In der zweiten Überschriftenzeile steht: „Eine Geschichte über das Sterben, die vielleicht mehr über das Leben erzählt als über den Tod“. Vielleicht ist das falsch. Vielleicht hätte die Autorin titeln sollen: „Eine Geschichte über das Leben, die das Sterben auch erzählt.“

Die Geschichte, von der hier die Rede ist, ist eine Lebensgeschichte – und sie ist eine Leidensgeschichte. Das Leiden von Max beginnt, noch bevor er überhaupt in der Schule ist. Er hat juvenile Polyarthritis – und die bewirkt, dass sein Knochengerüst am Ende den Mann, zu dem er wachsen wird, gar nicht richtig halten kann.

Seine Lebens- und Sterbegeschichte aufgeschrieben für die Bild hat eine Freundin, die auch Journalistin ist. Er hatte sie gebeten, von seinem Leben und seiner Suche nach dem richtigen Weg in den Tod zu erzählen. Das macht Katharina Render nicht nur sehr einfühlsam, sie schreibt so, dass der Leser fast lachend und weinend mit in der Geschichte sitzt.

Und sie ist nicht mal eben kurz erzählt, diese Lebensgeschichte. Der Vorleser braucht 18 Minuten. Will sagen: Katharina Render hat für Max die klassischen Bild-Formate gesprengt.

Der Artikel, mit privaten Fotos und Fotos von Christian Spreitz, ist vom 19.01.2026:
https://www.bild.de/leben-wissen/menschen-schicksale/mit-39-jahren-max-beschliesst-zu-sterben-6864e447aa0dfb270f803071?dicbo=v2-rDA07kJ&cid=kooperation.article.outbrain.desktop.AR_3.ff.bild