leider hat sich der Spiegel die weitere Recherche geklemmt. Vielleicht aber auch nur, um zu warten, bis der Stein ins Rollen kommt. Also schubsen wir den Stein mal ein bisschen an: Die Innungskrankenkassen haben vorgeschlagen, dass zur Kostendeckung – die Krankenkassen warten mit Milliardendefiziten auf – künftig die Einnahmen der Alkohol- und Nikotinsteuer den Krankenkassen zugute kommen. Denn die Krankenkasse seien es, die die Kosten der Folgekrankheiten finanzieren müssen. In der Überschrift beim Spiegel verkürzt sich der Gedanke dann so: „Raucher und Trinker sollen die Krankenkassen finanzieren“. Hab ich recht? Schöner Artikel. Dem Leser fehlen allerdings jegliche Nachrichten darüber, wer wie auf diesen Vorschlag reagiert oder reagiert hat. Kommt vielleicht noch. Artikel vom 22.08.2022:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/raucher-und-trinker-sollen-krankenkassen-finanzieren-a-5a4dce4c-3728-451b-81d7-3b4b9ad7f83a
Nun hat der Vorschlag der Innungskrankenkassen auch einen Kontext. Und er steht in einer Reihe von Vorschlägen, die die Finanzierung der Krankenkassen verbessern sollen. Die Deutsche Handwerkszeitung spiegelt mit ihrem Bericht sachlich die Gesamtaussage der IKKen wider – und die Finanzierung durch und mit Raucher und Trinkern finden sich hier als Teil eines Konzeptes. 22.08.2022:
https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/innungskrankenkassen-hammer-wird-2024-folgen-255214/
Das Deutsche Ärzteblatt berichtet umfassend, 22.08.2022:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/136812/Innungskrankenkassen-plaedieren-fuer-nachhaltige-Massnahmen-zur-GKV-Finanzierung
Ähnliche Beiträge
Kommentare
KBV Praxisnachrichten
-
Heftige Kritik an Warkens Sparpaket – Keine extrabudgetäre Vergütung mehr für zusätzliche Termine und offene Sprechstunden
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will die extrabudgetäre...
-
Tausende Teilnehmer demonstrieren bundesweit gegen Kürzungen in der ambulanten Psychotherapie
Aus Protest gegen die Kürzungen in der Psychotherapie sind am...
-
KBV-Vorstand: „Zusätzliche Angebote parallel zu den Sprechzeiten der Arztpraxen sind absurd“
Im Zuge der Notfallreform soll eine durchgängige telemedizinische...
Robert-Koch-Institut
-
Epidemiologisches Bulletin 16/2026
RKI-Ratgeber Tularämie Ausbruch mit Salmonella Bochum unter Kindern...
-
Epidemiologisches Bulletin 15/2026
Gemeinsam Stark: Übung zu einem Ausbruchsgeschehen im Hamburger...
-
Epidemiologisches Bulletin 14/2026
30-jähriges Jubiläum: Die Nationalen Referenzzentren und...
