Fledermaus-Nachrichten aus dem "Daily Telegraph"
Und: Wann haben Sie die letzte Fledermausnachricht im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhalten oder gelesen? Lange her? Nichts Neues? Auf jeden Fall mangelt es allen Neuigkeiten an Eindeutigkeit. Vielleicht kommt weiter, wer den Kreislauf der Nachrichten versteht. Hier zumindest scheint der britische Telegraph jeweils neue Diskussionsansätze in die Welt zu setzen – von beiden Seiten.
Wenn Sie die Neue Züricher Zeitung lesen, erfahren Sie von Anträgen von chinesischen und amerikanischen Wissenschaftlern, die 2018 gestellt und abgelehnt wurden und die darauf zielten, die den Fledermäusen eigenen Coronaviren mit gefährlichen Bestandteilen auszustatten, die die Infektiosität erhöhen. Antrag abgelehnt, wie gesagt. Nun kann man diskutieren, ob die Versuche trotzdem stattfanden – und ob man so etwas nachweisen kann. Die NZZ tut’s am 24.09.2021. Ohne eindeutiges Ergebnis. Aber wenn Sie’s lesen: Sie werden am Ende den Verdacht nicht los, dass ...
https://www.nzz.ch/wissenschaft/ursprung-von-corona-neue-nahrung-fuer-die-laborhypothese-ld.1647091
Ähnliches lesen Sie einen Tag später, am 25.09.2021 beim RND. Nur dass es hier die Chinesen - in Zusammenarbeit mit amerikanischen Wissenschaftlern - sind, deren Antrag Antrag auf amerikanische Fördergelder 2018 abgelehnt wurde. Ansonsten: Die Nachrichtenquellen sind dieselben: die NZZ und The Telegraph. Die Formulierungen um die Antragstellung sind jedoch sprachlich mit anderen Betonungen versehen.
https://www.rnd.de/wissen/ein-alptraum-namens-wuhan-erst-panne-dann-pandemie-OLGSYZBC5ZCRBLGKX5FCB4T4EU.html
Hier der Link zum Telegraph, Nachricht vom 21.09.2021, wer den ganzen Artikel lesen will, muss sich einloggen:
https://www.telegraph.co.uk/news/2021/09/21/wuhan-scientists-planned-releaseskin-penetrating-nanoparticles/
Eine Entdeckung, die die Labortheorie zumindest wieder etwas ins Abseits befördert, machten französische Wissenschaftler: Sie entdeckten die nahesten Verwandten des Sars-Cov2-Virus bei laotischen und chinesischen Fledermäusen, ausgestattet mit der Fähigkeit, beim Menschen anzudocken. Die Wissenschaftler nehmen das als Beweis für den natürlichen Ursprung der Pandemie. Mehr dazu in Forschung und Wissenschaft, 24.09.2021:
https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/mit-sars-cov-2-verwandte-viren-in-laotischen-fledermaeusen-entdeckt-13375374
Und auch darüber berichtete zuvor der schon oben zitierte Daily Telegraph, und zwar einen Tag, bevor er die Laborthese anhand des 2018 abgelehnten Forschungsantrags wieder neu entwickelt, am 20.09.2021:
https://www.telegraph.co.uk/global-health/science-and-disease/virus-hunters-identify-closest-relative-yet-sars-cov-2-laos/
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