Händedesinfektion im Krankenhaus: Im Christophorus-Krankenhaus in Coesfeld werden nun die Patienten mit einem einfachen Lächeln dazu verführt, sich vor dem Besuch von Kreißsaal, Instensivstation und Co. die Hände zu desinfizieren. Der Händedesinfektionsspender ist nämlich mit einem Smiley versehen. Die Westfälischen Nachrichten berichten am 30.7.2019:
Nachrichten aus dem Gesundheitswesen
Jens Spahn will die Notaufnahmen in Krankenhäusern entlasten. Der Gesetzentwurf sieht für alle Bundesländer Notfall-Leitstellen vor – und Notfallzentren an Krankenhäusern, die die Patienten zur ambulanten oder stationären Behandlung schicken. Im Wettbewerb um die schönste Überschrift hat der Focus über dieses Vorhaben das Schlagwort 112-Revolution gestellt. Im Folgenden die Links zum Thema, alle vom 22.7.2019:
Tagesschau:
https://www.tagesschau.de/inland/spahn-notfall-versorgung-entwurf-101.html
Focus (mit der 112-Revolution in der Dachzeile, gleich neben der Plan mit doppeltem n):
https://www.focus.de/gesundheit/news/gesetzentwurf-zur-reform-der-notfallversorgung-jens-spahn-will-in-kliniken-die-wartezeiten-bei-notfaellen-verkuerzen_id_10946653.html
Die Rheinische Post - mit den Zweifeln der Bundesärztekammer daran, dass genügend Geld und Ärzte für diesen Plan vorhanden sind:
https://rp-online.de/politik/deutschland/notfallversorgung-spd-unterstuetzt-plaene-von-jens-spahn_aid-44260905
Hackerangriffe auf Krankenhäuser und andere Einrichtungen des DRK in Rheinland-Pfalz und im Saarland, der Spiegel, der Deutschlandfunk und der SWR berichten, 17.7.2019. Betroffen seien elf Krankenhäuser und vier Altenpflege-Einrichtungen. Die Aufnahme der Patienten erfolge zurzeit mit Bleistift und Papier.
Köln und Umgebung hat zu viele Krankenhäuser, auf mehr als die Hälfte könne man verzichten. So lautet das Ergebnis einer Studie, die die Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegeben hat. Den Bericht darüber hat der Kölner-Stadt-Anzeiger heute (15.7.2019) auf die Titelseite gestellt. Einen großen Artikel gibt es zudem noch auf der Seite 3. Online sind die Infos nur für Abonennten oder solche, die es noch werden wollen, abzurufen. Die Studie nimmt Köln und Umgebung als Modellregion, um Aussagen über ganz Deutschland nahezulegen. Die Bertelsmann Stiftung informiert hier:
Mit Verdacht auf Appendizitis ins Krankenhaus – das ist einem taz-Redakteur passiert. Und wahrscheinlich hat er einen Kugelschreiber mit genommen. Vielleicht auch ein Tablet. Ist aber egal – herausgekommen ist ein Artikel in Form eines Tagebucheintrages. Lesenswerter Bericht, vielleicht nicht repräsentativ – aber doch irgendwie typisch (7.7.2019) ... Für was auch immer:
Welche Rollen die Klinikkonzerne spielen, wenn es um die Telemedizin und Videobehandlungen geht, nimmt die Heilbronner Stimme in den Blick. Im Kampf um die Softwarelösungen der Zukunft haben sie die Nase vorn – ausgehend davon, dass nur wenige Portale oder Lösungen sich durchsetzen werden. Der Artikel ist vom 8. Juli 2019:
„Chefarzt krank, Klinik stellt alle Operationen ein“, titelt der NDR am 2.7.2019. Alte Journalistenweisheit, sinngemäß: Die schönsten Überschriften schreibt das Leben selbst. Die Nachricht hingegen klingt weitaus dramatischer, als die Wirklichkeit ist: Die Patienten werden in die 20 Minuten entfernte Nachbarklinik geschickt.
In Mecklenburg-Vorpommern fordert die Linke einen Ärztepool, auf den Kliniken zurückgreifen können, wenn zu viele Ärzte ausfallen. Hintergrund für die Forderung: Zeitweise mussten ganze Abteilungen von Kliniken wg. Personalmangel geschlossen werden. RTL veröffentlicht den dpa-Bericht (26.6.2019):
In England haben Forscher jahrelang in Krankenhäusern Insekten gesammelt und untersucht. Ergebnis: Auch sie übertragen multiresistente Keime. Nicht immer in der Menge, die nötig wäre, Menschen zu infizieren. Aber manchmal schon. Die Wissenschaftler betonen, die Insekten seien nicht das Haupteinfallstor für Keime – dennoch lohne es sich für Krankenhäuser, auf Insektenschutz zu achten.
