Die Kölner Medizin-Bibliothek ist Bibliothek des Jahres 2026. Den Preis – 20 000 Euro – verleiht der Deutsche Bibliotheksverband. Die ZB MED, deren Ursprünge bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen, hatte als klassische Bibliothek begonnen, laut Wikipedia beherbergt sie 1,7 Millionen Bücher und Zeitschriftenbände – und sie sammelt heute Forschungsdaten aus Medizin und den sogenannten Lebenswissenschaften.

Die Nachricht über den Preis finden Sie am 30.07.2026 im Kölner Stadt-Anzeiger:
https://www.ksta.de/koeln/bibliothek-des-jahres-2026-zb-med-koeln-ausgezeichnet-1336573

Infos über die ZB MED bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/ZB_MED_%E2%80%93_Informationszentrum_Lebenswissenschaften

Webseite:
https://www.zbmed.de/

Die „Lebenswissenschaften“ firmieren bei Wikipedia unter dem Begriff „Biowissenschaften“. Der Begriff umfasst Medizin, Biomedizin, Pharmazie, Biochemie, Chemie, Molekularbiologie, Biophysik, Bioinformatik, Humanbiologie, aber auch Agrartechnologie, Ernährungswissenschaften und Lebensmittel­forschung usw. Der Begriff „Lebenswissenschaften“ kommt eher aus der Industrie und dem Marketing, englisch Life Science, – und wird daher im Deutschen oft durch den Begriff „Biowissenschaften“ ersetzt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Biowissenschaften

 Hier ein kurzer historischer Abriss der Geschichte des ZB MED:

1847 entsteht in Bonn die „Höhere Landwirthschaftliche Lehranstalt Bonn-Poppelsdorf“.
1908 wird in Köln die „Bibliothek der Akademie für praktische Medizin“ gegründet.
1920: Die Kölner Bibliothek wird eingegliedert in die neue Universitäts- und Stadtbibliothek Köln.
1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeiten beide Institutionen überregional.
1962: Die Bonner Bibliothek wird zur „Zentralbibliothek der Landbauwissenschaften“.
1964 empfiehlt der Wissenschaftsrat, die medizinische Abteilung der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln zur Zentralbibliothek der Medizin, ZBM, auszubauen.
1973: Gründung der ZBM
2001–2003: Die bis dahin eigenständige Zentralbibliothek der Landbauwissenschaft in Bonn (Agrar, Ernährung, Umwelt) wird schrittweise an die Kölner Medizinbibliothek angegliedert.
2014: Die ZB MED wird eine Stiftung mit dem Namen ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften.
2016: Ein Schicksalsjahr für die ZB MED. Im März empfiehlt die Leibniz-Gemeinschaft die Beendigung der Bund-Länder-Förderung und damit das Ausscheiden aus der Leibniz-Gemeinschaft. Eine Übergangsfinanzierung soll den Weg in die Zukunft ermöglichen.
2018: Ab jetzt wird die wissenschaftliche Leitung der ZB MED in Personalunion mit einer Professur der Uni Köln besetzt. Weitere gemeinsame Professuren mit der TH Köln und der Universität Bonn, Neuausrichtung als forschendes Informationszentrum mit datenanalytischer und bioinformatischer Expertise.
2026: Bibliothek des Jahres 2026

Benutzte Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/ZB_MED_%E2%80%93_Informationszentrum_Lebenswissenschaften
https://blog.zbmed.de/warum-gibt-es-uns-eigentlich-zwei-mal-von-usb-und-zbl-zu-zb-med
https://www.zm-online.de/artikel/2016/pzr-neu-gedacht/aus-fuer-die-zb-med
https://www.zbmed.de/ueber-uns/profil-zbmed/geschichte-zahlen-und-fakten