Künftig könnte der BMI durch ein neues Maß ersetzt werden. Die KI hilft mit, und das Messgerät heißt dann Obscore. Sollte Ihnen das obskur vorkommen: Das war meine Absicht. Klar, dass wir nicht vom Bundesministerium des Inneren reden, liegt auf der Hand. Wobei: Wollen wir nicht vielleicht doch wissen, welchen Maßstab die KI ans Bundesministerium anlegt? Vielleicht an anderer Stelle.

Jetzt aber sind wir beim Dilemma der Adipösen: Nicht jeder Bauch ist fett, manch einer, den der BMI als zu dick einstuft, hat in Wirklichkeit ganze Muskelpakete unter seinem T-Shirt versteckt. Das nächste Dilemma: Der Obscore, der eine Alternative werden könnte, braucht, um nicht obskur zu werden, Daten. Klar – ohne Input keine Info, also kein Output. Also: ein einfacher Bluttest – und 20 allgemeine Gesundheitsfragen.

Klar: Das ist kein Test für zuhause. Deswegen könnte es dem BMI noch anderweitig an den Kragen – bzw. an die Zahlen – gehen. Mit Hilfe des Bauchumfangs und des Taille-Hüft-Verhältnisses lässt sich auch der BMI in seinen Qualitäten optimieren.

Das ist bestimmt vernünftig – und wer jetzt plietsch ist, der macht schnell einen Großhandel auf mit diesen Maßbändern, die die Schneider benutzen: Die sind extrem flexibel und helfen den Adipösen, den richtigen Wert des dann optimierten neuen BMI-Nachfolgers ganz ohne technische Unterstützung herauszufinden. Denn die Körperfettwaagen, die jetzt noch modern sind, werden dann wohl nicht mehr up to date sein. Selbst mit einer Aktualisierung werden sie den Bauchumfang nicht messen können. Und die Berechnungs-Apps im WWW werden wissen wollen, wie es sich denn nun zentimetergenau mit Bauch, Taille und Hüfte verhält. 

Wie auch immer: Die Wissenschaft wird den Bäuchen der Adipösen auf die Pelle rücken. Im Wortsinn. Denn es geht um unser aller Zukunft. Bis zu dieser Zukunft haben wir alle, die wir unter dem T-Shirt eben kein Sixpack mit uns herumtragen, allerdings noch ein wenig Zeit: Der Obscore sei der erste Schritt in die richtige Richtung, so die Forscher. Reif sei er noch nicht.

Bleibt noch die Frage: Welche Rolle spielt denn nun eigentlich die KI bei dieser Aufgabe? Wenn ich den unten zitierten Artikel richtig lese, hat die KI „Daten einer großen britischen Bevölkerungsstudie mit Übergewichtigen genutzt“, um das Modell zu entwickeln. 2000 verschiedene Faktoren wurden ausgewertet, um auf Erkrankungswahrscheinlichkeiten schließen zu können.

Offen bleibt die Frage, wie sich die 2000 Faktoren in 20 Fragen und einem einfachen Bluttest konzentrieren. Das müssen Datenhintergrundswerte sein – oder etwas in der Art.

Wer sich den Fakten, der Zukunft und den Messungen widmen will, Genaues gibt’s beim RND am 25.05.2026.
https://www.rnd.de/wissen/uebergewicht-und-adipositas-messen-wird-der-obscore-der-neue-bmi-OMEDSRSQQJFBRMRWUW7X4L5ZN4.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

Die Pharmazeutische Zeitung berichtete am 13.05.2026 über den Obscore;
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/neues-ki-modell-obscore-deutlich-besser-als-der-bmi-165179/seite/alle/?cHash=5b4d531c5bedebdc5c7655d017e2bfd7