Bundesgesundheitsminister mit tiefen Brückenzweifeln
Die neue Leverkusener Rheinbrücke ist fertig und eröffnet. Was das bedeutet, können vor allem die Autofahrer aus dem Großraum Köln gut einschätzen. Auch die Lkw-Fahrer natürlich – denn sie durften ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen seit 2014 gar nicht mehr rauf auf die Brücke. Seit 2016 gab’s dann eine Schrankenanlage, die Lkw mit zu hohem Gewicht auf die rechte Bahn sortierte. Der Spatenstich für die neue Leverkusener Brücke war im Dezember 2017. Und jetzt – kurz vor Fertigstellung – musste die alte Brücke 16 Tage lang voll gesperrt werden, damit die letzten Arbeiten an der neuen Brücke für die Freigabe abgeschlossen werden können. Das traf sich gut mit dem Streik der KVB ... Für den Donnerstag, an dem wohl auch noch Unfälle dazu kamen, gab es dann Meldungen aus Köln, die etwa so lauteten: „Fünf Kilometer in einer Stunde – und dann war ich wieder an der Stelle, wo ich eigentlich losgefahren war.“ Seit Sonntag ist die neue Rheinbrücke nun für den Verkehr freigegeben. Den Autofahrer aus dem Großraum Köln freut’s gewiss genauso wie den Lkw-Fahrer, der den Großraum Köln durchfahren will.
Das nur als Kurzinfo für alle, die nicht im Großraum Köln zuhause sind. Nun hat der Kölner Stadt-Anzeiger ein Video von der Eröffnung eingestellt, bei der auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zugegen war. Er war dort zwar nicht als Bundesgesundheitsminister, aber als Lokalpolitiker: Sein Wahlkreis heißt Leverkusen. In diesem Video äußert sich Karl Lauterbach eindringlich gegen einen weiteren Ausbau der Brücke. Denn das erklärte Ziel ist der 12-spurige Ausbau. Damit könne man dem Klimawandel nicht begegnen, meint der Politiker, der sich offensichtlich auf vielen Gebieten gut auskennt.
Die Rede Lauterbachs ist eindrücklich – wahrscheinlich für Gegner und Befürworter des Brückenausbaus gleichermaßen. Deswegen hier das Video – mit dem Tipp: Klicken Sie sich selbst rein – und lesen Sie sich auch durch die Kommentare.
https://www.youtube.com/watch?v=nxR8kQllxgE
Auf der Plattform X (die im Link natürlich immer noch twittert) tut Lauterbach selbst seine Einstellung noch einmal öffentlich kund:
https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1754129693219946873
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