In Siegen konkurrieren zwei Krankenhäuser – und streiten um Klinikbetten in der Neurologie.
Das Land Niedersachsen investiert Hunderte Millionen in seine Kliniken, berichtet der NDR am 13.6.2019 (Text und Video):
Der Wochenendeffekt ist gezählt, bewiesen, untersucht und erforscht: Patienten, die am Wochenende ins Krankenhaus kommen, haben ein höheres Sterberisiko – statistisch gesehen. Vorherrschende These bislang: Das liegt am Personal, das am Wochenende weniger oder weniger gut ausgebildet ist.
Nun haben britische Forscher bisherige Studien daraufhin quergekämmt. Ihre Antwort: So einfach ist die Sache nicht. Denn Schwangere – so ein Beispiel – sterben keinesfalls häufiger, wenn sie am Wochenende ins Krankenhaus kommen. Möglich ist, dass Patienten, die am Wochenende eingeliefert werden, auch kränker sind. Möglich ist eine Mischung aus allen Begleitfaktoren.
Der Arzt, der keiner war und Schlagzeilen machte als Operateur ohne Doktortitel: Die Hannoversche Zeitung zeichnet seinen Werdegang nach und ist auf der Suche nach der Motivation (5.6.2019):
Krankenhäuser dürfen Honorarärzte nur kurzfristig in Ausnahmefällen einstellen, hat das Bundessozialgericht entschieden.
Der Focus hat wieder Deutschlands beste Krankenhausärzte ermittelt. Das tut er seit den 90er Jahre regelmäßig – und offenbar erfolgreich. Für 2019 ist das Heft seit heute, 4.6.2019 im Handel. Im Netz gibt es seit Jahren Tipps für Ärzte, wie man Focus auf sich aufmerksam macht, Diskussionen darüber, wie die Liste zustande kommt – und Ärzte, die die Auszeichnung mit Stolz vorzeigen – oder die stolz vorgezeigt werden.
Krankenhäuser in Deutschland erreichen oft die Mindestmengen nicht, die nötig sind, um bestimmte Operationen durchzuführen, ist das Ergebnis einer Analyse des Science Media Centers (SMC) und der Weissen Liste der Bertelsmann Stiftung. Der GBA hat bislang sieben Bereiche benannt, für die die Mindestmengenregelung gilt. Das Urteil der Medien, als Sachstandsbeschreibung formuliert, ist häufig schnell und eindeutig: In vielen Krankenhäusern operieren unerfahrene Ärzte. So eindeutig muss das Urteil vielleicht gar nicht ausfallen. Auf jeden Fall reagiert die Presse prompt und umfangreich.
Wenn es um Krankenhauskeime geht, besonders aber um MRSA, dann gelten die Niederlande als Vorbild. Schon Ende 2010 berichtete die Rheinische Post. 2015 ist der Umgang mit MRSA häufiges Thema in den gedruckten Medien – auch online. 207/2018 scheint das Jahr der Fernsehdokus zum Thema zu sein. Und nun setzt sich die Bild-Zeitung von der anderen Seite her an die Spitze der Berichterstattung und stellt eine Liste der Krankenhäuser in Deutschland ein, die bereits nach niederländischem Vorbild handeln. Bestimmt kein Zufall: Sie alle liegen im Norden und viele auch ziemlich grenznah.
Die Rheinische Post widmet sich heute (16.5.2019) dem Thema Behandlungsfehler. Ausgehend von der Leidensgeschichte einer Frau, die jahrelang auf Hexenschuss hin behandelt wurde, tatsächlich aber Osteoporose hatte, berichtet der Artikel über die allgemeine Situation, fügt Zahlen und Daten ein, gibt Tipps für Betroffene und verweist auf weitere Texte zum Thema.
Das Hamburger Abendblatt bringt Zahlen der Gesundheitsbehörden, die den zu erwartenden Zuzug in der Metropolregion in Bedarf an Ärzten und Pflegekräften umrechnen. Demnach werden in Hamburg bis 2030 4000 Ärzte und noch mehr Pflegekräfte gebraucht (4.5.2019):
Keine Einigung im Tarifstreik der Krankenhausärzte, weitere Warnstreiks sind möglich, die nächste Tarifverhandlung ist für den 21. Mai in Berlin festgesetzt.
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