Hautkrebs: Software sieht mehr als der Arzt - kann aber immer noch weniger
Heidelberger Forscher haben bewiesen, dass eine Software bei der Erkennung von Hautkrebs besser ist als die Ärzte. Der Spiegel berichtet – nicht ohne eine gewisse Vorsicht, denn ebendiese Heidelberger Forscher hatten bereits einmal mit einer Sensation aufgewartet, die der Spiegel später nicht mehr so bewertet haben wollte, wie die Bildzeitug es getan hatte. Der Bluttest gegen Brustkrebs hatte zwar die Aktien steigen lassen, die Erwartungen aber hinterher nicht mehr erfüllt. Diese Vorsicht schadet dem Spiegelartikel jetzt ebenso wenig wie der Studie, über die der Spiegel berichtet. Der Bericht hat nur deswegen eine eigenwillige Form. Martin U. Müller beginnt ihn als Brief an den Leser (15.4.2019):
Ganz neu ist die Nachricht nicht, über eine ähnliche Studie mit weniger Ärzten hatten die Forscher schon 2018 berichtet – auch eine Nachricht im Spiegel (29.5.2018):
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hautkrebs-computer-erkennt-melanome-besser-als-aerzte-a-1210048.html
Die Einschätzung, welche Bedeutung die KI und vor allem diese Software für die Diagnose hat, geschicht auf der Seite medtech zwo: Für eine Anwendung in der Praxis ist es zu früh. Die Software kann zwei Diagnosen: das Muttermal und den schwarzen Hautkrebs – der Arzt muss bedeutend mehr mögliche Diagnosen in Betracht ziehen (14.4.2019):
https://medtech-zwo.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten/ki-erkennt-hautkrebs-praeziser-als-aerzte.html
Hier die Pressemitteilung auf der Seite des NCT (Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg), dessen Forscher zusammen mit denen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und der Universitäts-Hautklinik die Software entwickelt haben (11.4.219):
https://www.nct-heidelberg.de/das-nct/newsroom/aktuelles/details/kuenstliche-intelligenz-schlaegt-hautaerzte-bei-der-diagnose-von-schwarzem-hautkrebs.html
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